Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen91
4,8 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:11,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 23. November 2013
Als die beiden konföderierten Soldaten "Devil" Anse Hatfield (Kevin Costner) und Randell McCoy (Bill Paxton) von langen, schweren Kämpfen gegen die Yankees, nach Kentucky zu ihren Familien zurückkehren, verbindet die ehemaligen Freunde, Nachbarn und Kampfgefährten nicht mehr viel, als ein auf Missverständnissen und einer verbotenen Liebesaffäre beruhender Mord, einen unausweichlichen Familienkrieg zwischen den ehemaligen Kameraden und ihren Familienclans auslöst. Die heimliche Liebe zwischen Hatfield-Junior Johnse (Matt Barr) und McCoy-Tochter Roseanna (Lindsay Pulsipher) eskaliert bis zum Kampf auf Leben und Tod.
Der faszinierende Film von Regisseur Kevin Reynolds beruht auf einer wahren Begebenheit. Die lang gehegte Feindschaft der Hatfields und McCoys wurde übrigens offiziell erst im Jahre 2003 ! in Pikeville, Kentucky beigelegt. Die Erstausstrahlung des "Dreiteilers", im Jahr 2012, wurde als hochkarätige Miniserie mit fünf "Emmys" ausgezeichnet, darunter einen für den großartigen Star des Westerns Kevin Costner in der Hauptrolle, - und sprengte mit 14 Millionen US-Zuschauer alle Quotenrekorde des Cable-TV-Markts. Es war bereits der fünfte Auftritt Costners in einem Western und er zeigte abermals, wie in seinen vier Western zuvor, welch ein großartiger Westerndarsteller er ist, einer der Letzten, die an die großen Westernstars aus früheren Zeiten erinnern.
Es gibt weitere Trümpfe bei "Hatfields und McCoys", die hervorragende, authentische Ausstattung von Kleidung, Waffen, Bauten, Frisuren und Bärten, alles erscheint echt, eine selten so schön fotografierte Pferdeherde, realistische, harte Auseinandersetzungen im Stile von Regie-Altmeistern wie Mann, Peckinpah und Leone. Regisseur Reynolds stehen hervorragende Darsteller zu Verfügung, neben dem alles überragenden Costner auch Bill Paxton und Mare Winningham, die mit Costner schon in "Wyatt Earp" dabei waren, die alten Haudegen Tom Berenger und Powers Boothe und auch die "Jungstars" Matt Barr, Lindsay Pulsipher, Jena Malone und Sarah Parrish zeigen sehenswerte Leistungen.
"Hatfields und McCoys" wird sicherlich nicht nur ältere, sondern auch die jüngeren Westernanhänger begeistern.

