Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Romantische an der Logik
Das letzte Buch, das ich 2013 gelesen habe und sicherlich mit eines der Besten dieses Jahres.
Die Hauptfigur Don ist Genetiker in Melbourne, hat nur zwei Freunde, ist absolut brilliant auf seinem Fachgebiet, ein Ordnungsfanatiker und auf der emotionalen Ebene eine totale Niete.
Don hat Asperger, weiß es aber, wie anscheinend heute die meisten betroffenen...
Vor 17 Monaten von anonym veröffentlicht

versus
44 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das hätte was werden können
mit Don Tillman, Rosie und mir. Die Probe las sich vielversprechend, obwohl das Cover eher fürs Gegenteil spricht. Nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich sagen: das Cover ist aussagekräftiger, als die Leseprobe.

Zu Beginn ging es mir nicht anders, als den anderen Rezensenten. Begeistert vom Schreibstil und mit Unterdrückung meines...
Vor 17 Monaten von sandra veröffentlicht


‹ Zurück | 1 240 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Romantische an der Logik, 16. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das letzte Buch, das ich 2013 gelesen habe und sicherlich mit eines der Besten dieses Jahres.
Die Hauptfigur Don ist Genetiker in Melbourne, hat nur zwei Freunde, ist absolut brilliant auf seinem Fachgebiet, ein Ordnungsfanatiker und auf der emotionalen Ebene eine totale Niete.
Don hat Asperger, weiß es aber, wie anscheinend heute die meisten betroffenen Erwachsenen, nicht. Seine beiden einzigen Freunde sind ein Ehepaar, die beide Psychologen sind. Es beginnt damit, dass Don für die beiden einen Vortrag über Asperger für betroffene Kinder halten soll. (Um vielleicht eine Ähnlichkeit zu jemanden zu erkennen) Diese Szene ist so stark und gibt den ganzen Ton des Buches sehr gut wieder. Don will den Kindern in dem hochwissenschaftlichen (!!) Vortrag vermitteln, dass sie ganz besondere Fähigkeiten haben. Sie unterscheiden sich zwar vom Durchschnitt, aber dafür können sie viele Sachen einfach besser. Hier ist es teilweise erschreckend wie fixiert die erwachsenen Zuhörer sind, dass die Kinder sich bestmöglich an den Durchschnitt anpassen sollen. Die Szene hat so sehr für mehr Toleranz und Akzeptanz geworben, auf eine so charmante Weise, wie es das ganze Buch unterschwellig tut.

Die Geschichte ist aus Dons Perspektive geschildert und oft muss man über seine Denkweise schmunzeln, aber das Buch macht sich nie über seine Hauptfigur lustig. Don hat das Problem keine Frau zu finden, die seinen Ansprüchen genügt. Deshalb erstellt er einen 32-seitigen Fragebogen, der alle unbrauchbaren Kandidatinnen sofort möglichst zeitsparend aussortiert. Das klappt nur leider nicht so richtig. Neben dem Projekt "Ehefrau" hilft er als Genetiker der chaotischen Rosie dabei, ihren biologischen Vater zu finden. Aufgrund der großen Zahl möglicher Kandidaten wird das Projekt Ehefrau ständig verdrängt, was Don aber nicht weiter stört. Warum wohl?

Das Buch ist keine klassische Liebesgeschichte, was mit einem Protatgonisten mit Asperger auch nicht zu erwarten ist, aber Logik kann auch romantisch sein.
Obwohl das Buch allein schon durch die Perspektive von Don eigentlich extrem neutral und ohne gefühlbetonte Sprache auskommt, ist es zwischen den Zeilen unglaublich herzerwärmend. Was sich Don zum Beispiel für seine an Demenz erkrankte Nachbarin ausdenkt, war so eine liebe Geste, ohne das es ihm wirklich bewusst ist.
Ich liebe dieses Buch!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Roman mit ganz eigener Sprache, 12. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nach über 100 Büchern im letzten Jahr nun eins, das mich erstmals zu einer Bewertung veranlasst. Selten so gelacht und doch auch intellektuell angeregt worden wie hier. Unbedingt empfehlenswert auch für Vielleser wie mich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Don Tillman sucht die Lösung für das Ehefrauproblem, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt:
Don Tillmann, 39, groß, durchtrainiert und intelligent, ist Genetiker und hat sein Leben komplett verplant. Er benötigt beispielsweise genau 94 Minuten um sein Bad zu reinigen und er hat einen standardisierten Plan, bei dem er für jeden Wochentagen auch ein bestimmtes Abendessen hat. Was er allerdings nicht hat, ist eine Frau. Deshalb startet er das Ehefrau-Projekt und macht sich auf die Suche nach der perfekten Frau für ihn. Mit Hilfe eines (bereits gekürzten) 16-seitigen Fragebogens kann er bereits eine Vorauswahl treffen, um seine wertvolle Zeit nicht mit unnötigen Dates zu vergeuden.

