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155 von 160 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich zu Hause angekommen?
Mein bisheriger fotografischer Werdegang hat sich bisher auf DSLRs von Canon (z.B. 7D, 5D Mark II) und Nikon (D300s, D700, D800, D600 und D7100) beschränkt. Das dies allesamt hervorragende Kameras sind, brauche ich nicht zu erwähnen.

Warum also der Wechsel zu Olympus und damit des 4/3-Format? Was habe ich nicht geflucht, bei meinem letzten Urlaub in...
Vor 16 Monaten von canon_nikon_user veröffentlicht

versus
2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grüne Flecken im Sucher
Eine ganz hervorragende Kamera! Wenn nur die grünen Flecken im Sucher nicht wären!! Seit vielen Jahren fotografiere ich hauptsächlich wildwachsende Orchideen - weltweit. Verschiedene Modelle von NIKON haben sich bewährt und niemals versagt. Aber mit der Zeit wird mir das Geschleppe zuviel. Da kam die EM5 mit ihrem Klappdisplay auf den Markt und hat...
Vor 3 Monaten von Miriwuz veröffentlicht


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155 von 160 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich zu Hause angekommen?, 17. März 2014
Mein bisheriger fotografischer Werdegang hat sich bisher auf DSLRs von Canon (z.B. 7D, 5D Mark II) und Nikon (D300s, D700, D800, D600 und D7100) beschränkt. Das dies allesamt hervorragende Kameras sind, brauche ich nicht zu erwähnen.

Warum also der Wechsel zu Olympus und damit des 4/3-Format? Was habe ich nicht geflucht, bei meinem letzten Urlaub in den Bergen die Nikon D800 mit den Nikkoren 24-70/2,8 und 70-200/4 sowie den Sigmas 12-24 II und 105 Macro herumzuschleppen. Neben ausgezeichneten Bildern waren aber auch Rücken- und Gelenkschmerzen das Ergebnis. Daher war meine Maßgabe für einen möglichen Systemwechsel eine hervorragende Bildqualität in Verbindung mit einem kleinen und leichten Gehäuse. Daher fand ich die Olympus OM-D E-M5 schon sehr interessant, die Ernüchterung kam allerdings im Fotogeschäft, da mir diese dann aber zu klein war und ich auch nicht bereit war, ca. 250 Euro für den Handgriff auszugeben, nur um die Ergonomie zu verbessern. Dann kam also die OM-D E-M1 auf den Markt, die aufgrund ihrer technischen Eckdaten und des geformten Handgriffes mein Interesse aufs Neue entfacht hat. Hier nun meine persönliche Einschätzung der Olympus OM-D E-M1:

Handhabung und Bedienung:

· Die Kamera liegt hervorragend in der Hand, die Verarbeitung ist hochwertig, der im Gegensatz zur OM-D 5 vorhandene Griff seht gut ausgeformt; die Gummierung ist sehr rutschfest, so dass wenig Gefahr besteht, dass einem die Kamera aus der Hand rutscht (in Kombination mit der Handschlaufe noch besser)
· Die Tasten und Knöpfe lassen sich gut bedienen und besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Die Arretierung des Moduswahlrades halte ich für sehr gelungen und verhindert ein versehentliches Verstellen beim Herausholen aus der Fototasche. Vor allem kann man aber selbst entscheiden, ob die Arretierung aktiv sein soll oder nicht. Knopf runterdrücken, Arrettierung aktiv; Knopf oben, Arretierung inaktiv.
· Größe und vor allem Gewicht sind sehr angenehm und im Gegensatz zu den schwereren DSLR-Modellen (die durchaus auch gut in der Hand liegen) in meinem Fall optimal!
· Der optionale Handgriff/Batteriegriff lässt die Olympus noch besser in der Hand liegen, ohne die Kombination zu schwer zu machen; die Akku-Laufzeit lässt sich durch einen zweiten Akku verlängern.
· Die Akku-Laufzeit könnte meinem Empfinden nach besser sein, wenn man allerdings berücksichtigt, dass sowohl der hervorragende elektronische Sucher, der Touchscreen-Monitor und der im Kamerabody verbaute Bildstabilisator sehr stromhungrig sind, geht die Akkulaufzeit aber in Ordnung (ca. 400-500 Bilder), bei Langzeitbelichtungen mittels Live-Time deutlich weniger (ca. 100-200 Bilder).
· Der klappbare Bildschirm löst sehr gut auf, die Touchscreenfunktion ist sehr gut; damit werden auch Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven deutlich erleichtert (bei Nikon nur durch einen ca. 200 Euro teuren Winkelsucher möglich), außerdem kann per Touchfunktion schnell und sehr gezielt über den Bildschirm fokusiert und ausgelöst werden
· Das Kameramenü ist, wenn man nicht von Olympus selbst zur OM-D E-M1 wechselt, etwas gewöhnungsbedürftig und ähnlich umfangreich wie bei Nikon. Aber mit etwas Einarbeitung kein Problem. Aufgrund der Fülle an Funktionen sind die Symbole auf dem Bildschirm leider etwas klein geraten und für große Finger etwas schwerer zu bedienen.
· Man kann nahezu jeder Taste der OM-D mit nahezu jeder Funktion belegen, ich habe selten eine Kamera erlebt, die so individualisierbar ist. Erfordert aber viel Zeit durch Ausprobieren, jeder Fotograf muss sich seiner Vorlieben bewusst sein, dann ist fast alles möglich.
· Der elektronische Sucher macht einfach nur Spaß! Er steht den optischen Suchern meiner bisherigen DSLR in nichts nach und übertrifft diese sogar. Sehr detailreich und hell, es können viele Einstellungsparameter, Histogramm etc. angezeigt werden. Kein Ruckeln des Sucherbildes bei Schwenks mit der Kamera.
· Leider nur ein Speicherkartenfach, aber wenn ich ehrlich bin, hat sich bei mir bisher noch kein Speichermedium vorzeitig verabschiedet. Ich sichere trotzdem meine Daten nach jedem größeren Shooting sofort.
· Auf einen eingebauten Blitz muss man verzichten, der mitgelieferte kleine Blitz ersetzt diesen aber und trägt auch nicht zu dick auf der Kamera auf, wenn man ihn dort belässt. Auch die Leitzahl entspricht in etwa der der in DSLR-eingebauten Blitze. Einfach hochklappen und er ist sofort einsatzbereit. Außerdem kann man über diesen Blitz weitere externe Blitzgeräte steuern und er benötigt keine Akkus oder Batterien.

Bildqualität und Aufnahme:

· Die Bildqualität ist hervorragend! Gute Detailauflösung, Ausschnittsvergrößerungen sind sehr gut möglich, gute Farbtreue. Mit etwas Feintuning der in der Kamera entwickelten JPEGs kann ich mir die RAW-Entwicklung praktisch sparen.
· Das Rauschverhalten ist sehr gut und eindeutig auf dem Niveau der APS-C-Sensoren, kann aber logischerweise nicht mit dem der Vollformatsensoren mithalten. Bis ISO 1600 kann man ohne Bedenken fotografieren, bis ISO 6400 sind die Bilder noch gut zu verwenden, höhere Werte habe ich nicht verwendet. Stärkeres Rauschen korrigiere ich sehr gut mit DXO Optics Pro.
· Aufgrund des hervorragenden Bildstabilisators, der sich in der Kamera befindet, können aber höhere ISO-Werte durch eine verlängerte Verschlusszeit wieder wett gemacht werden bzw. umgangen werden. Einziger Nachteil des Bildstabilisators ist seine Lautstärke, vor allem dann, wenn man wie ich aus Gewohnheit immer noch durch des Sucher schaut und sich damit die Olympus nahe am Gesicht befindet.
· Das Auslösegeräusch wiederum ist deutlich leiser und angenehmer als bei den meisten DSLR (den hochgelobten Quiet-Modus von Canon kenne ich nicht)
· Der Autofokus ist in Verbindung mit lichtstarken Objektiven (in meinem Fall das 12-40/2,8) sowohl bei guten als auch schlechten Lichtverhältnissen extrem schnell und treffsicher (schneller und besser als bei den meisten DSLR), bei weniger Licht und nicht so ganz lichtstarken Objektiven (40-150 und 75-300) gerät der Autofokus an seine Grenzen, ist aber nach wie vor sehr zuverlässig. Hier haben jedoch die Profi-DSLR (z.B. D800 mit den 2,8 Nikkoren) leicht die Nase vorn. Insgesamt ist der Autofokus aber hervorragend.
· Beim Filmen (mache ich eher selten) ist der Autofokus im Vergleich zu den DSLR meiner Erfahrung nach besser, er stellt sehr schnell scharf und führt auch ohne großes Pumpen nach.
· Eine schöne Sache ist im Modus M die Live-Time-Funktion. Bei Langzeitbelichtungen kann man der Bildentwicklung auf dem Monitor zuschauen und je nach Geschmack die Belichtung dann beenden. Das hat die Olympus den DSLR noch voraus.
· Schön sind auch die ganzen Art-Filter, die ich allerdings noch nicht so oft benutzt habe. Genial ist die sog. Art-Bracketing-Funktion, also eine Belichtungsreihe aller oder nur speziell ausgewählter Filter.

Fazit:

· Eine hervorragende Kamera, die meinen Ansprüchen an Bildqualität und Gewicht mehr als gerecht wird. Wenn man der Olympus-Werbung Glauben schenkt, ist die Olympus OM-D E-M1 dazu erschaffen, die DSLR zu übertreffen. Dies tut sie in meinen Augen zwar nicht, aber sie befindet sich trotz des mFT-Sensors in der Bildqualitiät auf Augenhöhe mit den APS-C-Modellen und übertrifft in Hinblick auf Gewicht und Handling die APS-C- und Vollformat-Kameras. Insgesamt stellt für mich die Kamera den bislang besten Kompromiss aus Bildqualität und Gewicht, ohne allzu große Kompromisse eingehen zu müssen.
· Mit lichtstarken Objektiven (12-40/2,8) entfaltet die Olympus ihre ganzen Stärken auch bei der Bildqualität (obwohl die von mir ebenfalls benutzten Objektive 40-150 und 75-300 sehr gut mit der Kamera harmonieren). Daher freue ich mich schon auf das angekündigte 40-150/2,8.
· Ich habe in meiner Rezension vor allem die Funktionen berücksichtigt, die mir persönlich wichtig erscheinen. Aufgrund der Fülle der Möglichkeiten könnte man noch viele Seiten mehr schreiben.
· Insgesamt hat die Olympus OM-D E-M1 in meinen Augen 5 Sterne verdient, obwohl noch etwas Luft nach oben existiert!

P.S.: Ich habe noch 2 Bilder hochgeladen. Viel Spass damit!
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65 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine neue Ära - M1 vs. 5D Mark III, 30. Dezember 2014
Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich beruflich in der Fotografie und habe viele Systeme kommen und gehen gesehen. Im Bereich der (D) SLR Kameras dominierten seit jeher Canon und Nikon das Feld. Ich arbeite im Bereich der People-Fotografie und habe bisher verstärkt auf meine Canon Kameras gesetzt (5D M2/M3) und div. Gläser.

Wer schonmal ein 3-4h Shooting durchgeführt hat und dabei entsprechend lichtstarke Objektive zum Einsatz brachte, der weis, wie hinterher die Schulter / der Kameraarm schmerzen kann. Der Vollformatsensor dieser Kameras gilt als "Goldstandard" speziell bei hohen ISO Werten. Warum also nun eine Olympus M1 ?

Die Olympus M1 im Einsatz
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Zuerst kommt da natürlich das deutlich geringere Gewicht ins Spiel - man schleppt bei hohen Lichtstärke viel weniger kg mit sich herum und kann ermüdungsfrei über einen längeren Zeitraum fotografieren. Soweit so klar. Jedoch wartet die M1 mit einer Menge neuer Funktionen auf, die in Summe jeder modernen DSLR echte Konkurrenz machen.

Der neue Kontrastautofokus in Kombination mit einer intelligenten Gesichts- und Augenerkennung fokussiert mit den MFT-Objektiven rasend schnell und immer auf den Punkt. Wer mag, liest bitte dazu auch meine div. Rezensionen zu den MFT Objektiven. Der Kontrastautofokus ist immer scharf ... ich habe meine Kameras und die Objektive einmal im Jahr an den nächstgelegenen CPS Service zur Justage gegeben, damit der "Brennpunkt" von Objektiven und Kamera exakt gleich ist. Dieser Wahnsinn entfällt bei diesem System, da der Kontrastautofokus den höchsten Kantenkontrast erkennt und nicht auf eine Entfernungsangabe der Kamera angewiesen ist, die dann von den angeschlossenen Objektive entsprechend interpretiert und umgesetzt werden muss. Eigentlich mag ich Systeme wie "Gesichts- und Augenerkennung" nicht und habe bisher die Fokuspunkte der 5D M3 passend auf das Gesicht des Models verschoben, um den Fokus zu setzen. Das entfällt bei der M1 völlig und man kann sich komplett auf die Bildgestaltung konzentrieren - dabei sitzt der Fokus auch bei Offenblende perfekt.

