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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rebellen, Wahnsinnige, Träumer...
... aus der Sicht von Niki Lauda(Daniel Brühl) sind Formel-1-Fahrer in diese Kategorien einzuordnen. Mit zwei Fahrern, die gegensätzlicher nicht sein könnten, beschäftigt sich Ron Howards -Rush-. In über zwei Stunden erzählt er die Geschichte vom Zweikampf zwischen Niki Lauda und James Hunt(Chris Hemsworth) im Jahr 1976. Ich will mich nicht...
Vor 5 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Good film
Good film with good actors. They play very thrustworthy. Very good special effects and make up. I will watch it more ofter.
Vor 2 Monaten von P.R. Valk veröffentlicht


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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rebellen, Wahnsinnige, Träumer..., 19. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Rush - Alles für den Sieg (DVD)
... aus der Sicht von Niki Lauda(Daniel Brühl) sind Formel-1-Fahrer in diese Kategorien einzuordnen. Mit zwei Fahrern, die gegensätzlicher nicht sein könnten, beschäftigt sich Ron Howards -Rush-. In über zwei Stunden erzählt er die Geschichte vom Zweikampf zwischen Niki Lauda und James Hunt(Chris Hemsworth) im Jahr 1976. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber Howard hat mit dieser Geschichte ganz großes Kino erschaffen und einen Film produziert, der sich in die Reihe der „Besten Filme aller Zeiten“ einreihen darf.

Niki Lauda soll eigentlich Geschäftsmann werden; jedenfalls wenn es nach seiner Familie geht. Doch der zielbewusste, introvertierte Österreicher weiß, dass nur ein Beruf für ihn in Frage kommt: Rennfahrer. Schon in der Formel 3 muss er sich mit James Hunt auseinandersetzen. Hier treffen zwei Lebensentwürfe aufeinander, die wie Licht und Schatten wirken. Hunt ist weltoffen, liebt Frauen, Autos, Partys und das Rampenlicht. Lauda ist ein geschickter Tüftler und zielstrebiger Kämpfer. Verbinden tut beide nur eines: Sie sind hervorragende Fahrer. Lauda kauft sich mit geliehenem Geld in ein Formel 1 Team ein. Hunt folgt kurze Zeit später mit dem Hesketh Team. Ziemlich schnell kristallisieren sich Hunt und Lauda als vielversprechende Fahrer. Lauda wird bald Weltmeister und Hunt sitzt ihm im Nacken. Als Lauda zu Ferrari wechselt und Hunt ohne Team dasteht, scheint der Zweikampf zu enden. Doch dann nimmt McLaren Hunt unter Vertrag. Im Jahr 1976 folgt dann eine der spannendsten Weltmeisterschaften aller Zeiten.

Howard hat das hervorragend gemacht. Er beginnt am 1. August 1976, dem Tag von Laudas schwerem Unfall auf dem Nürburgring. Dann schwenkt er sechs Jahre zurück und wirft uns in Laudas und Hunts Leben hinein. Er konzentriert sich dabei nicht nur auf die Rennen, sondern auch auf Hunts Ehe mit Suzy Miller(Olivia Wilde), und Laudas Liebe zu Marlene(Alexandra Maria Lara). Dabei sind es vor allem diese unglaublich verschiedenen Typen Lauda und Hunt, von denen dieser Kampf um die Krone der Formel-1-Fahrer lebt.

-Rush- bietet Wahnsinnsbilder von den Rennen und unterlegt sie mit einer imposanten Tonspur. Im Stil der 70er Jahre hat Howard diese Aufnahmen unglaublich authentisch hinbekommen und trifft dabei den Zeitgeist in jeder Szene mitten ins Herz. Hemsworth und Brühl brillieren in ihren Rollen; ihnen nimmt man das Geschehen voll und ganz ab.

