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am 2. November 2013
Du hörst das Debüt 'The Howlin' Bones' und denkst Dir, dass das ein einmaliges Schurkenstück gewesen sein könnte, weil singulär, weil auch ein Ray Wylie Hubbard nicht jeden Tag einen Lincoln Durham entdecken kann, weil im o. g. Album bereits alles Pulver verschossen wurde, was es in diesem Genre (Genre?) zu entzünden gibt... was kann da ebenbürtigerweise oder toppend noch folgen? Du wünschst, hoffst weil Du nicht genug bekommen kannst von diesem Blues Dämon, längst hast Du ihm Deine Seele verkauft und Du hängst süchtig nach noch mehr dunklem Serum am Tropf...

Und Lincoln Durham injiziert und infiziert erneut indem er den blanken Knochen Federn verleiht und diese in schamanischer Zeremonie Sündern und Verdammten opfert. M. a. W., Lincoln Durham schwingt sich aus Ray Wylies Mentoren Schoss und entwickelt ein noch Grenzen sprengenderes Pokerspiel des Blues, anscheinend gibt ihm George Reiff hier die absolut freie Hand und ermöglicht dem im Durham'schen Selbstportrait bezeichneten 'seltsamen Kind' autark in dreckigen Ecken zu spielen. Dieser losgelassene 'Teufelsbraten' lässt sogar abgebrühte Zocker wie Rick Richards an Bass und Drums, mitnichten den im Backing geduldeten Producer George Reiff wie gefallene Erzengel klingen, denn mit allem anderen was knochenfräsend laut und dominant tönen kann vergnügt sich der Protagonist selbst in organisch und physisch fühlbarer Variante - ob in seiner Master Disziplin, der Blues Harp oder mittels einer experimentellen Suitcaseguitar...(Samsonite;-))
"Recorded using only the cheapest instruments and most percussive household items we could find"

Im Grunde zelebriert sich diese verletzte, tief nachdenkliche, düstere Seele selbst - er benennt all seine Gespenster - fürchterliche Angst, getriebene Liebe, abartige Gelüste bis hin zu verdorbenen Sinnen, benamst und vertont sie in wie mit Tomahawks geschlagenen Beats auf einem Styx artig strömendem Blues über trashige Metal Roots-Rock Klippen, handclapping rhythmisiert - von drohendem Grollen, wütendem Schreien und Heulen (Track 4,5) bis friedlich und sanft runterkommend in der Ode an Gattin Allie... Nicht nur diese wandelbare Durham-Stimme dürfte Alissa Durham überzeugt haben einem wahren Homunculus den Ring an die Klaue zu stecken, in ihrer Funktion als Background Fee, Managerin und Maskenbildnerin entdeckt sie ihren glutäugigen Knochengräber immer wieder auf's Neue und stylt ihn zum Hell's Pimp...

Es mag sein, dass das alles sehr kryptisch erscheint, adhoc Faszinierte, Hörige des Erstlingwerkes vermissen hier vermutlich Melodiöses, Bezugspunktnahes oder Vergleichbares im Sinne von - der klingt wie... Howlin Wolf, Son House, Ray LaMontagne, Ryan Adams, Ryan Bingham... soweit, das Bones Album betreffend, passte das auch. Hier mäandert das gen unberechenbarer Winde und Strömungen, das mag zum Teil an der Abstinenz 'Great Daddy' Ray Wylies liegen, der trotz eigenem Style Crossing den erdigen, durchschaubaren Bezug zum konservativ verankertem Blues nie ganz verloren hat, zum anderen hat man es hier mit einem überqualifizierten Multi Talent, das sich niemals nur im Schatten der Urväter sonnt, zu tun. Dieser Antagonismus aus Tradition und Innovation prägt das nahezu bösartige Antlitz des wesentlich harscheren, unbequemeren Zweitgeborenen. Merkwürdigerweise wird in den Bezügen niemals John Fogerty erwähnt - hier in den Tracks 'RISE IN THE RIVER' und der RevolverMaidenPosse 'ANNIE DEPARTED' gibt es definitiv stimmlich und phrasierenderweise einen, allerdings ohne roter Couch und Banjo...

Somit dürfte der Exodus der geständigen Sünder beschrieben sein, die aufgefädelte Krähe wie ein geschlachteter Bote zwischen Sein und Nichtsein als Totem in der indianischen Mythologie macht den Spirit eines 'PRODIGAL SON' im Blues Limbus der verzehrenden Art klar... Wer hat Angst vor'm schwarzen Mann? - der passendere Rezensions Titel? Möglicherweise wird meine Rezension all dem nicht gerecht: Schliesslich war von einem absoluten Ohnmachtsanfall ob diesem Aguardente geätztem Organ, den virtuos geklampften GitarrenRumours, den hyper-terrestralen Kompositionen nicht die Rede - es soll sie geben - Musik, die nicht nur ge-hörig und be-geistert macht, vielmehr führt sie Dich gefühlserschüttert und gedankenreduziert an den Schlund der ganz eigenen Hölle.
Lincoln Durham gelingt das verdammt gut.

Stark und anders, authentisch, eigenwillig, radikal und selbstbestimmt in schräg gesägter Archaik. Need it or quit it.

PS. And you need to need 'MAMA' - I'm sure! Very.
PPS. On UTube: Lincoln Durham/Guthrie Kennard - Knochenfräser und Fährmann...
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