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5.0 von 5 Sternen Begnadeter Film
Dieser Film nach einer Erzählung von Ernest Hemingway ist ein schauspielerisches Highlight. Der Film lebt vor allem von den darstellerischen Künsten von Gregory Peck, der von mir besonders verehrten Ava Gardner und weiteren guten Schauspielern. Es geht in dieser Geschichte um einen Leoparden, dessen Skelett man nahe des Gipfels vom Kilimandscharo gefunden hat...
Vor 23 Monaten von Frank Brauckmann veröffentlicht

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film/ billige deutsche Version
Da wundert man sich, dass ein so wunderschöner Film, der Zeitgemäss ein gutes Ende finden musste (im Gegensatz zum Buch!)so schlecht auf deutsch in DVD Form umgesetzt wurde! Also Hemingway selber hat den Film ja nicht gut gefunden, dessen Eindruck aber die Zuschauer nicht teilten, da der Film ein Box Office Hit wurde (auf Platz 3 des Jahres 1952). Man braucht...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2010 von Selwyn Rochard


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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film/ billige deutsche Version, 29. Dezember 2010
Von 
Selwyn Rochard (Moosburg, Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schnee am Kilimandscharo (DVD)
Da wundert man sich, dass ein so wunderschöner Film, der Zeitgemäss ein gutes Ende finden musste (im Gegensatz zum Buch!)so schlecht auf deutsch in DVD Form umgesetzt wurde! Also Hemingway selber hat den Film ja nicht gut gefunden, dessen Eindruck aber die Zuschauer nicht teilten, da der Film ein Box Office Hit wurde (auf Platz 3 des Jahres 1952). Man braucht hier nicht darüber zu reden, was für herrliche Schauspieler uns hier begegnen mit Gregory Peck, Susan Hayward, Ava Gardner und der deutschen Hildegard Knef (hier im Vorspann absichtlich Neff geschrieben da die Amerikaner den richtigen Namen nicht gut aussprechen konnten!)die uns zeigen was das alte Holywood ausmachte! Wunderschöne farbige Bilder in Technicolor dem flair der Zeit entsprechend! Aber man muss eindeutig warnen vor der deutschen Version, die so billig daherkommt...! Das Cover mit dem Filmplakat, dass auf der originalen US DVD Version schön 1:1 kopiert ist, wird auf der deutschen Version einfach verzerrt dargestellt und genauso ist auch der Inhalt der DVD! Der Rezensent besitzt beide Versionen! Alles was so lieblich schön auf der US DVD hergestellt wurde, musste auf der deutschen DVD verhunzt werden. Schämt euch!! Die Fotogalerie wurde einfach bis zur Unschärfe aufgeblasen..richtig hässlich und Bilder weggelassen die auf der US DVD drauf sind und auf letzterer schön mit Blumengirlanden umrahmt sind! Aber das allerwichtigste, das Bild wurde wie von DVD auf VHS kopiert und dann wieder auf DVD gepresst! Die Farben sind viel blasser als die der US Fassung und das allerschlimmste ist, dass das Bild bei allem was sich bewegt ruckelt wie auf alten PC s die zu wenig Speicherplatz hatten(remastered steht auf der Hülle ja zum Schlechten!!)Habe den Film vor vielen Jahren scharf und mit toller Farbe in der ARD mal gesehen!Nun es ist (warum eigentlich?) ja nicht 20th Century Fox die die DVD in Deutschland rausgebracht hat (in den USA schon!)! Nein ein unbekanntes privat Label, dass die technische Möglichkeit nicht besitzt so einen Film richtig aufzulegen!Der Preis der deutschen DVD ist sehr niedrig angesetzt, dass einzige Plus! Aber es gilt wieder mal: Qualität hat seinen Preis! Desshalb mein Rat: Hände weg von der deutschen Version und die originale US Version (sofern man Code 1 hat!)bestellen(aus dem Jahre 2007!) und geniessen und den zusätzlichen Filmkommentar anhören sowie Audioaufnahmen des Regisseurs Henry King und des Drehbuchautors der diese Kurzgeschichte Hemingways für den Film gesetzt hatte (letzteres ist alles nicht auf der deutschen DVD)!
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5.0 von 5 Sternen Begnadeter Film, 18. Juni 2013
Von 
Frank Brauckmann "Braucky" (Deutschland-Paderborn/NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schnee am Kilimandscharo (DVD)
Dieser Film nach einer Erzählung von Ernest Hemingway ist ein schauspielerisches Highlight. Der Film lebt vor allem von den darstellerischen Künsten von Gregory Peck, der von mir besonders verehrten Ava Gardner und weiteren guten Schauspielern. Es geht in dieser Geschichte um einen Leoparden, dessen Skelett man nahe des Gipfels vom Kilimandscharo gefunden hat. Die Frage, die sich durch den ganzen Film zieht ist, was wollte der Leopard da oben beim Gipfel? Verknüpft ist diese Frage mit der Selbstfindung des Hauptdarstellers, der verletzt in der afrikanischen Steppe liegt. Einer großen Liebe trauert er nach, die andere große Liebe, er weiß es am Anfang des Films noch nicht, ist seine Ehefrau. Er verletzt sie mit Zynismus während er sein Leben Revue passieren läßt und weiß nicht, daß sie seine Liebe ist. Die Höhen und Tiefen dieser Geschichte sind ganz großes Kino auch ohne Blue-/Greenscreen oder Special Effects. Ein Film den man nicht vergisst.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tearjerker reinster Güte, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schnee Am Kilimandscharo (DVD)
Hemingways Stories und Romane wurden von Hollywood natürlich nur allzu gern aufgegriffen und verfilmt, versprachen sie doch fast alles, was es für echte Abenteuerfilme, Romanzen und Dramen brauchte: Harte Kerle, große Lieben, exotische Schauplätze. Kein Wunder also, daß man aus dieser introspektiven Kurzgeschichte von knapp 30 Seiten mit Hilfe großer Stars, eines Regisseurs, der Sinn für die großen Stories hatte und Bildern, die große Schauwerte versprachen, einen echten Kassenknüller der A-Liga zu machen beabsichtigte.

