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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen um's große Ganze
Wenn man dieser Tage in der Presse über die geplante Stromtrasse von Schleswig-Holstein nach Bayern liest, könnte man beinahe annehmen, die politisch Verantwortlichen hätten Dirk Müllers Buch gelesen. Denn eines der eindrucksvollsten Kapitel von „Showdown“, einem allerdings etwas martialischen Titel, befasst sich in der Tat mit der...
Vor 6 Monaten von helmut seeger veröffentlicht

versus
81 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hier stößt Müller an seine Grenzen !
Eines vorab: Auf der Amazon-Seite hier heißt es in der Kurzbeschreibung, dass das Buch „Hinweise gibt, wie man sein Geld, seine Altersvorsorge, seine Anlagen bestmöglich durch die sich zu einem dramatischen Höhepunkt hinaufschraubende Krise bringen kann.“ – Wer sich darauf verlässt, wird enttäuscht sein. Denn Dirk Müller...
Vor 16 Monaten von Jürgen veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen um's große Ganze, 8. Februar 2014
Von 
Wenn man dieser Tage in der Presse über die geplante Stromtrasse von Schleswig-Holstein nach Bayern liest, könnte man beinahe annehmen, die politisch Verantwortlichen hätten Dirk Müllers Buch gelesen. Denn eines der eindrucksvollsten Kapitel von „Showdown“, einem allerdings etwas martialischen Titel, befasst sich in der Tat mit der deutschen und europäischen Energiewende und ihrer unkonventionellen Finanzierung.
Daneben sind natürlich die klassischen Finanzthemen wie Euro- und Schuldenkrise, Griechenland, europäische Einigung, Geldpolitik und einiges andere in Müllers eigenem schnoddrig-flapsigen Stil abgehandelt, der das Buch angenehm zu lesen macht. Bei aller Lockerheit spürt man stets die Mühe, die der Autor in Recherche und Formulierung gesteckt hat. „Showdown“ ist ein Buch, das immer gut informiert klingt und eine Reihe origineller und vernünftig klingender Ideen präsentiert. Da ist es müßig, Details herausgreifen und dem Autor Mängel nachweisen zu wollen. Hier geht es ums große Ganze.
Insgesamt sind es drei Punkte, die mir an diesem Buch gefallen haben:
1. Der durchweg positive und zukunftsgewandte Ton. Dirk Müller zeigt nicht nur die Perspektiven für die Rettung Griechenlands auf der Basis eigener Öl- und Gasvorkommen auf, er zeigt auch die Perspektiven Europas insgesamt auf. Es geht gar nicht darum, ob jetzt jede hier präsentierte Einzelheit stimmt, es geht um die Vision.
2. Dirk Müller klingt bisweilen wie ein Linker, wenn er die ungerechte Vermögensverteilung in Deutschland anprangert, im Gegensatz zu den „echten“ Linken hat er aber vernünftige und praktikable Vorschläge zu bieten, wie man daran wirklich etwas ändern könnte. Diesen Teil des Buches möchte man den parlamentarischen Möchte-Gern-Umverteilern besonders ans Herz legen.
3. Auch die basisdemokratische und dezentrale Grundorientierung Müllers ist eine lobende Erwähnung wert, sein Gegenentwurf zur europäschen Zentralisierung und Bürokratisierung, die vielen immer wieder sauer aufstoßen. Seine Erwähnung von Abgeordnetenwatch.de und [...] ist ebenfalls dankenswert.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augenöffner mit Ansteckungsgefahr, 7. Februar 2014
Dieses Buch ist ein Augenöffner! Müller beschreibt in unkomplizierter Sprache wie sich seit dem Ende des kalten Krieges die globalen Machtverhältnisse verschoben haben. Er führt die wahren Gründe für die Entstehung des Euro aus und erklärt anhand von anschaulichen Beispielen, wie es zur Finanzkrise kam. Nebenbei liefert er noch einen kurzen Abriss zur griechischen Geschichte oder etwa zur Weimarer Republik, um so Ursachen und Gefahren der derzeitigen Lage Europas zu verdeutlichen. Müller lässt den Leser teilhaben an seinem Wissen über die großen Zusammenhänge von Politik, Wirtschaft und Ressourcen und sein Pioniergeist, mit dem er unkonventionelle Lösungswege aufzeigt, wirkt geradezu ansteckend. Mit einem Exkurs in Sachen Humanismus macht uns Müller klar, warum es sich lohnt für ein Europa der sozialen Marktwirtschaft zu kämpfen. Seit dem Lesen dieses Buches sehe ich z. B. die NSA Affäre oder die Ereignisse in der Ukraine in einem anderen Licht, habe dabei immer eine politische Weltkarte im Kopf und frage mich: Cui bono...
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114 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich einmal ein kluger Plan zur Lösung der Schuldenkrise, 26. April 2013
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Beim Titel dieses Buches denkt man irgendwie an die ultimative Katastrophe, auf die wir zurasen, falls die dilettantischen Euro-Retter nicht irgendwann demnächst zur Besinnung kommen.