Ich habe damals den Zweikampf zwischen Hunt und Lauda am Bildschirm und in den Medien selbst mitverfolgt. Ganz ehrlich: Es war spannend und mitreißend, aber: Die Aufarbeitung von Ron Howard, mit vielen kleinen Details von denen damals kaum jemand wusste, hebt diese Story auf ein noch höheres Podest. Sie übertrifft die Wirklichkeit.

Erst ganz am Ende kommen sich Hunt und Lauda näher. Da hören wir Laudas Stimme aus dem Off sagen: „Ein kluger Mann lernt mehr von seinen Feinden als von seinen Freunden.“ Recht hat er...
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Denkmal für Niki Lauda, 28. Dezember 2013
Der erste Trailer kam schon ein halbes Jahr vor Kinoaufführung und ich wusste schon, dass ich in diesen Film gehen muss!!!Für mich ist es der handlungstechnisch beste Film im Jahre 2013.
Ich schaue auf Grund meines alters Formel 1 seit dem Jahre 2000 und hatte schon Videospiele auf der Nintendo und als kleiner junge einen Ferrarianzug von Schumi zu Fasching.Ich muss! erwähnen, dass dieser Film auch den Leuten gefallen kann, die eigentlich mit der Formel 1 sonst nichts am Hut haben.
Niki selbst war als Ratgeber steht's am Set und hat dem fertigen Film dann sein OK gegeben.

In Rush geht es hauptsächlich um die beiden Rennfahrer Niki Lauda und James Hunt und ihrem Aufstieg in die Formel 1 und der Rivalität der beiden. Niki der engagierte Tüftler, der auch Nachts noch Überstunden schiebt und Verbesserungen am Rennwagen vornimmt und auf der anderen Seite James Hunt, ein Draufgänger, der gerne Partys feiert aber dennoch für den Sieg sein Leben riskieren würde, wenn es drauf ankommt.

Der Film weis in allen Belangen zu gefallen.
Er hat tolle Kulissen und trifft die Optik der 70er Jahre perfekt. Chris Hemsworth ist hier mit seiner bisher besten schauspielerischen Leistung zu sehen, man nimmt ihm den Draufgänger Hunt ab.Am meisten aber beeindruckt mich Daniel Brühl als Niki Lauda.
Der Mann hat sich so intensiv mit seiner Rolle beschäftigt, egal ob es der Dialekt oder seine Art und Wirkung auf andere Menschen ist, dass er in den 2 Stunden wirklich Niki ist!!!
Da wundert es nicht, dass er für den Golden Globe nominiert ist und auch hoffentlich für die Oscars berücksichtigt wird.Ich gönne ihm den Preis.Auch Oscarwürdig ist die Maskenabteilung des Films, nach dem schrecklichen Unfall haben die Maskendesigner Brühl als Niki so echt aussehen lassen, dass man sich verwundert die Augen reiben muss.

Zu erwähnen ist noch der Soundtrack von Hans Zimmer, der ein tolles Thema für den Film komponiert hat und auch in den Rennszenen einen mitreißt.

Der Film endet mit einer tollen Endansprache von Niki. Die letzten Sätze mit der tollen Musik
von Zimmer und dem Bild von Niki(wie er heute aussieht)lassen einem auch während des Abspanns noch lange zum Nachdenken anregen. Wenn ein Film so etwas schafft, dann gehört er zu den ganz großen der Branche!

Fazit: Rush ist ein Film, der es geschafft hat, mich auch emotional mitzureißen und von der ersten Minute an zu Fesseln. Ich kann nichts anderes tun, als meine Empfehlung auszusprechen. Mit diesem Film wurde den beiden Rennfahrern ein Denkmal gesetzt.
Niki würde seine rote Kappe ziehen, da bin ich mir sicher!

