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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pünktlich zum Fest gibt es die grandiose Martha Ivers in einer gelungenen DVD-Ausgabe, 27. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die seltsame Liebe der Martha Ivers (DVD)
Iverstown 1928: Die kleine Martha Ivers läuft mal wieder davon. Mit von der Partie ihr Freund Sam. Doch die beiden werden gefunden, Marthas Flucht ist ein weiteres Mal missglückt. Doch sie gibt nicht auf und versucht es am selben Abend einmal mehr. Als ihre verhasste Tante ihre geliebte kleine Katze mit dem Stock misshandelt, kann Martha ihre Wut nicht mehr zurückhalten ... Zeuge der Tat: der junge Walter O'Neil, der Sohn des Hauslehrers und Sam, der mit Martha flüchten wollte.

Iverstown 1946: Der verlorene Sohn Sam (Van Heflin) kehrt unfreiwillig in das blühendes Iverstown zurück. Ein Unfall zwingt ihn kurz in der Stadt auszuharren. Dabei lernt er die junge Toni Marachek (Lizabeth Scott) kennen, die ein Geheimnis umgibt. Er möchte ihr helfen und sucht deswegen den Staatsanwalt der Stadt auf. Welch Wunder, der schüchterne und ängstliche Walter (Kirk Douglas) hat es zu Rang und Namen gebracht, tatkräftig unterstützt von seiner Gattin Martha, zugleich Karrierefrau par excellence.
Walter wittert Erpressung und ein Spiel um Leben und Tod entbrennt.

Der Film, eine Mischung aus Film Noir und Melodram überzeugt weniger durch seine eher unwahrscheinliche Story, denn durch seine exzellente Charakterstudie. Martha Ivers befindet sich seit frühester Jugend am Rande des Wahnsinns, symbolisiert durch ihre beiden Namen - Ivers/Smith. Sie hat es zu Ruhm und Reichtum gebracht, doch um welchen Preis. Ihr labiler und ängstlicherr Jugendfreund Walter (Douglas in seiner ersten Rolle) liebt sie, das dunkle Geheimnis treibt ihn aber in den Suff. Sie nutzt ihn aus, er ist Mittel zum Zweck, das sie an sich bindet, um sich sein lebenslanges Stillschweigen zu sichern. Da reißen alte Wunden auf, als Sam in die Stadt zurückkehrt. Beide unterstellen ihm Erpressung. Ich möchte hier nicht spoilern, deswegen nur so viel - letztlich bittere Ironie, denn alles wäre so nicht nötig gewesen.
Loyalität, Liebe, Zwänge, Freundschaft und Wahnsinn, all das liegt dicht beieinander und fesselt die Figuren aneinander.
Missy in einer Paraderolle, die sonst eher das Genre einer Bette Davis ist. Zwei geschundene Seelen, die sich im Spiegelbild zeigen. Genial die Szene, als Martha von einer auf die andere Sekunde von Liebe zu Hass umschalten kann und Sam bedroht. Wozu eine Frau fähig ist, wenn sie nicht bekommt was sie will ...
Gelungen auch die Atmosphäre und die Darstellung der Stadt Iverstown. Benannt nach denen von Ivers liegt der jungen Martha in Imperium zu Füßen, dass sie zunächst mit selbigen tritt, dann aber 18 Jahre später zu "Americas fastest growing industrial city" wird. Letztlich durch ihr Bestreben und ihren Einsatz. Das kleine Mädchen eines armen Vaters hat es zu etwas gebracht, doch um welchen Preis.
Wenn die Grenze zwischen Gut und Böse/ Richtig und Falsch verwischen ist es Zeit für Martha Ivers und ein Gewitter über Iverstown, auf dass sich die Gemütslagen klären.

Zur DVD: Nach der schauderhaften Weltbild-Ausgabe ohne OT, liegt in der "Großen-Filmklassiker-Reihe" nun endlich eine exzellente DVD-Ausgabe vor.
Die DVD hat ein hervorragendes Bild, die deutsche und englische Tonspur, sowie deutsche UT. Es gibt einen englischen Audiokommentar (nicht untertitelt), als Extra einen Trailer und eine deutsche Langfassung. Während der Film eine Spielzeit von 1:49:57 hat, umfasst die deutsche Langfassung eine Minute mehr.
Wie immer gibt es ein ansprechendes Wendecover (Originalplakat) ohne FSK-Logo (s. Foto in Produktbeschreibung)!

