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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fabelhaft - und gar nicht falsch !
Das Buch ist ja eine Sammlung von Anekdoten. Und schon dieser Begriff verheisst normalerweise eine gewisse Leichtigkeit der Lektüre, bei der man auch mal kreuz und quer lesen kann, ohne gleich einen roten Faden zu verlieren. So auch hier.

Sicher, die einzelnen Anekdoten haben mir nicht alle gleich gut gefallen - manche mehr, manche weniger. (deshalb der...
Veröffentlicht am 2. Juli 2010 von Falk Müller

versus
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen MRR in Anekdoten
Eine Sammlung von Anekdoten aus dem Zusammenleben und besonders -arbeiten mit Marcel Reich-Ranicki, kurz MRR, Deutschlands Literaturpapst. Das klingt zunächst ganz interessant und sinnvoll, wo der spricht, ist eigentlich immer was los. Ich versprach mir geistreiche und eloquente Bissigkeiten, hatte MRR doch vor nicht langer Zeit noch und also schon in hohem Alter die...
Veröffentlicht am 26. Juli 2010 von Fosch Markou


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen MRR in Anekdoten, 26. Juli 2010
Eine Sammlung von Anekdoten aus dem Zusammenleben und besonders -arbeiten mit Marcel Reich-Ranicki, kurz MRR, Deutschlands Literaturpapst. Das klingt zunächst ganz interessant und sinnvoll, wo der spricht, ist eigentlich immer was los. Ich versprach mir geistreiche und eloquente Bissigkeiten, hatte MRR doch vor nicht langer Zeit noch und also schon in hohem Alter die wunderbare Impertinenz besessen, öffentlich den Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk zurückzuweisen. Das war schön.

Der von Franz Josef Görtz, einem Weggefährten, herausgegebene Band umfasst neben einem belanglosen, weil nur beispielgebenden Vorwort ein belangloses Nach- und Dankwort sowie knapp 130 Seiten Anekdoten, Bonmots und dergleichen mehr. Eine thematische Gliederung fehlt, die vorhandene Kapitelgebung erscheint mir willkürlich und lediglich als Platzhalter für die uninteressanten Vignetten von Isabel Klett zu dienen.

Aber zum Inhalt:
die Anekdotengeber sind alte Bekannte (Karasek, Löffler) und alte "Feinde" (Grass, Walser, Handke). Vieles kennt man, an vieles meint man sich zu erinnern. MRR düpiert, drangsaliert, polemisiert und übertreibt, nutzt seine Schlagfertigkeit und seine Eloquenz, dabei ist er einmalig und unterhaltsam.

Trotzdem: die Auswahl der Anekdoten scheint mir nicht gelungen. Obwohl MRR gelegentlich mit seiner Auffassung von Kritik ("Jede Kritik, die es verdient, eine Kritik genannt zu werden, ist auch eine Polemik.") zitiert wird, der Leser Entgleisungen tatsächlich und zu Recht erwartet, zeigen viele Anekdoten dann doch einen selbstsüchtigen, anmaßenden, unsachlichen und absolut unfairen MRR. Diese Geschichtchen, von denen es einige gibt, passen nicht in den penetrant positiv daher plaudernden Kontext, in das "Ist der nicht cool?"-Gehabe auch des Vor- und Nachworts. Weil es nicht cool ist, wenn MRR einer neue Redakteurin mit dem Spruch "Na, Mädchen, wo gehörst Du denn hin?" mit der Hand auf den Po haut, das ist womöglich sexuell belästigend und nicht mal bei MRR geistreich. In Grenzen hält sich auch meine Begeisterung des provozierten Rausschmiss' von Sigrid Löffler, der er im Literarischen Quartett öffentlich Blindheit und Taubheit in Sachen erotischer Qualitäten attestiert hat. Noch einen? Stellen Sie sich vor, ihr Chef ruft sie an und beendet das Telefongespräch mit den Worten "Sie langweilen mich! Adieu, ich habe zu tun." - unglaublich, oder?

Ich mag auch diese andere Seite an MRR und habe die Anekdoten-Sammlung insgesamt mit Gewinn gelesen. Mir erscheinen jedoch nicht alle Berichte dem personenkulthaften Daherkommen - ohnehin schon fragwürdig - dieses Buches mit den "besten Bonmots und Anekdoten" (so der Klappentext!) zugeneigt, das Ganze ist unsauber und unzureichend editiert.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fabelhaft - und gar nicht falsch !, 2. Juli 2010
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Das Buch ist ja eine Sammlung von Anekdoten. Und schon dieser Begriff verheisst normalerweise eine gewisse Leichtigkeit der Lektüre, bei der man auch mal kreuz und quer lesen kann, ohne gleich einen roten Faden zu verlieren. So auch hier.

Sicher, die einzelnen Anekdoten haben mir nicht alle gleich gut gefallen - manche mehr, manche weniger. (deshalb der Stern Abzug) Das ist wohl auch vom Geschmack des jeweiligen Lesers abhängig. Aber insgesamt sind so viele amüsante, aber auch nachdenkenswerte Geschichten dabei, dass für jeden sich die Lektüre lohnen sollte.

Die meisten Anekdoten stammen aus dem "Literarischen Quartett", dessen Leiter Marcel Reich-Ranicki viele Jahre war. Und hier ist ja bekannt, dass er mit seiner Kritik auch vor den grossen Namen der Literatur nicht Halt machte. Wobei die Kritik selten verletzend, sondern meist mit feiner Ironie und Witz gespickt war. Ein Beispiel: Im August 1993 gastiert die Sendung in Salzburg in einem Foyer mit Glasdach. Besprochen wird gerade Martin Walsers "Ohne einander". Die Zuschauer merken, dass Herrn Reich-Ranicki das Buch sichtlich nicht gefällt. An seinem Gesicht und an seinen Worten. Plötzlich entlädt sich ein Gewitter - durch das Glasdach für alle spürbar - und er meinte nur :"Man wird doch noch etwas gegen Walser sagen dürfen. Das ist ja unglaublich!"

Durch Statements enger Weggefährten erfährt man auch etwas über den Menschen Marcel Reich-Ranicki. Und diese Einschätzungen sind meist recht positiv. Als Beispiel hier nur ein Zitat seines langjährigen Mitstreiters im Literarischen Quartett Helmut Karasek, der meinte: "Egal ob am Telefon, in einer Hotelhalle oder privat in einer Wohnung - Marcel Reich-Ranicki ist in Wahrheit nie anders, als er sich in den ausgestrahlten Sendungen darstellt."

Fazit: Eine Lektüre voller Witz aber auch Tiefgründigkeit - dargeboten mit einer angenehmen Leichtigkeit. Was will man mehr ?
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarisches Vergnügen, 1. Juni 2010
Von 
Uwe-Jens Has (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was ist der Unterschied zwischen Churchill, Adenauer, Kennedy,
Papst Johannes Paul II und Marcel Reich-Ranicki?

Keiner! Denn der wahre Gipfel ist nicht ereicht, wenn man Premier, Präsident,
Papst oder Literaturpapst wird, sondern erst wenn man es auch zu einem
Anekdotenbuch über sich selber gebracht hat, wie alle der oben genannten.

Franz Josef Görtz schreibt im Vorwort: Sein Wortwitz ist scharfzüngig, knapp
und präzise. Meistens aus dem Literarischen Quartett, dem Redaktionsflur
und am Telefon.

Manchmal sind schon die Überschriften komisch: 'Karasek schreibt einen Roman'.
Bei Anekdoten- Witz- und Gedichtbüchern ist es so, dass man nicht alle und alles
auf einmal lesen soll. Und man muss einen Sinn fürs hagiographische haben.

Meine Lieblingsbegebenheit mit Reich-Ranicki ist nicht drin:

Ein Fernsehteam hat eine Homestory in seiner Wohnung gedreht, jetzt sitzt der
Kameramann hinten in Reich-Ranickis Mercedes und filmt, wie der in die Redaktion
fährt, an dem großen Lenkrad herumkurbelt und an einer vorfahrtberechtigten Straße
warten muß. Da aber bremst ein Auto und läßt ihn einbiegen.
Ranicki tut dies mit den Worten:

Aha, ein freundlicher Mensch. Das kann kein Literat sein.

Sein Lieblingsdiktum im Kopf, mit dem er ihm vorgelegte Texte zu begrüßen pflegte:
'Das ist zu lang, mein Lieber' schließe ich sofort. Viel Vergnügen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Respekt, 12. August 2010
zolle ich der außergewöhnlichen Persönlichkeit Marcel Reich-Ranicki, wie es hierzulande nicht mehr viele gibt. Aus Anlass seines Geburtstages erwarb ich das Buch und erhielt vergnügliche Anekdoten aus einem Kritikerleben, was von Reibung und Außenseiterstellung inspiriert wurde. Die Auswahl der Anekdoten gleicht einer Zeitreise und weckt manche Erinnerung. Besonders gefallen hat mir, dass alles kurz und bündig auf den Punkt gebracht wurde. Allerdings wiederholt sich manches und am Ende konnte ich den einen oder anderen Ausgang der Geschichte schon vorhersagen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anekdoten zu MRR, 18. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: »Fabelhaft! Aber falsch!«: Marcel Reich-Ranicki in Anekdoten (Kindle Edition)
Die Geschichten sind in Teilen recht amüsant. Einige allerdings nur eine Auflistung von Geschehnissen, die mir kein Lächeln abgerungen haben. Das können andere Leser natürlich anders sehen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 25. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: »Fabelhaft! Aber falsch!«: Marcel Reich-Ranicki in Anekdoten (Kindle Edition)
Ganz toll, mit Wortwitz und und einem tollen Gefühl dafür eine Biografie auf eine Art und Weise zu gestallten das es nie langweilig ist und auf jedennfall bewegend und interessant zu Lesen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: »Fabelhaft! Aber falsch!«: Marcel Reich-Ranicki in Anekdoten (Kindle Edition)
Irgendwie sagte mir die Gestik, Mimik und die Sprache von Marcel Reich-Ranicki sehr zu. Deshalb habe ich auch beim Lesen diese Attribute reingelegt und fand es ganz unterhaltsam.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen muss man lieben, 31. Dezember 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer die deutsche Sprache und Literatur liebt muss Marcel Reich-Ranicki und besonders dieses Buch lesen. Es ist sehr unterhaltsam geschrieben.
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