„Es machte mir nichts aus, von ihm überholt zu werden. James war der einzige, der mich schlagen durfte, weil ich diesen Kerl mochte...“
Niki Lauda
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39 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wohl beste Darsteller Film des Jahres, 28. Oktober 2013
Mit diesem Film ist ein kleines Meisterwerk gelungen. Formel 1 interessiert mich eigentlich überhaupt nicht und ich kenne mich mit dem Sport nicht aus. Dass ist aber auch gar nicht nötig um den Film zu genießen, im Gegenteil, es ist vielleicht sogar ein Vorteil. So war für mich das Ende des Films ( nach Laudas Unfall) völlig unbekannt.
Die Handlung dürfte mittlerweile bekannt sein, zu loben gilt es an erster Stelle mal die Hauptdarsteller. Daniel Brühl liefert als Lauda wirklich die bisher beste Leistung seines Lebens ab. Es ist schon teilweise gruselig wie gut er Laudas Stimme und Marotten imitiert. Sollte er für diese Rolle für einen Oscar nominiert werden, es wäre mehr als verdient. Nicht zu vergessen sei hier Chris Hemsworth. Dieser war mir schon in seinen anderen Rollen immer sehr sympathisch und ist die Ideal Besetzung für James Hunt. Hemsworth zeigt hier dass er außer Muskeln zeigen noch ganz andere Talente mitbringt. Der Mann hat noch viel Potential in sich.
Perfekt ist in diesem Film auch die Kamera Arbeit. Ich habe selten so gut umgesetzte Renn Szenen in einem Film gesehen. Dass reist einen wirklich aus dem Sessel. Lob auch an die Leute vom Seting, der Look der Zeit wurde perfekt getroffen.
Der Soundtrack weiß auch zu gefallen, wenn er mir auch manchmal etwas zu viel in den typischen Zimmer Bombast abrutscht.
Zu guter letzt kann ich jedem nur raten sich den Film im Original anzusehen. Nur dort wird einem Brühls Leistung wirklich klar und der Mix aus englischen und deutschen Dialogen ist wirklich ein Genuß.
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62 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schöne und der Pedant, 3. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Rush - Alles für den Sieg (DVD)
Ich gestehe, dass ich eigentlich nichts für Formel 1 übrig habe, eine, wie ich finde, für den Zuschauer doch übersichtlich unterhaltsame und zudem zu laute Sportart. Dieser Film hat mich aber auf mehreren Ebenen "erwischt". Sowohl bezogen auf die Darstellerleistungen als auch inszenatorisch ist Ron Howard ("Apollo 13", "A beautiful mind") hier ein ganz großer Wurf gelungen. Das Drehbuch schrieb, wie auch schon bei Howards "Frost/ Nixon", Peter Morgan.
1970 begegnen sich der Brite James Hunt (Chris Hemsworth) und der Österreicher Niki Lauda (Daniel Brühl) bei der Formel 3. Beide haben einen ähnlichen Hintergrund, eine wohlhabende Familie, die eine akademische Karriere des Sprösslings erwartet und die Rennfahrerambitionen ablehnt. Gleichwohl könnten die beiden unterschiedlicher nicht sein. Während sich der gutaussehende Hunt vor allem mit Frauen vergnügt und Genussmitteln aller Art sehr zugetan ist, bereitet sich Lauda pedantisch auf seine Rennen vor und grübelt darüber nach, wie sein Rennwagen leistungsfähiger gemacht werden könnte. Scheinbar können die beiden sich nicht leiden, im Laufe der Jahre entwickelt sich aber eine von gegenseitigem Respekt getragene Rivalität, die beide zu Höchstleistungen motiviert. Wendepunkt wird 1976 der Große Preis von Deutschland am Nürburgring, bei dem Lauda schwer verunglückt. Aber damit ist die Geschichte der beiden noch lange nicht zu Ende.
Erstaunlich wie Daniel Brühl, lange Zeit festgelegt auf die Rolle des netten Jungen, vollkommen in seiner Rolle aufgeht. Bereits Tarantino hatte ihm in "Inglourious Basterds" Gelegenheit gegeben, seinem Image zu entwachsen. Und wie "Rush" zeigt, war das kein One-Hit-Wonder. Mit falschen Zähnen, einer gewöhnungsbedürftigen 70er Frisur und einem österreichischem Akzent (erst dachte ich sogar, jemand anderes habe nachsynchronisiert) geht Brühl ohne Probleme als Doppelgänger Laudas durch. Auch Alexandra Maria Lara als seine Freundin und spätere Ehefrau Marlene zeigt, dass sie inzwischen außerhalb Deutschlands die interessanteren Rollen erhält.

