Kundenrezensionen


46 Rezensionen
5 Sterne:
 (33)
4 Sterne:
 (10)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


99 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich zu Hause angekommen?
Mein bisheriger fotografischer Werdegang hat sich bisher auf DSLRs von Canon (z.B. 7D, 5D Mark II) und Nikon (D300s, D700, D800, D600 und D7100) beschränkt. Das dies allesamt hervorragende Kameras sind, brauche ich nicht zu erwähnen.

Warum also der Wechsel zu Olympus und damit des 4/3-Format? Was habe ich nicht geflucht, bei meinem letzten Urlaub in...
Vor 9 Monaten von canon_nikon_user veröffentlicht

versus
28 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht wie erwartet....
Nachdem ich die sehr gut verarbeitete und haptisch perfekte Kamera in meiner Hand hatte kam erst mal ein Wow Effekt, wie toll ist das denn. Aber schon nach kurzer Zeit nach den ersten gemischten Aufnahmen, drinnen und draussen, die Ernüchterung!
Das Bildrauschen und die subjektive Bildqualität bei gleichen oder vergleichbaren Kameraeinstellungen mit meiner...
Vor 10 Monaten von Powerwatch veröffentlicht


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

99 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich zu Hause angekommen?, 17. März 2014
Mein bisheriger fotografischer Werdegang hat sich bisher auf DSLRs von Canon (z.B. 7D, 5D Mark II) und Nikon (D300s, D700, D800, D600 und D7100) beschränkt. Das dies allesamt hervorragende Kameras sind, brauche ich nicht zu erwähnen.

Warum also der Wechsel zu Olympus und damit des 4/3-Format? Was habe ich nicht geflucht, bei meinem letzten Urlaub in den Bergen die Nikon D800 mit den Nikkoren 24-70/2,8 und 70-200/4 sowie den Sigmas 12-24 II und 105 Macro herumzuschleppen. Neben ausgezeichneten Bildern waren aber auch Rücken- und Gelenkschmerzen das Ergebnis. Daher war meine Maßgabe für einen möglichen Systemwechsel eine hervorragende Bildqualität in Verbindung mit einem kleinen und leichten Gehäuse. Daher fand ich die Olympus OM-D E-M5 schon sehr interessant, die Ernüchterung kam allerdings im Fotogeschäft, da mir diese dann aber zu klein war und ich auch nicht bereit war, ca. 250 Euro für den Handgriff auszugeben, nur um die Ergonomie zu verbessern. Dann kam also die OM-D E-M1 auf den Markt, die aufgrund ihrer technischen Eckdaten und des geformten Handgriffes mein Interesse aufs Neue entfacht hat. Hier nun meine persönliche Einschätzung der Olympus OM-D E-M1:

Handhabung und Bedienung:

· Die Kamera liegt hervorragend in der Hand, die Verarbeitung ist hochwertig, der im Gegensatz zur OM-D 5 vorhandene Griff seht gut ausgeformt; die Gummierung ist sehr rutschfest, so dass wenig Gefahr besteht, dass einem die Kamera aus der Hand rutscht (in Kombination mit der Handschlaufe noch besser)
· Die Tasten und Knöpfe lassen sich gut bedienen und besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Die Arretierung des Moduswahlrades halte ich für sehr gelungen und verhindert ein versehentliches Verstellen beim Herausholen aus der Fototasche. Vor allem kann man aber selbst entscheiden, ob die Arretierung aktiv sein soll oder nicht. Knopf runterdrücken, Arrettierung aktiv; Knopf oben, Arretierung inaktiv.
· Größe und vor allem Gewicht sind sehr angenehm und im Gegensatz zu den schwereren DSLR-Modellen (die durchaus auch gut in der Hand liegen) in meinem Fall optimal!
· Der optionale Handgriff/Batteriegriff lässt die Olympus noch besser in der Hand liegen, ohne die Kombination zu schwer zu machen; die Akku-Laufzeit lässt sich durch einen zweiten Akku verlängern.
· Die Akku-Laufzeit könnte meinem Empfinden nach besser sein, wenn man allerdings berücksichtigt, dass sowohl der hervorragende elektronische Sucher, der Touchscreen-Monitor und der im Kamerabody verbaute Bildstabilisator sehr stromhungrig sind, geht die Akkulaufzeit aber in Ordnung (ca. 400-500 Bilder), bei Langzeitbelichtungen mittels Live-Time deutlich weniger (ca. 100-200 Bilder).
· Der klappbare Bildschirm löst sehr gut auf, die Touchscreenfunktion ist sehr gut; damit werden auch Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven deutlich erleichtert (bei Nikon nur durch einen ca. 200 Euro teuren Winkelsucher möglich), außerdem kann per Touchfunktion schnell und sehr gezielt über den Bildschirm fokusiert und ausgelöst werden
· Das Kameramenü ist, wenn man nicht von Olympus selbst zur OM-D E-M1 wechselt, etwas gewöhnungsbedürftig und ähnlich umfangreich wie bei Nikon. Aber mit etwas Einarbeitung kein Problem. Aufgrund der Fülle an Funktionen sind die Symbole auf dem Bildschirm leider etwas klein geraten und für große Finger etwas schwerer zu bedienen.
· Man kann nahezu jeder Taste der OM-D mit nahezu jeder Funktion belegen, ich habe selten eine Kamera erlebt, die so individualisierbar ist. Erfordert aber viel Zeit durch Ausprobieren, jeder Fotograf muss sich seiner Vorlieben bewusst sein, dann ist fast alles möglich.
· Der elektronische Sucher macht einfach nur Spaß! Er steht den optischen Suchern meiner bisherigen DSLR in nichts nach und übertrifft diese sogar. Sehr detailreich und hell, es können viele Einstellungsparameter, Histogramm etc. angezeigt werden. Kein Ruckeln des Sucherbildes bei Schwenks mit der Kamera.
· Leider nur ein Speicherkartenfach, aber wenn ich ehrlich bin, hat sich bei mir bisher noch kein Speichermedium vorzeitig verabschiedet. Ich sichere trotzdem meine Daten nach jedem größeren Shooting sofort.
· Auf einen eingebauten Blitz muss man verzichten, der mitgelieferte kleine Blitz ersetzt diesen aber und trägt auch nicht zu dick auf der Kamera auf, wenn man ihn dort belässt. Auch die Leitzahl entspricht in etwa der der in DSLR-eingebauten Blitze. Einfach hochklappen und er ist sofort einsatzbereit. Außerdem kann man über diesen Blitz weitere externe Blitzgeräte steuern und er benötigt keine Akkus oder Batterien.

Bildqualität und Aufnahme:

· Die Bildqualität ist hervorragend! Gute Detailauflösung, Ausschnittsvergrößerungen sind sehr gut möglich, gute Farbtreue. Mit etwas Feintuning der in der Kamera entwickelten JPEGs kann ich mir die RAW-Entwicklung praktisch sparen.
· Das Rauschverhalten ist sehr gut und eindeutig auf dem Niveau der APS-C-Sensoren, kann aber logischerweise nicht mit dem der Vollformatsensoren mithalten. Bis ISO 1600 kann man ohne Bedenken fotografieren, bis ISO 6400 sind die Bilder noch gut zu verwenden, höhere Werte habe ich nicht verwendet. Stärkeres Rauschen korrigiere ich sehr gut mit DXO Optics Pro.
· Aufgrund des hervorragenden Bildstabilisators, der sich in der Kamera befindet, können aber höhere ISO-Werte durch eine verlängerte Verschlusszeit wieder wett gemacht werden bzw. umgangen werden. Einziger Nachteil des Bildstabilisators ist seine Lautstärke, vor allem dann, wenn man wie ich aus Gewohnheit immer noch durch des Sucher schaut und sich damit die Olympus nahe am Gesicht befindet.
· Das Auslösegeräusch wiederum ist deutlich leiser und angenehmer als bei den meisten DSLR (den hochgelobten Quiet-Modus von Canon kenne ich nicht)
· Der Autofokus ist in Verbindung mit lichtstarken Objektiven (in meinem Fall das 12-40/2,8) sowohl bei guten als auch schlechten Lichtverhältnissen extrem schnell und treffsicher (schneller und besser als bei den meisten DSLR), bei weniger Licht und nicht so ganz lichtstarken Objektiven (40-150 und 75-300) gerät der Autofokus an seine Grenzen, ist aber nach wie vor sehr zuverlässig. Hier haben jedoch die Profi-DSLR (z.B. D800 mit den 2,8 Nikkoren) leicht die Nase vorn. Insgesamt ist der Autofokus aber hervorragend.
· Beim Filmen (mache ich eher selten) ist der Autofokus im Vergleich zu den DSLR meiner Erfahrung nach besser, er stellt sehr schnell scharf und führt auch ohne großes Pumpen nach.
· Eine schöne Sache ist im Modus M die Live-Time-Funktion. Bei Langzeitbelichtungen kann man der Bildentwicklung auf dem Monitor zuschauen und je nach Geschmack die Belichtung dann beenden. Das hat die Olympus den DSLR noch voraus.
· Schön sind auch die ganzen Art-Filter, die ich allerdings noch nicht so oft benutzt habe. Genial ist die sog. Art-Bracketing-Funktion, also eine Belichtungsreihe aller oder nur speziell ausgewählter Filter.

Fazit:

· Eine hervorragende Kamera, die meinen Ansprüchen an Bildqualität und Gewicht mehr als gerecht wird. Wenn man der Olympus-Werbung Glauben schenkt, ist die Olympus OM-D E-M1 dazu erschaffen, die DSLR zu übertreffen. Dies tut sie in meinen Augen zwar nicht, aber sie befindet sich trotz des mFT-Sensors in der Bildqualitiät auf Augenhöhe mit den APS-C-Modellen und übertrifft in Hinblick auf Gewicht und Handling die APS-C- und Vollformat-Kameras. Insgesamt stellt für mich die Kamera den bislang besten Kompromiss aus Bildqualität und Gewicht, ohne allzu große Kompromisse eingehen zu müssen.
· Mit lichtstarken Objektiven (12-40/2,8) entfaltet die Olympus ihre ganzen Stärken auch bei der Bildqualität (obwohl die von mir ebenfalls benutzten Objektive 40-150 und 75-300 sehr gut mit der Kamera harmonieren). Daher freue ich mich schon auf das angekündigte 40-150/2,8.
· Ich habe in meiner Rezension vor allem die Funktionen berücksichtigt, die mir persönlich wichtig erscheinen. Aufgrund der Fülle der Möglichkeiten könnte man noch viele Seiten mehr schreiben.
· Insgesamt hat die Olympus OM-D E-M1 in meinen Augen 5 Sterne verdient, obwohl noch etwas Luft nach oben existiert!

P.S.: Ich habe noch 2 Bilder hochgeladen. Viel Spass damit!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


87 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut gemacht, Olympus!, 10. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich gestern bei windig-wechselhaftem Herbstwetter die E-M1 mit dem 12-40/2.8 Kitobjektiv ausführlich testen konnte, möchte ich hier kurz berichten. Doch zuvor möchte ich noch feststellen, dass ich auch die E-M5 besitze, was die Einarbeitung in die Bedienung sehr vereinfacht hat, da das Bedienungskonzept beider Kameras nahezu identisch ist. Wer also nach Tipps und Tricks sucht, kann sich auch bei solchen für die E-M5 umsehen, da die E-M1 noch nicht so weit verbreitet und daher Tipps entsprechend schlecht verfügbar sind.

1. Die Kamera

Was hat sich verbessert gegenüber der E-M5? Lohnt sich der Umstieg? Meine Antwort darauf: Jein. Die E-M1 beherrscht nun das Fokuspeaking (das Olympus möglicherweise auch per Firmware bei der E-M5 hätte nachliefern können). Der elektronische Sucher, der bei der E-M5 schon sehr gut war, ist noch einmal verbessert worden; der Sucher der E-M1 ist tatsächlich exzellent - da gibt es nichts zu meckern. Selbst ohne Fokuspeaking ist hier eine manuelle Fokussierung sehr gut möglich. Der Vorteil eines elektronischen Suchers gegenüber einem optischen Sucher ist die Aufhellung bei schlechten Lichtverhältnissen und die Möglichkeit der Einblendung wichtiger Information. So kann zum Beispiel als Fokussierungshilfe der Sucher als Lupe verwendet werden, das Histogramm sowie unter- oder überbelichtete Bildbereiche können angezeigt werden etc. Die Haptik und der Bedienungskomfort sind noch etwas besser bei der E-M1 als bei der E-M5. Die E-M1 hat (wenig) mehr Bedienungselemente, die alle leichtgängig sind. Die Lage des Ein-/Aus-Schalters ist von einigen Anwendern bemägelt worden. Das ist mir unverständlich. Ich persönlich finde die Lokalisierung dieses Schalters sehr gut. Etwas lästig bei der E-M5 war, dass sie sich von mir wirklich gut halten ließ nur mit dem optional erhältlichen Griff, der leider den schnellen Austausch des Akkus behinderte. Die E-M1 hat bereits einen sehr ergonomisch geformten Griff. Klagen über diesen Griff kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir liegt der rechte kleine Finger unter dem Kameraboden und stützt damit die Kamera, die dadurch nocht einmal stabiler und somit verwacklungssicherer in der Hand liegt. Apropos Akku: Die Akkulaufzeit könnte etwas länger sein, allerdings kosten Akku-Nachbauten für die Kamera auch nicht die Welt.

