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139 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel erwartet...
alles übertroffen!

"The Marshall Mathers LP2" - allein der Name des mittlerweile 8. Studioalbums des selbsternannten Rapgods hat die Erwartungen im Vorfeld schon hoch gesteckt wie kein anderes.

Wer sich beim ersten Hören des Eröffnungstracks "Bad Guy" anfangs über die für Eminem selbst eher untypisch laienhaft holprige...
Vor 10 Monaten von 2091315 veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen sollte Recovery 2 heißen...
...wenn man einen Vergleich zu seinen älteren Alben sucht! Außer dem Song Bad Guy, einen Skit und mehrere kleine Anspielungen in verschiedenen Songs des Albums hat's nichts mit dem Klassiker aus dem Jahr 2000 zu tun.

Aus meiner Sicht ist die MMLP2 musikalisch am ehesten mit Recovery aus 2010 vergleichbar.
Fans des Vorgängeralbums liegen mit...
Vor 4 Monaten von 10 Franks veröffentlicht


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139 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel erwartet..., 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
alles übertroffen!

"The Marshall Mathers LP2" - allein der Name des mittlerweile 8. Studioalbums des selbsternannten Rapgods hat die Erwartungen im Vorfeld schon hoch gesteckt wie kein anderes.

Wer sich beim ersten Hören des Eröffnungstracks "Bad Guy" anfangs über die für Eminem selbst eher untypisch laienhaft holprige Raptechnik wundert, wird im Lauf der nächsten 7:14 Minuten bei genauem Hören merken: dieser Mann ist ein Genie!

Er lässt die Geschichte um Stan wiederauferstehen und rappt aus der Sicht dessen kleinen Bruders. Dieser macht Eminem für Stans Tod verantwortlich und will sich rächen. Mit der Zeit wird er immer besser und beginnt schließlich rapptechnisch Eminems Level zu erreichen.
Höhepunkt ist ein 2-minütiger explosiver Rappart der von Eminem selbst gedoppelt wird bis er abschließend als sein eigenes Ich auftritt, sich selbst erklärt während seine Stimme immer leiser wird und schließlich ausklingt. Er bringt somit eine Art Selbstportrait in sieben Minuten Track unter, in dem sich seine eigene Karriere wiederspiegelt.

Auf MMLP2 demonstriert Eminem wie kein Zweiter dass er nicht nur skilltechnisch nach wie vor einer der besten Rapper ist, sondern auch einer der vielseitigsten.
Von rockigen Rick Rubin oldschool Nummern wie "Berzerk" über knallharte Spittingtracks wie "Rapgod" bis hin zu ruhigen Stücken wie "Stronger Than I Was" mit fast schon balladenartigem Gesang. Das alles schafft Marshall Bruce Mathers III auf seiner zweiten selbstbetitelten Scheibe perfekt zu kombinieren ohne dabei kitschig zu wirken.
Zwischen den Zeilen findet man immer wieder Verweise auf ältere Stücke oder Samples.

Somit gelingt Eminem zusammen mit Produzentengrößen wie Dr. Dre, Rick Rubin und seinen Featuregästen (Rihanna, Kendrick Lamar, Sia...) ein perfekter Spagat zwischen altbewährten Hip Hop Elementen und neueren modernen Einflüssen.
Warum die reguläre Albumversion nach 16 Tracks mit dem für mich schwächsten Song "Evil Twin" abschließt und "Beautiful Pain" mit Sia, meiner Meinung nach eines der besten Stücke des Albums sich hingegen nur als Bonustrack auf der Deluxe Edition befindet, entzieht sich zwar meiner Logik, dennoch ist MMLP2 für mich schon jetzt eines der besten (Hip Hop) Alben der letzten Jahre und darüber hinaus.

Eminem ist und bleibt damit der wohl zurecht erfolgreichste Künstler des Genres, oder wie er es selbst bereits passend formuliert hat: "Be a king, think not - why be a king when you can be a God!"
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen sollte Recovery 2 heißen..., 14. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
...wenn man einen Vergleich zu seinen älteren Alben sucht! Außer dem Song Bad Guy, einen Skit und mehrere kleine Anspielungen in verschiedenen Songs des Albums hat's nichts mit dem Klassiker aus dem Jahr 2000 zu tun.

Aus meiner Sicht ist die MMLP2 musikalisch am ehesten mit Recovery aus 2010 vergleichbar.
Fans des Vorgängeralbums liegen mit MMLP2 sicher nicht weit von Ihrem Geschmack entfernt.

Die Single Berzerk lies mich anfangs aufgrund eines erneut blonden und energisch rappendem Eminem auf ein Album hoffen, dass wieder mehr auf Hip-Hop Elemente setzt. Nicht wie zuletzt das doch sehr Pop lastige Recovery.
Daraufhin noch das raptechnisch brilliante "Rap God" (mit leider etwas schwachen Beat der sich eher eintönig über 6 Minuten zieht), der pop-rock Song "Survival" mit Skylar Grey und der schwache "Love The Way You Lie" abklatsch "The Monster" mit Rihanna.

