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97 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kannibalischer Serienkiller im Schafspelz
Im Vorhinein sei darauf hingewiesen, dass :

a) der Inhalt der Serie hauptsächlich auf die Romanvorlage "Roter Drache" angesiedelt ist. Dennoch können diejenigen unter Ihnen, welche den besagten Roman bzw. Film (noch) nicht kennen, sich die Serie bedenkenlos zu Gemüte führen.
b) ich die UK-Version gesehen habe (nur für den Fall,...
Vor 14 Monaten von Freddy D veröffentlicht

versus
59 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warnung! Uncut??? Gewaltzensur ohne Ende - Mogelpackung!! Einfach nur Betrug...
Habe die Serie erstmals auf verschiedenen Video on Demand Plattformen gesehen und bin begeistert gewesen. Wie freute ich mich, als ich die Blu Ray im Handel in der Hand hielt und auch noch den Vermerk "Die komplette 1.Staffel - uncut" las!

Doch bei erneuter Sichtung merkte ich schnell das uns Deutschen mal wieder die geschnittenen Versionen angedreht...
Vor 11 Monaten von Daniel Schreieder veröffentlicht


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97 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kannibalischer Serienkiller im Schafspelz, 25. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut) (DVD)
Im Vorhinein sei darauf hingewiesen, dass :

a) der Inhalt der Serie hauptsächlich auf die Romanvorlage "Roter Drache" angesiedelt ist. Dennoch können diejenigen unter Ihnen, welche den besagten Roman bzw. Film (noch) nicht kennen, sich die Serie bedenkenlos zu Gemüte führen.
b) ich die UK-Version gesehen habe (nur für den Fall, dass sich jmnd. fragt, wie es sein kann, bereits vor dem Release der Serie eine Rezension zu verfassen)

Psychiater Dr.Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) soll den Serienkiller-Profiler Will Graham (Hugh Dancy) bei seiner Arbeit unterstützen, da sich dieser aufgrund seiner einzigartigen Fähigkeit, sich so stark in die Psyche von Mördern hineinversetzen, dass er deren Verbrechen vor seinem inneren Auge quasi selbst durchlebt, eingesteht, psychisch labil veranlagt zu sein.
Dass Lecter selbst des öfteren mal das Schlachtermesser wetzt, um seinen unkonventionellen kulinarischen Gelüsten zu fröhnen, wissen wir natürlich.
Das FBI weiß das allerdings (noch) nicht.

Ein Grund, weshalb die Serie so gut geworden ist, liegt m.E. daran, dass der Erfinder Bryan Fuller ("Pushing Daisies") Hand in Hand mit dem Autor der Hannibalromane zusammenarbeitet, Thomas Harris.
Desweiteren hat man in Mads Mikkelsen (Casino Royal/Walhalla Rising) einen Schauspieler gefunden, der den Charakter Hannibal Lecter einfach genial verkörpert und somit den Vergleich mit dem "Original" Anthony Hopkins in keinster Weise zu scheuen braucht :-).
Für eine freudige Überraschung sorgte das Auftauchen von Gillian Anderson (Akte X), die eine Kollegin von Dr. Lecter spielt.
Auch Laurence Fishburne (Matrixtrilogie) blüht in seiner Rolle des FBI-Agenten sichtlich auf, aber das ist auch nicht verwunderlich, da er ja auch kein unbeschriebenes Blatt im Schauspielerbusiness ist. Letzteres kann man von der übrigen Darstellerriege nicht gerade behaupten.
Hugh Dancy, Caroline Dhavernas, Hettienne park und Lara Jean Chorostecki kennt indes kaum jemand. Aber das wird sich nach deren guten Leistungen mglw. ändern.

Wir haben es hier mit einem lupenreinen Suspense-Thriller zu tun :
Der Zuschauer weiß, wer Lecter ist und ahnt voraus, was der ermittelnde Graham nicht wissen kann. Man bekommt sogar hautnah mit, wie Lecter "in freier Wildbahn" sein Hobby auslebt. Nichtsdestotrotz tut das der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil.