Die M1 ist gehäuseseitig stabilisiert. Dadurch ist jedes angeschlossenen Objektiv stabilisiert - man muss also anders als bei z.B. Panasonic keine stabilisierten Objektive kaufen - sehr angenehm, zumal das geringere Gewicht der Objektive davon ebenfalls profitiert. Das Freistellungsniveau einer M1 ist aufgrund des kleineren Sensors einem Vollformatsystem eigentlich unterlegen - aber bei z.B. 75mm (=150 mm KB) stellt sich die Frage nach einer cremigen Freistellung nicht mehr - zudem ist das Objektiv geradezu superb in Auflösung und Verarbeitungsqualität (dazu mehr in der entsprechenden Rezension).

Das Gehäuse der M1 ist einer hochwertigen Kamera entsprechend spritzwasser- und staubgeschützt sowie frostsicher bis -10°. Ich habe ein 3h-Shooting bei -3°C bisher gehabt und alle Komponenten inkl. der Objektive funktionierten das gesamte Shooting über problemlos.

Der elektronische Sucher ist zur Zeit State-Of-The-Art und sicher einer der besten seiner Klasse. Aber: er gaukelt einem auch gern bessere Belichtungen vor, als man später tatsächlich im RAW-Konverter zur Ansicht bekommt. Im Gegensatz zu einem optischen Sucher ist hier die Gewöhnungsphase länger.

Nachtfotografie / Langzeitbelichtungen
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Durch die Möglichkeit, die M1 mit einem Tablet oder Smartphone (Android oder iOS) zu koppeln, sind Langzeitbelichtungen und Belichtungsreihen für spätere Kontrastverdichtungen kinderleicht zu bewerkstelligen. Während andere je nach Perspektive mühsam den Kopf verdrehe um einen Blick durch das Objektive zu werfen, hält der M1 Besitzer einfach sein Tablet fest und bekommt eine RealLife-Vorschau dessen, was von der M1 gerade belichtet wird. Diese Funktion schätze ich sehr - besonders bei Nachtaufnahmen oder z.B. Feuerwerkszenen. Die Kopplung funktioniert problemlos und man ist den meisten DSLR-Fotografen durch die Life-Übertragung der Szene deutlich voraus, da man viel schneller einschätzen kann, ob die aktuelle Belichtung dem eigenen Wunsch entspricht. Außerdem lässt sich der Fokuspunkt für eine Aufnahmereihe vorab auf dem Tablet (oder Phone) festlegen, so das es keine spätere Fehlfokussierung der Belichtungsreihe mehr geben kann. Alles in allem wirklich sinnvolle Features, die ich nicht mehr missen möchte.

Available Light bei hohen ISO Werten >1600
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... und genau hier trennt sich nun MFT von vollformatigen DSLR. Ab 1600 ISO sind die Unterschiede im Rauschverhalten der M1 zu z.B. einer 5D Mark III klar erkennbar. Durch gute Nachbearbeitung der RAWs lässt sich einiges retten - doch punktet die 5D Mark III hier klar gegenüber der M1. Bei wirklich schlechtem Licht und einer ISO von 3200 oder mehr würde ich immer zu einer Vollformat-Kamera greifen, da die M1 ab 3200 ISO wirklich sichtbar an ihre Grenzen stösst.

Konfiguration der M1
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Die M1 bietet in der aktuellen Firmware (V 2.2) eine schier endlose Zahl an Konfigurationsoptionen, so das man die Tasten- und Wahlradbelegung weitestgehend an seine Bedürfnisse anpassen kann. Allerdings ist Vorsicht geboten - wer viele Vorbelegungen ändert, sollte sich wirklich sicher sein, Tage später auch noch zu wissen, was wo liegt.

Touchdisplay der M1
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Igitt - ein Touchdisplay - sowas nutzen Kiddies zum schnellen knipsen. Weit gefehlt - ich habe im Miniaturwunderland Szenen mit der M1 auf "Augenhöhe" div. Bahnen nur mit dem Touchfokus der M1 fotografiert ... und das beeindruckend schnell und scharf. Die Kamera löst ohne Verzögerung bei Berührung des Displays aus - den Fokusvorgang bekommt man gar nicht mit. Für mich hat ein Umdenken eingesetzt - denn ich möchte diese Technik im Makrobereich oder bei möglichst unbemerkter Street- und Szenenfotografie nicht mehr missen.

Batteriegriff und Akkulaufzeit
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Der Batteriegriff ist ein Muss, wenn man viel im Hochformat fotografiert. Allerdings passt nur ein Akku hinein. Ein zweiter Akku kann im Akkufach der M1 verbleiben - jedoch muss man bei Nutzung beider Akkus den Batteriegriff immer abschrauben, um den in der Kamera verbliebenen Akku nachzuladen. Aus dem Grund nutze ich lediglich einen Akku in der M1 (im Batteriegriff !) und wechsle dann lieber direkt den Akku aus dem Griff. Die Akkulaufzeit liegt bei ca. 350 Aufnahmen und ist nicht wirklich berauschend. Da sind die großen Schwestern von Canon ebenfalls deutlich überlegen. Egal - dann nimmt man einfach 2-3 Akkus mehr mit (gute Derivate tun es auch für weit weniger Geld) und die sollten dann ausreichend viele Aufnahmen ermöglichen. Durch den Griff bekommt die M1 eine deutlich bessere Haptik und wirkt auch ein Stück weit "erwachsener".

Studiosessions mit der M1
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Ich habe die M1 in meinem Studio eingesetzt - und bei richtiger Konfiguration (z.B. sollte der Sucher so geschaltet werden, dass Abblendungen an der M1 nicht zur Verdunklung des Sucherbildes führen) sind die Aufnahmen qualitativ vergleichbar mit einer VF-Kamera - was letztlich nicht weiter verwundert, da ich im Studio immer mit ISO 100, einer 1/200sec und entsprechend hohen Blenden fotografiere, so das Schärfe und Rauschverhalten auf optimalem Niveau liegen. Trotzdem mag ich gerade im Studio optische Sucher der VF-Kamerasysteme deutlich lieber. Das ist sicher Geschmack aber ich komme im Studio mit klassischen DSLR-Kameras besser zurecht - ganz unabhängig vom schon beschriebenen guten Ergebnis.

Zusammenfassung
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Qualitativ hochwertige spiegellose Systemkameras etablieren sich aus meiner Sicht zu recht immer mehr am Markt. Die Systeme sind deutlich leichter bei hohen Lichtstärken, der Kontrastautofokus ist rasend schnell und steht den Phasenautofokussystemen in nichts mehr nach und macht spätere Objektivjustagen überflüssig. Das Tauchdisplay ist gewöhnungsbedürftig - aber gerade im Makrobereich oder der Stereofotografie sinnvoll nutzbar. Gesichtsautofokus, WLAN-Tabletsteuerung und extrem hochwertige Objektive runden das Gesamtbild für Semiprofis und Profis sinnvoll ab.

Die M1 verliert klar im Bereich hoher ISO Werte gegen VF-Systeme - ebenso ist sie im Studio aus meiner ganz persönlichen Sicht optischen Suchern unterlegen, da die Beurteilung des Einstelllichts der Szene zumindest mir mit einem optischen Sucher einer klassischen DSLR leichter fällt.

Trotzdem etabliert sich die M1 immer mehr als meine favorisierte Kamera aufgrund der oben ausgeführten Vorteile. Die M1 ist eine sehr hochwertige Kamera, die aufgrund ihrer vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten und der superben Bildqualität auch für höherpreisige Aufträge in Frage kommt, solange nicht Auflösungen von 20 Megapixel oder mehr erforderlich sind. Uneingeschränkte Kaufempfehlung und 5 Sterne für eine perfekte Kamera.
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96 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut gemacht, Olympus!, 10. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich gestern bei windig-wechselhaftem Herbstwetter die E-M1 mit dem 12-40/2.8 Kitobjektiv ausführlich testen konnte, möchte ich hier kurz berichten. Doch zuvor möchte ich noch feststellen, dass ich auch die E-M5 besitze, was die Einarbeitung in die Bedienung sehr vereinfacht hat, da das Bedienungskonzept beider Kameras nahezu identisch ist. Wer also nach Tipps und Tricks sucht, kann sich auch bei solchen für die E-M5 umsehen, da die E-M1 noch nicht so weit verbreitet und daher Tipps entsprechend schlecht verfügbar sind.

1. Die Kamera

Was hat sich verbessert gegenüber der E-M5? Lohnt sich der Umstieg? Meine Antwort darauf: Jein. Die E-M1 beherrscht nun das Fokuspeaking (das Olympus möglicherweise auch per Firmware bei der E-M5 hätte nachliefern können). Der elektronische Sucher, der bei der E-M5 schon sehr gut war, ist noch einmal verbessert worden; der Sucher der E-M1 ist tatsächlich exzellent - da gibt es nichts zu meckern. Selbst ohne Fokuspeaking ist hier eine manuelle Fokussierung sehr gut möglich. Der Vorteil eines elektronischen Suchers gegenüber einem optischen Sucher ist die Aufhellung bei schlechten Lichtverhältnissen und die Möglichkeit der Einblendung wichtiger Information. So kann zum Beispiel als Fokussierungshilfe der Sucher als Lupe verwendet werden, das Histogramm sowie unter- oder überbelichtete Bildbereiche können angezeigt werden etc. Die Haptik und der Bedienungskomfort sind noch etwas besser bei der E-M1 als bei der E-M5. Die E-M1 hat (wenig) mehr Bedienungselemente, die alle leichtgängig sind. Die Lage des Ein-/Aus-Schalters ist von einigen Anwendern bemägelt worden. Das ist mir unverständlich. Ich persönlich finde die Lokalisierung dieses Schalters sehr gut. Etwas lästig bei der E-M5 war, dass sie sich von mir wirklich gut halten ließ nur mit dem optional erhältlichen Griff, der leider den schnellen Austausch des Akkus behinderte. Die E-M1 hat bereits einen sehr ergonomisch geformten Griff. Klagen über diesen Griff kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir liegt der rechte kleine Finger unter dem Kameraboden und stützt damit die Kamera, die dadurch nocht einmal stabiler und somit verwacklungssicherer in der Hand liegt. Apropos Akku: Die Akkulaufzeit könnte etwas länger sein, allerdings kosten Akku-Nachbauten für die Kamera auch nicht die Welt.

Die E-M1 verfügt über einen HDR-Modus (genau genommen sogar zwei), der mich aber bisher nicht wirklich überzeugt hat. Ich werde also weiterhin, wo nötig und möglich, HDR-Fotografie per Software durchführen. Zur Erläluterung für Laien: HDR steht für "High Dynamic Range". HDR kann nützlich sein, wenn man in den Motiven große Helligkeitsunterschiede hat - z. B. einen tollen, aber hellen Himmel mit interessanten Wolkenbildern und davor einen dunklen Vordergrund. In diesem Fotografiermodus nimmt man mehrere Bilder mit unterschiedlicher Belichtung auf und vereint diese Bilder dann zu einem Bild, in dem die dunklen Bereiche aufgehellt und die hellen Bereich abgedunkelt werden. Die E-M1 macht das automatisch in der Kamera, wenn sie entsprechend eingestellt wird. Man kann das aber auch über externe Software machen, was ich hier vorziehen würde. Lohnt sich also der Umstieg? Für mich würde ich das bejahen, aber wenn die Finanzen etwas knapper sind, sollte man sich das gut überlegen. Die Bildqualität bei beiden Kameras ist vergleichbar und die E-M5 ist ebenfalls eine sehr gute Kamera. Jedoch lohnt sich der Umstieg eventuell für Besitzer von Four-Thirds-Objektiven, mit denen der Autofokus jetzt deutlich schneller geworden ist. Ich habe das mit dem 14-54II getestet. Im längeren Brennweitenbereich ist der Autofokus immer noch nicht so schnell wie mit der Kitlinse (siehe unten), aber immer noch brauchbar. Bei mir fokussiert dieses Objektiv auch absolut korrekt und liefert knackscharfe Bilder bis zum Rand auch schon bei Offenblende.