Naja, ein wenig hin und her gerissn von den Singels die vorab veröffentlicht wurden lies ich mich vom Album beim Release überraschen. Die Tracklist überzeugte ja leider nicht gerade für ein Rap Album -> 2x Skylar Grey, Rihanna, Nate Reuss (F.U.N.), Sia und als einziger Rapper Kendrick Lamar.
Gleich positiv aufgefallen beim durchhören:

- Der 1ste Song "Bad Guy" im großen und ganzen ein guter Storytelling Rapsong.
- "Rhyme or Reason" ebenfalls ein Anspieltipp! Lässig gerapt mit cool gesampeltem Beat.
- "Brainless" Slim Shady song -> düster
- "Rap God" raptechnische Weltklasse! Leider eintöniger Beat über 6min.
- Die Nummer 13. "so Far..." Hammer Fun Song und hörbar gut von Rick Rubin produziert!

Das war's leider auch schon mit den wirklich guten Nummern der MMLP2!!!

"Headlights" mit Nate Reuss ist lyrisch aufgrund Eminems Entschuldigung an seine Mutter zum einmal anhören interessant.
Der Hook von Nate Reuss und der Beat hat allerdings überhaupt nichts auf einer guten Rapplatte verloren.
Das selbe mit "A**hole" und einem grauenvollen und völlig austauschbaren Hook von Skylar Grey.

Die zwei Singels "Survival" und "The Monster" hat man bei Recovery mit "Won't Back Down" und "Love The Way You Lie" auch schon besser gehört.

Der Rest der Lieder sind, trotz konstant gut rappendem Eminem aber leider durch eher schwachen Hooks und zu vielen Mainstream tauglichen Melodien, bestenfalls guter Durschnitt! Dem Album fehlt es einfach an HIGHLIGHTS!

Eminem führt den popigen Stil von Recovery fort, gelingt meiner Meinung aber schlechter als beim Vorgänger!
Nächstes Mal bitte wieder mehr Hip-Hop und weniger Pop!
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61 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Midlife Crisis und Regressions Therapie, 5. November 2013
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
…. und ein sehr gelungenes Abum, das direkt vorweg, das dabei heraus kommt. Eminem ist jetzt inzwischen ja auch schon 41 Jahre alt, und trotzdem macht er mit dem „The Marshall Mathers LP 2“ eine kleine Regressionstherapie. Er zieht sich wieder die alten Klamotten an, nicht nur was die Referenz im Albumtitel auf seinen Megaseller betrifft sondern auch im Sound und in den Themen. Das Album verbindet wieder die beiden bewährten Pole, Comedy auf der einen Seite und Psychose auf der anderen, sehr gekonnt und ist das lustigste und spannendste Album von Em seit langen, gleichzeitig aber auch das schnellste, verbal, was die Raps angeht. Damit steht das Album im Kontrast zum letzten Album, das musikalisch eine gewisse Schwere hatte, textlich sehr ernst war. Und das natürlich auch komplett ohne das typische Wehklagen bezüglich seiner Mutter auskam ;-).

Erster Anspieltipp ist RHYME OR REASON. Über Samples des ursprünglich fröhlichen Hippiesongs „Time of the Season” von den Zombies breitet Em seine ganze Unzufriedenheit aus, der Song pulsiert durch diesen Kontrast zu Sample. Zweites Highlight ist A---HOLE, mit coolen Groove über den eine Rap nach dem anderen gelegt wird. Überhaupt die Raps, Em fährt ziemlich schwere Geschütze auf. Auf RAP GOD zeigt er sich als eben das, er rappt mit einer Geschwindigkeit, die ihres gleichen sucht. Ebenso sehr gut gelungen ist LOVE GAME, in dem er sich mit Kendrick Lamar eine feine Battle liefert. An manchen Stellen wird aber auch wieder die Gitarre ausgepackt (BERZERK), ist halt kein Wunder, wenn man Produzenten Ikonen wie Rick Rubin mitmachen lässt. Wie oft, gibt es aber natürlich auch Midtempo Nummern wie HEADLIGHTS oder STRONGER THAN I WAS, in ersterer wird sogar seiner Mutter vergeben. Ein paar Worte aber auch noch zu BAD GUY, der Song der das Album eröffnet. Bitte nicht irritiert und genervt weiterskippen, wenn der Song beim ersten Hören nicht gefällt - vor allen wegen der Quack-Stimme, das hat schon alles einen Sinn. Fiel oben nicht das Wort Comedy? Stan war schließlich kein Einzelkind sondern hat einen kleinen Bruder :-) ... und wie genial der nervt auch im virtuellen Duett kann dann auf dem Rest des famosen Songs erleben

Irgendwie schräg, ein Mann über 40, der immer noch nicht mit seinen Eltern so richtig abgeschlossen hat und der anscheinend auch nicht so recht alt werden will. Trotzdem stellt sich nie ein Gefühl der Peinlichkeit ein. Em zeichnet das Porträt eines Mannes im mittleren Alter, der keinen blassen Schimmer hat, was er machen, muss um endlich erwachsen zu werden. Der aber auch wenn er wüsste, keinen Bock dazu hätte. An einer Stelle rappt er, “With great power, comes absolutely no responsibility” und der Satz bringt es auf den Punkt. Em war damals der Antiheld, geliebt von nicht wenigen Fans genau deswegen, und mit „The Marshall Mathers LP 2“ bleibt er es auch 13 Jahre später.

