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am 23. November 2013
"Die Männer der Emden" ist Gefühls- und Kopfkino aus Hollydeutschwood.

Im Ersten Weltkrieg macht der Marinekreuzer SMS Emden von der deutschen Enklave Qingdao (China) aus den Indischen Ozean unsicher. Selbst der Feind zollt ihm mit dem Spitznamen „Gentelemen of War“ Respekt.

---------------- SPOILER (Anfang) ---------------------

Doch das so souverän erscheinende Schiff, der Stolz der kaiserlichen Flotte, wird von einem australischen Zerstörer versenkt. Kapitänleutnant Mück und 50 Besatzungsmitglieder, die gerade zufällig auf Landgang waren, werden von diesem Schicksalschlag verschont. Nun müssen sie sich auf eine gefährliche und kräftezehrende Reise begeben: 13000 Kilometer trennen sie von der Heimat. Unter desolaten Bedingungen, mit einer knarrenden halbverfaulten Nußschale, statt einer schwimmenden Metallburg Emden, versuchen sie das Beste aus ihrer Situation zu machen. Zufällig begegnen sie im chinesischen Meer einem deutschen Handelsschiff und konfizieren es. Das deutsche Schiff wird mit Tarnfarben gestrichen und fährt unter falscher (italienischen) Flagge weiter. In ihrer Odysee flüchten die Deutschen vom chinesischen Meer über die Straße von Sumatra bis in die Türkei, ihrem Verbündeten in diesem Weltkrieg. Zwist unter den Überlebenden, Hunger und Krankheit beschweren ihren Alltag. Schließlich erreichen sie nach einer entbehrungsreichen Reise, auf der sie von bewaffneten Beduinen überfallen werden, die rettende Eisenbahn in der arabischen Wüste.

----------------- SPOILER (Ende) -----------------------

Kritik: Die Kritik in der Fachpresse (Filmstarts) wirft dem Film vor, er bemühe sich zwar um Authentizität, vernachlässige aber das Erzählen und den Spannungsbogen. Es heißt ferner: spannende Episoden dieser Odysee würden im Film verschmäht (ganze Monate) und statt dessen langweilige (teilweise falsch) berücksichtigt. Möglicherweise hat sich Regisseur vor einer Helden-, und Kriegsverherrlichung gefürchtet. Dann hätte man ihn missverstanden und in tabuisierte falsche Schubladen gesteckt.
Außerdem wirkt die türkische Wissenschaftlerin (Sibel Kekilli), die sich den Matrosen als Dolmetscherin zu Verfügung stellt, irgendwie aufgesetzt.
Deplatziert wirkt auch die Lovestory a la Hollywood; sie ist frei erfunden und hat in einem Geschichtsfilm, der authentisch sein will, nichts verloren. Man hat sie mit Rücksicht auf eine Zielgruppe hineingebracht, die romantische Bedürfnisse hat. Ich finde sie entbehrlich.

Fazit: dennoch ist der Film sehenswert. Er bewegt den Zuschauer mit Grossaufnahmen, imposanten Kulissen und dem Flair der grossen weiten Welt. Ferner wird die Gesinnung und das Gefühl dieser Epoche eingefangen – das ist ganz grosses Kino. Man kann den Film als historische Darstellung einer Epoche anschauen, man kann ihn auch als Metapher für den Überlebenswillen des Menschen interpretieren, der dem Zuschauer Zuversicht und Kampfgeist einflößt (ähnlich wie der Roman „Die Schattenlinie“, in dem sich ein junger Kapitän auf weiter See befindet, seine Mannschaft aus der Flaute herausführen muß und seine Reifeprüfung gegen Hunger, Durst, Krankheit und Wahnsinn besteht...

Ich gebe nur vier Sterne, weil uns der Film viel von dieser heroischen Odyssee vorenthält.
Heldenverehrung hin oder her... ich hätte gerne alles gesehen und bewundert.
(Um Missverständnisse zu vermeiden: ich bin Deutsch-Türke, kein Nazi !
Meine Bewunderung gilt nur den Menschen, nicht der Uniform und auch nicht dem Krieg.)

