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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen46
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am 22. Januar 2014
"Infam" war für mich mal wieder ein besonderes E-Book. Hat es der Autor doch tatsächlich geschafft, dass ich abends im Bett das Lesen eingestellt habe. Seit langem endlich mal wieder Angst bei einem Buch gehabt! Und das will schon was heißen.

Die Story ist jetzt nicht unbedingt eine Neuheit; dafür aber sehr düster und direkt geschrieben. Kein Schnick Schnack, keine Beschönigungen, sondern Sex, Blutrausch und Gewalt. Wegmann nimmt kein Blatt vor den Mund und das sollte man vor dem Lesen der Lektüre auch berücksichtigen. Trotzdem ist es nicht einfach nur Trash, denn besonders Sid und auch Denise haben mir als Charakter wirklich gut gefallen. Obwohl Sid so unglaublich grausam ist, hab ich ihn durch seine gruseligen Kinderreime und den Daumen im Mund ins Herz geschlossen. Ich würde mich freuen, mehr von Sid zu erfahren, gerne auch aus seiner Kindheit, die ja mehr als traumatisierend gewesen sein muss.

Durch den einfachen Schreibstil liest sich das Buch weg wie nix und bleibt die meiste Zeit auch spannend. Circa zur Hälfte habe ich mich zwar gefragt, wie lange das jetzt noch gehen soll; Wegmann hat mich dann aber durchaus positiv mit dem weiteren Verlauf überrascht und die befürchtete Langeweile blieb aus. Auch die Perspektivwechsel im weiteren Verlauf haben die gruselige Stimmung aufrechterhalten können und waren - menschlich gesehen - ziemlich schockierend.

"Infam" hat mich überzeugt, es war blutig und unterhaltsam und ich brauche dringend mehr von Sid!
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am 14. Oktober 2013
Sarah wollte mit Ihrem Umzug einen Neuanfang starten. Dies scheint ihr auch gut zu gelingen. Mit Ihrer hübschen Freundin Denise läuft alles prima und als die beiden auch noch zusammen einen Job als Babysitter ergattern scheint alles perfekt zu sein. Die beiden sollen in einem abgelegenen Haus auf den 4-jährigen Sid aufpassen wärend der Hausherr auf einer Party verweilt. Doch nichts ist so wie es scheint und die erste Nacht als Babysitter sollte längste Nacht Ihres Lebens werden....

Das Buch beginnt mit leichten Erzählungen über Sarah und Denise und wie sie sich kennengelernt haben. Ebenso wird erklärt, wie sie diesen super perfekten Babysitter-Job ergattern konnten.

Dann geht es auch schon zum ersten Abend bei dem besagten Job an dem beide zusammen sitten sollen um das Kind und das Haus kennenzulernen. Wem dies schon merkwürdig erscheint der sollte sich auf einiges gefasst machen.

Plötzlich passieren merkwürdige Dinge und als dann Denise auf einmal verschwunden ist nimmt das Böse seinen Lauf...

Das Buch ist super spannend geschrieben. Beginnend hat es einige Thriller Elemente, die sich schon bald in den blanken Horror verwandeln. Ab dem Zeitpunkt an dem Denise unter mysteriösen Umständen verschwindet kann man das Buch nicht mehr weg legen. Man will unbedingt wissen was mit Denise passiert ist und ob es ihr noch gut geht.

Absolute Leseempfehlung und damit 5 wundervolle Sterne!
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am 10. Oktober 2013
Wer Andre Wegmanns Romane kennt der weiß, dass er kein Kind von Traurigkeit ist, und um das Hauptaugenmerk in seinen Romanen am einfachsten kurz zu umschreiben, greife ich auf die Chinesische Philosophie und die Begriffe Yin und Yang zurück. Auch wenn es hier im übertragenen Sinne ebenfalls um polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte geht, kann ich mir nicht vorstellen, dass damit im Ursprung der Sex in einer sehr freizügig interpretierten Form und die Wiederverkörperung des reinsten Horrors gemeint war.