PS. Schön, dass ich mit meiner Einschätzung nicht allein stehe, ich dachte schon ich sei verblendet ;-) Von den ersten 28 Bewertungen 26 mit 5 Sternen, 1 mit 4 Sternen und eine mit 1 Stern, aber auch nur weil die CD zu spät geliefert wurde.
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51 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste Hip-Hop-Scheibe des Jahres, 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
Dieses Album ist die beste Hip-Hop-Veröffentlichung des Jahres. Ich denke wer etwas Ahnung von Hip-Hop hat wird mir zustimmen, wenn ich sage, dass sich das lyrische Niveau von aktuellen Größen wie Jay-Z, Kanye West oder Wiz Khalifa einfach nicht mit jenem von Herrn Mathers messen lassen kann. Die Frage, welches seiner Alben nun das Beste ist, ob seine letzten drei Scheiben wirklich so schlecht waren oder was MMLP2 mit MMLP1 zu tun hat ist da wirklich nebensächlich. Wer (auch den derzeitigen) Hip-Hop hört, MUSS bei diesem Album einfach zuschlagen, sonst spreche ich ihm schlicht die Beurteilung guten Raps ab.

Soviel zu jedem der meint diesem Werk weniger als 5 Sterne geben zu müssen, das hat es schlichtweg nicht verdient.

Zur eigentlichen Rezension:

Ich liebe dieses Album für seinen Abwechslungsreichtum. Das hat es Definitiv mit MMLP gemein und unterscheidet es von Recovery. Geniale Balladen wechseln sich mit regelrechten Partysongs und komplett chilligen Nummern. In seiner jeweiligen Eigenschaft leistet jeder Song hervorragende Arbeit. Stücke wie "So Much Better" klingen wie vor 13 Jahren, "Berzerk" hat etwas noch älteres und zugleich modernes. Es dauert lange, alle Stärken dieses Albums aufzuzählen, nur leider fehlt es mir an Schwächen die mich stören würden. Keiner der Songs gefällt mir nicht, spätestens wenn man auf den Text achtet oder ihn ggf. nachließt mag man einfach jeden Titel dieses Albums. Ich gehe mal auf meine Favoriten ein:

"Bad Guy": "Stan" war schon immer mein liebster Eminemsong, "Bad Guy" ist ein würdiger Nachfolger. Storytelling vom Allerfeinsten, Em wird sein schlimmster Kritiker. Sowas zeugt von Reife.

"So Much Better": Gemein, schamlos und mit typischer, selbstgesungener Eminemhook. Ihr wolltet die MMLP1 zurück? Da habt ihrs!

"Survival": Sorry, ich mag die Hook. Ansonsten ein Song der von Erfolg und Misserfolg handelt, erinnert mich recht stark an "Lose Yourself" und "Till I Collapse"

"Legacy": Über den Refrain lässt sich streiten, über die Verse nicht. Ist euch aufgefallen dass er das gesamte Lied über den selben Reim verwendet? Und trotzdem sagt er alles was er zu sagen hat. DAS ist Kunst, und wegen solcher Songs muss man ihn als besten Rapper anerkennen.

"Berzerk": Als der Song das erste mal lief stand für mich eingentlich schon fest: Das Album ist gekauft! Hammergeiler Partysong, Meilen besser als "Just Lose It", macht sogar mehr Laune als "My Name Is", und das will was heißen!

"Rap God": Fällt etwas aus dem Konzept, aber für mich die (skilltechnische) Krönung des Albums. Nicht mainstreamgeeignet, aber ein Leckerbissen für jeden Hip-Hop-Fanatiker. In jeder Hinsicht ein Superlativ.

"The Monster": Oh nein, nicht Rihanna. Dachte ich. Klar ist das der wohl kommerziellste Track des Albums, aber ich finde ihn wunderbar. Die Frau kann singen, und in Kombination mit Eminems emotionalen Texten kommt eine Ballade daher die wunderbar zur Abwechslung taugt. Und nicht nur dazu.

"So Far...": Experimentell, bizarr, ich liebe sowas. Die Übergänge von emotional zu aggressiv zu witzig, dazu dieses Mundwerk... Herrlich! Wie alt ist der Typ nochmal?

"Love Game": Das Problem, wenn man als Rapper mit Eminem zusammenarbeitet, liegt auf der Hand: Man kann nur schlechter sein. Was Kendrick hier abliefert ist aber absolut genial, selbst für seine Verhältnisse. Toller Beat, tolle Hook und jeder Vers ist der absolute Überhammer. Keiner von beiden scheint atmen zu müssen, insbesondere Em die letzten 1:30...
Habe einen harten "wir haben den längsten"-Rap erwartet, die beiden haben mich positiv überrascht. Besser hätt ichs mir nicht vorstellen können!