Gregory Peck spielt den Schriftsteller Harry Street, der an einer üblen Verletzung darbend am Fuße des Kilimandscharo in einem Zelt liegt und, umsorgt von seiner Frau Helen (Susan Hayward), darauf wartet, daß Hilfe kommt. Während er und Helen sich gegenseitig angiften, verfällt Harry immer wieder in Fieberträume und läßt so sein leben Revue passieren, erinnert sich vor allem an die große Liebe seines Lebens, Cynthia (Ava Gardner), der er einst in Paris begegnete. Eine freie und stolze Frau, die ihn schließlich verließ, weil sie sein unstetes Leben - von Paris nach Afrika nach Madrid nach Paris usw - nicht mehr ertrug, schließlich sogar durch einen selbstverschuldeten Treppensturz sein Kind verlor. Harry vertrieb sich die Zeit mit allerhand Liebschaften, darunter die Gräfin Liz (Hildegard Knef/Hildegarde Neff) - doch vergessen konnte er Cynthia nie. Als er sie - eher aus Versehen, denn aus Überzeugung da hineingeraten - im spanischen Bürgerkrieg wiedertraf, sterbend in einem brenneden Auto, hatte er zumindest noch einmal die Möglichkeit, ihr seine Liebe zu gestehen. Rast- und ruhelos durchstreifte er hernach die Welt, bis er zufällig Helen begegnete, die er mit Cynthia verwechselt und schließlich geheiratet hat. Sein Onkel Bill (Leo G. Carroll), der in seinem Leben eine Art männliche Instanz war, der er alle paar Jahre Rechenschaft ablegte, gibt ihm ein Rätsel auf: In Gipfelnähe des Kilimandscharo habe man das Skelett eines Leoparden gefunden, von dem niemand weiß, wieso er überhaupt so weit in der Höhe war? Hat er eine Beute verfolgt und dabei den Weg verloren? So kamen sie schließlich hierher, wo Harry sich die vermeintlich tödliche Verletzung zugezogen hat. Helen merkt schließlich, daß Harry sterben wird und sieht sich genötigt, allein eine lebensrettende Maßnahme durchzuführen, indem sie das eiternde Bein aufschneidet. Harry erwacht, erkennt, was seine Frau für ihn getan hat und daß sie eben keine billige Imitation von Cynthia ist, sondern die Frau, die ihn ehrlich liebt und die er ehrlich lieben sollte...