Für wen taugt diese Kamera? Die Kamera sollte nur von ambitionierteren Fotografen in Betracht gezogen werden, die sich durch die große Funktionsvielfalt nicht abschrecken lassen und die gewillt sind, sich wenigstens einige Stunden mit der Kamera intensiv auseinanderzusetzen. Tatsächlich fotografiert die Kamera auch sehr gut im automatischen Modus, jedoch verpasst man dabei viele Möglichkeiten kreativer Bildgestaltung und verschlechtert eventuell durch von der Kamera doch gelegentlich falsch gewählte Einstellungen ein potentiell gutes Foto. So erlaubt zum Beispiel der Live-Bulb-Modus das Malen mit Licht, wenn man die Kamera entsprechend einstellt. Die sehr ambitionierten Fotografen werden sich vielleicht anderweitig, so z. B. bei Vollformat-Kameras mit deutlich größerem Sensor, umsehen. Diese Kameras kann man vor allem den Fotografen empfehlen, die viel Freistellungspotential brauchen (also gern einen unscharfen Hintergrund haben, so dass Details im Objekt mehr betont werden). Dennoch gibt es für Micro-Four-Thirds-Kameras (im Folgenden MFT-Kameras genannt) mittlerweile einige sehr lichtstarke und hervorragende Objektive, die eine gute Freistellung erlauben (sehr empfehlenswert z. B. das preiswerte Olympus 45mm oder das deutlich teurere, jedoch exzellente 75mm). Selbst das mitgelieferte Kitobjektiv 12-40/2.8 erlaubt eine gute Freistellung - je nach Motiv. Sehr gut sind Vollformat-Sensoren bei schlechten Lichtverhältnissen, bei denen hohe die Lichtempfindlichkeit bestimmende ISO-Werte erforderlich sind, die bei MFT und erst recht bei Kompaktkameras auch schon einmal zu Bildrauschen führen können. Vorteil der OM-D-Serie ist der 5-Achsen-Bildstabilisator, der Belichtungen aus der Hand von locker einer halben Sekunde erlaubt. Da kann man sich häufiger höhere ISO-Werte oder große Blenden sparen. Jedoch kann man unter sochen Bedingungen in der Regel keine bewegten Objekte fotografieren. Für Sportfotografie könnte sich also eine Kamera mit Vollformat-Sensor lohnen. Man sollte aber auch den Vorteil des geringeren Freistellungspotentials sehen: Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen (so z B. bei der Städtefotografie in der Dämmerung oder bei Nacht) hat man bei Offenblende mit lichtstarken Objektiven einen größeren Schärfentiefenbereich. Das kann unter Umständen ein Vorteil der MFT-Sensoren gegenüber Vollformat-Sensoren sein, bei denen unter sochen Bedingungen eine größere Schärfentiefe nur über eine Abblendung des Objektivs verbunden mit einer höheren ISO-Einstellung erreicht werden kann.

Zusammenfassend lässt sich die Frage 'MFT- oder Vollformat-Kamera' also folgendermaßen beantworten: Für allerhöchste Ansprüche sollte es vielleicht eher eine Vollformat-Kamera sein. Jedoch muss man dann ein deutlich höheres "Kampfgewicht" in Kauf nehmen. Das gilt gar nicht mal unbedingt nur für die Kamera, sondern vor allem für die Objektive. In meinem Alter mag ich mich einfach nicht mehr so abschleppen, und die beste Kamera und/oder Ausrüstung nützt nichts, wenn sie zuhause bleibt, weil sie zu schwer ist. So ist meiner Meinung nach MFT ein hervorragender Kompromiss. Über den Videomodus der E-M1 kann ich hier nichts sagen, da ich ihn nicht ausprobiert habe. Wenn man auf einen wirklich exzellenten Videomodus Wert legt, sollte man eine Panasonic MFT-Kamera (z. B. GH3 oder GX7) in Betracht ziehen. Video ist nicht die starke Seite der Olympus MFT-Kameras. Mir persönlich ist das jedoch egal.

Das Objektiv

Das 12-40/2.8 Kitobjektiv der E-M1 kann mich begeistern. Es fühlt sich sehr wertig an, der Zoom- und der Fokusring sind leichtgängig, die Fokussierung ist blitzschnell. Der Fokusring lässt sich nach vorn und hinten verschieben, so dass bei der entsprechenden Einstellung eine Entfernungsskala sichtbar wird und nur noch manuelle Fokussierung möglich ist - unabhängig von den Einstellungen der Kamera. Tatsächlich hat mich das beinahe dazu gebracht, die Kamera gleich zurückzuschicken, da der Autofokus einfach nicht funktionieren wollte ;-) Einige hilfreiche Forummitglieder des DSLR-Forums haben mich dann auf den richtigen Weg gebracht. Was in diesem Zusammenhang noch zu bemerken ist: Ich habe wegen dieses Problems spontan eine E-Mail an Olympus geschickt und ein Mitarbeiter der Firma hat mich zwei Tage später angerufen. Das lässt auf einen guten Service schließen. Doch zurück zum Objektiv: Es wird - anders als einzeln erhältliche Olympus-Objektive - mit Streulichtblende geliefert, die auch einen Arretierungsmechanismus hat. Die Bildqualität ist sehr gut - auch bis zum Rand und bei Offenblende (vergleichbar mit dem o. g. 14-54). Sehr schön auch die Naheinstellgrenze, die zwar keine Makrofotografie erlaubt, aber doch schöne Detailfotografie aus der Nähe. Das Objektiv hat noch einen Funktionsknopf, der sich in der Kamera programmieren lässt. Wenn ich überhaupt etwas zu bemängeln hätte an dem Objektiv, wäre dies die Anfälligkeit gegenüber Flares (Blendenflecke) im direkten Gegenlicht. Da muss man etwas aufpassen und sollte, wenn man z. B. einen UV-Filter verwenden möchte, sich für einen sehr guten Filter entscheiden. Die Flares sind jedoch auch ohne Filter sichtbar. Für Panasonic-MFT-Kamerabesitzer kommt natürlich als Manko der fehlende Bildstabilisator dazu (es sei denn, man verfügt über eine GX7, die einen eingebauten Stabilisator hat). Insgesamt mein Fazit: Das Kitobjektiv ist - vor allem für den im Kit noch einmal reduzierten Preis - sein Geld wert. Es ist ein sehr gutes Objektiv, das wenig zu wünschen übrig lässt. Ich erhalte demnächst als Ergänzung noch das Panasonic 35-100/2.8 Objektiv und hoffe, dass diese Kombination ein gutes Allround-Gespann ergibt.

Zusammenfassung: Wer eine noch gut tragbare Systemkamera sucht, die vielfältig nach eigenen Wünschen (ja, es gibt auch selbst konfigurierbare, speicherbare Einstellungskombinationen) konfigurierbar ist, eine gute Bildqualität (mit dem richtigen Objektiv), einen hervorragenden Sucher und einen ausgezeichneten Bildstabilisator besitzt und auch mit einigen Objektiven zusammen noch gut tragbar ist, ist mit dieser Kamera bzw. diesem Kit sehr gut bedient. Natürlich hat dies seinen Preis, jedoch ist die Kamera diesen Preis auch wert. Man sollte jedoch keine Mondpreise dafür bezahlen, sondern lieber zum normalen Preis vorbestellen. Die 5 Sterne vergebe ich hier sehr gern.

Nachtrag vom 11.11.2013: Inzwischen habe ich das Panasonic 35-100mm 2.8 einem ersten (sehr vorläufigen) Test unterziehen können, und es macht sich hervorragend an der E-M1, auch wenn es haptisch nicht ganz so wertig daherkommt wie das 12-40/2.8 von Olympus. Kleiner Tipp am Rande: Es sieht für mich im Moment so aus, als sei zumindest bei den Telezooms (zu denen ich auch das 35-100mm zähle) der Bildstabilisator Power O.I.S. am Objektiv etwas besser als der Stabilisator in der Kamera (aber bitte bei Einschalten des O.I.S. der Panasonic-Objektive den Stabilisator in der Kamera ausschalten!).
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229 von 244 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es wird viel geboten. Update: Firmware 2.0, 14. November 2013
Von 
Patrick "Mad Mac" - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Länge:: 9:58 Minuten

Die Olympus OM-D E-M1 in nur 10 Minuten Video ausreichend zu erläutern ist meiner Meinung nach nicht machbar. Daher nutze ich das Video um die Kamera nur einmal kurz zu zeigen und Hinweise zu ein paar Einstellungen zu geben. In den Kommentaren finden Sie einen Link zu weiterführenden Videos.

Update 27.04.2014: Überarbeitete Rezension mit Firmware 1.3

Update 15.10.2014: Überarbeitete Rezension mit Firmware 2.0

Anspruch der E-M1

Die OM-D E-M1, im Folgenden nur "M1" genannt, ergänzt die 2012 mit der M5 eingeführte OM-D Produktlinie um ein Spitzenmodell. Die M5 ist weiterhin als Mittelkasse Modell im Programm. Seit März steht im unteren Segment die M10 bereit. Die M1 stellt die Speerspitze der Olympus Kameras dar und löst die DSLR-Kamera E-5 ab. Eine E-7 wird nicht mehr erscheinen, dies hat Olympus auf den Roadshows klar gemacht.

Die M1 zielt auf den gehobenen Amateur bzw. Semi-Professionellen Markt ab. Dies ist nicht nur am durchaus ambitionierten Preis abzulesen. Die Fülle an Funktionen, die Performance, als auch die High-ISO-Fähigkeiten machen die M1 zu einer echten Konkurrentin zu Nikon D7100 und Canon EOS 70D - mit dem Vorteil deutlich kompakter und leichter zu sein. Ob man die Sony A7 mit einbeziehen sollte ist fraglich, denn diese arbeitet bereits mit einem Sensor im KB-Format. Das gilt auch für die preislich ähnliche Nikon D610. D7100 und 70D arbeiten hingegen mit APS-C Sensoren, deren Leistung die M1 dank BSI Sensor in nichts nachsteht, teils sogar geringfügig übertrifft, wie diverse Portale im Internet verdeutlichen. Für den ambitionierten Amateurfotografen aber auch für den professionellen Anwender dürften die 16 Megapixel des mFT Sensors vollkommen ausreichen.
Der Body ist übersät mit Direktwahltasten, ist Staub- und Spritzwassergeschützt und kann bis zu -10°C eingesetzt werden, was den professionellen Anspruch weiter unterstreicht. Tipp: Es gibt einen faszinierenden Fotoband von Martin Wieprecht, der die Reise zur Antarktis mit einer E-M1 beeindruckend erzählt.