Die E-M1 verfügt über einen HDR-Modus (genau genommen sogar zwei), der mich aber bisher nicht wirklich überzeugt hat. Ich werde also weiterhin, wo nötig und möglich, HDR-Fotografie per Software durchführen. Zur Erläluterung für Laien: HDR steht für "High Dynamic Range". HDR kann nützlich sein, wenn man in den Motiven große Helligkeitsunterschiede hat - z. B. einen tollen, aber hellen Himmel mit interessanten Wolkenbildern und davor einen dunklen Vordergrund. In diesem Fotografiermodus nimmt man mehrere Bilder mit unterschiedlicher Belichtung auf und vereint diese Bilder dann zu einem Bild, in dem die dunklen Bereiche aufgehellt und die hellen Bereich abgedunkelt werden. Die E-M1 macht das automatisch in der Kamera, wenn sie entsprechend eingestellt wird. Man kann das aber auch über externe Software machen, was ich hier vorziehen würde. Lohnt sich also der Umstieg? Für mich würde ich das bejahen, aber wenn die Finanzen etwas knapper sind, sollte man sich das gut überlegen. Die Bildqualität bei beiden Kameras ist vergleichbar und die E-M5 ist ebenfalls eine sehr gute Kamera. Jedoch lohnt sich der Umstieg eventuell für Besitzer von Four-Thirds-Objektiven, mit denen der Autofokus jetzt deutlich schneller geworden ist. Ich habe das mit dem 14-54II getestet. Im längeren Brennweitenbereich ist der Autofokus immer noch nicht so schnell wie mit der Kitlinse (siehe unten), aber immer noch brauchbar. Bei mir fokussiert dieses Objektiv auch absolut korrekt und liefert knackscharfe Bilder bis zum Rand auch schon bei Offenblende.

Für wen taugt diese Kamera? Die Kamera sollte nur von ambitionierteren Fotografen in Betracht gezogen werden, die sich durch die große Funktionsvielfalt nicht abschrecken lassen und die gewillt sind, sich wenigstens einige Stunden mit der Kamera intensiv auseinanderzusetzen. Tatsächlich fotografiert die Kamera auch sehr gut im automatischen Modus, jedoch verpasst man dabei viele Möglichkeiten kreativer Bildgestaltung und verschlechtert eventuell durch von der Kamera doch gelegentlich falsch gewählte Einstellungen ein potentiell gutes Foto. So erlaubt zum Beispiel der Live-Bulb-Modus das Malen mit Licht, wenn man die Kamera entsprechend einstellt. Die sehr ambitionierten Fotografen werden sich vielleicht anderweitig, so z. B. bei Vollformat-Kameras mit deutlich größerem Sensor, umsehen. Diese Kameras kann man vor allem den Fotografen empfehlen, die viel Freistellungspotential brauchen (also gern einen unscharfen Hintergrund haben, so dass Details im Objekt mehr betont werden). Dennoch gibt es für Micro-Four-Thirds-Kameras (im Folgenden MFT-Kameras genannt) mittlerweile einige sehr lichtstarke und hervorragende Objektive, die eine gute Freistellung erlauben (sehr empfehlenswert z. B. das preiswerte Olympus 45mm oder das deutlich teurere, jedoch exzellente 75mm). Selbst das mitgelieferte Kitobjektiv 12-40/2.8 erlaubt eine gute Freistellung - je nach Motiv. Sehr gut sind Vollformat-Sensoren bei schlechten Lichtverhältnissen, bei denen hohe die Lichtempfindlichkeit bestimmende ISO-Werte erforderlich sind, die bei MFT und erst recht bei Kompaktkameras auch schon einmal zu Bildrauschen führen können. Vorteil der OM-D-Serie ist der 5-Achsen-Bildstabilisator, der Belichtungen aus der Hand von locker einer halben Sekunde erlaubt. Da kann man sich häufiger höhere ISO-Werte oder große Blenden sparen. Jedoch kann man unter sochen Bedingungen in der Regel keine bewegten Objekte fotografieren. Für Sportfotografie könnte sich also eine Kamera mit Vollformat-Sensor lohnen. Man sollte aber auch den Vorteil des geringeren Freistellungspotentials sehen: Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen (so z B. bei der Städtefotografie in der Dämmerung oder bei Nacht) hat man bei Offenblende mit lichtstarken Objektiven einen größeren Schärfentiefenbereich. Das kann unter Umständen ein Vorteil der MFT-Sensoren gegenüber Vollformat-Sensoren sein, bei denen unter sochen Bedingungen eine größere Schärfentiefe nur über eine Abblendung des Objektivs verbunden mit einer höheren ISO-Einstellung erreicht werden kann.

Zusammenfassend lässt sich die Frage 'MFT- oder Vollformat-Kamera' also folgendermaßen beantworten: Für allerhöchste Ansprüche sollte es vielleicht eher eine Vollformat-Kamera sein. Jedoch muss man dann ein deutlich höheres "Kampfgewicht" in Kauf nehmen. Das gilt gar nicht mal unbedingt nur für die Kamera, sondern vor allem für die Objektive. In meinem Alter mag ich mich einfach nicht mehr so abschleppen, und die beste Kamera und/oder Ausrüstung nützt nichts, wenn sie zuhause bleibt, weil sie zu schwer ist. So ist meiner Meinung nach MFT ein hervorragender Kompromiss. Über den Videomodus der E-M1 kann ich hier nichts sagen, da ich ihn nicht ausprobiert habe. Wenn man auf einen wirklich exzellenten Videomodus Wert legt, sollte man eine Panasonic MFT-Kamera (z. B. GH3 oder GX7) in Betracht ziehen. Video ist nicht die starke Seite der Olympus MFT-Kameras. Mir persönlich ist das jedoch egal.

Das Objektiv

Das 12-40/2.8 Kitobjektiv der E-M1 kann mich begeistern. Es fühlt sich sehr wertig an, der Zoom- und der Fokusring sind leichtgängig, die Fokussierung ist blitzschnell. Der Fokusring lässt sich nach vorn und hinten verschieben, so dass bei der entsprechenden Einstellung eine Entfernungsskala sichtbar wird und nur noch manuelle Fokussierung möglich ist - unabhängig von den Einstellungen der Kamera. Tatsächlich hat mich das beinahe dazu gebracht, die Kamera gleich zurückzuschicken, da der Autofokus einfach nicht funktionieren wollte ;-) Einige hilfreiche Forummitglieder des DSLR-Forums haben mich dann auf den richtigen Weg gebracht. Was in diesem Zusammenhang noch zu bemerken ist: Ich habe wegen dieses Problems spontan eine E-Mail an Olympus geschickt und ein Mitarbeiter der Firma hat mich zwei Tage später angerufen. Das lässt auf einen guten Service schließen. Doch zurück zum Objektiv: Es wird - anders als einzeln erhältliche Olympus-Objektive - mit Streulichtblende geliefert, die auch einen Arretierungsmechanismus hat. Die Bildqualität ist sehr gut - auch bis zum Rand und bei Offenblende (vergleichbar mit dem o. g. 14-54). Sehr schön auch die Naheinstellgrenze, die zwar keine Makrofotografie erlaubt, aber doch schöne Detailfotografie aus der Nähe. Das Objektiv hat noch einen Funktionsknopf, der sich in der Kamera programmieren lässt. Wenn ich überhaupt etwas zu bemängeln hätte an dem Objektiv, wäre dies die Anfälligkeit gegenüber Flares (Blendenflecke) im direkten Gegenlicht. Da muss man etwas aufpassen und sollte, wenn man z. B. einen UV-Filter verwenden möchte, sich für einen sehr guten Filter entscheiden. Die Flares sind jedoch auch ohne Filter sichtbar. Für Panasonic-MFT-Kamerabesitzer kommt natürlich als Manko der fehlende Bildstabilisator dazu (es sei denn, man verfügt über eine GX7, die einen eingebauten Stabilisator hat). Insgesamt mein Fazit: Das Kitobjektiv ist - vor allem für den im Kit noch einmal reduzierten Preis - sein Geld wert. Es ist ein sehr gutes Objektiv, das wenig zu wünschen übrig lässt. Ich erhalte demnächst als Ergänzung noch das Panasonic 35-100/2.8 Objektiv und hoffe, dass diese Kombination ein gutes Allround-Gespann ergibt.

Zusammenfassung: Wer eine noch gut tragbare Systemkamera sucht, die vielfältig nach eigenen Wünschen (ja, es gibt auch selbst konfigurierbare, speicherbare Einstellungskombinationen) konfigurierbar ist, eine gute Bildqualität (mit dem richtigen Objektiv), einen hervorragenden Sucher und einen ausgezeichneten Bildstabilisator besitzt und auch mit einigen Objektiven zusammen noch gut tragbar ist, ist mit dieser Kamera bzw. diesem Kit sehr gut bedient. Natürlich hat dies seinen Preis, jedoch ist die Kamera diesen Preis auch wert. Man sollte jedoch keine Mondpreise dafür bezahlen, sondern lieber zum normalen Preis vorbestellen. Die 5 Sterne vergebe ich hier sehr gern.

Nachtrag vom 11.11.2013: Inzwischen habe ich das Panasonic 35-100mm 2.8 einem ersten (sehr vorläufigen) Test unterziehen können, und es macht sich hervorragend an der E-M1, auch wenn es haptisch nicht ganz so wertig daherkommt wie das 12-40/2.8 von Olympus. Kleiner Tipp am Rande: Es sieht für mich im Moment so aus, als sei zumindest bei den Telezooms (zu denen ich auch das 35-100mm zähle) der Bildstabilisator Power O.I.S. am Objektiv etwas besser als der Stabilisator in der Kamera (aber bitte bei Einschalten des O.I.S. der Panasonic-Objektive den Stabilisator in der Kamera ausschalten!).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


219 von 233 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es wird viel geboten. Update: Firmware 2.0, 14. November 2013
Von 
Patrick "Mad Mac" - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Länge:: 9:58 Minuten

Die Olympus OM-D E-M1 in nur 10 Minuten Video ausreichend zu erläutern ist meiner Meinung nach nicht machbar. Daher nutze ich das Video um die Kamera nur einmal kurz zu zeigen und Hinweise zu ein paar Einstellungen zu geben. In den Kommentaren finden Sie einen Link zu weiterführenden Videos.

Update 27.04.2014: Überarbeitete Rezension mit Firmware 1.3

Update 15.10.2014: Überarbeitete Rezension mit Firmware 2.0

Anspruch der E-M1

Die OM-D E-M1, im Folgenden nur "M1" genannt, ergänzt die 2012 mit der M5 eingeführte OM-D Produktlinie um ein Spitzenmodell. Die M5 ist weiterhin als Mittelkasse Modell im Programm. Seit März steht im unteren Segment die M10 bereit. Die M1 stellt die Speerspitze der Olympus Kameras dar und löst die DSLR-Kamera E-5 ab. Eine E-7 wird nicht mehr erscheinen, dies hat Olympus auf den Roadshows klar gemacht.