Aber darum geht es in diesem Buch überhaupt nicht. Vielmehr unterbreitet Dirk Müller ganz am Ende seines Textes einen sehr intelligenten Plan, um diese drohende Kapitalvernichtungsorgie doch noch zu verhindern. Dazu müssten allerdings visionäre Ideen in Europa umgesetzt werden. Ob das gegenwärtig regierende Personal dazu noch in der Lage ist, mag man angesichts der Vorgänge in Griechenland, Zypern, Italien oder anderswo dann doch etwas bezweifeln.

Aber das ist schließlich kein Hinderungsgrund dennoch einen Plan zu entwerfen. Und dieser Plan geht grob so: Versicherungen suchen händeringend nach Anlagemöglichkeiten, um die den Kunden einstmals versprochenen Renditen zu erwirtschaften. Bislang müssen sie Kundengeld vorrangig in angeblich sichere Staatsanleihen investieren, um es dann möglicherweise bei anstehenden Schuldenschnitten wie in Griechenland zu verlieren. Stattdessen sollten sie nach Müllers Plan diese Kundengelder in noch zu gründende Infrastrukturfonds stecken, für die die Staaten ähnlich wie bei ihren Anleihen garantieren.

Der Unterschied ist gewaltig. Kauft man Staatsanleihen, dann gibt man Politikern Geld in die Hand, das meistens in unproduktiven Ausgaben versandet. Ein Infrastrukturfond würde in Sachanlagen investieren, die danach noch Rendite erwirtschaften. So könnte man beispielsweise der von der Politik in Deutschland denkbar schlecht gemanagten Energiewende endlich einen Schub verleihen. Es würden Arbeitsplätze entstehen und Steuereinnahmen generiert, die dann wieder zum Schuldenabbau genutzt werden sollten, wenn dazu die Regierenden dann endlich einmal fähig wären.

Auch Griechenland und Zypern könnte so in geradezu gigantischem Ausmaß geholfen werden, was den deutschen Steuerzahler von seinen bisher abgegebenen Garantien befreien würde. Denn, so Müller, im Mittelmeer lagern gewaltige Gasvorkommen, die Griechenland und Zypern gehören, aber nicht gefördert werden. An diesen Vorkommen sind auch US-Firmen brennend interessiert. Und aus diesem Grund betreiben sie, so Müller, im Hintergrund den Weg Griechenlands in die Staatspleite mit anschließendem Euro-Austritt. Es ist darüber hinaus kein Geheimniss, dass die USA nicht an einem starken Euro interessiert sind. Ihr Dollar-Privileg steht auf dem Spiel und damit viele ökonomische Vorteile, unter anderem der, dass sie alle Rohstoffe in ihrer Währung bezahlen, die sie beliebig drucken können.

Wenn man diesem Buch etwas vorwerfen kann, dann, dass man beim Lesen nicht so recht weiß, worauf Müller eigentlich am Ende hinaus will. Er schreibt erfrischend und für ein Wirtschaftsbuch fast spannend. Und er besitzt die Fähigkeit scheinbar komplizierte Zusammenhänge für den Normalbürger verständlich zu machen.

Etwa, wenn er erklärt, warum der Euro zu extremen wirtschaftlichen Spannungen innerhalb des Währungsgebietes führen musste. Die künstlich den Euroländern aufgezwungene gemeinsame Währung passt nicht zu den völlig unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen der verschiedenen Staaten. Deshalb erzeugt sie Waren- und Geldströme, die nicht zur realen ökonomischen Lage der jeweiligen Länder passen. Müller erklärt das unter anderem an einem allgemein verständlichen Beispiel aus dem Alltagsleben.

