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5.0 von 5 Sternen Verdammt geiler Thrash - und mehr!, 28. Oktober 2013
Was machte die alten Hasen, die Urväter dieses Genres, wie Metallica, Megadeth, Anthrax, Slayer, Overkill, Exodus oder Testament so besonders? Sie alle (und noch einige nicht genannte mehr) sind (oder waren einmal) Thrash Metal Bands - und trotzdem klang jede von ihnen eigenständig, weil sie ihren ganz eigenen Sound hatte. Und weil viele von ihnen eben auch mit Elementen arbeiteten, die nicht aus dem Thrash kamen und ihrer Musik so eine eigenere Note verliehen.

Und heutzutage? Während manche von ihnen gerade wieder wahre Granaten abliefern und andere langsam in der Mittelmäßigkeit versinken, kommt geradezu ein Boom des Thrash Metal auf, herbeigeführt von jungen Bands, die die Musik der alten Heroen wieder zelebrieren. Leider aber erreichen viele von ihnen nicht annähernd dieselbe Klasse, weil sie im Endeffekt nur versuchen, das Geknüppel von Slayer, Sepultura und ähnlichen nachzuahmen, und das nicht einmal auf originelle Weise. Bands mit einer eigenen Note sucht man eher wie die Nadel im Heuhaufen, und doch gibt es sie, ein gutes Beispiel waren Municipal Waste - welche aber nach The Art Of Partying meiner Meinung nach ihren Zenit auch bereits überschritten hatten.

Eher skeptisch stand ich dagegen anfangs Warbringer gegenüber - nach ersten Hörbeispielen, als die Band gerade im Kommen war, empfand ich sie zu sehr als Slayer-Klon und befasste mich auch nicht weiter damit.
Erst ihr Auftritt beim Party.San 2012 belehrte mich eines besseren und ihr Album Worlds Torn Asunder überzeugte mich dann völlig.

Und mit dem nun aktuellen Album "IV - Empires Collapse" setzen die Jungs tatsächlich nochmal einen drauf und strafen alle Slayer-Vergleiche Lügen: Denn vergleichen lassen sich die Jungs mittlerweile gar nicht mehr. Zu eigenständig ist der dreckig-rauhe Thrash, der einem von dem Silberling entgegenschallt. Zu sehr setzt man nun auch auf Experimentierfreudigkeit, leiht sich hier und da ein paar Elemente aus dem Black Metal, Blast Beats, Tremolo Picking, Mollakkordzerlegungen, wie etwa in Horizon, oder Hunter Seeker. In Iron City findet sich dann gar ein Heavy Metal Outro, das Iron Maiden alle Ehre macht, und dennoch eigenständig klingt. The Turning Of The Gears walzt im Midtempo daher, treibt aber gerade durch die geilen Phrasierungen und Akzentuierungen mit den Gitarren trotzdem schön aggressiv voran, und in One Dimension finden sich sogar rockige Riffs. Dying Light könnte so eigentlich auch auf dem Vorgängeralbum stehen, und Leviathan zeigt Warbringer gleich noch einmal von einer ganz anderen Seite: Langsam und düster, mit manch schrägem Akkord dröhnt es aus den Boxen, der Halleffekt auf John Kevills Stimme und die Akustikgitarrenelemente im Refrain tun ein Übriges, um dem Song eine Atmosphäre zu geben, die einen tief unters Meer versetzt - passend zum Text.
Insgesamt ist die Musik der Jungs auch um einen ganzen Tick melodischer geworden, was der Aggressivität der Mucke allerdings keinen Abbruch tut, Warbringer fetzen nach wie vor durch die Gehörgänge, daß man sich am liebsten alle Nackenwirbel einzeln beim Bangen brechen möchte. Die Gitarrensoli sind einfach Heavy Metal pur, rasendes Gefrickel, aber dennoch mit Melodie, ohne dabei in Chaosleads a la Kerry King auszuarten und besonders geil sind die Bassläufe. Ben Mottsman jagt einen tollen Basslauf nach dem anderen raus, gibt er an der einen Stelle noch den Grundton vor und lässt die Gitarren im Vordergrund, sticht er an der anderen plötzlich mit einer wahnsinnig geilen, fast rock'n'rolligen Melodie heraus. Und über allem John Kevills Stimme: Er klingt wie ein gnadenloses Reibeisen, als wäre sein Kehlkopf nur dafür gemacht worden, diese Art von Musik zu singen.