Die M1 zielt auf den gehobenen Amateur bzw. Semi-Professionellen Markt ab. Dies ist nicht nur am durchaus ambitionierten Preis abzulesen. Die Fülle an Funktionen, die Performance, als auch die High-ISO-Fähigkeiten machen die M1 zu einer echten Konkurrentin zu Nikon D7100 und Canon EOS 70D - mit dem Vorteil deutlich kompakter und leichter zu sein. Ob man die Sony A7 mit einbeziehen sollte ist fraglich, denn diese arbeitet bereits mit einem Sensor im KB-Format. Das gilt auch für die preislich ähnliche Nikon D610. D7100 und 70D arbeiten hingegen mit APS-C Sensoren, deren Leistung die M1 dank BSI Sensor in nichts nachsteht, teils sogar geringfügig übertrifft, wie diverse Portale im Internet verdeutlichen. Für den ambitionierten Amateurfotografen aber auch für den professionellen Anwender dürften die 16 Megapixel des mFT Sensors vollkommen ausreichen.
Der Body ist übersät mit Direktwahltasten, ist Staub- und Spritzwassergeschützt und kann bis zu -10°C eingesetzt werden, was den professionellen Anspruch weiter unterstreicht. Tipp: Es gibt einen faszinierenden Fotoband von Martin Wieprecht, der die Reise zur Antarktis mit einer E-M1 beeindruckend erzählt.

Erscheinungsbild und Bedienung der M1

Gegenüber einer DSLR fällt die M1, wie schon die M5, deutlich kompakter aus, da ihr der Schwingspiegel der DSLR fehlt. Dadurch verkürzt sich das Auflagemaß. Durch den kleineren mFT Sensor von 17,3x13mm (4/3") sind außerdem geringere Objektivdurchmesser als bei APS-C nötig, um den Bildkreis abzudecken. Um eine gute Haptik zu erzielen wurde der Griff stark ausgearbeitet. Er scheint optisch ein wenig "angepappt" zu sein, doch einmal in die Hand genommen ist dieser Punkt schnell vergessen. Er passt und fühlt sich optimal an. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und bis auf den Ein-Aus-Schalter können die wichtigsten Bedienelemente bequem mit der rechten Hand erreicht werden.
Gegenüber der M5 ist die M1 etwas breiter und höher geworden. Der ausladende Griff wurde bei der M5 nur durch den Batteriegriff HLD-6 verwirklicht. Die M1 besitzt deutlich mehr Funktionstasten. Vorne neben dem Objektiv zwei, die sich bereits durch Ihre Form blind unterscheiden lassen. Es gibt links oben zwei Tasten mit denen man die AF-, als auch die Aufnahmemodi schnell erreichen kann. Wie schon bei der M5 gibt es zwei Drehräder und zwei Fn Tasten, wobei Fn2 auch hier mit mehreren Funktionen belegt ist, welche durch das Daumenrad ausgewählt werden können. Das Besondere an der M1: durch einen Hebel neben der neuen AEL/AFL Taste können die Drehräder und diverse Knöpfe eine zweite Belegung erhalten. Somit hat man deutlich mehr Funktionstasten zur Verfügung als die meisten professionellen DSLRs bieten. Das neue Vier-Wege-Kreuz hat nun deutlich größere Tasten und lässt sich besser bedienen als an der M5. Überhaupt sind alle Tasten größer und bieten bessere Druckpunkte als bei der kleinen Schwester. Zudem sind sie ausgesprochen frei konfigurierbar! Die M1 bietet eine ungeahnte Fülle an Konfigurationsmöglichkeiten um sich die Kamera den eigenen Vorstellungen anzupassen. Es gibt nur wenige Funktion, die man nicht auf eine Taste belegen könnte. Dies hat allerdings zur Folge, dass man sich intensiv mit der M1 beschäftigen muss. Sie bietet eine solch enorme Anzahl an Möglichkeiten, dass es nicht hilft sie nur alle paar Wochen aus der Tasche zu nehmen und damit ein paar Bilder zu machen. Die Kamera gehört täglich in die Hände. Man muss sie in Ruhe erkunden und kennen lernen um ihr Potential zu nutzen.
Dies kann man dann in den Setup-Menüs machen, die sich übrigens nicht per Touchscreen bedienen lassen. Einzig das sogenannte Super Control Menü - SCP - zu Deutsch: Live-Monitorkontrolle - bietet eine teilweise Touch-Bedienung. Allerdings ist man mit der Kombination aus den beiden Drehrädern und dem Vier-Wege-Kreuz äußerst flott unterwegs. Die Suche nach der richtigen Einstellung, sowie den teils unschönen Bezeichnungen und mageren Informationen, welche sich per Info-Taste ein- und ausblenden lassen, sorgt allerdings in der Anfangszeit für manche Stirnfalte. Die Infos sind zwar schon eindeutiger und besser übersetzt als bei der M5 (z.B. Farbraum, statt Raum färben), dennoch sind viele Dinge nicht eindeutig. Auch die 184 Seiten starke Bedienungsanleitung ist hier nur eine rudimentäre Hilfe. Sie beschreibt zwar die Funktionen der Menüpunkte, gibt aber keine gute Information zum Zweck. Außerdem jagt ein Querverweis den nächsten, worunter die Übersichtlichkeit sehr leidet. Ich verweise daher noch einmal auf meine Einsteiger-Videos, die ich in den Kommentaren verlinkt habe.

Display, Sucher und Konnektivität der M1

Das mit 1,04 MPx auflösende TFT-Display (RGB Auflösung 720x480), was die Abkehr vom OLED aufzeigt, kann um 90° nach oben und ca. 60° nach unten geklappt werden. Schwenken oder es für Selbstportraits ganz herum klappen kann man es nicht - muss man aber auch nicht: für die Fälle, in denen man das Display nicht beobachten kann, hilft eine Verbindung zu einem Smartphone oder Tablet mit Android oder iOS Betriebsystem um nicht nur den Bildschirminhalt zu übertragen sondern auch die komplette Steuerung übernehmen zu können. Und wem das nicht reicht, kann seit FW 2.0 die Kamera auch per PC oder Mac mit der Software Olympus Capture kabelgebunden steuern. Die Helligkeit des TFTs kann in 14 Stufen angepasst werden, auch die Farbgebung ist einstellbar.
Das Highlight ist zweifelsfrei der elektronische Sucher (Electronic ViewFinder - EVF). Er bietet neben der 100% Abdeckung eine sehr hohe Auflösung von 2,44 MPx (RGB Auflösung 1024x768), sowie eine Vergrößerung von 1,48-fach. Damit ist das Sucherbild sogar einen Hauch größer, als das der Oberklasse DSLR Nikon D800. Die Dioptrien kann von -4 bis +2 angepasst werden. Wurde der EVF bisher von manchem Spiegel-Enthusiasten verpönt, so zeigt sich doch, dass die Zukunft ohne Spiegel und Prisma auskommt. Es gibt auch in dunkeln Lichtsituationen keine Nachzieheffekte, nichts flimmert und seit FW 2.0 kann die Wiederholrate auf kurze 16ms gestellt werden. Mit keinem optischen Sucher ist es möglich so exakt vorherzusehen, wie das Endergebnis ausfallen wird, wie mit dem EVF. Weißabgleich, Farbtemperatur und ggf. eingesetzte Filter können noch vor der eigentlichen Aufnahme begutachtet werden. Um dem Erlebnis einer DSLR noch näher zu sein, passt der Sucher seine Helligkeit außerdem automatisch dem Umgebungslicht an. Ein Augensensor schaltet den EVF bei Annäherung ein und beim Entfernen wieder aus. Neu und gut: klappt man das Display, wird der Augensensor deaktiviert, sodass es nicht mehr zu ungewollten Umschaltungen wie noch bei der M5 kommt. Das konnte ziemlich nerven.
Die angesprochene Verbindung zum Smartphone oder Tablet geschieht per WLAN. Die Verbindung ist kinderleicht mittels der kostenlosen Software Oi.Share aus dem AppStore hergestellt. Einfach den QR-Code, der auf dem Display der M1 angezeigt wird, ablichten und schon kann es los gehen. Übertragen wird je nach Einstellung ein schwach oder hoch aufgelöstes Bild. Gerade in Verbindung mit den Live-Funktionen, bei der man der Entstehung eines Bildes zuschauen kann ist das eine enorme Hilfe. Die Übertragung der fertigen Bilder geschieht nicht automatisch im Hintergrund. Dies muss im Nachhinein noch erledigt werden. Kabelgebundenes tethered shooting ist mit Olympus Capture am PC und MAc möglich, wobei auch der Fokus für Stackings manuell in kleinsten Schritten bewegt werden kann.
Auch Bluetooth beherrscht die M1 zur Datenübertragung, allerdings dies nur mit dem optionalen Zubehör PENPAL. An die M1 passt das gesamte Olympus mFT Zubehör-System aus Aufstecksuchern, Makro-Licht, Mini-Blitz und Mikrofonanschluss, da auch sie über den "Accessory Port 2" direkt am Blitzschuh verfügt.
Etwas nervig ist es, die Abdeckung des Ports jedes mal ab und wieder dran zu machen.
Den kleinen, ebenfalls abgedichteten Blitz FL-ML2 mit Leitzahl 10 (bei ISO200) bekommt man zur M1 dazu. Bis zu vier TTL-Gruppen lassen sich entfesselt über diesen steuern. Für verkabeltes blitzen gibt es eine Synchro-Buchse an der Vorderseite der M1.
Den als Zubehör erhältlichen Mikrofonport SEMA-1 benötigt man nicht bedingt, da die M1 neben den eingebauten Stereo-Mikrofonen über einen 3,5mm Klinkenanschluss verfügt. Die Aufnahmepegel Pegel sind seit der Firmware 1.3 nun in je 21 Stufen einstellbar und es gibt eine Pegelanzeige - diese ist allerdings nur im Untermenü, aber nicht bei der eigentlichen Aufnahme zu sehen. Neben der Reduzierung von Windgeräuschen kann nun auch der automatische Limiter deaktiviert werden. Dieses Update wertet die Videofunktion der M1 nun deutlich auf.
Hinter den Gummiabdeckungen auf der linken Kameraseite verbergen sich der typische Olympus USB-Port und ein Mini-HDMI Anschluss. Auf der rechten Seite befindet sich eine Klappe, die auch dann direkten Zugang zur SDHC/XC/Eye-Fi Karte bietet wenn z.B. der Batteriegriff oder die M1 auf einem Stativ montiert ist. Der Zugang zum Akku (BLN-1) ist bei Stativeinsatz in der Regel versperrt.

Funktionen der M1 (zumindest ein paar ...)

Kürzer wäre es wahrscheinlich aufzulisten, welche Funktionen die M1 nicht hat. Das Angebot ist so reichhaltig, dass es manchen Anfangs verwirren und überfordern kann. Daher mein Rat: suchen Sie sich immer eine einzelne Funktion heraus und probieren Sie sie aus, um die Wirkung nachzuvollziehen. MIt der Firmware 2.0 ist dieser Umfang sogar noch einmal größer geworden, denn die M1 beherrscht nun eine automatische Shift-Funktion (Keystone), Color-Keys und das mit der M10 eingeführte Live-Composite.

Beginnen wir mit den Hilfsmitteln bei der Aufnahme. Die M1 liefert einen verbesserten 5-Achsen Stabilisator (Image Stabilzer - I.S.) der Bewegungen jeglicher Art erfolgreich um bis zu 3 Blendenstufen ausgleicht. Das bedeutet, dass Sie ein Motiv, für welches Sie normalerweise eine 1/250s benötigen noch erfolgreich mit einer 1/30s ablichten können, ohne dass es zu sichtbarem Verwackeln kommt. Dabei ist es unerheblich ob Ihre Bewegung seitwärts, vor- oder rückwärts, eine Drehung oder Auf- und Ab-Bewegung war. Von Problemen mit Doppelbildern, auch bekannt als Shutter-Shock, berichteten mache Benutzer bereits bei der E-P5. Es wurde nachgewiesen, dass es unter benutzerabhängigen Konstellationen zu diesem Effekt kommen kann, der sich im übrigen durch ganz simple physikalische Begebenheiten erklären lässt. (Aktio = Reaktio) In die neue Firmware 1.3 wurde eine neue Funktion integriert (Auslöseverzögerung mit dem Wert 0,03s), welche eingeschaltet dieses Phänomen verhindert. Nähres entnehmen Sie am besten den einschlägigen Olympus Fachforen. Ich selbst habe keinerlei dieser Effekte.
Der I.S. kann auf horizontale und vertikale Stabilisierung eingeschränkt werden um Mitzieher zu ermöglichen und unterstützt auch Objektive, die nicht dem mFT bzw. FT System angehören. Dazu gibt man die Brennweite einfach per Hand an. Eine neue Funktion namens S-I.S. Auto erkennt die Schwenkrichtung selbstständig und passt den Stabilisator entsprechend an. Sie hat sich bei mir als beste Standardeinstellung erwiesen.
Eine digitale Wasserwaage, Histogramm, Hilfsgitter und Rahmen wirken unterstützend beim Blick durch den Sucher oder auf das Display. Focus-Peaking nebst Fokus-Lupe mit bis zu 14-fach vergrößerter Darstellung eines Ausschnitts erleichtert die manuelle Fokussierung auf ein Objekt.
Wer lieber den Auto Fokus nutzt kann aus 81 Messpunkten wählen. Dabei hat der Nutzer die Wahl ob alle, eine Gruppe von 9 Messpunkten (6 bzw. 4 am Bildrand) oder einzelne Fokuspunkte genutzt werden sollen. Jedenfalls so lange die M1 im Kontrast-AF Modus läuft. Diesen gibt sie bei Verwendung von FT Linsen mittels Adapter (z.B. MMF2 oder MMF3) zugunsten eines auf dem Sensor realisierten Phasen-AF auf. Dann stehen einem 37 Messfelder zur Verfügung. Per Tastendruck lassen sich die Messpunkte in Ihrer Größe in beiden Modi verkleinern. Der Wechsel zwischen Phasen- und Kontrast-AF wird von der M1 gesteuert. Der Benutzer kann dies nicht beeinflussen. Wird der Tracking-AF mit Serienbildaufnahme verwendet, nutzt die M1 eine Kombination aus beiden Messverfahren. So wird immer die optimale Messmethode gewählt.