Fazit :

Die Serienadaption des Stoffes aus "Roter Drache" ist wirklich gelungen.
Einzig und allein die Tatsache, dass die 1.Staffel aus gerade mal 13 Episoden besteht, ist ein Jammer.

5 / 5 (Lafer ! Lichter !! Lecter !!!)
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mads Mikkelsen und Hugh Dancy sind ein absolutes Traumpaar, 14. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut) (DVD)
Ich hab' die Filme geliebt – ich fand Anthony Hopkins als Dr. Hannibal Lecter immer großartig. In seinem Metier kam er mir unschlagbar vor und egal ob "Das Schweigen der Lämmer", "Hannibal" oder "Roter Drache": Das sind für mich alles Klassiker. Ich hab' sie tausendmal gesehen, verschlungen, in mir aufgesogen, kenne sie in- und auswendig. Darum war ich gegenüber der Serie am Anfang auch verdammt skeptisch.

Jetzt kenne ich Bryan Fullers Version inzwischen seit einem Jahr und hab' in diesem Zeitraum kein einziges Mal einen der Filme gesehen – ungewöhnlich für mich. Aber vor wenigen Tagen hab' ich mir mit meiner Liebsten mal wieder "Hannibal" und "Roter Drache" angesehen. Dazu musste ich sie zwar wochenlang überreden, aber letztlich zog (neben etwas Bettelei) die Begründung "Du, als meine Freundin musst Du die einfach kennen. Das sind die GENIALSTEN Filme überhaupt, die mich auch krass geprägt haben." dann doch noch. Da wurde mir dann allerdings erst so richtig bewusst, dass ich Hopkins' Performance zwar weiterhin für großartig befinde, aber irgendetwas plötzlich fehlt. Etwas, von dem ich vor Mads Mikkelsens Interpretation des Charakters noch gar nicht wusste, dass es fehlen kann. Was ich gesehen habe, waren zwei meine Lieblingsfilme, aber was ich empfunden habe, war das seltsame Gefühl, dass dieser Anthony Hopkins doch gar nicht Dr. Lecter sei. Als ich mir danach wieder ein paar Folgen der Serie angesehen habe, kam ich zu dem Entschluss: Hopkins spielt die Figur des kannibalistischen Psychiaters großartig, Mads Mikkelsen hingegen hat sie perfektioniert. Kreuzigt mich für die Aussage, aber: Mikkelsen hat Altmeister Sir Anthony Hopkins für mich in allen Punkten geschlagen. Und zwar nicht zum Ritter.

Spätestens seit der grandiosen zweiten Staffel und dem fulminanten Ende, das das Wort "Cliffhanger" neu definiert und die Wartezeit auf Staffel drei unertragbar macht, hab' ich bei Mikkelsen nicht mehr länger das Gefühl, dass er die Rolle nur spielt. Er lebt sie, trägt sie wie ein zweites Gesicht. Ich bin zutiefst beeindruckt von dieser Performance und fragt man mich heute nach meinem Lieblingsschauspieler, so ist die Antwort längst nicht mehr "Anthony Hopkins" oder "Christian Bale", sondern direkt "Mads Mikkelsen". Der Typ, der mich zwar schon vor Jahren als "Le Chiffre" in "Casino Royal" von seinem hervorragenden Spiel als Bösewicht überzeugen konnte, aber in "Hannibal" einfach mal komplett alles zerstört hat. Die Art, wie er Dr. Lecter verkörpert, ist einzigartig, ist ihm auf den Leib geschneidert. "Hannibal" hat dank ihm und des großartigen Arrangements sowie der Bildgewalt, die Fuller auf die Leinwand projiziert, indes "Breaking Bad" und die ersten sieben Staffeln "Dexter" (mein Unterbewusstsein blendet nach wie vor aus, dass es noch eine achte Staffel gibt, um der schmerzlichen Erinnerung an diesen grotesken Schwachsinn, dem wohl sinnlosesten Charaktertod aller Zeiten und der Transformation eines Serienmörders zum Holzfäller zu entgehen) von den Spitzenplätzen meiner Lieblingsliste abgelöst.

