Kundenrezensionen


693 Rezensionen
5 Sterne:
 (351)
4 Sterne:
 (141)
3 Sterne:
 (92)
2 Sterne:
 (59)
1 Sterne:
 (50)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


232 von 248 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt"
Was sollte der Autor machen? Alle Welt hat doch von ihm erwartet, dass er nach seinem megaerfolgreichen "Hundertjährigen" mit dem neuen Buch mindestens genauso gut ist, sich am besten nochmals übertrifft. Und das hat er auch versucht, vielleicht sogar geschafft. Schließlich lässt er seine Hauptheldin Nombeko per Zufall ins südafrikanische...
Vor 8 Monaten von Falk Müller veröffentlicht

versus
215 von 253 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, intelligente Reflexion mit leider wiederholtem Konzept
Leider bin ich hin und her gerissen.

Wenn ich "Die Analphabetin, die rechnen konnte" als ersten Roman von Jonas Jonasson gelesen hätte, würde ich wahrscheinlich eine euphorische Rezension schreiben. Ohne Zweifel: das Buch ist gut, die Geschichte ist originell, der Autor hat viel zu sagen und reflektiert vieles in interessanten Bildern. Allerdings ist...
Vor 8 Monaten von Andreas Camino veröffentlicht


‹ Zurück | 1 270 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

232 von 248 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt", 16. November 2013
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Was sollte der Autor machen? Alle Welt hat doch von ihm erwartet, dass er nach seinem megaerfolgreichen "Hundertjährigen" mit dem neuen Buch mindestens genauso gut ist, sich am besten nochmals übertrifft. Und das hat er auch versucht, vielleicht sogar geschafft. Schließlich lässt er seine Hauptheldin Nombeko per Zufall ins südafrikanische Atomwaffenprogramm stolpern, schickt sie dann mit Hilfe des Mossad-Geheimdienstes nach Schweden und lässt sie schließlich am ganz großen Weltenrad drehen. Mehr geht fast nicht. Seiner Heldin gönnt er dabei kaum eine Atempause - und dem Leser damit auch nicht. Es wird also nie langweilig - ständig bekommt man neue, skurrile Wendungen aufgetischt. Aber irgendwann stellt sich auch eine gewisse Art von "Reizüberflutung" ein - bei mir zumindest. Dem Plot geistig zu folgen, erfordert auch Anstrengung. Beim nächsten Roman wird sich der Autor etwas grundlegend Anderes ausdenken, und das Erzähltempo dabei drosseln müssen. Sonst hetzt er sich, sein Buch und die Leser womöglich noch zu Tode!

Jetzt mal zur Sprache, zum Erzählstil. Hier liegt aus meiner Sicht die große Stärke von Jonasson. Wer seine Fähigkeit mit Sprache umzugehen, witzig und unterhaltsam zu schreiben, schon beim "Hundertjährigen" schätzen gelernt hat, der wird auch bei dem neuen Buch nicht enttäuscht. Er kann es einfach. Ihm gelingt es, alle seine Figuren (bis in die Nebenfiguren hinein) glaubwürdig zu zeichnen und beim Leser Sympathie für sie zu erwecken. Das erreicht er mit einer Sprache, die unbekümmert, ja schon fast kindlich klingt. Und auch die Art, wie er seine Geschichte erzählt, hat schon etwas kindlich- naives. Manche Wendung im Roman wirkt vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen - aber gerade das macht andererseits die Geschichte irgendwie unberechenbar, spannend und gibt ihr eine Portion fröhlicher Anarchie. Fast könnte einem hier das Lied von Jonassons berühmter "Landsfrau" Pippi Langstrumpf in den Sinn kommen: "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt". Mit ihrer frechen, unbekümmerten Art erinnert mich die Heldin Nombeko auch irgendwie an Pippi Langstrumpf.

Hat das Buch einen literarischen Anspruch? Der Autor hat in einem Interview ja selbst erklärt: sein Roman soll vor allem eines: unterhalten. Und das tut er auch. Aber eben nicht mehr, wie ich finde. Gegen das Nichtvorhandensein von tieferer Bedeutung wäre an sich auch nichts einzuwenden. Aber der Autor wählt für seinen Plot eben teilweise Konstellationen (rassistische Gerichtsurteile, atomare Rüstung) oder auch Orte, die schon an die ernsten Dinge dieser Welt erinnern. Etwa wenn er seinen Roman im größten Slum Südafrikas beginnen lässt, oder wenn wenn er ganz beiläufig erwähnt, dass die Hauptheldin Nombeko ihren Vater nie kennengelernt hat und ihre Mutter starb, als sie zehn war. Das ist nun mal traurig und passt irgendwie nicht so recht zu einem unbeschwerten Unterhaltungsroman.