Dann jedoch lernt er Rosie kennen, die durch die Hilfe von Genetiker Don, ihren leiblichen Vater sucht.

Meine Meinung:
Don Tillmann ist einfach genial. Ich fand ihn von der ersten Seite, vom ersten Satz an, klasse. Auch alle andere Personen im Buch, also natürlich Rosie, aber auch Dons Freunde Gene und Claudia, sind toll. Während Don mich immer wieder einmal an Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory erinnert hat, habe ich bei Gene an Barney Stinson von How I Met Your Mother denken müssen :-) Für Freunde dieser Serien ist das Buch also absolut zu empfehlen!

Die Geschichte um den sonderbaren Don Tillman, der doch eigentlich nur sein Leben so lebt, wie er es für richtig hält, ist einfach schön zu lesen. Graeme Simsion hat das gesamte Buch in einem einzigartigen Stil geschrieben, der mir unglaublich gut gefallen hat. Durch viele kleine zusätzliche Details hat er es geschafft, dass das Buch absolut lesenswert ist.

Don Tillman wirkt ein wenig altmodisch, aber trotzdem unglaublich interessant. Gleich zu Beginn des Buches muss er einen Vortrag über das Asperger-Syndrom halten. Dabei beschreibt er Symptome, an denen er offensichtlich selbst leidet, was er jedoch gar nicht zu bemerken scheint. Er hat eine interessante Art und Weise, das Leben zu betrachten und vor allem seine Mitmenschen. Ich fand es sehr amüsant, wie Don mit Rosie und allen umgeht und wie er sein Ehefrauproblem angehen will. Durch Rosie und ihre Suche nach ihrem Vater wird er jedoch auch ein wenig davon abgelenkt. Neben seinem Ehefrau-Projekt hat er sich also auch noch um das Vater-Projekt zu kümmern.

Dieses Buch macht Spaß! Die Geschichte ist schräg und Don Tillman ist so ein interessanter Charakter, ich möchte unbedingt mehr von Graeme Simsion lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


76 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch..., 26. Januar 2014
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt (Audio CD)
Da ich ja wirklich pingelig bei Hörbuchsprechern bin, war ich hier bei Robert Stadlober etwas skeptisch, als Schauspieler finde ich ihn nämlich mehr so ähm... semigut.
Als Hörbuchsprecher hat er mich hier jedoch überzeugt. Seine Stimme paßt zu Don Tillman perfekt. Und Don Tillman paßte zu mir, herrlich, wie er sich bemüht Gesellschaftsregeln einzuhalten und genau deshalb immer wieder über sie stolpert. Wie er eine Rede vor Asperger Kids hält und sich noch darüber ausläßt, daß erwachsene Asperger dies meist nicht wissen und außer ihm jeder weiß, daß er dazu gehört. Herzzerreißend, innig, warm, lustig, traurig und bewegend wird hier eine Geschichte geschildert, die anders ist, anders sein will und zeigt, daß man auch anders sein darf, muß, kann und sollte.
Konventionen sind schön und gut, sie hier und da zu durchbrechen, ist viel schöner.
Zwar ahnte ich bereits sehr früh, das Ergebnis des "Vater-Projekts", das tat meiner Hörlust aber keinen Abbruch, gerne begleitet man Don und Rosie auf ihrer Suche nach der "perfekten Ehefrau" und dem "wirklichen Vater" und schmunzelt darüber, wie beide miteinander umgehen.