Katharsis - Harry Street, der zwar ein erfolgreicher Schriftsteller ist, sich aber für gescheitert hält, muß sie durchlaufen, muß Rechenschaft und Beichte ablegen, um aus der Nähe des Todes zurückzukehren und in den Armen seiner Frau ein neues, ehrlicheres Leben zu beginnen. Daß Hemingways Geschichte weitaus mehr zu bieten hat, als eine Aneinanderreihung von Frauengeschichten, daß sein Harry Street (ein Alter-Ego?) vor allem versucht, sich Rechenschaft darüber abzulegen, wie sein schrifstellerisches Werk hätte aussehen MÜSSEN, damit es in seinen Augen Bestand gehabt hätte, der sich müht, all das im Kopf zu ordnen, was noch der Bearbeitung wert gewesen wäre - all das läßt der Film geflissentlich fallen. Zwar deutet dieser Film-Harry-Street hier und da an, daß sein künstlerisches Schaffen außer Geld nicht viel gebracht habe, aber Peck vermittelt nie den Eindruck, daß er darunter sonderlich leide. Käme nur Cynthia zurück, so das Credo des Film-Harrys, alles wäre gut!

Man sieht dem Film deutlich an, daß er Hemingways Story als Blaupause nutzt, um seinen Stars, vor allem Peck und Gardner, interessante Rollen zu geben und dem Zuschauer mondäne und aufregende Bilder von Europas schönsten Ferienorten und Afrikas Flora und Fauna zu bieten. Gerade letztere sind größtenteils auch wirklich gelungen, wobei allerdings einige Szenen, die offensichtlich aus einkopierten Bildern der Stars bestehen, reichlich lächerlich wirken. Vor allem die Nilpferdsafari zu Anfang des Films ist solange beeindruckend, wie man nicht Peck mit einer Kamera in einem Kanu stehend vor einer Hintergrundprojektion der schwimmenden Nilpferde sieht. Aber seis drum - der Film will vor allem eine Romanze zeigen.

Ein Schriftsteller in den europäischen Wirrnissen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Wie Hemingway selbst, ist Street anfangs als Journalist unterwegs, mausert sich dann zum gefeierten Autoren; wie Hemingway, betrachtet er sich als gescheiterten Schriftsteller, der als Mann immer größere Leistungen von sich fordert, immer größere Herausforderungen sucht. Und schließlich sterbend am Fuße des afrikanischen Berges liegt, in der Hoffnung, ein Rätsel zu lösen, daß sein Onkel ihm auf dem Sterbebett aufgegeben hatte. Was in der Vorlage zu einem nicht mehr aus Realität und Fiebertraum entwirrbaren Todestrip auf den Berg wird, wo Street schließlich seine Erfüllung findet, indem er in das Mysterium des Leoparden nahezu eintaucht, haben wir es im Film mit einer Art libidinösen Lebensbeichte zu tun: Erst wenn der Autor seiner Ehefrau alle seine Liebschaften und Fehltritte gebeichtet hat, sie also gleich dem Gift, das ihn zu töten droht, ausgeschieden hat, erst wenn der Eiter des "falschen Lebens" ihn verlassen hat, ausgedrückt von der liebenden Gattin, die ihn nun sozusagen zum zweiten Male rettet - diesmal physisch, beim erstemal psychisch/seelisch - erst dann kann Street, geläutert, endlich in der Liebe Erlösung finden.

Für solch einen Stoff ist Henry King ("Jesse James", "The Song of Bernadette", "The Gunfighter") natürlich genau der richtige Regisseur gewesen. Große Stars, große Bilder, große Gefühle. So weiß er dem Film ein gutes, manchmal wirklich rasantes Timing zu geben, er setzt die Höhepunkte gekonnt, er bietet uns Schauwerte, die wir gern betrachten. Und - sowieso eine seiner Stärken - er stattet diesen Harry Street mit genügend Ambivalenz aus, um ihn einerseits glaubwürdig, andererseits interessant zu machen. So sehen wir ihn immer wieder in Situationen, in denen wir durchaus erkennen können, daß dieser Mann selbstsüchtig ist, auch durchaus menschenverachtende Züge hat und über wenig Idealismus verfügt. Das ist die eigentliche Leistung des Films: Zumindest in dieser Schriftstellerfigur ein faires und der Realität nicht vollkommen abholdes Portrait des Vorlagengebers zu zeichnen. Das wäre mit einem anderen Schauspieler denn Gregory Peck sicherlich auch besser gelungen. Peck konnte spielen, wenn er wollte, doch ganz sicher konnte er nicht alles spielen. Diese Figur, die der einzigen Frau im Camp mitten in der Wildnis zynisch Küsse verspricht, um an den Whiskey zu gelangen, nimmt man ihm nur bedingt ab. Und ganz sicherlich eher in den Szenen an der Riviera oder im kunstvoll nachgebauten Paris, denn auf den Schlachtfeldern Spaniens oder in der Wildnis. Wo er meist allerdings nichts weiter zu tun hat, als stöhnend auf einem Klappbett zu liegen.