Die M1 zeichnet RAW Dateien in 12 Bit Farbtiefe auf. Allerdings darf man die RAWs der M1 schlicht als digitales Negativ für eventuelle Nachbearbeitung, statt entscheidendem Hauptaugenmerk sehen. Die JPEG-Engine von Olympus und die Möglichkeiten, welche die M1 zur Gestaltung bietet, sind so enorm, dass es nur noch sehr selten zur Entwicklung kommen wird. Ist diese dennoch notwendig, weil z.B. der Weißabgleich doch daneben lag, kann man einerseits das Wiedergabemenü der Kamera zur Entwicklung nutzen und dort Presets anlegen oder man gibt die RAWs an die mitgelieferte Software Olympus Viewer 3 für PC oder Mac zur Entwicklung weiter. Dieses Stück Software ist zwar langsam, bietet aber alle Funktionen, die auch die M1 beherrscht um RAWs zu entwickeln. Funktionen des TruePic VII Prozessors können also am Rechner angewendet werden. Das Bild kann dort auch als TIFF zur Weiterverarbeitung ausgegeben werden. Panoramen werden übrigens grundsätzlich nicht in der Kamera zusammen gesetzt. Auch dazu dient der Olympus Viewer 3. Die Ergebnisse überzeugen allerdings nicht so recht, da sie idR. sichtbare Übergänge zeigen. DIe kostenfreie Software Hugin erzielt deutlich bessere Ergebnisse.
Worauf ich hinaus will: wer nur in RAW fotografiert nutzt die reichhaltigen Möglichkeiten der OM-D nur zu einem Bruchteil.
Um allerdings die maximale JPEG Qualität mit der geringsten Kompression zu erhalten ist es notwendig eines der vielen Untermenüs aufzurufen und die Voreinstellungen, die im Anwendermenü eingestellt werden, anzupassen. Im Genauen heißt das in das Anwendermenü G zu wechseln und dort die Bildqualität für eine der vier Voreinstellungen auf L-SF zu setzen, was für die niedrigste Kompressionsstufe von 1:2,7 steht. Diese Voreinstellung kann man anschließend im Kamera-Menü 1 unter dem Punkt Qualität als L-SF bzw. RAW+L-SF auswählen. An diese Art der Bedienung gilt es sich zu gewöhnen.

Lässt man sich auf die JPEG-Bilder ein, bietet die M1 eine Fülle Funktionen und Möglichkeiten zur Bildgestaltung und technischen Verbesserung. Z.B. das direkte aufnehmen von HDR Bildern. Es gibt zwei verschieden stark wirkende Funktionen, die aus vier Belichtungen ein fertiges Bild zusammen setzen. Bei dem Prozess wird alleridings nur ein einzelnes, normal belichtetes RAW und das HDR-JPEG gespeichert, nicht die komplette Belichtungsreihe. Will man selber Einfluss haben, kann man verschiedene Belichtungsreihen mit unterschiedlichen EV-Stufen oder ISO-Werten erzeugen lassen, in denen alle Aufnahmen erhalten bleiben. Dann muss man natürlich das Zusammensetzen mit einer Drittanbieter-Software selbst übernehmen.
Es gibt auch Blitz-Belichtungsreihen, Weißabgleichreihen und sogar ART-Filter-Reihen.
Die ART-Filter sind seit der E-Reihe bei Olympus ein fester Bestandteil jeder Kamera. Mit jedem Modell kommen neue Filter hinzu. Sie verfremden das aufgenommene Bild und sind bei der M1 in mehreren Stufen zu konfigurieren. Sie bieten Rahmen und Vignetten um dem künstlerischen Spieltrieb einen Platz zum Austoben zu geben, ohne sich gleich mit Photoshop und Co. auseinandersetzen zu müssen. Zu jedem ART-Bild kann natürlich das ursprüngliche RAW-Bild aufgerufen werden, sofern diese Speichermethode gewählt wurde [RAW + L-SF]. Mit der M1 kann man zwischen Pop Art, Soft Fokus, Blasse Farben, Weiches Licht, Monochrom Film, Lochkamera, Diorama (Tilt-Shift Effekt), Crossentwicklung, Zartes Sepia, Dramatischer Effekt, Gemälde und Wasserfarben wählen. Mit der Firmware 2.0 sind mehrere Vintage FIlter und eine Color-Key Funktion hinzu gekommen. Nutzt man das ART-Bracketing kann man sich eine Reihe mit allen (selektierten) ART-Filtern erzeugen lassen.
Unter den Szenen-Modi (SCN) gibt es ein Highlight: Sternenlicht. Hier wird eine Belichtungsreihe aus 8 aufeinanderfolgenden Aufnahmen bei ISO1600 generiert und dann übereinander gelegt um Rauschen zu minimieren. Gespeichert werden ein normal belichtetes RAW und das zusammengesetzte JPEG. Man kann allerdings keinen weiteren Einfluß auf diese Funktion nehmen.

Bisher konnte man verschiedene Presets für die Farbwiedergabe wählen wie z.B. i-enhance, Muted, Natural oder Vivid. Es gibt bei der M1 ein Custom-Menü, in dem sich eine persönlich angepasste Voreinstellung ablegen lässt. Außerdem besteht weiterhin die Möglichkeit die Farbgebung von Gelb-Blau (A) und Grün-Magenta (G) im Weißabgleich zu verändern, sowie die Sättigung und Schärfe den persönlichen Vorlieben anzupassen.

Mit dem neuen Farbgestalter kann auf einfache Weise eine Farbtönung und Sättigung definiert werden. Dies erfolgt mit den beiden Drehrädern über einen eingeblendeten Farbkreis. Man erkennt sofort die Auswirkung im Sucher bzw. auf dem Display.

Die M1 beherrscht wie die M5 die selektive Anpassung der Gradationskurve, mit deren Hilfe man Schatten und Lichter einzeln beeinflussen kann. In der M1 hilft einem nun zusätzlich das Histogramm, welches zuvor per [Info] eingeblendet werden kann.

Möchten Sie gerne Zeitraffer-Filme erstellen? Bis zu 999 Bilder können in einer Vorgabe aus Intervallzeit oder Bilderanzahl automatisiert aufgenommen werden. Wer den Film anschließend nicht selber erstellen will kann dies der M1 überlassen. Dann aber limitiert, da als Ausgabeprodukt nur ein MJPEG Movie mit 10 Bildern/s in HD Auflösung dient.

Mit LIVE-BULB und LIVE-TIME konnte man bereits in der M5 der Entstehung eines Bildes zuschauen. Dies wurde in der M1 verbessert, da man sich diesen Verlauf nun auch auf einem Smartphone oder Tablet ansehen und kontrollieren kann. Der Monitor kann zudem abdunkelt werden um einerseits störendes Streulicht zu vermeiden und andererseits eine bessere Beurteilung des Moments zu erhalten, denn nicht immer stimmen Monitoransicht und fertiges Bild auf der M5 in ihrer Helligkeit überein. Während LIVE-BULB die Aufnahme so lange laufen lässt wie der Auslöser gehalten wird, bietet LIVE-TIME Start und Stop per jeweiligen Druck auf den Auslöser. Die bemerkenswerte Funktion "LiveComposit", mit der rauschfreie Langzeitbelichtungen möglich sind, ist seit FW 2.0 nun auch in der M1 enthalten. Damit ist es möglich eine Grundbelichtung unbegrenzt zu widerholen, wobei in den nachfolgenden Belichtungen nur hellere Bereiche der Grundbelichtung hinzu gefügt werden. So entstehen rauschfreie und nicht überbelichtete Langzeitaufnhamen, die z.B. Sternenspuren erzeugen, oder zu ganz neuen kreativen Möglichkeiten führen.

Mit der Keystone Funktion können stürzende Linien dirket in der Kamera entzerrt werden.

Es gibt noch Mehr zu entdecken. Ich hoffe, die wichtigsten Punkte und Neuerungen angesprochen zu haben.

Fotografieren mit der M1

Die Summe der bisher aufgezählten Eigenschaften ermöglicht ein ausgesprochen gezieltes Arbeiten mit der M1, wenn man sich einmal an sie gewöhnt und den persönlichen Vorlieben entsprechend konfiguriert hat. Die Einarbeitungsphase kann sicher etwas dauern. Wer mit einer PEN oder der M5 vertraut ist hat es leichter. Wer markenfremd einsteigt wird sicher längere Zeit benötigen. Es ist ein wenig wie mit einem anderen Auto: von A nach B kommt man zwar, da man das Autofahren bereits beherrscht, die ganzen neuen Funktionen und Aspekte kosten aber eine gewisse Zeit des einarbeitens.
Man kann dann aber mit der M1 sehr effektiv und schnell arbeiten und zusätzlich der Kreativität freien Lauf lassen.

Der schnelle Autofokus scheint keinerlei Verzögerung zu kennen. Der Wechsel von Unendlich auf die Naheinstellgrenze geht mit dem 12-50 als auch 12-40Pro Objektiv innerhalb eines Sekundenbruchteils von statten. Das Ansprechverhalten bei bewegten Objekten, wie z.B ein auf sich zukommendes Auto ist von dem einer reinen DSLR kaum mehr zu unterscheiden.
Die Verwendung von FT Objektiven mit dem Phasen AF zeigt da schon an und wann mehr Probleme. Einerseits sind meine verwendeten Objektive zuiko 11-22, 35mm Makro und 70-300 alle keine Geschwindigkeitswunder, andererseits kam es trotz neuer Phasen-AF Technologie in manchen Lichtsituationen wie z.B. unter einem Blätterdach, zu Pumpen und mehreren Anläufen, ehe der Fokus saß. Das Verhalten war eindeutig schon besser als mit reinem Kontrast-AF, aber von der Treffsicherheit der m.Zuikos entfernt. Aber auch dies soll mit den aktuellsten Firmwareständen deutlich verbessert worden sein und sollte in den Fachforen erfragt werden.

Eine große Hilfe ist der noch mal verbesserte 5-Achsen Stabilisator. Ich habe bereits sehr ruhige Hände, was mir relativ lange Verschlusszeiten erlaubt. Die M1 schafft es, dass ich gute 3 Stufen unter der notwendigen Belichtungszeit bleiben kann. Ein kleiner Versuch bei 25mm (50 KB) auf ein Blatt Papier mit Text zeigte erst bei 1/4s sichtbare Spuren. 1/8 Sekunde sieht noch vollkommen scharf aus. Natürlich muss man das immer situations- und motivabhängig sehen, aber die Hilfe ist deutlich spürbar.
Der große Bildschirm im Sucher hilft, das Bild zu komponieren und das Fokus Peaking unterstützt beim manuellen Fokus. Es lässt sich als schwarze oder weiße Kontur zeigen. Mir wäre es allerdings lieber gewesen eine Farbe wie z.B. blau wählen zu können. Gerade bei Dämmerlicht sind weder weiß noch schwarz gut erkennbar.
Ich besaß auch einen VF3 Sucher und nutzte ihn an einer PM2, bin inzwischen aber zum VF2 gewechselt. Zum Sucher der M1 sind das noch immer Welten. Vergleichen kann man es wohl wie den Wechsel von einem 27" HD auf einen 40" und nun einen 50" Full HD Fernseher. Allerdings entsteht hier auch der große Energieverbrauch der M1. Ein Akku reicht nicht sehr weit. Plant man eine Tagestour sollte man mindestens zwei weitere dabei haben. Das müssen nicht zwangsläufig die Originalen sein. Die PANTONA BLN-1 Nachbauten sind sehr viel günstiger und halten dennoch sehr lange, sodass ich drei davon im Fotorucksack habe und diese dann im Batteriegriff HLD-7 tausche. Der originale Akku verbleibt als stille Reserve in der M1.