In „Infam“ werden beide Facetten bis ins kleinste Detail ausgelebt und diese vor dem Leser – im wahrsten Sinne des Wortes - wie ein offenes Buch ausgebreitet. Er lässt ihn teilhaben an seinen ausgeprägten, ja doch schon extremen Fantasien, nimmt ihn mit in sein eigen geschaffenes Reich des Bösen und der Lust, um ihn die Geschichte aus seinen Augen erleben zu lassen, um sie genauso so intensiv zu spüren, sie zu fühlen und erleben.

Andre Wegmann ist kein Autor der überkandidelten Worte, kein Autor der lange umhermacht um den Leser ausgiebig mit Belanglosigkeiten zu füttern und dieser kurz davor steht, die Seiten zu überfliegen. Er weiß worauf es ankommt, weiß was ein Horror-Roman bieten muss. Und so war ich doch erstaunt über den eigeschlagenen Weg den er für seine Handlung wählte, und schon sehr zeitig einen Cut inszenierte, der keinesfalls ohne Folgen bleiben konnte und auch nicht blieb. An dem Punkt überlegte ich wie es nun weitergehen sollte – die Szenerie ist ja, wie man unschwer aus dem Klappentext entnehmen kann begrenzt – und mich aufgrund der Wendung bei der Stange halten wollte. Was dann passierte kam für mich überraschend und ich musste schmunzeln, sehr clever.
Es fällt mir leicht mich in die Szenen zu begeben und den Albtraum der dort vorherrscht, mit den involvierten Figuren zu erleben. In diesem speziellen Fall war es Sarah, die vermeintliche Hauptfigur, die sich für mich wie im Rampenlicht bewegte und ich ihr in jede Richtung folgte. Es entwickelte sich ein wahrer Beschützerinstinkt, ich persönlich hatte - so merkwürdig das klingt – das Gefühl ihr helfen zu wollen, in welcher Form auch immer.

Seine Art von Horror kann ich bergreifen, nachempfinden und förmlich fühlen, denn er versteht es, düstere Szenerien und kranke „Kreaturen“ zu erschaffen. Nur wenn ich etwas fühlen und spüren kann, sorgt es für das gewisse etwas und eine Story wird zu einem Selbstläufer und entwickelt eine Eigendynamik, die nur durch das Ende gestoppt wird.

Natürlich bleibt auch Infam nicht ganz ohne Schwächen, und so ist er an einigen Stellen für mich einen Hauch zu Deutsch, dafür dass er in den USA spielt. Ich laste es ihm aber nicht an, denn es hat keinerlei Einfluss auf die Geschichte und deren Handlung.

Mein Fazit: „Natürlich kann ich immer nur für mich sprechen, mein Empfinden und meine Eindrücke hier kundtun. Und somit ist "Infam" für mich ein Horror-Roman der alles mitbringt, was ich eben von einem solchen erwarte. Angefangen bei einer gehörigen Portion Sex, bei der bestimmt einige Männerfantasien in Wallung geraten, über einen oder mehrere Bösewichte, die an Perversität und Grausamkeit nicht zu überbieten sind, bis hin zu einer Hauptfigur, die in einer Extremsituation über sich hinauswächst, und nach allen möglichen Mitteln greift um zu überleben. Ich mag diese Konstellation und wurde bestens unterhalten.“
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am 31. Mai 2014
Ein super spannendes Buch mit sicherlich aktueller Thematik, wird hier angeboten.
Die einzelnen Charaktere sind sehr gut beschrieben. Der Autor versteht es gekonnt,
die Gefühle und Ängste der Personen in Szene zu setzen.
Liebe, Trennungsangst und Ekel werden gut zur Schau gestellt.
Streckenweise für empfindliche Mägen und Nerven eine Zerreissprobe.
Übersichtliche Kapitelgestaltungen sorgen für einen flüssigen Lesespass.
Gute Dialoge und Hintergrundbeschreibungen lassen die Situationen realistisch
wirken.
Eine Geschichte, die zum Nachdenken verleitet und locker fünf Sterne verdient hat.
Nike
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In Sarahs Leben läuft momentan alles sehr gut. Sie ist umgezogen, das Studium klappt und auch in der Liebe scheint es sie getroffen zu haben. Denise ist die Frau ihrer Wahl. Nach ein paar gemeinsamen Abenden erzählt Denise von ihrem neuen Job als Babysitterin und auch Sarah würde sich gern Geld dazuverdienen. Als Denise bei ihrem Arbeitgeber dafür sorgt, dass auch Sarah dort anfangen kann, ist sie überglücklich. Die zwei jungen Frauen sollen zunächst zusammen einen Abend auf den kleinen Sid aufpassen, damit dieser sich an zwei Sitterinnen gewöhnen kann und die Frauen sich an das Haus gewöhnen können. Doch der erste Abend entwickelt sich zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen mehr zu geben scheint.