"Headlights": Eminem entschuldigt sich bei seiner Mutter, wo gibts denn sowas? Absolut rührend, wunderwunderschöne Ballade. Immer wenn man denkt er könnte einen nichtmehr überraschen...

"Baby (Bonus-Track)": Warum ist der Song nicht auf der normalen Version? Komplettes MMLP1-Feeling, hätte auch vor 13 Jahren gemacht worden sein.

Wenn ich hier auch noch über seine hundert verschiedenen Flows, Reimketten, Anspielungen, Wortspiele etc. schreiben würde die Eminem bringt, würde ich hier heute nichtmehr fertig werden. Jeder einzelne Song ist alleine aufgrund seines lyrischen Inhalts ein Meisterwerk und wäre auf jedem anderen Album dieses Jahres wohl zu Tode gefeiert worden.

In erster Linie bin ich nicht Eminem- sondern Hip-Hop-Fan allgemein. Bitte bewertet Eminem nicht schlechter, nur weil er schon ein paar Jahrhundertalben gemacht hat. Ich finde er hat das Niveau von SSLP, MMLP und der "Eminem Show" wieder erreicht, toppen lassen sich weder jene noch dieses Album von irgendeinem Rapper der noch unter den Lebenden ist.

Abschließend kann ich nur nochmals anmerken, dass jede Bewertung unter 5 Sternen ungerechtfertigt ist. Ich nenne ein Album selten genial, dieses hier ist es aber. Ja, ich habe "Magna Carta...Holy Grail" und "Yeezus" gehört, beides gute Alben, aber nicht mit "MMLP2" zu vergleichen.
Welchen Rang das Album unter den anderen Eminemveröffentlichungen einnehmen wird lässt sich wohl erst sagen, wenn die anfängliche Polarisierung verflogen ist. 13 Euro (10 Liter Benzin) ist es aber auf jeden Fall wert. Eminem-Fans rate ich grundsätzlich zur Deluxe-Edition, es lohnt sich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Album bisher!, 11. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
Zu diesem relativ neuen Album gibt es eigentlich nur so viel zu sagen: Eminem übertrifft sich hier selbst!

Und damit übertreibe ich kein bisschen! Ich habe mir das Album ohne allzu große Erwartungen vorbestellt, da ich Eminem von Haus aus gern gehört habe und höre, jedoch wurden meine Erwartungen deutlich übertroffen. Ich kann nur allen, die Eminem auch nur mögen, wenn auch nicht gerade feiern nur empfehlen sich dieses Album zu holen!

Man muss hier auch sagen, dass bei diesem Album für jede Eminem-Stil-Richtung an Lieder vertreten sind. Von ruhig bis richtig krass und mitreisend.
Die Texte gehen sofort ins Gehör und haben Ohrwurmpotential, die Melodien sind der Hammer und ich finde beim besten Willen kein schlechtes Lied auf diesem Album!

Als einzigstes Manko ist hier vielleicht anzumerken, dass die Bonustracks auf einer extra Disk sind! Dies lässt sich Speichermäßig vielleicht auch gar nicht anders managen ist jedoch wegen der Super Bonus Tracks trotzdem ärgerlich und nervig die CD zu wechseln. Aber ich nehme mal an, dass ich hierbei vielleicht eher etwas eigen bin und die meisten anderen mit diesem Faktor wenig bis kein Problem haben.

Deswegen von mir nochmal eine absolute Kaufempfehlung für dieses Album! Eminem meldet sich eindrucksvoll und mit einem Knall zurück in der Rapszene!