Das alles war für mich lange Zeit unvorstellbar, aber jetzt, nachdem ich ein Jahr lang Zeit hatte, zu resignieren und diese Serie kennenzulernen, mich intensiv mit ihr beschäftigt und jede Folge inzwischen gefühlte hundertmal gesehen habe, kann ich guten Gewissens sagen, dass das auch keine affektive Meinung ist, wie man sie manchmal hat, wenn man gerade nach einem relativ coolen Film aus dem Kino spaziert und denkt: "Das war der beste Film aller Zeiten!", aber einen Monat später dann die viel zu kurze Halbwertszeit bemerkt. Bryan Fuller, Mads Mikkelsen, aber auch Hugh Dancy – den ich bisher frevelhafterweise noch gar nicht erwähnt habe, der mir aber ebenso ans Herz gewachsen ist und Mr. Norton für mich in der Kategorie "Bester Will Graham" bereits in der Pilotepisode wie eine Fliege an die Wand geklatscht hat – geben für mich ein perfektes Team ab. Großartigste Inszensierung, großartigster Filmbösewicht, großartigster Antagonist – wobei natürlich die Frage offen bleibt, wer vom Zuschauer eigentlich als Antagonist wahrgenommen wird, also: ob Hannibal selbst oder Graham. Aber ich für meinen Teil stehe natürlich in den Reihen von Lecters Anhängerschaft.

So. Was bleibt zu sagen? Ich bin verdammt gespannt auf Staffel drei. Die Wartezeit nervt. Aber am meisten bin ich gespannt darauf, wie sich die Serie in ihrem Paralleluniversum entwickelt, wenn sich die Handlungsstränge mit den Filmen langsam beginnen, zu überschneiden, und wir die "Roter Drache"-Geschichte erzählt bekommen. Das soll nämlich in der zweiten Hälfte der dritten Staffel geschehen, wenn der Charakter Francis Dolarhyde alias "Die Zahnfee" eingeführt wird. Wie auch immer: Ich freue mich auf das Frühjahr 2015.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ästhetisch, atmosphärisch, aber auch mit Längen, 1. Mai 2014
Nachdem ich mit Breaking Bad durch war, brauchte ich eine neue Serie, um Abende mit langweiligem TV-Programm zu überbrücken, und bin aufgrund der geradezu euphorischen Kritiken bei Hannibal hängengeblieben. Ich muss dazusagen, dass ich kein ausgeprägter Hannibal Lecter Fan bin, eigentlich hatte ich nur "Das Schweigen der Lämmer" geistig präsent, den Film Hannibal hatte ich vor Jahren mal gesehen, aber wohl irgendwie abgehakt. Aber "Das Schweigen der Lämmer" empfinde ich auf jeden Fall als sehr guten Film und so war dann auch mein Interesse an der Serie Hannibal geweckt. Den einen Film der Trilogie sollte man denke ich auch gesehen haben (bzw. das Buch gelesen), damit klar ist, worauf die Serie letztlich hinauslaufen muss, aber mehr "Vorkenntnisse" sind meines Erachtens nicht notwendig, bzw. teils vielleicht sogar kontraproduktiv, weil man eine andere Erwartungshaltung mitbringt.

Ich habe zwei oder drei Folgen gebraucht, um richtig "warm zu werden" mit der Serie und ihrem Stil. Die Bilder und die Stimmung sind recht düster und kühl gehalten, aber es wurde ganz offensichtlich sehr viel Wert auf Ästhetik gelegt. Man hat schnell das Gefühl, dass ein Großteil des (dem Vernehmen nach niedrigen) Budgets für Gebäudeeinrichtungen und Hannibals immer perfekte Kleidung draufgegangen ist. Durch diese Ästhetik gelingt es auch, dass die teils doch furchtbaren Bilder der Mordfälle, um die es geht, erstaunlich wenig Ekel hervorrufen und irgendwie auch als "künstlerisch" durchgehen.