Bisher habe ich nicht viele Bücher der Kategorie Horror gelesen und ich glaube, im Gegensatz zu Psyhothrillern ist dieses Genre nicht ganz meines. Die Geschichte liest sich zwar flüssig und der Schreibstil ist auch gut, aber irgendwie kam ich mir die ganze Zeit vor, als gucke ich einen einfach gemachten Horrorfilm, bei dem man nur auf das Gemetzel wartet. Allerdings bleibt das teilweise aus, spannend empfinde ich das ganze Buch nicht, abgesehen von einer einzigen Szene, die dann aber nicht sehr detailiert beschrieben wird. Hier hätte ich mir mehr Einzelheiten gewünscht, kleinere Details hätten evtl. mehr Spannung aufgebaut. Das Buch ist so schnell zu Ende, mir fehlt da etwas. Dass das Fehlende dann mit Szenen aus einem Erotikfilm aufgefüllt wird, damit man noch auf eine Mindestseitenanzahl kommt, macht die Sache nicht besser, ist aber vielleicht von vielen Lesern gewünscht. (Das Buch hat 252 Seiten).
Vom Autor André Wegmann kenne ich bisher kein weiteres Buch, sodass ich Ihnen keinen Vergleich zu anderen bieten kann.

FAZIT: einfacher Horrorfilm in Textform
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Oktober 2013
Sarah ist überglücklich. Mit ihrem Umzug nach Dover sollte ihr Leben endlich eine positive Wende nehmen und so wie es aussieht ist ihr das auch gelungen. Sie hat die wundervolle Denise an der Uni kennengelernt und sich schrecklich in die wunderschöne Frau verliebt, die die Blicke von Männern und Frauen auf sich zieht. Sie kann kaum fassen, dass Denise ihre Gefühle erwidert. Und jetzt hat sie auch noch einen tollen Babysitterjob bekommen, den sie mit Denise zusammen antreten soll. Heute soll ihnen alles erklärt werden und sie gemeinsam auf den kleinen Sid aufpassen, danach sollen sie sich dann abwechseln. Besser kann es doch schon fast nicht mehr werden.
Das Haus liegt sehr abgeschieden mitten im Nichts und Sarah ist schon ein wenig unheimlich zu Mute. Aber sie hat ja Denise an ihrer Seite und ihr Arbeitsgeber Richard Ashmore scheint sehr nett zu sein. Jedenfalls sieht er gut aus und Sarah ist schon ein wenig eifersüchtig als Denise anfängt mit ihm zu flirten. Der kleine Sid schläft schon und so können es sich die beiden so richtig gemütlich machen. Und dann geht plötzlich das Licht aus…..

Als André mich fragte ob ich Lust hätte an der Leserunde zu INFAM teilzunehmen, sagte ich sofort zu, denn ich hatte das Buch sowieso schon auf meinem Reader. Und ich wurde von der ersten Seite an gepackt und verfluchte alles und jeden, das mich vom Lesen abhielt. Ab einem gewissen Zeitpunkt konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so dass ich bis morgens um 2:00 Uhr las, bis ich endlich fertig war.