In der IMDB-Wertung liegt der Film derzeit bei 6,2 (1-10)
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am 14. Januar 2014
Warum hat man sich die Geschichte vom Landungszug der SMS Emden ausgesucht, um daraus eine billige Seifenoper zu machen? Die triviale Liebesgeschichte ist nicht allein überflüssig, sondern drängt sich als das scheinbar wichtigere Ereignis in den Vordergrund und macht das Geschehen zu einer Pilcher-Schmonzette. An manchen Stellen jedoch kann man über die Naivität der Filmemacher - Berengar, etc. - sogar lachen. Da fährt zum Beispiel eine deutsche Familie auf der Flucht mit dem Zug offen und unentdeckt durch Frankreich -im 1. Weltkrieg!!!, rettet sich so nach langer Irrfahrt dann offensichtlich in einen deutschen Zug -wahrscheinlich an der Front umgestiegen???, um wohlbehalten in Deutschland anzukommen. Wie unbedarft muss man sein und für wie dumm wird der Zuschauer gehalten, dem man so einen Schmarrn auftischt? Zum Schluss werden im Abspann dann die Fortgänge rein fiktiver Lebensläufe mit denen realer Personen vermischt. Von einer differenzierten und objektivierten Behandlung solcher geschichtlichen Ereignisse vor 1945 ist man leider in Deutschland noch weit entfernt. Diesen Film kann nur gut finden, wer mit der Historie nicht vertraut ist. Eine auch nur annähernd objektive Würdigung der Ereignisse und der Menschen ist gründlich misslungen. Den 2. Stern vergebe ich nur wegen der Schmunzelgeschichten (s. Zugfahrt durch "Feindes"land, türkische Dolmetscherin, Schäferstündchen mit der schwarzen Frau des deutschen Konsuls, etc.) Kurz: Wer sich über die Geschichte der Emden oder des Landungszugs informieren will, sollte das nicht über dieses Filmchen versuchen.
33 Kommentare21 von 25 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. November 2013
Hier wurde die Abenteuerliche Geschichte des Landungszuges der SMS Emden die von den Australiern versenkt wurde verfilmt.Und das unglaublich gut,ich war so positiv überrascht wie schon lange nicht mehr(über einen Deutschen Film).
Die Darsteller wurden alle gut gewählt,vor allem sticht hier Sebastian Blomberg heraus der den Kapitänleutnant von Mücke spielt,dieser Schauspieler hat für mich wie noch kein anderer einen Offizier aus der Kaiserzeit verkörpert.Alleine schon sein Befehlston und Kommandogebung ist wie aus dem Lehrbuch Preussischer Lininien Infanterie.
Leider wurde die Geschichte von Kaleu von Mücke vergessen der später ein Gegner der Nationalsozialisten wurde und s ein Gegner der Wiederbewaffnung der BRD.
Lediglich etwas fehl am Platz fand ich Sibel Kekilli(als Türkische Wissenschaftlerin ;)) aber das ist zu verschmerzen.
Die Wahl der Drehorte und die Ausstattung konnten kaum besser sein.
Auch bin ich kein Freund von Liebesromanzen in Kriegs oder Abenteuer Filmen aber die Parallel Geschichte der Verlobten mit ihrer Familie von Leutnant Overbeck wurde unglaublich intelligent eingefügt um gewisse Historische Ereignisse einfließen zu lassen wie der Fall von Tsingtau.
Die Ausstattung und die Requisiten waren gut gemacht und obwohl sicher kein unbegrenztes Budget wie bei Emmerich Filmen zugrunde lag wurden die Seegefechte echt gut inszeniert.
Insbesondere eine der besten Szenen als die Emden versenkt wurde was teilweise in der Doppelfernrohr Optik gezeigt wird.
Es wurde viel wert gelegt auf kleine Details wie die leeren Patronenhülsen im Sand beim Gefecht in der Wüste.
Auch wurde endlich mal von einer Unart gelassen jeden Deutschen Soldaten der Vergangenheit als Kompletten Volltrottel,Fanatiker oder Rassisten darzustellen.
In einer Zeit in der Deutsche Soldaten wieder 13000km von zu hause Krieg führen ein wirklich sehr guter Film der auch nachdenklich macht.
Dieser Film hat es wirklich geschafft jede Verherrlichung zu vermeiden sei es pro oder contra Militarismus.
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am 4. November 2014
13.000 Kilometer (Originaltitel: Die Männer der Emden) eine deutsche Produktion aus dem Jahr 2013 erzählt von 52 Matrosen die 1914 (1. Weltkrieg) nach Versenkung durch einen australischen Zerstörer ihres Schiffes den Weg nach Hause antraten (eben 13.000 Kilometer). Die Aufgabe ihres versenkten Schiffes (die Emden) war es Handelsschiffe zu versenken und auch ein paar Kriegsschiffe waren darunter. Gegenüber anderen Kriegsschiffen, nahm die Emden die Passagiere der unterlegenen Schiffe in Haft und erst dann versenkten sie die feindlichen Schiffe. Das brachte ihnen den Titel „Gentlemen of War“ ein. Doch das ist nicht die eigentliche Geschichte, der Film erzählt die Gegebenheiten nach der Versenkung der Emden. Laut Produzenten hält sich der Film eng an der historischen Geschichte, doch geschichtlich sind die Gegebenheiten heute nicht mehr zu beweisen, da Deutschland eine eigene Sichtweise zu der Kriegs-Geschichte hat. Fakt ist jedoch das einige bekannte Gegebenheiten im Film nicht vorkommen dafür anderes weggelassen wurde (z.B. das Massaker durch die Kolonial-Deutschen an den Sokehs in Ponpeih mit Hilfe durch die Emden) und dafür einige erfundene Geschichten reinmoniert wurden (und die waren meines Erachtens unnötig: eine langweilige Love Story, die Versenkung der Emden, die in Wirklichkeit zerstört aber nicht versenkt wurde usf.). Auch hier zeigt sich das die geschichtliche Sichtweise für einen Film verschieden gesehen werden kann. Der Film spaltet sich in zwei Handlungsstränge die unabhängig voneinander erzählt werden. Das deutsche Pathos wurde jedoch so reduziert wie möglich. Aber auch die deutsche Filmkritik ließ an dem Film wenig Gutes. Der Scheideweg zwischen Geschichte und Film ist halt manchmal sehr eng.