Mit Mads Mikkelsen als Hannibal Lecter war ich mir im Vorfeld nicht so sicher, weil Sir Anthony Hopkins die Figur in meinen Augen doch extrem geprägt hat, aber ich muss sagen, für die Serie ist Mikkelsen wirklich eine Top-Besetzung. Er verkörpert die Rolle sehr glaubwürdig,und da die Serie ja noch deutlich vor dem Schweigen der Lämmer spielt, empfindet man Mikkelsen auch nicht als massiven Bruch, was Hannibals Aussehen angeht.

Nachdem ich mich mit der Serie dann angefreundet hatte, fand ich sie einige Folgen lang auch sehr gut, aber so um Folge 8 oder 9 herum hat meine Motivation dafür wieder etwas nachgelassen. Irgendwie ist es dann doch "immer das gleiche", und den durchaus interessanten Mordfällen der einzelnen Folgen wird recht wenig Raum gegeben. Wie schonmal jemand schrieb, die Aufklärung erfolgt immer etwas zu schnell und meiner Ansicht nach auch wenig begründet - jemand hat einen Einfall, die Ermittler fahren dahin, und da sitzt der Täter - da hätte man mehr draus machen können.

Das Ende der Staffel hat dann jedoch tatsächlich wieder Lust gemacht, der 2. Staffel auf jeden Fall noch eine Chance zu geben. Wäre nicht die erste Serie, die erst in der 2. Staffel richtig interessant wird, bei Breaking Bad hat mich Staffel 1 auch nicht grad vom Hocker gerissen und die Serie hat sich noch richtig gut entwickelt.

