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am 13. September 2013
Avicii - das ist der 24-jährige schwedische DJ Tim Bergling. Mit True erscheint nun endlich sein erstes Studioalbum. Nicht jeder alteingesessene Fan wird mit diesem Album glücklich werden. Was die weltweite Nr.1 - Single "Wake me up" schon angekündigt hat, wird auf dem Longplayer konsequent fortgesetzt.

Tim baut auf ungewöhnliche Kollaborationen und setzt sowohl stilistisch, als auch innovativ neue Maßstäbe. Auf die erste Single-Auskopplung, die in Zusammenarbeit mit Aloe Blacc entstand "Wake me up", gehe ich nicht weiter ein, jeder potenzielle Käufer dieser Platte kennt die Mischung aus Soul, Country und House. In eine ähnliche Kerbe schlägt "Hey Brother", welches er zusammen mit dem hierzulande unbekannten amerikanischen Countrysänger Dan Tyminski aufgenommen hat. Auch hier mischen sich Dance Sounds mit Country Vocals - spätestens nach dem zweiten Hören sitzt dieser Song im Ohr fest.

Deutlich anders ist "Addicted to you", zusammen entstanden mit der Singer-Songwriterin Audra Mae und dem 71-jährigen Mac Davis, der schon Songs für Elvis Presley geschrieben und produziert hat (In the Ghetto, A Little Less Conversation): Der Song beginnt ruhig und gefühlvoll, erzeugt zunächst eine intime Stimmung und steigert sich dann in eine Dance-Nummer. Ein weiteres gutes Beispiel für die gewagten Stilmischungen Berglings: 60er Jahre Soulvocals treffen Dancerhythmen - ganz großes Hitpotenzial.

Eindeutig Tanzflächentauglich ist "Dear Boy". Hier stehen klar die Dancebeats im Fokus. Die Vocals kommen von der Dänin Karen Marie Ørsted - im Vorfeld wurde gemunkelt das Lana del Rey diesem Song ihre Stimme leihen würde - das stimmt nicht! Dieser Song dürfte vor allem auch den ursprünglichen Fans gefallen. Ebenfalls zu den Tanznummern gehört "Liar Liar": es beginnt ruhig und verträumt - fast sanft, in der Hookline wird man dann aber vom aggressiven LIAR LIAR regelrecht aufgeschreckt und mitgerissen. Stark!

US-Musik-Legende Nile Rodgers scheint bei seiner Zusammenarbeit mit Daft Punk ("Get Lucky") gefallen am Genre gefunden zu haben, auf "True" sind seine Gitarrenklänge in gleich 2 Songs vertreten: "Shame on me" ist sehr von seiner Gitarre geprägt und erinnert stellenweise an Yello's "The Race". "Lay me down" wird von Ex-Musicaldarsteller Adam Lambert gesungen. Mehr und mehr brechen sich seine Vocals Bahn und so entsteht irgendetwas zwischen funkigen Housetrack und groovigem Dancefloor-Hit.

"Hope there's someone" schlägt den nächsten Haken. Dieses Stück wird getragen vom Gesang der Schwedin Linnea Henriksson. Zumindest textlich eine eher nachdenkliche und melancholische Nummer, die ihre stärksten Momente hat, wenn sich das Arrangement zurückhält. Tolle Stimme!

Es gibt allerdings auch Songs auf "True" mit denen ich nach dem ersten Hören noch nicht warm geworden bin. Dazu gehört die zweite Singleauskopplung "You make me". Zwischendrin fühlte ich mich zwar kurz an "Levels" erinnert, aber Gesang, Melodie und Beats nerven und ergeben für mich bei diesem Track einfach keine runde Sache - nur MEINE PERSÖNLICHE Meinung. "Heart upon my sleeve" kann bei mir ebenfalls nicht punkten.

Fazit: Lange wurde über diese Platte spekuliert. Die meisten Songs sind schon lange durch Live-Ausschnitte oder Promo-Mixe bekannt. Wer sich dort in die Lieder verliebt hat wird vielleicht enttäuscht, viele Songs sind anders arrangiert oder haben gar einen neuen Text. Trotzdem entstand ein sehr facettenreiches, experimentelles und innovatives Album, das viele Geschmäcker bedient. Neben Country hört man Elemente von Reggae, Hip Hop, Blues und Soul. Bei Songs wie "Dear Boy" oder "Liar Liar" bleibt Bergling in der Nähe seiner musikalischen Ursprünge. Ob seine "alten" Fans den Weg mitgehen werden bleibt abzuwarten. Für mich auf jeden Fall einer der besten kommerziellen Longplayer des Jahres!