Neben der BR-Fassung (148 Minuten) gibt es auch eine längere TV-Version die um 32 Minuten länger ist und eine gekürzte Kinofassung (116 Min.). Dieser deutsche Film setzt leider die Tradition fort, wie lässt sich ein Film inhaltlich zäh und behäbig produzieren. Dennoch, für neun Millionen Euro Produktionskosten kann der Film als gelungen angesehen werden. Doch ihn als deutschen Pedant zu „Lawrence von Arabien“ anzusehen, so manche deutsche Werbung, ist weit hergeholt. Da ist es wohl doch besser die Geschichtsbücher zu Emden und „Die Säulen der Weisheit“ von Lawrence zu lesen. Da lässt sich feststellen welche Biographischen Bücher besser und geschichtlich näher produziert wurden. Von der Filmspannung mal ganz abgesehen (bei Lawrence waren es wenigsten nur zwei kleine Abweichungen zur Geschichte).

Ich vergebe nur zwei Sterne weil der Film trotz geschichtlichen Hintergrund bei mir keine Spannung erzeugte (aber das wird sicher verschieden empfunden werden). Man hätte sich mehr auf die Männerstory konzentrieren sollen (was geschichtlich interessant war) und weniger mit den unnötigen nicht historisch vorgekommenen Nebengeschichten die den Film einfach überfrachtet hatten. Aber wahrscheinlich ist der zweite Handlungstrang produziert worden, damit die Filmlänge genug Stoff für einen Zweiteiler hergab und um den Film international kommerziell besser anbieten zu können.

