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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Sound passt!!!
Marillion Alben, vor allem mit Herrn Hogarth als Sänger, haben von mir jedesmal abverlangt, mich in das Album hineinzuhören. Das mag ich eigentlich gar nicht so gern. Aber wenn der Zugang geglückt ist, habe ich meine Freude an diesen Alben. Auch mit dem letzten Studioalbum, "Sound That Can't Be Made", erging es mir so. Gaza das erste Stück des Album...
Vor 17 Monaten von Bernd Floyd veröffentlicht

versus
12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts wirklich Neues - aber wenigstens gut verpackt ...
Marillon höre ich schon seit Fish-Zeiten ... und fast jedes Album hat mich begeistert, da es in jedem Werk bisher immer etwas Unkonventionelles, Neues mit vielen Ecken, Kanten und Überraschungen gab. Das ist hier leider nicht mehr so: der Wiedererkennungswert ist zweifellos sehr hoch - leider aber auch der "Wieder-Vorhersagewert": alles irgendwie schon einmal,...
Vor 23 Monaten von Halsband veröffentlicht


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Sound passt!!!, 24. März 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Marillion Alben, vor allem mit Herrn Hogarth als Sänger, haben von mir jedesmal abverlangt, mich in das Album hineinzuhören. Das mag ich eigentlich gar nicht so gern. Aber wenn der Zugang geglückt ist, habe ich meine Freude an diesen Alben. Auch mit dem letzten Studioalbum, "Sound That Can't Be Made", erging es mir so. Gaza das erste Stück des Album ist einfach richtig begnadet. In dem 17:31 Min. langen Stück kommt es musikalisch immer wieder zu Stimmungswechseln. Von orientalischen, balladenähnlichen Momenten, bis hin zu einem psychodelischen Part wird hier einiges geboten. Abwechslungsreicher kann ein Song kaum sein. Das letzte Stück des Albums "The Sky Above The Rain" ist mit 10:35 Min. ein traumhaft schöner und entspannter Song. Zwischen Lied 1 und 8 gibt es aber immer noch reichlich zu hören und zu entdecken. So will ich hier noch auf das Titelstück ("Sounds That Can't Be Made") der CD aufmerksam machen. Es ist kraftprotzend und musikalisch strotzt es nur vor Selbstbewusstsein. "Montréal" wirkte beim ersten Hören auf mich langatmig, ja gar langweilig. Aber auch diesem Song habe ich weitere Chancen gegeben und nun höre ich ihn richtig gerne.
An anderer Stelle der Rezensionen wird die Stimme des Herrn Hogarth kritisiert. Ich kann diese Abneigung nachvollziehen und verstehen, da es mir bei seinem Einstieg bei Marillion ebenso erging. Diese Stimme mag einigen nicht ins Ohr gehen oder nur schwer zugänglich sein, aber ich empfinde sie mittlerweile außergewöhnlich und absolut passend zu der hervorragenden Musik der Band. Mir gefällt "Sounds That Can't Be Made" richtig gut und gehört für mich zu den besseren Album von Marillion. Deshalb schließe ich mich gerne den Rezensenten, die hier 5 Sterne abgaben, an.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eindrücke, 14. September 2012
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Es war ja gut miterlebbar über die letzten Jahre, dass es wohl einen kleinen kreativen Burnout gab. Zwar wurden unendlich viele Konzerte gegeben, inklusive einiger bemerkenswerter Livemitschnitte (falls noch nicht bekannt, unbedingt mal bei Marillion.com reinschauen, ‚Tumbling down the years‘ und ‚Size Matters‘ absolut genial), aber die Band hat sehr deutlich mitgeteilt, dass es mit neuen Songs etwas schleppend voran ging und dass man nur ins Studio gehen würden, wenn sich absolut sicher sei. Sommer, Herbst letzten Jahres kam dann die Entwarnung und jetzt ist das Oeuvre da. Eigentlich noch etwas zu früh für eine Bewertung, aber ich möchte trotzdem meine ersten Eindrücke teilen.