Das hat mir wirklich wirklich wirklich gut gefallen, ein sehr angenehmer, nie böser oder verletzender Humor, ein schöner Schreibstil und ein guter und passender Sprecher.
Das macht neugierig auf weitere (Hör-)Bücher...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


66 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine absolut gelungene Abhandlung über die Logik der Liebe, 27. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Ich denke, ich habe eine Lösung für das Ehefrauenproblem gefunden. Wie bei so vielen wissenschaftlichen Durchbrüchen war diese Lösung im Nachhinein ganz logisch, doch ohne eine Reihe außerplanmäßiger Ereignisse wäre ich wohl nie darauf gekommen.“
(S. 7)

„Ich bin neununddreißig Jahre alt, groß, durchtrainiert und intelligent, mit relativ hohem gesellschaftlichem Status und überdurchschnittlichem Einkommen als Assistenzprofessor. Gemäß den Gesetzen der Logik sollte ich für eine ganze Reihe von Frauen attraktiv sein. Im Reich der Tiere würde ich mich erfolgreich vermehren.“
(S. 9)

Inhalt:
Don Tillmann ist anders. Er lebt nach einem strikten Tagesablauf, streicht jeden nicht effektiven oder unproduktiven Teil des Kalenders und kann sich so komplett auf seine Arbeit als Genetiker konzentrieren und auch seine Lehrarbeit als Professor zur vollen Zufriedenheit erledigen. Seiner Zufriedenheit. Denn aus irgendeinem Grund hält ihn die Chefin für übergenau und daher wurde er schon des Öfteren zu ihr zitiert.
Alles in allem läuft sein Leben dermaßen gut geplant aber effizient und ressourcenschonend. Wäre da nicht die lästige Frage der Partnerin. Schließlich heißt es, dass verheiratete Männer glücklicher wären, was sich im Allgemeinen sehr vorteilhaft auf die Lebenserwartung und Produktivität auswirkt.

Nur woher nehmen? Nach einigen Fehlversuchen in Sachen Dating, was vor allem an Dons „Inkompatibilität“ mit anderen Menschen außer einer befreundeten Familie liegt. Was liegt also näher, als alles von der wissenschaftlichen Seite zu betrachten und das „Ehefrauen-Projekt“ ins Leben zu rufen. Mittels Fragebogen will Don die ungeeigneten Elemente ausschließen und eine reale Begegnung nur mit dem Rest zu wagen – nur leider fällt so ziemlich jede potentielle Partnerin durch das Raster.

Als dann aber Rosie durch Zufall in Dons Leben platzt, hinterlässt sie nachhaltige Spuren, die mit reiner Logik nicht zu erklären sind.

Meinung:
Es gibt Bücher, die einem zufällig in die Hände fallen und bei denen man denkt, dass es rational gesehen nicht ins Beuteschema passt.
So ging es mir mit dem „Rosie-Projekt“. Als „internationaler Bestseller“ angekündigt, war ich aber dennoch so neugierig, dass ich anfing zu lesen… und nicht mehr aufhörte.

Das Fazit: Ich war begeistert.
Mehr wäre eigentlich nicht zu sagen, denn diese drei Worte spiegeln meinen Eindruck klar wieder, sind daher als die effektivste Möglichkeit zu betrachten, mein Gefallen an dieser Geschichte zu verdeutlichen.

WAS?!
Tja, genau so sieht Dons Leben aus. Effektives Zeitmanagment, Pläne, keinerlei Abweichung ohne Zeitausgleich mit anderen Terminen. Daher betrachtet Don auch die Partnersuche auf herkömmliche Art als großes Problem. Blind Dates, „zufällige“ Treffen mit Bekannten, alles Zeitverschwendung, vergleicht man Aufwand und Nutzen, also die potentielle Möglichkeit, den idealen Partner auf diese Weise zu treffen.

Kurzerhand hat Don die zündende Idee. Um eine Vorauswahl zu treffen, gibt es von wissenschaftlicher Seite her keine bessere Variante als einen Fragebogen. Das Projekt Ehefrau steht in den Startlöchern.

Der etwas andere Protagonist, der 39-jährige Don Tillman, hat sich vom ersten Moment in mein Herz geschlichen. Durch einen geschickten Umweg konnte mir der Autor vermitteln, woher diese Andersartigkeit denn stammt. Don selbst, der in Ich-Perspektive/Vergangenheit erzählt, erkennt dieses „Problem“ nicht, lediglich die durch sorgfältige Analyse geschlussfolgerte Sicht der anderen auf ihn.