Der Film ist ein riesiger Erfolg gewesen und wenn man ihn heute schaut, merkt man, wie weit das Kino sich gerade von den Schmonzetten der 50er Jahre entfernt hat. In mancherlei Hinsicht sind uns die "realistischen" Filme der 30er oder 40er Jahre näher, als die "großen" Starvehikel der 50er. Dennoch: Aus Nostalgie und in Erinnerung an so manchen Sonntagnachmittag, den man als Kind damit verbracht hat, zwischen den "öden" Dialogszenen auf die "wilden Tiere" zu warten, bekommt er von mir 3 Sterne. Es sind allerdings nicht die besten 3 Sterne, die ich je vergeben habe...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guiter Film mit guter Umsetzung, 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Schnee am Kilimandscharo (DVD)
Diese DVD ist eine der besten DVD-Umsetzungen zu diesem Film. In Minute 78:32 wird der Ton leider etwas asynchron, doch in der 80 Minute läuft dieser wieder synchron und man hat den kompletten Film genuss. Bonusmaterial: Fotos sowie Originaltrailer. Vielen Dank für diese DVD!
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4.0 von 5 Sternen Schnee am Kilimandscharo ist Schnee von gestern aber ganz niedlich, 3. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schnee am Kilimandscharo (DVD)
Der Film zeigt uns womit unsere Altvordern so zufrieden waren und was sie als Ausdruck von Sehnsucht, Liebe und unter Hemmingwayschem Machismos verstanden.
Ich habe den Film erworben und immer mal wieder geschaut, weil ich Ava Gardner wie eine Religion zelebriere und (leider nur platonisch) lieben kann.
Sie hatte das, was Kimberly Noel "Kim" Kardashian "beruflich treibt" (nämlich wunderschön zu sein) einfach im Blut.
Ava Gardner ist für mich die wahre Mona Lisa und ich bin sicher Leonardo würde sagen: "I'm with you!" - und sein Bild noch einmal malen, als "Killerin und nackte, barfüßige Maja-Gräfin".
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1.0 von 5 Sternen Falscher und fehlerhafter Artikel geliefert, 14. Dezember 2014
Von 
Thomas Huber (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schnee Am Kilimandscharo [Blu-ray] (Blu-ray)
Leider wurde die Blu-Ray von Schröder Media geliefert, bestellt hatte ich die von Aberle Media gem. Artikelbeschrieb.
Die Bildqualität würde ja noch halbwegs gehen, aber der Film ruckelt von Anfang bis Schluss und das ist einfach unerträglich.
Das alles habe ich zu spät bemerkt und kann nun keinen Umtausch mehr verlangen!
Ich würde die Blu-Ray gerne noch mal bestellen, aber da ich mich nicht darauf verlassen kann welche Version mir geliefert wird lasse ich lieber die Finger davon!
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schmonzes ohne technische Unterstützung, 23. September 2008
Von 
1952 nahm sich die 20th-Century-Fox die 30-seitige Hemingway-Story "Schnee am Kilimandscharo" vor und machte daraus einen knapp zweistündigen Film. Dieses leichte Missverhältnis deutet schon darauf hin, dass der Drehbuchautor Casey Robinson einige Phantasie darauf verwenden muste, die karge Geschichte eines im Sterben liegenden Schriftstellers, der sich im Fieber an verpasste Chancen erinnert, sich mit seiner (namenlosen) Frau streitet und stirbt, massentauglich aufzuarbeiten. Während sich die Rahmenhandlung noch eng an die Vorlage hält, sind Harry Streets Erinnerungen Schmalz pur, die nur sehr entfernt oder gar nicht auf der Story beruhen: Er erscheint als ehrgeiziger Schriftsteller, der seine große Liebe Cynthia (Ava Gardner) schließlich nach Dutzenden Missverständnissen (davon lebten ja die großen Melodramen der 1950er) im Spanischen Bürgerkrieg verliert. Zwischendurch hat er eine Affäre mit der ungemein erotischen, aber kaltherzigen Liz (Hildegard Knef alias Hildegarde Neff), bis er schließlich bei Helen (Susan Hayward, die irgendwie überhaupt nicht zur trinkfesten Frau aus der Story passt) Trost findet. Natürlich basteln die Filmleute dem schönen Harry auch noch ein irgendwie überraschendes Happy End. Allein die Tatsache, dass die Kriegserinnerungen aus dem Ersten Weltkrieg im Film im Spanischen Bürgerkrieg stattfinden, deutet darauf hin, dass hier der Erfolg der Hemingway-Verfilmung "Wem die Stunde schlägt" von 1943 wiederholt werden sollte. Der spielt aber in einer ganz anderen Liga. Gregory Peck bleibt sehr unter seinen Möglichkeiten. Als Hemingway-Macho, der seinen Weltschmerz bei Jagdausflügen in Afrika zu kurieren versucht, ist er für mich nicht unbedingt die Idealbesetzung. Aber er ist sehr schön! Ava Gardner ("Die barfüßige Gräfin"), die eigentliche Hauptperson, spielt die Rolle, die sie am besten kann: die Heldin, die aus Liebe (an zu viel Liebe?) stirbt. Knef und Hayward sind nicht mehr als attraktive Sidekicks.