Ich hoffe ich konnte helfen!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...WTF???, 6. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
...war mein erster Gedanke als ich Berzerk vor ein paar Wochen das erste Mal im Netz gehört habe? Ich dachte "oh mein Gott was macht der Kerl...." Der Gedanke dauerte genau bis zum ersten Refrain... This' gettin better!
Zur Vorgeschichte: ich bin mit der Marshall Mathers LP im Alter von16 Jahren mit einem Virus infiziert worden, der seitdem mein musikalisches Leben extrem geprägt hat. Verdammt, es bringt mich sogar dazu meine erste Rezension ever zu verfassen, obwohl Amazon schon seit 10 Jahren mein Musiklieferant Nr.1 ist . Ab der Eminem Show trudelte jedes Album von Eminem ungehört zur vollsten Zufriedenheit bei mir ein...Marshall Mathers LP Pt.II das erste Mal mit einem Tag Verspätung. Aber verschwende ich hier deshalb hier Platz mit einer 1-Stern Rezension? Sorry an meinen Vorredner, aber so was kann man sich sparen!
Jedenfalls folgte damals nach der Marshall Mathers LP die Slim Shady LP und JEDES Album, jedes Feature, jeder verdammte Soundtrackbeitrag den Eminem je geleistet hat in meine Sammlung. Warum kann ich ich gar nicht so genau erklären, parallel füllte sich damals mein CD Regal mit der Chronic 2001 (natürlich), Alben von Snoop, Xzibit, Nate Dogg von East nach West über Dirrty South und wieder zurück...
Warum Eminem? Wie viele meiner Vorredner bereits gesagt haben: Facettenreichtum und für mich persönlich wahrscheinlich seine besondere Art an Humor die mich in so vielen Tracks zum Schmunzeln und um lauten Lachen gebracht haben. Man muss ja nicht nicht jede seiner Einstellung teilen, aber mal ehrlich: "shove a gerbil in ya ass..."??? WTF dachte ich damals schon, hab mich aber prächtig über die Reaktionen der Medien amüsieren können...Jaja, regt euch nur alle immer wieder über ihn auf, der (hessisch gesagt) babbelt wie ihm's Maul gewachse is....
Wo bin ich? Ach ja, grade läuft Track 11 "stronger than I was" bei dem man sofort merkt, dass es nun wieder Zeit zur Selbstreflektion wird. Wo ich wieder beim Facettenreichtum wäre....bin auf die ersten Banger gespannt, wobei man Berzerk wahrscheinlich schon dazu zählt... Oder schimpft sich das Mainstream, worüber sich die Leute immer wieder bei neuen Em' Alben aufregen? Sorry, aber irgendwie muss jeder doch zusehen wie man seinen Kram an die breite Masse bringt! Ein "Amityville" wollte doch noch nie jemand im Radio hören...ich persönlich die ersten 2 Jahre auch nicht, rückwirkend wurde es einer meiner favorites!
Beim Schreiben lief gerade "Monster" mit Rihanna...Ja, ich weiß Balladen hin oder her und buuuhhh Rihanna, welcher Schreiber der sich hier wiederfindet kennt den Part II von Love the Way You Lie? Und wer von den selbigen war zu Zeiten von Stan schon geboren bzw. älter als 5? Okay genug gemault, das färbt ja richtig ab...

Marshall Mathers LP II:

Auch wenn ich gestern beim Durchhören der Ausschnitte zum zweiten Mal dachte: "WTF???? Hättest diesmal vielleicht doch erst mal reinhören sollen", tut mir dieser Gedankengang im Nachhinein ja fast Leid.
Jeder, der sich in meinem obigen Geschwafel auch nur Ansatzweise wieder erkennt sollte sich die Platte unbedingt zulegen. Thematisch knüpft sie definitiv z.T. an den die LP von 2000 an, musikalisch würde ich mich wie schon bei Recovery (Achtung Subjektivität) auf eine erneute Weiterentwicklung dieses absoluten Ausnahmekünstlers einstellen.
Ich hab die Scheibe beim Schreiben noch nicht vollständig durchgehört, aber ich gewinne den Eindruck, dass hier ALLE Em'-Styles vertreten sind, sowohl von den Vocals, als auch von Beats, von dem besonderen Etwas, das seine Mucke so besonders macht. Okay, beattechnisch "so far"... Muss ich noch ein paar mal hören, obwohl hier das Schmunzeln definitiv wieder Vorrang hat :-) "Love Game": was habe ich gerade eben noch schreiben wollen!?!? :-)))

Genug geschwallt, 18,99 Öcken für die Deluxe auf CD (jaaaaaaaaaa! Ich will auch in 5 Jahren noch eine Prachtsammlung an der Wand haben und nich ne gelynchte HDD im E-Schrott) investieren und ab dafür! Es lohnt sich!!!
5 Sterne und auf keinen Fall weniger, den sechsten hätte ich auch noch gegeben!

Go to sleep b***h!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Why be a king when you can be a God?, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
Wenn im Jahre 2013 einer meiner absoluten Favoriten der Musik (Im Bereich Hip Hop sogar die unbestrittene Nummer 1) nach 3-jähriger Pause eine neue LP ankündigt, die dann auch noch durch ihren Titel "The MMLP 2" eine musikalische Rückkehr meiner, im Jahre 2000 erschienenen, bisherigen Lieblings LP dieses Künstlers verspricht, sind Vorfreude und Erwartung kaum mehr zu bremsen.

Und um es direkt vorweg zu nehmen: Marshall Mathers und sein Team haben meine Erwartungen erfüllt und bei weitem übertroffen.

Ich hatte die Befürchtung, dass das ganze aufgesetzt wirkt. Das Eminem ein Image verkörpert, welches er vor über einem Jahrzehnt hatte. Das die Lieder deshalb an Authentizität verlieren könnten. Alles Quatsch. Klar, der Mann ist über 40 Jahre alt und die textlichen Inhalte sind mal wieder provokant, beleidigend, persönlich und verbittert. Manchmal kann einem da schon die Frage in den Kopf schießen, ob er irgendwann mal erwachsen wird. Aber es wirkt zu keiner Sekunde peinlich oder kindisch.

Über Eminems Fähigkeiten zu rappen muss man kaum mehr Worte verlieren. Seine Texte, in Form von Reimketten, Wortspielen und anderen sprachlichen Mitteln sind wie immer außergewöhnlich. Seine Flows einzigartig und seine Stimmvariationen besser den je. Er hat sich selbstironisch den Titel des "Rap God" verliehen und liefert auf diesem Album einen Beweis der Extra Klasse.

