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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehlicher Irrtum, 18. Oktober 2013
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Shulamith (Audio CD)
Das Debut „Give you the Ghost“ vor 1,5 Jahren hörte ich ein paar Mal und dann war das (zu schnelle) Urteil gefällt: nett, spannend vor allen was Rhythmus und Beats anbetrifft aber eintönig. Glücklicherweise nahm mich dann ein Kollege mit auf eine Konzert und da machte es dann tatsächlich Klick. Die Mischung aus Elektronica, Dub, TripHop und R’n’B brannte auf der Bühne lichterloh, vor allen auch Dank der beiden Trommler, die Musik erschien auf einmal nicht mehr so eindimensional, wirkte bedrohlich und sexy, zerbrechlich und mächtig zu gleich – ziemlich unwiderstehlich. Manche Irrtümer gibt man gerne zu,

Auf Album „Shulamith” ändert relativ wenig an den Zutaten, der Produktionsweise (Autotunes bleibt ;-) und am hohen Popappeal der meisten Songs. Es gelingt Polica allerdings trotzdem organischer zu klingen, und sogar noch etwas unwiderstehlicher zu klingen. Besonders deutlich wird das an den Drums, sie klingen lebendiger, wirklich noch dringlicher und sind ein klarer Kontrast zu den elektronischen Elementen. Aus diesem Kontrast zieht das Album ein unbändige Energie. Leaneaghs Gesang wird immer noch meist durch den Vokoder und Autotunes manipuliert, hat aber immer noch diese gewisse Sanftheit und Zerbrechlichkeit. Ein schönes Beispiel ist der Song WARRIOR LORD, der Song an sich ist schon hitverdächtig, aber wenn sich dann der klare Gesang aus dem ganzen Hall befreit, dann wird er eine wahre Hymne.

Überhaupt die Melodien. Da haben Polica einen kleinen Fortschritt gemacht. Sie sind klarer und eingängiger als auf dem Debut, haben zum Teil richtigen Ohrwurm Charakter. Aber keine Bange, zu seicht wird es an keiner Stelle, denn fast immer tanzt das Album auf einem sehr schmalen Grad, zwischen Pop auf der einen Seite, und Chaos und Durcheinander auf der anderen, rhythmischen Seite. Dazu ist Album 2 noch etwas düsterer geworden im Vergleich zum Debut, aber nicht weniger sinnlich und nicht weniger unwiderstehlich. Ganz im Gegenteil …
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Kampf im Kleinen, 18. Oktober 2013
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Shulamith (Audio CD)
Die auffälligste Änderung ist eine optische: Vom verlassenen Doppelbett bei „Give You The Ghost“ zum blutüberströmten Frauenkörper auf dem Cover der aktuellen Platte – zusammen mit dem Titel, der den direkten Bogen zur letztjährig verstorbenen Radikalfeministin Shulamith Firestone schlägt, kann man den Hörer mit der Nase kaum deutlicher auf Ansinnen und Grundhaltung stoßen. Und doch wird Channy Leanagh, die sich neben vier weiteren Mitstreitern hinter dem Bandkollektiv Poliça verbirgt, nicht müde zu betonen, dass sie unter keinen Umständen eine politische, gar feministische Platte machen wollte. Ein Widerspruch? Interessant ist dabei, dass Leanagh offenbart, sie habe dieses zweite Album erst mit dem unzweideutigen Titel versehen, nachdem alle zwölf Titel schon im Kasten waren, genauer nach der Lektüre eines Schlüsselwerkes von Firestone, das sie nachhaltig berührt habe.

Fremd sind ihren Liedern die Themen der Frauenrechtsbewegung sicher nicht, die alleinerziehende Mutter einer Tochter schildert diesen Kampf um das weibliche Selbstverständnis und gegen eine patriarchalisch dominierte Gesellschaft schon auf ihrem Debüt, nur eben – und hier löst sich der etwaige Widerspruch – aus einer ganz persönlichen, fast schon intimen Sicht. Sie nutzt die drastischen Bilder, die sich so auch im Video zur Single „TIFF“ wiederfinden, um Aufmerksamkeits- und Reizpunkte zu setzen, das Grelle und Laute als Stichwortgeber für die alltäglichen, die ganz privaten Schlachten. Titel wie „Warrior Lord“ und „Very Cruel“ meinen also das Große, Ganze, erzählen aber die kleinen Geschichten, besagtes „TIFF“ illustriert nicht weniger als das immergleiche Hadern mit den eigenen Fesseln und Zwängen, im Video geht Leanagh mit sich selbst hart in den Clinch – schön anzusehen ist das selten.