Fazit: Exzellent besetztes Melodram um fehlgeleitete Liebe und grenzenlosen Hass. Wie böse kann man sein? Das ist hier die Frage!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Schauspieler in einer konstruierten Geschichte, 4. Februar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Die seltsame Liebe der Martha Ivers (DVD)
Martha lebt bei ihrer herrschsüchtigen Tante Mrs Ivers, der reichsten Frau in Iverstown. Das Verhältnis zur Tante ist äußerst gespannt, für die junge Martha schier unerträglich und sie reißt immer wieder mal von zu Hause aus. In ihrem Bekanntenkreis finden sich zwei junge Burschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Der schüchterne, aus armen Verhältnissen stammende Walter und der abenteuerlustige Sam. Eines Nachts kommt es - nachdem Martha wieder ausgerissen ist und von der Polizei nach Hause gebracht wurde - zu einem argen Konflikt mit der Tante, der für diese tödlich endet. Martha ist daran nicht ganz unschuldig ..... Zufällig ist zu diesem Zeitpunkt ihr Freund Walter mit seinem Vater im Hause. Diese wittern ihre Chance, über Martha an das Vermögen der Tante zu kommen, nachdem sie Zeugen des tödlichen Vorfalls wurden.

18 Jahre später: Martha (B. Stanwyck) hat das Firmenimperium der Tante übernommen und Walter (Kirk Douglas) geheiratet, der mittlerweile Anwalt und Politiker geworden ist, aber unter Minderwertigkeitskomplexen leidet. Als Sam (Van Helfin) nach Jahren zufällig wieder in Iverstown auftaucht, beginnt für Martha und Walter ein Alptraum. Sie fürchten, dass Sam sie wegen der damals vertuschten Tat erpressen könnte ....

Die Handlung läuft gut und auch spannend an, wirkt dann aber für mein Gefühl zu konstruiert und mit Muss in die Länge gezogen. Die eingesponnene Liebesgeschichte zwischen Sam und der eben aus der Haft entlassenen Toni passt nicht wirklich ins Geschehen und nimmt der Handlung den Atem. Die Rolle der Hauptdarstellerin Barbara Stanwyck wird damit zu stark ins Eck gedrängt, bekommt dann aber in einem sich dramatisch zuspitzenden Finale nochmals Raum.

Insgesamt trotzdem ein sehenswerter Film in s/w, der seinerzeit nicht in die deutsch-sprachigen Kinos kam.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Barbara Stanwyck wie immer ein "Gedicht", 12. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die seltsame Liebe der Martha Ivers (DVD)
Der Film hat mir auf ganzer Linie gefallen. Der Titel ziemlich treffend. Soll so wirkliche Liebe aussehen.?
Nein, ganz bestimmt nicht. Es ist die Liebe zu sich selbst. Ich war mal wieder ganz hin und weg von
Barbara. Ein ganz junger Kirk Douglas zeigt an ihrer Seite, dass man von ihm in der Zukunft noch einiges erwarten darf.
Was wir ja auch in vielen Filmen erleben durften. Dieser Film ist in schwarz - weiß ausgestrahlt - - für mich - jeden Cent wert.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leider nicht perfekt., 26. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die seltsame Liebe der Martha Ivers (DVD)
Zu dem Film-Noir-Klassiker wurde schon genug geschrieben.
Er kam in Deutschland nie ins Kino, und wurde daher vor einigen Jahren von einem TV-Sender neu vertont.
Da die Original-Filmmusik nicht für die Vertonung zur Verfügung stand, wurde der geniale Soundtrack von Miklós Rózsa nur zu einem geringen Teil belassen. Unter alle Dialogszenen wurde teils recht unpassende Archivmusik unterlegt (z.B. bei der ersten Konfrontation zwischen Martha und der Tante).
Manchmal wurden Kompositionen zu anderen Filmen von Rózsa eingesetzt, die auch im Kontext befremdlich klingen (z.B. aus PROVIDENCE, DAS VERLORENE WOCHENENDE oder DER DIEB VON BAGDAD!).
Da Rózsa immer sehr durchdacht auf Szenen komponierte, verändert das ganze Durcheinander die Stimmung des Films.
Leider ist erst kürzlich eine CD mit der vollständigen Originalmusik erschienen, sonst wäre es leicht gewesen, die richtige Musik zu verwenden.
Daher ist es sehr schade, daß bei der zusätzlichen Originalfassung auf Untertitel verzichtet wurde, denn dann könnte man den Film-Klassiker wie von der Produktion vorgesehen geniessen.

Zu den beiden Sprachfassungen wird noch eine "Langfassung" angeboten, die zwar 1 Min.(!) länger ist, aber keine zusätzliche Szene enthält. Die Fassung ist nur unrestauriert und wird etwas langsamer abgespielt!

Die einzige Überraschung ist der engl. Audio-Kommentar von William Hare - und der wird nicht angezeigt...