Ich hoffe, dass meine Rezension hilfreich für Ihre Kaufentscheidung war. Fragen beantworte ich gerne über die Kommentar-Funktion.
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am 26. Februar 2015
Niemals hätte ich mit so einem Album im Mainstreampop gerechnet und auch nach dem xten Durchhören begeistert mich dieser überdrehte Country/Crossoverpop, der mit den Stücken Wake me up und Addicted to you zwei Tophits mit Ohrwurmcharakter präsentiert. Die 11 Songperlen wirken wie ein buntes Mosaik, schillernder abwechslungsreicher Kreativität. Samples, Rückgriff in die Popsoundarchive der kreativen 60er-80er und der atemlose Mix mit einem klaren Bekenntnis zur Gegenwartskultur entfalten eine faszinierende, beinahe magische Wirkung. Die en passent sich verändernde musikalische DNA macht deutlich, dass hier nicht nur traditionelle Hörgewohnheiten entstaubt werden, sondern ein Transformationsprozess stattfindet, der alte Gewissheiten über Bord wirft. Letztlich fasst Avicii auf True Jahrzehnte musikalischer Popkultur auf einem Silberling zusammen, ohne beliebig zu wirken. Seine wahre Identität liegt in der Synthese. Der Titel True bringt diese Wahrhaftigkeit auf den Punkt. True ist größer als der Durchschnitt des musikalischen Mainstream, hält sich aber nicht mit künstlerischen, mehrdimensionalen Mehrdeutigkeiten auf. True ist ein Meilenstein. Vielleicht werden wir erst in zehn Jahren einzuschätzen wissen, ob dies die berühmte Extrameile ist, oder doch nur eine Meile auf einem sehr langen musikalischen Entwicklungsweg. Ich tippe auf den Meilenstein für die musikalische Extrameile.
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am 14. Oktober 2013
Avicii habe ich vorher nie so richtig wahrgenommen, obwohl ich auf einigen Sampler auch Songs von ihm drauf habe, aber erst durch "Wake me up" spielte er sich in mein Herz und deswegen habe ich mir nun das Album gekauft und an sich ist es nicht schlecht, aber nur ein paar wenige Songs finde ich überzeugend, weil einfach der Beat da ist und man sich sofort wohlfühlt und mitsingt, aber der Rest ist eher Durchschnitt, was mir persönlich einfach nicht ins Ohr geht und mich eher enttäuscht zurücklässt. Dennoch kann man das Album gut hören.
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am 12. Mai 2014
Ich beziehe mich ausschließlich auf die Vinyl-Variante und der dazugehörigen MP3-Beilage.
Für Vinyl-Liebhaber sicher auch interessant, also mich interessiert das zumindest immer, das verwendete Equipment. Um Vergleiche und Rückschlüsse zuzulassen.
Ich verwende einen 'Technics SL-1900' Plattenspieler mit einem 'Ortofon 2M red' MM-Tonabnehmer (kein DJ-Zeugs).

Das Cover kommt im schlichten, aber haptisch schönem Gatefold daher.
Das Inner Sleeve ist ebenfalls aus stabilem, hochwertig bedrucktem Papier.
Die Platte selbst besteht aus dickem Audiophilen 180 Gramm 'Heavy-weight-Vinyl'.

Die Aufnahmen auf dieser Schallplatte sind durchweg sehr dynamisch mit klaren, nicht zu überspitzten Höhen, wie man sie sonst oft auf Loudness-versauten CDs vorfindet. Das gleiche gilt für den Mittel-Tiefton Bereich, das Verhältnis bzw. die Balance ist schön stimmig. Das Ganze mit dem vollen, wohlig-warmen Grund-Sound des Vinyls.
Und an dieser Stelle "stirbt" dann auch schon die MP3-Version, Fülle und Detailreichtum der 'Master-Aufnahme' kann man hier nur noch erahnen, irgendwie dünn, verlieren sich die Mixe im komprimierten Allerlei, nun ja, fürs Autoradio und auf dem Handy reicht es.