Eben jene analytische Art, man könnte es auch verquer nennen, macht Don so dermaßen liebenswürdig und gleichzeitig urkomisch. Er ist laut mehreren Aussagen "sozial inkompetent", kann Emotionen und Reaktionen anderer nicht deuten, Sarkasmus nicht verstehen und zeitverschwendende Dinge des Alltags wie Smalltalk und Belanglosigkeiten nicht mit seinem Verständnis von Effektivität unter einen Hut bringen. Don ist strukturiert, effizient und null flexibel.
Wer ihn kennengelernt hat, sich mit seiner Art zu leben zurechtgefunden hat, ist selbst schockiert über das Auftreten von Rosie und kann sich vorstellen, wie eine solche Person das Leben von Don durcheinanderbringt.

Rosie ist ebenfalls alles andere als normal, geht jedoch in eine völlig unkonventionelle Richtung, hält sich oft nicht an selbst aufgestellte Regeln und wirft kurzerhand Dons Pläne über den Haufen. Sie ist nach eigenen Angaben „verkorkst“, was Don als sehr seltsame Beschreibung einzustufen vermag.

Als Gegenteil der idealen Partnerin kommt Rosie für das Ehefrauen-Projekt natürlich nicht infrage, für ein freundschaftliches Verhältnis aber perfekt. Denn schnell stuft Don die Treffen mit ihr unter den „besten Tagen seines erwachsenen Lebens“ ein.

Jedem normalen Menschen, vermutlich allen Lesern, ebenso Dons bester (einziger) Freunde Gene und Claudia ist klar, was mit Don passiert. Nur ihm selbst eben nicht. Und das ist das Geniale an diesem Buch. Ich durfte hautnah miterleben, wie sich der Protagonist Don entwickelt, schmunzelte über seine Aussagen, lachte laut auf, als er wieder neue Theorien und Interpretationen des Beobachteten von sich gab.

Der Schreibstil von Herrn Simsion ist einfach, aber eher als gehoben einzustufen, dem Protagonisten angepasst, der immerhin Assistenzprofessor ist. Jegliche andere Art des Erzählens würde die Geschichte unauthentisch machen und ihr Charme ginge komplett verloren. Diesem besonderen Charme ist es auch zu verdanken, dass das „Rosie-Projekt“ keinerlei herkömmlicher Spannung oder schnulziger Parts benötigt, um einen Lesesog zu entwickeln, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ich musste es einfach wissen: Kann das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss kommen?

Urteil:
„Das Rosie-Projekt“ traf bei mir einen Nerv. Mag es an der mangelnden Kompetenz oder Erfahrung im Contemporary-Bereich liegen, aber dieses Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der so eigene Protagonist und seine unfreiwillig komische Art waren ein Highlight für mich und ich konnte einfach nicht damit aufhören zu verfolgen, wie Rosie Dons Leben durcheinanderbringt und so dem emotionalen Teil den Weg ebnet. Dafür gibt es ganz klar 5 Bücher.

Wer eine etwas anspruchsvollere Art von Liebesgeschichte sucht, einen besonderen Protagonisten kennenlernen will, versuchen möchte, der Liebe auf logische Weise auf die Spur zu kommen, verfolgen will, ob die Suche nach einer Ehefrau auch auf wissenschaftliche Art funktioniert, muss zu diesem Buch greifen. Lest in die Leseprobe. Wenn euch das erste Kapitel überzeugt, gefällt euch sicher auch der Rest.

©his-and-her-books.blogspot.de
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut und witzig, 9. September 2014
Von 
Anna Ulrich (Aachen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das war wieder mal eine gute Empfehlung meiner Buchhändlerin. Ihr kann ich blind vertrauen. Sie kennt mich und verpasst mir regelmäßig neue Bücher, damit ich auf dem Laufenden bin und auf den Partys die ich nicht besuche zumindest zum Smalltalk ein wenig beitragen könnte. Nur gut, dass ich nicht in solche Situationen gerate und mich statt dessem dem Lesen hingeben kann.