Insgesamt hat dieser Film mit der Originalstory so viel zu tun wie eine überreife Nektarine mit einem knackigen Apfel. In der Regel bevorzuge ich einen süßsauren Elstar, aber auch dieser Zuckermatsch kann munden, wenn er denn in überragender Bildqualität zu überwältigen verstünde. Schöne Menschen, schöne Landschaften, überschaubare Konflikte, das taugt durchaus für zwei Stunden reuelose Unterhaltung. Aber, aber, "Hollywood Gold" ist leider dafür berüchtigt, Filme in billiger Aufmachung auf den Markt zu werfen. Einzelne Dropouts bringen mich durchaus nicht aus der Fassung, aber die Farben wirken so frisch, als habe ein Ignorant Buntwäsche mit Entfärber gewaschen (das DVD-Cover ist übrigens in Schwarz-Weiß, Zufall?). Überzeugend ist das nur in der Rahmenhandlung, in der der sterbenskranke Peck wirklich gräulich aussieht. In gesunderen Lebensphasen erscheint mir die Gesichtsfarbe eher unpassend. Dass Farb-Kamera und Farb-Ausstattung oscarnominiert waren, nehmen wir mal zur Kenntnis, der Film ist nicht der passende Beleg dafür. Untertitel fehlen sowieso. Dass dies eine "Limited Edition" ist, beruhigt mich. Vielleicht kommt mal eine überzeugendere Fassung auf den Markt, wenn diese endlich ausverkauft ist. Wo bleibt das Positive? Ach ja, der Ton in DD 2.0 ist durchaus in Ordnung, so dass die wunderbare Filmmusik von Bernard Herrmann gut zur Geltung kommt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker!, 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schnee am Kilimandscharo (DVD)
Dieser Film ist etwas für Romantiker. Wer Ihn noch nicht kennt, sollte sich diesen Film unbedingt asnschauen. Must have für Klassiker-Fans.
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5.0 von 5 Sternen Schnee am, 6. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schnee am Kilimandscharo (DVD)
Ein sehr guter Film, vor allem die Besetzung, durch Weltstars. Schöne Aufnahmen, erinnern mich an meine ZHeit in Kimana. Kilimana am Fusse von Kilimandscharo
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5.0 von 5 Sternen Ein absolut guter Film, 21. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schnee am Kilimandscharo (DVD)
Ein großartiger Film, ganz nach meinem Geschmack ,mit tollen Schauspielern. Susan Hayward, Ava Gardner, Hildegard Knef,
Gregory Peck, einfach großartig.
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Schnee Am Kilimandscharo
Schnee Am Kilimandscharo von Henry King (DVD - 2013)
EUR 8,99
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