Insgesamt fand ich Hannibal also nett anzusehen, von "genial" oder "beste Serie seit Jahren/Jahrzehnten" ist sie für mich aber (noch) ein gutes Stück entfernt. Auf Staffel 2 bin ich aber trotzdem gespannt und werde sie verfolgen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine absolute Lieblingsserie, 23. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut) (DVD)
Ein Must-Have für Thriller Fans!
Die schauspielerische Leistung ist grandios (Mads Mikkelsen und Laurence Fishburne dürften jedem Filme-Fan ein Begriff sein, aber auch Hugh Dancy (Will Graham) und Caroline Dhavernas (Alana Bloom) machen einen hervorragenden Job!) und die Handlung ist superspannend!!!
Mads Mikkelsen passt wirklich perfekt in die Rolle vom Kannibalen Hannibal Lecter. Er schafft es ohne viel Mimik den Charakter perfekt herüberzubringen, denn Hannibal Lecter ist ein sehr zurückhaltender Mensch, was seine Emotionen nach außen hin angeht.
Laurence Fishburne ist einfach klasse wie immer und auch Hugh Dancy passt perfekt in die Rolle des introvertierten, fast autistischen Super-Ermittler.
Die musikalische Untermalung gefällt mir auch sehr gut. Immer wieder tauchen einzelne kurze Geräusche von verschiedenen Instrumenten auf um die Spannung zu erhöhen und die Stimmung von grotesker Gewalt, über der der Geist eines absoluten Psychopathen schwebt, einzufangen.
Das lustigste (da absolute makaber) und beste an der Serie ist aber immernoch das Essen.
Wie ja bereits wahrscheinlich alle wissen ist der Killer Hannibal Lecter auch gleichzeitig Kannibale. Sprich er verspeist seine Opfer, bzw. die besten Teile von ihnen. Nun ist Kannibalismus ja ansich total abstoßend, doch man kommt nicht umhin, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft wenn man die Gerichte in Hannibal sieht, zumal man ja weiß, dass das Fleisch in Wirklichkeit tierischer Natur ist. Die Macher von Hannibal müssen da tatsächlich absolute Profiköche einsetzen, denn ich habe noch nie so schmackhaft und edel aussehendes Essen gesehen...und ich war schon in vielen sehr guten Restaurants. Das ist so makaber, dass ich jedes mal wenn ich Hannibal sehe, und er kocht, laut lachen muss und nur den Kopf schüttle. Auch ist Hannibal so geschickt im Manipulieren und Mads Mikkelsen bringt das so gut rüber, dass ich schon des öfteren laut lachen musste, einfach darüber wie gut die Serie ist!
Alles in allem eine absolut sehenswerte Serie, auch für nicht absolute Thriller-Fans würde ich meinen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eat the rude...., 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut) (DVD)
Die Serie „Hannibal“ ist in der Tat besonders. Ich bin eher durch Zufall darauf gestoßen, weil ich die Schauspieler Mads Mikkelsen und Laurence Fishburne sehr gerne sehe. Hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich mir die DVD schon viel früher zugelegt.
Aber was ist es, was „Hannibal“ so von anderen Serien abhebt?
Vielen wird da als erstes der hohe Grad an Brutalität einfallen. „Hannibal“ ist nichts für schwache Nerven, so viel steht fest. Ich persönlich bin normalerweise kein großer Fan der sogenannten „Gore-Strategie“, aber bei „Hannibal“ hat es mich nicht gestört. Das liegt vor allem an der allgemeinen Optik der Serie. Die Farben, die ungewöhnlichen Kamerawinkel und die Verwendung von Zeitlupe und –raffer machen „Hannibal“ zu einem optischen Augenschmaus. Es ist grotesk, aber irgendwie auch faszinierend.
Natürlich sind die Morde und deren Inszenierung nicht sehr realistisch und ich kann die Kritiker verstehen, die aus der Serie eine Abstumpfung der Menschen in Bezug auf Gewalt und Grausamkeit ableiten. Die Serie ist nicht umsonst ab 18. Allerdings muss man dazu sagen, dass der hohe Gewaltgrad auch mit der Vorlage zusammenhängt. Die Morde, die Thomas Harris in „Das Schweigen der Lämmer“, „Roter Drache“ und „Hannibal“ beschrieb, sind ebenfalls sehr ungewöhnlich und grausam. Das mag dem ein oder anderen ein Gefühl von Voyeurismus vermitteln, aber im Grunde ist eben diese besondere Inszenierung der Verbrechen ein Faktor, der das ganze so interessant macht. Hannibal ist nun mal kein Mörder wie jeder andere, er ist ein Kannibale und ein gebildeter noch dazu.
Dies bringt mich zur schauspielerischen Leistung von Mads Mikkelsen, die in meinen Augen genial ist. Er versucht niemals Hopkins zu imitieren, sondern liefert seine ganz eigene Interpretation des belesenen und durchaus sensiblen Kannibalen ab.
Jede Geste und jede Mimik überzeugen, in einem Moment wirkt er fast schon sympathisch, im anderen jagt er dir einen kalten Schauer über den Rücken. Die Serie lebt von den Dialogen und dem perfekten Zusammenspiel von Dancy und Mikkelsen. Aber auch die anderen Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie. Besonders Kacey Rohl in der Rolle der „Abigail Hobbs“ macht ihre Sache wirklich gut.
Neben der besonderen Optik und den genialen Schauspielern muss man zusätzlich den Soundtrack der Serie erwähnen. So etwas ist schwer zu beschreiben, aber die Musik wirkt, ähnlich wie die Optik, sowohl verstörend als auch hypnotisch. Sie trägt einen großen Teil zur Horror-Atmosphäre bei.
Die Spezialeffekte sind für eine TV-Serie, von der niemand wusste wie sie ankommen würde, erstaunlich gut. Man erkennt sofort, dass in dieser Serie einiges an Arbeit und Herzblut steckt.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass „Hannibal“ etwas für alle die ist, die:
- Einen starken Magen haben
- Die Vorlage bereits mochten
- Auf Horror und düstere Atmosphäre stehen
- Offen für Neues sind und sich nicht auf die Darstellung von Hopkins versteifen (ernsthaft, das kann man einfach schlecht
vergleichen. Ich mochte Hopkins sehr gerne, aber auch Mikkelsen macht seine Sache ausgesprochen gut, s.o.)
- Kein Problem mit teilweise schon poetisch anmutenden Dialogen haben
Alles in allem also eine durchaus sehenswerte Serie, „Hannibal“ gehört definitiv zu meinen Favoriten.
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38 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein exzellenter Koch, ein begnadeter Psychiater, ein eiskalter Psychopath... Hannibal is back!!!!, 8. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut) (DVD)
Kurzinhalt: (ohne Spoiler übernommen)
FBI-Agent Will Graham hat eine besondere Gabe. Er kann tief in den Verstand anderer Personen eindringen und deren Erlebnisse zu seinen eigenen machen. Eine Fähigkeit, die ihm einerseits bei der Aufklärung von perfiden Mordfällen hilft, ihn andererseits aber auch an den Rand des Wahnsinns bringt. Als eine neue Mordserie das FBI erschüttert, bittet ihn Special Agent Jack Crawford um Hilfe. Zur Unterstützung und Sicherheit wird dem labilen Graham der prominenteste und beste Psychiater des Landes zur Seite gestellt – Dr. Hannibal Lecter.