Die Bluray besticht mit einem hervorragenden 16:9, 1.78:1 bidschirmausfüllenden Format, der deutsche 5.1 Dolby Digital Ton, zieht einem besonders in den dramatischen Szenen voll in seinen Bann, der Original-Ton in DTS-HD MA setzt noch einen drauf und ein wunderschönes Making Of, allerdings, als einziger Minuspunkt, nur in der Originalsprache, und das schöne
Musikvideo "I Know These Hills" mit Kevin Costner u. Modern West, runden dieses grandiose 290 Minutenwerk auf zwei DVD's stilvoll ab. Dieses Bluray-Westernerlebnis ist jeden Cent seines fairen Preises wert.
1717 Kommentare|49 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2015
Fehde zwischen zwei Familienclans irgendwo im Grenzgebiet zwischen West Virginia und Kentucky, die Lauf von ca. 25 Jahren immer wieder aufflackert. Intensiv! Ich bereue den Kauf keine Sekunde. Der herausgebrochene Zacken der DVD-Halterung...geschenkt. Hervorragende Darsteller, großartige Charakterzeichnungen, tolle Landschaftsaufnahmen, Kostüme und Szenenbild top! Gern würde ich Tom Berenger als Jim Vance zu meinem heimlichen Liebling erklären. Nur fürchte ich, damit allen anderen Darstellern unrecht zu tun. Einziger Kritikpunkt- zwei kleine Logiklücken. Aber auch das...geschenkt.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. April 2016
Dieser Dreiteiler ist sehr emotional und verdammt gut gespielt von Kevin Costner und Bill Paxton.
Ich habe mir diese DVD aus neugier gekauft und wurde keineswegs enttäuscht ganz im Gegenteil ich hatte nicht erwartet das mich diese Filme so mitreißen.
Was auch Toll war, war die Musik die sehr gut passt und emotional nochmal eine Ladung draufpackt.
Habe alle 3 Teile an einen Abend gesehen und kann ihn nur weiter empfehlen vor allen wenn man Western mag oder die Amerikanische Geschichte.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. November 2015
Die DVD war ein Geschenk für meinen Freund, der Western mag. Mich persönlich hat die moderne Verfilmung dieses Genres gereizt, die DVD zu bestellen. Obwohl ich mehr ein Fan von "seichteren" Serien bin, fand ich die Geschichte der Hatfields & McCoys spannend & interessant erzählt - mit vielen dramatischen Wendungen, auf die man sich einstellen sollte.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Dezember 2015
Mir gefällt der Film recht gut .War ein Geschenk für meinen Mann der den Film sehr toll findet.Mit einer Laufzeit von 278 Minuten natürlich ein sehr langer Streifen.Aber die Geschichte ist gut.Viele bekannte Schauspieler in Hochform.Für Kevin Costner und Bill Paxton Fans ein muss.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Hatfields & McCoys" war für mich persönlich ein echter Überraschungshit. Durch die vielen Auszeichnungen die diese grandiose Mini-Serie - welche auf einer wahren Begebenheit basiert und prägent für Amerika`s Geschichte war - erlangte und die damit verbundene positive Presse, wurde ich schließlich auf "Hatfields & McCoys" aufmerksam. Und da ich Mr. Costner unheimlich gern in Filmen sehe und er auch in diesem Western-Dreiteiler durchweg durch eine absolute top Performance glänzen sollte, dachte ich mir, ein Blick würde nicht schaden. Und was soll ich sagen, für mich persönlich gehört diese Mini-Serie mit zum Besten was in den letzten Jahren für einen TV-Sender produziert wurde.

Der Cast ist durch die Bank weg absolut erstklassig besetzt und glänzt neben Kevin Costner unter anderem mit Größen wie Bill Paxton, Powers Boothe oder Tom Berenger. Die Damen und Herren, welche einen durch diesen Dreiteiler führen, übertreffen sich ein ums andere Mal selbst und besonders Kevin Costner als "Devil" Anse Hatfield und Bill Baxton als Randall McCoy liefern sich als Familienoberhäubter der beiden großen Familienclans ein Duell sondergleichen. Ganz großes Kino!

Die Story besticht ebenfalls durch Hochwertigkeit par excellence und bietet nonstop prächtige Unterhaltung, ohne jemals den Bogen zu überspannen, das Ziel aus den Augen zu verlieren oder gar unrealistisch zu wirken. Die größte Stärke ist jedoch ganz klar die Authentizität, mit welcher dieses Western-Szenario eingefangen wurde. Die großartigen Kulissen, die fantastischen Kostüme, die Akzente die einige Darsteller an den Tag legen, was besonders im O-Ton toll zur Geltung kommt. All das wirkt unglaublich echt, unglaublich hochwertig und dermaßen spannend, das die drei Spielfilm-Folgen wie im Flug vergehen.