Qualität der BR: Das Bild ist gestochen scharf und ohne Grieseln und Verunreinigungen. Kein Unterschied zur DVD wo der Film zu komprimiert gebrannt wurde. Auch mal angenehm für einen deutschen Film, man versteht die deutschen Schauspieler und es ist nicht alles vernuschelt. Und die Toneffekte in DTS-HD Audio 5.1 sind gut gelungen.
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am 15. Februar 2015
Wie man einen erfolgreichen Kriegsfilm macht, der ohne Liebesschnulze auskommt und trotzdem von der ersten bis zur letzten Minute fesselnd und authentisch ist, das wurde uns mit „DAS BOOT“ schon vor über 3 Jahrzehnten von Wolfgang Petersen und Co. vorgemacht und dort hätte man sich eine dicke Scheibe abschneiden können. Weit gefehlt. Den Machern von diesem Streifen ist es nicht gelungen dieses Abenteuer, welches das Leben schrieb entsprechend umzusetzen. Dabei war die Handlung als Grundlage für ein vernünftiges Drehbuch praktisch schon vorhanden, nämlich in zahlreichen Büchern und den Veröffentlichungen von Einzelschicksalen. Was für eine Fülle von Stoff, um daraus großes Kino zu machen! Eine verschworene Männergemeinschaft in aussichtsloser Situation, ein abenteuerlicher Leidensweg um die halbe Welt, durch Meer und Wüste, unerschütterlicher Durchhaltewille getragen von Kameradschaft und soldatischer Disziplin... Auf wichtige Abschnitte, wie die Fahrt mit zwei Sambuks entlang der Küste des Roten Meeres hat man verzichtet. Stattdessen wurde als Parallelhandlung eine Liebesschnulze eingeflochten, ebenso verzichtbar wie manch kindische, hinzu phantasierte Situation, wie z.B. der Versuch einer Meuterei oder die Desertation eines Offiziers. Schon am Anfang, bei der Besetzung von Direction Island merkt man, daß die maßgeblichen Leute im Filmteam kein Gespür dafür haben wie man die Handlungen von militärischen Personen der Zeit entsprechend authentisch und glaubwürdig darstellt. Da rennt der Kapitänleutnant Mücke rum und fuchtelt mit der Pistole wie ein Drogenfahnder in Miami Vice - nur zum Kopfschütteln. Aber das ist kein Wunder in einem Land, in dem die Zeitzeugen nicht nur alle weggestorben sind, sondern auch alles Militärische seit Jahrzehnten als Teufelszeug abgetan wird, wo Heldentum und Patriotismus nur rechtslastige, umstrittene Eigenschaften sind. In einer Gesellschaft, wo bevorzugt Deserteuren Denkmäler gesetzt werden, da paßt es dann auch in die weichgespülte Handlung, daß einer der Protagonisten - sogar ein Offizier- zum Schluß auf einem Boot nach Dänemark abhaut. So kann man den Helden, der heutzutage ja eigentlich keiner sein darf im letzten Moment doch noch irgendwie mit der pazifistischen Gesinnung des Publikums versöhnen. Gemessen am Budget und den Möglichkeiten eher ein halbherzig wirkender Film, eine „gut gemeint –Darbietung“, gemacht von Leuten denen entweder der Schneid oder die Kompetenz fehlte, um diesen einzigartigen Stoff konsequent und wirkmächtig umzusetzen als das was es hätte sein können: Ein deutsches Heldenepos.
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am 27. Januar 2014
Irgendwie bin ich gefühlte Jahre dem Film hinterhergelaufen, hatte zwischenzeitlich alles, was youtube hergab, angeschaut, da mich die wenigen Ankündigungen und die Besetzungsliste schon sehr neugierig gemacht hatten. Im Kino lief der Film in der Nähe nicht, auf DVD konnte ich das Anschauen dann nachholen. Und mein Eindruck war besser als erwartet, habe mich eigentlich keine Sekunde gelangweilt. Aber so richtig großes Kino? Nein, nicht ganz. Mir wäre es vor allem viel lieber gewesen, wenn man auf das in meinen Augen flache, überflüssige und schlecht gespielte Liebesgeplänkel zugunsten von mehr Mannschaftsszenen mit wirklich tollen Schauspielern und vor allem auch ein paar Zwischenstationen des Rückwegs gegen Ende verzichtet hätte. Grad waren sie noch in der Wüste, dann schon wieder daheim. Der Sprung war mir zu groß, aber vielleicht gibt die TV-Fassung irgendwann darüber Aufschluss. Alles in allem: Kein schlechter Kauf und in Verbindung mit dem sehr unterhaltsamen und sympathischen 85-minütigen Making-of von Holger Norgall eine sehr runde Sache (für das Making-of allein hätte ich fünf Sterne vergeben!).