Erscheinungsbild und Bedienung der M1

Gegenüber einer DSLR fällt die M1, wie schon die M5, deutlich kompakter aus, da ihr der Schwingspiegel der DSLR fehlt. Dadurch verkürzt sich das Auflagemaß. Durch den kleineren mFT Sensor von 17,3x13mm (4/3") sind außerdem geringere Objektivdurchmesser als bei APS-C nötig, um den Bildkreis abzudecken. Um eine gute Haptik zu erzielen wurde der Griff stark ausgearbeitet. Er scheint optisch ein wenig "angepappt" zu sein, doch einmal in die Hand genommen ist dieser Punkt schnell vergessen. Er passt und fühlt sich optimal an. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und bis auf den Ein-Aus-Schalter können die wichtigsten Bedienelemente bequem mit der rechten Hand erreicht werden.
Gegenüber der M5 ist die M1 etwas breiter und höher geworden. Der ausladende Griff wurde bei der M5 nur durch den Batteriegriff HLD-6 verwirklicht. Die M1 besitzt deutlich mehr Funktionstasten. Vorne neben dem Objektiv zwei, die sich bereits durch Ihre Form blind unterscheiden lassen. Es gibt links oben zwei Tasten mit denen man die AF-, als auch die Aufnahmemodi schnell erreichen kann. Wie schon bei der M5 gibt es zwei Drehräder und zwei Fn Tasten, wobei Fn2 auch hier mit mehreren Funktionen belegt ist, welche durch das Daumenrad ausgewählt werden können. Das Besondere an der M1: durch einen Hebel neben der neuen AEL/AFL Taste können die Drehräder und diverse Knöpfe eine zweite Belegung erhalten. Somit hat man deutlich mehr Funktionstasten zur Verfügung als die meisten professionellen DSLRs bieten. Das neue Vier-Wege-Kreuz hat nun deutlich größere Tasten und lässt sich besser bedienen als an der M5. Überhaupt sind alle Tasten größer und bieten bessere Druckpunkte als bei der kleinen Schwester. Zudem sind sie ausgesprochen frei konfigurierbar! Die M1 bietet eine ungeahnte Fülle an Konfigurationsmöglichkeiten um sich die Kamera den eigenen Vorstellungen anzupassen. Es gibt nur wenige Funktion, die man nicht auf eine Taste belegen könnte. Dies hat allerdings zur Folge, dass man sich intensiv mit der M1 beschäftigen muss. Sie bietet eine solch enorme Anzahl an Möglichkeiten, dass es nicht hilft sie nur alle paar Wochen aus der Tasche zu nehmen und damit ein paar Bilder zu machen. Die Kamera gehört täglich in die Hände. Man muss sie in Ruhe erkunden und kennen lernen um ihr Potential zu nutzen.
Dies kann man dann in den Setup-Menüs machen, die sich übrigens nicht per Touchscreen bedienen lassen. Einzig das sogenannte Super Control Menü - SCP - zu Deutsch: Live-Monitorkontrolle - bietet eine teilweise Touch-Bedienung. Allerdings ist man mit der Kombination aus den beiden Drehrädern und dem Vier-Wege-Kreuz äußerst flott unterwegs. Die Suche nach der richtigen Einstellung, sowie den teils unschönen Bezeichnungen und mageren Informationen, welche sich per Info-Taste ein- und ausblenden lassen, sorgt allerdings in der Anfangszeit für manche Stirnfalte. Die Infos sind zwar schon eindeutiger und besser übersetzt als bei der M5 (z.B. Farbraum, statt Raum färben), dennoch sind viele Dinge nicht eindeutig. Auch die 184 Seiten starke Bedienungsanleitung ist hier nur eine rudimentäre Hilfe. Sie beschreibt zwar die Funktionen der Menüpunkte, gibt aber keine gute Information zum Zweck. Außerdem jagt ein Querverweis den nächsten, worunter die Übersichtlichkeit sehr leidet. Ich verweise daher noch einmal auf meine Einsteiger-Videos, die ich in den Kommentaren verlinkt habe.

Display, Sucher und Konnektivität der M1

Das mit 1,04 MPx auflösende TFT-Display (RGB Auflösung 720x480), was die Abkehr vom OLED aufzeigt, kann um 90° nach oben und ca. 60° nach unten geklappt werden. Schwenken oder es für Selbstportraits ganz herum klappen kann man es nicht - muss man aber auch nicht: für die Fälle, in denen man das Display nicht beobachten kann, hilft eine Verbindung zu einem Smartphone oder Tablet mit Android oder iOS Betriebsystem um nicht nur den Bildschirminhalt zu übertragen sondern auch die komplette Steuerung übernehmen zu können. Und wem das nicht reicht, kann seit FW 2.0 die Kamera auch per PC oder Mac mit der Software Olympus Capture kabelgebunden steuern. Die Helligkeit des TFTs kann in 14 Stufen angepasst werden, auch die Farbgebung ist einstellbar.
Das Highlight ist zweifelsfrei der elektronische Sucher (Electronic ViewFinder - EVF). Er bietet neben der 100% Abdeckung eine sehr hohe Auflösung von 2,44 MPx (RGB Auflösung 1024x768), sowie eine Vergrößerung von 1,48-fach. Damit ist das Sucherbild sogar einen Hauch größer, als das der Oberklasse DSLR Nikon D800. Die Dioptrien kann von -4 bis +2 angepasst werden. Wurde der EVF bisher von manchem Spiegel-Enthusiasten verpönt, so zeigt sich doch, dass die Zukunft ohne Spiegel und Prisma auskommt. Es gibt auch in dunkeln Lichtsituationen keine Nachzieheffekte, nichts flimmert und seit FW 2.0 kann die Wiederholrate auf kurze 16ms gestellt werden. Mit keinem optischen Sucher ist es möglich so exakt vorherzusehen, wie das Endergebnis ausfallen wird, wie mit dem EVF. Weißabgleich, Farbtemperatur und ggf. eingesetzte Filter können noch vor der eigentlichen Aufnahme begutachtet werden. Um dem Erlebnis einer DSLR noch näher zu sein, passt der Sucher seine Helligkeit außerdem automatisch dem Umgebungslicht an. Ein Augensensor schaltet den EVF bei Annäherung ein und beim Entfernen wieder aus. Neu und gut: klappt man das Display, wird der Augensensor deaktiviert, sodass es nicht mehr zu ungewollten Umschaltungen wie noch bei der M5 kommt. Das konnte ziemlich nerven.
Die angesprochene Verbindung zum Smartphone oder Tablet geschieht per WLAN. Die Verbindung ist kinderleicht mittels der kostenlosen Software Oi.Share aus dem AppStore hergestellt. Einfach den QR-Code, der auf dem Display der M1 angezeigt wird, ablichten und schon kann es los gehen. Übertragen wird je nach Einstellung ein schwach oder hoch aufgelöstes Bild. Gerade in Verbindung mit den Live-Funktionen, bei der man der Entstehung eines Bildes zuschauen kann ist das eine enorme Hilfe. Die Übertragung der fertigen Bilder geschieht nicht automatisch im Hintergrund. Dies muss im Nachhinein noch erledigt werden. Kabelgebundenes tethered shooting ist mit Olympus Capture am PC und MAc möglich, wobei auch der Fokus für Stackings manuell in kleinsten Schritten bewegt werden kann.
Auch Bluetooth beherrscht die M1 zur Datenübertragung, allerdings dies nur mit dem optionalen Zubehör PENPAL. An die M1 passt das gesamte Olympus mFT Zubehör-System aus Aufstecksuchern, Makro-Licht, Mini-Blitz und Mikrofonanschluss, da auch sie über den "Accessory Port 2" direkt am Blitzschuh verfügt.
Etwas nervig ist es, die Abdeckung des Ports jedes mal ab und wieder dran zu machen.
Den kleinen, ebenfalls abgedichteten Blitz FL-ML2 mit Leitzahl 10 (bei ISO200) bekommt man zur M1 dazu. Bis zu vier TTL-Gruppen lassen sich entfesselt über diesen steuern. Für verkabeltes blitzen gibt es eine Synchro-Buchse an der Vorderseite der M1.
Den als Zubehör erhältlichen Mikrofonport SEMA-1 benötigt man nicht bedingt, da die M1 neben den eingebauten Stereo-Mikrofonen über einen 3,5mm Klinkenanschluss verfügt. Die Aufnahmepegel Pegel sind seit der Firmware 1.3 nun in je 21 Stufen einstellbar und es gibt eine Pegelanzeige - diese ist allerdings nur im Untermenü, aber nicht bei der eigentlichen Aufnahme zu sehen. Neben der Reduzierung von Windgeräuschen kann nun auch der automatische Limiter deaktiviert werden. Dieses Update wertet die Videofunktion der M1 nun deutlich auf.
Hinter den Gummiabdeckungen auf der linken Kameraseite verbergen sich der typische Olympus USB-Port und ein Mini-HDMI Anschluss. Auf der rechten Seite befindet sich eine Klappe, die auch dann direkten Zugang zur SDHC/XC/Eye-Fi Karte bietet wenn z.B. der Batteriegriff oder die M1 auf einem Stativ montiert ist. Der Zugang zum Akku (BLN-1) ist bei Stativeinsatz in der Regel versperrt.

Funktionen der M1 (zumindest ein paar ...)

Kürzer wäre es wahrscheinlich aufzulisten, welche Funktionen die M1 nicht hat. Das Angebot ist so reichhaltig, dass es manchen Anfangs verwirren und überfordern kann. Daher mein Rat: suchen Sie sich immer eine einzelne Funktion heraus und probieren Sie sie aus, um die Wirkung nachzuvollziehen. MIt der Firmware 2.0 ist dieser Umfang sogar noch einmal größer geworden, denn die M1 beherrscht nun eine automatische Shift-Funktion (Keystone), Color-Keys und das mit der M10 eingeführte Live-Composite.

Beginnen wir mit den Hilfsmitteln bei der Aufnahme. Die M1 liefert einen verbesserten 5-Achsen Stabilisator (Image Stabilzer - I.S.) der Bewegungen jeglicher Art erfolgreich um bis zu 3 Blendenstufen ausgleicht. Das bedeutet, dass Sie ein Motiv, für welches Sie normalerweise eine 1/250s benötigen noch erfolgreich mit einer 1/30s ablichten können, ohne dass es zu sichtbarem Verwackeln kommt. Dabei ist es unerheblich ob Ihre Bewegung seitwärts, vor- oder rückwärts, eine Drehung oder Auf- und Ab-Bewegung war. Von Problemen mit Doppelbildern, auch bekannt als Shutter-Shock, berichteten mache Benutzer bereits bei der E-P5. Es wurde nachgewiesen, dass es unter benutzerabhängigen Konstellationen zu diesem Effekt kommen kann, der sich im übrigen durch ganz simple physikalische Begebenheiten erklären lässt. (Aktio = Reaktio) In die neue Firmware 1.3 wurde eine neue Funktion integriert (Auslöseverzögerung mit dem Wert 0,03s), welche eingeschaltet dieses Phänomen verhindert. Nähres entnehmen Sie am besten den einschlägigen Olympus Fachforen. Ich selbst habe keinerlei dieser Effekte.
Der I.S. kann auf horizontale und vertikale Stabilisierung eingeschränkt werden um Mitzieher zu ermöglichen und unterstützt auch Objektive, die nicht dem mFT bzw. FT System angehören. Dazu gibt man die Brennweite einfach per Hand an. Eine neue Funktion namens S-I.S. Auto erkennt die Schwenkrichtung selbstständig und passt den Stabilisator entsprechend an. Sie hat sich bei mir als beste Standardeinstellung erwiesen.
Eine digitale Wasserwaage, Histogramm, Hilfsgitter und Rahmen wirken unterstützend beim Blick durch den Sucher oder auf das Display. Focus-Peaking nebst Fokus-Lupe mit bis zu 14-fach vergrößerter Darstellung eines Ausschnitts erleichtert die manuelle Fokussierung auf ein Objekt.
Wer lieber den Auto Fokus nutzt kann aus 81 Messpunkten wählen. Dabei hat der Nutzer die Wahl ob alle, eine Gruppe von 9 Messpunkten (6 bzw. 4 am Bildrand) oder einzelne Fokuspunkte genutzt werden sollen. Jedenfalls so lange die M1 im Kontrast-AF Modus läuft. Diesen gibt sie bei Verwendung von FT Linsen mittels Adapter (z.B. MMF2 oder MMF3) zugunsten eines auf dem Sensor realisierten Phasen-AF auf. Dann stehen einem 37 Messfelder zur Verfügung. Per Tastendruck lassen sich die Messpunkte in Ihrer Größe in beiden Modi verkleinern. Der Wechsel zwischen Phasen- und Kontrast-AF wird von der M1 gesteuert. Der Benutzer kann dies nicht beeinflussen. Wird der Tracking-AF mit Serienbildaufnahme verwendet, nutzt die M1 eine Kombination aus beiden Messverfahren. So wird immer die optimale Messmethode gewählt.

Die M1 zeichnet RAW Dateien in 12 Bit Farbtiefe auf. Allerdings darf man die RAWs der M1 schlicht als digitales Negativ für eventuelle Nachbearbeitung, statt entscheidendem Hauptaugenmerk sehen. Die JPEG-Engine von Olympus und die Möglichkeiten, welche die M1 zur Gestaltung bietet, sind so enorm, dass es nur noch sehr selten zur Entwicklung kommen wird. Ist diese dennoch notwendig, weil z.B. der Weißabgleich doch daneben lag, kann man einerseits das Wiedergabemenü der Kamera zur Entwicklung nutzen und dort Presets anlegen oder man gibt die RAWs an die mitgelieferte Software Olympus Viewer 3 für PC oder Mac zur Entwicklung weiter. Dieses Stück Software ist zwar langsam, bietet aber alle Funktionen, die auch die M1 beherrscht um RAWs zu entwickeln. Funktionen des TruePic VII Prozessors können also am Rechner angewendet werden. Das Bild kann dort auch als TIFF zur Weiterverarbeitung ausgegeben werden. Panoramen werden übrigens grundsätzlich nicht in der Kamera zusammen gesetzt. Auch dazu dient der Olympus Viewer 3. Die Ergebnisse überzeugen allerdings nicht so recht, da sie idR. sichtbare Übergänge zeigen. DIe kostenfreie Software Hugin erzielt deutlich bessere Ergebnisse.
Worauf ich hinaus will: wer nur in RAW fotografiert nutzt die reichhaltigen Möglichkeiten der OM-D nur zu einem Bruchteil.
Um allerdings die maximale JPEG Qualität mit der geringsten Kompression zu erhalten ist es notwendig eines der vielen Untermenüs aufzurufen und die Voreinstellungen, die im Anwendermenü eingestellt werden, anzupassen. Im Genauen heißt das in das Anwendermenü G zu wechseln und dort die Bildqualität für eine der vier Voreinstellungen auf L-SF zu setzen, was für die niedrigste Kompressionsstufe von 1:2,7 steht. Diese Voreinstellung kann man anschließend im Kamera-Menü 1 unter dem Punkt Qualität als L-SF bzw. RAW+L-SF auswählen. An diese Art der Bedienung gilt es sich zu gewöhnen.