Ein paar Sätze möchte ich jedoch über die Dinge außerhalb seiner unantastbaren Rap Skills verlieren.
Die Produzenten haben unglaubliche Arbeit geleistet. Jeder einzelne. Egal ob Rick Rubin ("Berzerk", "Love Game", "Rhyme or Reason"), Emile Haynie ("Legacy", "Headlights"), der fantastische Luis Resto mit seinem Keyboard ("So Much Better", "Stronger Than I Was", "Brainless") oder auch die aktuellen Größen wie DJ Khalil ("Survival") und Alex da Kid ("Asshole"). Alle haben die Message, die hinter diesem Album steckt, verstanden. Es ist musikalisch eine gelungene Anlehnung an alte Eminem Zeiten, die allerdings mit neuen und modernen Einflüssen absolut im Jahr 2013 ankommt und einen letztlich ganz einzigartigen und abwechslungsreichen Sound bietet. Das Eminem viele seiner Lieder selbst mitproduziert hat, ist nur ein weiterer Beweis seines Talents und seiner Genialität.

Das Album bietet sehr viele Gastauftritte, nicht alle sind in der Tracklist aufgeführt. Nun kann man sich daran stören oder nicht. Ich finde, es sorgt für eine unglaubliche Individualität der Lieder und schafft eine gewisse Abwechslung, die aber immer an einen klar erkennbaren roten Faden geknüpft ist. "Love Game" mit Kendrick Lamar, "Survival" mit Liz Rodrigues und "Headlights" mit Nate Ruess sind hierfür nur ein paar Beispiele. Auch die vielen Samples und die immer wieder auftauchenden Verweise auf alte Eminem Songs fügen sich nahtlos ein und wirken mit, dass diese CD eventuell in ein paar Jahren als Eminems Masterpiece verstanden werden könnte.

Ich kann nur eine absolute Kaufempfehlung für "The Marshall Mathers LP 2" aussprechen. Es ist grandios geworden. Eminem untermauert seinen Status, wirkt dabei aber nicht verkrampft, sondern experimentierfreudig und flexibel. Es ist wahrlich ein Genuss!!!

Ich möchte nun noch schnell einige Anspieltipps näher vorstellen:

"Bad Guy" - Wer "Stan" geliebt hat, wird "Bad Guy" verehren. Diese Geschichte, die Eminem uns erzählt, ist genial. Die Art und Weise wie er sie uns erzählt ist göttlich. Die letzten zwei Minuten sind atemberaubend. Der Song erzeugt eine Art Nostalgie gepaart mit dem dumpfen Gefühl, eines der besten Rap Lieder aller Zeiten gehört zu haben.

"So Much Better" war nach dem ersten Anhören der LP mein heimlicher Favorit. Was Luis Resto und Eminem hier produziert haben, ist einfach ein richtig geiles Brett und ein typischer Eminem Song. Dazu gehören ein simpler Rhythmus und ein provokanter, witziger und wütender Text, den Eminem hervorragend präsentiert.

"Legacy" erzeugt bei mir eine Melancholie und Gänsehaut wie ich sie bei einem Eminem Song schon lange nicht mehr gespürt habe. Wieder ein sehr persönlicher Text von Marshall, auf den es sich sehr lohnt zu achten, man erfährt vieles über seine Kindheit und was er da erzählt, lässt keinen Hobby Psychologen kalt, der Eminems weitere Biographie verfolgt hat. Emile Haynie hat hier etwas Wunderbares produziert. Das Instrumental mit seinen Effekten und der Effekt auf der Stimme passen perfekt! Die Atmosphäre ergreift einen und zieht einen ein bisschen runter, aber auch das gehört zu guter Musik. Das gesungene Intro und der Refrain sind sehr ergreifend, aber vor allem die Bridge vor dem ersten Refrain hat es mir angetan. "And if you fall, i'll get you there / I’ll be your savior from all the wars / that are fought inside your world / please have faith in my words" ist einfach nur berührend.

Auf "Stronger Than I Was" erlebt man Eminem in experimenteller Laune. Erneut unterstützt von dem fantastischen Keyboard von Luis Resto hat Eminem ein wunderschönes, langsames Instrumental gezaubert, auf dem er die ersten beiden Strophen teilweise fast schon schnulzig singt. Aber es klingt gut und überhaupt nicht peinlich. Ich finde seine Stimme großartig und finde es faszinierend, dass Eminem auch Balladen kann.

Mein letzter Anspieltipp ist das fantastische "Headlights":

"Headlights" hat so etwas unglaublich Versöhnliches und Beruhigendes. Eminem wird sehr persönlich, man hat das Gefühl, dass er all den Hass, den er all die Jahre gegenüber seiner Mutter gespürt haben muss nun endlich hinter sich lassen konnte. Er verarbeitet dieses Verhältnis auf seine Art und Weise. Vielleicht stören sich einige an Nate Ruess. Ich für meinen Teil mag seine Stimme und die Musik, die er macht wirklich sehr und finde er passt hervorragend in dieses Lied.

Es ist 2013, Eminem ist mittlerweile über 40 Jahre alt und auch wenn er auf dem Album frisch, jung und immer noch provozierend klingt, hat man zumindest bei "Headlights" das Gefühl, dass der gute Mann reif geworden ist und Dinge heute ein bisschen anders sehen kann.