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am 30. April 2014
Langweilig war der Film nicht. Das war aber schon das einzig Positive. Eventuell noch, dass ich mich danach etwas für die richtige Geschichte der "Emden" interessiert habe. Auch das "Making of" als Bonus auf dieser DVD ist gut und auch etwas lehrreich. Hier sieht man die Planung und Logistik, die für diesen Film notwendig war. Und das ist schon mal ganz heftig. Aber leider ist im Endeffekt als Film nichts Gutes dabei herausgekommen. Auch der ARD-180 Minuten-Langfilm ist nur unwesentlich besser. Diesen hatte ich mir im TV vorher angesehen und war am Ende enttäuscht. Danach besorgte ich mir diese DVD, und merkte, dass man mit dem Schneiden auf 142 Minuten dem Film auch nicht mehr helfen konnte. Bei den Rollen dachte ich, hier sind die Schauspieler und die spielen so, als wollten sie sagen, so hätten wir das gemacht. Deshalb wirken die Figuren, die sie spielen, nur als Pseudonym für die Schauspieler selbst. Das wirkt bei allen so. Ausnahme ist eventuell Sebastian Blomberg, der den 1. Offizier Hellmuth von Mücke spielt. Vielleicht haben sie, wie man im "Making Of" sehen kann, durch die ähnliche Reise, die sie machen mussten, und das Erlernen dabei, wie man zum Beispiel rudert, mit den Waffen umgeht, oder auch Kamel reiten muss, vergessen, dass sie eine Rolle spielen müssen und sie selbst nicht Inhalt des Films sind. Dann hätte man solche Sprüche nicht benutzt wie z. B. zwischen Ken Duken und Sibel Kekilli bei der Schießerei in der Wüste, als er fragt: "Kann ich Sie kurz allein lassen?" und sie fragend antwortet "War ich doch eben auch schon. Oder?". Durch solche Sprüche und auch andere Handlungen, kann ich diesen Film nicht so richtig ernst nehmen.
Die Grobhandlung ist in Ordnung. Ein Landungstrupp der "Emden" muss auf einer Insel mit ansehen, wie ihr Kriegsschiff "Emden" von einem feindlichen Schiff versenkt wird. Sie flüchten dann mit einem Segelschiff von der Insel und kommen, mit Problemen während der Fahrt, nach Sumatra. Von dort fahren sie mit einem deutschen Handelsschiff zu einer Hafenstadt al-Hudaida am Roten Meer, nachdem sie erfahren haben, dass ihre Basis in Tsingtau/China von den Japanern eingenommen wurde. Von dieser Hafenstadt aus ziehen sie durch die Wüste, werden dabei überfallen, bis sie die Bahnlinie nach Konstantinopel finden, und dann auch mit der Bahn bis nach Berlin fahren.
Also 13000 Kilometer Stoff. Ich hätte mir sehr gewünscht, wenn man auf die Motive der Gruppe mehr eingegangen wäre. Leider hat man sich der Klischees bedient. Und das sehr heftig.
Liebe (Ken Duken und Felicitas Woll). - Wäre wohl besser gewesen, sie hätte das Trauerjahr, was in dieser Zeit wohl noch mehr Beachtung fand, eingehalten, nachdem sie glaubte, er wäre tot. So wäre es nicht zu dem "berühmten Schwedenende" gekommen und das Happy End für Beide wäre glaubwürdiger schon vorher möglich gewesen.
Böser Bube: - Jan Henrik Stahlberg spielt den Friedrich von Schulau. Dieser muss überall herhalten. Er ist feige, will aber meutern. Dann bunkert er auf dem Segler den Sprudel für sich selbst, weil dort Wasserknappheit herrscht. Dies hat außer Ken Duken keiner gemerkt. (So schlimm kann dann die Wasserknappheit wohl auch nicht gewesen sein.) Dann versucht er in Sumatra abzuhauen, kommt aber nur bis ins Bett der Botschafterfrau. Zum Schluss läuft er in der Wüste mutig in eine Kugel, weil auch historisch jemand dort bei dem Überfall der Beduinen gestorben ist. Er hat sich wohl angeboten.
Wenn ich diesen Film von der Langversion auf Kinolänge geschnitten hätte, dann wäre dieser, nach der Verleihung des Eisernen Kreuzes" für die geflüchtete Gruppe der Emden", zu Ende gegangen. Auf die Schweden-Aktion hätte ich verzichtet.
Das Fazit des Filmes ist: Ich wäre gern dabei gewesen. Dann hätte ich Kamelreiten und Rudern gelernt, auch wie man in dieser Zeit mit den Waffen umgeht, wo man sie trägt. Ich wäre auch bei den Wasserstudios in Malta gewesen. Das wäre ein Abenteuer. Aber im Film hätte man mich hoffentlich herausgeschnitten.