GAZA hat zu Beginn einen leichten fernöstlichen Einschlag im Rhythmus, ist dann aber vor allen hard-rockig. Marillion goes Led Zep war mein erster Gedanke. Sehr untypische Gitarren, und dadurch sehr spannend. Der gesamte Song ist mit seinen 17 Minuten natürlich wahrhaft Proggy, mit vielen breaks und Tempowechseln. Der Mittelteil mit Steve zerbrechlichen Gesang und einem kurzen sehr Ambiente-mässigen Abschnitt gibt kurz Zeit zum Durchatmen, bevor es wieder abgeht. Mit einem traumhaften mehrminütigen Solo am Ende, das den Song von Led Zep dann doch wieder Richtung Pink … äh Marillion dreht. Was für ein Albumopener!

SOUNDS THAT CAN’T BE MADE ist ein „leichteres“ Stück, das fast schon poppig mit seinen 80er Jahren Keyboards, die die Stimme in den Verses tragen, beginnt. Ab dem Mittelteil mit seinem schönen Keyboard Solo und dem direkt anschließenden Gitarrensolo wird der Song dann etwas aufregendes und steigert sich.

POUR MY LOVE beginnt auch wieder etwas langsamer, über einem schönen E-Piano entwickelt sich ein reizendes Liebeslied, eine kleine musikalische Kontemplation nicht über die pulsierenden hektischen Romanzen der Jugendjahre, sondern über gesetztere, aber trotzdem nicht weniger schöner Gefühle in den na ja, mittleren Lebensjahren. Alles in allem ein sehr simpler und guter Song, mit klassischen Aufbau eines Popsongs. Auch wieder unerwartet, zumindest für mich.

Bestimmendes Instrument im ersten Teil vom nächsten Song POWER ist der Bass. Mit dem Refrain setzen die Gitarren ein, eine sehr schöne Melodie. Der Song hat eine sehr starke Dynamik, scheint gegen Ende immer mehr zu explodieren. Der Song ist ja quasi die Single des Albums, wurde von der Band schon vor ein paar Wochen als Teaser veröffentlicht. Er ist der stärkste der „kürzeren“ Songs.

MONTREAL ist wohl so ein Stück Psychotherapie für vor allen Steve H., die Texte sind angeblich hauptsächlich direkt aus seinem Tagebuch. Musikalisch steigert sich der langsam beginnende Song über alle seine Bestandteile, er erinnert ein wenig an „This Strange Engine“. Sowohl in der reduzierten Instrumentierung als auch in der Melodie.

INVISIBLE INK ist wieder einer der gut funktionierenden kürzeren Songs, der gegen Ende aber richtig schön nach vorne springt.

LUCKY MAN kommt mir irgendwie bekannt vor, also nicht nur vertraut, sondern bekannt. Ich komme aber gerade nicht drauf, an welchen Song er mich erinnert. Nach einem langsameren Anfang gibt es ein aufregendes Finale mit einem schönen Gitarrensolo. Wenn da nur nicht zu sehr das Gefühl des Bekannten bliebe. Wer hilft mir auf die Sprünge?

THE SKY ABOVE THE RAIN beendet das Album wie es begann, nämlich unerwartet. Während aber GAZA hart und an manchen Stellen schon fast aggressiv war, geht dieses Song musikalisch und textlich genau in die andere Richtung. Lieblich, zuckersüß, kitschig wie sich das Marillion bis dato auch noch nicht so recht getraut haben. Natürlich mit der gewohnten Hogarth’scher Dramatik, da muss man sich glaube ich auch erst etwas reinhören, aber auch das wird wahrscheinlich schnell gelingen.

Man merkt dem Album die Detailverliebtheit und Mühe an, das in es geflossen ist. Marillion erfinden sich natürlich nicht neu, verbiegen sich aber auch nicht mal neue Wege zu gehen (bspw. In GAZA). Und verbiegen sich auch nicht, manchmal den Weg des Simplen (bspw. Sehr gut gelungen in POUR MY LOVE) zu gehen. In dieser Tendenz ähnelt das aktuelle Album an manchen Stellen dem 90er Album „This Strange Engine“. Wie oben schon gesagt, eigentlich zu früh für eine Bewertung, aber mir gefällt es nach den ersten Hördurchgängen sehr. Wenn sich das in den nächsten Wochen ändern sollte, bin ich gerne bereit noch einen Punkt abzuziehen ….
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Album, aber mit Anlaufzeit!, 16. September 2012
Von 
RJ + YDJ (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Meine musikalische Beziehung zu den britischen Progressive Rock Pionieren Marillion ist durchaus wechselhaft. Es gibt Alben, welche ich einfach immer wieder hören muss, wie z.B. Misplaced Childhood, Script For A Jesters Tear, Brave oder Marbles. Allerdings gibt es auch die Longplayer, welche sich mir nach Jahren immer noch nicht erschlossen haben. Anoraknophobia und Marillion.com. Dementsprechend gespannt war ich auf das neue Album Sounds That Can’t Be Made.