Eigentlich kann das ganze Album als Anspieltipp genommen werden! Und auch die Bonus CD ist nicht weniger gut! Noch ein bisschen experimenteller vielleicht, aber in gewohnter Klasse! (Vor allem "Beautiful Pain" und "Baby")

So bleibt mir am Ende nur noch zu sagen:

THANK YOU MARSHALL MATHERS
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5.0 von 5 Sternen Stark, 2. September 2014
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
Ist ein sehr gutes Album, hat viele Highlights und kein Song kommt wie ein Albumfüller vor. Finde ich sehr gut, auch alle Feautres sind geglückt! Kann hier ruhig gute 5* Sterne geben! :)

*****
1. Bad Guy, 5*
2. -
3. Rhyme Or Reason, 4.5*
4. So Much Better, 4*
5. Survival, 5*
6. Legacy, 5*
7. ***hole, 4*
8. Berzerk, 5*
9. Rap God, 5*
10. Brainless, 5*
11. Stronger Than I Was, 4*
12. The Monster, 5*
13. So Far..., 4.5*
14. Love Game, 5*
15, Headlights, 5*
16. Evil Twin, 4*

Deluxe
17. Baby, 4*
18. Desperation, 4*
19. Groundhog Day, 3.5*
20. Beautiful Pain, 5*
21. Wicked Ways, 4*

Highlights:
The Monster
Beautiful Pain
Survival
Berzerk
Headlights
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eminem, Slim Shady & Marshall Mathers sind vertreten! Guess who's back, back again?!, 9. November 2013
Rezension bezieht sich auf: The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
Bin Eminem Fan seit 1999 wo ich als Kind das erste Mal My Name is gehört habe. Er ist mein persönliches Idol und seine Musik hat mich bis heute durchs anstrengende Leben begleitet. Encore, Relapse und Recovery fand ich gut aber nicht sehr gut. Deshalb war ich richtig glücklich als Eminem sich nach 7 Jahren wieder die Haare blond gefärbt hat und MMLP2 angekündigt hat. Ich hab auch verdammt hohe Ansprüche in Sachen Musik und wurde nicht enttäuscht. Er ist 41 Jahre alt und immernoch das Maß aller Dinge im Hip Hop Bereich auf unserer Erde. Vorallem singt er wieder die hooks wie 2002-2004. Gänsehaut. Alle Stimmen und Egos von Eminem, Slim Shady und Marshall Mathers sind vertreten. Und wie oft er seine Stimme verstellen kann ist bewundernswert. Ich hoffe auf ein Konzert in Deutschland oder zumindest in Westeuropa. Ein kleiner Traum von mir seit 14 Jahren ihn live zu sehen.
Bildet euch eure eigene Meinung und hört das Album mehrmals dann wirds immer besser!!!

Unbedingt die Deluxe Edition holen da sind super Tracks drauf!!! Und die Hülle sieht sehr schick aus!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Platte mit Déjà-Vu-Effekt, 7. November 2013
Nach dreijährigem Warten legt Eminem nun endlich wieder ein Solo-Album vor. Es ist bereits sein achtes, und das macht sich in der Ausgereiftheit der Songs deutlich bemerkbar. Nicht nur Producer-Legenden Rick Rubin und Dr Dre haben wieder ganze Arbeit geleistet, sondern auch der „King of Rap“ höchstpersönlich: „Marshall Mathers LP 2“ ist ein rundum gelungenes Album.

Der Opener „Bad Guy“ zeigt sofort die Richtung des Albums: Verschnitte von alten Eminem-Songs gemischt mit genialen neuen Einflüssen, viel Leidenschaft und eine ganze Handvoll Midlife Crisis. Bei langjährigen Fans wird sich ein wohliges Déjà Vu – Erlebnis breitmachen, denn „Bad Guy“ setzt die Geschichte des Hip-Hop-Jahrhundertwerks „Stan“ fort: Nach dessen Tod ist sein kleiner Bruder verbittert und hasst Eminem, denn die fanatische Verehrung seiner Musik hat Stan (ein sprechender Name, der auf die Mischung aus „Fan“ und „Stalker“ hinweist) dazu geführt Suizid zu begehen. Man könnte meinen, mit dieser brillanten Einleitung habe Marshall schon seinen größten Trumpf ausgespielt, doch die weiteren Titel können dieses Niveau problemlos halten.

Auch der folgende Skit „Parking Lot“ erinnert an alte Zeiten: Die ersten Sekunden scheinen direkt aus dem Skit „Tonya“ („Relapse“, 2009) übernommen worden zu sein, und wieder einmal wird „Slim Shady“ darin von der Polizei verfolgt.

„Rhyme Or Reason“ dagegen geht einen ganz neuen Weg. Der Beat ist ungewöhnlich ruhig und Eminems Rapstil wirkt seltsam reif. Irgendetwas ist anders als auf „Recovery“: Die leichte Melancholie erinnert mich mehr an die „Slim Shady LP“ als an den Namensvorgänger. Die kleinen Anspielungen auf frühere Tracks (hier: „Criminal“) ziehen bei Fans natürlich immer.