Dons Leben verläuft nach klaren Regeln. Essen, Trainieren, Arbeiten, Schlafen für alles gibt es bei Don eine fest eingeplante Zeit. Und auch nur diese Zeit. Sein Leben verläuft in klaren Strukturen, die ihm die Uhr vorgibt. Ein Leben nach PLAN.
Soziale Interaktionen sind ihm fremd und unnütz. Seltsamerweise wünscht er sich dennoch eine Ehefrau. Was liegt da näher als ein Fragebogen zu entwickeln, mit dem er schon vor dem ersten Date jede unpassende Kandidatinnen aussortieren herausfiltern kann?
Doch dann erscheint Rosie. Und schon ist alles anders.

"Das Rosie-Projekt" ist das erste Buch Graeme Simsion. Das es gleich ein Erfolg auf der ganzen Welt geworden ist, damit hat er wohl nicht gerechnet. Well done lieber Graeme.
Ich war erst skeptisch, denn eine romantische Geschichte mit einem Hauptdarsteller der autistische Züge hat, ist eine Gradwanderung. Doch der Humor rettet alles und macht das Buch wirklich lesenswert.

Don erzählt die Geschichte selbst. Und damit weiß man von Anfang an, dass das Leben für Don nicht ganz so "normal" abläuft. Don ist ein logisch denkender Mann. Zielgerichtet- allerdings völlig unbegabt in jeglichem sozialen Bereich. Und genau dieser Mann sucht eine Frau und zwar nach ganz nüchternen und wissenschaftlichen Vorgaben. Ist das nicht herrlich lebensfremd?

Seine Begegnungen mit Rosie sind witzig. Der Autor schafft es sich in keiner Sekunde über das Verhalten von Don lustig zu machen. Don selbst erkennt selbst, dass er nicht so wie andere Menschen ist. Sein Umgang mit sich selbst und die Annahme von dem was er nicht ändern kann, machen dieses Buch bemerkenswert. Don findet etwas in Rosie und letztendlich in sich. Es ist ein langer Weg und wir erleben den freudvollen und hoffnungsvollen Beginn.

Ich mag den Schreibstil. Locker flockig und dennoch in schöner, gewählter Sprache.

Fazit: ein schönes, lesenswertes Buch. Ich freue mich auf Graemes zweites Werk, falls er das schreibt.
Ich empfehle 'Das Rosie Projekt'
Anna Ulrich
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbar humorvolles Buch!, 20. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich mag Typen, Charaktere, verschrobene Nerds. Da kommt mir der Genetiker Don grad recht. Don ist anders. Genetiker mit 0-1-Visum für "Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten", allerdings auch mit außergewöhnlichen Mängeln.
Meiner Meinung nach ist er Asperger-Autist, das wird auch gleich auf der 1. Seite angedeutet. Don erklärt in einem Vortrag, "dass das Asperger-Syndrom kein Defekt ist, sondern eine Variante des Möglichen - vielleicht sogar ein erheblicher Vorteil". Er weiß um seine sozialen Defizite, leidet jedoch nicht darunter (und käme nie auf die Idee, dass er selbst ein "Aspi" sein könnte).

Mit 39 Jahren findet es Don an der Zeit, sein Partnerinnenproblem anzugehen. Da er groß, durchtrainiert, intelligent, mit relativ hohem gesellschaftlichen Status und überdurchschnittlich gut bezahlt ist, sollte das doch klappen.
Vor allem mit Hilfe eines ausgeklügelten Fragebogens, der die Idealfrau auszusortieren hilft.
Denn die klassischen Verabredungen, die hasst Don und sie führten bisher nie zum Erfolg.

Schon die Ehefrauensuche ist sehr unterhaltsam, doch richtig toll wird es, als Rosie auftaucht. Als Lebenspartnerin völlig untauglich (für Don sogar ohne Fragebogen leicht festzustellen), verliebt sich Don Hals über Kopf in sie. Doch er merkt es nicht, da ihm Emotionen ja völlig fremd sind.
Er stürzt sich für Rosie in ein neues Projekt, nämlich das Vater-Projekt. 41 Männern muss unauffällig ihre DNS entwendet und untersucht werden, denn einer von ihnen wird aller Voraussicht nach Rosies leiblicher Vater sein.