Einen Punkt Abzug gibt es nur, weil mich das Album aus musikalischer Sicht nicht vollends vom Hocker haut.
Dennoch wird einem hier kurzweilige, abwechslungsreiche und unangestrengte Unterhaltung geboten.

Mein persönliches Fazit zur Vinyl-Version: Kaufempfehlung! :-)
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am 4. Oktober 2013
Zuerst muss ich sagen, dass ich ein großer Fan von Aviciis vorherigen Singles bin, die nie auf einem Album veröffentlich wurden, aber trotzdem große Hits waren. U.A. 'Seek Bromance' als Tim Berg, 'My Feelings for you', 'Fade Into Darkness', der weltweite Megahit 'Levels', dessen ähnlich guter Nachfolger 'Silhouettes', 'Last Dance', der UK-Nr. 1-Hit 'I could be the one' oder 'X You', um nur einige zu nennen.
Auf den heiß erwarteten Debütalbum gibt es nur sehr wenige Songs, die an das Niveau und die Klasse dieser Songs herankommen.
Schon vorher war klar, dass der Stil von Avicii sich hier grundlegend ändern wùrde. Statt nur House und Dance kombiniert er hier seinen ursprünglichen Stil mit Soul, Folk und Country. Ich war nicht sehr begeistert darüber, da sein alter Stil doch so perfekt war, aber was solls - Künstler wollen sich weiterentwicklen.
Mit Single Nr. 1hat das ja auch perfekt geklappt: Platz 1 in wirklich fast jedem Land bis auf in den USA (Peak 5) und damit Robin Thickes größter Konkurrent um den Hit des Jahres 2013. Die Kombination mit Soul-Singer Aloe Blacc und Country-Gitarre mit Avicii-Hook im Chorus funktioniert hier perfekt.
Jedoch können die anderen Tracks nicht so überzeugen.
Die 2. Single "You make me" fängt zwar gut an, doch die typische Avicii-Melodie ist hier so misslungen wie selten zuvor. Schade, kein großes Hitpotential.

'Hey Brother' stieg in den deutschen Charts sogar höher ein, als 'You make me'. Verständlich, der Song ist ein würdigerer Nachfolger, da im Stil ähnlicher zu "Wake me up"
"Addicted to you" ist kurz, aber gut.
Mein Highlight des Album ist aber eindeutig "Dear Boy", das ich im.Voraus als "Dance in the water", von Lana del Rey performt, kannte. Zwar 8min lang, trotzdem großes Hitpotential und einfach nur hammergeil.
Dann folgt leider eine Reihe an etwads enttäuschenden Songs, angefangen mit:
"Liar Liar", zwar im Chorus sehr eingängig, aber auch etwas nervig; "Shame On Me" schlecht von den beiden Sängern performt, wenigstens eine gute Avicii-Hook im Chorus; "Lay Me Down", etwas besser aks die Vorherigen und sehr discolastig; "Hope Theres Someone", ungewohnt und insgesamt enttäuschend und zuletzt "Heart Upon My Sleeve", ohne Gesang der wohl schwächste Instrumental-Track von Avicii seit Langem.

Zum Glück ist damit "True" noch nicht zuende, da es noch 5 Bonus-Tracks gibt, die im Netz verstreut sind (absolute Frechheit von der Plattenfirma, erst die CD von 12 auf 10 Songs zu kürzen und dann keine Deluxe-Edition zu veröffentlichen).
Davon stechen "Always On The Run" und vor Allem "All You Need Us Love" heraus; der Zweite ist sogar eins meiner Highlights von "True". Dazu noch zwei bessere Instrumental-Songs ("Edom & "Canyons") und ein Song zum Vergessen ("Long Road To Hell)

Insgesamt habe ich viel mehr von Aviciis Debut erwartet, da man einfach von den Vorgänger-Singles so verwöhnt ist. Dennoch ist "True" keun schlechtes, sondern ein solides bis gutes Album, das Fans von "Wake Me Up" gefallen wird.

Wake Me Up: 10/10
You Make Me: 8/10
Hey Brother: 9/10
Addicted To You: 9/10
Dear Boy: 10/10
Liar Liar: 7.5/10
Shame On Me: 7.5/10
Lay Me Down: 8.5/10
Hope There's Someone: 7/10
Heart Upon My Sleeve: 6/10

Always On The Run: 9/10
Long Road To Hell: 6/10
Edom: 9/10
Canyons: 8.5/10
All You Need Is Love: 10/10

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4/5 Sterne
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am 15. September 2013
--Aktualisierte Rezension, Juni 2014--
Das Debütalbum 'True' des schwedischen Ausnahmekünstlers Avicii sorgte für Furore in der Musikwelt und bescherte dem jungen Musiker den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere. Auch nach knapp einem Jahr sticht der Mix aus Country, Bluegrass, Rock, Pop und elektronischer Musik aus dem Kommerz-Einheitsbrei heraus.