Bryan Fuller, Drehbuchschreiber (u.a. Dead like me, Heroes) und Regisseur von Pushing Daisy erzählt mit Hannibal die Vorgeschichte von Richard Harris Roman "Roter Drache".
Mit der Titelrolle hat er Mads Mikkelsen beauftragt, der (schon bevor Hollywood auf ihn aufmerksam wurde) mit Windig Refns skandinavischer Unterwelt Trilogie "PUSHER" und dem Film "BLEEDER" beeindruckend sein Talent und seine Vielschichtigkeit offenbahrte. Und auch wenn mich viele Fans der alten Kinoverfilmungen mit Anthony Hopkins jetzt lynchen werden: wie Mads Mikkelsen seinen "Hannibal" anlegt, könnte es selbst Sir Hopkins nicht besser machen. Jede kleine Geste scheint durchdacht, jeder Blick, jede noch so kleine Bewegung, ist perfekt und einfach atemberaubend auf die Rolle abgestimmt.
Liest man die Deffinition des Wortes "Psychopath" und sieht dann, wie Mikkelsen agiert, dann kann man ihm wirklich nur bewundern und lobpreisen! (und verfluchte Angst vor ihm haben...)

Auch die Inszenierung lässt nichts zu wünschen übrig. Dunkel und düster gehalten, mit Bildern voller Hochglanz Ästhetik und gelegentlich bombastischen Slowmotion-Aufnahmen, entfaltet sich die Geschichte langsam und voller Grauen. Die Serie geizt weder an Blut noch an Brutalität und manche Szene ist dramaturgisch so perfekt, dass man vor lauter Spannung und Entsetzen am liebsten abdrehen würde....nur um dann doch mit klopfenden Herzen wieder zum Bildschirm hin zu gucken..

Das Drehbuch ist spitze geworden und die Story schafft es, einen immer wieder an der Nase herum zu führen und zu überraschen. Die Dialoge (vor allem die Gourmet und Psychiater-Szenen) sind großartig und die Mitspieler von Hannibal tun ihr übriges, um die Serie zu etwas ganz Besonderem zu machen. (U.a. Laurence Fishburne, Hugh Dancy und Gillian Anderson)

Die erste Staffel hat 13 Folgen a 43 min. Wieder gilt: Jede Folge baut auf der vorhergegangenen auf und ist (nicht wie bei CSI etc.) in sich abgeschlossen.
Auch die Regisseure der einzelnen Folgen sind keine Unbekannten und Könner ihres Fachs: David Slade (30 Days of Night, Hard Candy und eine Folge Breaking Bad) oder Tim Hunter (Carnivale und 6 Folgen Mad Men) oder John Dahl (Red Rock West).
Und stöbert man noch ein bisschen abseits, dann findet man u.a. den Kameramann Guillermo Navarro, dessen Bilder wir schon in unzähligen Filmen genießen durften (From Dusk Til Dawn, Jackie Brown, Hellboy, Pans Labyrinth...) um nur einige zu nennen. Die Besetzung der Serie ist einfach eine Wucht!
Eine zweite Staffel wurde (gottseidank) schon fertig gedreht.