Um es vorweg zu nehmen Sounds That Can’t Be Made benötigt ein wenig Zeit bis es sich in den Gehörgängen festsetzt. Dies liegt hauptsächlich am sperrigen Song “Gaza“ welcher das Album eröffnet. “Gaza“ ist für Marillion Verhältnisse sehr hart und überaus progressiv ausgefallen. Es gibt viele musikalischen Themen welche sich permanent abwechseln. Das Ganze streckt sich über 17 Minuten und ist vielleicht etwas zu lang geworden.

Der Titelsong ist ein wenig eingängiger und wird besonders durch die Keyboards von Mark Kelly und Sänger Steve Hogarth geprägt. Insbesondere Steve Hogarth kann auf dem kompletten Album überzeugen und liefert einige sehr schöne Gesangsmelodien ab. Der Refrain der Ballade “Pour My Love“ ist grosses Ohrenkino. Auch “Power“ kann überzeugen, das Wechselspiel zwischen ruhigen Strophen und kraftvollem Refrain funktioniert prächtig!

“Montreal“ ist der zweite überlange Song von Sounds That Can’t Be Made, der Songaufbau ist sehr komplex, allerdings schaffen es Marillion den Song so zu gestalten, dass er sehr eingängig wird.

Sounds That Can’t Be Made in ein tolles Album geworden, allerdings sollte man dem Album Gelegenheit bieten sich zu entfalten.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach mehr als 30 Jahren immer noch auf dem Weg nach oben ..., 15. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
... auf der nach oben offenen ProgRock Skala.

Na gut, nicht alle Songs, und somit eben auch nicht das ganze album, haben den anspruch ein progrock monster zu sein wie der opener "gaza", der mal eben quasi alles in den schatten stellt, was so an modernen prog in den letzten jahren vom wettbewerb gebaut wurde.

aber selten bis nie klang die band so aggressiv und heavy, frisch, modern und verspielt, wie auf diesem track.

beim ersten hören fiel der rest dann auch, ob der erwartungshaltung, etwas ab. aber wenn man sich davon frei macht, kommen noch ganz andere perlen zum vorschein, und die sind nicht minder interessant, auch wenn etwas mehr bumms wie in gaza hier und da vielleicht nicht geschadet hätte, oder auch ein track mit einer höheren schlagzahl.

trotzdem sind alle songs für sich gelungen und zeigen nur wenig repitives zum eigenen schaffen, sprich: es macht einfach spass jeden song zu entdecken, es stecken viele gute ideen, sounds, hooklines und lyrics in den 8 tracks. füller gibt es nicht ["marbles", 2004], überlanges rumgefrickel gibt es nicht ["anoraknophobia", 2001], und am ende hat man einen leichten roten faden wie bei "afraid of sunlight" [2005], aber kein erzwungenes konzept wie bei HITR 1 [2008].

ich bin einfach begeistert und glücklich, diese band seit mehr als 20 jahren zu lieben. dieses album kann man bedenkenlos jedem ungläubigen als beweis in die hand drücken.

anspieltips: GAZA, Sounds that cant be made, Power
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine richtig starke Platte!, 23. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Nachdem die beiden Marbles-Nachfolger "Somewhere Else" und "Happiness Is The Road" ("Less Is More" zähle ich nicht dazu) nur teilweise gelungen waren, kommen Marillion nun mit einem sehr starken Album zurück. Freunde hochdramatischer Rockmusik, ob sie nun zur "Gemeinde" der Marillion-Fans zählen oder nicht, kommen hier voll auf ihre Kosten. Den Eindruck vieler anderer Rezensenten, dass man dieser Platte durchaus Zeit geben muss, kann ich bestätigen; die Erfahrung lehrt aber, dass Alben, in die man sich einhören musste, häufig auch ein Begleiter für längere Lebensphasen bleiben. Dieses Album zählt für mich schon jetzt zu den Alben des Jahres 2012, und zwar nicht nur aus Sicht eines Marillion-Fans, denen häufig nachgesagt wird, dass sie in ihrem eigenen Kosmos leben und daher die Band eher nicht objektiv betrachten.

