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Kundenrezensionen

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am 20. Juni 2015
"Gravity" wurde im Vorfeld ja ziemlich gehyped, was mich persönlich immer etwas skeptisch macht. Das Endergebnis ist ein Film, der sicher nicht für jeden geeignet ist und für die seichte Action-Unterhaltung zwischendurch schon gar nicht. "Gravity" kann aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden und ist somit sehr schwer zu bewerten, man tut dem Film eigentlich immer Unrecht, egal wie viele Sterne man ihm gibt.
Sieht man ihn als Gesamtkunstwerk bzw. Kunstprojekt an, dann verdient er fünf Sterne! Gerade in 3D ist er ein wahrer Augenschmaus, man glaubt wirklich, unseren blauen Planeten von oben zu betrachten, so echt wirkt alles. Durch die vielen langsamen Panoramaszenen hat man außerdem das Gefühl, eine Doku anzusehen.
Betrachtet man "Gravity" jedoch als Film, der natürlich der Unterhaltung dienen soll, so bleiben Kritikpunkte nicht aus. Der Handlungsort - Eine Raumstation im Weltall, ohne Sci-Fi Elemente, sondern in der heutigen Zeit - ließ von Anfang an nicht viel Spielraum für die Story. Die Dialoge sind ziemlich sinnfrei und hohl, gerade in den Szenen, in denen die Hauptdarstellerin Ryan (Sehr gut verkörpert von Sandra Bullock) einfach nur nicht einschlafen soll, um nicht an CO2-Vergiftung zu sterben.
Die Aufnahmen in Schwerelosigkeit in der Raumstation sind genial, die Bewegungen so flüssig, dass man sich echt fragt, ob sie nicht wirklich im Weltall gedreht haben ;-) Was ich interessant fand, es wurde großer Wert auf die Einhaltung von physikalischen Gesetzen gelegt. Im Weltall gibt es keinen Schall, demnach sind die Explosionen geräuschlos und ein trudelnder Astronaut trudelt ungebremst weiter, bis er auf Widerstand trifft. Doch bleibt man bei der Bewertung als FILM allein, zu dem für mich einfach eine gute Story mit mehr handelnden Personen, Abwechslung etc. dazugehört, dann liegt "Gravity" leider nur im Mittelfeld bei drei Sternen.

Fazit: Bildlich wirklich meisterhaft umgesetzt, vor allem in 3D ein echtes Erlebnis für die Augen. Jedoch schwächelt "Gravity" leider bei den anderen Dingen, die einen unterhaltsamen Film außer der Optik einfach ausmachen. Für die Gesamtwertung habe ich mich deshalb für vier Sterne entschieden!
11 Kommentar| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2014
Ich will hier nur kurz Feedback zur Blu-ray Veröffentlichung im deutschen Raum geben:

Leider hat hier Warner die Rechte und deshalb lag schon die Vermutung nahe, dass sich auf der deutschen Blu-ray eine Tonspur in Dolby Digital 5.1 mit 448 kbps befindet.
Dies war auch bei The Dark Knight Rises so und hat sich mittlerweile auch für Gravity bewahrheitet.
Hintergrund: Solch eine Tonspur ist Standard für DVDs, High Definition Audio ist für mich etwas anderes und die Gewissheit, dass dieser Film noch zusätzlich sehr von dem Ton und natürlich auch Bild lebt, macht es für mich noch viel weniger nachvollziehbar, warum dies ignoriert wurde.
Den Unterschied zu dieser Tonspur und einer DTS-HD MSTR 5.1 oder gar 7.1 erkennt man sogar schon mit einem absolut Low-Budget System und immer mehr Blu-ray Käufer setzen zusätzlich zu einem großen und detailreichen Fernseher auch entsprechendes Audioequipment ein.

Zu guter Letzt steht der Preis für das 3D Steelbook, welches optisch durchaus gelungen ist bei stolzen 35,00 Euro.
Da wurde einfach mal wieder richtig Geld gespart und der Kunde für dumm verkauft.
Würde ich nicht lokalisierte Filme sehen wollen, dann würde ich nie wieder etwas von Warner Deutschland kaufen.
Würde eine Petition etwas bringen, ich würde eine erstellen.
Auf E-Mails reagiert Warner Deutschland übrigens auch nicht, die scheinen generell aussortiert zu werden.

Wenn ihr das mit dem deutschen Ton verkraften könnt und euch der stolze Preis nicht zu viel ist, dann ist dies eine gute Veröffentlichung und einen Kauf Wert.

Update 26.11.2014:
Dolby Digital (auch AC-3 bzw. DD genannt) muss nicht zwangsläufig für eine schlechte Qualität stehen, bzw. dies ist nicht der Fall. Aber gewisse Veröffentlichungen in der Vergangenheit und ich befürchte auch weiterhin in der Zukunft haben uns gelehrt, dass diese Art von Tonsystem einfach nicht mehr "State of the Art" für eine Blu-ray Veröffentlichung im Heimkino-Segment ist bzw. je war.
Dolby Digital ist einfach schon zu lange auf dem Markt und sollte meiner Meinung nach zusammen mit der DVD aus dem Heimkino-Segment verschwinden. AC-3 hat nun mal ein verlustbehaftetes Verfahren zur Datenkompression und hat lange Zeit gute Dienste geleistet, es hat sich verdammt viel auf dem Markt getan und bei den meisten Konsumenten steht mittlerweile entsprechendes Equipment parat, welches High Definition Audio wiedergeben kann. Man sollte nicht immer an altbewährtem festhalten, sondern muss offen für neues sein um so unter Umständen feststellen zu können, dass das was man jahrelang für gut befunden hat, heutzutage bei der raschen Entwicklung einfach nicht mehr mithalten kann. Wer generell nicht an Fortschritt, Innovation und auch Trend festhält, kann gerne bei seinem altbewährten bleiben, es zwingt schließlich niemanden dazu dies zu tun. Im Ernstfall muss auf gewisses verzichtet werden.
AC-3 kann meiner Meinung nach weiterhin für Blu-ray Veröffentlichung von deutlich älteren Filmen genutzt werden, aber neue Filme und vor allem Filme bei denen es mehr als im Durchschnitt auf den Ton ankommt, sollten einen deutschen und englischen High Definition Audio-Track besitzen.
Warner Bros. ist hier ein bekannter Kandidat, aber Paramount Pictures und 20th Century Fox haben genau so Verbesserungspotential. Fakt ist nun mal, dass sich beispielsweise Sony Pictures inkl. aller Tochterfirmen für High Definition Audio entschieden hat und dies tun ein sehr großer Teil aller deutschen Studios genau so.
Ein klein wenig Off-Topic:
Bestes Beispiel hierfür, Dreamworks gehörte vor geraumer Zeit noch als Tochter zu Paramount, wäre dies noch immer so, hätte die kürzliche Veröffentlichung von Need for Speed 3D auf Blu-ray einen
AC-3 Track in deutsch bekommen, da dann auch Paramount die Rechte/Lizenzen in DE gehabt hätte.
So hat aber Constantin Film die Rechte für DE erworben und den Film in DTS-HD HR 5.1 veröffentlicht, was bei Constantin Film Standard ist.
Da kann jeder davon halten was er will, ich finde es toll!
179179 Kommentare| 365 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Mai 2015
Ich habe mich nun lange lange Zeit davor gedrückt, mir diesen Film anzusehen, weil ich von vielen Leuten gehört hatte, er sei "laaaangweilig" und es wären 90 Minuten vertane Lebenszeit. Ich stellte mir immer vor, zusehen zu müssen, wie 2 Leute durchs All schweben und dabei nichts wirklich passiert.

Dann habe ich ihn mir doch angeschaut. Zunächst zwangsweise, aber schon nach 1 Minute durchaus freiwillig. In 3D. Und es war ein unglaublich schönes und intensives Filmerlebnis. Mich hat es die gesamte Zeit kaum ruhig auf dem Sofa gehalten.
Wunderschöne Bilder aus dem und ins Weltall. Man schwebt mit. Zumindest in 3D. Selbst wenn Sandra Bullock zu 80 % eine "One woman show" abliefert, wird es nie eintönig. Es gibt in diesem Film einfach viel zu viel zu sehen und mit-zu-erleben.

Und der Film hat sehr wohl eine Handlung. Sogar eine sehr spannende, komplexe und tiefe. Ich kann mir wirklich gar nicht vorstellen, dass manche Rezensenten hier diese nicht erkennen können...
Die Geschichte ist eigentlich ein Geburtsvorgang, vorrangig psychischer, aber auch, den physikalischen Umständen da oben geschuldet, physischer Natur. Er zeigt u. a. die eigene Verletzlichkeit und die Verletzlichkeit von all dem, was der Mensch sich untertan macht.
Und es geht um den Überlebenstrieb. Und um das Gefühl, was mit einem passiert, was noch bleibt, wenn NICHTS mehr um einen herum existiert, was zunächst Hoffnung machen könnte.

Ich meine: Unbedingt anschauen und einfach genießen.
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Es gibt viele tolle Punkte über den Film zu sagen. Was mich aber stört ist, dass die Hauptdarstellerin immer gleich aus sieht. Man hätte eher eine andere Besetzung wählen sollen. Den Inhalt des Film würde ich so einstufen, dass es reicht, wenn man den Film bestenfalls einmal gesehen hat. Bedingt empfehlenswert.
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Zugegeben, ich hatte schon ein wenig Angst vor einer Enttäuschung, da man so viel Widersprüchliches zu "Gravity" lesen, hören und sonstwie wahrnehmen kann. Die einen loben den Film als ungewöhnliches Meisterwerk, den anderen ist die Handlung zu dünn und alles ist sowieso viel zu unspektakulär für die ach so verwöhnt wirkenden "Cineasten". Das einzige, worüber ich mich jedoch nach dem Genuß (selten war das Wort wohl angemessener) des Streifens akut ärgere ist, dass ich ihn seinerzeit leider im Kino "verpasst" habe - was muss das auf der großen Leinwand für ein Ereignis sein, wenn sich der schleichende Sog der gezeigten Raumkatastrophe auch noch riesig in 3D manifestiert...aber auch zuhause im Pantoffelkino reicht es für ein ungewöhnliches Filmerlebnis, denn Alfonso Cuaron, den ich bisher "nur" als Regisseur eines der "Potter"-Filme wahrgenommen hatte, offenbart sich als ein Meister der filmischen Komposition. Die Odyssee der beiden Astronauten Stone (Sandra Bullock) und Kowalsky (George Clooney), die nach einem Zusammenstoß mit Trümmerteilen in der Erdumlaufbahn stranden, besticht mit tollen Weltraumaufnahmen und einer musikalischen Untermalung der Extraklasse. Das die Story letztlich in einem Satz zusammengefasst werden könnte und damit recht knapp ausfällt, spielt dem gegenüber kaum eine Rolle, denn man kann ihr geradewegs folgen und muss seine Gehirnwindungen nicht auch noch mit x Storytwists anstrengen. Handwerklich fällt der Streifen, auf Grund der auch hier schon oft gelobten Kameraarbeit, ebenfalls mehr als positiv auf. Dazu der punktgenaue Umgang mit den Emotionen des Zuschauers, wenn man sich richtig auf den Film einlässt (und das macht er einem auf Grund seiner Beschaffenheit und bei entsprechender Bereitschaft beim Zuschauer leicht) - und das ganz ohne sonstwie epischen Klimbim, sondern mit packendem fast schon Minimalismus. Ob es zu einem der entscheidenden Oscars reicht, da bin ich aber auch durchaus skeptisch, denn dafür ist mir der Film schon fast zu speziell - für einen der handwerklichen Aspekte (Kamera...) könnte es aber durchaus reichen.

Technisch kommt die Scheibe recht solide daher, das Bild ist so, wie es auf Blu-ray sein sollte, insbesondere die Aufnahmen der Erde faszinieren in HD. Der Ton schwächelt hingegen etwas, da dies aber ein gewünschter Effekt ist (Gestaltung der Dialogabmischung usw.), fällt er für mich nicht sonderlich negativ ins Gewicht. Vollgepackt mit Extras überzeugt die Disc auch in dieser Hinsicht, sowohl die wissenschaftlichen Erläuterungen, als auch die Infos zum Film sind durchweg interessant, was ich selten so empfinde. Fünf Sterne, auch wenn ich mir sicher bin, das nicht jeder diesen Film lieben kann.
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am 27. Juli 2014
So stelle ich mir einen Welraummovie im Jahr 2013 vor.Keine Utopie und Science Fiction wie in Star Wars oder Star Trek.(mag die beiden Science Fiction Saga's trotzdem sehr)
Dieser Film besticht dagegen hauptsächlich durch die realistische, atemberaubende Optik und Bildgewalt.Der Mensch als Spielball in den unendlichen Weiten des All's wirkt unbedeutend und klein im Vergleich zum endlosen Sternenraum.Trotzdem gelingt eine spannende,dramatische Inszenierung des Einzelnen im Kampf gegen die übermächtigen Kräfte des Kosmos.Sandra Bullock schafft es als kämpferische Astronautin den Film zu stemmen und sich gegen alle Widerstände dieser Übermacht zu behaupten.

großes Bilderkino mit einer starken Hauptdarstellerin
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Bewertet wird vorab nur der Film an sich. Die Extras werden nachträglich hinzugefügt, sobald ich mehr über sie in Erfahrung bringen konnte.

Ein Space Shuttle mit dem Auftrag das Hubbleteleskop zu reparieren gerät in einen Satellitensplitterregen. Der Shuttle wird dabei zerstört, die Crew getötet. Mit schwindenden Sauerstoff versuchen die einzigen beiden Überlebenden im Wettlauf mit der Zeit die ISS zu erreichen. Doch im luftleeren Raum ist dies gar nicht einfach, Entfernungen zu groß und Richtungen existieren nicht. Hinzu kommt der drohende Splitterschauer, der einmal alle 90 Minuten die Erde umrundet...

Warum bekommt der Film von mir nur drei Punkte obwohl ich die Haupt (und einzigen) Darsteller Bullock und Clooney mag? Ganz einfach. Die Charaktere berühren zu keiner Zeit. Sie sind lediglich Statisten in grandioser Kulisse. Ohne Frage wird hier das Weltall realistisch dargestellt, die menschliche Technik und der menschliche Körper zerbrechlich (sehr schön: Sandra Bullock in Fötushaltung, wunderbares Bild, wirklich mit Botschaft). Gleichermaßen werden die Charaktere kaum vorgestellt. Clooney selbst ist kaum lange dabei und erzählt auch nicht wirklich viel. Von Bullocks Charakter wissen wir, dass er eine vier jährige Tochter verloren hat. Aber das wars. Ansonsten hetzt sie von tödlicher Falle in die nächste. Ungeachtet dessen wie unwahrscheinlich es ist, dass der Film nach der ersten Katastrophe nicht gleich zu Ende gewesen wäre, besticht der Film mi schönen, wirklich sehr schönen Bildern, mit glaubhaften Bewegungen und Katastrophenabläufen (auch wenn die USA das Shuttleprogramm geschrottet hat), aber ansonsten mit gepflegter Langeweile. Hier wäre weniger Schauwert und mehr Charaktertiefe wünschenswert gewesen
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TOP 500 REZENSENTam 17. Januar 2014
Gravity vermischt erfolgreich und bildgewaltig die Genres Science Fiction, Katastrophendrama und Dokumentation. Zudem macht auf es das sehr reale Problem von zunehmender Anzahl von Schrottteilen aufmerksam, die in extrem hoher Geschwindigkeit in Erdumlaufbahn fliegen und schon heute immer wieder Satelliten beschädigen.

Der Film macht den Zuschauer, vor allem in 3D genossen, für 90 Minuten zum Astronauten und schafft es die Effekte von Luftleere, Enge, Einsamkeit, Agieren bei nahezu Schwerelosigkeit ziemlich realistisch darzustellen. Allerdings bleibt es ein Unterhaltungsfilm und ist kein Lehrfilm für die Universität. So darf man an Handlung und Physik keine allzu hochwissenschaftliche Maßstäbe setzen.
Je nachdem wie bewandert man in dieser Materie ist, mag entsprechend das ein oder andere auffallen.
Vor allem aber muss man mit spärlichen Dialogen/Monologen leben können, die die Einsamkeit im All hier mit sich bringt, so extrem wie in "2001" ist dieser Punkt jedoch nicht.

Mich hat der Film im Kino sehr gut unterhalten und war eine dankbare Abwechslung.
Wer den Film noch nicht kennt, sollte sich aber oben angeführten Punkten bewusst sein, bevor er bestellt.

Neben den vielen Sprachen sei vor allem auf die sehenswerten Extras hingewiesen.
Man erfährt in über 2,5 Stunden viel über die Entstehung des Filmes, die Herausforderungen bei der Umsetzung,
die Schauspieler und generell die physikalische Gegebenheiten im Orbit.
Filmmusik und die Drahtseilakte zur Raumbewegung sind besonders empfohlen.
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am 29. Oktober 2013
Hier also endlich das GRAVITY-Kontrastprogramm, welches einerseits mit der Dolby Atmos-Fassung (Dolby Atmos kompatibler Verstärker und Blu-Ray Spieler mit "Secondary Audio" auf "Off" vorausgesetzt!) die ganz harten Zuschauer anspricht, andererseits mit der Fassung "Stiller Weltraum" all jene, denen die bisherige Filmmusik vielleicht zu aggressiv erschien.

DOLBY ATMOS: Da ich seit Ende letzten Jahres einen Dolby Atmos AV-Receiver (Marantz SR 7009) mit vier Überkopf-Lautsprechern betreibe (Dolby Atmos 7.1.4) hatte ich schon in einige der entsprechenden Originalfassungen auf Blu-Ray mit Dolby Atmos hineingehört, empfand diese aber alle eher als ziemlich ernüchternd oder zu zurückhaltend (wie z.B. die Dolby Atmos Demonstration Disc vom August 2014).

Die Erwartungshaltung der "Early Dolby Atmos Adopters" konzentrierte sich folgerichtig auf GRAVITY und ich darf mich zu jenen zählen, die nicht enttäuscht wurden.

Bei der Einleitung mit den Texttafeln zu Beginn des Films schwillt der Klang zu einem Crescendo, welches abrupt mit plötzlicher Stille beendet wird. Das war im Kino und der bisherigen Fassung sehr eindrucksvoll, aber mit Dolby Atmos und in meinem Heimkino habe ich so etwas noch nie erlebt: Der Klang erreicht eine Intensität, die mich geradezu in den Sessel drückte, mir die Luft zum Atmen zu nehmen schien, und es mir kurz vorkam, als ob die Wände meines Heimkino-Studios mich erdrücken wollten, weshalb die abrupt folgende Stille den Charakter eines Befreiungsschlags hatte (Tip: Bitte zur Sicherheit der Überkopf-Lautsprecher überprüfen, ob die Trennfrequenz bei der Einmessung auf 80 Hz gestellt wurde, falls es sich nicht um Vollbereichslautsprecher handelt)

Der Funkverkehr der unterschiedlich Beteiligten ist durch Zuweisung an bestimmte Lautsprecher klar, so dass man bei drehender Kamera einen sehr guten Überblick behält, wer sich gerade wo befindet. Wenn die Weltraumschrott-Teile mit hoher Geschwindigkeit eintreffen und die Musik einsetzt, wird ähnlich wie am Anfang eine Intensität des Geschehens vermittelt, die zur Produktion körpereigenen Adrenalins anregt und fast schon zu unheimlich ist.

Der Klang wirkt größtenteils wie von den Lautsprechern losgelöst, entfaltet aber seine beste Wirkung, wenn Sandra Bullock sich in geschlossenen Räumen aufhält: Die Spannungen der Raumstationen sorgen in Atmos für einen klaustrophobischen Effekt, als ob sich die eigenen Heimkino-Wände gerade aus den Verankerungen lösen, das Feuer auf der ISS lässt einen das Bedürfnis verspüren, einen eigenen Feuerlöscher zur Hand zu haben, beim Wassereintritt in die offene Sojus-Landekapsel kommt das Gefühl auf, das eigene Heimkino wird gerade geflutet. Und ebenfalls sehr natürlich zum Schluss die Insekten, die vor und über den Zuschauern im Raum zu fliegen scheinen.

Kurzum: Das Dolby Atmos Potential an räumlicher Klangbereicherung wird sowohl in den lauten als auch leisen Szenen mit dieser Blu-ray Disc Version eindrucksvoll demonstriert, die in keinem Dolby Atmos ausgestatteten Heimkino fehlen darf.

STILLER WELTRAUM: Diese gänzlich zum Gegenteil tendierende Fassung zeichnet sich dadurch aus, dass Sie fast völlig ohne Filmmusik auskommt und deshalb zu einem realistischeren Aufenthaltseindruck im schalltoten Vakuum des Weltraums beiträgt. Fast scheint es, als ob die Idee hierzu aus der Anfangsszene stammt, in welcher George Clooney zur Erde hochsieht und Sandra Bulluck betont, dass sie die Stille liebt - eine Betonung, die aber aufgrund der Untermalung mit Musik zwangsläufig in den anderen Fassungen konterkariert wird.

Hier merkt man schnell (alle kennen das Märchen von dem Kind, das seinen Vater liebt wie das Salz?), wie sehr Filmmusik zum emotionalen Erlebnis des Films normalerweise beiträgt, wenn diese jetzt fehlt. Andererseits sind die Dialoge mangels Musik deutlich klarer, und in der Szene, wo der Weltraumschrott das Space Shuttle Explorer erreicht, wird jetzt statt Musik durch die Hektik im Sprechverkehr mit Houston die Gefährlichkeit der Situation, in der sich alle befinden, für den Zuschauer dramatisch und überdeutlich. Es geht also auch ohne, diese Fassung ist definitiv sehenswert und letzten Endes vielleicht sogar für alle obligatorisch, denen der Film in seiner bisherigen Form einen Gang zu hektisch und aufregend (aufgrund der sehr intensiven Musik) gewesen ist (ehrlich gesagt würde ich mir mit meinem 11jährigen Sohn beim ersten Mal lieber diese Fassung ansehen wollen).

Die gewünschte Filmfassung kann erst ausgewählt werden, sobald man sich dafür entschieden hat, den Film abzuspielen

Bei den Specials auf der zweiten Blu-ray Disc stach ein Beitrag ganz besonders hervor: Aus dem Film kennen wir die Szene wie es Sandra Bullock gelingt, von der Sojus-Kapsel der ISS eine Sprechverbindung zu einem Eskimo aufzubauen, in dem Special auf der zweiten Scheibe sehen wir jetzt diese Unterhaltung am Standort des Eskimos und erfahren, was er in dem Gespräch eigentlich mitteilen wollte. Einfach großartig!

Und zu guter Letzt dann noch diese für mich umwerfend hochwertige Klappverpackung mit Hochglanzfolie und Magnetverschluß. Entfernt man den Papierumschlag (und damit auch das FSK-Logo) hat man ein Blu-Ray-Booklet, das seinesgleichen sucht. Wahrscheinlich werde ich jetzt das 2001-Steelbook aus meiner Vorbestellung streichen, denn in so einer "monolithischen" Form hätte ich jetzt auch gerne 2001...
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am 6. März 2015
Der Film ist toll gemacht. Die DVD läuft problemlos und hat zwei Zusatzvideos drauf. Die DVD Hülle ist extrem lapprig. Hab die DVD deswegen auch in eine andere Hülle gesteckt. Dafür ist ein ordentliches Cover dabei. Abwertung wegen der schlechten Hülle.
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