Für alle die auf temporeiche, actiongeladene, irrsinnig spannende, Grauen erregende, perfekt inszenierte Serien stehen....hier seid Ihr richtig!
Und wer den guten "Dexter" schon vermisst und nicht weiß, wie man ihn je ersetzen könnte....Vorhang auf und Applaus....
für Hannibal!
5 nicht diskutierbare Sterne.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Serie, die absolut bildgewaltig daherkommt, 30. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Intelligente Serie, nicht so billig Unterhaltung, die schauspielerische Leistung ist der Wahnsinn. Hugh Dancy, Mads Mikkelsen, Laurence Fishburne und Cos machen einen HAMMER JOB!
Die Verbrechen sind bizarr, und alles hängt zusammen. Zum Schluss ergibt alles einen Sinn. Ich mag die Serie sehr. Die Bilder sind der Wahnsinn und gehen einem nicht mehr aus dem Kopf.
In der Serie findet man Ermittlungsarbeit, Aktion, bizarre Morde und schockierende Bilder, Gewalt auf physischer und auf psychischer Basis, Glanzleistungen der Schauspieler und eben etwas was zum Nachdenken anregt und in den Bann zieht. Also kein stupider Ermittlermist, wie so oft im TV.
Echt eindrucksvoll. Meiner Meinung nach sehr zu empfehlen.
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59 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warnung! Uncut??? Gewaltzensur ohne Ende - Mogelpackung!! Einfach nur Betrug..., 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut) (DVD)
Habe die Serie erstmals auf verschiedenen Video on Demand Plattformen gesehen und bin begeistert gewesen. Wie freute ich mich, als ich die Blu Ray im Handel in der Hand hielt und auch noch den Vermerk "Die komplette 1.Staffel - uncut" las!

Doch bei erneuter Sichtung merkte ich schnell das uns Deutschen mal wieder die geschnittenen Versionen angedreht wurden!
Zwar sind es die ungeschnittenen TV Fassungen, doch wurden auch im deutschen Pay TV schon die wesentlich härteren Producers Cut Versionen ausgestrahlt.

Ich bin in diesen Fall nicht sauer weil so stark geschnitten wurde das die Serie kein Spass mehr macht, sondern da hier mit "UNCUT" geworben wird und dann eben einige der brutalsten Szenen anders geschnitten oder sonst irgendwie entschärft wurden.

Währen die besagten Szenen nicht schon im TV gelaufen, wär der Unmut nicht so groß. Doch eben weil es die schon von Anfang an gibt, ist es einfach schlampige Arbeit oder Abzocke ala Walking Dead Staffel 1.

Die Unratedversionen folgen bestimmt bei der Beliebtheit der Serie. Traurig was hier wieder abgezogen wird...
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Künstlerisch ambitionierte Schlachtplatte, die nicht restlos überzeugt, 24. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut) (DVD)
Hannibal variiert die bereits aus mehreren Kinofilmen bekannten Figuren und Motive auf interessante Weise. Was ich neben der überwiegend überzeugenden Besetzung von Anfang an klasse fand, war die tolle Optik, die unheilvolle Musikuntermalung, das Spiel mit Andeutungen, falschen Fährten und die komplexen Beziehungen der Figuren untereinander.

Mads Mikkelsen spielt die meisten anderen Darsteller dabei auf unnachahmliche, dabei geradezu unauffällige Weise an die Wand. Seine Interpretation des Hannibal unterscheidet sich erheblich von der ebenfalls tollen Darstellung Anthony Hopkins' und zeigt den Psychiater und "Feinschmecker" und die von ihm ausgehende Bedrohung wesentlich subtiler und zurückhaltender.

Die Rolle des Hugh Dancy, dessen Name und Gesicht mir vorher kein Begriff waren, als Will Graham, ist für meine Begriffe leider mit zunehmender Dauer sehr überzogen. Was dem guten Graham im Verlauf der Staffel körperlich und seelisch zugemutet wird, wirkt irgendwann reichlich unglaubwürdig bis hanebüchen. Daß jemand, der als wandelndes physisches und psychisches Wrack durch die Gegend taumelt, vom FBI weiter als Special Agent auf die Jagd nach Serienmördern geschickt wird, ist selbst in einer TV-Serie Unfug.

Laurence Fishburne spielt als Jack Crawford wie immer solide, ohne zu überraschen. Überflüssig ist die kurze Nebengeschichte um seine Ehefrau, die zumindest für die Handlung der ersten Staffel völlig unerheblich ist.

Eine absolute Bereicherung der Serie ist Kacey Rohl in der Rolle der Abigail Hobbs als Tochter eines Serienmörders, die ihre Rolle überzeugend und sehr souverän meistert.

Spaßig fand ich die Seitenhiebe auf die Psychiaterzunft, die in Hannibal ihr Fett, wenn auch eher subtil und unterschwellig, ordentlich wegkriegt.

Was mir weniger gefallen hat, sind neben der inflationären Anzahl von Serienmördern die teilweise ausufernd und explizit dargestellten Gewalt- und Ekelszenen. Das geht auch dezenter, ohne daß deswegen die Spannung leidet.

Für die 2. Staffel ist meiner Meinung nach auf jeden Fall noch Potenzial nach oben vorhanden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster, atemraubend, psycho, brutal.....und, nun ja, Appetit anregend ;-), 7. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hannibal - Season 1 [UK Import] (DVD)
Da mir Gillian Andersons (Bedelia Du Maurier; Hannibals Psychiaterin) Performance in "The Fall" sehr gefallen hat, dachte ich, ich schaue auch mal in Hannibal rein. Unterwegs im Internet stieß ich auf die Frage, ob Hannibal der Ersatz für die Serie "Dexter" werden könnte, die ja nun nach ihrer achten Season abgeschlossen ist.
Nachdem ich die erste Episode gesehen hatte, war mir klar: Das ist nicht einfach ein Ersatz, das ist sogar noch viel besser!
Die Bilder und Eindrücke sind wahnsinnig imposant und gehen bis unter die Haut - auch dank passendem Soundtrack. Regisseur Bryan Fuller hat mit "Food Porn" nicht zu viel versprochen. Die kulinarischen Kunstwerke werden von Koch José Andrés und Food Stylist Janice Poon auf den Teller gezaubert und lösen beim Betrachter einen Zwiespalt der Gefühle aus, der darin besteht, dass einem einerseits das Wasser im Mund zusammenläuft und andererseits der Gedanke, dass das Menschenfleisch darstellen soll, im Kopf rumspuckt.
Wir schauen Will Graham (Hugh Dancy) dabei über die Schulter, wie er sich in Mörder hineinversetzt, deren Taten mental rekreirt und Fälle löst, während Jack Crawford (Laurence Fishburne) den psychisch angeknacksten Profiler von Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) analysieren und begleiten lässt.
Die Serie spielt in der Zeit, als Hannibal noch auf freiem Fuß war und involviert Charaktere aus "Red Dragon" von Thomas Harris.
Aus diesem Grund besteht auch kein Konfliktpotential mit den Hannibal Filmen.
Will Graham verliert dadurch, dass er sich immer wieder mit grausamen Verbrechen befassen muss, immer mehr den Faden und das Bewusstsein zwischen Genie und Wahnsinn, was Hugh Dancy hervorragend gelingt darzustellen. Im Laufe dieser Season werden auch immer weitere Einblicke In Hannibals Dasein als Wolf im Schafspelz oder "gefallener Engel" (Mads Mikkelsen) gewährt. Man weiß nie, was er als nächstes tut und er manipuliert jeden um ihn herum. Mads Mikkelsen verkörpert die Rolle als unberechenbarer, intellektueller Psychopath bis zur Perfektion.
Die Spannung ist mehr oder weniger durchgängig konstant, sodass ich immer gleich mehrere Folgen auf einmal schauen musste.
Alle, die kein Problem mit Blut, Alpträumen o.Ä. haben und es gerne spannend, düster und psychopatisch mögen, werden beim Anschauen einen Heidenspaß haben!
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Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut)
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