Es macht keinen Sinn, "Sounds That Can't Be Made" mit anderen Marillion-Alben zu vergleichen. Obwohl man jedem einzelnen Song anhört, dass er von Marillion ist, hat es die Band dennoch geschafft, auf ihrem 17. Album so viele neue Elemente zu integrieren, dass man tatsächlich häufig überrascht wird. Das gilt insbesondere für den starken Opener "Gaza", der durch seine orientalisch angehauchten, gleichzeitig aber sehr harten ersten Minuten eine besondere Atmosphäre schafft. So etwas gab es von Marillion bisher nicht. Denkt selbst der geneigte Hörer bei den ersten Hördurchgängen, dass die einzelnen Teile von "Gaza" eher künstlich, und nicht organisch-fließend, zusammengesetzt worden sind, macht der Song nach einiger Zeit auch als Gesamtheit Sinn.

"Gaza" ist nicht umsonst an den Anfang der Platte gesetzt worden. Er ist ein früher Höhepunkt und gleichzeitig als Einstieg gut geeignet. Weitere Songs der Platte, obwohl sie zunächst etwas "typischer" für Marillion klingen, sind aber nicht minder gelungen: Beispielsweise ist "Pour My Love" eine Ballade, wie sie Marillion noch nicht häufig hinbekommen haben (vielleicht bei "No One Can" und "Beautiful"), nämlich mit einer ansprechenden Melodie, ohne zu langen Übergangspassagen, mit guter Instrumentierung und doch einer träumerischen Atmosphäre. "Invisible Ink" hat einen etwas langweiligen Anfang, entwickelt sich dann aber zu einem sehr interessanten Track mit einer Refrainmelodie, die lange im Kopf herumspukt. "Lucky Man" scheint ein typischer Marillion-Song zu sein, mit auf den ersten Blick bekannten Elementen; allerdings ist dieser Song in jedem Teil gelungen, melodiös, gute Gitarrenparts, ein gelungener Refrain, mitreißend, dramatisch, mit guten zwingenden Übergängen, die sich anhören, als ob es nicht anders als genau so ginge. "Sounds That Can't Be Made" und "Power" sind sehr ordentlich und passen gut in den Kontext. "Montreal" ist insgesamt ein wenig beliebig, wobei vor allem die Einzelelemente nicht so gut zusammenpassen. "The Sky Above The Rain" ist dann wieder ein gelungener Abschluss, wobei hier sicherlich eine Kürzung nicht schlecht gewesen wäre. Dennoch bildet ein sehr dramatischer Song mit einfühlsamer Melodie den schönen Abschluss einer sehr guten Platte.