Wenn Warbringer so weitermachen, dann haben sie das Zeug dazu, den Job von Kreator, Slayer und co. weiterzuführen, wenn die doch schon etwas betagteren Herren mal in Rente gehen. Und zwar machen sie das völlig eigenständig, denn obwohl Warbringer ganz eindeutig ihre Helden und Idole haben und sich auch von ihnen inspirieren lassen, klingen sie dennoch vor allem nach einer Band: Nach sich selbst. Und auch wenn ihr Sound sich tatsächlich wieder weiter entwickelt hat und sie Neuerungen eingeflochten haben, ist die Band noch in jedem einzelnen Song klar zu erkennen. Und das - sich weiterzuentwickeln und trotzdem seiner Musik treu zu bleiben, sich nicht auf die vermeintliche Grundessenz des Thrash (also stumpfes Geknüppel) zu versteifen, sondern auch Experimente mit anderen stilistischen Anleihen zu wagen - das haben Warbringer vielen ihrer Newcomerkollegen meilenweit voraus!
Danke für dieses Album, Jungs! Damit ist euch echt ein Meisterwerk gelungen, hier stimmt jeder Ton, jeder Schlag, jedes Riff, jeder Schrei, jede Melodie, jeder Blastbeat, jeder Midtempopart - es reisst einfach mit! Und SO sollte Metal sein.

Update:
Die Limited Edition kommt übrigens mit einer DVD daher, die neben Livemitschnitten auch noch ein Making Of und Aufnahmen von der Europa-Tour 2012 (on the road) enthält.
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4.0 von 5 Sternen Da geht noch was, 11. Januar 2014
Die Rezension von Metal Maniac ist ja schon sehr ausführlich und ich kann auch in weiten Teilen zustimmen. Ich habe Warbringer gestern Abend live als Vorgruppe von Iced Earth in Hengelo gesehen und fand sie richtig gut. Auch mir ist als erstes der Basser aufgefallen, bei dem man manchmal den Eindruck hat, er wolle sich da die Fingerkuppen von den Händen schreddern, so wild zupft er sein Instrument (oft mit vier Fingern gleichzeitig). Was Warbringer noch von ähnlich guten und ähnlich lange existierenden Thrash Combos wie Angelus Apatrida und Havok (beide im November in E-Borbeck gesehen, auch beide richtig gut) unterscheidet, ist dass es sich nicht um die klassische Viererbesetzung handelt, wo der Sänger "nebenbei" noch Gitarre spielt. Sänger John Kevill ist eine echte Frontsau und animiert immer mal wieder das Publikum. Ist vielleicht erwähnenswert, das die Band so jung gar nicht mehr ist: Das erste Demo wurde 2004 veröffentlicht und die IV im Albumtitel steht wohl für das vierte Album. Außer John Kevill ist allerdings nur noch Gitarrist John Laux von Anfang an mit dabei, der Rest der Truppe ist erst in 2011/12 hinzugestoßen. Offensichtlich will man jetzt durchstarten und ich drücke den Jungs die Daumen.

Das Grundproblem bei klassischem Thrash Metal ist zumindest für mich, dass über weite Strecken eine Band wie die andere anhört. Das ist mir bei dem o.g. Konzert extrem aufgefallen, wo auch die dritte Band im Bunde, ein Newcomer namens Savage Messiah aus England, nicht zurückstand. Alle drei Bands in der 4er-Besetzung, alle Sänger mit dem für Thrash Metal typischen gepressten Gesangsstil, Rythmus, Druck etc. Und auch bei Warbringer ist das nicht viel anders. Abwechslung kommt erst ins Spiel, wenn man mal eben nicht Thrash spielt, sondern in Heavy oder Power Metal "abbiegt", d.h. mal geschwindigkeitstechnisch einen Gang zurück schaltet und dafür Melodien ins Spiel bringt, auch bei den Vocals. Das passiert auf diesem Album noch zu wenig und deshalb verweigere ich auch die volle Punktzahl; ansonsten ist es ein klasse Album. Meiner Ansicht ist genau dies das Rezept, mit dem Bands wie Metal Church, Iced Earth und Vicious Rumors früher groß geworden sind. Mehr davon, bitte.
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4.0 von 5 Sternen THRASH!!, 13. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: IV: Empires Collapse [Vinyl LP] (Vinyl)
nicht mein Lieblingsalbum von Warbringer aber definitiv eines der Besten!! Innovativ mit neuem Gefrickel. Geflällt mir sehr gut. Weiter so
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IV: Empires Collapse
IV: Empires Collapse von Warbringer (Audio CD - 2013)
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