FAZIT
Der neue Roman ist sicher nicht schlechter als sein Vorgänger. Aber vielleicht ist jetzt doch schon eine Art Gewöhnungseffekt eingetreten an die durchaus grandiose Art Jonassons, den Leser mit ständig neuen Einfällen zu verblüffen. Es ist wie bei einem Zaubertrick, den man zum zweiten Mal sieht: mag er auch noch so genial sein - beim zweiten Mal hat man sich schon daran gewöhnt, dass das Auto von der Bühne verschwindet... Vielleicht kann man den Zauber des ersten Mals auch gar nicht vollständig reproduzieren - obwohl sich Jonasson sehr darum bemüht. Gleichwohl ist es aber natürlich wieder ein spannender Unterhaltungsroman geworden, der weit über dem Durchschnitt seines Genres liegt. Man hat das Bedürfnis (die Sucht) immer weiter zu lesen, auch wenn die Geschichten noch so weit hergeholt erscheinen - oder vielleicht gerade deswegen....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


215 von 253 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, intelligente Reflexion mit leider wiederholtem Konzept, 17. November 2013
Von 
Andreas Camino (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Leider bin ich hin und her gerissen.

Wenn ich "Die Analphabetin, die rechnen konnte" als ersten Roman von Jonas Jonasson gelesen hätte, würde ich wahrscheinlich eine euphorische Rezension schreiben. Ohne Zweifel: das Buch ist gut, die Geschichte ist originell, der Autor hat viel zu sagen und reflektiert vieles in interessanten Bildern. Allerdings ist die Geschichte vom Titel begonnen ein Spiegel seines ersten Überraschungserfolges "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand". Aus Mann wird Frau, aus alt wird jung und die Geschichte spielt jetzt in Afrika. Hier wirkt der Schwede, der aus Absurdität Geld macht. Nein, das ist übertrieben und dem Roman und Autor nicht angemessen. Aber nun etwas zum Inhalt.

Nombeko Mayeki, die junge Heldin, wächst in einem südafrikanischen Slum auf. Sie wird Waise, wird in einen Unfall verwickelt, aus dem sie (obwohl unschuldig) als Schuldige heraustritt und fortan als Putzfrau eines Atomwaffentechnikers arbeiten muss. Sie ist sehr klug und kann übermäßig gut rechnen. Die Geschichte entwickelt sich wie der Vorgängerroman absurd weiter, sie schmuggelt ungewöhnliche Dinge, kommt in Kontakt mit dem schwedischen König und vieles mehr. Im Detail will ich da nicht weiter darauf eingehen, der Roman und der Fortgang der Geschichte lebt von diesen skurrilen Einfällen. Ein Beispiel möchte ich allerdings nicht auslassen: mir haben besonders gut die drei chinesischen Schwestern gefallen, die beruflich Hunde töten. Das setzt sich später noch verrückter fort. Jonas Jonasson schreibt toll, er hat einen beiläufigen, harmlosen Erzählstil, der im extremen Kontrast zu den Absurditäten der Handlung steht. Genau das hatte mir im Vorgängerbuch auch schon so sehr gefallen. Dabei bezieht er sich auch oft oft die aktuelle Geschichte, Politik und Gesellschaftsstrukturen. Hinter dem geschickt geschriebenen Witz liegt also eine ernste und reflektierte Aktualität, die durchaus lesenswert ist.

Leider finde ich nur absolut schade, dass das Konzept fast identisch aus dem vorherigen Erfolgsbuch kopiert ist. Ich traue dem Autor weit mehr zu und frage mich, ob der Verlag nicht auf dieses Muster gedrängt hat. Wenn es so wäre, ist das schade. Da ist sicher mehr Potential. Aus dem Grunde bin ich enttäuscht. Eine Bewertung ist daher schwierig.

Grundsätzlich kann ich den Roman jedem sehr empfehlen, der sich von dieser Art Geschichten angezogen fühlt. Auch wer das vorige Buch gerne gelesen hat und nicht enttäuscht über das gleiche Konzept ist, wird Freude an dem Buch haben. Ansonsten hoffe ich auf etwas mehr Mut beim nächsten Roman von Herrn Jonasson.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wiederholung, 14. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman (Kindle Edition)
habe mich sehr auf das Buch gefreut und war enttäuscht. Hat man "den Hundertjährigen..." gelesen kann man sich die "Analphabetin" schenken. Ich habe ständig das Gefühl, dieses Buch schon zu kennen. Gleicher Stil, gleiche Story nur Orte und Namen sind neu. Schade, schade schade. Da reut einen das Geld.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erwartungen nicht erfüllt, 10. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman (Kindle Edition)
Nach dem "Der Hundertjährige,der aus dem Fenster stieg und verschwand...", das ich genial finde, war ich von diesem Buch enttäuscht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Na ja,, 9. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman (Kindle Edition)
Es war der "Hundertjährige, der aus dem Fenster......." schon etwas skurril, aber doch stellenweise ganz originell und witzig, aber dieses Buch gefiel mir überhaupt nicht mehr.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kann nicht an den vorherigen Roman anschließen, 18. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman (Kindle Edition)
Ich habe den Roman "Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand" begeistert gelesen.
Daher habe ich mir auch den neuen Roman gekauft. Leider gefällt er mir nicht annähernd so gut, ich finde die Einbettung in das politische Weltgeschehen (ein chinesischer Botenjunge wird Hals über Kopf Präsident Hu Jintao) überzeichnet und das Geschehen an den Haaren herbeigezogen (zB: der schwedische König besucht regelmäßig eine alte Kartoffelbäurin und hilft ihr ein Schloß als ihren neuen Wohnsitz zu finden, weil sie behauptet, gräflicher Abstammung zu sein ...).
Ich hab's trotzdem ausgelesen, aber begeistert bin ich wirklich nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