Insgesamt kann nicht häufig genug wiederholt werden, dass Marillion eine Band bleibt, die es verdient hätte, von mehr Menschen gehört zu werden. Würden Songs wie "Gaza" oder "Pour My Love" von Bands wie Coldplay gespielt, wären sie wesentlich bekannter. Marillion ist insgesamt wohltuend sperriger, hat aber in dem einen oder anderen Stück durchaus Massenappeal ("Pour My Love", "Lucky Man"). Mit "Sounds That Can't Be Made" biedern sich Marillion dem Publikumsgeschmack nicht an, sie bleiben ihrem Stil treu, allerdings bietet die Platte durchaus Stücke, die für ein breiteres Publikum geeignet sind, ohne es zu unterfordern. Öffentliche und private Radiostationen sowie die Musikpresse, die Marillion zu Unrecht ignorieren (wie der Rolling Stone), bleiben aufgefordert, den Output dieser Band objektiv zu beurteilen, und nicht immer nach der "Relevanz" einer Band zu fragen, womit nur dürftig das Hinterherlaufen nach dem neuesten "Hype" kaschiert wird. Wenn Marillion weiter solche Musik machen, bleiben sie immer relevant.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kantiges, aber sehr schönes Album -, 20. Oktober 2012
Von 
Frank Billik "frankbillik" (Münster / Westf.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Der Titel sagt es schon: Sounds that can't be made: Innerhalb der Stücke sind immer wieder starke Wendungen enthalten. Hat man sich gerade auf einen ruhigeren Part eingestellt folgen kantige und lebhafte Passagen. Eigentlich eine ungeeignete Form der Songstruktur. Dennoch schaffen es Marillion hieraus ihre Stärken zu ziehen. Mit dieser Songstruktur wird natürlich keine "Wohlfühlatmosphäre" geschaffen, doch sie erzeugt einen tollen Spannungsbogen. Die Songs zeigen, daß die Band sich nach einem nach meiner Meinung etwas schwächeren Studioalbum (Happiness is the road) tatsächlich nochmal weiterentwickelt haben. Das ist nicht selbstverständlich, sind doch viele Bands in diesem Alter nur noch mit ihren älteren Songs aus vergangenen Tagen unterwegs. Marillion jedoch haben mit diesem Werk gezeigt, daß es auch anders geht. "Sounds that can't be made" ist ein Album von sehr guter Qualität geworden. Es erreicht nicht ganz die Qualität der "Marillion Super Alben" der Steve Hogarth Ära (Brave, Marbles), doch liegt mit diesen Alben auch die Messlatte sehr sehr hoch. Anspieltipps möchte ich nicht geben, die Songs sind allesamt hörenswert. Kauftipp für alle, die sich auf ein sehr gut gemachtes Rock Album mit ausgeprägten progressiven Anleihen einlassen können.
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts wirklich Neues - aber wenigstens gut verpackt ..., 26. September 2012
Von 
Halsband "Dirk" (Trier) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Marillon höre ich schon seit Fish-Zeiten ... und fast jedes Album hat mich begeistert, da es in jedem Werk bisher immer etwas Unkonventionelles, Neues mit vielen Ecken, Kanten und Überraschungen gab. Das ist hier leider nicht mehr so: der Wiedererkennungswert ist zweifellos sehr hoch - leider aber auch der "Wieder-Vorhersagewert": alles irgendwie schon einmal, zweimal oder öfter gehört. V.a. die "Strange Engine" lässt grüßen. Das Album ist besser abgemischt und perfekter aufgenommen als die meisten Voränger. Aber ein "Wow-Effekt" mag sich bei mir nicht einstellen. Und - auch wenn jetzt ein Sturm der Entrüstung losbricht: Das Hr. Hogarth nicht wirklich singen kann ist ja nicht so schlimm (das können viele hochdekorierte Stars auch nicht ... Cohen, Springsteen, Knopfler usw.) - aber in diesem Album steht mir diese doch sehr gequälte und permanent von Brust- zu Kopf- bzw. wechselnde Falsett-Stimme viel zu sehr im Vordergrund ... sorry: sie nervt einfach und zerstört manches wohl komponierte Lied und mein "Wohlempfinden". Montreal, Invisible Ink und The Sky Above The Rain sind für mich noch die stärksten Lieder. Der Rest ... naja und "Lucky Man" ist extrem schwach und einfallslos.

Paradoxer Weise hat mich gerade das zuckersüsse letzte Lied (The sky above ...) sehr positiv überrascht: eine solche harmonische Gesamtkonstruktion in dieser Perfektion hatte ich den Jungs am Ende nicht mehr zugetraut - bereits die ersten Klaviertöne fesseln. Und hier stimmt auch die gemäßigte Präsenz des Lead-Singer - es geht also schon auch richtig gut. Ansonsten bleibt leider etwas ratlose Langeweile, die sich auch nach mehrmaligen Hören nicht legt.