Der später berühmt gewordene Regisseur Blake Edwards (INSPEKTOR CLOUSEAU usw.) ist übrigens in einer ungenannten Mini-Rolle als Matrose zu sehen, den Van Helflin als Anhalter mitnimmt.

Der Film verdient 5 Sterne, aber diese DVD-Ausgabe verringert leider die Bewertung.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Digitalisierte Version des Noir Klassikers, 10. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die seltsame Liebe der Martha Ivers (DVD)
"Die seltsame Liebe der Martha Ivers" ist einer der Klassiker des Film Noir veröffentlicht 1946 von PARAMOUNT. Produziert wurde der Streifen von Altmeister Hal B. Wallis. Dieser begann seine Karriere bei Warner Brothers - nach einem Zwist mit Jack L. Warner verließ er jedoch das Studio - machte sich selbstständig und veröffentlichte über PARAMOUNT. Das Drehbuch zu "Die seltsame Liebe der Martha Ivers" schrieb Robert Rossen, der später u.a. für "Frau in Notwehr" verantwortlich zeichnete und u. a. Regie bei "Body and Soul" mit John Garfield und Lilli Palmer führte. Kameramann war Victor Milner, einer der Spezialisten für Filme der schwarzen Serie und die Musik kommt von Miklos Rozsa, dem Komponisten, der den Film Noir mit seiner Musik prägte. Regie führte Veteran Lewis Milestone ("Triumphbogen", "Okinawa")- 2. Regisseur ist Robert Aldrich ("Hollywood Story", "Rattennest").
Da der Copyright -Inhaber sich nicht um die entsprechende Verlängerung kümmerte, landete der Film als PUBLIC DOMAINE und konnte von jedermann veröffentlicht werden. Schröderfilm ergriff die Chance und sicherte sich das Copyright für Deutschland. Die DVD ist voll digitalisiert, was ein bestechendes Bild ermöglicht und auch der Ton ist sehr gut. Als Gimmicks gibt es eine Langfassung von 115 Min., der auch diese Rezension zugrunde liegt und den Originaltrailer.
Die Handlung spielt in der kleinen Stadt Iverstown im Mittleren Westen und beginnt 1928. Martha Ivers, Unternehmerstochter, und Sam Masterson, Sohn einer Arbeiterfamilie, sind Verliebte, die zusammen die Stadt verlassen wollen. Das funktioniert jedoch nicht. Beide werden von der Polizei aufgespürt. Martha muss sich vor ihrer Tante und dem Hauslehrer O'Neill verantworten. Es kommt zum Streit in dessen Verlauf Martha ihre Tante niederschlägt, so dass diese die Treppe hinunterfällt und stirbt. Zeugen der Szene sind sowohl Sam als auch Walter O'Neill, der Sohn des Hauslehrers. Sam flieht.
1942 kommt er in die Stadt zurück. Die Iverswerke sind inzwischen enorm expandiert und der größte Arbeitgeber in der Stadt. Martha (Barbara Stanwyck) hat in der Zwischenzeit Walter (Kirk Douglas in seiner allerersten Rolle) geheiratet, doch die Ehe ist nicht glücklich. Walter, der es zum Staatsanwalt gebracht hat, trinkt viel und Martha empfindet alles andere als Liebe für ihren Mann. So verwundert es nicht, dass sie Sam (Van Heflin) sofort wieder verfällt, als er aufgrund einer Autounfalls wieder bei ihr auftaucht. Sam hat sich jedoch inzwischen in die Zufallsbekanntschaft Toni Maraschek (Lisabeth Scott) verliebt, eine junge Frau, die von Walter O'Neill ins Gefängnis gebracht wurde und nun auf Bewährung frei ist. Es beginnt ein Spiel von Intrigen, Hass, Liebe und Dramatik. Die Entwicklung eskaliert sukzessive bis zum atemberaubenden Finale.
"Die seltsame Liebe der Martha Ivers" ist ein Film, der durch die schauspielerischen Glanzleistungen seiner Hauptprotagonisten, die düstere atmoshärische Dichte und die straffe, auf das wesentliche konzentrierte Regie überzeugt. Der Zuschauer ist gefesselt und gebannt von Anfang bis Ende. Barbara Stanwyck hat man schon oft in ähnlichen Rollen gesehen, während der Debütant Kirk Douglas eine geradezu sensationelle Leistung bringt (stärker als z.B. in "Goldenes Gift"). Dieser Film gehört in jede Videothek und man kann Schröderfilm nur dankbar sein, dass dieser Anbieter das Werk jetzt einem breiten Publikum zugänglich macht.
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Die seltsame Liebe der Martha Ivers
Die seltsame Liebe der Martha Ivers von Lewis Milestone (DVD - 2013)
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