Im Vordergrund stehen zwar die vielen Formel 3 - bis Formel 1 -Rennen, aber der Fokus liegt eindeutig auf der Entwicklung der Beziehung zwischen Hunt und Lauda. Die Computereffekte sind überwiegend punktuell eingesetzt, so dass die Action-Szenen nicht wie Computerspiele aussehen. Die Musik von Hans Zimmer liefert die richtige Atmosphäre, um bei jedem erneuten Zusammentreffen der beiden Kontrahenten Herzklopfen zu bekommen, obwohl der Ausgang der Geschichte bereits bekannt ist. Die ruhigeren Szenen laufen nie Gefahr, rührselig zu werden. Lauda ist ein Grantler ohne Glamour, der auch an der Schwelle zum Tode (herrlich grotesk: der Blick des Schwerverletzten auf den Priester, der ihm die Sterbesakramente erteilt) nie weinerlich wird und so zum heimlichen Sympathieträger des Films wird. In einer Szene scheint er sich darüber zu beklagen, dass ihn manche für eine Ratte hielten, um dann aber zu erklären, was für wunderbar kluge Tiere sie seien. Daneben zeigt eine amüsante Episode, wie wenig er sich aus dem ganzen Rummel macht. Sein Ferrari-Teamkollege Clay Regazzoni (Pierfrancesco Favino) nimmt ihn zu einer Promi-Party mit. Erst von der netten jungen Frau, die ihn wieder zurück in die Stadt nimmt, erfährt er, dass es eine Party von Curd Jürgens war, während sie sich über die überschwengliche Hilfsbereitschaft einiger Italiener wundert, die in Lauda ihr Sportidol erkannt haben. James Hunt hingegen gönnt sich eine Ehe mit dem Supermodel Suzy Miller (Olivia Wilde). Zwar behandelt er sie sehr schäbig, aber der Zuschauer nimmt ihm die Fassungslosigkeit und Traurigkeit ab, als sie ihn (ausgerechnet) für Richard Burton verlässt.
Die wunderbaren (aus heutiger Sicht) grotesken Kostüme und Frisuren (stimmt, meine Mutter hat auch solche Röcke getragen, hm) tragen viel zum authentischen 70er-Look bei. Eine wilde Zeit, in der der Motorsport gekennzeichnet war von regelmäßigen tödlichen Unfällen. Ganz zu Beginn sinniert Hunt darüber, dass der eigentliche Grund für seine Attraktivität in seiner Nähe zum Tode liege. Ein Fan bittet Lauda auch um ein Autogramm mit Datum - es könnte ja das letzte sein.
Amerikanische Studios können inzwischen ihre Filme nur noch zum Teil am heimische Markt refinanzieren. Das wird die große Stunde der europäischen Darsteller, die jetzt nicht mehr wie früher oft in Abschreibungsfilmen eingesetzt werden. Wer weiß, wo wir Daniel Brühl demnächst wiederbegegnen? Seinen Umlaut durfte er in den Credits schon mal behalten.