Dieses Werk gehört natürlich trotzdem in das Regal eines jeden Marillion-Fans - aber jedem anderen Musikfreund empfehle ich, erst einmal gut und etwas länger in dieses Album hinein zu hören. Denn Mr. Hogarth macht es dem geneigten Hörer nicht gerade leicht.
Dirk
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10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Bereicherung in meinem CD-Schrank, 22. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Die Bewertung für dieses Album ist für mich nicht ganz einfach. Man sollten nicht den Fehler machen, immer den Vergleich mit den überragenden Alben "Seasons End", "Brave" oder "Marbles" (Deluxe Version) anzustreben. Diesen Vergleich muss "Sounds that can't be made" zwangsläufig verlieren. Man sollte von einer Band meines Erachtens nicht erwarten, dass jedes neue Album immer das beste ist, denn dann müssten die meisten Künstler ihre Karriere nach dem ersten Album beenden. Ein Vergleich mit den genialen Album aus der Fish-Phase ist ebenfalls nicht angebracht, denn das ist in meinen Augen eine andere Art von Musik. Ich würde dieses Album musikalisch am ehesten mit "Afraid of Sunlight", "This Strange Engine" oder "Somewhere Else" vergleichen. Und in diesem Vergleich schneidet dieses Album wirklich gut ab. Daher hat es dieses Album meines erachtens verdient, veröffentlicht und gekauft zu werden.

Bei einem Vergleich mit dem Mist, der einem heutzutage so um die Ohren fliegt, hätte dieses Album glatte 5 Sterne verdient. Mit den Ideen, die in einem Marillion Album stecken, würden die meisten anderen Künster mindestens 10 Albem veröffentlichen. Leider muss sich Marillion aber den Vergleich mit sich selbst gefallen lassen, und daher kann ich leider nur 4 Sterne geben, weil das Album meines Erachtens nicht innovativ genug ist. Ich habe zumindest den Eindruck, viele Elemente in den Songs schön einmal auf früheren Marillion Alben gehört zu haben. An dieser Einschätzung kann auch der Song "Gaza" nichts ändern, der in meinen Augen von den meisten Rezensoren überschätzt wird. Für mich hat der Song zu viele Längen und hätte gut 3-4 Minuten kürzer sein können. Dann wäre es ein echter Knaller. So hält "Gaza" einen Vergleich mit z. B. "This Strange Engine" oder "Ocean Cloud" leider nicht stand.

Fazit: Wer einfach nur richtig gute Musik hören möchte, sollte sich dieses Album in jedem Fall zulegen. Wer den Vergleich mit früheren Überwerken von Marillion sucht, sollte lieber gleich die alten Scheiben auflegen. Ich bin jedenfalls froh, dass heutzutage noch so geniale Musik produziert wird und freue mich daher, dass dieses Album meine Musiksammlung bereichert.
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12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Marillions reifestes Werk, 14. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Dieses Album überzeugt auf voller länge. War bei dem Vorgänger noch viel der Einfluss der ausgiebigen Jams zum komponieren zu hören, pränsentiert Marillion hier klare Songstrukturen von unglaublicher Tiefe. Stücke wie das wunderbare "Sky above the rain" oder auch "Gaza" werden sicher schnell zu Marillion Klassikern werden. Am ehesten würde ich dieses Album mit "Marbles" (1 CD Version) plus Bonus Track Ocean Cloud vergleichen. Tolle CD und sicher im Bereich des Progressive Rock ein heisser Anwärter auf die CD des Jahres!!!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz grosses Kino!, 8. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sounds That Can't Be Made (Audio CD)
Seit langem das Beste von Marillion. Bewundernswert was da aus den Boxen schallt. Wer Fish hören will soll sich dessen Soloalben kaufen. Ich kann weder an der Stimme noch an den Texten (Gaza ist ja wohl top) von Hogarth etwas aussetzen, aber Geschmäcker sind ja verschieden. Auch brauchte es kein 100maliges hören um Zugang zu den Songs zu finden (Auf jedenfall besser 10mal die CD am Tag als den Radio Rotation Müll jeden Tag). Dafür entdeckt man immer noch Neues und hört sich nicht nach 4 Durchläufen satt. Schöne Keyboardsounds, tolle Gitarrensoli,guter Gesamtsound und insgesamt eine Platte/CD die keinen musik. Aussetzer hat. "Lucky Man" kann ich mir als letzten Song vom Konzert gut vorstellen-insgesamt macht die Scheibe Lust auf Live!
Meine aktuellen Lieblinge: Gaza, Montreal, The Sky Above The Rain
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