Am Ende landen eine Reihe hochwertiger Aufnahmen auf der Speicherkarte. Wenngleich der neue M1 Sensor auf einen AntiAliasing Filter verzichtet, kann ich Unterschiede in der Bildschärfe bei Vergleichsbildern zur M5 und inzw. der M10, welche ich auch mein Eigen nenne, nur erahnen, aber nicht klar ausmachen. Die M1 bietet vielleicht einen Hauch mehr Klarheit, ist etwas cleaner abgsteimmt. Die Farben von M5/10 sind etwas wärmer gehalten.
Erwarten Sie also an dieser Stelle bitte keine Quantensprünge. Die Unterschiede sind minimal. Allerdings wurde bei der internen Verarbeitung die Filterung von chromatischen Aberrationen/Farbsäumen deutlich verbessert, sodass diese im JPEG der M1 nicht mehr erkennbar sind. Wo die M5 noch einen Farbsaum bei Kontrasten und Kanten zeigt, ist bei der M1 eine saubere Kontur zu sehen. Dies wirkt sich positiv auf den gesamten Bildeindruck aus und ich erspare mir einen weiteren Schritt in der Nachbearbeitung.
Der Vergleich wurde mit einem Sigma EX DN 19mm und einem Zuiko 11-22mm durchgeführt. Auf weitere Vergleiche und Pixelpeeperei kann man meiner Meinung nach getrost verzichten. Die M1 liefert eine hervorragende Bildqualität ab und man kann sich unbesorgt rein auf das Fotografieren konzentrieren. Die JPEGs sind meistens direkt brauchbar und eine RAW-Entwicklung wird nur noch selten notwendig.

Mein Tipp: schalten Sie im Anwendermenü E die Rauschminderung auf Niedrig oder Aus. Dies lässt die JPEGs deutlich knackiger aussehen. Das geringe Mehr an Bildrauschen lässt sich tolerieren oder auch hinterher leicht entfernen.
Auch die "Warmen Farben" für den automatischen Weißabgleich schalte ich persönlich ab. Sicherlich reine Geschmacksache - mir sind farbgetreue JPEGs lieber. Will ich einen besonderen Look, nutze ich die Farbmodi oder den Farbgestalter. Andererseits sollte man bei farbgetreuen Aufnahmen ja eh mit einem zuvor ausgeführten Weißabgleich arbeiten und per Graukarte im Nachgang ggf. korrigieren.

Filmen mit der M1

Videoaufnahmen sind zwar nicht die Domäne einer Olympus mFT Kamera, da hat Panasonic mit seinen GH-Modellen die Hose an, dennoch bietet die M1 eine Reihe guter Möglichkeiten und die Ergebnisse sind für den durchschnittlichen Anspruch ausreichend. Trotzdem, die M1 ist in erster Linie eine Foto- und keine Filmkamera. Eine bessere und schärfere Bildqualität liefern die aktuellen Panasonic Modelle.
FullHD und HD Aufnahmen können mit maximal 30 Bildern/s und MPEG-4/ACVC H.264 in zwei Kompressionsstufen für jeweils maximal 29 Minuten auf die Speicherkarte gebannt werden. Auch das veraltete Motion-JPEG (MJPEG) steht weiterhin für HD und VGA-Aufnahmen mit einer maximalen Dateigröße von 2GB zur Verfügung. Wie weit man damit kommt ist sehr vom Motiv abhängig. Ein leichtes Grundrauschen ist bei jeder Aufnahme mit den internen Mikrofonen vernehmbar. Um dies zu umgehen könnten Sie an der 3,5mm Klinkenbuchse ein geeignetes externes Stereomikrofon anschließen, leider rauscht dieser Anschluss auch ein wenig.
Die Aufnahmeempfindlichkeit kann seit der Firmware 1.3 sehr detailliert in je 21 Stufen angepasst werden. Auch die Reduzierung von Windgeräuschen kann in den Stufen Stark - Standard - Wenig sowie Aus gewählt werden. Der Limiter kann nun auch abgeschaltet werden. Die Einstellungen, als auch die detailreiche Pegelanzeige befinden sich im Anwendermenü I, Aufnahmelautstärke, Line In / Intern / Extern. Extern bezeichnet dabei das Zubehörteil SEMA-1 für den AP2-Anschluss. Die Pegelanzeige ist leider nicht während des Filmens sichtbar.
Alle weiteren Funktionen, wie Blende, Belichtungszeit, manuellen Modus, sogar filmen mit den ART-Filtern und das Ein- bzw. Überblenden in und aus diesen ist möglich. Ebenso kann der manuelle Fokus genau so genutzt werden, wie eine einmalige oder kontinuierliche Fokussierung, oder die Nachverfolgung per Tracking AF. Weißabgleich und ISO Wert stehen einem gleichfalls zur Verfügung.
Ein Punkt, der mir ein Fragezeichen über den Kopf zaubert: wer das 12-50mm Objektiv mit Motorzoom gekauft hat, kann dies bequem am Steuerkreuz der Kamera einen gleichmäßigen Zoom ausführen lassen. Dazu muss man sich das Steuerkreuz im Anwendermenü B - Tastenfunktion - Direktfunktion entsprechend belegen. Leider sind eben diese Tasten im Film-Modus bereits anders belegt bzw. startet man die Filmaufnahme aus einem anderen Modus heraus (z.B. P, A, S, M) ohne Funktion. Somit nutzt es einem nichts und man greift wieder zum Ring des Objektivs.

Der Batteriegriff

Wer den HLD-7 Batteriegriff hinzuzieht erzielt mit eingelegtem zweiten Akku nicht nur eine deutlich höhere Laufzeit, sondern bekommt auch gleich zwei weitere Funktionstasten, sowie nochmals die Drehräder und den Auslöser für die Verwendung im Portraits-Modus spendiert. Der Griff ist sehr ergonomisch gestaltet, erhöht aber auch das Gewicht und Volumen der M1. Stolze 730 Gramm inkl. zweier Akkus bringt die M1 samt HLD-7 auf die Waage. Andererseits: eine Nikon D7100 wiegt mit Akku 765 Gramm - ohne Batteriegriff! Ich halte den HLD-7 an der M1 für ein sinnvolles Zubehör, da er das Handling enorm verbessert und die einzige Möglichkeit darstellt eine externe Stromversorgung anzuschließen.

Das 12-40 Pro Objektiv

Kurzum, die Beste Linse, die ich je hatte. Scharf bis zu den Rändern, auch bei f/2.8. Sie vignettiert bei f/2.8 etwas, aber das ist bereits eine Blende weiter nicht mehr vorhanden. Den Linsen 14-42 und 12-50 haushoch überlegen und jeden Euro wert. Eben "Pro". Wer kann, sollte sie sich unbedingt gönnen.

Mein persönliches Fazit:

Ich habe den Schritt von einer M5 auf die M1 gewagt. Die Evolution ist spürbar und gelungen und ich fühle mich auf der M1 wohl. Deutlich wohler, als mein Einstand von einer Panasonic G3 auf die M5.
Positiv: Olympus hat gezeigt, dass sie auf berechtigte Eingaben Ihrer Käufer reagieren und diese in neuen Firmware Versionen umsetzen! Daher meine Empfehlung unbedingt auf die Firmware 2.0 zu aktualisieren!
Notwendig ist der Weg zur M1 aus Sicht der Bildqualität sicher nicht gewesen! Da haben die M5 sowie eine M10 auch genug zu bieten.
Was Ergonomie, Effektivität und den Nutzen angeht, legt die M1 als Flaggschiff die Messlatte auch für ihre DSLR Kollegen sehr hoch. Lediglich ein schwenk- und drehbares Display hätte zum endgültigen Glück noch herhalten können.

Für den Kauf der M1 spricht die sehr große Auswahl hervorragender mFT Objektive, als auch die Möglichkeit alle FT Objektive weiterhin nativ nutzen zu können. Der Markt gibt auch hier einige großartige Linsen her. Für die Besitzer eines FT-Objektivparks ist die Frage, ob man auf eine E-7 warten oder zur Konkurrenz wechseln muss geklärt.

Die Kamera wirkt sehr robust und ihre Eckdaten aus Spritzwasser- und Staubschutz sowie dem nutzbaren Temperaturbereich unterstreichen den professionellen Anspruch.
Der EVF dürfte auch den eingefleischten Fans von Spiegeln ein Staunen abringen. Einen größeres Sucherbild bekommen Sie derzeit jedenfalls nur noch im Mittel- oder Großformat.
Der große Energiehunger ist da schon eher ein Problem, dem man nur mit genügend Akkus entgegen treten kann.

Die Bildqualität spielt in der Liga ambitionierter DSLR-Kameras. Die Funktionen der M1 übertreffen diese. Für den gleichen Geldbetrag kann man sich natürlich eine Sony A7 mit KB-Sensor kaufen, doch da ist das Angebot an Objektiven derzeit beschränkt, von denen keines unter 799,- Euro zu bekommen ist. Außerdem bietet diese weder einen Touchscreen noch die hohe Serienbildfunktion geschweige denn die reichhaltige Ausstattung einer M1.
Der Blick zu Canons 6D und Nikons D610 erübrigt sich, denkt man über Volumen und Gewicht nach.

Die Fragen, die ein jeder für sich entscheiden sollte, sofern er sich für eine M1 interessiert sind:
- reichen 4600x3450 Bildpunkte
- ist man bereit sich mit einem Sensor von nur 17,3x13mm anzufreunden

Der Tiefenschärfebereich beim mFT Format ist nun mal anders in der Handhabung, als es mit dem KB-Format der Fall ist. Wobei ich hier anmerken möchte, dass es überhaupt kein Problem darstellt mit dem 60mm m.Zuiko Makro auf nur einen halben Millimeter zu fokussieren, oder mit dem 45mm f1.8 Portraits-Objektiv ein Auge allein aus einem Gesicht heraus zu stellen und dabei ein butterweiches Bokeh zu zaubern.
Nirgendwo sonst bekommen Sie ein kompakteres und dabei so günstiges Supertelezoom von 150-600mm KB-Brennweite, welches auch noch mit ausgesprochen scharfen Resultaten aufwarten kann. Die Lücken im mFT Markt schließen sich zusehends und derzeit können Sie aus 42 Olympus und Panasonic, sowie 18 Dritthersteller-Objektiven wählen.

Für den ambitionierten Videoeinsatz ist die M1 nicht so gut gerüstet, wie die Konkurrenz von Panasonic, doch für einen kleinen Dreh zwischendurch um z.B. die Atmosphäre einzufangen, bietet die M1 genügend Leistung. Der Mikrofoneingang ist ein gern gesehener Pluspunkt.

Eines kann ich jedenfalls klar sagen, den Kauf bereut habe ich nicht! Für mich ist das mFT System die optimale Lösung aus Größe, Gewicht und Leistung.

Mit der FW 2.0 wurde die M1 nun so weit verbessert und der Preis gesenkt, dass ich meine Wertung von 4 auf 5 Sterne anhebe. Live Composite, Tethering, Keystone, Color-Key ... alles Dinge, die das Paket nun endgültig zum fairen Preis abrunden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine für Alle, Alle für eine ?, 29. September 2014
Von 
Amazon Kundenrezensionen (Plöner See) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Olympus E-M1 OM-D Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) TFT LCD-Display, True Pic VII Prozessor, Full-HD, HDR, 5-Achsen Bildstabilisator) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
NACHTRAG:
Ich habe Kundenbilder mit Crops (Ausschnitt-Vergrößerungen) und Kommentare beim Objektiv Zuiko 12-40mm f/2.8 eingestellt. Sie sagen mehr als 1.000 Wörter.
Übrigens, ich habe jetzt die silberne Ausführung mit der Firmware 2.0, die bei der Photokina vorgestellt wurde, erhalten. Sie sieht Klasse aus !
Die EM1 ist natürlich eine ganz andere Kamera als die EM10. Für die EM10 brauchte ich kein Blick in die Bedienungsanweisung. Für die EM1 habe ich 1 Buch bestellt, weil die Kamera so viele Möglichkeiten hat, daß sie mir zunächst als überladen erschien.

