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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2013
Habe eigentlich gar nicht sooo viel der sehr guten Rezension von Mapambulo hinzuzufügen, außer dem fünften Stern! :-)

Die Avett Brothers werden mit jedem Album besser. Als vor knapp einem Jahr Carpenter rauskam, habe ich es tagelang, quasi in Endlosschleife gehört. Dass die Jungs es schaffen, binnen kürzester Zeit ein weiteres Meisterwerk abzuliefern, war trotz der bekannten Kreativität der Band nicht zu erwarten. Für mich sind die Avett Brothers ganz eindeutig die derzeit beste, weil spannendste Band auf dem Planeten. Sie bewegen sich zwar mit jedem neuen Album immer mehr weg von ihren ursprünglichen Bluegrass-Wurzeln hin zum Folk/Pop, aber das in einer unglaublich hohen Qualität. Und das beste an der ganzen Sache: Sie schaffen es wie kaum eine andere Band, ihre Musik auch live so rüber zu bringen, dass die Songs noch besser klingen. Die Live-Shows der AB muss man einfach mal erlebt haben. Da merkt man dann auch, dass sie sich beeinflusst sehen von Metal-Bands wie Iron Maiden oder Metallica!

Zum Album: Im Gegensatz zu Carpenter, auf dem das Banjo nur auf zwei Songs zu hören war, kommt es hier wieder öfters zum Einsatz, was mir persönlich besonders gefällt. In einem Satz würde ich das Album als "Beatles goes Country/Bluegrass" beschreiben. Produziert wurde es wieder glasklar von Rick Rubin. Da ist jedes einzelne Instrument auszumachen und auch am Gesang von Scott und Seth Avett ist nichts, aber rein gar nichts auszusetzen. Die Texte sind wie immer sehr persönlich und es lohnt sich, mit diesen mal genauer auseinanderzusetzen. Bei der Song-to-Song-Rezension habe ich sie jetzt außer Acht gelassen.

Der erste Song "Open Ended Life" ist ein typischer AB-Song mit vielen Country-Instrumenten, wie Fiddle und Banjo, geht sofort ins Ohr und endet mit einem herrlichen Country-Jam. 10/10

"Morning Song" ist mein momentaner Favorit des Albums, klingt sehr nach Beatles und der Chorgesang am Ende erinnert mich tatsächlich an deren "Hey Jude". 10/10

"Never been Alive" ist eine schöne Ballade, fällt aber etwas ab, daher nur 7/10.

"Another is Waiting": Erste Singleauskopplung, typischer Midtempo-Song, der auch sehr gut auf Mignonette oder Emotionalism gepasst hätte. Wer auf den letzten Alben das Banjo vermisst hat, dürfte hiermit sehr glücklich sein. 9/10

Eine weitere Ballade kommt mit "Bring your Love". Auch hier wieder sehr schöne Melodie, wieder ist das Banjo gut zu hören. 9/10

"Good to you" beginnt exakt wie Norwegian Wood von den Beatles, hört sich gewollt an, auch wenn es keine Songwriting-Credits für Lennon/McCartney gibt. Wunderbarer Song, gesungen von Scott. 10/10

"Apart from Me" ist wieder eine dieser wunderschönen Balladen, wie sie die AB nur so aus dem Ärmel zu schütteln scheinen. 10/10

"Skin and Bones" beginnt mit Banjo-Musik und entwickelt sich zu einem Midtempo-Song. Könnte von "I and Love and You" stammen. 9/10

"Souls like the Wheels" ist ein Live-Stück, aufgenommen schon vor einigen Jahren. Mit akustischer Gitarre vorgetragener Song, der zwar wunderschön ist, hier aber etwas aus dem Rahmen fällt, da er eben "alt" ist und noch sehr nach den ganz frühen AB klingt, dennoch 10/10.

"Vanity" fällt in die gleiche Kategorie wie "Another is Waiting". Rockiger, eingängiger Song. 9/10

Einen weiteren Höhepunkt gibt es zum Schluss mit "Clearness is Gone". Traumhafte Ballade mit kraftvoller Lead-E-Gitarre und einer Bridge mit Violinen und E-Gitarren-Solo, die richtig unter die Haut geht. 10/10

Insgesamt gute 4,5 Sterne für ein weiteres Meisterwerk!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Man schreibt: “Endlich!” und denkt sich: “Schon wieder?” Gerade mal ein gutes Jahr ist es her, dass die Avett Brothers ihr wundervolles Album “The Carpenter” veröffentlichten, im März waren sie damit hierzulande auf Tour – Titel wie “Live And Die”, “Winter In My Heart” oder “Through My Prayers” schwirren und schwingen deshalb noch im Gehörgang. Nun also gleich der nächste Streich – sorgenvolles Stirnrunzeln: Kann das gutgehen? Nun, olle Rick Rubin war ja wieder mit von der Partie, und auch wenn mancher mittlerweile meint, der Mann dürfte bei der Auswahl seiner Engagements ruhig etwas wählerischer sein – verhauen konnte er auch diese Platte nicht. Vielmehr hatten die Gebrüder Seth und Scott offenbar noch genügend Körner in der Tasche, um aus “Magpie And The Dandelion” ein würdiges Nachfolgewerk zu zimmern. Der Beginn gerät mit dem wilden Shuffle “Open Ended Life” so furios wie lange nicht mehr – da jault die Mundharmonika, da raucht die Fiedel und das Banjo gibt Zunder. Hernach werden natürlich wieder einige Tränchen verdrückt, auf das ernüchternde Erwachen (“Morning Song”) folgt das traurige Eingeständnis (“Never Been Alive”), auch bei “Good To You” wird am offenen Herzen operiert und “Apart From Me” läßt einen samt traurigem Cello knietief in der melancholischen Ursuppe zurück. Was nicht weiter schlimm ist, denn ganz zum Schluß greifen die Jungs noch einmal ein erstaunlich forsch in die Saiten, “Vanity” ist dabei näher bei Ben Folds als am Countryrock konventioneller Prägung. Sich treu zu bleiben und dennoch nicht zu langweilen – die Avett Brothers können einfach nicht anders. mapambulo:blog
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2013
Die Avett Brothers sind begnadete Performer, herausragende Musiker und grundsympathische Menschen. Auf der Bühne unschlagbar. Begnadete Songwriter sind sie allerdings nicht. Die Stücke auf "Magpie and the Dandelion" sind durchweg solides Handwerk, nicht schlecht gemacht und immer noch um Längen besser als vieles andere aus dem Genre Country, Bluegrass, Americana. Wer die Band aber live gesehen hat und weiß, wozu sie fähig ist, wird von "Magpie and the Dandelion" nicht durchweg überzeugt sein. Als Fan würde ich natürlich am liebsten fünf Sterne vergeben. Dafür sind mir aber zu viele uninspirierte "Schnulzen" auf dieser CD, Stücke wie "Never Been Alive","Bring Your Love To Me" oder "Good To You". Vielleicht ist mir das Ganze auch einfach nur zu "poppig" geraten.
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