--- BLU-RAY ---

Verpackt sind die zwei Blu-ray-Disks von "Hatfields & McCoys" in einem herkömmlichen Amaray-Case, welches von einem Pappschuber umhüllt ist. Positiv fällt hier sofort auf, dass das FSK-Siegel lediglich ein Sticker ist. Im Innern befinden sich dann schließlich die zwei BD`s (kein Wendecover!). Auf den Disks befindet sich dann folgender Inhalt:

- Hatfields & McCoys Part 1
- Hatfields & McCoys Part 2
- Hatfields & McCoys Part 3
- Making of
- Musikvideo (I know these Hills)

SPRACHEN:
DTS-HD MA. 5.1 - Englisch
DD 5.1 - Deutsch, Französisch

UNTERTITEL:
u.a. Englisch, Deutsch, Dänisch, Französisch

BILD & SOUND:
Bildtechnisch ist "Hatfields & McCoys" schlicht und ergreifend brilliant. Das Bild präsentiert sich im 1.77:1 Format und ist gestochen scharf und glasklar. Es weist keinerlei Bildrauschen oder Körnchenbildung auf. Zudem ist das Bild sehr plastisch, Kontrast- und Detailreich. Im Bereich des Sounds bekommen deutsche Zuhörer lediglich eine 5.1 Dolby Digital-Tonspur spendiert, die jedoch sauber und stimmig abgemischt ist - keine zu leisen oder lauten Passagen, saubere Dialoge.

FAZIT:
Wer mal wieder richtig Bock auf hochwertiges Spielfilm-Kino in Mini-Serienform und mit Western-Stil hat, der sollte unbedingt mal einen Blick in dieses Meisterwerk riskieren. Denn dieser Dreiteiler ist etwas ganz besonderes, und das in jeglichen Bereichen! 5 Sterne
0Kommentar|45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Dezember 2015
Schnörkellose, geradliniege Handlung ohne Hollywood-Politur.
Wenn man harten realitätsnahen Western mag, dann kann man damit nichts falsch machen.
Unschlagbar, einfach top!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2013
Auch ich möchte heute die Gelegenheit nutzen, diesen Film zu bewerten. Vorab, ich bin ein großer Kevin Costner- Fan. Für mich ist er in seinen Filmen die Verkörperung des letzten amerikanischen Helden - inbesondere Der mit dem Wolf tanzt, Wyatt Earp, Robin Hood, The Guardian und sogar die zerissenen Filme Waterworld und Postman gefallen mir sehr gut.

Qualität der BlueRay:
Das Bild ist scharf. Es ist zwar kein Referenzfilm in Sachen BlueRay, aber die Qualität gehört zum gehobenen Durchschnitt. Der Sound ist sehr gut. Die Gefechte kommen klar und sauber rüber, Schüsse hären sich nicht wie z. B. bei Cowboys und Aliens an als würden Knallfrösche in einem Topf explodieren. Das Zusatzmaterial ist ausreichend. Das making of ist sehr nicht zu kurz und die Hintergründe zu den wahren Begebenheiten sehr interessant und aufschlussreich. Am Ende des Films erfährt man noch, was aus wem geworden ist - so etwas finde ich immer klasse :-)

Die Rolle des Anse Hatfield ist Costner auf den Leib geschneidert. Der in sich gekehrte, überlegte, respektierte Anführer, der geachtete Mann der Stadt, der nicht in Frage gestellt und von seiner Familie bedingungslos als Oberhaupt anerkannt wird. Seine Entscheidungen erscheinen oftmals für heutige Verhältnisse unüberlegt, impulsiv und zu hart, was aber der damaligen Zeit und dem damaligen Umgang mit Problemen geschuldet ist. Man nimmt ihm ab, dass er mehr derjenige ist, dem zu Unrecht Taten und Verhaltensweisen negativ angelastet werden. Aus heutige Sicht erscheint er eher als Opfer einer verqueren Sichtweise von McCoy, tut aber selbst aus Sturheit wenig, um mit den Vorwürfen aufzuräumen. Mehr will ich dazu nicht sagen, da dies ohne zu spoilern nicht möglich wäre.

Seinen Gegenpart und früheren Kameraden im Bürgerkrieg verkörpert kein geringerer als Bill Paxton. Paxton gehört m.E.n. zu den besten Schauspielern die es gibt, wennschon ihm viele Rollen bisher versagt blieben. Er spielt den streng gläubigen, von Hass zerfressenen, uneinsichtigen und sturen Randall McCoy, der es sich zur Lebensaufgabe macht, die Hatfields der seiner Ansicht nach gerechten Strafe zukommen zu lassen. Er schreckt vor keinem Mittel zurück, obschon er nicht unbeeinflusst und nicht ganz freiwillig von Zufällen, unvorhersehbaren fatalen Begegnungen und Geschehnissen zu gewissen Handlungen "gezwungen wird" um sein Gesicht nicht zu verlieren.

Die Vorgeschichte hierzu erklärt deutlich die Sichtweisen beider Männer und lässt diese plausibel erscheinen. Jeder für sich sieht den Anderen und die Veränderung in ihm auf seine Weise und zieht daraus die für sich gültigen Konsequenzen, welche nicht selten ohne enorme Folgen bleiben.

Glaubhaft und aus gutem Grund Emmy- verdächtig ist auch die Darstellung von Hatfields Onkel Jim Vance durch Tom Berenger, den ich fast gar nicht erkannt hätte :-), durch den der ganze Schlamassel eigentlich erst so richtig anfängt. Vance ist ebenfalls ein sturer, ewig auf Krawall gebürsteter Bock, auf dem man sich aber andererseits zu 100% verlassen kann, wenn es hart auf hart kommt. Nicht selten ist er es, der die ohnehin angespannte Situation durch sein Handeln zusätzlich oder überhaupt erst gefährlich aufheizt. Berenger lebt seine Rolle konsequent aus und seine Darstellung erinnert an glorreichere Schauspielertage wie z. B. in Platoon.

Matt Barr spielt einen von Anse Hatfields Söhnen oder von mir aus auch DEN Sohn. Er ist gutaussehend, draufgängerisch, hat aber keinen Sinn für die ewige Fede gegen die McCoys und verliebt sich in eine McCoy- Tochter. Durch diese schwierige, ja nahezu unduldbare Liebe gewinnt der Film deutlich an Charakter und zeigt, wie weit Menschen für verquere Ideale bereit sind zu gehen. Auf beiden Seiten wird versucht auf die Beziehung Einfluss auszuüben, was auch Gelegenheit bietet, die Rollen der Frauen in dieser Situation zu verdeutlichen und den weiblichen Charakteren Tiefgang verschafft - insbesondere den Müttern und Ehefrauen von Anse und Randall - welche jede für sich hinter Ihren Männern stehen, es aber nicht unversucht lassen, den Schaden zu minimieren. Eine denkbar schwere Aufgabe in einer pa­t­ri­ar­cha­lischen Welt, die keinen weiblichen Widerspruch duldet.

Ebenfalls bemerkenswerte Rollen spielen Jena Malone (Stolz und Vorurteil), Powers Boothe (Tombstone), Andrew Howard und Mare Winnigham (Wyatt Earp - ebenfalls mit Kevin Costner).

Der erste Teil ist von der Mitte zum Ende etwas schleppend, was aber nicht tragisch ist, denn hier wird das zerrüttete Verhältnis dargestellt und zunächst in Dialogen und verbalen Schlagabtauschen widergespiegelt. Die Serie nimmt mit sich zuspitzender Situation kontinuierlich an Fahrt auf und schreckt auch nicht vor Gewalt zurück. Überraschende Wendungen und exzessive Gewaltausbrüche (z. B. am Bruder von Anse auf einem Fest) zeigen einmal mehr den sich entladenden, augestauten Hass der McCoys und Hatfields untereinander.

Fazit:
Wer Western mag, autenthischen Geschichten gern zuhört, fernab des Hollywood- Mainstreams mal wieder eine gute Geschichte und ein sauberes Drehbuch sucht, ist hier genau richtig. Der Film eigent sich sowohl für Mann und Frau und zeigt einmal mehr, dass es noch möglich ist, gute Western zu drehen und das Kevin Costner zu Unrecht und zu oft unterschätzt wird.
11 Kommentar|16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. März 2014
Ich bin eigentlich kein Fan von Kevin Costner. Seine bisherigen schauschpielerischen waren eher durchschnittlich bis solide. Kein TV oder Kino-Magnet. Mit einer Ausnahme: Western. Genau in diesem Genre glänzt er. Es ist vor allem seine besondere und überzeugende Ausstrahlung. Das ist vermutlich genau seine Bandbreite, meiner Meinung nach.

Von dem Film bin ich restlos begeistert. Die Charaktere (basierend auf einer wahren Geschichte) sind absolut überzeugend und facettenreich. Die Handlung, Kostüme und malerische Landschaften sind eine Augenweide. Die Story ist unglaublich fesselnd und mitreissend. (Nachdem ich den Film ausgepackt habe, wollte ich eigentlich einen kurzen Blick auf den Inhalt werfen....erst nach 3 Stunden konnte ich von dem Streifen langsam lösen).

Im Grunde ist die Handlung nicht neu. Zwei Familien. Streit. Blutvergießen. Eskalation der Lage. Schlichtungsversuche. Weitere Zuspitzung. Sehr viel Action und noch mehr Leid. Und am Ende kein Gewinner.

Die Umsetzung ist jedoch anders. Sehr realistisch. Man hat das Gefühl, die Geschichte live zu begleiten.

Von mir eine klare Empfehlung! Viel Unterhaltung für wenig Geld! Kostner in Bestform!
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wer sich an opulent und detailreich gefilmten Western-Mini-Serien wie „Lonesome Dove“ (1989), „Return to Lonesome Dove“ (1993) oder „Broken Trail“ (2006) und auch an Kevin Costners Western „Open Range“ (2003) erfreuen kann und einen langen Atem hat, um die elegische Langsamkeit, die dem Genre eben oft innewohnt und die es im Herzen eines Liebhabers zu etwas so Besonderem macht, goutieren zu können, für den dürfte auch Kevin Reynolds‘ Mini-Serie „Hatfields & McCoys“ aus dem Jahre 2012 ein filmisches Festmahl sein.

„Hatfields & McCoys“ erzählt die Fehde der beiden Familien aus dem Grenzgebiet zwischen Kentucky und West Virginia, die von 1863 bis 1891 im Tug-Fork-Tal in den Appalachen wütete. Nachdem Jim Vance (Tom Berenger), der Onkel des Hatfield-Patriarchen Devil Anse (Kevin Costner), Asa Harmon McCoy, der in die Unionsarmee eingetreten war, getötet hat, wird der erste Grundstein für den Zwist zwischen den beiden Familien gelegt, doch ein ernstes Aufflammen der Fehde erfolgt erst 1879 im Zuge eines Rechtsstreites um ein Schwein, den Richter Valentine „Wall“ Hatfield (Powers Boothe) zugunsten der Hatfields entscheidet, woraufhin zwei McCoy-Brüder einen Hauptzeugen, einen Anverwandten der Hatfields, töten. Vollends eskaliert der Konflikt allerdings, als die McCoys Devil Anses Sohn Johnse (Matt Barr) bei einem mehr als nur romantischen Stelldichein mit der McCoy-Tochter Roseanne (Lindsay Pulsipher) erwischen. Bald schon greift Patriarch Randall McCoy (Bill Paxton) auf die Hilfe von Kopfgeldjägern, darunter der gewissenlose und sadistische „Bad Frank“ Phillips (Andrew Howard) zurück, und es entsteht so etwas wie ein Bürgerkrieg im Kleinen.

Regisseur Kevin Reynolds gelingt es sehr überzeugend, die historischen Tatsachen so aufzubereiten, daß sie die Handlung dramaturgisch tragen, was natürlich dazu führt, daß wir es hier nicht mit einem sklavisch an der Realität orientierten Quasi-Dokumentarfilm zu tun haben. Die Protagonisten sind dabei durchaus Menschen mit ihren Ecken und Kanten, wobei einzelne Nebenfiguren, wie der rauhbeinige und blutdürstige Jim Vance oder der intrigante Anwalt Perry Cline (Ronan Vibert) indes zu recht eindimensionalen Charakteren geraten. Die Serie nimmt sich Zeit, um den Konflikt und die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern recht ausführlich und facettenreich darzustellen, wenngleich insgesamt mehr Sympathie für die Hatfields als die McCoys erweckt wird.