Mit 'Wake Me Up' erfand Avicii das Genre Country-House. Eine durch und durch stimmige Komposition mit Mike Einziger von der Band 'Incubus' an der Gitarre, kombiniert mit der genialen Soul-Stimme von Aloe Blacc. Einziger Wehrmutstropfen: Aufgrund des Riesenerfolges wurde das 'Lied des Jahres 2013' leider total überspielt und verlor dadurch jeglichen Reiz.

Der zweite Titel 'You Make Me' versucht durch sein sehr dominantes Piano und den wilden Synthesizer Disco-Feeling zu vermitteln. Leider neigt dieses Lied zu Eintönigkeit und wirkt insgesamt zu repetitiv und einfallslos. Auch der Text weiß nicht so recht zu überzeugen, obwohl von Hit-Garant Salem Al Fakir gesungen (dieser lieh Avicii bereits bei 'Silhouettes' seine markante Stimme).

Ähnlich wie bei Wake Me Up, meistert Avicii bei 'Hey Brother' wieder gekonnt den Spagat zwischen Country und House. Ein wunderschöner Text, gesungen von Dan Tyminski, im Wechselspiel mit einem fanfareartigen Refrain. Ein weiteres Highlight des Albums, obwohl der Track im Radio leider ebenfalls total überspielt wurde.

'Addicted To You' markiert das wohl am weitesten von elektronischer Musik entfernte Lied auf dem Album. Die Stimme, welche erstaunliche Ähnlichkeiten zu Adele aufweist, stammt von der relativ unbekannten, aber talentierten Sängerin Audra Mae. Begleitet wird sie von einer Gitarre, einem gedämpften Piano und einem sehr dezenten Beat. Ein an sich schöner Song, welcher aber mit 2:28 viel zu kurz geraten ist und dem es insgesamt an Würze fehlt.

Im krassen Gegensatz zu den vorangegangenen Titeln steht schließlich die Progressive-House Nummer 'Dear Boy'. Hier klingt Tim Bergling schon eher nach dem klassischen Avicii. Der Text wurde von Karen Marie Ørsted extra für das Album neu eingesungen. Die Stimme klingt sehr natürlich und fügt sich trotz der harten EDM-Melodie gut in das Gesamtbild von True ein.

'Liar Liar' ist der mit Abstand schwächste Titel des Albums. Bis zum Refrain scheint noch alles in Ordnung zu sein, die Stimme von Blondfire-Sängerin Erica Driscoll klingt natürlich und freundlich, auch die Gitarrenmelodie macht gute Laune. Doch diese Stimmung wird im Refrain schlagartig zunichte gemacht. Der nun einsetzende männliche Part von Aloe Blacc wird mit einer Orgel hinterlegt und passt so wenig zum restlichen Song, dass es buchstäblich in den Ohren weh tut. Kleine Insider-Information am Rande: Im Gegensatz zu allen anderen Titeln des Albums, spielte Avicii bei Live-Konzerten jenen Song nie in seiner endgültigen Version. Er bediente sich ausnahmslos bei jedem Auftritt einer bis dato unveröffentlichten ID, welche bei den Fans schon seit langem sehr beliebt war. Deshalb nahm man bis unmittelbar vor der Veröffentlichung von True an, dass der Track auch so auf das Album kommen würde. Die völlig vom Original abweichende Neuvertonung stieß auf Unverständnis und sorgte für Kopfschütteln in der enttäuschten Fangemeinde.

Das Wechselspiel zwischen Männer- und Frauenstimme von Sterling Fox und Audra Mae bei 'Shame On Me' erinnert an einen heftigen Beziehungsstreit. Die bis zur Unkenntlichkeit durch den Vocoder bearbeitete Stimme im Hintergrund passt zwar zum Gesamtbild des Titels, wird aber mit der Zeit etwas nervig. Für den nötigen 'Groove' sorgen Progressive-House-Beats unterlegt mit mächtigen Piano-Riffs, welche entfernt an 'Yello ' The Race' erinnern.