Lässt man sich auf die JPEG-Bilder ein, bietet die M1 eine Fülle Funktionen und Möglichkeiten zur Bildgestaltung und technischen Verbesserung. Z.B. das direkte aufnehmen von HDR Bildern. Es gibt zwei verschieden stark wirkende Funktionen, die aus vier Belichtungen ein fertiges Bild zusammen setzen. Bei dem Prozess wird alleridings nur ein einzelnes, normal belichtetes RAW und das HDR-JPEG gespeichert, nicht die komplette Belichtungsreihe. Will man selber Einfluss haben, kann man verschiedene Belichtungsreihen mit unterschiedlichen EV-Stufen oder ISO-Werten erzeugen lassen, in denen alle Aufnahmen erhalten bleiben. Dann muss man natürlich das Zusammensetzen mit einer Drittanbieter-Software selbst übernehmen.
Es gibt auch Blitz-Belichtungsreihen, Weißabgleichreihen und sogar ART-Filter-Reihen.
Die ART-Filter sind seit der E-Reihe bei Olympus ein fester Bestandteil jeder Kamera. Mit jedem Modell kommen neue Filter hinzu. Sie verfremden das aufgenommene Bild und sind bei der M1 in mehreren Stufen zu konfigurieren. Sie bieten Rahmen und Vignetten um dem künstlerischen Spieltrieb einen Platz zum Austoben zu geben, ohne sich gleich mit Photoshop und Co. auseinandersetzen zu müssen. Zu jedem ART-Bild kann natürlich das ursprüngliche RAW-Bild aufgerufen werden, sofern diese Speichermethode gewählt wurde [RAW + L-SF]. Mit der M1 kann man zwischen Pop Art, Soft Fokus, Blasse Farben, Weiches Licht, Monochrom Film, Lochkamera, Diorama (Tilt-Shift Effekt), Crossentwicklung, Zartes Sepia, Dramatischer Effekt, Gemälde und Wasserfarben wählen. Mit der Firmware 2.0 sind mehrere Vintage FIlter und eine Color-Key Funktion hinzu gekommen. Nutzt man das ART-Bracketing kann man sich eine Reihe mit allen (selektierten) ART-Filtern erzeugen lassen.
Unter den Szenen-Modi (SCN) gibt es ein Highlight: Sternenlicht. Hier wird eine Belichtungsreihe aus 8 aufeinanderfolgenden Aufnahmen bei ISO1600 generiert und dann übereinander gelegt um Rauschen zu minimieren. Gespeichert werden ein normal belichtetes RAW und das zusammengesetzte JPEG. Man kann allerdings keinen weiteren Einfluß auf diese Funktion nehmen.

Bisher konnte man verschiedene Presets für die Farbwiedergabe wählen wie z.B. i-enhance, Muted, Natural oder Vivid. Es gibt bei der M1 ein Custom-Menü, in dem sich eine persönlich angepasste Voreinstellung ablegen lässt. Außerdem besteht weiterhin die Möglichkeit die Farbgebung von Gelb-Blau (A) und Grün-Magenta (G) im Weißabgleich zu verändern, sowie die Sättigung und Schärfe den persönlichen Vorlieben anzupassen.

Mit dem neuen Farbgestalter kann auf einfache Weise eine Farbtönung und Sättigung definiert werden. Dies erfolgt mit den beiden Drehrädern über einen eingeblendeten Farbkreis. Man erkennt sofort die Auswirkung im Sucher bzw. auf dem Display.

Die M1 beherrscht wie die M5 die selektive Anpassung der Gradationskurve, mit deren Hilfe man Schatten und Lichter einzeln beeinflussen kann. In der M1 hilft einem nun zusätzlich das Histogramm, welches zuvor per [Info] eingeblendet werden kann.

Möchten Sie gerne Zeitraffer-Filme erstellen? Bis zu 999 Bilder können in einer Vorgabe aus Intervallzeit oder Bilderanzahl automatisiert aufgenommen werden. Wer den Film anschließend nicht selber erstellen will kann dies der M1 überlassen. Dann aber limitiert, da als Ausgabeprodukt nur ein MJPEG Movie mit 10 Bildern/s in HD Auflösung dient.

Mit LIVE-BULB und LIVE-TIME konnte man bereits in der M5 der Entstehung eines Bildes zuschauen. Dies wurde in der M1 verbessert, da man sich diesen Verlauf nun auch auf einem Smartphone oder Tablet ansehen und kontrollieren kann. Der Monitor kann zudem abdunkelt werden um einerseits störendes Streulicht zu vermeiden und andererseits eine bessere Beurteilung des Moments zu erhalten, denn nicht immer stimmen Monitoransicht und fertiges Bild auf der M5 in ihrer Helligkeit überein. Während LIVE-BULB die Aufnahme so lange laufen lässt wie der Auslöser gehalten wird, bietet LIVE-TIME Start und Stop per jeweiligen Druck auf den Auslöser. Die bemerkenswerte Funktion "LiveComposit", mit der rauschfreie Langzeitbelichtungen möglich sind, ist seit FW 2.0 nun auch in der M1 enthalten. Damit ist es möglich eine Grundbelichtung unbegrenzt zu widerholen, wobei in den nachfolgenden Belichtungen nur hellere Bereiche der Grundbelichtung hinzu gefügt werden. So entstehen rauschfreie und nicht überbelichtete Langzeitaufnhamen, die z.B. Sternenspuren erzeugen, oder zu ganz neuen kreativen Möglichkeiten führen.

Mit der Keystone Funktion können stürzende Linien dirket in der Kamera entzerrt werden.

Es gibt noch Mehr zu entdecken. Ich hoffe, die wichtigsten Punkte und Neuerungen angesprochen zu haben.

Fotografieren mit der M1

Die Summe der bisher aufgezählten Eigenschaften ermöglicht ein ausgesprochen gezieltes Arbeiten mit der M1, wenn man sich einmal an sie gewöhnt und den persönlichen Vorlieben entsprechend konfiguriert hat. Die Einarbeitungsphase kann sicher etwas dauern. Wer mit einer PEN oder der M5 vertraut ist hat es leichter. Wer markenfremd einsteigt wird sicher längere Zeit benötigen. Es ist ein wenig wie mit einem anderen Auto: von A nach B kommt man zwar, da man das Autofahren bereits beherrscht, die ganzen neuen Funktionen und Aspekte kosten aber eine gewisse Zeit des einarbeitens.
Man kann dann aber mit der M1 sehr effektiv und schnell arbeiten und zusätzlich der Kreativität freien Lauf lassen.

Der schnelle Autofokus scheint keinerlei Verzögerung zu kennen. Der Wechsel von Unendlich auf die Naheinstellgrenze geht mit dem 12-50 als auch 12-40Pro Objektiv innerhalb eines Sekundenbruchteils von statten. Das Ansprechverhalten bei bewegten Objekten, wie z.B ein auf sich zukommendes Auto ist von dem einer reinen DSLR kaum mehr zu unterscheiden.
Die Verwendung von FT Objektiven mit dem Phasen AF zeigt da schon an und wann mehr Probleme. Einerseits sind meine verwendeten Objektive zuiko 11-22, 35mm Makro und 70-300 alle keine Geschwindigkeitswunder, andererseits kam es trotz neuer Phasen-AF Technologie in manchen Lichtsituationen wie z.B. unter einem Blätterdach, zu Pumpen und mehreren Anläufen, ehe der Fokus saß. Das Verhalten war eindeutig schon besser als mit reinem Kontrast-AF, aber von der Treffsicherheit der m.Zuikos entfernt. Aber auch dies soll mit den aktuellsten Firmwareständen deutlich verbessert worden sein und sollte in den Fachforen erfragt werden.

Eine große Hilfe ist der noch mal verbesserte 5-Achsen Stabilisator. Ich habe bereits sehr ruhige Hände, was mir relativ lange Verschlusszeiten erlaubt. Die M1 schafft es, dass ich gute 3 Stufen unter der notwendigen Belichtungszeit bleiben kann. Ein kleiner Versuch bei 25mm (50 KB) auf ein Blatt Papier mit Text zeigte erst bei 1/4s sichtbare Spuren. 1/8 Sekunde sieht noch vollkommen scharf aus. Natürlich muss man das immer situations- und motivabhängig sehen, aber die Hilfe ist deutlich spürbar.
Der große Bildschirm im Sucher hilft, das Bild zu komponieren und das Fokus Peaking unterstützt beim manuellen Fokus. Es lässt sich als schwarze oder weiße Kontur zeigen. Mir wäre es allerdings lieber gewesen eine Farbe wie z.B. blau wählen zu können. Gerade bei Dämmerlicht sind weder weiß noch schwarz gut erkennbar.
Ich besaß auch einen VF3 Sucher und nutzte ihn an einer PM2, bin inzwischen aber zum VF2 gewechselt. Zum Sucher der M1 sind das noch immer Welten. Vergleichen kann man es wohl wie den Wechsel von einem 27" HD auf einen 40" und nun einen 50" Full HD Fernseher. Allerdings entsteht hier auch der große Energieverbrauch der M1. Ein Akku reicht nicht sehr weit. Plant man eine Tagestour sollte man mindestens zwei weitere dabei haben. Das müssen nicht zwangsläufig die Originalen sein. Die PANTONA BLN-1 Nachbauten sind sehr viel günstiger und halten dennoch sehr lange, sodass ich drei davon im Fotorucksack habe und diese dann im Batteriegriff HLD-7 tausche. Der originale Akku verbleibt als stille Reserve in der M1.

Am Ende landen eine Reihe hochwertiger Aufnahmen auf der Speicherkarte. Wenngleich der neue M1 Sensor auf einen AntiAliasing Filter verzichtet, kann ich Unterschiede in der Bildschärfe bei Vergleichsbildern zur M5 und inzw. der M10, welche ich auch mein Eigen nenne, nur erahnen, aber nicht klar ausmachen. Die M1 bietet vielleicht einen Hauch mehr Klarheit, ist etwas cleaner abgsteimmt. Die Farben von M5/10 sind etwas wärmer gehalten.
Erwarten Sie also an dieser Stelle bitte keine Quantensprünge. Die Unterschiede sind minimal. Allerdings wurde bei der internen Verarbeitung die Filterung von chromatischen Aberrationen/Farbsäumen deutlich verbessert, sodass diese im JPEG der M1 nicht mehr erkennbar sind. Wo die M5 noch einen Farbsaum bei Kontrasten und Kanten zeigt, ist bei der M1 eine saubere Kontur zu sehen. Dies wirkt sich positiv auf den gesamten Bildeindruck aus und ich erspare mir einen weiteren Schritt in der Nachbearbeitung.
Der Vergleich wurde mit einem Sigma EX DN 19mm und einem Zuiko 11-22mm durchgeführt. Auf weitere Vergleiche und Pixelpeeperei kann man meiner Meinung nach getrost verzichten. Die M1 liefert eine hervorragende Bildqualität ab und man kann sich unbesorgt rein auf das Fotografieren konzentrieren. Die JPEGs sind meistens direkt brauchbar und eine RAW-Entwicklung wird nur noch selten notwendig.

Mein Tipp: schalten Sie im Anwendermenü E die Rauschminderung auf Niedrig oder Aus. Dies lässt die JPEGs deutlich knackiger aussehen. Das geringe Mehr an Bildrauschen lässt sich tolerieren oder auch hinterher leicht entfernen.
Auch die "Warmen Farben" für den automatischen Weißabgleich schalte ich persönlich ab. Sicherlich reine Geschmacksache - mir sind farbgetreue JPEGs lieber. Will ich einen besonderen Look, nutze ich die Farbmodi oder den Farbgestalter. Andererseits sollte man bei farbgetreuen Aufnahmen ja eh mit einem zuvor ausgeführten Weißabgleich arbeiten und per Graukarte im Nachgang ggf. korrigieren.