------------------------------------

Nachdem ich viele Jahre mit Nikon (zuletzt D7100), Lumix (zuletzt GH3, LX7, GX7) und Sony (RX100 Mii, MIII, RX10, HX400V) fotografiert habe, habe ich mich dazu gerungen - nicht zuletzt auf Anraten meines Händlers - bei Olympus einen Abstecher zu machen.

Die anderen Kameras sind ohne Frage sehr gut, Portraits, Landschaft, Architektur, stillleben, low-light... alles bestens.
Mal lag der Fokus daneben, mal war das Kit-Objektiv nicht der Knaller, aber die RX haben z.B. super Bilder geliefert.
Meine Zufriedenheit änderte sich als wir ein junger Hund anschafften.
Mit der RX10 dauerte es z.B. bis zu 5 Sekunden bis die Kamera nach einer Aufnahme wieder betriebsbereit war und wieder anfing zu fokusieren. Viele Bilder waren dabei auch nicht scharf. Das fühlte ich mich in etwa an meine Zeit mit der Canon EOS-M zurückversetzt, die grausig langsam war. So verpaßt man natürlich die besten Szenen.

Das änderte sich radikal mit der Olympus.
Mit den Bridge-Kameras (RX10, RX100, HX400V, FZ1000) hatte ich bei einem Nachmittags-Ausflug mit Hund rd. 20 % brauchbare Bilder dabei, mit der OMD + Zuiko 12-40 mm f/2.8 stieg die Rate auf über 80 % !

Angefangen habe ich mit der preiswertere E-M10, dafür aber die aufwendigen Zuiko 12-40mm f/2.8 sowie Lumix / Leica 25mm f/1.4. Zugegeben, es sind keine Linsen, die preiswert sind, aber im Nachhinein, bin ich froh, daß ich ordentlich Geld für Spitzenleistung ausgegeben habe. Die Superlative der Werbung (Pro-Eigenschaften etc.) sind wirklich nicht übertrieben.
Damit waren Aufnahmen in Sekundentakt, mit blitzschnelle Fokusierung und 95% Treffer quote möglich.
Die Bildqualität ist mit den o.g. Linsen verblüffend !
Ich hatte lange überlegt, eine Alpha 7r anzuschaffen. Das Thema ist jetzt vom Tisch !

Rasiermesserscharfe Bilder mit enorm viel Details, fast alle perfekt belichtet, egal wo die Sonne steht, Weitwinkel-Funktion, Panorama, Macro, low-light... Alles dabei, alles super. Beim Hund kann man auch in 3 m Entfernung jedes Haar sehen, mit der Tiefenschärfe kann man auch spielen, obwohl die OMD kein Vollformat-Sensor hat.
Die Kamera ist unglaublich vielseitig und erstaunlich leistungsfähig. Voraussetzung um diese Leistungsfähigkeit zu entfalten sind natürlich Objektive der Spitzenklasse mit grosser Blende.
Und diese o.g. sind auch so schnell, daß man das Antippen des Auslöseknopf sich fast schenken kann. Diesbezüglich gibt es auch noch die Option Vorfokusieren, wobei der AF ständig arbeitet, so daß die Cam ständig schießbereit ist. Aber selbst ohne, sie fokusiert so schnell und so exakt, daß man seine Arbeitsweise umstellen kann.
Vorbei die 5 Sekunden Wartezeit nach einem Bild ! Echtes point and shoot !
Die OMD sind also - nebenbei - echte Reportage-Kameras und eignen sich auch für Sport und Aktion.
Das 12-40mm f/2.8 harmoniert perfekt mit der OMD. Nun wurde bei der Photokina 2014 das 40-150mm ebenfalls f/2.8 auf der ganzen Länge und mit interne Fokusierung (also keine Luftpumpe) vorgestellt. Es ist ebenfalls staub- und wasserdicht, soll rd. 1.400 Euro kosten, aber wenn es so gut wie das 12-40mm ist, dann ist das die perfekte Ergänzung.

Nach ca. 15 Minuten hatte ich den Überblick über die Bedienung und die meisten Funktionen.
Die Szenen sind Spitzenmäßig, der AF eine Klasse für sich, der Sucher, das Display, der Stabi sind vom Feinsten !
Alles läuft sauschnell, effizient, todsicher, flüssiger als mit alle anderen Kameras, die ich bisher benutz habe, mit Ausnahme der Fuji X-T1 + XF-Objektive. Eigentlich ist das eine Reportage-Kamera, eine Streetkamera, eine Portrait-Kamera, eine Studio-Kamera, eine Sport- und Aktion-Kamera ... mehr als die anderen weil sie in allen Belangen gut bist sehr gut ist, sie hat sozusagen keine Schwächen ! Nur der Griff ist nicht sehr ausgeprägt. Man kann sie sicher halten, muß aber Druck mit den Fingern üben um sie festzuhalten.

Was mir an der OMD so gefällt ?
1. Sie ist für alles zu gebrauchen, extrem vielseitig.
Es gibt z.B. neben dem obligatorischen Panorama eine Funktion Weitwinkel, Panorama, Fischeye und natürlich Makro (in der neuen Ausführung ist sogar eine digitale Tilt-Funktion um bei Architektur-Aufnahmen mit Weitwinkel die vertikalen, schrägen Linien zu begradigen, auch nachträglich).
2. Das was sie macht, macht sie sehr, sehr gut !
3. Sie ist sehr robust, auf dem Niveau der Fuji X-T1, wetterfest und staubdicht
4. Alle MFT-Objektive und Zubehör (Olympus, Lumix, Sigma, Leica, Tamron...) lassen sich problemlos damit betreiben, und das sind eine Menge !

Was mir an der OMD nicht gefällt ?
Bisher gar nichts.

Nachdem ich soviel gutes von der E-M10 erfahren habe, habe ich auch noch die E-M1 silver mit den neuen Funktionen bestellt. Das kann nicht schaden wenn man von der Sorte 2 Gehäuse hat um bei Wind und Wetter ein Objektivwechsel zu vermeiden.

---------------------------------------------------
Finanzielle Betrachtung / Preis-Leistungsverhältnis

1.300 Euro sind nicht von Pappe und Voraussetzung um die Kamera auszureizen ist zumindest das Zuiko 12-40mm (24-80mm KB) f/2.8.
Damit ist man schon knapp über 2.000 Euro, das ist also eine ganz andere Nummer als eine RX10.
Kommt das Tele 40-150mm (80-300mm KB) f/2.8 noch hinzu, wird die drei tausender Marke um ein Paar hunderter überschritten.
Will man auch einige Goodies wie z.B. Olympus-Konverter x 1,4 für das o.g. Tele, Metabones-Adapter mit Bildfeld-Vollformat-Umstellung, Blitz oder Ledzilla-Leuchte, Pol-Filter etc., landet man problemlos in Euro so hoch der höchten Berg Europas, immehin 4.807 m über Null. Ist also der Gipfel.
Verständlich also, daß man in dieser Lufthöhe wirklich Gutes erwarten kann.
Das mag erschreckend sein, betrachtet man jedoch die Qualität, die Schnelligkeit, die Helligkeit, die Mobilität (Gewicht, Maß) und die Wetterfestigkeit dieser Ausstattung, dann wird einem klar, daß man so ziemlich das Beste hat, was man für Geld kaufen kann.

Die o.g. Objektive sind so hell, daß ich nicht mit Blitz fotografieren muß, auch im Innenraum. In wirklich schwierigen Bedingungen montiere ich eine LED-Leuchte an einem Novoflex Mini-Kugelgelenk.
Ersatz-akkus habe ich bei Amazon-Warehouse Deals gefunden: 2 x Hähnel HL-S5 7,2 V 1150mAh für zusammen 21,60 inkl. Porto statt 54,28.

-----------------
ALTERNATIVE

Etwas günstiger wird es mit der Fuji X-Pro1 / X-T1. Für die Fujinon XF 18-55mm f/2.8-4.0 und 55-200mm f/3.5-4.8 habe ich zusammen rd.1.300 Euro bezahlt.
Man muß schon am oberen Ende der Brennweite Kompromisse mit der Lichtstärke machen, aber f/4.8 ist immer noch besser als die üblichen f/5.6 und die XF-Objektive sind auch Weltklasse.
Bei Fuji gibt es auch sehr interessante Festbrennweiten wie das XF 18mm f/2.8 oder 35mm f/1.4 für je um die 500 Euro.
Dieses Fuji X-System ist also eine echte Alternative zum OMD-MFT-System.

Nun werden Sie mich fragen, was ich empfehlen würde, da ich beide besitze. Ich weiß es nicht, ich liebe beide, aber im Moment neige ich eher zum Olympus MFT, weil ich auch noch die kompatiblen Lumix GX7 und GH3, einige lichtstarke Festbrennweiten, darunter 3 Sigma f/2.8, die sehr kompakt und mit je rd. 170 Euro sehr preiswert sind. Man kann daher mit der OMD mit relativ wenig Geld anfangen und nach und nach auf die teueren PRO-Objektiven von Zuiko aufsteigen. Der Nachteil: Man muß Ersatzobjektive mitschleppen und ggfs. auf dem Feld wechseln.
Meine Bedenken über die 243 mm² eines MFT-Sensors gegenüber die 330 mm² eines APS-C haben sich als unbegründet erwiesen. Das ist zwar ein Bruchteil der 864 mm² eines Vollformat-Sensors, aber ich bin dermaßen beeindruckt von dem Detailreichtum und BQ der OMD + Zuiko, daß der Wunsch nach einer Alpha7r mit 36 MP erstmal vom Tisch ist.
Mir ist klar geworden, daß ich mit der langsamen 7r nicht glücklich werde und mehrere tausend Euro nur um Landschaften zu fotografieren sind mir zuviel bzw. die A7r bietet mir zu wenig und schon gar nicht für das Geld und die Folgekosten.

--------------
FAZIT

Ich sage es nochmal an dieser Stelle: Diese OMD (und auch die preiswertere OMD E-M10) bringen mit ihre MFT-Sensoren Leistungen einer APS-C der Oberklasse. Meine sperrigen GH3 und D7100, beide mit Zusatzgriff, bleiben seitdem im Schrank und ich vermisse nichts, schon gar nicht das Gewicht und die Masse.
Aber es ist wie immer, die Kamera ist nur so gut wie die Objektive und da muß man bereit sein, so schnell wie möglich, viel mehr als für das Gehäuse auszugeben. Und ein Zusatz-Akku muß auch unbedingt her, weil das mitgelieferte reicht nicht einmal für einen Nachmittags-Ausflug.
Neben sündhaft teueren Zuiko mit Festbrennweite und hohe Lichtstärke (z.B. 12mm f/2.8, 45mm f/1.8 oder 75mm f/1.8) habe ich mehrer Sigma mit f/2.8 angeschafft. Sie haben sehr gute Kritiken und kosten um 170 Euro. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen, sie zu testen. Man kann also damit anfangen und erst später wenn das Bankkonto wieder geflutet wird auf die teueren Zuiko greifen.

Auf jeden Fall 5 Sternen für die Olympus OMD.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tausch OM-D E-M5 gegen OM-D E-M1, 11. November 2014
Da ich mit meiner E-M5 eher unzufrieden war, grundsätzlich die Olympusprodukte für gut halte und ein kleines System neben meiner EOS 6D behalten wurde, habe ich mir die E-M1 angeschaut und auch behalten.

Regelmäßig wird der Vorteil E-M1 zu E-M5 auf die Verwendung von FT Objektiven reduziert, tatsächlich kann die E-M1 so ziemlich alles besser als meine E-M5.

Der Sucher ist eine Wucht: Riesig, hell, hochauflösend, schnell und es werden jede menge Informationen angezeigt. In jeder Hinsicht besser als der an der E-M5.

Autofokus: Extrem schnell, genau und auch zuverlässiger als der an der E-M5. Besonders der letzte Punkt hat mich an der E-M5 immer gestört: Oft lag der Fokus weit ab vom Ziel und hat alles Mögliche scharf gestellt.. Weiterhin ist der C-AF bzw. der Verfolgungsmodus weit zuverlässiger als an der E-M5.

Bedienung und Haptik: Ein Riesensprung zur E-M5. Die Knöpfe sind an der E-M5 sehr weich und schwammig. Besonders ärgerlich war, dass ich bei der Bedienung der Knöpfe oberhalb des Bildschirms umgreifen musste und auch die Einstellräder waren für meine Hände zu klein.

Ganz anders an der E-M1: Die Knöpfe haben einen sauberen Druckpunkt und die Räder kann ich perfekt bedienen. Gut gelungen ist der Hebel zum Umstellen der Funktionen der Einstellräder. Sehr gut sind auch die Knöpfe neben dem Objektiv, ich habe auf einen der Knöpfe die Belichtungsvorschau gelegt.

Weniger gut sind bei der E-M1 die Schultertasten zum Einstellen des HDR- bzw. Serienbildmodus. Hier muss ich leider umgreifen. Allerdings kann die Funktion auf eine der Fn gelegt werden, daher kein Problem.

Die größten Unterschiede merkt man aber, wenn man die beiden OM-Ds nebeneinander stehen hat und dann in die Hand nimmt. Durch den gut geformten Griff liegt die E-M1 nicht nur weit besser in der Hand, bei schwereren Objektiven merkt man auch, dass die E-M1 dadurch besser ausbalanciert ist und auch ruhiger in der Hand liegen kann.

Die weiteren Punkte sind ähnlich der E-M5:
Die Bildqualität geht in Ordnung und liegt auf APS-C Niveau, aber unterhalb der EOS 6D und durch die höhere Schärfentiefe ist die Freistellung schlechter möglich als an der EOS 6D. Wobei ich durch das sehr gute 45mm von Olympus auch hier zu schönen Ergebnissen komme.

Ein Wucht ist natürlich der 5-Achsen Stabi und der Bildschirm ist auch sehr fein aufgelöst. Das Objektiv ist sehr gut und wertig verarbeitet, andere habe sich darüber schon ausgelassen.

In der Summe gefällt mir die E-M1 weit besser als meine (verkaufte) 5er. Allerdings ist der Preis zu hoch und ich kann verstehen, wenn viele argumentieren, dass sie für das gleiche Geld eine A7, EOS 6D oder eine 610er von Nikon bekommen. Trotzdem: Die E-M1 macht Laune.
------------------
Update Dezember 2014:
Nach mehreren Monaten Nutzung hier ein paar negative Erfahrungen:

1. Energiemanagement: Die Akkuleistung ist ziemlich gering. Der Originalakku bringt 250-300 Aufnahmen. Also immer einen Ersatzakku mitnehmen, zumal die Anzeige sehr gern von "Voll" auf "Leer" springt, also etwas ungenau ist. Weiterhin würde ich mir eine feinere Einteilung für den Ruhemodus wünschen.
2. Ersatzakkus: Ich benutze Akkus von Drittherstellern. Hier musste ich feststellen, dass diese nicht vom Original-Olympus Ladegerät geladen werden. Etwas schwach aus meiner Sicht.
3. Wireless: Die Anwendung Olympus I.O. Share kann nur JPEG-Fotos anzeigen bzw. auf das Smartphone importieren. Auch dies ist ziemlich schwach. Und ich frage mich warum dies bei Canon klappt und bei Olympus nicht: Mit meiner EOS 6D gemachte Raws werden von der Canon-App angezeigt und können problemlos als JPEG importiert werden. Ein sinnvolles Argument gegen Raws existiert hier nicht, für mich bedeutet das zunächst doppelte Datenhaltung.

-> Natürlich lassen sich die Punkte relativ einfach beheben: 1+N Akkus mitnehmen, Ladegeräte vom Fremdhersteller nutzen und JPEG+Raw speichern. Allerdings gibt es aus meiner Sicht auch kein Argument für diese Schranken.

Und ein paar positive Erfahrungen mit der OM-D E-M1:

1. Der Sucher ist spitze. Nachts hell und die Nachzieheffekte sind kaum merkbar.
2. Der Autofokus ist schneller als der von meinen anderen DSLR bei der Benutzung von Olympus- Objektiven. Auch die Genauigkeit ist mit Oly- Objektiven hervorragend. Allerdings trifft dies nicht bei meiner 20mm Panasonic Linse zu, hier ist die Sache eher Durchschnitt (aber auch nicht schlecht).
3. WLAN- Einstellung: Knopf-Drücken, ggf. QR-Code einscannen, fertig. Kein Gefummel im Menü wie an meiner EOS 6D oder meiner Ex-Nex 6.
4. Bedienung: Wirkt zunächst kompliziert und wenig intuitiv, ich habe mich aber daran gewöhnt und finde es gut für mich die Knöpfe so belegen zu können wie ich es will.
5. Objektive: Das 12-40mm ist schnell und sehr scharf und es braucht sich neben meinen L Objektiven nicht zu verstecken. Allerdings ist mein Tipp das 45mm f1.8. Schnell, feines Bokeh und sehr scharf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenkamera!, 2. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Olympus E-M1 OM-D Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) TFT LCD-Display, True Pic VII Prozessor, Full-HD, HDR, 5-Achsen Bildstabilisator) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Ich habe sie seit 1 Woche.
Hab Erfahrung mit e-m5, NX20, EOS 650, Sony A58, Panasonic GH2, Nex 5, X-E1, RX100 und noch ein paar mehr.
Fotografieren tue ich schon seit 35 Jahren, meist privat aber auch mal beruflich.

Die brandbeue Sony A7 hatte ich auch im Visier.
Der gleiche Preis für den Body und das für eine gleich große Vollformatkamera!
Die Euphorie wurde schnell wieder gebremst... ganz wenig Objektive außer mit Adapter.
Die Sony ist absolut top! ...die größeren und schwereren Objektive leider nicht.
Der Sensor braucht die passenden Linsen, ist ja auch logisch!

Für mich ist die m1 das Sahnehäubchen zur m5.
Zugegeben die m5 täte es genauso, die Neuerungen der m1 gefallen mir aber so gut, daß ich
den hohen Preis verschmerzt habe.
Die bessere Haptik, die besser angeordenten Tasten, Focus-Peaking, Four-Thirds Unterstützung, usw.
Absolut hochwertig, bestens verarbeitet!
So an die 65 Objektive gibt es am Markt, mft und ft.

Wenn man die paar negativen Rezessionen liest, merkt mal schnell das da nicht viel dahinter steht.
Definitiv ist in der mft-Klasse nicht Besseres am Markt!
Meine letzte Lieblingskamera war die EOS 650 mit einer Reihe guter Linsen.
Ich vermisse sie nicht, die Oly ist der EOS in Bildqualität und Ausstattung überlegen!
Mein Sohn hat eine Vollformat Nikon, auch er ist voll des Lobes über die Bilder der Oly.

Die viel gescholtene Menüführung ist weit besser als ihr Ruf.
Ich komme eigentlich mit jeder Digitalen zurecht, man muß sich halt ein bisschen Zeit nehmen.
Wer die bei solch einer Kamera nicht mitbringt ist selber schuld.
Ich arbeite meist im A- oder S-Modus, die Bedienung über die Einstellräder in Verbindung mit den
programmierbaren F-Tasten klappt bestens!

Der Autofocus und der Stabi sind genial, die 10 Bilder/sec sowieso.
Gestern habe ich Tauben abgelichtet die gerade gefüttert wurden.
10 Bilder/sec mit dem 45er, f1.8, sehr schwer das Gewimmel scharf zu kriegen...
aber ein paar Bilder sind garantiert scharf.

Die Kamera ist etwas schwerer als die e5, stört mich aber nicht weil man sie dadurch ruhiger halten kann.

Ich benutzte die m1 auch im Videomodus. Der fortgesetzte Autofucus (C-AF) ist besser geworden, die Videoqualität ist
gleich geblieben denke ich.
Vor ein paar Wochen habe ich meine m5 gegen eine GH2 antreten lassen.
Bei Nahaufnahmen fand ich die Oly definiv besser als die GH2... auch wenn man im Netz oft etwas anderes
liest. In der Halbtotalen und Totalen ist die Panasonic besser.
Da ich selten im C-AF Modus arbeite vermisse ich auch den Vorteil bei den GH's nicht!
Ich glaube die Oly wird da unterschätzt!

Ich würde mir die m1 jederzeit wieder kaufen, hätte aber sicher nichts gegen ein paar hundert Euros weniger
einzuwenden gehabt.
Andererseits sind die Oly's sehr wertbeständig, ein Preisverfall wie z.B. bei Samsung (NX20) ist nicht zu
befürchten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Achtung, das ist eine subjektive Wertung! ;-), 27. März 2014
Die Vorab-Warnung deshalb, weil mich ein 2-Sterne Rezensent sicher in der Luft zerreissen wird! Ich gebe also vorab bekannt, dass mir durchaus bewußt ist, dass es preisgünstigere Kameras mit größeren, vielleicht sogar leistungsfähigeren Sensoren gibt. Ich habe mich nach FT damals bewußt für mFT als mein Sytem entschieden und zwischenzeitlich immer wieder reichlich andere Marken, Bodys und Sensoren ausprobiert! Und nein, ich möchte keine KB-DSLR oder irgendeine andere Klapp-Spiegel- oder Teil-Durchlässiger-Spiegel-SLT-Kamera mein eigen nennen. Die wirklich reizvolle SONY A7 hat leider keinen Stabi und eine nur sehr begrenzte und teure Objektivauswahl zu bieten.

Die E-M1 spielt nun schon in einer anderen Liga als meine bisherigen Kameras, schon die aufwändige Verpackung gibt einen ersten Vorgeschmack. Liegt perfekt in meiner (nicht sehr großen) Hand, auch im Vergleich zur E-M5 mit HLD-6 tatsächlich noch eine Steigerung. Ansonsten überwältigt einen die Vielfalt der Ausstattungsdetails und Konfigurationsmöglichkeiten. Mein altes 14-55mm FT-Objektiv fokussiert jetzt so flott, als wäre es an einer klassischen DSLR angebracht, super! Und dann der riesige, klare und hochaufgelöste EVF (KEIN OLED Sucher wie viele andere = natürlichere Farben und Kontraste, bei Bedarf heller), wow, daran muss ich mich erst noch gewöhnen! Gegenüber der E-M5 kommen für mich wichtige Verbesserungen hinzu:

- mind. 50% größerer EVF
- geklapptes Display schaltet Augensensor ab
- echtes Fokuspeaking
- eingebaute HDR-Aufnahme
- nochmals verbesserter Stabi
- nochmal schnellerer AF, vor allem auch mit FT-Objektiven
- alle Tasten nahezu frei konfigurierbar
- Tasten und Räder mechanisch verbessert

Und womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte, was bisher noch KEINE Olympus mFT- oder Fuji X-Systemkamera bot/bietet:

- Scenemodus Sternenlicht

Zitat aus digtalkamera.de:
"Interessant ist der „Sternenlicht“-Modus, bei dem die E-M1 eine Serie von 8 Bildern zu einem rauscharmen Bild vereint. Das funktioniert prima, lässt sich aber nicht konfigurieren. Schön wäre hier etwas mehr Einfluss zum Beispiel auf den Bildstil oder die Obergrenze der ISO-Empfindlichkeit und die Rauschunterdrückung, aber das alles ist festgelegt. Die Ergebnisse sehen glatter und rauschfreier aber etwas weicher aus, als das allein mit der Rauschunterdrückung möglich wäre."

Also in etwa die handgehaltene Nachtaufnahme mit Mehrfachbelichtung, die Sony und Panasonic schon ewig anbieten, von mir seit einer kurzen NEX-7 Episode immer schmerzlich vermisst, jetzt endlich auch bei Olympus verfügbar.

Für mich ist der Aufpreis zu meiner alten E-M5 mit HLD-6 jetzt schon gut angelegt, und dabei habe ich noch gar nicht alle Möglichkeiten ausprobiert. Die E-M1 ist dazu ein richtig schönes Stück Technik zum "Liebhaben", was ich an der Fuji X-E1 ein wenig und an sämtlichen NEXen total vermisst hatte. Und das tollste: Man kann sogar damit Fotografieren!

Jetzt habe ich mir gleich noch sehr günstig das hochgelobte Zuiko 2.8-4.0/12-60mm bestellt, das wird mir mein Zuiko 2.8-3.5/14-55mm II ersetzen. Das 14-55mm hatte ich mir deswegen geholt, weil das 12-60mm nicht so gut wie dieses mit dem AF der E-M5 harmoniert. Und hier fängt eine Rechnung an, die den Anschaffungspreis einer E-M1 drastisch relativieren kann:

Nicht nur der MMF-Adapter zum vollem Funktionsumfang alter FT-Objektive an der E-M1 ist im Wettbewerbsvergleich unschlagbar günstig, sondern auch die optisch ausgezeichneten FT-Objektive sind mit etwas Glück gebraucht vergleichsweise sehr günstig zu erstehen. Das fantastische 2.8-4.0/12-60mm zum halben Preis eines aktuellen gebrauchten M.Zuiko 2.8/12-40mm, ein 2.8-3.5/50-200mm ebenfalls für weit weniger als die Hälfte des gleich großen, gleich schweren zukünftigen 2.8/40-150mm, das 2.0/50mm Makro günstiger als das M.Zuiko 2.8/60mm u.s.w.

Für Umsteiger von einer E-5 bleibt der gesamte Objektivpark uneingeschränkt nutzbar, mit allen Vorteilen, zukünftig zusätzlich auch die kompakten mFT-Objektive nutzen zu können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


74 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE Kamera. Für Amateure und Profis das perfekte Werkzeug!, 22. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Olympus E-M1 OM-D Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) TFT LCD-Display, True Pic VII Prozessor, Full-HD, HDR, 5-Achsen Bildstabilisator) nur Gehäuse schwarz (Elektronik)
Mal ehrlich, bei dem Preis, den Olympus für die E-M1 ausruft (vor allem mit dem 12-40er-Objektiv) kann man schon auf den Gedanken kommen, dass hier eine sehr ambitionierte Profikamera angeboten wird. Aber eine Profikamera mit dem "kleinen" Microfourthirds-Sensor?
Und das, wo Sony gerade mit seinen Vollformat-Systemkameras den Markt komplett aufwirbelt?
Ich kann aber hier schon vorweg beruhigen: die E-M1 ist eine Kamera, die sowohl Profis als auch Amateure zufrieden stellen wird.

Ich habe in den letzten Jahren einige Kameras getestet (u.a. Sony Nex, Sony RX1, Fuji X100, Fuji X-E1, Olympus E-M5) und bin letztendlich wieder bei meiner Nikon DSLR (D7000) gelandet. Im letzten Urlaub dann habe ich bei diversen Wanderungen und Bergtouren aber doch das Fluchen angefangen. Ich hatte es einfach satt, den ganzen Tag so viele Kilos rumzuschleppen.

Aber die einzige Systemkamera, welche mich von der Bildqualität und vor allem in Sachen Autofokus begeistern konnte, war die Olympus E-M5. Dazu die genialen kleinen Objektive von Olympus und Panasonic.... warum ich die E-M5 damals wieder verkauft habe, konnte ich im Nachhinein selbst nicht mehr verstehen.

Als nun die E-M1 vorgestellt worden ist, hatte ich wieder Lust auf was Kleines und Feines.
Also beim Fotofachhändler vorbestellt, und zwar mit dem 12-40er 2.8-Objektiv. Normalerweise mag ich keine Zoom-Objektive, aber dieses interessierte mich auf Grund der Lichtstärke doch sehr.

Vor 1 Woche nun habe ich die Kamera abholen können und bin begeistert. Alleine der erste Eindruck in Sachen Optik, Haptik und Verarbeitungsqualität ist beeindruckend.
Die Kamera liegt super in der Hand, etwas größer als z.B. eine Sony Nex aber doch deutlich kompakter als eine DSLR.

Mit den Olympus-Objektiven 12mm, 17mm (1.8), 45mm und 75mm konnte ich diese Woche schon einige Aufnahmen machen und weiß beim besten Willen nicht, weswegen der oft geschmähte Sensor nicht ausreichend sein sollte. Die Schärfe ist enorm, selbst bei offener Blende. Dazu kann man wirklich wunderschön freistellen, die Kamera liefert zusammen mit den Objektiven sehr schöne und harmonische Bokehs. Speziell bei Portraits finde ich die Bilder deutlich stimmiger als bei meiner geliebten D7000. Gut, an das Freistellungspotiental einer D4 kommt die Olympus nicht ran. Aber legt mal die Nikon samt entsprechender Scherbe neben die E-M1 und ihr werdet Euch gut überlegen, ob dieser Rest mehr an Bildgestaltungspotential diese Dimensionen und vor allem diesen Preis rechtfertigen.

Dazu kommt bei der Olympus E-M1 ein traumhaft schneller Autofokus und eine schon bei JPEGS herausragende Bildqualität. Einzig der automatische Weißabgleich hat mich manchmal im Stich gelassen, hier musste ich des öfteren selbst einstellen. Ein Firmwareupdate könnte dieses Manko aber sicher beheben.

Auch ein eingebauter Blitz fehlt mir manchmal, der beigefügte Aufsteckblitz ist aber auch keine schlechte Lösung. Aber wenn man nur schnell mal einen Aufhellblitz benötigt, ist das Rumgefummel bei der E-M1 schon nervig. Erst Abdeckungen entfernen (mal sehen, wie lange es dauert, bis ich die verliere) und dann den Miniblitz aus der Tasche holen.... das hätte man besser lösen können.

Das Menu der E-M1 ist gewöhnungsbedürftig und seeeehr umfangreich. Ohne intensive Auseinandersetzung mit der Kamera tut man sich als Olympus-Neueinsteiger am Anfang manchmal schwer.
Aber das bekommt man mit der Zeit doch recht gut in den Griff. Vor allem die vielen Möglichkeiten, Funktionen über frei belegbare Tastenbelegungen selbst zu belegen, machen die Kamera auch bei hektischen Situationen gut bedienbar.

Das nicht ganz günstige 12-40er-Objektiv lohnt sich meiner Meinung nach auch, da es nun endlich ein lichtstarkes Standardzoom gibt (24-80er Kleinbild entsprechend), mit dem man auch bei schwachen Lichtverhältnissen arbeiten kann. Die Bildqualität ist absolut hervorragend, was man aber bei dem Preis auch erwarten darf.

Auch einige Profifotografen sind mittlerweile (zumindest teilweise) auf Olympus umgestiegen, was ich durchaus verstehen kann.

Gut, der Preis ist sportlich. Aber man bekommt dafür eine Profikamera (jawoll!), die auch jeden Amateur glücklich machen wird.

Für mich die Kamera des Jahres, auch wenn viele DSLR- und Vollformatfreunde das sicher anders sehen werden. Testet die E-M1 und ihr werdet merken, dass die Werbesprüche von Olympus hier nicht zu hoch gegriffen sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Umstieg, 6. Dezember 2014
Gleich vorne weg.
Ich komme nicht von einer Canon oder Nikon-SLR, sondern von der Olympus E-520 zur OM-D E-M1.
Wer also noch unentschlossen ist, ob er weiter mit seiner alten Olympus fotografieren möchte, könnte hier einige Hinweise erhalten, hoffe ich.
Am Anfang gleich die wenigen kleinen Kritikpunkte. Ich vermisse das zusätzliche Kartenfach. Manchmal war es einfach ein gutes Gefühl die besten Bilder gleich sichern zu können. Aber auch mit einem Smartphone geht das schnell genug. Der feinere Druckpunkt des Auslösers erfordert evtl. etwas Übung.

1.Die Bildqualität spielt besonders in den Grenzbereichen in einer ganz anderen Liga. In jeder Beziehung egal ob Rauschen,
Dynamik, Auflösung oder Detailschärfe. Zuweilen verlangt die E-M1 wegen der extremen Schärfe mehr Sorgfalt. Fehler
werden „bestraft“. Die JPG-engine ist doch etwas anders abgestimmt, aber nicht schlechter genauso zuverlässig,
eher ungewohnt. Und beurteilen Sie die Bildqualität erst abschließend, nachdem sie mal die Rauschunterdrückung
auf aus und die Schärfe auf -1 gestellt haben! Für die "echte" Beurteilung auf dem Display ist die JPG-Kompression
LF einzustellen, was z.B. auch im Anwendermenü 1 oder 2 gespeichert werden kann.

2.Das Handing ist noch einmal deutlich besser. Ganz besonders mit einer L-Platte für Arca
Swiss Stativköpfe oder dem Batteriegriff, der für die großen FT-Objektive unbedingt zu
empfehlen ist. Wetterschutz und Robustheit (zum Nägel einschlagen) beeindruckt mich ebenso
wie die unglaubliche Funktionsvielfalt und Konfigurierbarkeit der Räder und Knöpfe.
Alles geht einem nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut über.

3.Das Menü ist abgrundtief. Meine My-Sets habe ich für den Ernstfall in Exceldateien gespeichert, falls im Notfall
ein Komplett-Reset nötig sein sollte. Wer seine E- M1 gleich am Anfang nicht regelmäßig (ge)braucht, wird
wahrscheinlich ewig die Automatiken und Szenemodi benutzen, die aber auch für den Anfänger (oder Notfall)
unbedingt zu empfehlen sind.

Meine Lieblings-E-M1-features noch zum Schluss:
der wahnsinnig starke Stabi (1/5-1/10 s sind oft möglich),
der große helle und scharfe Sucher, die geniale Gesichtserkennung mit exakter Belichtung auf's Gesicht
(sorgt für sorgenfreies Porträt-shooting),
der Daumenhebel zum schnellen Umschalten von Blende/ EV auf WB/ ISO, die HDR-Taste,
Live-Composite sowie die Fokusgeschwindigkeit an meinen FT-Makros (50-iger und 150-iger).
Vergessen wird sehr oft auch der effektivste Staub-Rüttler unter den Kameras.
Staub auf dem Sensor kenne ich nicht, das hat sich nicht geändert.

Fazit:
während die E-520 ein „verlässlicher Kumpel“ war, ist die E-M1 zwar keine Diva, aber eben ein professionell abgestimmtes Gerät mit speziellen Seiten, die ohne etwas Ehrgeiz und Einsatz nicht zu erobern ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 13. Mai 2014
Die OM-D E-M1 mit dem 12-40 habe ich zwar nicht bei Amazon gekauft, aber da ich selber die Bewertungen hier gerne nutze, schreibe ich meine eigenen Eindrücke zur Kamera an dieser Stelle.
Vor der E-M1 habe ich viele Jahre lang mit einer Nikon DSLR und verschiedenen Objektiven fotografiert. Das Ganze wurde mir jedoch zu unhandlich, daher hatte ich mich entschieden, auf eine Systemkamera umzusteigen.
Seit ca. sechs Wochen nutze ich nun die E-M1 intensiv und ich bin restlos begeistert. Das Potenzial dieser Kamera eröffnet mir viele neue fotografische Möglichkeiten, die mir bisher, wenn überhaupt, nur schwer zugänglich waren. Ich fotografiere übrigens ausschließlich in "RAW" (Capture One Express) und im Modus "M". Momentan begeistern mich besonders (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
- schneller und präziser Kontrast AF und die Möglichkeit, das Fokusfeld per "Touch" schnell auszuwählen
- großer und heller elektronischer Sucher, der mich die optischen Sucher schnell vergessen ließ (was ich nicht für möglich gehalten hätte)
- Klapp-Display, das den Sucher perfekt ergänzt - der schnelle AF steht immer zur Verfügung und je nach Aufnahmesituation eignet sich mal der Sucher besser, mal das Display, sehr praktisch
- ISO Automatik - die hat mir schon oft sehr geholfen
- Bildstabilisator, der die Möglichkeiten bei längeren Belichtungszeiten ganz erheblilch erweitert
- sehr guter Sensor - bei der RAW Umwandlung habe ich damit sehr viel Spielraum sowohl in den Tiefen als auch in den Lichtern
- Live Time Belichtung - einfach genial
- verschiedene Belichtungsreihen, die ich immer wieder gerne nutze, um auch dem Himmel eine Chance zu geben
- Konfigurierbarkeit und viele (durchdachte) Bedienelemente - damit habe ich direkten Zugriff auf alle erdenklichen Einstellungen, die ich im fotografischen Alltag so brauche
- viele genial durchdachte Details, z.B. der Zweifachdruck auf den Knopf "Fn1", der sofort mit dem zuletzt verwendeten Zoomfaktor in ein Bild hineinzoomt, und zwar an die Stelle, auf die fokussiert wurde
- manuelle Fokussierung (am Objektiv) und "Focus Peaking", auch als spontaner Eingriff in den AF
- tolle Haptik - wenn ich heute eine DSLR in die Hand nehme, habe ich das Gefühl, einen Backstein zu halten
- wetterfeste Abdichtung - das norddeutsche Schmuddelwetter kann mir und der Kamera nichts mehr anhaben :-)

Das sind nur die Punkte, die mir spontan einfallen, wenn ich an die ersten Wochen mit meiner E-M1 denke. Ich denke, ich habe (für eine ganze Weile) meine Traumkamera gefunden. :-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen