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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein guter Beitrag zur Verständigung zwischen den Kulturen, 17. August 2010
Ein Buch wie dieses sollte jeder einmal gelesen haben.
Es fehlt in der Gesellschaft an dem nötigen Verständniss
für andere Kulturen und Religionen.
Eine differenzierte und komplexe Betrachtung ist nur mit dem
nötigen Wissen möglich.
Im Buch werden viele interessante Einblicke in die Lebenswelt
der jungen Muslime aufgeführt.
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6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informierte Sozialstudie, 5. Juni 2010
Julia Gerlach legt hier eine feinsinnige und wohlinformierte Sozialstudie vor, die wohl zur Pflichtlektüre für jeden, der dieses Thema vertiefen möchte, avancieren könnte.

In klarer, abwechslungsreicher Sprache beschreibt sie die schwierige Situation, in der sich unsere muslimische Jugend befindet: hineingeworfen in eine Kultur, die die islamischen tradierten Werte und Normen (welche sie auch meist nur noch aus den Elternhäusern kennen) nicht kennt, nicht versteht, ablehnt oder auch alles zusammen. Gleichzeitig bietet die westliche Welt, bietet Deutschland wenige Ansatzpunkte, um in einen Dialog einzutreten, da trotz aller Integrationsbeteuerungen staatlicherseits Diskriminierung in allen Instanzen vorherrscht: in Vereinen, in der Schule, Ausbildung, Studium - sogar in der Berufsberatung selbst. Zudem erscheinen aus islamischer Perspektive die westlichen Werte oft oberflächlich und bieten keine Orientierung: Die Frau im Westen sei viel respektierter und emanzipiert. Gleichzeitig zieht sie sich "für zwei Euro" in der nächstbesten Shampoo-Werbung aus, verkauft sich also als Sexobjekt. Weder dies, noch die afghanische Burka sei eine vertretbare Strategie, doch was dann? Eine der vielen Fragen, die die muslimische Jugend auf dem Weg der Selbstfindung klären muß.

Zur Zeit wird in den Feuilletons ein Diskurs geführt, der, würde er sich nicht der feinen Sprache der 'Islamkritik' bedienen, als offen rassistischer Diskurs auffallen würde. Dies setzt sich natürlich bis aufs Stammtischniveau fort, in dem die Schreckensbilder messerschwingender Türkenbanden beschworen werden, die nichts als den Koran im Kopf hätten. Dieses Buch kann als Beitrag verstanden werden, durch fundierte Aufklärung gegen derlei Tendenzen vorzugehen.

Julia Gerlach lässt die muslimische Jugend in Deutschland zu Worte kommen und zeigt so, eingebettet in kenntnisreiche Analysen, die Mißverständnisse und Spannungen auf, die zwischen abend- und morgenländischer Kultur herrschen. Dabei verschießt sie aber die Augen nicht und benennt auch deutlich die Probleme: z.B. den Machismo, oder Sprachbarrieren und die manchmal mangelnde Motivation, diese zu lösen, etc. Alles in allem also eine faire, ausgewogene und hervorragend zu lesende Darstellung der Sache.

Wer dieses Buch liest, dem ist Erkenntnisgewinn garantiert. Wer dann immer noch lieber deutschtümelnde Stammtischparolen von sich gibt, der hat entweder nichts verstanden, oder, wohl eher, will einfach nicht verstehen. Was man nicht verstehen will, wird man auch nie verstehen und überall nur finden, was man sucht und die eigenen Vorurteile bestätigt.
Allen aber, die einen IQ über Zimmertemperatur haben, ist, wie gesagt, Erkenntnis und eine neue Sicht auf die Dinge garantiert.
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