Filmen mit der M1

Videoaufnahmen sind zwar nicht die Domäne einer Olympus mFT Kamera, da hat Panasonic mit seinen GH-Modellen die Hose an, dennoch bietet die M1 eine Reihe guter Möglichkeiten und die Ergebnisse sind für den durchschnittlichen Anspruch ausreichend. Trotzdem, die M1 ist in erster Linie eine Foto- und keine Filmkamera. Eine bessere und schärfere Bildqualität liefern die aktuellen Panasonic Modelle.
FullHD und HD Aufnahmen können mit maximal 30 Bildern/s und MPEG-4/ACVC H.264 in zwei Kompressionsstufen für jeweils maximal 29 Minuten auf die Speicherkarte gebannt werden. Auch das veraltete Motion-JPEG (MJPEG) steht weiterhin für HD und VGA-Aufnahmen mit einer maximalen Dateigröße von 2GB zur Verfügung. Wie weit man damit kommt ist sehr vom Motiv abhängig. Ein leichtes Grundrauschen ist bei jeder Aufnahme mit den internen Mikrofonen vernehmbar. Um dies zu umgehen könnten Sie an der 3,5mm Klinkenbuchse ein geeignetes externes Stereomikrofon anschließen, leider rauscht dieser Anschluss auch ein wenig.
Die Aufnahmeempfindlichkeit kann seit der Firmware 1.3 sehr detailliert in je 21 Stufen angepasst werden. Auch die Reduzierung von Windgeräuschen kann in den Stufen Stark - Standard - Wenig sowie Aus gewählt werden. Der Limiter kann nun auch abgeschaltet werden. Die Einstellungen, als auch die detailreiche Pegelanzeige befinden sich im Anwendermenü I, Aufnahmelautstärke, Line In / Intern / Extern. Extern bezeichnet dabei das Zubehörteil SEMA-1 für den AP2-Anschluss. Die Pegelanzeige ist leider nicht während des Filmens sichtbar.
Alle weiteren Funktionen, wie Blende, Belichtungszeit, manuellen Modus, sogar filmen mit den ART-Filtern und das Ein- bzw. Überblenden in und aus diesen ist möglich. Ebenso kann der manuelle Fokus genau so genutzt werden, wie eine einmalige oder kontinuierliche Fokussierung, oder die Nachverfolgung per Tracking AF. Weißabgleich und ISO Wert stehen einem gleichfalls zur Verfügung.
Ein Punkt, der mir ein Fragezeichen über den Kopf zaubert: wer das 12-50mm Objektiv mit Motorzoom gekauft hat, kann dies bequem am Steuerkreuz der Kamera einen gleichmäßigen Zoom ausführen lassen. Dazu muss man sich das Steuerkreuz im Anwendermenü B - Tastenfunktion - Direktfunktion entsprechend belegen. Leider sind eben diese Tasten im Film-Modus bereits anders belegt bzw. startet man die Filmaufnahme aus einem anderen Modus heraus (z.B. P, A, S, M) ohne Funktion. Somit nutzt es einem nichts und man greift wieder zum Ring des Objektivs.

Der Batteriegriff

Wer den HLD-7 Batteriegriff hinzuzieht erzielt mit eingelegtem zweiten Akku nicht nur eine deutlich höhere Laufzeit, sondern bekommt auch gleich zwei weitere Funktionstasten, sowie nochmals die Drehräder und den Auslöser für die Verwendung im Portraits-Modus spendiert. Der Griff ist sehr ergonomisch gestaltet, erhöht aber auch das Gewicht und Volumen der M1. Stolze 730 Gramm inkl. zweier Akkus bringt die M1 samt HLD-7 auf die Waage. Andererseits: eine Nikon D7100 wiegt mit Akku 765 Gramm - ohne Batteriegriff! Ich halte den HLD-7 an der M1 für ein sinnvolles Zubehör, da er das Handling enorm verbessert und die einzige Möglichkeit darstellt eine externe Stromversorgung anzuschließen.

Das 12-40 Pro Objektiv

Kurzum, die Beste Linse, die ich je hatte. Scharf bis zu den Rändern, auch bei f/2.8. Sie vignettiert bei f/2.8 etwas, aber das ist bereits eine Blende weiter nicht mehr vorhanden. Den Linsen 14-42 und 12-50 haushoch überlegen und jeden Euro wert. Eben "Pro". Wer kann, sollte sie sich unbedingt gönnen.

Mein persönliches Fazit:

Ich habe den Schritt von einer M5 auf die M1 gewagt. Die Evolution ist spürbar und gelungen und ich fühle mich auf der M1 wohl. Deutlich wohler, als mein Einstand von einer Panasonic G3 auf die M5.
Positiv: Olympus hat gezeigt, dass sie auf berechtigte Eingaben Ihrer Käufer reagieren und diese in neuen Firmware Versionen umsetzen! Daher meine Empfehlung unbedingt auf die Firmware 2.0 zu aktualisieren!
Notwendig ist der Weg zur M1 aus Sicht der Bildqualität sicher nicht gewesen! Da haben die M5 sowie eine M10 auch genug zu bieten.
Was Ergonomie, Effektivität und den Nutzen angeht, legt die M1 als Flaggschiff die Messlatte auch für ihre DSLR Kollegen sehr hoch. Lediglich ein schwenk- und drehbares Display hätte zum endgültigen Glück noch herhalten können.

Für den Kauf der M1 spricht die sehr große Auswahl hervorragender mFT Objektive, als auch die Möglichkeit alle FT Objektive weiterhin nativ nutzen zu können. Der Markt gibt auch hier einige großartige Linsen her. Für die Besitzer eines FT-Objektivparks ist die Frage, ob man auf eine E-7 warten oder zur Konkurrenz wechseln muss geklärt.

Die Kamera wirkt sehr robust und ihre Eckdaten aus Spritzwasser- und Staubschutz sowie dem nutzbaren Temperaturbereich unterstreichen den professionellen Anspruch.
Der EVF dürfte auch den eingefleischten Fans von Spiegeln ein Staunen abringen. Einen größeres Sucherbild bekommen Sie derzeit jedenfalls nur noch im Mittel- oder Großformat.
Der große Energiehunger ist da schon eher ein Problem, dem man nur mit genügend Akkus entgegen treten kann.

Die Bildqualität spielt in der Liga ambitionierter DSLR-Kameras. Die Funktionen der M1 übertreffen diese. Für den gleichen Geldbetrag kann man sich natürlich eine Sony A7 mit KB-Sensor kaufen, doch da ist das Angebot an Objektiven derzeit beschränkt, von denen keines unter 799,- Euro zu bekommen ist. Außerdem bietet diese weder einen Touchscreen noch die hohe Serienbildfunktion geschweige denn die reichhaltige Ausstattung einer M1.
Der Blick zu Canons 6D und Nikons D610 erübrigt sich, denkt man über Volumen und Gewicht nach.

Die Fragen, die ein jeder für sich entscheiden sollte, sofern er sich für eine M1 interessiert sind:
- reichen 4600x3450 Bildpunkte
- ist man bereit sich mit einem Sensor von nur 17,3x13mm anzufreunden

Der Tiefenschärfebereich beim mFT Format ist nun mal anders in der Handhabung, als es mit dem KB-Format der Fall ist. Wobei ich hier anmerken möchte, dass es überhaupt kein Problem darstellt mit dem 60mm m.Zuiko Makro auf nur einen halben Millimeter zu fokussieren, oder mit dem 45mm f1.8 Portraits-Objektiv ein Auge allein aus einem Gesicht heraus zu stellen und dabei ein butterweiches Bokeh zu zaubern.
Nirgendwo sonst bekommen Sie ein kompakteres und dabei so günstiges Supertelezoom von 150-600mm KB-Brennweite, welches auch noch mit ausgesprochen scharfen Resultaten aufwarten kann. Die Lücken im mFT Markt schließen sich zusehends und derzeit können Sie aus 42 Olympus und Panasonic, sowie 18 Dritthersteller-Objektiven wählen.

Für den ambitionierten Videoeinsatz ist die M1 nicht so gut gerüstet, wie die Konkurrenz von Panasonic, doch für einen kleinen Dreh zwischendurch um z.B. die Atmosphäre einzufangen, bietet die M1 genügend Leistung. Der Mikrofoneingang ist ein gern gesehener Pluspunkt.

Eines kann ich jedenfalls klar sagen, den Kauf bereut habe ich nicht! Für mich ist das mFT System die optimale Lösung aus Größe, Gewicht und Leistung.

Mit der FW 2.0 wurde die M1 nun so weit verbessert und der Preis gesenkt, dass ich meine Wertung von 4 auf 5 Sterne anhebe. Live Composite, Tethering, Keystone, Color-Key ... alles Dinge, die das Paket nun endgültig zum fairen Preis abrunden.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absolute Spitzenklasse, 21. Januar 2015
Ich musste meine Nikon D7100 und vielen Objektiven (zu hohes Gewicht) aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und bin auf Olympus umsteigen. Die offenbar missachtete Firma - auch von mir - hat mich total begeistert.

Ich habe die Kamera nun seit Ende Oktober 2014 mit dem 2,8/12-40 mm PRO gekauft. Zwischenzeitlich sind nun auch meine bevorzugten Objektive vollständig:

1,8/75 mm,
60 mm Makro,
9-18 mm Weitwinkel,
2,8/40-150 mm PRO ohne Telekonverter

Eine tolle Kamera, die zwar aufgrund der vielen Einstellmöglichkeiten etwas Vorbereitungszeit (Bedienungsanleitung nur aus dem Internet verfügbar) in Anspruch genommen hat, aber eine absolute tolle Qualität abliefert.
Es macht einfach Spaß, damit zu fotografieren. Und mein Fotorucksack ist um einiges leichter geworden und habe alles dabei. Der Bildstabilisator und der Sucher sind wirklich exzellent. Die Einstellräder und der Auslöser alles an der richtigen Stelle, so dass es keine Umgewöhnung von Nikon nach Olympus gab.

HOHE ISO-Einstellungen bis 1600 ISO bzw. Langzeitbelichtungen / Rauschen:

Aus dem Olympus-Buch zur OM-D E-M1 von Franzis konnte ich einen hervorragenden Tipp entnehmen. Der Parameter "Rauschminderung" (nicht zu verwechseln mit Rauschrezuzierung) soll unbedingt auf AUTO stehen. Er sorgt dafür, dass der entsprechende Dark Frame automatisch erstellt wird. Ohne Dark Frame würde bei einer langen Belichtungszeit das Rauschen erheblich ansteigen. Ich habe es ausprobiert und bin mit den Ergebnissen bei hoher ISO absolut zufrieden. Allerdings habe ich automatisch bis 1600 ISO begrenzt und KEIN Rauschen festgestellt. Evtl. kann man das noch gut bis 2200 ISO ausreizen. (Der Dark Frame wirkt sich übrigens auf das RAW aus). Bei Langzeitbelichtungen von mehreren Minuten Kamera nicht ausschalten. Dieser Tipp steht auf Seite 272, falls weiterer Informationsbedarf besteht. Das Buch ist bei dieser Kamera sicherlich sinnvoll. Sehr informativ gegenüber der Bedienungsanleitung. Weitere sehr gute Tipps zur Kamera und sehr gut erklärt.

WLAN funktioniert ebenfalls und ist mit den Kamera-Einstellungen (A,P,S,M für Zeit / Blende / AF / Einzelbild / Plus-Minus-Korrektur / Selbstauslöser u.a. alles von iPhone aus sehr einfach zu bedienen.
Einfach die Olympus-App herunterladen. Die App: OI.Share die von Olympus gratis zur Verfügung gestellt wird (für Android und Phone). Das Mobiltelefon wird mittels QR-Code mit der Kamera verbunden. Ebenfalls praktisch: Die GPS-Daten werden auf die Speicherkarte geschrieben, wenn man mit dem iPhone auslöst. Zum Beispiel Langzeitbelichtungen vom Stativ, oder wenn der Fotograf selbst auf dem Bild dabei sein will. Einfach ideal in Gesellschaft, z.B. schnell auf ein Ministativ aufgestellt.

Zusammenfassend kann ich nun feststellen: Super schneller AF, sehr heller Sucher, vielseitige Einstellmöglichkeiten, die ich auch nutze. Besonders das Blitzen mit Slave und Remote = RC-Modus. Der Aufsteckblitz dient als Master-Steuerung.