Fazit: Adrenalin pur. Nicht nur als Rennfahrerfilm, sondern vor allem als packendes Drama über zwei unterschiedliche Rivalen überzeugt der Film auf ganzer Linie. Großes Kino!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Formel 1 der 70er Jahre, 2. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rush - Alles für den Sieg (DVD)
Der Film ein Muß für jeden Formel 1 Fan der alten Tage! Die Autos super in Szene gesetzt! Die Schauspieler stark! Super Sportfilm!
Daumen Hoch!!!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino, 1. Juni 2014
Von 
Jan Rosenneck "janos" (Braunschweig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich bin weder Formel 1 Fan noch Fan deutscher Schauspieler aber dieser Film ist großes Kino. Die Haupt-Darsteller Daniel Brühl und Chris Hemsworth machen einen super Job. Meiner Meinung nach hätte dieser Film einen Oscar verdient. Tolle Regie und ein guter Hintergrundsound lassen keinerlei Langeweile aufkommen.
Daniel Brühl verkörpert Niki Lauda so authentisch dass man glaubt den jungen Lauda vor sich zu sehen. Ein absolut empfehlenswerter Film.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht nur für Fans interessant, 15. April 2014
Bereits Anfang der 70er Jahre, als der Brite James Hunt in der Formel 3 erstmals auf seinen österreichischen Konkurrenten Niki Lauda trifft, bahnt sich ein langjähriger Kampf an, der sich in der Formel 1 fortsetzen soll. Auch die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere stehen in krassem Widerspruch. Einerseits der kontrollierte und akribische Tüftler Lauda, auf der anderen Seite der Playboy, der sich mehr um Partys als um seinen Wagen kümmert, aber trotzdem blitzschnell unterwegs ist. Als Lauda einen Unfall hat, bei dem er schon praktisch tot ist und dann nur 42 Tage später wieder im Cockpit sitzt um Hunt die Meisterschaft zu verhageln, befindet sich der Kampf der beiden auf der Spitze.

Nach Sichtung der Interviews im sehr guten Bonus Material muss man allerdings sagen, das die fast schon als Feindschaft dargestellte Beziehung der Kontrahenten im Film etwas überzogen dargestellt wird, denn Lauda bezeichnet Hunt dort als „Freund“. Dieser starb übrigens im Alter von 45 Jahren an einem Herzinfarkt, was sicher auf sein ausschweifendes Partyleben und seinen Drogenkonsum zurückzuführen ist.

Darstellerisch hat man hier alles vollkommen richtig gemacht, denn Daniel Brühl spielt Lauda absolut überzeugend und die Maskenbildner haben hier ganze Arbeit geleistet, denn der äußerliche Unterschied zwischen der realen Person und dem Schauspieler ist verblüffend gering.

Chris Hemsworth geht in seiner Rolle ebenfalls vollkommen auf und bietet den perfekten Kontrast zu Brühl. Und auch in den Nebenrollen ist der Streifen unter anderem mit der deutschen Allzweckwaffe A.M. Lara bestens besetzt.

Die Rennszenen sind fulminant, kommen aber erst ab Mitte des Streifens zur Geltung. Bis dahin widmet Regisseur Howard sich einer recht intensiven Charakterzeichnung, wie es sich für diese wahre Geschichte gehört, auch wenn einige das vielleicht als etwas langatmig empfinden werden.

Hier gibt’s wenig bis gar nichts auszusetzen und obwohl ich nicht unbedingt Fan der Formel 1 bin, hat mir der Film sehr gut gefallen und ich denke, das dürfte auch anderen so gehen, die ansonsten wenig Interesse an diesem Sport zeigen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "gut inszeniertes Charakterdrama", 12. April 2014
Von 
billy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Rush - Alles für den Sieg (DVD)
"Rush - Alles für den Sieg" ist ein sehr gut inszeniertes und packendes Charakterdrama. Die Geschichte wurde spannend nacherzählt und das Ganze wurde intensiv und eindrucksvoll umgesetzt. Die 70er-Jahre-Stimmung wurde prima eingefangen und der Retro-Look weiß zu gefallen. Die Rennszenen sind dynamisch und die Darstellung und Entwicklung der Charaktere bemerkenswert. Chris Hemsworth spielt gut und Daniel Brühl noch besser, er verkörpert Niki Lauda auf eine bemerkenswerte Art und Weise.

"Rush - Alles für den Sieg" ist ein gelungenes Paket und man muss weder Niki Lauda noch die Formel1 mögen um gefallen an diesen Film zu finden.

8 von 10
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pole Position, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Rush - Alles für den Sieg (DVD)
Wer sich ein wenig mit der F1 Historie auskennt, könnte viel zum Mäkeln finden: Die konstruierte Rivalität zwischen Hunt und Lauda in der Formel 3, oder die teilweise doch ein wenig sehr von der Realität entfernten Off-Kommentare, speziell Monza 1976. Aber der Rest von dem Motorsport-Drama ist derart gut inszeniert, dass man über die kleinen Aussetzer gnädig hinwegsehen kann.

Daniel Brühl und Chris Hemsworth verkörpern Lauda bzw Hunt perfekt. Gerade Hemsworth hat mich angenehm überrascht.
Dass Daniel Brühl derart gut ist, die Gestik, Mimik und Sprechweise Laudas perfekt trifft, hab ich erwartet. Das Feeling, die Seele der F1 in den 70s (was ich daaamals (TM) gerade noch so mitbekommen habe) wird grandios eingefangen: Die Gefahr, die Fahrertypen, der Spaß, die Babes - alles meilenweit von der heutigen "Königsklasse" entfernt. Und das ist gut so - auf die Gefahr könnte man aber verzichten, was Rush auch beeindruckend rüber bringt.

Eigentlich wäre der Streifen für mich, als Motorsport Enthusiast der alten Schule, schon allein wegen der authentischen Ausstattung ein Muss. Wenn in Interlagos 1976 die Wagen mit den korrekten großen Lufthutzen am Start stehen, wird einem einfach warm ums Racing-Herz, wenn der Tausendfüssler Tyrrell P34 mit Depailler am Steuer durchs Bild huscht, oder John Watson im Zweikampf mit Hunt The Shunt vorbeirast. Letzteres zeigt Rush sehr geschickt mit Originalaufnahmen, die auf alten TV-Geräten kurz zu bewundern sind.

Wie genial der 70s Rennzirkus einfangen wurde, merkt man beim Erstellen von Screenshots - die Ergebnisse sind, auch von der Farbgebung her, kaum von den Originalfotos aus meinen alten Büchern zu unterscheiden. Ich ziehe meine Tyrrell Mütze, Ron Howard!

Nicht unerwähnt bleiben darf der sehr authentische Look Laudas nach dem Unfall, und die großartige Umsetzung seiner Genesung. Die Comeback Pressekonferenz war übrigens tatsächlich so fies wie im Film. "As good as it gets" ist auch die Besetzung mit Alexandra Maria Lara als Laudas Frau.
Die Rennszenen sind ebenfalls toll inszeniert - zwar gibt es hier und da filmische Klischee-Fehlzündungen, aber dafür wurde kaum CGI eingesetzt, und fast alles mit den Originalboliden (bzw Lookalikes) gedreht!
Wenn ich mich nicht verhört hab, hat übrigens Kommentatoren Urgestein Heinz Prüller die Rolle des TV-Sprechers in der .de Fassung übernommen. Toll!

Klasse Film - mit Abstand der beste F1 Movie aller Zeiten - es gibt allerdings so gut wie keine Konkurrenz (Frankenheimers Augenschmaus Grand Prix ist storytechnisch fast ein Totalausfall) - punkto Drehbuch bzw Dialogregie wäre noch etwas Luft nach oben. Die 70s und 80s in der F1 waren derart beeindruckend und mitreißend, dass man nichts, aber auch gar nichts a la Hollywood verbiegen müsste, um einen absoluten Kracher zu inszenieren.
Jammern auf hohem Niveau - anschaun! Auch für nicht Rennfans sehenswert!

Als ideale Ergänzung zu Rush kann ich übrigens die mitreißende F1-Doku "One - Leben am Limit" empfehlen, der "Reality Check" zeigt wie stimmig Ron Howard das 70s Racing auf die Leinwand gebannt hat...
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4.0 von 5 Sternen Auf der Strecke bleiben, 27. Juli 2014
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Rush - Alles für den Sieg (DVD)
Für Motorsport im Allgemeinen und für Formel 1 im Speziellen habe ich normalerweise nicht das Geringste übrig, und auch Ron-Howard-Filme haben mich bislang nicht sonderlich angesprochen. Doch als »Rush« an den Start ging, gab es interessante Besprechungen in der Presse.