Das von Adam Lambert gesungene 'Lay Me Down' erinnert mit Nile Rodgers einzigartiger Gitarrenbegleitung fast an Daft Punks letztes Album, mit dem Unterschied, dass man statt der faden Roboterstimmen hier wenigstens auch ordentliche Beats zu hören bekommt. Aus musikalischer Sicht ist diese Nummer ein Meisterwerk, zieht sich allerdings nach dem ersten Refrain enorm in die Länge. Die wesentlich kürzere Version aus dem Musikvideo ist insgesamt stimmiger.

Wer 'Antony and the Johnsons' kennt, dem dürfte 'Hope There's Someone' bereits ein Begriff sein. Allerdings hat Avicii diesen Baroque-Pop Song mithilfe von Linnea Henriksson in völlig neue Bahnen gelenkt. Der Anfangs verhaltene Track hat einen kontinuierlichen Spannungsaufbau, bis er schließlich nach der 2. Strophe in einem sehr druckvollen und düsteren Synthesizer-Refrain gipfelt.

Aus völlig unerfindlichen Gründen wurde der für 'Heart Upon My Sleeve' namensgebende Text von 'Imagine Dragons' Sänger Dan Reynolds in der finalen Version weggelassen. Doch auch als Instrumental ist dieser von Geigen dominierte Track immer noch sehr eindrucksvoll.

Für den Amazon-Bonustrack 'Always On The Run' lieh sich Avicii die Acapella eines zuvor veröffentlichten House-Tracks von Alex Moreno. Die anscheinend bewusst auf Old-School getrimmte Progressive-House-Instrumentalisierung erinnert an längst vergangene Avicii Zeiten.

Fazit:
Es war ein langer und harter Weg bis zum Ziel. Im März 2013 zweckentfremdete Avicii das berühmte Ultra Music Festival zu einer Konzertbühne und ließ fast das gesamte Ensemble des späteren Albums live auftreten. Den Anfang machte Aloe Blacc mit Wake Me Up, die Uraufführung des späteren Welterfolges. Die großartige und abwechslungsreiche Show mit Live-Gesang und einer echten Countryband wurde anfangs noch hart kritisiert. Auf Twitter überschlug man sich mit Gehässigkeiten regelrecht, die gewagte House und Country Kombination wurde als Spinnerei abgetan und Avicii musste sich in dieser Zeit einiges an Anfeindungen gefallen lassen. Der in Erklärungsnot geratene Tim Bergling entschloss sich im April kurzerhand, einen exklusiven Promo-Mix mit einigen Tracks aus dem Album zu veröffentlichen. Und schon waren die bösen Geister besänftigt. Kaum einer verlor noch ein böses Wort über Avicii's 'Country House', an dem die Leute nun sogar zusehends Gefallen fanden. Weitere zwei Monate später, pünktlich zu Sommerbeginn, veröffentlichte Avicii den ersten Titel seines Albums, 'Wake Me Up'. Der Rest ist Geschichte. Trotz einiger schwacher Titel und dem großen Faux-Pas 'Liar Liar' kann ich dem Album insgesamt doch sehr viel abgewinnen. Avicii hat mit diesem Album völlig neue Wege beschritten und gezeigt, dass es in der elektronischen Musik eben auch anders geht. Wer einen besseren Eindruck vom 'Gesamtkunstwerk True' bekommen möchte, dem rate ich allerdings dringend, auch die auf iTunes und Spotify erhältlichen Bonustracks anzuhören.
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am 17. September 2013
Ich bin eigentlich sehr begeistert von Tim's neuem Album "TRUE".
Jeder einzelne Track dieses Albums hat etwas besonderes.

Warum nur 3 Sterne?
Nun, was mich sehr enttäuscht hat ist der Track "Hope There's Someone". Wo bleibt der Drop bei dem Song?
Dann noch "Heart Upon My Sleeve". Der Track ist leider nur die Instrumental-Version, anders als beim Promo-Mix. Sehr enttäuschend. Und dann fehlen mir noch die Songs "Edom" und "Long Road To Hell".

Ich warte nun auf die Deluxe Edition, die ich mir schon vor einem Monat vorbestellt hatte und heute eine E-Mail bekam, mit der Info, dass sich der Versand noch bis Oktober verzögern wird. Nun heißt es einfach mal abwarten. Ich bin ein sehr großer Fan von Avicii und kann mir einfach nicht vorstellen, dass dies alles war.
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am 5. Oktober 2013
Erwartungen wurden nicht erfüllt...es sind ca. 4 super tolle Titel auf der CD, wie "Wake Me Up,Hey Brother, Addicted To You und Lay Me Down" der Rest...naja....aber allein wegen den erwähnten Titeln ist die CD "nicht schlecht" aber eben nicht "der Knaller" darum nur 3 Sterne....
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am 16. September 2013
Sehr geehrter Herr Bergling!
Ich bin besonders seit dem Release ihrer Single "Levels" auf sie aufmerksam geworden und seitdem auch ein großer Fan ihrer Musik. Oft fragte ich mich, wann es an der Zeit sei, ein Album zu veröffentlichen und als ich dann von dem Release von True hörte, hielt ich es vor Spannung nicht mehr aus. Anschließend hörte ich auch noch den Promo Mix auf dem Portal Soundcloud und war wirklich ganz aus dem Häuschen! Gestern Abend habe ich das Album, bei amazon bestellt erhalten und hörte rein! Ich würde wirklich fast jedes Lied mit voller Punktzahl benoten und auch insgesamt gefällt mir "True" sehr (auch die Songs, die nicht im Promo Mix erhalten waren) und ich liebe Ihren Stil bei den Liedern, immer so ähnlich und doch so unterschiedlich, doch ich wünsche mir für ihr nächstes Album ein paar kleine Verbesserungen und einige Dinge haben mir nicht ideal gefallen, und die möchte ich hier vermerken.

• Nur 10 Lieder!? Laut der englischen Wikipedia am 16.09.2013 kommen beim mp3-Download noch 1 Lied, bei iTunes noch 2 und bei Spotify auch noch 2 andere Lieder dazu. Muss das sein? Hätten sie nicht diese 15 Songs auf ein Album machen können und lieber noch ein paar neue Remixes von älteren Songs als Deluxe Edition?
• Bei 2 Songs war ich enttäuscht: Warum bei "Dear Boy" auf dem Album eine "andere" Stimme als auf dem Promo Mix? Das klingt zwar nicht schlecht, aber die andere (bearbeitete? von einer anderen Sängerin?) Stimme hat dem Song den gewissen Kick gegeben. Schade. Außerdem frage ich mich, warum Sie bei "Heart Upon My Sleeve" auf dem Album die Vocals des Imagine Dragons-Frontmannes weggelassen haben!
• Das Booklet finde ich auch nicht optimal. Anstatt Songtexten und Co. findet man hier nur Bilder von Avicii (so weit so gut) und seine bisherigen Erfolge. Wenn ich das wissen will, kann ich auch auf Wikipedia nachlesen.
• Und mal wieder Amazon. Warum um Himmels willen kommt die neue, ungebrauchte CD bei mir zerkratzt an!!?

Und trotzdem werde ich das Album immer wieder hören und mich bei den 10 Liedern an den wunderschönen Sommer 2013 hören. Und dir, lieber Tim, alles Gute für deine (hoffnungsvolle) Zukunft!
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am 12. Januar 2014
Zu den beiden großen Hits "Wake me up" und "Hey Brother" gibt es nicht viel zu sagen, die dürfte jeder kennen, der ein Radio besitzt, oder in letzer Zeit auf einer beliebigen Party war. Doch das Album bietet noch weitere gute Songs, wie das temporeiche "You make me", das eingängige und atmosphärisch großartige "Addicted to you" oder auch das Instrumentalstück "Heart upon my sleeve".

Jedoch sind auch ein paar Füller auf dem Album und insgesamt wirkt es nicht aus einem Guss. Klar, das liegt in der Natur der Sache, da Avicii ein DJ-Projekt mit wechselnden Interpreten ist. Dennoch wirkt es für mich wie eine willkürliche Zusammenstellung unterschiedlicher Songs, die von der Qualität her sehr große Unterschiede aufweisen. Der Mega-Hit "Wake me up" hat für mich nicht viel mit den nervigen Songs "Liar, liar" oder "Dear boy" gemein.

Es ist ein Album, das man auf einer Party ohne Probleme durchlaufen lassen kann, wenn man die Musik bewusst hört, wird man aber wohl eher ein paar Songs auswählen.
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