Musikalisch ist „Shulamit“ sehr nah am Erstling, die Stimme wirkt wegen des reduzierten Einsatzes von AutoTune klarer und unmittelbarer und die Stücke sind, wenn dies überhaupt möglich ist, noch ein Stück weit komplexer, vielschichtiger geworden. Unverändert dominant der Part der doppelt besetzten Drums und die virtuos geloopten, gewaltigen Synthiesequenzen, poppige Klänge („Chain My Name“, „Trippin‘“) wechseln mit bedrohlichen („Smug“), analoges Schlagwerk („Matty“) mit technoiden Beats („Spilling Lines“), hier ein paar Anklänge an die „Army Of Me“ von Björk („Very Cruel“), dort der zart gesäuselte Gastbeitrag von Freund und Allrounder Justin Vernon („TIFF“). Poliça bleiben angenehm wechselhaft und schlecht fassbar, bringen aber durch Leanaghs warmes Timbre verlässlich das Schöne und das Erhabene in die wild wuchernden, zuweilen sprunghaften Soundeskapaden. Ein ernsthaftes, ein seltenes Schmuckstück – schon wieder. mapambulo:blog
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne Musik / Null Sterne Zensur, 14. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Shulamith (Audio CD)
Großartiges zweites Album! Ich stimme mit den anderen Rezensenten völlig überein. Hinzufügen möchte ich noch, dass Policas Musik auch für Musiker, insbesondere natürlich Schlagzeuger, einige interessante Momente bietet. Zudem sei darauf verwiesen, dass die Zensur des Covers (Verpixelung) an dieser Stelle völlig überzogen ist. Was soll das denn nur?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Polica, 2twerk, 11. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shulamith (Audio CD)
Es ist kein Geheimniss das Polica eine art von Musik macht die man 2mal hören muss um sie zu verstehen.....einzigartig, unvergesslich und stimmig.....wenn auch viele Menschen sagen würden das diese musik depressiv, eintönig oder langweilig wirken würde...die anzahl der Menschen wäre wohl kein vergleich zu der Anzahl der Menschen die sagen würden dass diese Musik zu unrecht noch keine großen Auszeichnungen bekommen hat...Polica machen mit ihrem 2tem Album unmerklich auf sich aufmerksam....Polica kann, darf und soll sich nicht hinter popsound verstecken, denn sie sind so viel mehr als nur Popmusik!!!
Das 2te album ist mehr als eine Kaufempfehlung, es ist gute Musik!
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5.0 von 5 Sternen Zugänglicher..., 1. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Shulamith (Audio CD)
...als noch das Debüt ist das Zweitwerk von Polica aus Minneapolis geworden. Benannt nach einer 2012 verstorbenen wohl recht radikalen Feministin und immer noch Muse von Sängerin Channy Leanagh geht es diesmal etwas weiter in Richtung Elektropop.

Der Einsatz von Auto-Tune ist im Gegensatz zum Debüt nicht ganz so aufdringlich, gibt der Band aber immer noch diesen bestimmten Klang. Ebenso zurückgenommen das Getrommelle der beiden Schlagzeuger welches auf dem Debütalbum beindruckte.

Dichter wirkt das, ruhiger und gradlinieger. Wie eine poppige Version von Portishead vielleicht. R'n'B, TripHop, Dreampop, das Ganze dann ordendlich verquirlt und um die verfremdete Stimme der Sängerin gebaut. So oder so ähnlich könnte man den Sound des Album beschreiben.

Höre ich öfter als das Debüt seinerzeit. Ein wirklich gelungenes zweites Album.

Anspieltipps: Very Cruel, Torre, Matty
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4 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich gelungenes Superalbum, 22. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shulamith (MP3-Download)
Richtig gutes Album, unbedingt kaufen. Aber warum mache ich eigentlich kostenlos Werbung für Amazon? Ziemlich bescheuert diese Sache eigentlich, oder?
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Shulamith
Shulamith von Poliça
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