Die Kamera und die Objektive sind nun deutlich leichter als meine Nikon. Auch der (Batterie-) Kamerahandgriff, den man gratis dazu bekommen hat, ist eine feine Sache. Die Olympus E-M1 liegt damit super in der Hand.
Winziger Nachteil: Für den Transport in einer Fahrrad-Lenkertasche muss der Griff abgenommen werden. Die Akkuleistung lässt allerdings schnell nach, deshalb empfiehlt es sich, mindestens einen 2. oder auch 3. Akku mit auf eine Wochenendfahrt oder Urlaubsreise zu nehmen.
Ladezeit ca. 3 Stunden. Die Kapazität in mA ist vergleichsweise bei einer Nikon D700 und D7100 deutlich höher. Aber da kann man sich darauf einstellen.

Bildqualität der Olympus E-M1: mit den hier genannten Objektiven allererste Sahne. Ich vermisse nichts von meiner ebenfalls exzellenten Nikon.

Den Umstieg von Nikon D7100 und sehr vielen schweren und lichtstarken Objektiven habe ich deshalb in keiner Weise bereut.
Ich bin sehr zufrieden und kann diese Olympus-Kamera mit den entsprechenden genannten Objektiven uneingeschränkt weiterempfehlen.

Allerdings habe ich mich dafür entschieden, als einzige Nikon, eine D700 mit einem hervorragenden Spezial-Objektiv (Shift-Objektiv 24 mm) weiterhin zu benutzen. Da gibt es wahrscheinlich keine Alternative und der Kostenfaktor wäre dann doch zu hoch.
Allerdings habe ich die kamerainterne Entzerrung für Architekturaufnahmen (Keystone-Korrektur) noch nicht probiert. Danke Roland für den Tipp.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Umstieg, 6. Dezember 2014
Gleich vorne weg.
Ich komme nicht von einer Canon oder Nikon-SLR, sondern von der Olympus E-520 zur OM-D E-M1.
Wer also noch unentschlossen ist, ob er weiter mit seiner alten Olympus fotografieren möchte, könnte hier einige Hinweise erhalten, hoffe ich.
Am Anfang gleich die wenigen kleinen Kritikpunkte. Ich vermisse das zusätzliche Kartenfach. Manchmal war es einfach ein gutes Gefühl die besten Bilder gleich sichern zu können. Aber auch mit einem Smartphone geht das schnell genug. Der feinere Druckpunkt des Auslösers erfordert evtl. etwas Übung. Der Druckpunkt "Scharfstellen/Belichten" liegt bei meinem Gerät bei ca. 60g der "Auslösedruck" bei 180g.

1.Die Bildqualität spielt besonders in den Grenzbereichen in einer ganz anderen Liga. In jeder Beziehung egal ob Rauschen,
Dynamik, Auflösung oder Detailschärfe. Zuweilen verlangt die E-M1 wegen der extremen Schärfe mehr Sorgfalt. Fehler
werden 'bestraft'. Die JPG-engine ist doch etwas anders abgestimmt, aber nicht schlechter genauso zuverlässig,
eher ungewohnt. Und beurteilen Sie die Bildqualität erst abschließend, nachdem sie mal die Rauschunterdrückung
auf aus und die Schärfe auf -1 gestellt haben! Für die "echte" Beurteilung auf dem Display ist die JPG-Kompression
LF einzustellen, was z.B. auch im Anwendermenü 1 oder 2 gespeichert werden kann. Dagegen steckt in LSF genügend Potential für die externe Bearbeitung ohne( außer bei extremer Bearbeitung) auf das RAW zurückgreifen zu müssen!

2.Das Handing ist noch einmal deutlich besser. Ganz besonders mit einer L-Platte für Arca
Swiss Stativköpfe oder dem Batteriegriff, der für die großen FT-Objektive unbedingt zu
empfehlen ist. Wetterschutz und Robustheit (zum Nägel einschlagen) beeindruckt mich ebenso
wie die unglaubliche Funktionsvielfalt und Konfigurierbarkeit der Räder und Knöpfe.
Alles geht einem nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut über. Wer neuere live-view fähige FT-Objektive sein eigen nennt,
kann sich über eine toll funktionierende Gesichtserkennung freuen und die Kamera an jeden Laien weiterreichen!

3.Das Menü ist abgrundtief. Meine My-Sets habe ich für den Ernstfall in Exceldateien gespeichert, falls
ein Komplett-Reset nötig sein sollte. Wer seine E-M1 gleich am Anfang nicht regelmäßig (ge)braucht, wird
wahrscheinlich ewig die Automatiken und Szenemodi benutzen, die aber auch für den Anfänger (oder Notfall)
unbedingt zu empfehlen sind. Achtung! Je nach dem, ob man das My-Set von Taste, Menü oder Wahlrad aufruft
kommt es zu teils unterscheidlichen Einstellungen. So wird z.B. der Aufnahmemodus überschrieben oder nicht (Menü).

Meine Lieblings-E-M1-features noch zum Schluss:
der wahnsinnig starke Stabi ändert bei mir die Art zu fotografieren(1/5-1/10 s sind oft möglich),
der große helle und scharfe Sucher,
die geniale Gesichtserkennung mit exakter Fokussierung aufs Auge und Belichtung auf's Gesicht sorgt für sorgenfreies Porträt-shooting (ESP-Messung ein!),
der Daumenhebel zum schnellen Umschalten von Blende/ EV auf WB/ ISO und die HDR-Taste,
Live-Composite sowie die Fokusgeschwindigkeit an meinen FT-Makros (50-iger und 150-iger).
Vergessen wird sehr oft auch der effektivste Staub-Rüttler unter den Kameras.
Staub auf dem Sensor kenne ich nicht, das hat sich nicht geändert.

Fazit:
während die E-520 ein 'verlässlicher Kumpel' war, ist die E-M1 zwar keine Diva, aber eben ein professionell abgestimmtes Gerät mit speziellen Seiten, die ohne etwas Ehrgeiz und Einsatz nicht zu erobern ist.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Kamera mit sehr viel Potenzial, 10. Februar 2015
Ich habe mir diese Kamera nicht hier auf amazon, sondern im Einzelhandel vor Ort gekauft, da das Angebot dort noch einmal deutlich attraktiver war als im Netz.

Ursprünglich habe ich immer mit Canon fotografiert, angefangen mit der 400D, 60D und schließlich mit der 6D und diversen Objektiven. Was mich jedoch immer gestört hat war das Gewicht und das Volumen, welches man insbesondere auf längeren Wanderungen mitnehmen muss.
Nach langem Zögern und viel viel Bauchweh habe ich mich Anfang November dann von der 6D getrennt um mir die EM1 zu kaufen.
Anfänglich war die Umstellung sehr groß. Die Kamera nicht nur gefühlt sehr klein, sondern in der Tat deutlich kleiner und sehr viel leichter. Kann man damit überhaupt fotografieren?

Ja, man kann! Und wie! Nach Analyse meiner Bilder die ich zuvor immer aufgenommen habe, erkannte ich, dass ich die hohen ISO Werte so gut wie nie ausreize und mir mit der EM1 der volle Umfang für meine Gewohnheiten zur Verfügung steht. Im Normallfall fotografiere ich bis ISO 800, in seltenen Fällen auch mal mehr. Ich finde Bilder bis ISO4000 für die Entwicklung normaler Größen voll ausreichend.

Hinsichtlich der Objektive, ich habe das 12-40 2.8 im KIT erworben gefällt mir der große Schärfebereich, der auch Portraits bei Offenblende zulässt. Bildqualität und Haptik passt auch sehr gut.

So, aber nun zur Kamera.

Was gefällt mir besonders gut:

++ Die kompakte Bauweise ist für mich der wichtigste Vorteil bei der EM1 gegenüber all meiner bisherigen Kameras. Man kann sie quasi immer dabei haben und hat immer die beste zur Verfügung stehende Bildqualität mit sich.

++ Die Bildqualität des Sensors ist über jegliche Zweifel erhaben. Natürlich nicht unbedingt bis ins letzte Detail mit VF vergleichbar, jedoch so gut, dass man in 99 Prozent der Bilder bei mir keinen Unterschied merkt, wobei ich hauptsächlich Landschaft und Familie fotografiere.

++ Die Bedienung der Kamera ist sehr konfortabel und schnell. Mit den vielen Direktwahltasten und Einstellrädchen ist sie sogar besser zu bedienen als meine 6D. Man kann sich zusätzlich noch jede Menge Einstellungen selbst verändern, aber das braucht man eigentlich gar nicht.

++ Der Sucher ist eine Wucht. Anfangs war es natürlich eine Umstellung zu dem optischen Sucher einer 6D, jedoch hat man hier einen noch größeren und helleren Sucher und gleichzeitig auch sehr viel Information, die direkt im Sucher eingeblendet werden kann. Dies beschleunigt das Arbeiten enorm und macht nur Spass.

++ Die Objektivauswahl ist absolut ausreichend. Alleine nur aus dem Angebot an mft Linsen kann man sich für alle Gelegenheiten ein Objektiv kaufen. Mit dem 17 1.8er wird die Kamera zu einem Leichtgewicht bei gleichzeitig top Lichtstärke. Alle meine Objektive sind schon ab Offenblende sehr scharf und insgesamt bin ich mit all meinen Objektiven (17 1.8 / 75 1.8 / 12-40 2.8 / 40-150 R) noch leichter unterwegs als mit meiner 6D und KIT-Linse.

Was ich als neutral bewerte:

o Die vielen Programmautomatiken finde ich nett und verwende sie auch ab und an, jedoch war es für mich kein Kriterium mich für diese Kamera zu entscheiden. Jedoch schön, wenn man sie hat.

o Das Klappdisplay ist sehr gut aufgelöst und wie der Name bereits sagt auch klappbar. Es ist jedoch kein unbedingtes Alleinstellungsmerkmal dieser Kamera, weshalb ich es nicht als zusätzlich positiv bewerte. Für bodennahe Aufnahmen jedoch sehr viel Wert.

Negativ Bewertet habe ich folgenden Punkt:

- Die Akkulaufzeit ist recht schwach und wer von einer DSLR kommt wird erschrecken. Ich habe jetzt immer drei Akkus in der Fototasche dabei um für alle Fälle gewappnet zu sein. Für mich jedoch kein Grund einen Punkt abzuziehen.

Wem kann ich die Kamera empfehlen:

Insbesondere Umsteigern aus dem höher Preisigen DSLR Segment mag ich diese Kamera ans Herz legen, da man hiermit den sanftesten Einstieg ins MFT Lager erfährt (Panasonic habe ich nicht probiert und kann daher keine Aussage treffen). Aber auch ambitionierte Fotografen, die bereit sind ein wenig mehr zu investieren werden von der EM1 nicht enttäuscht werden.

Für viele Interessierte wird sicherlich aber auch die EM10 eine gute Alternative darstellen, da sie doch deutlich günstiger ist und sich von der BQ nicht unterscheidet. Ich mag aber an der EM1 den Griff und die vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Ich hoffe meine Rezension hat Ihnen bei der Entscheidung geholfen. Haben Sie Fehler gefunden? Dann benachrichtigen Sie mich gerne.
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenkamera!, 2. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe sie seit 1 Woche.
Hab Erfahrung mit e-m5, NX20, EOS 650, Sony A58, Panasonic GH2, Nex 5, X-E1, RX100 und noch ein paar mehr.
Fotografieren tue ich schon seit 35 Jahren, meist privat aber auch mal beruflich.

Die brandbeue Sony A7 hatte ich auch im Visier.
Der gleiche Preis für den Body und das für eine gleich große Vollformatkamera!
Die Euphorie wurde schnell wieder gebremst... ganz wenig Objektive außer mit Adapter.
Die Sony ist absolut top! ...die größeren und schwereren Objektive leider nicht.
Der Sensor braucht die passenden Linsen, ist ja auch logisch!

Für mich ist die m1 das Sahnehäubchen zur m5.
Zugegeben die m5 täte es genauso, die Neuerungen der m1 gefallen mir aber so gut, daß ich
den hohen Preis verschmerzt habe.
Die bessere Haptik, die besser angeordenten Tasten, Focus-Peaking, Four-Thirds Unterstützung, usw.
Absolut hochwertig, bestens verarbeitet!
So an die 65 Objektive gibt es am Markt, mft und ft.

Wenn man die paar negativen Rezessionen liest, merkt mal schnell das da nicht viel dahinter steht.
Definitiv ist in der mft-Klasse nicht Besseres am Markt!
Meine letzte Lieblingskamera war die EOS 650 mit einer Reihe guter Linsen.
Ich vermisse sie nicht, die Oly ist der EOS in Bildqualität und Ausstattung überlegen!
Mein Sohn hat eine Vollformat Nikon, auch er ist voll des Lobes über die Bilder der Oly.