Was wäre ein Eminem-Album ohne eine gehörige Portion Selbstmitleid? Die darf natürlich auch diesmal nicht fehlen und wird in „So Much Better“ souverän abgeliefert: Natürlich wäre unser Mr. Mathers glücklicher, wenn alle untreuen Ehefrauen, betrügerische Freundinnen und egoistische Mütter (also kurz: alle Frauen) dieser Welt von einem Tag auf den anderen tot wären. Wobei – vielleicht doch nicht ganz, denn immerhin endet er mit dem klassischen „I'm just playing bitch, you know I love you“.

Das von Skylar Grey komplettierte „Survival“ ist für mich (nach „Bad Guy“) der erste Höhepunkt des Albums. Die Mischung aus einer stimmungsgeladenen Hook und zerberstenden Lyrics überzeugt ein weiteres Mal auf ganzer Ebene. Außerdem finden sich hier einige der besten Wortspiele des Albums – angemerkt sei hier nur das für sich sprechende Zitat „I just go a-choo, then a-CHIEVE!“.

Den direkten Kontrast bietet der emotionale Song „Legacy“. Darin findet sich nicht wirklich viel Neues, der Beat erinnert ein wenig an „Like Toy Soldiers“ und der Text dreht sich wieder einmal um Eminems Außenseiter-Status („Why am I so differently wired?“).

Danach geht’s aber gleich weiter mit ballernder Marshall-Skylar-Action. Trotz halsbrecherischen Doubletimes und guten Lyrics stört mich „A**Hole“ wegen seinem leicht überladenen Beat und der nervigen Hook.

Ähnliches Problem bei „Berserk“: Prinzipiell gefällt mir der Beat ganz gut, aber es ist einfach von allem ein bisschen zu viel. Trotzdem lobenswert, dass so viel ausprobiert wurde: Man spürt förmlich die Mühe und Detailverliebtheit, die bei der Produktion an den Tag gelegt wurden. Deutlich herauszuhören sind die beiden Beastie-Boy-Samples von „The New Style“ und „Fight For Your Right“, vermutlich wurde aber noch das ein oder andere Sample mehr verwendet.

Es bleibt knallhart: Im battlerap-artigen Track „Rap God“ wird auf einem unverschämten Skill-Level Punchline an Punchline gereiht und die Doubletimes stellen alles in den Schatten, was man bisher gehört hat. Überragend auch die Pointe: „why be a king... when you can be a god?“.

„Brainless“ liefert endlich eine schöne, von Eminem gesungene Hook. Gut, die Message des Songs ist zugegebenermaßen auch nicht ganz neu, nicht nur der Titel erinnert stark an „Brain Damage“ von der „Slim Shady LP“. Dennoch ein gelungener Track.

„Stronger Than I Was“ ist ein Song, wie ich ihn mir schon lange von Eminem gewünscht habe. Endlich versucht er sich mal richtig am Singen, und schlecht macht er das auch nicht – allerdings auch nicht so gut, wie man nach den gesungenen Passagen in „Hailie's Song“ vermuten könnte. Überzeugt hat mich der Song trotzdem, denn Eminem hat eine sehr authentische Art, emotionale Inhalte zu vermitteln.

Die Kollaboration mit Rihanna scheint zu einer Art Konstante auf Eminem-Alben zu werden. Wenn die folgenden Features mit ihr das Niveau von „The Monster“ halten können, kann man das aber nur wünschen: Die epische Hook und der unkonventionelle Beat machen diesen Song zu einem weiteren Hochgenuss.

Wo wie gerade bei unkonventionellen Beats währen: „So Far...“ geht da noch eine Spur weiter und gibt sich nicht nur mit einem, sondern gleich mehreren ab. Zu Beginn ist sogar eine kurze Reggae-Passage eingebaut. Wieder einmal sind zahlreiche Querverweise versteckt, die teilweise erst bei mehrfachem Hören auffallen.

Obwohl man bei einem Track, der den als neue große Rap-Legende gefeierten Künster Kendrick Lamar beinhaltet, wohl einiges erwarten kann, finde ich „Love Game“ doch eher schwach. Aber wie bei Allem ist das ja immer Geschmackssache.

Richtig berührt hat mich dagegen „Headlights“. Von Singer-Songwriter Nate Ruess unterstützt, stellt die Rap-Ballade Marshall Mathers erste in Musik verpackte Versöhnung mit seiner Mutter Debbie dar.

Eminems treue Fangemeinde ist so riesig, dass eine Kaufempfehlung eigentlich fast schon unnötig wird, dennoch empfehle ich das Album auch Rapfans, die mit seiner Musik bisher nicht viel anfangen konnten, denn es hebt sich von seinen letzten drei Studioalben klar ab – und das im positiven Sinne. Man darf gespannt sein, was Eminem in den nächsten Jahren noch so liefern wird – Doch wozu an die Zukunft denken, wenn man doch gerade so viel legendäres neues Songmaterial geliefert bekommt?
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