In Deutschland, so Müller, bevorteilt der Euro beispielsweise die Exportwirtschaft, weil er für unsere Wirtschaftsleistung zu billig ist. Das genaue Gegenteil passiert mit den südeuropäischen Ländern. Er nimmt andererseits dem deutschen Verbraucher wegen seiner Schwäche die inländische Kaufkraft und macht Aufenthalte in den Südländern für uns viel zu teuer. Obendrein wird den südeuropäischen Superschuldnern nun auch noch ein Wirtschaftsvernichtungsprogramm aufgedrückt, das die Probleme erst richtig zum Kochen bringen wird.

Müller widmet sich darüber hinaus noch all den anderen Mythen, die die offizielle Propaganda um den Euro rankt. Er erklärt auch, warum die Rettungsschirme im Ernstfall nicht funktionieren werden und warum der gepriesene Fiskalpakt das Papier nicht wert ist, auf dem er steht.

Und natürlich befasst sich der Autor auch mit dem EU-Monster und dem Lobbyismus, der uns nicht nur giftige Leuchtmittel und E10 beschert hat, sondern auch drauf und dran ist, die kommunale Wasserversorgung in private Hände zu verscherbeln.

Alles in allem ist Müllers Buch sehr lesenswert, insbesondere, weil es nicht nur bei der Beschreibung des angerichteten Desasters stehenbleibt, sondern vor allem, weil es einen realistischen Ausweg zeigt. Allerdings wird man davon erst am Ende überrascht.

Ob vieles aus diesem Buch bereits in seinen früheren Werken steht, kann ich nicht beurteilen, da ich diese Bücher nicht kenne. Allerdings muss man jedem Buch seine eigene innere Logik zubilligen. Ich hätte es begrüßt, wenn der Autor etwas direkter auf sein eigentliches Anliegen hingearbeitet hätte. Gestört hat es mich jedoch kaum.
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erhellende Lektüre zu totgeschwiegenen Themen, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Natürlich muss Dirk Müller mit diesem Buch auf Kritik stoßen, denn er stellt sich hiermit mutig an eine schwer umkämpfte Front: Es geht um die Deutungshoheit über den Währungskrieg, ein Gebiet, das die wenigsten eingängig verstanden haben.

Ich möchte hier einmal auf zwei Kritikpunkte in anderen Rezensionen eingehen:

- Das Lesezeichen mit Werbung für Dirk Müllers Seite ist wirklich dezent und lässt sich bestens ignorieren. Wer hier gleich Vermutungen anstellt, es gehe nur um "Geldmacherei", wurde von der Kostenloskultur des Internets schon so weit übermannt, dass er seinen Blick dafür, dass Autoren und Contentanbieter auch Essen und Miete bezahlen müssen, verloren hat. Wer darüber meckert, hätte auch auf die Taschenbuchausgabe warten können.

- Stellenweise wird kritisiert, dass Müller in "Verschwörungstheorien abdriftet". Ärgerlich ist nur, dass ein Großteil dieser Theorien sich zunehmen als wahr herausstellen und dass der Einsatz von Logik in Verbindung mit Wissen um die Situation und Geopolitik zeigt: Hier sind große Interessen am Werke. Die von Müller erklärten Theorien sind noch vorsichtig verglichen mit dem, wovor schon seit Jahrzehnten gewarnt wird. Wer heute noch glaubt, die europäische Krise sei eine "natürliche" Krise und eine "wirtschaftliche Notwendigkeit", versteht weder das Fiatgeldsystem der Großbanken noch die geopolitischen Interessen, die schon seit Jahrzehnten das Weltgeschehen beeinflussen und es auch in der europäischen Vergangenheit schon taten. Geschichtsunterricht ist nicht immer nutzlos. Wie viel dezenter soll Müller sich ausdrücken, wenn unser komplettes Wohlergehen auf dem Spiel steht?

Dieses Buch ist alles in allem ein wichtiger Beitrag dazu, das fernseh- und obrigkeitshörige Deutschland aus seinem Schlaf zu rütteln. Auch hier hat das Geldsystem furchtbare Konsequenzen für Millionen von Menschen und auch hier sind die Medien durch wenige Großkonzerne beherrscht, die öffentliche Meinung stellt sich dementsprechend dar. Müllers Vorstoß ist mutig und er legt sich mit Institutionen an, deren Einfluss und Kaltschnäuzigkeit Otto-Normal-Bürger sich nicht vorzustellen vermag. Drohungen und Schwierigkeiten bei der Vermarktung sind nur die Spitze der Probleme, die solche Veröffentlichungen verursachen. Dafür gebührt ihm aus meiner Sicht Respekt.