Die viel gescholtene Menüführung ist weit besser als ihr Ruf.
Ich komme eigentlich mit jeder Digitalen zurecht, man muß sich halt ein bisschen Zeit nehmen.
Wer die bei solch einer Kamera nicht mitbringt ist selber schuld.
Ich arbeite meist im A- oder S-Modus, die Bedienung über die Einstellräder in Verbindung mit den
programmierbaren F-Tasten klappt bestens!

Der Autofocus und der Stabi sind genial, die 10 Bilder/sec sowieso.
Gestern habe ich Tauben abgelichtet die gerade gefüttert wurden.
10 Bilder/sec mit dem 45er, f1.8, sehr schwer das Gewimmel scharf zu kriegen...
aber ein paar Bilder sind garantiert scharf.

Die Kamera ist etwas schwerer als die e5, stört mich aber nicht weil man sie dadurch ruhiger halten kann.

Ich benutzte die m1 auch im Videomodus. Der fortgesetzte Autofucus (C-AF) ist besser geworden, die Videoqualität ist
gleich geblieben denke ich.
Vor ein paar Wochen habe ich meine m5 gegen eine GH2 antreten lassen.
Bei Nahaufnahmen fand ich die Oly definiv besser als die GH2... auch wenn man im Netz oft etwas anderes
liest. In der Halbtotalen und Totalen ist die Panasonic besser.
Da ich selten im C-AF Modus arbeite vermisse ich auch den Vorteil bei den GH's nicht!
Ich glaube die Oly wird da unterschätzt!

Ich würde mir die m1 jederzeit wieder kaufen, hätte aber sicher nichts gegen ein paar hundert Euros weniger
einzuwenden gehabt.
Andererseits sind die Oly's sehr wertbeständig, ein Preisverfall wie z.B. bei Samsung (NX20) ist nicht zu
befürchten.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Kamera, die richtig Spaß macht, 10. Februar 2015
Ich verwende die Olympus E-M1 seit August 2014. Ich bin Hobbyfotograf und nutze sie vor allem für Landschaften, Babys, Menschen,Tiere und Makros. Also eigentlich für alles, ich mach einfach gern Fotos ;)

Gewechselt bin ich von einer Olympus E-520.
Ich nutze die E-M1 mit folgenden Objektiven und dem MMF3 Adapter:

FT 2.8/14-54 mm Version I
FT 3.5/40-150 mm (aus dem E-520 Kit)
FT 2.0/50 mm Makro
MFT 1.8/25 mm

Die Kamera ist klasse, eine riesengroße Verbesserung gegenüber der E-520.
Man benötigt aber schon eine gewissen Einarbeitungszeit in die Kamera, da die (Einstell-)Möglichkeiten gewaltig sind. Knipsen im Automatikmodus geht natürlich auch hervorragend, aber dafür kauft man sich ja nicht so eine Kamera. Ich bin jetzt noch ab und zu überfordert und begeistert gleichzeitig, denn die Kamera lässt kaum Wünsche offen.

Die E-M1 ist etwas handlicher als meine alte E-520 und liegt klasse in der Hand. Selbst mit den FT-Objektiven ist die Geschwindigkeit beim Scharfstellen klasse und viel schneller als mit der E-520. Auch per Touch am Display kann man super fokussieren. Toll ist auch die Gesichts- bzw. Augenerkennung. Funktioniert halt einfach und erleichtert vieles.

Der Sucher ist eine Wucht - schön groß und auch abends sieht man immer was. Ich bin auch immer noch Fan eines optischen Suchers, aber der hier ist klasse und deutlich heller und größer als zum Bsp der der E-520. Man kann den Sucher sogar zur Bildkontrolle nutzen, was sich bei grellem Tageslicht äußerst gut macht. Der Monitor ist auch super, man kann immer einschätzen ob die Bilder scharf sind.

An der Bildqualität gibt es nichts zu meckern, schön scharf und schöne Farben. Mich stört das Rauschen so ca. ab ISO1600, aber unter ISO1600 seh ich das als unproblematisch (die RAWS sind klasse, die JPEGs sind halt bei ISO1600 schon leicht matschig). Das ist aus meiner Sicht sehr brauchbar für den privaten Bereich.
Ich habe die letzten Monate viele Bilder in der Wohnung bei schlechten bzw unnatürlichen Lichtverhältnissen gemacht und muss sagen, dass die Ausbeute toll ist (Mit den entsprechenden Objektiven natürlich).

Manuell fokussieren macht mit Focus Peaking richtig Spaß.

Ich bin rundum zufrieden und kann diese Kamera nur empfehlen.
Auch mit den Videos bin ich zufrieden, aber ich drehe auch keine Filme sondern bloß gelegentlich mal 5 min Clips.

Punktabzüge:
1/2 Stern Abzug gib es für die Konstruktion des Powerhebels (hätte ich gern auch rechts zum einhändigen aus- und einschalten) und der Akkulaufzeit, die um einiges besser ausfallen könnte. Aufgerundet ergibt das dann aber 5 ...
Wäre das noch besser gelöst dann würde ich wahrscheinlich von einer (für mich) perfekten Kamera sprechen.

Ich hab hier nur den direkten Vergleich zu einer 70D von Canon mit diversen Standardlinsen und kann Bildtechnisch keinen Vor- oder Nachteil erkennen. Das eine macht halt die Canon besser, das andere die Oly. Nur die Oly ist dabei kompakter. ;-)
Vollformat ist sicher nochmal ne Ecke besser, aber eben auch Größe und schwerer. Und ich muss sagen, dass Handling macht viel aus - ich nehme diese Kamera einfach gern mit!

Positiv
+++ geniale Bildqualität
+++ sehr scharf
+++ Wetterfest
+++ schneller Autofokus
+++ Fernsteuerung per App funktioniert super
+++ etliche Firmware Updates bisher & Service Plus (im Feb. 2015 kommt z.bsp. ein neues Update welches die Serienbildgeschwindigkeit erhöht)
+++ gute ISO Empfindlichkeiten und in Zusammenhang mit der Bildstabilisation sehr gut nutzbar
+++ Gewicht und Handling nahezu perfekt.
+++ Art-Filter

Negativ:
--- Powerschalter ist an der falschen Seite und erfordert so immer eine 2. Hand (das war bei der E-520 perfekt, anschalten--fokussieren-auslösen-ausschalten mit einer Hand war problemlos möglich)
--- Monitor nicht nach vorn drehbar (wäre für Selbstporträts nett)
--- Akkulaufzeit geht gerad so (ca. 300 Bilder), man muss aber quasi zwingend einen 2.Akku kaufen

PS: Die Art-Filter werden ja oft von den "Profis" verschmäht. Ich find die klasse. Ich nehme in JPEG + Raw auf und das bedeutet hier, dass ich einfach mal unterwegs in z.Bsp. "Vintage" aufnehmen kann ohne später noch in Lightroom entwickeln zu müssen. Wenn ich der Meinung bin, dass das Motiv JETZT in "Vintage" gut aussehen würd, dann probier ich das einfach. Das Raw bleibt unberührt, das JPEG wird eben mit dem Filter entwickelt. Das steigert die Kreativität und man riskiert absolut nichts damit. Toll! ich verstehe wirklich nicht, wieso sich manche über die Funktion so aufregen.

Fazit:
Absolut zu empfehlen für alle, die eine handliche Kamera haben wollen, die in fast jeder Situation tolle Bilder macht und sich sehr erwachsen anfühlt. Diese Kamera schmiegt sich perfekt in die Hand ein und es macht einfach richtig Spaß mit ihr zu fotografieren.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Achtung, das ist eine subjektive Wertung! ;-), 27. März 2014
Die Vorab-Warnung deshalb, weil mich ein 2-Sterne Rezensent sicher in der Luft zerreissen wird! Ich gebe also vorab bekannt, dass mir durchaus bewußt ist, dass es preisgünstigere Kameras mit größeren, vielleicht sogar leistungsfähigeren Sensoren gibt. Ich habe mich nach FT damals bewußt für mFT als mein Sytem entschieden und zwischenzeitlich immer wieder reichlich andere Marken, Bodys und Sensoren ausprobiert! Und nein, ich möchte keine KB-DSLR oder irgendeine andere Klapp-Spiegel- oder Teil-Durchlässiger-Spiegel-SLT-Kamera mein eigen nennen. Die wirklich reizvolle SONY A7 hat leider keinen Stabi und eine nur sehr begrenzte und teure Objektivauswahl zu bieten.

Die E-M1 spielt nun schon in einer anderen Liga als meine bisherigen Kameras, schon die aufwändige Verpackung gibt einen ersten Vorgeschmack. Liegt perfekt in meiner (nicht sehr großen) Hand, auch im Vergleich zur E-M5 mit HLD-6 tatsächlich noch eine Steigerung. Ansonsten überwältigt einen die Vielfalt der Ausstattungsdetails und Konfigurationsmöglichkeiten. Mein altes 14-55mm FT-Objektiv fokussiert jetzt so flott, als wäre es an einer klassischen DSLR angebracht, super! Und dann der riesige, klare und hochaufgelöste EVF (KEIN OLED Sucher wie viele andere = natürlichere Farben und Kontraste, bei Bedarf heller), wow, daran muss ich mich erst noch gewöhnen! Gegenüber der E-M5 kommen für mich wichtige Verbesserungen hinzu:

- mind. 50% größerer EVF
- geklapptes Display schaltet Augensensor ab
- echtes Fokuspeaking
- eingebaute HDR-Aufnahme
- nochmals verbesserter Stabi
- nochmal schnellerer AF, vor allem auch mit FT-Objektiven
- alle Tasten nahezu frei konfigurierbar
- Tasten und Räder mechanisch verbessert

Und womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte, was bisher noch KEINE Olympus mFT- oder Fuji X-Systemkamera bot/bietet:

- Scenemodus Sternenlicht

Zitat aus digtalkamera.de:
"Interessant ist der „Sternenlicht“-Modus, bei dem die E-M1 eine Serie von 8 Bildern zu einem rauscharmen Bild vereint. Das funktioniert prima, lässt sich aber nicht konfigurieren. Schön wäre hier etwas mehr Einfluss zum Beispiel auf den Bildstil oder die Obergrenze der ISO-Empfindlichkeit und die Rauschunterdrückung, aber das alles ist festgelegt. Die Ergebnisse sehen glatter und rauschfreier aber etwas weicher aus, als das allein mit der Rauschunterdrückung möglich wäre."

Also in etwa die handgehaltene Nachtaufnahme mit Mehrfachbelichtung, die Sony und Panasonic schon ewig anbieten, von mir seit einer kurzen NEX-7 Episode immer schmerzlich vermisst, jetzt endlich auch bei Olympus verfügbar.

Für mich ist der Aufpreis zu meiner alten E-M5 mit HLD-6 jetzt schon gut angelegt, und dabei habe ich noch gar nicht alle Möglichkeiten ausprobiert. Die E-M1 ist dazu ein richtig schönes Stück Technik zum "Liebhaben", was ich an der Fuji X-E1 ein wenig und an sämtlichen NEXen total vermisst hatte. Und das tollste: Man kann sogar damit Fotografieren!

Jetzt habe ich mir gleich noch sehr günstig das hochgelobte Zuiko 2.8-4.0/12-60mm bestellt, das wird mir mein Zuiko 2.8-3.5/14-55mm II ersetzen. Das 14-55mm hatte ich mir deswegen geholt, weil das 12-60mm nicht so gut wie dieses mit dem AF der E-M5 harmoniert. Und hier fängt eine Rechnung an, die den Anschaffungspreis einer E-M1 drastisch relativieren kann:

Nicht nur der MMF-Adapter zum vollem Funktionsumfang alter FT-Objektive an der E-M1 ist im Wettbewerbsvergleich unschlagbar günstig, sondern auch die optisch ausgezeichneten FT-Objektive sind mit etwas Glück gebraucht vergleichsweise sehr günstig zu erstehen. Das fantastische 2.8-4.0/12-60mm zum halben Preis eines aktuellen gebrauchten M.Zuiko 2.8/12-40mm, ein 2.8-3.5/50-200mm ebenfalls für weit weniger als die Hälfte des gleich großen, gleich schweren zukünftigen 2.8/40-150mm, das 2.0/50mm Makro günstiger als das M.Zuiko 2.8/60mm u.s.w.

Für Umsteiger von einer E-5 bleibt der gesamte Objektivpark uneingeschränkt nutzbar, mit allen Vorteilen, zukünftig zusätzlich auch die kompakten mFT-Objektive nutzen zu können.
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