In diesem Buch gibt es wirklich alles was das Horrorherz begehrt. Blut, Gewalt, Sex und ein irrer und erbarmungsloser Killer. Nichts für schwache Nerven und Mägen aber alle, die auf etwas blutigeren Horror stehen, kommen voll auf ihre Kosten. Mit Sarah konnte ich mich sofort identifizieren und sie wuchs mir sehr ans Herz. Was zum Teil bestimmt da herrührt, dass man alles aus Sarahs Sicht liest. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und gegenüber dem Buch „Blutwahn“ hat sich der Schreibstil verändert. Er wurde erwachsener. Reifer. Und das hat dieser Geschichte sehr gut getan. Ich finde es toll, wenn Autoren sich weiter entwickeln und man das als Leser auch merkt.

Mit „INFAM die Nacht hat tausend Augen“ ist André Wegmann ein toller Horrorroman gelungen, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt und konstant die Spannung hoch hält. Auch wenn einiges für mich vorhersehbar war, hat das dem Buch überhaupt nicht geschadet. Ich vergebe begeisterte 5 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für alle Horrorfreunde, die es gerne etwas heftiger mögen. Positiv hervorheben möchte ich noch das tolle Cover von Timo Kümmel, das ich sehr gelungen finde. Ich freue mich schon auf das nächste Buch des Autors, auf das er uns hoffentlich nicht so lange warten lässt.

© Beate Senft
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am 12. Februar 2014
Zu einem Meisterwerk aus dem Horror-Genre würde ich den Roman jetzt nicht unbedingt zählen, aber er ist auf einen guten Weg. Wegmann ist wohl kein Freund von langen Vorgeplänkel. Schon nach den ersten Seiten geht es direkt los, der Spannungsboden baut sich auf und man ist als Leser gefesselt. Hier muss ich einer Rezension auf Amazon voll zustimmen: „In diesem Buch gibt es wirklich alles was das Horrorherz begehrt. Blut, Gewalt, Sex und ein irrer und erbarmungsloser Killer“.
Dem Autor gelingt es überwiegend, wenn man glaubt die Handlung zu durchschauen und wie es weitergeht, hier dann doch eine neue Wendung einzubauen und der Überraschungsmoment ist ihm sicher. Allerdings ist hier aus meiner Sicht noch Potenzial nach oben. Als Leser fühlt man sich etwas wie ein Beobachter in einem D-Zug. Die Handlung nimmt einen immer schneller werdenden Verlauf: Sex, Stimmen, Fratzen, Blut, Dunkelheit, Fleisch wird zerfetzt und es bleibt kaum Zeit zu atmen. Hier würde ich mir jedoch noch etwas mehr Inhalt und Nervenkitzel wünschen.
Infam bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch ein ehrloses Handeln oder die Ehrlosigkeit. Schnell eröffnet sich dem Leser die Verknüpfung zum Titel und später zum Zusatz „Nacht der tausend Augen“. Zwar erinnert viel an Filme wie „Scream“ oder „Hostel“, aber das Buch ist dennoch für Horrorfans empfehlenswert.
Nun bin ich neugierig auf seine früheren Werke und „Infam“ ist sicherlich nicht mein letzter Roman von Herrn Wegmann.
Abschliessend noch ein kleines Zitat, welches die Stimmung ganz gut spiegelt: „Gross und Klein haben jede Menge Spass, gleich gibt`s leckeren Abendfrass“.
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am 14. Oktober 2013
Inhalt:

Sarahs Leben läuft endlich rund. Sie hat eine glückliche Beziehung, studiert und hat nun auch einen Job als Babysitter gefunden, den sie sogar zusammen mit ihrer Freundin Denise ausüben kann. Das Haus, in dem der kleine Sid mit seinen Eltern zu hausen scheint, liegt sehr abgelegen, aber da die Mädels zu zweit sind, stört das nicht. Doch wie so oft im Leben, währt wahres Glück nie lange und so ist der kleine Sid, auf den die beiden aufpassen, alles andere als das erwartete Baby. Als dann noch seltsame Dinge geschehen, bekommt Sarah Angst. Zu recht, wie sich herausstellt…

Meine Meinung:

Ich liebe Thriller und ich liebe Horror und so konnte ich bei diesem Buch einfach nicht nein sagen, was eine weise Entscheidung war. INFAM ist ein absoluter Pageturner. Eigentlich wollte ich nur schnell reinlesen und konnte es dann doch nicht beiseite legen. Die Story ist ausgeklügelt aufgebaut und sehr schlüssig. Der Schreibstil absolut packend und die Protagonistin Sarah so sympathisch, dass man unweigerlich mit ihr mitfühlt. Diese Empathie macht die Lektüre nicht leichter, denn in diesem Buch wird nicht mit Blut und Gewalt gespart. Ich bin wirklich nicht gerade zart besaitet, aber es gab nicht nur einen Moment, der mich schlucken lies. Man möchte jeden verteufeln, der sich so ein Spektakel ansieht (wer das Buch liest, weiß, was ich meine), bis man merkt, dass man eigentlich genauso ist. Ich konnte ab einem gewissen Moment auch nicht aufhören, weil ich einfach wissen wollte, was mit Sarah passiert.

Fazit:

Kein Buch für zarte Gemüter. Der Leser muss einiges aushalten können. Wer aber einen richtig guten Horror-Thriller sucht, sollte zuschlagen.
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am 17. Dezember 2013
Ich muss es sagen, denn zuerst steigt die Spannung recht unspektakulär an, auch wenn das Interesse gleich zu Beginn geweckt wird. Doch ab einem gewissen Punkt in fremden vier Wänden peitscht uns der Autor Andre Wegmann nicht nur durch eben dieses Haus, dass der Hölle entsprungen zu sein scheint, sondern auch von einer überraschenden Wendung zur nächsten. Um hier einen filmischen Vergleich zu bemühen trifft hier SCREAM auf WRONG TURN und gipfelt in einem wunderbar fiesen Plot, der einem die HOSTEL Filme ins Gedächtnis ruft. Die Titelunterzeile "Die Nacht hat tausend Augen" hat hierbei durchaus ihre Berechtigung. Da ist einfach für jeden Leser genug drin, um sich um den eigentlich wohlverdienten Schlaf zu bringen, denn die Handlung lässt einen wirklich so schnell nicht mehr aus den grausigen Fingern. Für Leser mit schwachem Gemüt ist INFAM jedoch weniger geeignet, denn hier geht es weniger um eine schleichend heraufkriechende Gänsehaut, sondern hier spritzt einem das Blut schon mal sichtlich aus den Seiten an. Und auch die Fans von Fingerfood und Dönerspieß dürften ihre kulinarischen Freuden nach dem lesen von INFAM in einem ganz neuen Licht erblicken. In diesem Sinne, ein gelungener Roman mit fantastischen Wendungen und vollem Spannungseinsatz.
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am 13. Oktober 2013
INFAM ist für mich das bisher beste Produkt aus der Werkstatt dieses Autors. Abgesehen von ein paar kleinen Unstimmigkeiten (einige kleinere Details passen nicht zum Handlungsort USA), liefert André Wegmann eine rasante und spannende Story mit einem absolut brillanten Konzept. Der Antagonist bzw. Schurke in der Geschichte, Richard Ashmore, nach eigenem Verständnis ein genialer und kreativer Künstler, möchte mit seiner Horrorproduktion neue, innovative Wege beschreiten und schreckt dabei vor nichts zurück. Neben der fast pausenlosen Spannung und Action hat mir persönlich dieser sozialkritische Aspekt am besten gefallen. Man kann nämlich in der Figur Richard Ashmores und seiner Geschäftsidee eine Kritik an der entfesselten Logik und Dynamik eines schrankenlosen Neoliberalismus erkennen, in dem ethische Bedenken Makulatur geworden sind, und in dem nur noch das Prinzip des "anything goes" gilt.

André Wegmann hat nach seinem gelungenen Roman BLUTWAHN mit dieser Geschichte erneut bewiesen, dass er zu den besten derzeit schreibenden Indie-Autoren im Horror-Genre gehört. Für mich ist er das deutsche Pendant zu dem Amerikaner Jack Kilborn.
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