Meine Schulnote: 4
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am 8. Dezember 2015
Handlung:

Erster Weltkrieg 1914: , Der Kreuzer „SMS Emden“, der Stolz der kaiserlichen Flotte, versenkt viele feindliche Schiffe und geht mit deren Besatzung fair um - selbst die Feinde gaben der Emden den Titel "Gentlemen of War".
Als die Emden im Indischen Ozean vor einem kleinen Atoll ankert, wird ein Landungszug von 50 Mann an Land geschickt um die britische Funkstation unschädlich zu machen.
Vom Strand aus können die Männer der Emden nur zusehen, wie ihr Schiff vom australischen Zerstörer Sydney beschossen und versenkt wird.

Die überlebende Besatzung auf der Insel will die Heimkehr nach Berlin wagen, unter Führung ihres Kapitänleutnant von Mücke. Es beginnt eine gnadenlose Odyssee über Meer und Land auf Leben und Tod. Auf 13.000 Kilometern kämpfen sie gegen Feinde, Hunger und Krankheiten, immer getrieben von ihrem unbeugsamen Willen zu überleben.

Technisches:

Das Bild ist gestochen scharf und die Landschaften sind toll in Szene gesetzt.
Die Vertonung ist sehr gut gemacht und die Dialoge sind passend.
Schauspielerisch kann man nichts bemängeln.
Ab und an gibt es Stellen im Film, die für mich teils unlogisch waren (evlt. Spoiler: z.b. als die Familie aus dem chinesischen Außenposten nach Hause zurückkehren wollten und in später von Frankreich aus mit dem Zug gen Heimat fuhren, gaben sie sich als Briten aus - sprachen aber im Zug weiterhin Deutsch. Auch wenn sie sicher über Holland oder Belgien dann nach Deutschland gefahren sind, wird so eine Zugfahrt gefährlich gewesen sein, wenn Deutsche sich als Briten getarnt im Feindgebiet aushielten)

Fazit:

An sich ein toller Einblick in die Reise der Emden-Besatzung auf ihrem Weg nach Berlin, allerdings wurden meiner Meinung nach einige Punkte der Reise zu wenig beleuchtet (arabische Halbinsel, sie waren "zu schnell" durch die Wüste und waren recht fix in Konstantinopel und fuhren dann mit dem Zug nach Berlin), während andere Szenen sich teils in die Länge gezogen haben. Im Film fehlte der "Pfiff", damit meinte ich keine Explosionen oder Effekte, sondern das gewisse Etwas, damit diese epische Reise um die halbe Welt den Zuschauer regelrecht gebannt hätte.
Die kleine Liebesgeschichte im Film empfand ich als unnötig.
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am 17. Februar 2014
Ach ! Warum kann man eigentlich historische Themen nicht wahrheitsgemäß zeigen ? Wo bleibt ein neuer Fritz Umgelter o.dgl.?

Dieser Film ist kein schlechter Unterhaltungsfilm, auch nicht langatmig oder langweilig für geeignete Zuschauer, aber er ist nicht wahrheitsgemäß. Man kann auch gute Unterhaltung drehen ohne zu lügen. Ich meine nicht einmal die dramaturgischen Ergänzungen, die man heute meint, einbauen zu müssen, um unbedingt 'hollywoodlike' zu sein. Wenn meinetwegen Handlungsstränge wie die Liebesgeschichte mit der Kaufmannstochter und das Auftauchen der türkische Wissenschaftlerin eingebaut werden, ohne den historischen Handlungsablauf und die Logik zu ändern, dann okay. Auch die politische Beurteilungen am Anfang des Filmes sind als typische deutsche Weltverbesserungsmoral noch erträglich, obwohl das Kaiserreich nichts anderes gemacht hat, wie die anderen Großreiche auch. Wenn aber ganze, auch noch besonders spannende Phasen der Geschehnisse komplett ausgeblendet werden, wie die Abläufe der Geschichte auf der arabischen Halbinsel, dann ist das schon unverständlich. Und wenn dann auch noch der Wahrheit komplett abgeschworen wird und der Held der Geschichte nach Schweden desertiert, um zu heiraten und drei Kinder zubekommen, dann kann man nur verzweifeln. Welches Ziel soll hier erreicht werden ? Was wäre am Filmende schlechter gewesen, wenn man die wirkliche Historie verwendet hätte ? Ich verstehe es nicht.

Dieser Film ist handwerklich gut gemacht und erzählt bestenfalls eine Geschichte ähnlich die der Männer der Emden. Spannend und in Teilen historisch authentisch unterhält er den Zuschauer ganz ordentlich, ohne in hirnlosen Action-Knallorgien zu enden. Hätte besser sein können.
11 Kommentar11 von 15 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. September 2014
Die Geschichte hätte mehr Potential. Leider habe ich nicht die spannende Geschichte bekommen, die ich aufgrund der Original Vorlage erwartet hatte. Ziemlich langatmig, wenige Spannungsbögen. Schade - war mehr drin.
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