Ein Buch, das wunderbar leicht zu lesen ist, unterhaltsam, zum Schmunzeln und herzlich lachen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 10 Sterne ... LESEN !!!!!!!!!!!!, 15. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Könnte ich 10 Sterne vergeben - dieses Buch würde sie bekommen. Ich hab es nicht mehr aus der Hand legen können und als es durchgelesen war hab ich mir gewünscht, ich wäre noch am Anfang ... Was mir am besten gefallen hat war der Schreibstil, dadurch habe ich viel schneller Zugang zu den Gedankengängen von Don finden können als wäre er als dritte Person beschrieben worden. Man ist als Leser sozusagen mittendrin in seinem Kopf und dadurch ist man auch irgendwie ein Asperger ... oder kann zumindest seine Aktionen sehr viel besser nachvollziehen.
Inzwischen hab ich das Buch schon mehrfach verschenkt und die Reaktion war immer die gleiche - LESEN SIE'S !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine alltägliche Liebesgeschichte..., 12. März 2014
Von 
Paula Jakob (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
.....denn Don Tillmann ist auch kein alltäglicher Held.sein Leben ist in festen Strukturen aufgebaut, Abweichungen werden nicht geduldet,alles wissenschaftlich und ohne Emotion gelebt, soziale Interaktion fällt ihm nicht einfach nur schwer,er kann es einfach nicht..Dafür ist er - Professor der Genetik- hochintelligent und mit dem Gedächtnis eines Elefanten gesegnet. Cocktailrezepte, Tanzschritte oder mal eben ein Forschungsprojekt auf mehreren hundert Seiten präsentieren-kein Problem, aber Verabredungen mit Frauen-Riesenproblem...... Ungeachtet dessen: Don möchte nicht mehr allein sein und geht die harsuforderung wisenschaftlich an, nämlich mittels eines Fragebogens, den alle potentiellen Bewerberinnen auszufüllen haen ud der diverse Killerpunkte enthält. Es kommt, wie schon auf dem klappentextangedeutet und wie es natürlich kommen muss: In sein Leben schneit Rosie, absolut inkompatibel aber dennoch atemberaubend für Don, der sich praktisch auf den ersten Blick rettungslos verliebt, das aber nicht erkennt.... Da Rosie seiner Hilfe bei der Suche nach ihrem Vater benötigt und Don nur zu gern hilft , geraten die beiden in haarsträubend komische Situationen. Das Buch hat Tempo und Witz , aber zwischendurch auch Längen. Das On-Off in der Beziehung der beiden wurde mir manchmal etwas zu viel. Aber auch die Nebenfiguren sind teils sehr unterhaltsam, das Buch liest sich flockig, originell und herzerwärmend. von mir fünf Sterne für eine der nettesten Liebesgeschichten des Jahres.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach GENIAL! Liebe vs. Logik - oder umgekehrt?, 27. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Rosie-Projekt: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schon nach wenigen Seiten zieht "Das Rosie-Projekt" einen in den Bann. Ich musste mich immer wieder dabei ertappen, dass ich am Schmunzeln war, bis ich das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekam :-)

INHALT:

Don Tillmann (40 Jahre, hochintelligent) hat Asperger. D.h., dass er z.B. nur schwer Gefühle, Witze und Sprichwörter richtig deuten kann und dass sein Leben bis ins kleinste Detail durchgeplant ist. Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute!!! Doch was passiert wenn dieser Zeitplan mal durcheinandergeworfen wird??? So kommt es immer wieder zu urkomischen Situationen. Erst recht als er mitten im "Ehefrau-Projekt" (anhand eines perfekt ausgearbeiteten Fragebogens sucht Don eine passende Ehefrau) Rosie kennenlernt...

Fazit:

Ein wunderschöner "Liebes"roman der ganz besonderen Art. Obwohl das Buch nur so mit logischen Aspekten und Zahlen gespickt ist, lässt das Buch sich sehr flüssig lesen. Ein sehr gelungener Schreibstil.

Unterhaltsam (keine - absolut keine langweiligen Stellen), Gefühlvoll!

Neuartig & Außergewöhnlich!!! Mit Sicherheit eines meiner Lieblingsbücher!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 240 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Rosie-Projekt: Roman
Das Rosie-Projekt: Roman von Graeme Simsion
EUR 9,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen