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am 14. November 2013
Allen Behauptungen zum Trotz gibt es immer noch Konzeptalben. Zum Glück! Wenn es dann noch soviel Spaß macht wie dieses, umso besser. Mit der Vereinigung von Relativitäts- und Quantentheorie hat das Album jedoch kaum etwas am Hut, diese dient nur als Aufhänger für die nicht besonders originelle Story. Den Punktabzug gibt es aber nicht deswegen, sondern wegen des Etikettenschwindels einer All-Star-Band mit alten Haudegen wie Keith Emerson, Rick Wakeman, John Wetton etc. Diese Herren sind sich für die Aufnahmen nie begegnet, haben nicht mal das gleiche Studio benutzt. Keith Emerson recycelt in seinem einzigen Solo das Thema der "Blues Variation" aus "Pictures of an Exhibition", und auch Mr Wakeman etc. geben nur kurze Einlagen zum Besten.
Ansonsten ist dieses Album ein Musterbeispiel dafür, wie ein Musikgenre von den Segnungen moderner digitaler Aufnahme- und Bearbeitungstechnik profitieren kann. So werden aus unzähligen einzelnen Schnipseln vier mächtige 20+ Minuten-Werke zusammengebaut, welche sich jedoch wie aus einem Guss anhören. Hörenswert...
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am 5. November 2013
Das Warten ist endlich vorbei – der Prog-Meister Arjen Anthony Lucassen hat sich wieder an sein Meisterstück namens AYREON gewagt. Seine Solo-Album „Lost In The New Real“ (2011), das neue STAR ONE Werk „Victims Of The Modern Age“ (2010) und auch das GUILT MACHINE -Projekt (2009) waren absolut starke Veröffentlichungen, doch das letzte große AYREON Meisterwerk „01011001“ (oder auch „Y“) liegt schon über fünf Jahre zurück.

Das neue Doppelalbum hört auf den mysteriösen und ebenso genialen Namen „The Theory Of Everything“ und kommt mit einem verhältnismäßig schmalen LineUp daher. Namen wie Jordan Rudess (DREAM THEATER), Steve Hackett (GENESIS), Troy Donockle (NIGHTWISH) oder Keith Emerson (EMERSON, LAKE & PALMER) lassen trotzdem schon Großartiges erahnen. Bei den Sängern gab Arjen dieses Mal teilweise weniger bekannten Talenten den Vorzug, die aber allesamt eine wirklich gute Leistung abgeben und gewisse Rollen in der Geschichte zugeteilt bekamen. Nachdem Arjen zugab, dass das AYREON Universum nach „The Human Equation“ und „01011001“ zu kompliziert wurde, verpasste er diesem einfach ein Reset und startete nun eine neue Geschichte, die in einer möglichen Gegenwart spielt und weniger opulent, aber ebenso tiefgründig ausgefallen ist.

So geht es um ein Wunderkind, dargestellt von Tommy Karevik (KAMELOT), der aber eine gewisse Konzentrationsschwäche aufweist. Die Story beginnt filmreif mit dem „Prologue – The Blackboard“, welches eigentlich bereits das Ende der Geschichte darstellt. Eine Blende zurück und es wird in die Jugend- bzw. Schulzeit von ihm geschwenkt. Neu im AYREON Universum ist auch, dass Arjen „nur“ vier Songs zur Verfügung stellt, die aber alle über 20 Minuten kommen und in ca. zehn Parts aufgeteilt sind. So fallen diese eher kurz aus und können von 30 Sekunden bis hin zu vier Minuten dauern. Musikalisch gesehen beginnt man spannend und atmosphärisch – sofort ist Lucassens Handschrift zu erkennen und man wird schnell in die AYREON-Welt hineingezogen, die man erst nach gut 90 Minuten wieder zu verlassen vermag. Wunderschöne Piano-Klänge, fette Synthesizer, Hammond Orgeln, Akustikgitarren, spaceige Parts, fette Riffs, pumpende Drums, etwas Folklore und tausend Elemente mehr, die man von AYREON in ähnlichen Formen kennt, sind zu finden. Doch zurück zur Geschichte. Der Vater, gemimt vom bei uns eher unbekannten Michael Mills (TOEHIDER), ist ein Wissenschaftler, der das Potential hinter seinem Sohn nicht sieht und sich auf seine Arbeit eingeschworen hat, während die besorgte Mutter – Cristina Scabbia (LACUNA COIL) natürlich hinter ihrem Sohn steht, ebenso wie der perfekt gewählte Lehrer Janne "JB" Christoffersson(GRAND MAGUS), der auch als Mentor und Freund dient und die Freundin und später auch Geliebte(Sara Squadrani von ACNIENT BARDS). Ebenso genial in seiner Rolle als Widersacher zeigt sich Marco Hietala (NIGHTWISH, TAROT). Der letzte im Reigen ist Rock-Legende John Wetton (ASIA) als Psychiater. Man sieht, es braucht nicht immer einen Bruce Dickinson, Damian Wilson, Jorn Lande oder Russel Allen um ein unvergessliches Hörerlebnis zu garantieren.

Nun, einen der vier Songs zu bevorzugen fällt nicht nur schwer, sondern stellt sich doch als Ding der Unmöglichkeit heraus. Alle Songs und deren Parts haben ihre Daseinsberechtigung und ihre ganz besonderen Momente, somit kann man vielleicht einzelne Parts erwähnen, doch auch meine Favoriten schwanken von Mal zu Mal - aber versuchen wir es. Während die ersten Teile von „Phase I: Singularity“ als Einführung zu sehen sind und viele verschiedene Stimmungen erzeugen, kommt bei „The Teacher's Discovery“ zum ersten Mal Gänsehaut auf. Die Dynamik zwischen Tomy, JB und Marco is einmalig und setzt sich bald im Ohr fest. Auch musikalisch hat man hier mit orientalischem Einschlag und genialem Drumming von Ed Warby (GOREFEST) einiges zu bieten. Man spürt die Rivalität, den Neid und auch die Bewunderung förmlich knistern. „Love & Envy“ ist mit seiner eisigen Atmosphäre auch ein wahres Erlebnis, wohingegen das hektische „The Gift“ direkt aufwühlend wirkt. „The Theory Of Everything“ ist wohl das am schwersten zugängliche Werk von AYREON, was nicht unbedingt an der Progressivität selbst liegt, sondern vielmehr daran, dass sich kaum eine Strophe wiederholt und auch selten musikalische Elemente mehrmals aufgegriffen werden, wenn doch, dann aber perfekt in Szene gesetzt, wie bei den drei Teilen des Titeltracks.

Mittlerweile befinden wir uns in „Phase II: Symmetry“. John Wetton stellt die Diagnose und bietet eine Droge, die helfen sollte. „Diagnosis“ zeigt John in Bestform und zum zweiten Mal kommt Gänsehaut auf. Generell holt Arjen wie immer alles aus den Sängern heraus und zeigt sie auch von anderen Seiten, als man sie sonst kennt. Durch die Gesangsdynamik kommt auch immer wieder Opern- und Musicalatmosphäre auf. Die Droge selbst lehnt die Mutter natürlich ab, der Vater jedoch mischt diese unter das Essen des Wunderkinds und setzt somit sein ganzes Potential frei. Mehr möchte ich zu der mitreißenden Story gar nicht erzählen, außer, dass sie mich an Filme wie „Ohne Limit“, Rain Man“ oder „A Beautiful Mind“ erinnert.

Zwischendurch gibt es auch immer wieder interessante Stücke, die auch ohne Gesang die Handlung sehr schön vorantreiben. Wenn man in diese eintaucht, dann merkt man auch warum. Arjen sollte schleunigst Drehbuchautor werden und das stagnierende Hollywood aufwecken. Richtig intensiv wird es in der zweiten Hälfte mit „Transformation“, actionreich mit „Collision“ und wirklich herzzerreißend mit „Side Effects“ – nochmal Gänsehaut! Bevor es nun aber zu ausschweifend wird, komme ich zum Ende und weise noch auf das emotionale Feuerwerk vom Finale hin. „The Parting“, traurig, wie der Titel schon vermuten lässt und „The Breakthrough“ sind zum Ende nochmal eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, während der letzte Song "The Blackboard - Reprise" den Hörer mit offenem Mund dastehen lässt.

Arjen Lucassen hat es erneut geschafft, ein Meisterwerk zu erschaffen, das seinesgleichen sucht. Vergleiche mit den Vorgängern sind aufgrund des musikalischen und lyrischen Konzepts eigentlich nicht möglich bzw. wären fast blasphemisch. „The Theory Of Everything“ ist ein Meisterstück, dass zwar ohne seine Handlung auch funktionieren könnte, aber der Hörer würde so einiges verpassen, den die Symbiose aus Text und Musik ist unvergleichlich und möchte ich nicht mehr missen. Er spielt nicht nur mit der Psyche seines Hauptcharakters, sondern auch mühelos mit den Gefühlen des Hörers. Danke Arjen!
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am 24. Februar 2014
Als langjähriger Ayreon Fan hab auch ich mit sehr viel Spannung auf das Album gewartet.
4 Monate nach der Veröffentlichung und Ca 50 durchläufen denk ich das ich mir eine Meinung bilden kann die dem Album gerecht wird. Ich wundere mich immer wie man es fertig bringt nach ein paar Tagen schon ein Review über solch eine Scheibe zu schreiben. Wie Arjen ja auch schon auf der DVD anmerkt das es in der heut sehr schnelllebigen Zeit ein Doppel Album ohne Refrain wohl sehr schwer hat da es halt einiges an Zeit braucht um das ganze zu sehen. Bisher fand ich was sein Projekt Ayreon betrifft das The Human Equation nicht mehr zu toppen wäre...tja falsch gedacht. Für mich ist The Theorie Of Everything schlicht und einfach das beste was es mit der Aufschrift Ayreon gibt....unbeschreiblich was Arjen da aus dem Hut gezaubert hat...natürlich ist TTOE nicht das Rad neu erfunden aber ich finde es hat noch nie so genial zusammen gepasst...ich kenne nichts was es fertig bringt solch viele unterschiedliche Emotionen und Stimmungen zu erzeugen. Mir fallen keine passenden Worte ein um zu beschreiben wie Genial ich dieses Werk finde wenn es sich einem komplett Erschlossen hat. Mittlerweile finde ich die ganze Scheibe als einen einzigen Refrain...egal wo ich einsteige beim hören....bin sofort mittendrin in Arjens klangvollen Kunstwerk. Egal was Arjen jetzt noch rausbringen sollte so bin ich der festen Überzeugung es geht vielleicht ein bisschen anders aber auf keinen Fall besser....
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am 26. Oktober 2013
„The Theory of Everything“ ist ein Doppelalbum mit 42 Tracks... das ist ne' Menge Holz ! Die 42 Tracks suggerieren 42 Songs, doch viele Tracks wirken wie Intros, halbe Lieder und Übergänge, die den Hörer auf den eigentlichen Song vorbereiten. Dennoch: der Inhalt des Albums ist bunt-abwechslungsreich und wertvoll – es wirkt wie eine offene Schatztruhe.

Ich deute den Albumtitel als Kampfansage, er ist ein Fingerzeig, daß Ayreon mit ambitionierten Anspruch auftreten (The Theory of Everything = Universaltheorie). Ayreon sind ähnlich verspielt und verschnörkelt wie Dream Theater, doch öfter mit folkloristischen Mitteln. Während auf der CD1 von „The Theory...“ mittelalterlich-orientalische Klänge dominieren, neigen die Songs auf der CD2 zu Pathos und Erhabenheit. Meine Favoriten sind: das wunderschöne „The Theory of Everything“ (Part 1+2), das mittelalterlich anmutende „Patterns“, das fabelhaft-orientalische „The Teacher's Discovery“, „The Eleventh Dimension“, das pathetische „Magnetism“, das dramatische "Diagnosis" usf...

Rezensent "Niesrind" hat völlig recht: man hört unentwegt genial, genial genial... ja wo ist sie denn nun, die Universaltheorie ? In Hollywood hätte eine Story, die um den heißen Brei redet und am Ende nichts präsentiert, keine Chance. Die schwache Story lebt ausschließlich von der Verheißung – das gleicht einer Mogelpackung. Das Ende bietet weder die versprochene Pointe (Weltformel), noch ein befriedigendes Happy-End.

Die Songs sind fragmentiert, sie werden ratenweise dargeboten; dies ist ein Hörgenuss auf Raten. Die Mini-Songs klingen wie musikalisches Fastfood – wie Cheesburger und Hamburger. Sie scheinen für oberflächliche Zuhörer zugeschnitten zu sein, die weder Geduld noch Zeit mitbringen. Die direkten Übergänge (ohne Pause oder Ausklang) der zerstückelt wirkenden Tracks sind oft hässlich, sie wirken erzwungen und sie zerstören damit die Stimmung, die das letzte Stück zuvor aufgebaut hatte. Und sicher hätte das Album an Intensität und Zugkraft dazugewonnen, wenn man ein paar schwache Tracks rausgeschmissen hätte. Der überflüssige Ballast verwässert die Atmosphäre.

Ich will nichts beschönigen und Hurra schreien: in dieser Schatztruhe ist nicht alles Gold, was glänzt...
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am 4. Februar 2014
Nach etlichen Jahren Pause also wieder eine neue Ayreon, endlich! Die neue Ayreon bietet alt Bewährtes und Bekanntes. Die Mischung aus Rock, Metal, 70er Jahre Prog, Jazzrock, symphonischen und folkloristischen Elementen, mehrstimmigem Gesang/Chor usw. Bei den Gesangsparts hat Lucassen aufgeräumt: nicht mehr so ein gigantisches Aufgebot wie auf der 01…. Und die Musik ist nicht mehr so düster und schwermütig wie die 01… Auch hat er bei der Auswahl der Sänger/Innen und anderen Musiker ein sehr gutes Händchen bewiesen. Dazu wieder eine exzellente Produktion.
Und zum ersten Mal Selbstzitate. Ob Lucassen nun die Ideen ausgegangen sind oder er der Meinung war, dass es einfach passt, muss jeder selbst entscheiden. Nach dem ersten Hören war ich skeptisch. Denn im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es diesmal keine einzelnen Songs, sondern vielmehr Teile oder Fragmente. Erinnert mich eher an klassische Kompositionen. Das hat den Nachteil, dass man sich am Anfang kaum auf etwas einlassen kann, weil es oft eben schon wieder schnell vorbei ist. Nicht falsch verstehen: Die beiden Cds strotzen nur so vor guten Melodien, Gitarrenriffs und hervorragendem Gesang. Auffällig finde ich vor allem die Keyboardsounds, die vielleicht noch nie so perfekt auf die einzelnen Momente abgestimmt sind wie hier. Manche Melodien sind halt so schön, dass man sie gern länger oder öfter gehört hätte. Das ist dann auch der Kritikpunkt für mich an dem Album. Daher kann man nicht wirklich einzelne Sachen rauspicken, man sollte das als Ganzes auffassen und auch am Stück hören (wenn möglich). Das ist nichts für zwischendurch und für den leichten Konsum. Es offenbart sich eine Geschichte, ein echtes Hörerlebnis. CD 1 ist schon klasse, auf CD 2 sind dann doch eine Menge Kniefallmomente obendrauf, wie ich sie nicht mal von den Vorgängern her kenne. Wie hier mit Spannungsbögen gearbeitet wurde, die perfekt mit Sounds und Melodien hinterlegt wurden, das ist ganz großes Kino.
Fazit: Die anfängliche Skepsis ist verflogen, ich bin begeistert und beeindruckt. Lucassen hat es sich nicht leicht gemacht und sein wohl ambitioniertestes Werk abgeliefert.
Es steht keinen Deut hinter den anderen Scheiben zurück, im Gegenteil, die 01…lässt es wohl hinter sich, aber ob sie Electric Castle und Human Equotion toppt, würde ich dann doch verneinen. Knappe fünf Sterne und eine klare Kaufempfehlung für alle, die diesen Mix aus den oben genannten Stilelementen mögen. Neulinge in dem Genre brauchen vielleicht etwas mehr Geduld, bis sich einem alles erschließt, aber Theory…ist es sowieso wert, oft gehört zu werden.
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am 7. November 2013
... aber auch nach dem nunmehr 4. Durchlauf will die Scheibe bei mir nicht so recht zünden. Entgegen des vielversprechenden Titels erscheint mir das Fehlen eines musikalischen roten Fadens das Hauptproblem zu sein. Hätte Lucassen es, wie ursprünglich vorgesehen, es bei den 4 Titeln a ca. 20 Min gelassen, wäre das Werk möglicherweise etwas geschlossener in sich geworden, anstatt wie jetzt geschehen, es in 42 Titel mit zum Teil geradezu brutalen Breaks bzw. Übergängen aufzubröseln. Besonders auffällig wirken diese harten Übergänge auf meinem Kompaktanlagen-Player, der es sich nicht nehmen läßt, zwischen jedem Titel eine klitzekleine Pause einzubauen.
Wie bei Ayreon üblich, sind wieder jede Menge Musiker & Sänger/innen vertreten, die sich prima ergänzen und auch gut ausgewählt scheinen. Man mag darüber streiten, ob es unbedingt zweckmäßig oder gar sinnvoll ist, extra zu den betreffenden Musikern in deren Studio zu gehen, aber das habe ich, Gott sei's gedankt, nicht zu entscheiden.
Die Story des Albums erscheint in sich schlüssig, wennauch, verglichen mit den älteren Alben, etwas dünn. Die Musik klingt nach Ayreon, sowohl im positiven Sinn, als leider auch im negativen Sinne, denn vieles wirkt bekannt und vorhersehbar, wenn man, wie ich, die anderen Ayreon-Alben sein Eigen nennt. Man mag darüber diskutieren, ob die Selbstzitate zu Ayreon gehören oder auch nicht, sie verhindern aber schlußendlich, dass etwas wirklich neues entsteht.

Unterm Strich sind 3 Sterne weder zu viel noch zu wenig, das Album ist nicht so gefällig wie The Human Equidation, sondern geht mehr in Richtung Final Experiment oder Electric Castle. Den normalerweise üblichen Anspiel-Tipp erspare ich mir, da er durch die Brüche sehr kurzen Titel wenig sinnvoll erscheint. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich das Album in Ruhe anhören und sich ggf. dann für oder gegen einen Kauf entscheiden.
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am 15. September 2015
Puh! Als jemand, der progressive Rockmusik mit all ihren Spielarten (mehr oder weniger) liebt, bin ich (natürlich) irgendwann mal auf Arjen Lucassen gestoßen - wenn auch spät. Und da kaufe ich mir zu allererst das letzte Album (seinerzeit). Bis heute zündet das nicht. Die Produktion ist sicherlich sehr gut, weshalb ich auch 3 und nicht 2 Sterne vergebe. Aber der Rest? Sehr kurze "Titel", die mehr Schnipsel sind, unpassend anneinander gereiht. Übergänge? Selten gekonnt. Es ist kein Faden erkennbar. Melodien? Nichts bleibt bei mir hängen. Immer noch nicht. Die Stimmen (ich mag ansonsten musical-artige Konzeptalben (kennt jemand die deutsche Produktion "Beyond the Bridge"??) sind meiner Meinung oft schlecht ausgewählt. Die tieferen Männerstimmen quälen sich mehr, als dass sie Gänsehaut erzeugen. die höheren sind gut - aber weit entfernt von der eines Damian Wilson (ja, den mag ich sehr, im Gegensatz zu einigen hier in den Foren, weil er klaren Ausdruck hat).

Danach kaufte ich mir noch "Into the Electric Castle" und "Star One" - was für ein Unterschied! Welche Knaller!

Von all dem hat "The Theory" nix - gar nix. Jetzt traue ich mich auch gar nicht an die neueren Dinge heran und werde mir die hier so hoch gelobten älteren Highleights kaufen.

Es muss schon einen Grund geben, warum - im Gegensatz zu den anderen Scheiben - diese hier so verdammt günstig ist...
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am 27. November 2013
Das beste Ayreon Album ever. Es ist noch mehr aus einem Guss als die Vorgänger und rockiger. Sehr toll komponiert und musiziert. Abwechslungsreich .... ein Album zum hinsetzten und lange Hören. Grandios auch die Verflechtung traditioneller Elemente mit neuem und innovativen. Ein muss für jeden progressiven Musikliebhaber.
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am 27. Oktober 2013
Als Jahrzehntelanger Arjen (der Kopf hinter Ayreon) Hörer habe ich mich auf die neue Platte gefreut. Doch momentan bin ich doch recht enttäuscht.

STORY
Der Titel ließ hoffen auf einen weiteren Ausflug in die Science Fiction Story, die seit dem ersten Ayreon Album stetig erweitert wird. Die titel gebende Theorie ist jedoch nur ein McGuffin, lediglich an einer Stelle tauchen entsprechende physikalische Begriffe auf. Klar, daß die "Große vereinheitlichte Theorie" (siehe Wikipedia) nicht wissenschaftlich korrekt erklärt wird, denn die gibt's ja noch gar nicht - und das wäre bestimmt auch langweilig.
Aber was hier als Story verkauft wird ist - sorry, Arjen - billiger Klischee Schund.

Wir haben ein autistisches Kind-Genie, das dem Vater bei der Arbeit an der Theorie helfen könnte - dazu müßte er allerdings ein ungetestetes Medikament einnehmen. Die Mutter will das Leben ihres Sohns nicht riskieren; der Vater ist nur an seiner Theorie interessiert. Der Vater gibt ihm dann heimlich das Medikament, woraufhin er à la "Tommy" erwacht. Dann haben wir noch das "Mädchen" und den "Rivalen", die sich genau so verhalten, wie man es erwartet.

Sprich: Statt einer Fortführung der Story um den Planeten Y, den Migrator, die Marskolonien - kurz: statt einer Science Fiction Story gibt es diesmal "Rain Man". Was ja nicht grundsätzlich schlecht ist, aber dann hätte das auch "The Genius inside" oder so heißen und nicht "Ayreon" drüber stehen sollen (Arjen hat ja noch diverse andere Projekt Identitäten).

MUSIK
4 Tracks à 20 Minuten hat sich Arjen ausgedacht. bzw doch eher, wie auch schon auf den CDs eingeteilt: 42 Fragmente mit durchschnittlich 2 Minuten Laufzeit.
Das Problem: genau so hört es sich oft an. Da geht dann der nächste Track in einer anderen Tonart los, also muß noch schnell ein Gitarrenlauf dahin auflösen, weil sonst gar kein Zusammenhang zwischen den Teilen besteht. Oft wechselt auch der Rhythmus unmotiviert oder ein viel zu schnelles Synthie Arpeggio dudelt für ~15 Sekunden, bevor es von dem nächsten Track abgelöst wird, den bis auf das neue Tempo nichts mit dem Arpeggio verbindet.

Solche Brüche können durchaus mal klappen und sich gut anhören (siehe u.a. frühere Ayreon Platten), aber auf der "Theory of Everything" habe ich leider zu oft das Gefühl, daß die Teile mit der heißen Nadel zusammengestrickt wurden. Teilweise wird dann auch eine Begleitung erst mal in einer anderen Tonart gespielt (die noch zum vorigen Track passt) und dann nach 5 Sekunden kompositorisch unmotiviert in die Tonart des neuen Tracks gewechselt.
Ich hätte es besser gefunden, einzelne abgetrennte Tracks zu haben, als diese auf-Teufel-komm-raus miteinander zu 20 Minuten zusammen zu packen, selbst wenn einem keine vernünftige Überleitung einfällt.

Leider hinterbleiben bei so einem Konzept auch weniger Eindrücke hängen, da keine längeren Spannungsbögen vorhanden sind, wie zB bei "Beneath the Waves" oder "Isis & Osiris", die sich einem daher ins Gedächtnis einbrennen. Einzig der Titeltrack bleibt im Gedächtnis.
Die grundlegenden Tracks sind eigentlich ganz gut - aber durch diese Verhackstückelung und ohne klare Linie, die durch die 20 Minuten der einzelnen Teile führt, wird das Hörerlebnis getrübt.

Zudem gibt es noch eine Handvoll Stellen, die SEHR an vergangene Alben erinnern - teilweise könnte man wohl durch entsprechendes Überblenden nahtlos in ein bekanntes älteres Ayreon Stück überleiten. Aber das hatte ich mir zuerst bei dem "01" Album auch gedacht und fand es nachher gut, deswegen ignoriere ich dies für die Bewertung.

FAZIT
Unbedingt vorher mal einen kompletten 20 Minuten Teil anhören, um die Wirkung als Ganzes zu erleben.
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am 27. Dezember 2013
Als Ayreon-Fan der ersten Stunde habe ich lange gehofft, dass Mastermind Arjen Lucassen sein Projekt nach 01011001 wieder aufgreift - das Warten hat sich wahrlich gelohnt: Packende Riffs, berührende Melodien und ausdrucksstarke SängerInnen.

Manch ein Rezensist beklagt die Brüche in der Melodieführung; ich persönlich empfinde das Musikerlebnis dadurch als noch viel intensiver: wie überwältigend ist es doch, wenn verloren geglaubte Melodien ein paar Minuten später umso kraftvoller zurückkehren? Temporeiche Passagen weichen Augenblicken der Ruhe und Melancholie. Die gesetzten Disharmonien bahnen den darauffolgenden Harmonien den Weg. Die Künstler sind passend ausgewählt und erledigen ihre Parts hervorragend.

Ayreon war noch nie dazu gedacht, dass man den einzelnen Alben so nebenbei lauscht - vielmehr kann man sich den Klängen ganz und gar hingeben, sich von ihnen auf eine Reise mitnehmen lassen (hervorragend in Kombination mit einem abgedunkelten Zimmer un guten Kopfhörern).
Allen Ayreon-Fans kann ich diesen knapp 90 minütigen Tripp nur wärmstens empfehlen.
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