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5.0 von 5 Sternen Bescheidener und zugleich sensationeller Retro-Soul-Star: Charles Bradley, 6. Februar 2014
Von 
Udo Erhart "udoerhart" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Charles Bradley: Soul of America (DVD)
Charles Bradley tingelte jahrzehntelang als James-Brown-Double durch kleine Bars und Pinten. Dabei kam er dem "Godfather of Soul" nicht nur stimmlich erstaunlich nahe, auch seine Bühnenperformance war eine Hommage an den "Hardest working man in showbusiness". Im Alter von 62 Jahren startete Bradley dann beim Plattenlabel Daptone eine eigenständige Karriere - und nimmt seine erste Platte (mit dem Titel "No time for dreaming") auf. Seinen Werdegang vom James-Brown-Imitator zum eigenständigen Soul-Sänger zeichnet die berührende Dokumentation "Soul of america" nach. Regisseur Poull Brien begleitete Charles Bradley in den Monaten vor dem Album-Debüt, reiste mit ihm und der "Menahan Street Band" zu einigen Auftritten und beobachtete den Soul-Star in ganz privaten Momenten.

Dabei wird ein zutiefst sympathisches Bild von Charles Bradley gezeichnet. Er selbst verdient nicht viel Geld und unterstützt nach Leibeskräften seine greise Mom, damit diese in ihrem Haus bleiben kann. Neben dem Geldmangel ist der gewaltsame Tod von Charles' Bruder ein weiterer Schicksalsschlag für die Bradleys. Charles Bradley ist mit wenig zufrieden - möchte jedoch seinen Papagei nicht missen. Es sind besondere Momente, die die Dokumentation festhält. So freut sich Bradley beispielsweise fast schon mit kindlicher Begeisterung über den ersten Zeitungsartikel über ihn, schwärmt von Weggefährten, die ihn (nicht nur finanziell) unterstützt haben, oder berichtet von dem Lieblings-Huhn aus Kindertagen, das durch eine Unachtsamkeit der Tante im Backofen landete. Daneben sieht man aber auch Bilder von Bradley und Sharon Jones, die derzeit wohl bekannteste Interpretin beim Daptone. Jones wurde von Bradley teilweise als Vorband unterstützt.

Einziges Ärgernis der DVD-Umsetzung: Es fehlen englische Untertitel - und die deutschen Untertitel sind gelinde gesagt eine Frechheit. Noch nie habe ich Untertitel mit derart vielen Satz- und Grammatikfehlern gesehen. So wird selbst das Plattenlabel Daptone falsch geschrieben (Daptome), einige Worte sind seltsame US-Deutsch-Almagame (Schoulter) - und auch ansonsten sind die Untertitel richtig schlecht umgesetzt.

Davon abgesehen bietet die DVD neben der Dokumentation auch noch die beiden Musikvideos "The World (is going up in flames)" und "Heartaches and pain".

Insgesamt ist "Soul of america" das Porträt eines bodenständigen Sängers geworden, der am eigenen Leib erlebt (hat), woher der Soul seine Wurzeln hat. Sensationell und somit verdiente fünf Sterne.
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Charles Bradley: Soul of America
Charles Bradley: Soul of America von Charles Bradley (DVD - 2013)
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