Es mag Angst machen, wenn man zum ersten Mal begreift, womit man es zu tun hat, aber der einzige Weg zu einem gesunden Optimismus und einer Einstellung, die einen selbst und seine Mitmenschen, letztendlich die Menschheit auf diesem Planeten, nach vorne bringt, ist, Klarheit über die Situation zu gewinnen. Die Zeit, in der man vor allen unangenehmen Wahrheiten davon laufen konnte, indem man sie als "Verschwörungstheorie" abstempelte, ist entweder vorbei, oder das Aufwachen wird um einiges unangenehmer, als es sein müsste.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr spannend geschrieben, besser kann man Wirtschaftspolitik nicht als Krimi darstellen., 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist von einem leidenschaftlichen Börsianer geschrieben worden, der Börse, Wirtschaft und Politik fiebert und celebriert. Dirk Müller präsentiert ein Europäisches Gesamtkonzept, welches sich harmonisch über viele Kapitel verschiedenster Themen hindurchzieht. Er beschreibt die Finanzpolitischen Strukturellen Ungleichgewichte in Europa und verbindet sie zusammen mit Anliegen Geopolitischer Interessen Militärischer Grossmächte, die sich versuchen, in Europa für die Zukunft clever zu positionieren. Insbesondere ist das Kapitel über Griechenland hochspannend, weil es Geheimdienstliche Aktivitäten aufzeigt, in denen es um scheinbar nicht unerhebliche Kohlenwasserstoffvorräte in Griechischen Hohheitsgewässern geht.
Dirk Müller plädiert für Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur, statt schleppener Umverteilung und Aufstapelung von Schulden seitens Staatlicher Geldausgabe. Dabei präsentiert er eine Vielzahl von Argumenten und Analysen, die sein Konzept von Stabilität und Aufschwung auf einem sicheren Grundkonzept stellen. Er verlangt Cleverness im Energiemanagment der Stromkonzerne, Demokratisierung durch Dezentralisierung und Investitionen in Altanative Energien wie Wasserstoff, statt teuren Importen von Rohöl. Im Boom im Regionalen Handwerk und den Ausbau dieser Wasserstoffbasierten Infrastruktur sieht er grosses Potential für Wachstum und Beschäftigung. Einzig seine Hoffnung auf Rückzahlung von aufgestapelten Schulden teile ich nicht, hier wird es meiner Ansicht nach auf absehbare Zeit Wegschnitte von Ansprüchen auf Bonds und Anleihen in sehr grossen Ausmaaß geben.
In der Zeit danach teile ich die Meinung Dirk Müllers von einer grossartigen Zukunft Europas, wenn seine richtig beschriebenen Strukturen Fahrt aufnehmen.

5Punkte für sein Buch, es ist sehr spannend geschrieben und enthält viele hochwertige eigene Gedanken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch das Augen öffnet, 25. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch von Dirk Müller sollte von jedem Europäer gelesen werden. Die Fakten über den Euro, die Europäische Union, und die Chancen, die sie hätte, wenn man zusammenarbeiten würde und die Ressourcen nutze, sind gewaltig. Leider haben die meisten Europäer keine Ahnung, dass wir auch Bodenschätzen sitzen, die Europa von dern USA und Rußland unabhängig machen könnte. Allerdings muss gehandelt werden, denn Griechenland und die Türkei, die auf diesen Bodenschätzen sitzen brauchen Geld. Europa kann dabei diesen Ländern und sich selbst helfen. WEnn jedoch nicht rasch gehandelt wird, sind die anderen Großmächte schneller und die Europäer müssen vielleicht in Zukunft ihr eigenes Öl bzw. Gas von diesen um teires Geld abkaufen. Unbedingt lesen und an viele Menschen - vor allem Entscheidungsträger - verschenken.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ist das ein Sachbuch oder ein Vortragsmanuskript?, 8. Februar 2014
Dirk Müller beschreibt in seinem Buch "Showdown" anschaulich die Ursachen und Folgen der Eurokrise. Er verzichtet dabei weitgehend auf Zahlen und Statistiken. Stattdessen bemüht er häufig Alltagssituationen, um z. B. zu erklären, was Gemeinschaftsschulden sind. Damit erreicht er vor allem Leser, die sich erst "frisch" mit der Eurokrise befassen. Wer bereits die wissenschaftlicheren Bücher zur Eurokrise (Sinn, Sarrazin ...) gelesen hat, findet hier hingegen wenig Neues und ist vielleicht sogar etwas verärgert über die phasenweise doch recht saloppe, "mündliche" Darstellungsweise. Zum Teil liest sich das Buch nämlich wie eine Sammlung von Vortragsmanuskripten. Man hat Müllers Stimme beim Lesen gewissermaßen immer im Ohr. Dazu paßt auch, daß Müller ein paar Sachverhalte "aus dem Gedächtnis" referiert - und das auch offen zugibt. Von einem Sachbuchautor erwarte ich eigentlich eine etwas seriösere Quellenarbeit.

Gut gefällt mir an dem Buch vor allem die geostrategische Analyse. Müller skizziert, welche Interessen die USA in der Eurokrise verfolgen. Auch beschreibt er den IWF als trojanisches Pferd der USA, das sich für eine Krisenpolitik einsetze, welche die Situation in Griechenland nicht löst, aber US-Interessen dient. Interessant auch Müllers Hinweis auf die riesigen Öl- und Gasreserven Griechenlands, welche brachliegen, aber eigentlich von der griechischen Regierung zur Restrukturierung des Landes und zur Schuldentilgung genutzt werden könnten. Auch hier beschreibt Müller, welche Interessen die USA daran haben, daß das gerade nicht geschieht.

Alles in allem ein interessantes Buch - gerade für Einsteiger. Wer sich schon etwas länger mit der Eurokrise befaßt, sollte über die o.g. "Mängel" hinwegsehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessantes Buch, 26. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist eines von denen, welches man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Es beschreibt Vorgänge, welche jeder normale Mensch nicht unbedingt mitbekommt aber wissen sollte. Auch wenn manche von Verschwörungstheorien etc sprechen, sind hier einige Tatsachen beschrieben, welche einen zum nachdenken anregen. Auch geht man nach diesem Buch kritischer mit der Berichtserstattung der Medien um, welche oft vielleicht nicht der ganzen Wahrheit entspricht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das muss man gelesen haben., 10. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dirk Müller bringt Hintergründe, die uns verborgen geblieben sind (z.B. Griechenlandkrise), Einblicke in das Finanzwesen, die Absichten dahinter und was uns vorgekaukelt wurde. Besonders vor der EU-Wahl bietet dieses Buch wertvolle Etscheidungshilfen. Es ist kein EU-raus-Buch, sondern sachlich Euro-kritisch. Aber Vorsicht! Es ist nicht ausgeschlossen, dass man bei der Lektüre einen gewaltigen Zorn auf die Politik bekommt ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beschreibt einfach und anschaulich Zusammenhänge aus europäischer Geschichte, Wirtschaft und Politik, 15. April 2014
Von 
R. Hörmann (Friedrichshafen, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Ich habe das Buch mit sehr grossem Interesse gelesen und wurde nicht enttäuscht.
Als weitgehender Wirtschaftslaie kommt mir die einfache und spannende schreibweise des Autors entgegen.
Vieles habe ich aus grossem Interesse in den letzten Jahren über Krisen, Wirtschaft und Politik gelesen, in Zeitungen, im Internet, Magazinen und Büchern.
Dieses Buch hat mir bisher am Besten gefallen.
Es ist natürlich sehr schwer die beschriebenen Beispiele auf den Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.
Für mich aber klingen die Darstellungen von Dirk Müller plausibel und seine Grundeinstellung zu den politischen und wirtschaftlichen Themen deckt sich weitgehend auch mit der meinen.
Wer hier von 'Verschwörungstheorien' spricht, der sollte einmal ganz genau recherchieren, was tatsächlich in der Politik in den letzten Jahrhunderten alles getan wurde.
Kurzum, das Buch ist spannend, informativ und öffnet vielleicht dem einen oder anderen die Augen über politische und wirtschaftliche Zusammenhänge in Europa.
Deshalb von mir 5 Sterne!
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