So erscheint Randall McCoy als ein frömmlerischer Verlierertyp, den sein stures Festhalten an seinem soldatischen Eid zu Beginn des Filmes beinahe dazu bringt, seine Existenz zu verlieren, während der Deserteur Devil Anse die Jahre des Bürgerkrieges dazu nutzen kann, sich eine solide wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Als Randall ihn vor seiner Desertion ermahnt, was denn geschehen würde, wenn jeder Soldat nach eigenem Ermessen entscheiden würde, wann er genug für einen Krieg geopfert habe, entgegnet ihm Devil Anse, daß dann die meisten Kriege wohl von sehr kurzer Dauer sein würden. Ironischerweise wird das Hatfield-Oberhaupt diesen Grundsatz jedoch im Hinblick auf den tödlichen Zwist zwischen den beiden Familien jahrelang mißachten, was einen großen Teil des Blutvergießens erst ermöglicht. Zudem sehen wir gleich bei seiner Rückkehr aus dem Bürgerkrieg, wie entschlossen und gewissenlos er handeln kann, wenn seiner Meinung nach das Wohl seiner Familie auf dem Spiel steht: Denn um seinen Onkel Vance zu schützen, scheut er auch vor einem kaltblütigen Mord an einem Wehrlosen nicht zurück. Im Verlauf der Fehde betont er anfangs mehrmals, daß ein Nachgeben dazu führen würde, die Hatfields auch von anderen Seiten her für Übergriffe verwundbar zu machen – hier bot eben der Familienzusammenhalt gegenüber dem institutionalisierten Gesetz anscheinend den größeren Schutz, was dann die Hemmschwelle zu Selbstjustiz und Blutrache sinken ließ. Anders als sein Bruder, der Richter, hegt Devil Anse denn auch ein tiefverwurzeltes Mißtrauen gegen die Institutionen des Staates, womit er am Ende indes auch Recht behalten soll.

Dennoch ist Devil Anse insofern sympathischer, als er am Ende aus Einsicht und Überwindung seiner ursprünglichen Denkmuster für ein Einlenken im Streit eintritt. Der frömmelnde und in einer Mischung aus Selbstgerechtigkeit – beispielsweise der verfemten Tochter gegenüber – und Selbstmitleid – mit Vorliebe salbadert er gegenüber seiner Frau davon, was er ihr eigentlich alles hätte kaufen wollen, hätte es das Leben gnädiger mit ihm gemeint – badende Randall jedoch verliert angesichts wiederholter Schicksalsschläge schließlich den Glauben an Gott und wirkt zu einem menschlichen Wrack.

Aber auch die Nebenfiguren laden zum Nachdenken und Diskutieren ein – man bedenke nur Hatfields Verhältnis zu seinen so unterschiedlichen Söhnen Johnse – er ist eher willenlos und selbstmitleidig – und Cap (Boyd Holbrook) – der jüngere Bruder geht ganz in der Fehde auf – und die atemberaubende Szene am Fluß.

„Hatfields & McCoys“ hat alle Eigenschaften einer gelungenen Western-Mini-Serie: Eine großzügige Ausstattung, Liebe zum Detail, eine ausgewogene Mischung zwischen Langsamkeit, in der wir Landschaften und Figuren kennenlernen dürfen, und Action und beweist, daß es auch heute noch möglich ist, qualitativ hochwertige Westernkost zuzubereiten.

Das BR-Paket besteht aus zwei Discs, deren eine als Extras ein Making-of sowie das Musikvideo zum Titelsong bietet. Meinen Dank an Mitrezensenten und Westernfreund Raimund Heß für diesen Tip!
22 Kommentare|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,49 €