Um das Fazit vorwegzunehmen: Es ist ein durchaus bemerkenswerter Film geworden. Bemerkenswert ist in erster Linie das Drehbuch, das sich auf die Charaktere von Niki Lauda und James Hunt konzentriert und die Rennduelle dieser Doppel-Charakterstudie unterordnet. Der Film macht keine Propaganda für den Rennsport, und er glorifiziert auch keine Helden.

Die gegensätzlichen Persönlichkeiten von Lauda und Hunt werden sehr schön herausgearbeitet, wobei der Film weder den einen noch den anderen schont. Hunt ist ein Lebemann, der impulsiv agiert und in seinem Hedonismus egozentrisch und verantwortungslos ist. Er lebt ganz im Hier und Jetzt, was ihn nicht zuletzt auch allergrößte Risiken eingehen lässt. Doch Hunt glaubt auf der anderen Seite auch an so etwas wie Ritterlichkeit, was der Figur wiederum eine ganz eigene Moralität verleiht.
Lauda dagegen ist emotional kühl, stets berechnend und und sozial unbeholfen. Doch auch er hat eine andere Seite: Es verfügt über ein hohes Maß an Besessenheit, seine Überlegenheit zur Geltung zu bringen, indem er die Formel 1-Weltmeisterschaft gewinnt. Diese Besessenheit konkurriert bei ihm mit seinem Hang zur risikobegrenzenden Berechnung. Bemerkenswert ist, dass der Film zwar dem Lauda der späteren Jahre am Ende das letzte Wort lässt, doch weder kommt Lauda im Film besser weg als Hunt noch gibt es so etwas wie eine versöhnliche Annäherung zwischen den beiden. Und es ist Lauda, der bei dem letzten im Film gezeigten Zusammentreffen der beiden nicht aus seiner Haut kann.

Den erzählerischen Mittelpunkt der Geschichte bildet natürlich Laudas schrecklicher Unfall auf dem Nürburgring. Aber auch dieses Ereignis wird von Ron Howard nicht überstrapaziert oder gar sensationsgierig ausgekostet. Alles steht im Dienst der doppelten Charakterstudie. Das Hauptgewicht des Films tragen dementsprechend auch die Hauptdarsteller und nicht etwa die Virtuosität der Montage von Rennszenen. Und die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache sehr gut.

Aber auch Howards Inszenierungskunst verdient Anerkennung. Sie wirft den Zuschauer direkt zurück in die 1970er Jahre. Das liegt vor allem an der besonderen Farbigkeit der Bilder, – alle Farben scheinen zu stark gesättigt, wodurch aber der Eindruck entsteht, Foto- und Filmmaterial aus jener Zeit vor Augen zu haben. Dazu kommt, dass Howard den Rennbetrieb ganz unglamourös filmt und diejenigen, die um den eigentlichen Rennbetrieb herum den Glamour verkörpern, mit einer ethnografischen Distanz betrachtet, die im Fall von Ferrari leicht ironische Untertöne bekommt.

Fazit: Ein guter Film, der sich aber womöglich, was seine Adressaten angeht, ein bisschen zwischen die Stühle setzt. Viele Formel 1-Fans werden spektakuläre Rennszenen und eine gewisse Glorifizierung des Sports und seiner Protagonisten erwarten, und sie werden wohl von dem enttäuscht sein, was sie zu sehen bekommen. Diejenigen wiederum, die die passenden Adressaten für eine intensive Charakterstudie wären, erwarten ebenfalls viele Rennszenen sowie die Glorifizierung des Motorrennsports und werden genau deshalb diesem Film fernbleiben. Was bedauerlich wäre.
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Rush - Alles für den Sieg
Rush - Alles für den Sieg von Ron Howard (DVD - 2014)
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