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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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am 17. März 2014
Mein bisheriger fotografischer Werdegang hat sich bisher auf DSLRs von Canon (z.B. 7D, 5D Mark II) und Nikon (D300s, D700, D800, D600 und D7100) beschränkt. Das dies allesamt hervorragende Kameras sind, brauche ich nicht zu erwähnen.

Warum also der Wechsel zu Olympus und damit des 4/3-Format? Was habe ich nicht geflucht, bei meinem letzten Urlaub in den Bergen die Nikon D800 mit den Nikkoren 24-70/2,8 und 70-200/4 sowie den Sigmas 12-24 II und 105 Macro herumzuschleppen. Neben ausgezeichneten Bildern waren aber auch Rücken- und Gelenkschmerzen das Ergebnis. Daher war meine Maßgabe für einen möglichen Systemwechsel eine hervorragende Bildqualität in Verbindung mit einem kleinen und leichten Gehäuse. Daher fand ich die Olympus OM-D E-M5 schon sehr interessant, die Ernüchterung kam allerdings im Fotogeschäft, da mir diese dann aber zu klein war und ich auch nicht bereit war, ca. 250 Euro für den Handgriff auszugeben, nur um die Ergonomie zu verbessern. Dann kam also die OM-D E-M1 auf den Markt, die aufgrund ihrer technischen Eckdaten und des geformten Handgriffes mein Interesse aufs Neue entfacht hat. Hier nun meine persönliche Einschätzung der Olympus OM-D E-M1:

Handhabung und Bedienung:

· Die Kamera liegt hervorragend in der Hand, die Verarbeitung ist hochwertig, der im Gegensatz zur OM-D 5 vorhandene Griff seht gut ausgeformt; die Gummierung ist sehr rutschfest, so dass wenig Gefahr besteht, dass einem die Kamera aus der Hand rutscht (in Kombination mit der Handschlaufe noch besser)
· Die Tasten und Knöpfe lassen sich gut bedienen und besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Die Arretierung des Moduswahlrades halte ich für sehr gelungen und verhindert ein versehentliches Verstellen beim Herausholen aus der Fototasche. Vor allem kann man aber selbst entscheiden, ob die Arretierung aktiv sein soll oder nicht. Knopf runterdrücken, Arrettierung aktiv; Knopf oben, Arretierung inaktiv.
· Größe und vor allem Gewicht sind sehr angenehm und im Gegensatz zu den schwereren DSLR-Modellen (die durchaus auch gut in der Hand liegen) in meinem Fall optimal!
· Der optionale Handgriff/Batteriegriff lässt die Olympus noch besser in der Hand liegen, ohne die Kombination zu schwer zu machen; die Akku-Laufzeit lässt sich durch einen zweiten Akku verlängern.
· Die Akku-Laufzeit könnte meinem Empfinden nach besser sein, wenn man allerdings berücksichtigt, dass sowohl der hervorragende elektronische Sucher, der Touchscreen-Monitor und der im Kamerabody verbaute Bildstabilisator sehr stromhungrig sind, geht die Akkulaufzeit aber in Ordnung (ca. 400-500 Bilder), bei Langzeitbelichtungen mittels Live-Time deutlich weniger (ca. 100-200 Bilder).
· Der klappbare Bildschirm löst sehr gut auf, die Touchscreenfunktion ist sehr gut; damit werden auch Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven deutlich erleichtert (bei Nikon nur durch einen ca. 200 Euro teuren Winkelsucher möglich), außerdem kann per Touchfunktion schnell und sehr gezielt über den Bildschirm fokusiert und ausgelöst werden
· Das Kameramenü ist, wenn man nicht von Olympus selbst zur OM-D E-M1 wechselt, etwas gewöhnungsbedürftig und ähnlich umfangreich wie bei Nikon. Aber mit etwas Einarbeitung kein Problem. Aufgrund der Fülle an Funktionen sind die Symbole auf dem Bildschirm leider etwas klein geraten und für große Finger etwas schwerer zu bedienen.
· Man kann nahezu jeder Taste der OM-D mit nahezu jeder Funktion belegen, ich habe selten eine Kamera erlebt, die so individualisierbar ist. Erfordert aber viel Zeit durch Ausprobieren, jeder Fotograf muss sich seiner Vorlieben bewusst sein, dann ist fast alles möglich.
· Der elektronische Sucher macht einfach nur Spaß! Er steht den optischen Suchern meiner bisherigen DSLR in nichts nach und übertrifft diese sogar. Sehr detailreich und hell, es können viele Einstellungsparameter, Histogramm etc. angezeigt werden. Kein Ruckeln des Sucherbildes bei Schwenks mit der Kamera.
· Leider nur ein Speicherkartenfach, aber wenn ich ehrlich bin, hat sich bei mir bisher noch kein Speichermedium vorzeitig verabschiedet. Ich sichere trotzdem meine Daten nach jedem größeren Shooting sofort.
· Auf einen eingebauten Blitz muss man verzichten, der mitgelieferte kleine Blitz ersetzt diesen aber und trägt auch nicht zu dick auf der Kamera auf, wenn man ihn dort belässt. Auch die Leitzahl entspricht in etwa der der in DSLR-eingebauten Blitze. Einfach hochklappen und er ist sofort einsatzbereit. Außerdem kann man über diesen Blitz weitere externe Blitzgeräte steuern und er benötigt keine Akkus oder Batterien.

Bildqualität und Aufnahme:

· Die Bildqualität ist hervorragend! Gute Detailauflösung, Ausschnittsvergrößerungen sind sehr gut möglich, gute Farbtreue. Mit etwas Feintuning der in der Kamera entwickelten JPEGs kann ich mir die RAW-Entwicklung praktisch sparen.
· Das Rauschverhalten ist sehr gut und eindeutig auf dem Niveau der APS-C-Sensoren, kann aber logischerweise nicht mit dem der Vollformatsensoren mithalten. Bis ISO 1600 kann man ohne Bedenken fotografieren, bis ISO 6400 sind die Bilder noch gut zu verwenden, höhere Werte habe ich nicht verwendet. Stärkeres Rauschen korrigiere ich sehr gut mit DXO Optics Pro.
· Aufgrund des hervorragenden Bildstabilisators, der sich in der Kamera befindet, können aber höhere ISO-Werte durch eine verlängerte Verschlusszeit wieder wett gemacht werden bzw. umgangen werden. Einziger Nachteil des Bildstabilisators ist seine Lautstärke, vor allem dann, wenn man wie ich aus Gewohnheit immer noch durch des Sucher schaut und sich damit die Olympus nahe am Gesicht befindet.
· Das Auslösegeräusch wiederum ist deutlich leiser und angenehmer als bei den meisten DSLR (den hochgelobten Quiet-Modus von Canon kenne ich nicht)
· Der Autofokus ist in Verbindung mit lichtstarken Objektiven (in meinem Fall das 12-40/2,8) sowohl bei guten als auch schlechten Lichtverhältnissen extrem schnell und treffsicher (schneller und besser als bei den meisten DSLR), bei weniger Licht und nicht so ganz lichtstarken Objektiven (40-150 und 75-300) gerät der Autofokus an seine Grenzen, ist aber nach wie vor sehr zuverlässig. Hier haben jedoch die Profi-DSLR (z.B. D800 mit den 2,8 Nikkoren) leicht die Nase vorn. Insgesamt ist der Autofokus aber hervorragend.
· Beim Filmen (mache ich eher selten) ist der Autofokus im Vergleich zu den DSLR meiner Erfahrung nach besser, er stellt sehr schnell scharf und führt auch ohne großes Pumpen nach.
· Eine schöne Sache ist im Modus M die Live-Time-Funktion. Bei Langzeitbelichtungen kann man der Bildentwicklung auf dem Monitor zuschauen und je nach Geschmack die Belichtung dann beenden. Das hat die Olympus den DSLR noch voraus.
· Schön sind auch die ganzen Art-Filter, die ich allerdings noch nicht so oft benutzt habe. Genial ist die sog. Art-Bracketing-Funktion, also eine Belichtungsreihe aller oder nur speziell ausgewählter Filter.

Fazit:

· Eine hervorragende Kamera, die meinen Ansprüchen an Bildqualität und Gewicht mehr als gerecht wird. Wenn man der Olympus-Werbung Glauben schenkt, ist die Olympus OM-D E-M1 dazu erschaffen, die DSLR zu übertreffen. Dies tut sie in meinen Augen zwar nicht, aber sie befindet sich trotz des mFT-Sensors in der Bildqualitiät auf Augenhöhe mit den APS-C-Modellen und übertrifft in Hinblick auf Gewicht und Handling die APS-C- und Vollformat-Kameras. Insgesamt stellt für mich die Kamera den bislang besten Kompromiss aus Bildqualität und Gewicht, ohne allzu große Kompromisse eingehen zu müssen.
· Mit lichtstarken Objektiven (12-40/2,8) entfaltet die Olympus ihre ganzen Stärken auch bei der Bildqualität (obwohl die von mir ebenfalls benutzten Objektive 40-150 und 75-300 sehr gut mit der Kamera harmonieren). Daher freue ich mich schon auf das angekündigte 40-150/2,8.
· Ich habe in meiner Rezension vor allem die Funktionen berücksichtigt, die mir persönlich wichtig erscheinen. Aufgrund der Fülle der Möglichkeiten könnte man noch viele Seiten mehr schreiben.
· Insgesamt hat die Olympus OM-D E-M1 in meinen Augen 5 Sterne verdient, obwohl noch etwas Luft nach oben existiert!

P.S.: Ich habe noch 2 Bilder hochgeladen. Viel Spass damit!
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1515 Kommentare| 201 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. November 2013
Nachdem ich gestern bei windig-wechselhaftem Herbstwetter die E-M1 mit dem 12-40/2.8 Kitobjektiv ausführlich testen konnte, möchte ich hier kurz berichten. Doch zuvor möchte ich noch feststellen, dass ich auch die E-M5 besitze, was die Einarbeitung in die Bedienung sehr vereinfacht hat, da das Bedienungskonzept beider Kameras nahezu identisch ist. Wer also nach Tipps und Tricks sucht, kann sich auch bei solchen für die E-M5 umsehen, da die E-M1 noch nicht so weit verbreitet und daher Tipps entsprechend schlecht verfügbar sind.

1. Die Kamera

Was hat sich verbessert gegenüber der E-M5? Lohnt sich der Umstieg? Meine Antwort darauf: Jein. Die E-M1 beherrscht nun das Fokuspeaking (das Olympus möglicherweise auch per Firmware bei der E-M5 hätte nachliefern können). Der elektronische Sucher, der bei der E-M5 schon sehr gut war, ist noch einmal verbessert worden; der Sucher der E-M1 ist tatsächlich exzellent - da gibt es nichts zu meckern. Selbst ohne Fokuspeaking ist hier eine manuelle Fokussierung sehr gut möglich. Der Vorteil eines elektronischen Suchers gegenüber einem optischen Sucher ist die Aufhellung bei schlechten Lichtverhältnissen und die Möglichkeit der Einblendung wichtiger Information. So kann zum Beispiel als Fokussierungshilfe der Sucher als Lupe verwendet werden, das Histogramm sowie unter- oder überbelichtete Bildbereiche können angezeigt werden etc. Die Haptik und der Bedienungskomfort sind noch etwas besser bei der E-M1 als bei der E-M5. Die E-M1 hat (wenig) mehr Bedienungselemente, die alle leichtgängig sind. Die Lage des Ein-/Aus-Schalters ist von einigen Anwendern bemägelt worden. Das ist mir unverständlich. Ich persönlich finde die Lokalisierung dieses Schalters sehr gut. Etwas lästig bei der E-M5 war, dass sie sich von mir wirklich gut halten ließ nur mit dem optional erhältlichen Griff, der leider den schnellen Austausch des Akkus behinderte. Die E-M1 hat bereits einen sehr ergonomisch geformten Griff. Klagen über diesen Griff kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir liegt der rechte kleine Finger unter dem Kameraboden und stützt damit die Kamera, die dadurch nocht einmal stabiler und somit verwacklungssicherer in der Hand liegt. Apropos Akku: Die Akkulaufzeit könnte etwas länger sein, allerdings kosten Akku-Nachbauten für die Kamera auch nicht die Welt.

Die E-M1 verfügt über einen HDR-Modus (genau genommen sogar zwei), der mich aber bisher nicht wirklich überzeugt hat. Ich werde also weiterhin, wo nötig und möglich, HDR-Fotografie per Software durchführen. Zur Erläluterung für Laien: HDR steht für "High Dynamic Range". HDR kann nützlich sein, wenn man in den Motiven große Helligkeitsunterschiede hat - z. B. einen tollen, aber hellen Himmel mit interessanten Wolkenbildern und davor einen dunklen Vordergrund. In diesem Fotografiermodus nimmt man mehrere Bilder mit unterschiedlicher Belichtung auf und vereint diese Bilder dann zu einem Bild, in dem die dunklen Bereiche aufgehellt und die hellen Bereich abgedunkelt werden. Die E-M1 macht das automatisch in der Kamera, wenn sie entsprechend eingestellt wird. Man kann das aber auch über externe Software machen, was ich hier vorziehen würde. Lohnt sich also der Umstieg? Für mich würde ich das bejahen, aber wenn die Finanzen etwas knapper sind, sollte man sich das gut überlegen. Die Bildqualität bei beiden Kameras ist vergleichbar und die E-M5 ist ebenfalls eine sehr gute Kamera. Jedoch lohnt sich der Umstieg eventuell für Besitzer von Four-Thirds-Objektiven, mit denen der Autofokus jetzt deutlich schneller geworden ist. Ich habe das mit dem 14-54II getestet. Im längeren Brennweitenbereich ist der Autofokus immer noch nicht so schnell wie mit der Kitlinse (siehe unten), aber immer noch brauchbar. Bei mir fokussiert dieses Objektiv auch absolut korrekt und liefert knackscharfe Bilder bis zum Rand auch schon bei Offenblende.

Für wen taugt diese Kamera? Die Kamera sollte nur von ambitionierteren Fotografen in Betracht gezogen werden, die sich durch die große Funktionsvielfalt nicht abschrecken lassen und die gewillt sind, sich wenigstens einige Stunden mit der Kamera intensiv auseinanderzusetzen. Tatsächlich fotografiert die Kamera auch sehr gut im automatischen Modus, jedoch verpasst man dabei viele Möglichkeiten kreativer Bildgestaltung und verschlechtert eventuell durch von der Kamera doch gelegentlich falsch gewählte Einstellungen ein potentiell gutes Foto. So erlaubt zum Beispiel der Live-Bulb-Modus das Malen mit Licht, wenn man die Kamera entsprechend einstellt. Die sehr ambitionierten Fotografen werden sich vielleicht anderweitig, so z. B. bei Vollformat-Kameras mit deutlich größerem Sensor, umsehen. Diese Kameras kann man vor allem den Fotografen empfehlen, die viel Freistellungspotential brauchen (also gern einen unscharfen Hintergrund haben, so dass Details im Objekt mehr betont werden). Dennoch gibt es für Micro-Four-Thirds-Kameras (im Folgenden MFT-Kameras genannt) mittlerweile einige sehr lichtstarke und hervorragende Objektive, die eine gute Freistellung erlauben (sehr empfehlenswert z. B. das preiswerte Olympus 45mm oder das deutlich teurere, jedoch exzellente 75mm). Selbst das mitgelieferte Kitobjektiv 12-40/2.8 erlaubt eine gute Freistellung - je nach Motiv. Sehr gut sind Vollformat-Sensoren bei schlechten Lichtverhältnissen, bei denen hohe die Lichtempfindlichkeit bestimmende ISO-Werte erforderlich sind, die bei MFT und erst recht bei Kompaktkameras auch schon einmal zu Bildrauschen führen können. Vorteil der OM-D-Serie ist der 5-Achsen-Bildstabilisator, der Belichtungen aus der Hand von locker einer halben Sekunde erlaubt. Da kann man sich häufiger höhere ISO-Werte oder große Blenden sparen. Jedoch kann man unter sochen Bedingungen in der Regel keine bewegten Objekte fotografieren. Für Sportfotografie könnte sich also eine Kamera mit Vollformat-Sensor lohnen. Man sollte aber auch den Vorteil des geringeren Freistellungspotentials sehen: Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen (so z B. bei der Städtefotografie in der Dämmerung oder bei Nacht) hat man bei Offenblende mit lichtstarken Objektiven einen größeren Schärfentiefenbereich. Das kann unter Umständen ein Vorteil der MFT-Sensoren gegenüber Vollformat-Sensoren sein, bei denen unter sochen Bedingungen eine größere Schärfentiefe nur über eine Abblendung des Objektivs verbunden mit einer höheren ISO-Einstellung erreicht werden kann.

Zusammenfassend lässt sich die Frage 'MFT- oder Vollformat-Kamera' also folgendermaßen beantworten: Für allerhöchste Ansprüche sollte es vielleicht eher eine Vollformat-Kamera sein. Jedoch muss man dann ein deutlich höheres "Kampfgewicht" in Kauf nehmen. Das gilt gar nicht mal unbedingt nur für die Kamera, sondern vor allem für die Objektive. In meinem Alter mag ich mich einfach nicht mehr so abschleppen, und die beste Kamera und/oder Ausrüstung nützt nichts, wenn sie zuhause bleibt, weil sie zu schwer ist. So ist meiner Meinung nach MFT ein hervorragender Kompromiss. Über den Videomodus der E-M1 kann ich hier nichts sagen, da ich ihn nicht ausprobiert habe. Wenn man auf einen wirklich exzellenten Videomodus Wert legt, sollte man eine Panasonic MFT-Kamera (z. B. GH3 oder GX7) in Betracht ziehen. Video ist nicht die starke Seite der Olympus MFT-Kameras. Mir persönlich ist das jedoch egal.

Das Objektiv

Das 12-40/2.8 Kitobjektiv der E-M1 kann mich begeistern. Es fühlt sich sehr wertig an, der Zoom- und der Fokusring sind leichtgängig, die Fokussierung ist blitzschnell. Der Fokusring lässt sich nach vorn und hinten verschieben, so dass bei der entsprechenden Einstellung eine Entfernungsskala sichtbar wird und nur noch manuelle Fokussierung möglich ist - unabhängig von den Einstellungen der Kamera. Tatsächlich hat mich das beinahe dazu gebracht, die Kamera gleich zurückzuschicken, da der Autofokus einfach nicht funktionieren wollte ;-) Einige hilfreiche Forummitglieder des DSLR-Forums haben mich dann auf den richtigen Weg gebracht. Was in diesem Zusammenhang noch zu bemerken ist: Ich habe wegen dieses Problems spontan eine E-Mail an Olympus geschickt und ein Mitarbeiter der Firma hat mich zwei Tage später angerufen. Das lässt auf einen guten Service schließen. Doch zurück zum Objektiv: Es wird - anders als einzeln erhältliche Olympus-Objektive - mit Streulichtblende geliefert, die auch einen Arretierungsmechanismus hat. Die Bildqualität ist sehr gut - auch bis zum Rand und bei Offenblende (vergleichbar mit dem o. g. 14-54). Sehr schön auch die Naheinstellgrenze, die zwar keine Makrofotografie erlaubt, aber doch schöne Detailfotografie aus der Nähe. Das Objektiv hat noch einen Funktionsknopf, der sich in der Kamera programmieren lässt. Wenn ich überhaupt etwas zu bemängeln hätte an dem Objektiv, wäre dies die Anfälligkeit gegenüber Flares (Blendenflecke) im direkten Gegenlicht. Da muss man etwas aufpassen und sollte, wenn man z. B. einen UV-Filter verwenden möchte, sich für einen sehr guten Filter entscheiden. Die Flares sind jedoch auch ohne Filter sichtbar. Für Panasonic-MFT-Kamerabesitzer kommt natürlich als Manko der fehlende Bildstabilisator dazu (es sei denn, man verfügt über eine GX7, die einen eingebauten Stabilisator hat). Insgesamt mein Fazit: Das Kitobjektiv ist - vor allem für den im Kit noch einmal reduzierten Preis - sein Geld wert. Es ist ein sehr gutes Objektiv, das wenig zu wünschen übrig lässt. Ich erhalte demnächst als Ergänzung noch das Panasonic 35-100/2.8 Objektiv und hoffe, dass diese Kombination ein gutes Allround-Gespann ergibt.

Zusammenfassung: Wer eine noch gut tragbare Systemkamera sucht, die vielfältig nach eigenen Wünschen (ja, es gibt auch selbst konfigurierbare, speicherbare Einstellungskombinationen) konfigurierbar ist, eine gute Bildqualität (mit dem richtigen Objektiv), einen hervorragenden Sucher und einen ausgezeichneten Bildstabilisator besitzt und auch mit einigen Objektiven zusammen noch gut tragbar ist, ist mit dieser Kamera bzw. diesem Kit sehr gut bedient. Natürlich hat dies seinen Preis, jedoch ist die Kamera diesen Preis auch wert. Man sollte jedoch keine Mondpreise dafür bezahlen, sondern lieber zum normalen Preis vorbestellen. Die 5 Sterne vergebe ich hier sehr gern.

Nachtrag vom 11.11.2013: Inzwischen habe ich das Panasonic 35-100mm 2.8 einem ersten (sehr vorläufigen) Test unterziehen können, und es macht sich hervorragend an der E-M1, auch wenn es haptisch nicht ganz so wertig daherkommt wie das 12-40/2.8 von Olympus. Kleiner Tipp am Rande: Es sieht für mich im Moment so aus, als sei zumindest bei den Telezooms (zu denen ich auch das 35-100mm zähle) der Bildstabilisator Power O.I.S. am Objektiv etwas besser als der Stabilisator in der Kamera (aber bitte bei Einschalten des O.I.S. der Panasonic-Objektive den Stabilisator in der Kamera ausschalten!).
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am 30. Dezember 2014
Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich beruflich in der Fotografie und habe viele Systeme kommen und gehen gesehen. Im Bereich der (D) SLR Kameras dominierten seit jeher Canon und Nikon das Feld. Ich arbeite im Bereich der People-Fotografie und habe bisher verstärkt auf meine Canon Kameras gesetzt (5D M2/M3) und div. Gläser.

Wer schonmal ein 3-4h Shooting durchgeführt hat und dabei entsprechend lichtstarke Objektive zum Einsatz brachte, der weis, wie hinterher die Schulter / der Kameraarm schmerzen kann. Der Vollformatsensor dieser Kameras gilt als "Goldstandard" speziell bei hohen ISO Werten. Warum also nun eine Olympus M1 ?

Die Olympus M1 im Einsatz
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Zuerst kommt da natürlich das deutlich geringere Gewicht ins Spiel - man schleppt bei hohen Lichtstärke viel weniger kg mit sich herum und kann ermüdungsfrei über einen längeren Zeitraum fotografieren. Soweit so klar. Jedoch wartet die M1 mit einer Menge neuer Funktionen auf, die in Summe jeder modernen DSLR echte Konkurrenz machen.

Der neue Kontrastautofokus in Kombination mit einer intelligenten Gesichts- und Augenerkennung fokussiert mit den MFT-Objektiven rasend schnell und immer auf den Punkt. Wer mag, liest bitte dazu auch meine div. Rezensionen zu den MFT Objektiven. Der Kontrastautofokus ist immer scharf ... ich habe meine Kameras und die Objektive einmal im Jahr an den nächstgelegenen CPS Service zur Justage gegeben, damit der "Brennpunkt" von Objektiven und Kamera exakt gleich ist. Dieser Wahnsinn entfällt bei diesem System, da der Kontrastautofokus den höchsten Kantenkontrast erkennt und nicht auf eine Entfernungsangabe der Kamera angewiesen ist, die dann von den angeschlossenen Objektive entsprechend interpretiert und umgesetzt werden muss. Eigentlich mag ich Systeme wie "Gesichts- und Augenerkennung" nicht und habe bisher die Fokuspunkte der 5D M3 passend auf das Gesicht des Models verschoben, um den Fokus zu setzen. Das entfällt bei der M1 völlig und man kann sich komplett auf die Bildgestaltung konzentrieren - dabei sitzt der Fokus auch bei Offenblende perfekt.

Die M1 ist gehäuseseitig stabilisiert. Dadurch ist jedes angeschlossenen Objektiv stabilisiert - man muss also anders als bei z.B. Panasonic keine stabilisierten Objektive kaufen - sehr angenehm, zumal das geringere Gewicht der Objektive davon ebenfalls profitiert. Das Freistellungsniveau einer M1 ist aufgrund des kleineren Sensors einem Vollformatsystem eigentlich unterlegen - aber bei z.B. 75mm (=150 mm KB) stellt sich die Frage nach einer cremigen Freistellung nicht mehr - zudem ist das Objektiv geradezu superb in Auflösung und Verarbeitungsqualität (dazu mehr in der entsprechenden Rezension).

Das Gehäuse der M1 ist einer hochwertigen Kamera entsprechend spritzwasser- und staubgeschützt sowie frostsicher bis -10°. Ich habe ein 3h-Shooting bei -3°C bisher gehabt und alle Komponenten inkl. der Objektive funktionierten das gesamte Shooting über problemlos.

Der elektronische Sucher ist zur Zeit State-Of-The-Art und sicher einer der besten seiner Klasse. Aber: er gaukelt einem auch gern bessere Belichtungen vor, als man später tatsächlich im RAW-Konverter zur Ansicht bekommt. Im Gegensatz zu einem optischen Sucher ist hier die Gewöhnungsphase länger.

Nachtfotografie / Langzeitbelichtungen
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Durch die Möglichkeit, die M1 mit einem Tablet oder Smartphone (Android oder iOS) zu koppeln, sind Langzeitbelichtungen und Belichtungsreihen für spätere Kontrastverdichtungen kinderleicht zu bewerkstelligen. Während andere je nach Perspektive mühsam den Kopf verdrehe um einen Blick durch das Objektive zu werfen, hält der M1 Besitzer einfach sein Tablet fest und bekommt eine RealLife-Vorschau dessen, was von der M1 gerade belichtet wird. Diese Funktion schätze ich sehr - besonders bei Nachtaufnahmen oder z.B. Feuerwerkszenen. Die Kopplung funktioniert problemlos und man ist den meisten DSLR-Fotografen durch die Life-Übertragung der Szene deutlich voraus, da man viel schneller einschätzen kann, ob die aktuelle Belichtung dem eigenen Wunsch entspricht. Außerdem lässt sich der Fokuspunkt für eine Aufnahmereihe vorab auf dem Tablet (oder Phone) festlegen, so das es keine spätere Fehlfokussierung der Belichtungsreihe mehr geben kann. Alles in allem wirklich sinnvolle Features, die ich nicht mehr missen möchte.

Available Light bei hohen ISO Werten >1600
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... und genau hier trennt sich nun MFT von vollformatigen DSLR. Ab 1600 ISO sind die Unterschiede im Rauschverhalten der M1 zu z.B. einer 5D Mark III klar erkennbar. Durch gute Nachbearbeitung der RAWs lässt sich einiges retten - doch punktet die 5D Mark III hier klar gegenüber der M1. Bei wirklich schlechtem Licht und einer ISO von 3200 oder mehr würde ich immer zu einer Vollformat-Kamera greifen, da die M1 ab 3200 ISO wirklich sichtbar an ihre Grenzen stösst.

Konfiguration der M1
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Die M1 bietet in der aktuellen Firmware (V 2.2) eine schier endlose Zahl an Konfigurationsoptionen, so das man die Tasten- und Wahlradbelegung weitestgehend an seine Bedürfnisse anpassen kann. Allerdings ist Vorsicht geboten - wer viele Vorbelegungen ändert, sollte sich wirklich sicher sein, Tage später auch noch zu wissen, was wo liegt.

Touchdisplay der M1
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Igitt - ein Touchdisplay - sowas nutzen Kiddies zum schnellen knipsen. Weit gefehlt - ich habe im Miniaturwunderland Szenen mit der M1 auf "Augenhöhe" div. Bahnen nur mit dem Touchfokus der M1 fotografiert ... und das beeindruckend schnell und scharf. Die Kamera löst ohne Verzögerung bei Berührung des Displays aus - den Fokusvorgang bekommt man gar nicht mit. Für mich hat ein Umdenken eingesetzt - denn ich möchte diese Technik im Makrobereich oder bei möglichst unbemerkter Street- und Szenenfotografie nicht mehr missen.

Batteriegriff und Akkulaufzeit
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Der Batteriegriff ist ein Muss, wenn man viel im Hochformat fotografiert. Allerdings passt nur ein Akku hinein. Ein zweiter Akku kann im Akkufach der M1 verbleiben - jedoch muss man bei Nutzung beider Akkus den Batteriegriff immer abschrauben, um den in der Kamera verbliebenen Akku nachzuladen. Aus dem Grund nutze ich lediglich einen Akku in der M1 (im Batteriegriff !) und wechsle dann lieber direkt den Akku aus dem Griff. Die Akkulaufzeit liegt bei ca. 350 Aufnahmen und ist nicht wirklich berauschend. Da sind die großen Schwestern von Canon ebenfalls deutlich überlegen. Egal - dann nimmt man einfach 2-3 Akkus mehr mit (gute Derivate tun es auch für weit weniger Geld) und die sollten dann ausreichend viele Aufnahmen ermöglichen. Durch den Griff bekommt die M1 eine deutlich bessere Haptik und wirkt auch ein Stück weit "erwachsener".

Studiosessions mit der M1
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Ich habe die M1 in meinem Studio eingesetzt - und bei richtiger Konfiguration (z.B. sollte der Sucher so geschaltet werden, dass Abblendungen an der M1 nicht zur Verdunklung des Sucherbildes führen) sind die Aufnahmen qualitativ vergleichbar mit einer VF-Kamera - was letztlich nicht weiter verwundert, da ich im Studio immer mit ISO 100, einer 1/200sec und entsprechend hohen Blenden fotografiere, so das Schärfe und Rauschverhalten auf optimalem Niveau liegen. Trotzdem mag ich gerade im Studio optische Sucher der VF-Kamerasysteme deutlich lieber. Das ist sicher Geschmack aber ich komme im Studio mit klassischen DSLR-Kameras besser zurecht - ganz unabhängig vom schon beschriebenen guten Ergebnis.

Zusammenfassung
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Qualitativ hochwertige spiegellose Systemkameras etablieren sich aus meiner Sicht zu recht immer mehr am Markt. Die Systeme sind deutlich leichter bei hohen Lichtstärken, der Kontrastautofokus ist rasend schnell und steht den Phasenautofokussystemen in nichts mehr nach und macht spätere Objektivjustagen überflüssig. Das Tauchdisplay ist gewöhnungsbedürftig - aber gerade im Makrobereich oder der Stereofotografie sinnvoll nutzbar. Gesichtsautofokus, WLAN-Tabletsteuerung und extrem hochwertige Objektive runden das Gesamtbild für Semiprofis und Profis sinnvoll ab.

Die M1 verliert klar im Bereich hoher ISO Werte gegen VF-Systeme - ebenso ist sie im Studio aus meiner ganz persönlichen Sicht optischen Suchern unterlegen, da die Beurteilung des Einstelllichts der Szene zumindest mir mit einem optischen Sucher einer klassischen DSLR leichter fällt.

Trotzdem etabliert sich die M1 immer mehr als meine favorisierte Kamera aufgrund der oben ausgeführten Vorteile. Die M1 ist eine sehr hochwertige Kamera, die aufgrund ihrer vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten und der superben Bildqualität auch für höherpreisige Aufträge in Frage kommt, solange nicht Auflösungen von 20 Megapixel oder mehr erforderlich sind. Uneingeschränkte Kaufempfehlung und 5 Sterne für eine perfekte Kamera.
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TOP 50 REZENSENTam 22. Juli 2015
Über diese Kamera könnte man ganze Romane schreiben. Ich will versuchen, die Eindrücke die ich in den letzten Monaten intensiver Nutzung gewonnen habe hier halbwegs kompakt zu Papier zu bringen.

Der große Schub für mich kam bei dieser Kamera mit dem Firmware Update 3.0, das neben anderen Verbesserungen vor allem den kontinuierlichen Autofokus bei der Serienbildaufnahme bis zu 10 Bildern / Sekunde erlaubt. Damit war der Weg geebnet für den Thron der Action Kameras im Micro 4/3 Sektor.

Aber von vorne. Ich habe lange Zeit mit Canon DSLR fotografiert und seit letztem Jahr dann nebenher mit den Micro 4/3 Kameras geliebäugelt, angefangen damals mit der GX7. Diese ist mittlerweile verkauft und einer E-M1 sowie einer E-M5 als Backup gewichen. Das Canon System habe ich nach und nach abgestoßen, da für mich keine praxisrelevanten Nachteile durch die Nutzung der kleineren Micro 4/3 Sensoren entstanden ist und die Kompaktheit sehr gut ist. Nun habe ich eine umfangreiche Ausrüstung im Micro 4/3 Bereich. Die E-M1 sticht dabei heraus da ich jedesmal voller Freude bin, wenn ich mit dieser Kamera fotografiere. Es macht einfach Spaß und geht mir flüssig von der Hand. Daher will ich auf einige Punkte eingehen (eine vollständige Auflistung und Bewertung aller Features würde den Rahmen sprengen daher nehme ich die heraus, die ich persönlich am häufigsten nutze).

Gehäuse, Haptik und Knöpfe:
Die Kamera hat einen Magnesium Body der abgedichtet ist gegen Spritzwasser. Ein sehr gut ausgeformter Handgriff ist ins Gehäuse integriert. Die Kamera liegt mir sehr gut in der Hand und fühlt sich haptisch hochwertig an. Ich hatte von der ersten Benutzung an ein gutes Gefühl. Die Knöpfe haben gute Druckpunkte und funktionieren einwandfrei. Die Einstellräder rasten satt ein sind aber trotzdem leicht drehbar. Das Moduswahlrad kann mit einem Druck auf den Knopf in der Mitte arretiert werden, was ich sehr praktisch finde. Einzig den Auslöseknopf fand ich anfangs gewöhnungsbedürftig, da dieser einen kaum merkbaren ersten Druckpunkt hat. Oft habe ich nicht nur fokussiert sondern direkt ausgelöst in den ersten Tagen. Daran hat man sich aber sehr schnell gewöhnt und ich empfinde es nicht als Nachteil. Das ist Geschmackssache.

Bedienung:
Die Kamera hat eine Fülle von Einstellungsmöglichkeiten im Menü. Hier kann man schnell erschlagen werden wenn man das erste mal etwas sucht. Nach und nach merkt man aber, dass trotzdem die Menüs klar strukturiert sind. Man findet im Internet einige Anleitungen, die einen durch die Menüs führen und verschiedene Einstellungsmöglichkeiten beschreiben.
Vor allem sind hier die Mysets interessant; dort kann man bestimmte Einstellungen speichern und diese per Tastendruck (oder Position auf dem Moduswahlrad) aktivieren. Hier sind einem kaum Grenzen gesetzt sich zu verwirklichen.
Die Tasten können fast vollständig individuell konfiguriert werden.
Hat man sich die Kamera nach seinen Wünschen konfiguriert, so geht die Bedienung sehr flüssig. Da die ganzen Informationen im Sucher angezeigt werden muss man selten auf die Kamera schauen um die wichtigsten Einstellungen kurzfristig zu verändern. Vieles was man nicht auf eine Taste gelegt hat findet sich außerdem im Super Control Panel (SCP, wie man es aktiviert findet man schnell per Internetsuche).
Der Touchscreen rundet die Sache ab.
Es macht einfach Spaß mit dieser Kamera zu fotografieren!

Sucher und Display:
Das Display löst sehr fein auf und ist kontrastreich. Die Touchfunktion arbeitet zuverlässig und ohne merkbare Reaktionszeit. Das Highlight ist aber der große elektronische Sucher. Dieser hat eine sehr gute Auflösung und ist ebenfalls sehr kontrastreich. Die Größe ist angenehm und eine Verzögerung ist kaum zu bemerken. Für mich ist das ganz klar die Zukunft. Einen Spiegel brauche ich da nicht mehr. Klar hat das optische Bild ein paar Vorteile aber die Vorzüge des elektronischen Suchers möchte ich nicht mehr missen. „What you see is what you get“ ist hier die Devise. Ich sehe genau, wie mein Bild belichtet sein wird. Kein Testfoto oder mühsames Umstellen der Belichtungsmessung. Einfach kurz am Korrekturrad gedreht und man hat die richtige Belichtung gefunden.
Der Näherungssensor funktioniert auch sehr gut. Sobald man mit dem Auge in die Nähe kommt schaltet sich der Sucher ein und das Display aus.

Autofokus und Auslöser:
Der Autofokus ist sagenhaft gut und rasend schnell. Dank Kombination aus Kontrast und Phasenautofokus verfehlt die E-M1 ihr Ziel nur selten. Front oder Backfokus die Objektivabhängig korrigiert werden müssen gehören hier der Vergangenheit an (das gilt natürlich ebenfalls für die anderen Micro 4/3 Kameras). Die AF Felder decken fast den gesamten Bildschirm ab und können bei Bedarf zu einem 9er Feld oder Spot Feld umgestellt werden. Ebenfalls ausgezeichnet funktioniert der Touch Auslöser. Per Druck auf das gewünschte Motiv auf dem Bildschirm wird dort fokussier und sofort ausgelöst. Traumhaft für Ziele die sich flott bewegen und häufig die Richtung wechseln und so aus einem starren AF Feld verschwinden (z.B. für spielende Kinder).
Seit Firmware 3.0 hat der kontinuierliche Autofokus auch nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt und funktioniert nun bis 10 Bilder / Sekunde. Solange man das AF Feld auf dem Ziel hält verliert der Fokus selten das Ziel wenn er sich erstmal festgenagelt hat. Absolut sporttauglich. Für mich hat sich das 9er Feld bewährt, das fast wie ein Tracking funktioniert sollte man mal etwas abkommen vom Fokusziel. Das eigentliche C-AF Tracking funktioniert dagegen nicht besonders gut, dieses nutze ich im Grunde nie.
Kleiner Nachteil bei Serienaufnahmen ist, dass der Sucher etwas hinterherhängt und kein Livebild mehr anzeigt sondern die geschossenen Bilder mit kurzer Verzögerung. Somit ist es Übungssache bis man sein Ziel richtig verfolgt. Abhilfe kann man hier schaffen mit der EE-1 Dot Sight. Einem Aufstecksucher mit Rotpunkt Visier. Damit sollten dann auch Vögel im Flug oder ähnliches kein Problem mehr sein.
Wer noch ältere FT Optiken sein eigen nennt kann mit dem richtigen Adapter diese dank der Phasensensoren mit sehr schnellem Fokus an der E-M1 verwenden.

Bildqualität:
Die Bildqualität die mit den vergleichsweise kleinen Sensoren von Micro 4/3 möglich ist, ist für nahezu alle fotografischen Anwendungen mehr als ausreichend. Ich drucke viele meiner Bilder auf A4 / A3 aus und bin immer wieder überrascht wie gut diese aussehen. Die Objektive liefern eine sehr hohe Schärfe und auch Freistellpotential ist genug vorhanden wenn man lichtstarke Festbrennweiten nutzt. Im ISO gehe ich ohne große Schmerzen bis 3200. Selbst ohne umfangreiche Nachbearbeitung überzeugen die Ergebnisse hier. Auch der Dynamikumfang ist ausgezeichnet und die Reserven für die Nachbearbeitung sind umfangreich wenn man im RAW Format fotografiert.
Natürlich haben die größeren Sensoren hier trotzdem ihre Vorteile aber eben zum Preis der deutlich größeren Objektive. Für >95% meiner Fotos reicht der Micro 4/3 Sensor auf jeden Fall mehr als aus. Die Ergebnisse überzeugen mein Umfeld und mich immer wieder aufs Neue.

Bildstabilisator:
Bis zum Erscheinen der E-M5 Mark II war der IBIS der E-M1 wohl der beste auf dem Markt verfügbare Bildstabilisator. Er ermöglicht sehr lange Verschlusszeiten aus der Hand zu halten (was natürlich Brennweiten abhängig ist). Das Sucherbild wird ebenfalls stabilisiert was bei Tele Aufnahmen sehr praktisch ist. Der IBIS ist auch für manuelle Optiken aktiv, stabilisiert also ausnahmslos alle Objektive die man an die Kamera anbringt. Hier muss man nichts mehr groß zu sagen er funktioniert einfach!

Sonstiges:
Hervorzuheben wäre noch die sehr gut WLAN Funktion der Kamera. In der Verbindung mit der Olympus App auf dem Smartphone kann man hier die Kamera fernsteuern, und zusätzlich die Bilder mit GPS Tags versehen lassen (nachdem man die Route von der App auf dem Smartphone hat aufzeichnen lassen). Funktioniert bei mir einwandfrei.
Es gibt natürlich auch einige Szenen und Art Filter. Diese verwende ich allerdings selten.
Die Videofunktion kann ich nicht beurteilen da ich zum Filmen meine Sony RX100 verwende und sowieso sehr selten Videos drehe.
Intervallaufnahmen z.B. für Timelapse kann man komfortabel über das Menü einstellen.
Die Akkulaufzeit ist bedingt durch das Display natürlich erheblich kürzer als bei DSLR, was mich nicht weiter stört. Ich bekomme trotzdem mehr als genug Bilder pro Ladung heraus und dann wird eben gewechselt. Außerdem kann man einen Hochformatbatteriegriff anbringen und so die Laufzeit verdoppeln. Absolut praxistauglich.

Service von Olympus:
Olympus bietet einen ausgezeichneten Service. Nicht nur wird die Garantie auf einen Gebrauchtkäufer problemlos übertragen, für die E-M1 gibt es außerdem noch einen extra schnellen Plus Service. Ich musste die Kamera schon einmal einschicken. Abgeholt wurde per DHL Express und nach 5 Arbeitstagen war die Kamera fertig repariert zurück bei mir ohne jegliche Kosten. Besser geht es kaum.

Fazit:
Die Kamera ist wie für mich gemacht. Sie liegt mir super in der Hand und ich kann sie mir konfigurieren wie ich will. Die Bilder sind ausgezeichnet und die Kamera ist zuverlässig. Ich habe immer ein gutes Gefühl wenn ich damit fotografiere. Der Micro 4/3 Objektivpark ist bis auf sehr lange und lichtstarke Tele Linsen sehr gut aufgestellt und das in ausgezeichneter Qualität. Meine Entscheidung für dieses System bereue ich keinen Tag. Und das nicht zuletzt wegen dieser tollen Kamera. Ich kann daher nicht anders als 5 Sterne geben.
Ich bin sehr gespannt was der Nachfolger der E-M1 nächstes Jahr (vermutlich) bringen wird. Ich hoffe ja insgeheim auf einen lautlosen elektronischen Verschluss möglichst ohne Nachteile zum mechanischen und Livebild bei Serienaufnahme.

Viel Spaß beim Fotografieren und falls Fragen offen sind beantworte ich diese gerne in den Kommentaren!
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Das Video zeigt die Kamera nur einmal kurz und gibt eine paar Hinweise zu Einstellungen. In den Kommentaren finden Sie einen Link zu weiterführenden Videos.

Update 27.04.2014: Überarbeitete Rezension mit Firmware 1.3
Update 15.10.2014: Überarbeitete Rezension mit Firmware 2.0
Update 20.12.2015: Überabreitete Rezension mit Firmware 4.0

Die OM-D E-M1, im Folgenden nur "M1" genannt, ist seit 10.2013 das Topprodukt der 2012 eingeführten OM-D Linie. Die M5 Mark II ist das Mittelkasse Modell, im unteren Segment steht die M10 Mark II bereit. Die M1 löste die DSLR Produktion (E-5, E-30 ...) bei Olympus ab.

Die M1 zielt auf den gehobenen Amateur bzw. Semi-Professionellen Markt ab, bietet aber auch alle professionellen Funktionen. Durch stetige Pflege mit neuen Firmwareupdates wurde die Fülle an Funktionen als auch die Performance verbessert. Die M1 ist eine echte Konkurrentin zur APS-C Nikon D7200 und Canon EOS 70D II - mit dem Vorteil deutlich kompakter und leichter zu sein. Die Sony A7 Reihe sollte man nicht vergleichen, sie arbeitet bereits mit einem Sensor im KB-Format. Das gilt auch für die preislich ähnliche Nikon D610. Den APS-C Kameras steht die M1 dank des BSI Sensor in nichts nach, wie diverse Portale im Internet verdeutlichen. Für den ambitionierten Amateurfotografen aber auch für den professionellen Anwender dürften die 16 Megapixel des mFT Sensors vollkommen ausreichen.
Der Body ist übersät mit Direktwahltasten, Staub- und Spritzwassergeschützt und kann bis zu -10°C eingesetzt werden, was den professionellen Anspruch weiter unterstreicht. Tipp: Es gibt einen faszinierenden Fotoband von Martin Wieprecht, der die Reise zur Antarktis mit einer E-M1 beeindruckend erzählt.

Gegenüber einer DSLR fällt die M1 deutlich kompakter aus, da ihr der Schwingspiegel der DSLR fehlt. Dadurch verkürzt sich das Auflagemaß. Durch den kleineren mFT Sensor von 17,3x13mm (4/3") sind außerdem geringere Objektivdurchmesser als bei APS-C nötig, um den Bildkreis abzudecken. Um eine gute Haptik zu erzielen wurde der Griff stark ausgearbeitet. Er scheint optisch ein wenig "angepappt" zu sein, doch einmal in die Hand genommen ist dieser Punkt schnell vergessen. Er passt und fühlt sich optimal an. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und bis auf den Ein-Aus-Schalter können die wichtigsten Bedienelemente bequem mit der rechten Hand erreicht werden. Die M1 besitzt jede Menge konfigurierbare Funktionstasten. Vorne neben dem Objektiv zwei, die sich bereits durch Ihre Form blind unterscheiden lassen. Es gibt links oben zwei Tasten mit denen man die AF-, als auch die Aufnahmemodi schnell erreichen kann. Es gibt zwei Drehräder und zwei Fn Tasten, wobei Fn2 auch hier mit mehreren Funktionen belegt ist, welche durch das Daumenrad ausgewählt werden können. Das Besondere an der M1: durch einen Hebel neben der neuen AEL/AFL Taste können die Drehräder und diverse Knöpfe eine zweite Belegung erhalten. Somit hat man deutlich mehr Funktionstasten zur Verfügung als die meisten professionellen DSLRs bieten. Das Vier-Wege-Kreuz hat grose Tasten und lässt sich gut bedienen. Die M1 bietet eine ungeahnte Fülle an Konfigurationsmöglichkeiten um sich die Kamera den eigenen Vorstellungen anzupassen. Es gibt nur wenige Funktion, die man nicht auf eine Taste belegen könnte. Dies hat allerdings zur Folge, dass man sich intensiv mit der M1 beschäftigen muss. Sie bietet eine solch enorme Anzahl an Möglichkeiten, dass es nicht hilft sie nur alle paar Wochen aus der Tasche zu nehmen und damit ein paar Bilder zu machen. Die Kamera gehört täglich in die Hände. Man muss sie in Ruhe erkunden und kennen lernen um ihr Potential zu nutzen.
Dies kann man dann in den Setup-Menüs machen, die sich übrigens nicht per Touchscreen bedienen lassen. Einzig das sogenannte Super Control Menü - SCP - zu Deutsch: Live-Monitorkontrolle - bietet eine teilweise Touch-Bedienung. Allerdings ist man mit der Kombination aus den beiden Drehrädern und dem Vier-Wege-Kreuz äußerst flott unterwegs. Die Suche nach der richtigen Einstellung, sowie den teils unschönen Bezeichnungen und mageren Informationen, welche sich per Info-Taste ein- und ausblenden lassen, sorgt allerdings in der Anfangszeit für manche Stirnfalte. Auch dieBedienungsanleitung ist nur eine rudimentäre Hilfe. Sie beschreibt zwar die Funktionen der Menüpunkte, gibt aber keine gute Information zum Zweck. Außerdem jagt ein Querverweis den nächsten, worunter die Übersichtlichkeit sehr leidet. Ich verweise daher noch einmal auf meine Einsteiger-Videos, die ich in den Kommentaren verlinkt habe.

Das mit 1,04 MPx auflösende TFT-Display (RGB Auflösung 720x480) kann um 90° nach oben und ca. 60° nach unten geklappt werden. Schwenken oder es für Selbstportraits ganz herum klappen kann man es nicht - muss man aber auch nicht: für die Fälle, in denen man das Display nicht beobachten kann, hilft eine Verbindung zu einem Smartphone oder Tablet mit Android oder iOS Betriebsystem um nicht nur den Bildschirminhalt zu übertragen sondern auch die komplette Steuerung übernehmen zu können. Und wem das nicht reicht, kann seit FW 2.0 die Kamera auch per PC oder Mac mit der Software Olympus Capture kabelgebunden steuern. Die Helligkeit des TFTs kann in 14 Stufen angepasst werden, auch die Farbgebung ist einstellbar.
Das Highlight ist zweifelsfrei der elektronische Sucher (Electronic ViewFinder - EVF). Er bietet neben der 100% Abdeckung eine sehr hohe Auflösung von 2,44 MPx (RGB Auflösung 1024x768), sowie eine Vergrößerung von 1,48-fach. Damit ist das Sucherbild sogar einen Hauch größer, als das der Oberklasse DSLR Nikon D800. Die Dioptrien kann von -4 bis +2 angepasst werden. Es gibt auch in dunkeln Lichtsituationen keine Nachzieheffekte, nichts flimmert. Seit der FW 2.0 kann die Wiederholrate auf kurze 16ms gestellt werden. Mit der FW 4.0 wurde zudem der Simulated Optical Vefinder eingeführt, welcher keinerlei Effekte wie Weißabgkeich, Belichtungsmorrektur etc anzeigt. Er verhält sich dann wie ein normaler optischer Sucher. Allerdings ist es gerade das, was eine Speigellose Kamera ausmacht. Mit keinem optischen Sucher ist es möglich so exakt vorherzusehen, wie das Endergebnis ausfallen wird, wie mit dem EVF. Weißabgleich, Farbtemperatur und ggf. eingesetzte Filter können noch vor der eigentlichen Aufnahme begutachtet werden. Zudem passt der Sucher seine Helligkeit außerdem automatisch dem Umgebungslicht an. Ein Augensensor schaltet den EVF bei Annäherung ein und beim Entfernen wieder aus. Klappt man das Display, wird der Augensensor deaktiviert, sodass es nicht zu ungewollten Umschaltungen kommt. Seit der FW 3.1 besitzt die M1 zudem einen Nachtsicht-Modus, der es ermöglicht slebst bei Dunkelheit noch etwas zu erkennen, sein Motiv zu wählen und auch scharf zu stellen, wo mit anderen Kameras schon lange nichts mehr zu sehen ist.
Die angesprochene Verbindung zum Smartphone oder Tablet geschieht per WLAN. Die Verbindung ist kinderleicht mittels der kostenlosen Software Oi.Share aus dem AppStore hergestellt. Einfach den QR-Code, der auf dem Display der M1 angezeigt wird, ablichten und schon kann es los gehen. Übertragen wird je nach Einstellung ein schwach oder hoch aufgelöstes Bild. In Verbindung mit den Live-Funktionen, bei der man der Entstehung eines Bildes zuschauen kann, ist das eine enorme Hilfe. Die Übertragung der fertigen Bilder geschieht nicht automatisch im Hintergrund. Dies muss im Nachhinein noch erledigt werden. Kabelgebundenes tethered shooting ist mit Olympus Capture am PC und MAC möglich, wobei auch der Fokus für Stackings manuell in kleinsten Schritten bewegt werden kann. Apropos, seit der Firmware 4.0 kann die M1 vollautmatisiert Fokus-Reihen mit vis zu 999 Bildern durchführen. Dabei verschiebt sie den Fokus selbstständig. Die Abstände können in 10 Stufen gewählt werden. Voraussetzung sind mFT Objektive. Darüber hinaus beherrscht die M1 sogar Stacking innerhakb der Kamera. Sie kann 8 aus der Hand geschossene Fokus-Stack-Bilder miteinander verrechen und fertig auf der Speicherkarte ablegen. Die Ergebnisse sind absolut überzeugend.
Auch Bluetooth beherrscht die M1 zur Datenübertragung, allerdings dies nur mit dem optionalen Zubehör PENPAL. An die M1 passt das gesamte Olympus mFT Zubehör-System aus Aufstecksuchern, Makro-Licht, Mini-Blitz und Mikrofonanschluss, da auch sie über den "Accessory Port 2" direkt am Blitzschuh verfügt.
Etwas nervig ist es, die Abdeckung des Ports jedes mal ab und wieder dran zu machen.
Den kleinen, ebenfalls abgedichteten Blitz FL-ML2 mit Leitzahl 10 (bei ISO200) bekommt man zur M1 dazu. Bis zu vier TTL-Gruppen lassen sich entfesselt über diesen steuern. Für verkabeltes blitzen gibt es eine Synchro-Buchse an der Vorderseite der M1.
Den als Zubehör erhältlichen Mikrofonport SEMA-1 benötigt man nicht bedingt, da die M1 neben den eingebauten Stereo-Mikrofonen über einen 3,5mm Klinkenanschluss verfügt. Die Aufnahmepegel Pegel sind seit der Firmware 1.3 nun in je 21 Stufen einstellbar und es gibt eine Pegelanzeige - seit der FW 4.0 kann die M1 zudem Timecodes erstellen und mit dem Olympus LS100 Mehrspurrekorder gekopppelt werden. Neben der Reduzierung von Windgeräuschen kann der automatische Limiter auf Wunsch deaktiviert werden. Die Updates werten die Videofunktion der M1 deutlich auf, es ist inzwischen auch möglich verschiedene Bildwiederholraten und Qualitätsstufen zu wählen. Obergrenze ist aber weiterhin 1080p mit 30 Bildern/s. Hier kann nur die M5 Mark II derzeit mehr.
Hinter den Gummiabdeckungen auf der linken Kameraseite verbergen sich der typische Olympus USB-Port und ein Mini-HDMI Anschluss. Auf der rechten Seite befindet sich eine Klappe, die auch dann direkten Zugang zur SDHC/XC/Eye-Fi Karte bietet wenn z.B. der Batteriegriff oder die M1 auf einem Stativ montiert ist. Der Zugang zum Akku (BLN-1) ist bei Stativeinsatz in der Regel versperrt.

Kürzer wäre es wahrscheinlich aufzulisten, welche Funktionen die M1 nicht hat. Das Angebot ist so reichhaltig, dass es manchen Anfangs verwirren und überfordern kann. Daher mein Rat: suchen Sie sich immer eine einzelne Funktion heraus und probieren Sie sie aus, um die Wirkung nachzuvollziehen. MIt der Firmware 4.0 ist dieser Umfang Noch größer geworden, denn die M1 beherrscht inzwischen eine automatische Shift-Funktion (Keystone), Color-Keys,Live-Composite und das oben bereits erwähnte Fokus-Bracketing und Fokus-Stacking.

Die M1 besitzt einen 5-Achsen Stabilisator (Image Stabilzer - I.S.) der Bewegungen jeglicher Art erfolgreich um bis zu 4 Blendenstufen ausgleicht. Das bedeutet, dass Sie ein Motiv, für welches Sie normalerweise eine 1/250s benötigen noch erfolgreich mit einer 1/15s ablichten können, ohne dass es zu sichtbarem Verwackeln kommt. Dabei ist es unerheblich ob Ihre Bewegung seitwärts, vor- oder rückwärts, eine Drehung oder Auf- und Ab-Bewegung war. Von Problemen mit Doppelbildern, auch bekannt als Shutter-Shock, berichteten mache Benutzer bereits bei der E-P5. Es wurde nachgewiesen, dass es unter benutzerabhängigen Konstellationen zu diesem Effekt kommen kann, der sich im übrigen durch ganz simple physikalische Begebenheiten erklären lässt. (Aktio = Reaktio) Schon mit der Firmware 1.3 wurde eine Funktion integriert (Auslöseverzögerung mit dem Wert 0,03s), welche eingeschaltet dieses Phänomen verhindert. Nähres entnehmen Sie am besten den einschlägigen Olympus Fachforen. Ich selbst habe keinerlei dieser Effekte.
Der I.S. kann auf horizontale und vertikale Stabilisierung eingeschränkt werden um Mitzieher zu ermöglichen und unterstützt auch Objektive, die nicht dem mFT bzw. FT System angehören. Dazu gibt man die Brennweite einfach per Hand an. S-I.S. Auto erkennt die Schwenkrichtung selbstständig und passt den Stabilisator entsprechend an. Sie hat sich bei mir als beste Standardeinstellung erwiesen.
Eine digitale Wasserwaage, Histogramm, Hilfsgitter und Rahmen wirken unterstützend beim Blick durch den Sucher oder auf das Display. Focus-Peaking in drei konfigurierbaren Farben nebst Fokus-Lupe mit bis zu 14-fach vergrößerter Darstellung eines Ausschnitts erleichtert die manuelle Fokussierung auf ein Objekt.
Wer lieber den Auto Fokus nutzt kann aus 81 Messpunkten wählen. Dabei hat der Nutzer die Wahl ob alle, eine Gruppe von 9 Messpunkten (6 bzw. 4 am Bildrand) oder einzelne Fokuspunkte genutzt werden sollen. Jedenfalls so lange die M1 im Kontrast-AF Modus läuft. Diesen gibt sie bei Verwendung von FT Linsen mittels Adapter (z.B. MMF2 oder MMF3) zugunsten eines auf dem Sensor realisierten Phasen-AF auf. Dann stehen einem 37 Messfelder zur Verfügung. Per Tastendruck lassen sich die Messpunkte in Ihrer Größe in beiden Modi verkleinern. Der Wechsel zwischen Phasen- und Kontrast-AF wird von der M1 gesteuert. Der Benutzer kann dies nicht beeinflussen. Wird der Tracking-AF mit Serienbildaufnahme verwendet, nutzt die M1 eine Kombination aus beiden Messverfahren. So wird immer die optimale Messmethode gewählt.

Die M1 zeichnet RAW Dateien in 12 Bit Farbtiefe auf. Allerdings darf man die RAWs der M1 schlicht als digitales Negativ für eventuelle Nachbearbeitung, statt entscheidendem Hauptaugenmerk sehen. Die JPEG-Engine von Olympus und die Möglichkeiten, welche die M1 zur Gestaltung bietet, sind so enorm, dass es nur noch sehr selten zur Entwicklung kommen wird. Ist diese dennoch notwendig, weil z.B. der Weißabgleich doch daneben lag, kann man einerseits das Wiedergabemenü der Kamera zur Entwicklung nutzen und dort Presets anlegen oder man gibt die RAWs an die mitgelieferte Software Olympus Viewer 3 für PC oder Mac zur Entwicklung weiter. Dieses Stück Software ist zwar langsam, bietet aber alle Funktionen, die auch die M1 beherrscht um RAWs zu entwickeln. Funktionen des TruePic VII Prozessors können also am Rechner angewendet werden. Das Bild kann dort auch als TIFF zur Weiterverarbeitung ausgegeben werden. Panoramen werden übrigens grundsätzlich nicht in der Kamera zusammen gesetzt. Auch dazu dient der Olympus Viewer 3. Die Ergebnisse überzeugen allerdings nicht so recht, da sie idR. sichtbare Übergänge zeigen. Die kostenfreie Software Hugin erzielt deutlich bessere Ergebnisse.
Worauf ich hinaus will: wer nur in RAW fotografiert nutzt die reichhaltigen Möglichkeiten der OM-D nur zu einem Bruchteil.
Um allerdings die maximale JPEG Qualität mit der geringsten Kompression zu erhalten ist es notwendig eines der vielen Untermenüs aufzurufen und die Voreinstellungen, die im Anwendermenü eingestellt werden, anzupassen. Im Genauen heißt das in das Anwendermenü G zu wechseln und dort die Bildqualität für eine der vier Voreinstellungen auf L-SF zu setzen, was für die niedrigste Kompressionsstufe von 1:2,7 steht. Diese Voreinstellung kann man anschließend im Kamera-Menü 1 unter dem Punkt Qualität als L-SF bzw. RAW+L-SF auswählen. An diese Art der Bedienung gilt es sich zu gewöhnen.

Lässt man sich auf die JPEG-Bilder ein, bietet die M1 eine Fülle Funktionen und Möglichkeiten zur Bildgestaltung und technischen Verbesserung. Z.B. das direkte aufnehmen von HDR Bildern. Es gibt zwei verschieden stark wirkende Funktionen, die aus vier Belichtungen ein fertiges Bild zusammen setzen. Bei dem Prozess wird alleridings nur ein einzelnes, normal belichtetes RAW und das HDR-JPEG gespeichert, nicht die komplette Belichtungsreihe. Will man selber Einfluss haben, kann man verschiedene Belichtungsreihen mit unterschiedlichen EV-Stufen oder ISO-Werten erzeugen lassen, in denen alle Aufnahmen erhalten bleiben. Dann muss man natürlich das Zusammensetzen mit einer Drittanbieter-Software selbst übernehmen.
Es gibt auch Blitz-Belichtungsreihen, Weißabgleichreihen und sogar ART-Filter-Reihen.
Die ART-Filter sind seit der E-Reihe bei Olympus ein fester Bestandteil jeder Kamera. Mit jedem Modell kommen neue Filter hinzu. Sie verfremden das aufgenommene Bild und sind bei der M1 in mehreren Stufen zu konfigurieren. Sie bieten Rahmen und Vignetten um dem künstlerischen Spieltrieb einen Platz zum Austoben zu geben, ohne sich gleich mit Photoshop und Co. auseinandersetzen zu müssen. Zu jedem ART-Bild kann natürlich das ursprüngliche RAW-Bild aufgerufen werden, sofern diese Speichermethode gewählt wurde [RAW + L-SF]. Mit der M1 kann man zwischen Pop Art, Soft Fokus, Blasse Farben, Weiches Licht, Monochrom Film, Lochkamera, Diorama (Tilt-Shift Effekt), Crossentwicklung, Zartes Sepia, Dramatischer Effekt, Gemälde und Wasserfarben wählen. Mit der Firmware 2.0 sind mehrere Vintage FIlter und eine Color-Key Funktion hinzu gekommen. Nutzt man das ART-Bracketing kann man sich eine Reihe mit allen (selektierten) ART-Filtern erzeugen lassen.
Unter den Szenen-Modi (SCN) gibt es ein Highlight: Sternenlicht. Hier wird eine Belichtungsreihe aus 8 aufeinanderfolgenden Aufnahmen bei ISO1600 generiert und dann übereinander gelegt um Rauschen zu minimieren. Gespeichert werden ein normal belichtetes RAW und das zusammengesetzte JPEG. Man kann allerdings keinen weiteren Einfluß auf diese Funktion nehmen.

Bisher konnte man verschiedene Presets für die Farbwiedergabe wählen wie z.B. i-enhance, Muted, Natural oder Vivid. Es gibt bei der M1 ein Custom-Menü, in dem sich eine persönlich angepasste Voreinstellung ablegen lässt. Außerdem besteht weiterhin die Möglichkeit die Farbgebung von Gelb-Blau (A) und Grün-Magenta (G) im Weißabgleich zu verändern, sowie die Sättigung und Schärfe den persönlichen Vorlieben anzupassen.

Mit dem Farbgestalter kann auf einfache Weise eine Farbtönung und Sättigung definiert werden. Dies erfolgt mit den beiden Drehrädern über einen eingeblendeten Farbkreis. Man erkennt sofort die Auswirkung im Sucher bzw. auf dem Display.

Die M1 beherrscht die selektive Anpassung der Gradationskurve, mit deren Hilfe man Schatten und Lichter einzeln beeinflussen kann. In der M1 hilft einem nun zusätzlich das Histogramm, welches zuvor per [Info] eingeblendet werden kann.

Zeitraffer-Filme klnnen mit bis zu 999 Bildern in einer Vorgabe aus Intervallzeit oder Bilderanzahl automatisiert aufgenommen werden. Die Kamera unterstütz die Berechnung der Filme mit Angaben zu Start- und Endzeit sowie der Filmlänge. Wer den Film anschließend nicht selber am Rechner bauen will, kann dies der M1 überlassen. Als Ausgabeprodukt biete sie seit FW 4.0 HD mit 30, FullHDmit 15 und 4k mit 5 Bildern/s als MotionJPEG an.

Mit LIVE-BULB und LIVE-TIME kann man der Entstehung eines Bildes zuschauen. Den Verlauf kan man auch auf einem Smartphone oder Tablet ansehen und kontrollieren. Der Monitor kann zu
abdunkelt werden um störendes Streulicht zu vermeiden und eine bessere Beurteilung des Moments zu erhalten. Während LIVE-BULB die Aufnahme so lange laufen lässt wie der Auslöser gehalten wird, bietet LIVE-TIME Start und Stop per jeweiligen Druck auf den Auslöser. Die bemerkenswerte Funktion "LiveComposit", mit der rauschfreie Langzeitbelichtungen möglich sind, ist seit FW 2.0 in der M1 enthalten. Damit ist es möglich eine Grundbelichtung unbegrenzt zu widerholen, wobei in den nachfolgenden Belichtungen nur hellere Bereiche der Grundbelichtung hinzu gefügt werden. So entstehen rauschfreie und nicht überbelichtete Langzeitaufnhamen, die z.B. Sternenspuren erzeugen, oder zu ganz neuen kreativen Möglichkeiten führen.
Mit der Keystone Funktion können stürzende Linien dirket in der Kamera entzerrt werden.
Es gibt noch sehr viel Mehr in n der M1 zu entdecken.

Die Summe der bisher aufgezählten Eigenschaften ermöglicht ein ausgesprochen gezieltes Arbeiten mit der M1, wenn man sich einmal an sie gewöhnt und den persönlichen Vorlieben entsprechend konfiguriert hat. Die Einarbeitungsphase kann sicher etwas dauern. Wer markenfremd einsteigt wird sicher längere Zeit benötigen. Es ist ein wenig wie mit einem anderen Auto: von A nach B kommt man zwar, da man das Autofahren bereits beherrscht, die ganzen neuen Funktionen und Aspekte kosten aber eine gewisse Zeit des einarbeitens.
Man kann dann aber mit der M1 sehr effektiv und schnell arbeiten und zusätzlich der Kreativität freien Lauf lassen.

Der schnelle Autofokus scheint keinerlei Verzögerung zu kennen. Der Wechsel von Unendlich auf die Naheinstellgrenze geht mit dem 12-40Pro Objektiv innerhalb eines Sekundenbruchteils von statten. Das Ansprechverhalten bei bewegten Objekten, wie z.B ein auf sich zukommendes Auto ist von dem einer reinen DSLR kaum mehr zu unterscheiden.
Die Verwendung von FT Objektiven mit dem Phasen AF zeigt da schon an und wann mehr Probleme. Einerseits sind meine verwendeten Objektive zuiko 11-22, 35mm Makro und 70-300 alle keine Geschwindigkeitswunder, andererseits kam es trotz neuer Phasen-AF Technologie in manchen Lichtsituationen wie z.B. unter einem Blätterdach, zu Pumpen und mehreren Anläufen, ehe der Fokus saß. Das Verhalten war eindeutig schon besser als mit reinem Kontrast-AF, aber von der Treffsicherheit der m.Zuikos entfernt. Auch dies soll mit den aktuellsten Firmwareständen deutlich verbessert worden sein und sollte in den Fachforen erfragt werden.

Eine große Hilfe ist der 5-Achsen Stabilisator. Ich habe bereits sehr ruhige Hände, was mir relativ lange Verschlusszeiten erlaubt. Die M1 schafft es, dass ich gute 4 Stufen unter der notwendigen Belichtungszeit bleiben kann. Ein kleiner Versuch bei 25mm (50 KB) auf ein Blatt Papier mit Text zeigte erst bei 1/4s sichtbare Spuren. 1/8 Sekunde sieht noch vollkommen scharf aus. Natürlich muss man das immer situations- und motivabhängig sehen, aber die Hilfe ist deutlich spürbar.
Der große Bildschirm im Sucher hilft, das Bild zu komponieren und das Fokus Peaking unterstützt beim manuellen Fokus.
Ein Akku reicht in der M1 nicht sehr weit. Plant man eine Tagestour sollte man mindestens zwei weitere dabei haben. Das müssen nicht zwangsläufig die Originalen sein. Die PANTONA BLN-1 Nachbauten sind sehr viel günstiger und halten dennoch sehr lange, sodass ich drei davon im Fotorucksack habe und diese dann im Batteriegriff HLD-7 tausche. Der originale Akku verbleibt als stille Reserve in der M1.

Am Ende landen eine Reihe hochwertiger Aufnahmen auf der Speicherkarte. Wenngleich der neue M1 Sensor auf einen AntiAliasing Filter verzichtet, kann ich Unterschiede in der Bildschärfe bei Vergleichsbildern zur M5 und der M10 nur erahnen, aber nicht klar ausmachen. Die M1 bietet einen Hauch mehr Klarheit, ist etwas cleaner abgsteimmt. Die Farben von M5/10 sind etwas wärmer gehalten.
Erwarten Sie also an dieser Stelle bitte keine Quantensprünge. Die Unterschiede sind minimal. Allerdings wurde bei der internen Verarbeitung die Filterung von chromatischen Aberrationen/Farbsäumen deutlich verbessert, sodass diese im JPEG der M1 nicht mehr erkennbar sind. Dies wirkt sich positiv auf den gesamten Bildeindruck aus und ich erspare mir einen weiteren Schritt in der Nachbearbeitung.
Die M1 liefert eine hervorragende Bildqualität ab und man kann sich unbesorgt rein auf das Fotografieren konzentrieren. Die JPEGs sind meistens direkt brauchbar und eine RAW-Entwicklung wird nur noch selten notwendig.

Mein Tipp: schalten Sie im Anwendermenü E die Rauschminderung auf Niedrig oder Aus. Dies lässt die JPEGs deutlich knackiger aussehen. Das geringe Mehr an Bildrauschen lässt sich tolerieren oder auch hinterher leicht entfernen.
Will ich einen besonderen Look, nutze ich die Farbmodi oder den Farbgestalter. Andererseits sollte man bei farbgetreuen Aufnahmen natürlich mit einem zuvor ausgeführten Weißabgleich arbeiten und per Graukarte im Nachgang ggf. korrigieren.

Videoaufnahmen sind zwar nicht die Domäne einer Olympus mFT Kamera, da hat Panasonic mit seinen GH-Modellen die Hose an, dennoch bietet die M1 eine Reihe guter Möglichkeiten und die Ergebnisse sind für den durchschnittlichen Anspruch ausreichend. Mit der FW 4.0 wurden die Videofähigkeiten deultich verbessert. Die M1 war in erster Linie eine Foto- und keine Filmkamera, inzwischen btaucht sie sich aber nur noch vor 4K zu verstecken. Eine leicht bessere und schärfere Bildqualität liefern allerdings weiterhin die aktuellen Panasonic Modelle.
FullHD und HD Aufnahmen können mit 24, 25 und 30 Bildern/s und MPEG-4/ACVC H.264 in zwei Kompressionsstufen für jeweils maximal 29 Minuten auf die Speicherkarte gebannt werden. Auch das veraltete Motion-JPEG (MJPEG) steht weiterhin für HD und VGA-Aufnahmen mit einer maximalen Dateigröße von 2GB zur Verfügung. Wie weit man damit kommt ist sehr vom Motiv abhängig. Ein leichtes Grundrauschen ist bei jeder Aufnahme mit den internen Mikrofonen vernehmbar. Um dies zu umgehen könnten Sie an der 3,5mm Klinkenbuchse ein geeignetes externes Stereomikrofon anschließen, leider rauscht dieser Anschluss auch ein klein wenig.
Die Aufnahmeempfindlichkeit kann sehr detailliert in je 21 Stufen angepasst werden. Auch die Reduzierung von Windgeräuschen kann in den Stufen Stark - Standard - Wenig sowie Aus gewählt werden. Der Limiter kann auch abgeschaltet werden. Die Einstellungen befinden sich im Anwendermenü I, Aufnahmelautstärke, Line In / Intern / Extern. Extern bezeichnet dabei das Zubehörteil SEMA-1 für den AP2-Anschluss. Die Pegelanzeige ist inzw. während des Filmens sichtbar.
Alle weiteren Funktionen, wie Blende, Belichtungszeit, manuellen Modus, sogar filmen mit den ART-Filtern und das Ein- bzw. Überblenden in und aus diesen ist möglich. Ebenso kann der manuelle Fokus genau so genutzt werden, wie eine einmalige oder kontinuierliche Fokussierung, als auch die Nachverfolgung per Tracking AF. Weißabgleich und ISO Wert stehen einem gleichfalls zur Verfügung.
Ein Punkt, der mir ein Fragezeichen über den Kopf zaubert: wer das 12-50mm Objektiv mit Motorzoom gekauft hat, kann dies bequem am Steuerkreuz der Kamera einen gleichmäßigen Zoom ausführen lassen. Dazu muss man sich das Steuerkreuz im Anwendermenü B - Tastenfunktion - Direktfunktion entsprechend belegen. Leider sind eben diese Tasten im Film-Modus bereits anders belegt bzw. startet man die Filmaufnahme aus einem anderen Modus heraus (z.B. P, A, S, M) ohne Funktion. Somit nutzt es einem nichts und man greift wieder zum Ring des Objektivs.

Wer den HLD-7 Batteriegriff hinzuzieht erzielt mit eingelegtem zweiten Akku nicht nur eine deutlich höhere Laufzeit, sondern bekommt auch gleich zwei weitere Funktionstasten, sowie nochmals die Drehräder und den Auslöser für die Verwendung im Portraits-Modus spendiert. Der Griff ist sehr ergonomisch gestaltet, erhöht aber auch das Gewicht und Volumen der M1. Stolze 730 Gramm inkl. zweier Akkus bringt die M1 samt HLD-7 auf die Waage. Andererseits: eine Nikon D7100 wiegt mit Akku 765 Gramm - ohne Batteriegriff! Ich halte den HLD-7 an der M1 für ein sinnvolles Zubehör, da er das Handling enorm verbessert und die einzige Möglichkeit darstellt eine externe Stromversorgung anzuschließen.

Das 12-40 Pro Objektiv und das 40-150 Pro sind die besten Linsen, die ich je hatte. Scharf bis zu den Rändern, auch bei f/2.8. Das 12-40 vignettiert bei f/2.8 etwas, aber das ist bereits eine Blende weiter nicht mehr vorhanden. Den Linsen 14-42 und 12-50 haushoch überlegen und jeden Euro wert. Eben "Pro". Wer kann, sollte sie sich unbedingt gönnen.

Mein persönliches Fazit:

Ich habe den Schritt von einer M5 auf die M1 gewagt. Die Evolution ist spürbar und gelungen und ich fühle mich auf der M1 wohl. Deutlich wohler, als mein Einstand von einer Panasonic G3 auf die M5.
Positiv: Olympus hat gezeigt, dass sie auf berechtigte Eingaben Ihrer Käufer reagieren und diese in neuen Firmware Versionen umsetzen! Daher meine Empfehlung unbedingt auf die Firmware 4.0 zu aktualisieren! Kaum ein anderer Hersteller hat seine Kameras so sehrgepflegt und immer weiter mit neuen Funktionen ausgestattet! Andere verkaufen da gerne mal einen neuen Body!
Notwendig ist der Weg von einer M5 zur M1 aus Sicht der Bildqualität sicher nicht gewesen!
Was Ergonomie, Effektivität und den Nutzen angeht, legt die M1 als Flaggschiff die Messlatte abe für ihre DSLR Kollegen sehr hoch. Lediglich ein schwenk- und drehbares Display hätte zum endgültigen Glück noch herhalten können. Da muss man zur M5 Mark II greifen.

Für den Kauf der M1 spricht die sehr große Auswahl hervorragender mFT Objektive, als auch die Möglichkeit alle FT Objektive weiterhin nativ nutzen zu können. Für die Besitzer eines FT-Objektivparks ist die M1 absolut notwendig.

Die Kamera ist sehr robust und ihre Eckdaten aus Spritzwasser- und Staubschutz sowie dem nutzbaren Temperaturbereich unterstreichen den professionellen Anspruch.
Der EVF dürfte auch den eingefleischten Fans von Spiegeln ein Staunen abringen. Einen größeres Sucherbild bekommen Sie derzeit jedenfalls nur noch im Mittel- oder Großformat.
Der große Energiehunger ist da schon eher ein Problem, dem man nur mit genügend Akkus entgegen treten kann.

Die Bildqualität spielt in der Liga ambitionierter DSLR-Kameras. Die Funktionen der M1 übertreffen diese bei weitem. Ich bin nun seit Oktober 2013 E-M1 nutzer und bereue es seit keinem Tag.
2323 Kommentare| 233 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. November 2015
(update zum Software-Update 4.0 siehe unten)

Zunächst einmal zu micro four thirds (mft) allgemein...

Ein paar Gedanken - damit nicht versehentlich systembedingte Eigenheiten für Unzufriedenheit mit dieser hervorragenden Kamera verantwortlich gemacht werden.
Wer sich für das mft-System entscheidet, ist sich im allgemeinen bewusst, dass er Kompaktheit den Vorzug gegenüber höherer Sensorleistung gibt.
Natürlich stimmt es: Ein größerer Sensor liefert grundsätzlich eine bessere Abbildungsleistung als ein kleinerer. Klar. Das galt schon für die unterschiedlichen Negativformate zu analogen Zeiten. Trotzdem sind wir auch damals nur in den seltensten Fällen mit Mittelformat- oder Fachkameras losgezogen. Kleinbild hat meistens völlig gereicht. Will damit sagen: Die beste Qualität bedeutet für mich, immer die Abbildungsleistung zu haben, die ich jeweils brauche - ohne unnötigen Ballast.

Mft ist für mich eine Alternative bzw. Ergänzung zur bestehenden EOS-Ausrüstung geworden. Ich war es leid, im "Gelände" schon 2-3kg Fotoausrüstung mitzuschleppen, wenn ich lediglich einen Body und ein oder zwei Wechselobjektive benötigen würde.
Mein erster Kontakt mit dem mft-System fand in Gestalt der OM-D E-M1 statt: "ist die niedlich!" Dachte ich, als ich sie bei einem Bekannten in die Hand nahm. War aber mißtrauisch. Ich erinnerte mich noch an meine Versuche mit 4/3 (Olys E 420): War kein großer Erfolg für mich.
Und heute? Inzwischen setze ich meine VF-EOS fast ausschliesslich studiomässig ein. APS-C habe ich völlig abgeschafft - für mich persönlich hat es keinerlei Vorteile mehr: Wo die Schlepperei kein Argument ist, ziehe ich VF vor (die Gehäuse sind auch nicht sooo viel größer und schwerer als APS-C), und wo es unterwegs auf geringe Masse ankommt, leistet sich mft gegenüber APS-C keine gravierenden Schwächen mehr.
Dazu sei gesagt: Ich bin kein Pixelpeeper oder Testchartfotograf. Fotos sollen für einen vorher definierten Verwendungszweck bestmöglich geeignet sein - aber ohne unnötigen Ballast. Egal ob er durch Equipment, durch ungenutzte Auflösungsreserven oder nicht benötigte Dateiformate entsteht.

... und nun zur Olympus OM-D E-M1

Der erste Eindruck ist schon positiv. Klein und hübsch im ansprechenden Retro-Design. Gefällt mir, erinnert mich an die alten analogen Reflexen, bevor Autofokus kam und die Kameras immer mehr Speck ansetzten. Die Kamera liegt trotzdem dank Griffwulst gut in den Händen, fühlt sich mit ihrem angenehmen Gewicht gut verarbeitet an. Nirgends wackelt oder klappert was. Die Finger finden die wichtigsten Räder und Taster intuitiv und fast von allein.
Einige weitere der zahllosen frei belegbaren Taster habe ich deaktiviert. Sonst wird die Bedienung leicht fummelig.
Die Menüführung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Mein Eindruck: Ein ursprünglich überschaubares System wurde immer weiter ausgeweitet. Wie eine Heckenrose, die unkontrolliert wuchert. Aber hat man sich durch die Menüs einmal durchgekämpft und die tatsächlich benötigten Funktionen dort hingelegt, wo man sie bei Bedarf schnell zur Hand hat, hat man ein sehr gut angepasstes Werkzeug.
Den beigefügten Gurt habe ich gegen einen schmaleren ersetzt - für so eine kompakte und leichte Kamera war er mir zu breit und unhandlich. Und von den hier üblichen Werbeaufdrucken bin ich ohnehin kein Freund.

Elektronischer Sucher (EVF) und Display sind tatsächlich sehr gut. EVF ist inzwischen erfreulich nahe am optischen Sucher einer Reflex, gute Farbwiedergabe, schnelle Reaktion. Unter problematischen Lichtverhältnissen oft sogar besser, weil aufgehellt.

Wichtigster Punkt: Die Abbildungsleistung.
Der Autofokus arbeitet äußerst schnell und fast immer präzise. Will sagen: er denkt beim Scharfstellen meist in die selbe Richtung wie ich. Sogar die Gesichtserkennung benutze ich inzwischen gerne (Sakrileg, Pfui!) weil sehr zuverlässig.
Was sich mir jedoch überhaupt nicht erschließt:
*SÄMTLICHE* Methoden zur Wahl des Fokusfeldes sind, wie bei bei *ALLEN* Herstellern, UMSTÄNDLICH, UNERGONOMISCH und MITTELALTERLICH. Warum setzt kein Hersteller mehr eye controlled focussing wie bei der analogen EOS 5 ein? Hat blitzschnell und zuverlässig funktioniert, sogar mit Brille. Die grundsätzlich fummelige Verstellung des Fokusfeldes - auch mit Touchscreen, v.a. wenn EVF genutzt, das kommt da alles nicht mit.

Farben werden natürlich und gefällig wiedergegeben, bei automatischem Weißabgleich tendenziell leicht warm.

ISO-Rauschen ist inzwischen wahrscheinlich das am meisten überschätzte Problem aktueller Kameras. Zumindest bis ISO 6400 liefert die E-M1 Aufnahmen, bei denen zwar deutlich wahrnehmbares Rauschen vorhanden ist, das jedoch m.E. nicht unangenehm oder entstellend wirkt. Kein Grund, Kameraseitig oder in der EBV noch große Verrenkungen zum Entrauschen zu machen. Glaube eher, hier spielt oft die Nutzererwartung eine Rolle, ein Foto muss bei ISO 25.6' genauso glatt sein, wie bei ISO 100. Ist natürlich Geschmackssache.

Der Wackelsensor verrichtet seine Arbeit hervorragend und sehr unauffällig. Möglich dass beim Filmen mit dem integrierten Mikro sein Rauschen zu hören ist, kann ich nicht beurteilen. Ich filme nicht. Auf jeden Fall ermöglicht er traumhafte Haltezeiten. Den Stabi ins Gehäuse zu integrieren ist sowieso sinnvoll. Zum einen arbeitet er dann immer - objektivunabhängig. Zum anderen sind so eher Updates möglich: Kameras werden erfahrungsgemäß eher ausgewechselt als Linsen.

Fazit:
Die E-M1 ist wunderbar kompakt, ohne unnötigen Speck auf den Hüften. Dabei stabil und durch Spritzwasserschutz auch für rauen Einsatz geeignet. Entsprechende Objektive vorausgesetzt natürlich.
Abbildungsleistung einwandfrei - Vergleiche insbesondere mit VF-Systemen hinken genauso, wie wenn ich einen Golf schlecht bewerte, weil ein LKW mehr Stauraum bietet.
Habe hier ein System, das man praktisch ständig mitführen kann, um hervorragende Ergebnisse zu erreichen. Deutlich kompakter (bei vergleichbarer Leistung) wird es nur noch durch die Pen - deren Hauptmanko für mich im fehlenden EVF besteht. Wenn der später ergänzt werden soll, wird es teuer.
Bin sehr zufrieden, klare Empfehlung
Nur für die sperrige Namensgebung müssten Olympus eigentlich 2 Punkte abgezogen werden... ;-)

... Und schließlich: Softwareaktualisierung auf v4.0
Die Aktualisierung läuft mit dem Olympus Kamera Updater problemlos.
Kamera anschließen und Updater starten. Er prüft dann das ganze angeschlossene System (Kamera, Objektiv und aufgesteckten Blitz) auf verfügbare Updates. Diese werden auf Wunsch heruntergeladen. Auf Mausklick schaufelt er die Update-Dateien auf die Speicherkarte der Kamera und führt das Update durch. Das ganze dauert - je nach Download-Geschwindigkeit - keine 5 Minuten. Allerdings müssen im Anschluss sämtliche Nutzereinstellungen neu vorgenommen werden, da die Kamera alles vergessen hat. Also am besten Notizen über persönliche Einstellungen machen.
Und danach hat die E-M1 ein paar tolle neue Tricks gelernt. Schön, dass mit der Aktualisierung nicht nur Fehler korrigiert oder marginale Anpassungen vorgenommen werden. Vielmehr gibt es echte werterhaltende Modellpflege!

Was mich sofort begeistert ist der neu dazugekommene Silent Mode, auch wenn der, Olympus-üblich gut versteckt, erstmal gefunden werden muss. Er versteckt sich a. in den Kameraeinstellungen unter Anti Shock, wo er konfiguriert werden muss und b. unter Serienaufnahmen, wo er aktiviert wird.
Ist er aktiv, hört man beim Auslösen statt des mit einem deutlichen "KLACK" ablaufenden Schlitzverschlusses nur noch ein ganz dezentes "plib" von der Blende - vergleichbar mit dem Geräusch des Zentralverschlusses hochwertiger klassischer Sucherkameras. Genial nicht nur bei Makros, wo die geringste Erschütterung verheerende Auswirkungen hat, sondern auch für unauffällige People-Fotographie.

Ebenfalls neu dazugekommen: (echte) Ausdehnung der Schärfentiefe mit Focus-Bracketing oder Focus-Stacking. Mit beiden Funktionen wird eine Bilderserie aufgenommen, bei der von Aufnahme zu Aufnahme die Schärfeebene leicht verschoben wird.
Der Unterschied: Beim Bracketing müssen die einzelnen Aufnahmen später am PC zu einem Bild mit vergrößertem Schärfebereich verrechnet werden. Entweder mit einem speziellen Programm oder mit Photoshop o.ä. "von Hand". Die Anzahl der Einzelaufnahmen ist hierfür frei wählbar. Beim Stacking dagegen macht die Kamera immer 8 Einzelbilder und rechnet diese dann sofort automatisch zusammen. Scheimpflug lässt grüßen: Funktioniert prächtig :D wenn auch nur mit bestimmten Objektiven (nämlich mit dem 60mm f/2,8 Makro, dem 12-40 f/2,8 und dem 40-150 f/2,8)!
44 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Februar 2015
Ich habe mir diese Kamera nicht hier auf amazon, sondern im Einzelhandel vor Ort gekauft, da das Angebot dort noch einmal deutlich attraktiver war als im Netz.

Ursprünglich habe ich immer mit Canon fotografiert, angefangen mit der 400D, 60D und schließlich mit der 6D und diversen Objektiven. Was mich jedoch immer gestört hat war das Gewicht und das Volumen, welches man insbesondere auf längeren Wanderungen mitnehmen muss.
Nach langem Zögern und viel viel Bauchweh habe ich mich Anfang November dann von der 6D getrennt um mir die EM1 zu kaufen.
Anfänglich war die Umstellung sehr groß. Die Kamera nicht nur gefühlt sehr klein, sondern in der Tat deutlich kleiner und sehr viel leichter. Kann man damit überhaupt fotografieren?

Ja, man kann! Und wie! Nach Analyse meiner Bilder die ich zuvor immer aufgenommen habe, erkannte ich, dass ich die hohen ISO Werte so gut wie nie ausreize und mir mit der EM1 der volle Umfang für meine Gewohnheiten zur Verfügung steht. Im Normallfall fotografiere ich bis ISO 800, in seltenen Fällen auch mal mehr. Ich finde Bilder bis ISO4000 für die Entwicklung normaler Größen voll ausreichend.

Hinsichtlich der Objektive, ich habe das 12-40 2.8 im KIT erworben gefällt mir der große Schärfebereich, der auch Portraits bei Offenblende zulässt. Bildqualität und Haptik passt auch sehr gut.

So, aber nun zur Kamera.

Was gefällt mir besonders gut:

++ Die kompakte Bauweise ist für mich der wichtigste Vorteil bei der EM1 gegenüber all meiner bisherigen Kameras. Man kann sie quasi immer dabei haben und hat immer die beste zur Verfügung stehende Bildqualität mit sich.

++ Die Bildqualität des Sensors ist über jegliche Zweifel erhaben. Natürlich nicht unbedingt bis ins letzte Detail mit VF vergleichbar, jedoch so gut, dass man in 99 Prozent der Bilder bei mir keinen Unterschied merkt, wobei ich hauptsächlich Landschaft und Familie fotografiere.

++ Die Bedienung der Kamera ist sehr konfortabel und schnell. Mit den vielen Direktwahltasten und Einstellrädchen ist sie sogar besser zu bedienen als meine 6D. Man kann sich zusätzlich noch jede Menge Einstellungen selbst verändern, aber das braucht man eigentlich gar nicht.

++ Der Sucher ist eine Wucht. Anfangs war es natürlich eine Umstellung zu dem optischen Sucher einer 6D, jedoch hat man hier einen noch größeren und helleren Sucher und gleichzeitig auch sehr viel Information, die direkt im Sucher eingeblendet werden kann. Dies beschleunigt das Arbeiten enorm und macht nur Spass.

++ Die Objektivauswahl ist absolut ausreichend. Alleine nur aus dem Angebot an mft Linsen kann man sich für alle Gelegenheiten ein Objektiv kaufen. Mit dem 17 1.8er wird die Kamera zu einem Leichtgewicht bei gleichzeitig top Lichtstärke. Alle meine Objektive sind schon ab Offenblende sehr scharf und insgesamt bin ich mit all meinen Objektiven (17 1.8 / 75 1.8 / 12-40 2.8 / 40-150 R) noch leichter unterwegs als mit meiner 6D und KIT-Linse.

Was ich als neutral bewerte:

o Die vielen Programmautomatiken finde ich nett und verwende sie auch ab und an, jedoch war es für mich kein Kriterium mich für diese Kamera zu entscheiden. Jedoch schön, wenn man sie hat.

o Das Klappdisplay ist sehr gut aufgelöst und wie der Name bereits sagt auch klappbar. Es ist jedoch kein unbedingtes Alleinstellungsmerkmal dieser Kamera, weshalb ich es nicht als zusätzlich positiv bewerte. Für bodennahe Aufnahmen jedoch sehr viel Wert.

Negativ Bewertet habe ich folgenden Punkt:

- Die Akkulaufzeit ist recht schwach und wer von einer DSLR kommt wird erschrecken. Ich habe jetzt immer drei Akkus in der Fototasche dabei um für alle Fälle gewappnet zu sein. Für mich jedoch kein Grund einen Punkt abzuziehen.

Wem kann ich die Kamera empfehlen:

Insbesondere Umsteigern aus dem höher Preisigen DSLR Segment mag ich diese Kamera ans Herz legen, da man hiermit den sanftesten Einstieg ins MFT Lager erfährt (Panasonic habe ich nicht probiert und kann daher keine Aussage treffen). Aber auch ambitionierte Fotografen, die bereit sind ein wenig mehr zu investieren werden von der EM1 nicht enttäuscht werden.

Für viele Interessierte wird sicherlich aber auch die EM10 eine gute Alternative darstellen, da sie doch deutlich günstiger ist und sich von der BQ nicht unterscheidet. Ich mag aber an der EM1 den Griff und die vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Ich hoffe meine Rezension hat Ihnen bei der Entscheidung geholfen. Haben Sie Fehler gefunden? Dann benachrichtigen Sie mich gerne.
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am 22. Oktober 2015
Da ich kompletter Neuling im Bereich der Fotografie war, spielte ich mit dem Gedanken eine Pentax K50 zu besorgen. Da ich vorher schon wusste, dass ich die Kamera auch zum Wandern mitnehme und auch sonst per Definition "outdoor" benutzen würde. Deswegen kam für mich eigentlich nur eine Kamera mit abgedichtetem Gehäuse in Frage.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Olympus noch gar nicht auf dem Schirm. Da eine Kamera schon eine Investition ist, ließ ich mich im Fachgeschäft beraten. Der Berater schlug mir dann, anstatt der K50, die Olympus vor. Da musste ich erstmal schlucken, denn anstatt 450€ kostete die EM1 2000€ (war ein Aktionsangebot mit dem 12-40mm Objektiv, Baterriegriff und 100€ Gutschein für ein weiteres Zuiko Objektiv). Das lag erstmal weit außerhalb meiner Preisvorstellung. Er sagte, diese Kamera sei das neue Flagschiff der Olympus Systemkameras. Da ich eine Kamera, aufgrund der Erreichbarkeit von Service und persönlicher Beratung, sowieso nicht im Internet kaufen würde, schlief ich ein paar Nächte über das Angebot des Händlers und kaufte die EM1.
Wie schon gesagt, war ich zu diesem Zeitpunkt noch neuling auf dem Bereich der Fotografie, was bedeutet das ich außer Perspektive, Belichtung und den Hauptbegriffen noch rein gar nichts von diesem Gebiet verstand.
Deswegen war ich vom Funktionsumfang der EM1 auch am Anfang völlig geplättet.

Es gibt keinen Bereich den ich bei dieser Kamera favorisiert nutze. Alles was die EM1 kann, wird von mir benutzt. Die "Art" Einstellung, vor allem für partielle Farbe (früher auch Pop-Art, doch da wurde die Qualität der Bilder zu stark eingeschränkt), Soft-Fokus und Graustufen.
Der manuelle Modus in dem man perfekt experimentieren kann.
Die WLAN-Verbindung zur Olympus App um die Kamera fernzusteuern (mit Live View auf dem Smartphone, so dass man nicht nur sieht was im Blickfeld der Kamera ist, sondern wenn man im manuellen Modus ist, kann man auch Blende und Belichtungszeit der Kamera auf dem Smartphone einstellen) und um Bilder aufs Handy zu übertragen.
Die Videofunktion in der man auch viele Effekte einstellen kann.
Durch den extrem guten Bildstabilisator kann man, wenn man ein ruhiges händchen hat, unverwaschene Aufnahmen mit bis zu 1/2 Sekunde Belichtungszeit hinbekommen.
Der Live View, der auf dem Kameradisplay genau das widergibt was auch im Sucher zu sehen ist, und zwar exakt! - Hammer!
Der nach oben/unten schiebbare Display hilft wenn man mal in die Knie gehen oder sich lang machen muss um eine gute Perspektive zu bekommen.

Die Kamera liegt nicht nur gut in der Hand, sondern ist extrem gut verarbeitet und bietet genau das richtige Gewicht um sie auch für längere Zeit ruhig halten zu können. Die (allesamt!) frei belegbaren Knöpfe kann man problemlos mit dem Finger/Daumen erreichen ohne die Kamera umgreifen zu müssen.

Einziges Manko ist, das sowohl der Sucher als auch das Display, der Autofokus und ggf. Blitz Akkukapazität benötigen, ein Zweitakku und/oder der Olympus HLD-7 Batteriegriff für OM-D E-M1 bzw. BLN-1 Akku definitiv Sinn machen. Vor allem wenn man viel und gerne lange Belichtungszeiten verwendet, schmilzt der Akku nur so dahin.
Aber da die Art der fotografie ja persönliche Vorliebe ist, ziehe ich dafür keinen Stern ab.

Ich hab die Kamera jetzt ein gutes 3/4 Jahr und kann mich auch nach 5000+ Fotos absolut nicht beklagen. Ich hab sie während Gewitter im strömenden Regen eingesetzt, hab sie mit an den Strand genommen, hab sie bei -20 Grad im Tiefschnee zum fotografieren mitgenommen. Und sie macht.einfach.Bock.
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am 2. Dezember 2013
Ich habe sie seit 1 Woche.
Hab Erfahrung mit e-m5, NX20, EOS 650, Sony A58, Panasonic GH2, Nex 5, X-E1, RX100 und noch ein paar mehr.
Fotografieren tue ich schon seit 35 Jahren, meist privat aber auch mal beruflich.

Die brandbeue Sony A7 hatte ich auch im Visier.
Der gleiche Preis für den Body und das für eine gleich große Vollformatkamera!
Die Euphorie wurde schnell wieder gebremst... ganz wenig Objektive außer mit Adapter.
Die Sony ist absolut top! ...die größeren und schwereren Objektive leider nicht.
Der Sensor braucht die passenden Linsen, ist ja auch logisch!

Für mich ist die m1 das Sahnehäubchen zur m5.
Zugegeben die m5 täte es genauso, die Neuerungen der m1 gefallen mir aber so gut, daß ich
den hohen Preis verschmerzt habe.
Die bessere Haptik, die besser angeordenten Tasten, Focus-Peaking, Four-Thirds Unterstützung, usw.
Absolut hochwertig, bestens verarbeitet!
So an die 65 Objektive gibt es am Markt, mft und ft.

Wenn man die paar negativen Rezessionen liest, merkt mal schnell das da nicht viel dahinter steht.
Definitiv ist in der mft-Klasse nicht Besseres am Markt!
Meine letzte Lieblingskamera war die EOS 650 mit einer Reihe guter Linsen.
Ich vermisse sie nicht, die Oly ist der EOS in Bildqualität und Ausstattung überlegen!
Mein Sohn hat eine Vollformat Nikon, auch er ist voll des Lobes über die Bilder der Oly.

Die viel gescholtene Menüführung ist weit besser als ihr Ruf.
Ich komme eigentlich mit jeder Digitalen zurecht, man muß sich halt ein bisschen Zeit nehmen.
Wer die bei solch einer Kamera nicht mitbringt ist selber schuld.
Ich arbeite meist im A- oder S-Modus, die Bedienung über die Einstellräder in Verbindung mit den
programmierbaren F-Tasten klappt bestens!

Der Autofocus und der Stabi sind genial, die 10 Bilder/sec sowieso.
Gestern habe ich Tauben abgelichtet die gerade gefüttert wurden.
10 Bilder/sec mit dem 45er, f1.8, sehr schwer das Gewimmel scharf zu kriegen...
aber ein paar Bilder sind garantiert scharf.

Die Kamera ist etwas schwerer als die e5, stört mich aber nicht weil man sie dadurch ruhiger halten kann.

Ich benutzte die m1 auch im Videomodus. Der fortgesetzte Autofucus (C-AF) ist besser geworden, die Videoqualität ist
gleich geblieben denke ich.
Vor ein paar Wochen habe ich meine m5 gegen eine GH2 antreten lassen.
Bei Nahaufnahmen fand ich die Oly definiv besser als die GH2... auch wenn man im Netz oft etwas anderes
liest. In der Halbtotalen und Totalen ist die Panasonic besser.
Da ich selten im C-AF Modus arbeite vermisse ich auch den Vorteil bei den GH's nicht!
Ich glaube die Oly wird da unterschätzt!

Ich würde mir die m1 jederzeit wieder kaufen, hätte aber sicher nichts gegen ein paar hundert Euros weniger
einzuwenden gehabt.
Andererseits sind die Oly's sehr wertbeständig, ein Preisverfall wie z.B. bei Samsung (NX20) ist nicht zu
befürchten.
22 Kommentare| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. September 2015
Updates zur Rezension siehe unten.
Da Amazon das Doppel-Zoom Kit nicht mehr nach Österreich versendete, habe ich es beim ortsansässigen Fotohändler gekauft, und glücklicherweise hab ich den letzten Tag des Olympus Cashbacks + Gratis Batteriegriff erwischt!

Mein Fotografischer Werdegang in den letzten 6-7 Jahren erstreckte sich von einer Pentax K-x & K-5II über die Sony SLT A-77 und zuletzt die Canon EOS 5D Mark III (die zwar sehr gute Bilder macht, aber ein echt schweres Kaliber ist).

Deshalb hab ich heuer im August auch mein ganzes Canon-Equipment verkauft und mir diese tolle Kamera geholt, welche sogleich auf Dubai-Urlaub mitfliegen dufte.

Was soll ich sagen? -- ich bin einfach überwältigt und begeistert! So viele Möglichkeiten,welche sich mit dieser Kamera eröffnen, einfach Wahnsinn! 1/6 Sekunde aus der Hand?-kein Problem!
Und endlich, endlich keine Rückenschmerzen mehr vom schweren Kamerarucksack - das ganze Equipment ist nun um einiges leichter und weiters benötigt es weniger Platz - so musste dieses mal nur eine kleine Tasche mit und kein riesengroßer, schwerer Rucksack.

Die Bildqualität finde ich ebenfalls atemberaubend!

Volle Kaufempfehlung von mir!

Update 23.09.2015: habe nun weitere Beispielbilder hochgeladen; weiters 2 Bilder, wie die Fokuspunktauswahl am Display (als auch im Sucher) aussieht.

Update 27.10.2015: Anfang Oktober konnte ich im Zuge des Flugplatzfestes in Linz/Hörsching auch die C-AF und C-AF Follow Fähigkeiten der EM-1 in Kombination mit dem 40-150 F2.8 PRO Objektivs ausprobieren. Es ist kaum Ausschuss dabei! Wirklich toll. Die 10 Bilder pro Sekunde sind natürlich auch ein Wahnsinn - da wird man gleich von einem Nikon D4s Fotografen drauf angesprochen, was denn das für eine Kamera ist :-) Ein paar Bilder der Flugschau lade ich zur Rezension hoch.
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