62 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was für ein völliger Blödsinn / Die Putzfrau die mit der Bombe verschwand..., 21. November 2013
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman (Kindle Edition)
Gerne erinnere mich an jenen alten Herrn zurück, jenen Hundert-Jährigen, der in seiner Verfolgungsstory mit allerlei Charakterraffinessen brillierte, eine Verfolgungskomödie mit vielen wunderbaren Überraschungen mit Krimitouch. Ein Roman, der manches Lächeln bis zum Lachen führte, spannend, unterhaltsam, lustig, ein Erfolgsrezept, dass den Autor über gut ein Jahr, aus die Spiegel-Bestseller-Liste katapultierte, ein Traum von einem Erfolg, den nur wenige Autoren geniessen, auch ein Zeichen dafür, wie Unterhaltungsliteratur ankommt und gefragt ist, klar ist man neugierig, was sich jener Schwede hat Neues einfallen lassen...

Der Spiegel schreibt in dieser Woche: "..so erweist sich sein Buch, das gern ein geistreicher Bomben-Bestseller wäre, als ausgesprochener Rohrkrepierer." Leider muss ich mich dieser Schlussfolgerung anschliesssen. Ich bezweifle, dass Leser, die den Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman mochten, den Nachfolger genauso empfinden und mögen werden, zumindest mir geht es so, dass ich selten soviel Blödsinn auf solch' einen Haufen gelesen habe. Klar ist es nicht literarisch, muss es auch nicht. Doch in diesem Buch kommt mir die Kombination von weltpolitischem Geschehen und der völlig abgedrehten Absurdität, die vor Skurrilem, Groteskem nur noch vor sich hinaus schreit, dermassen abstrus vor, dass zumindest ich keinen Unterhaltungswert für mich gewinnen konnte. Ist der Erfolg dem Autor zu Kopf gestiegen? Kann er sich nach einem solchen Erfolg, soviel weit Hergeholtes leisten, dass man im Grunde die seriösen Bezüge wie eine Stecknadel im Heuhaufen suchen muss?

Wir haben: Drei Chinesinnen, die Hunde vergiften, ein Saufkopp von einem Ingenieur der "eine ganze Kognakindustrie allein am Leben halten konnte," und mal kurz 7 Atombömbchen entwickelt, dann die zwölfjährige Nombeko, die wir bis zu ihrem 47. Lebensjahr begleiten, aus Soweto stammend, schwarze Hautfarbe und bei gefährlichen Männern mit einer Schere ausgerüstet, damit sie auch mal diese in so manchen Oberschenkel rammen kann, wenn jemand sich nicht benehmen kann, dann der Schwede Ingmar Qvist, der seine Frau schwängert, und Zwillinge bekommt, beide Zwillinge Holger (1+2) heissen, wobei es eigentlich nur einen gibt, den anderen gibt es eigentlich gar nicht...tja und da sind dann noch 2 israelische Agenten aus dem Mossad, die sich gerne 'mal so eine Atombombe besorgen würden, und wen wunderst, unsere Putzfrau Nombeko, die ursprünglich mal über den Haufen gefahren wurde, wird plötzlich zur Vermittlerin, der heissbegehrten Nuklearwaffe...denn sie ist eine ganz kluge, gerissene, die Bücher verschlingt, und rechnen kann wie ein Taschenrechner, nur schneller, abgedrehter geht es kaum noch, erstaunlich, wie das Jonasson alles aufeinander zulaufen lassen kann...Eine völlig abgedrehte Roadmovie mit einer Atombombe, mit einer Zornigen, einer Kartoffelbäuerin, einem König und einem Ministerpräsidenten...eine heisse Zusammenstellung..

Abgesehen davon, dass jetzt wirklich jedem Leser klar ist, dass das Erfolgsrezept 1zu1 hier wieder angewendet wurde, und dass nach einem solchen Erfolg, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ob wohl Jonas Jonasson genauso wieder verschwinden wird, wie er überraschend auf der Bildfläche erschienen ist? Ich zumindest bin mir sicher, dass der krampfhaft nachgemachte Nachfolger, auch nur annähernd an den Erfolg seines Vorgängers anschliessen wird. Interessant ist, wie vorsichtig manche Leser ihre Enttäuschung ausdrücken. Ich vermisse nicht nur den Humor, (dieses Buch ist nicht wirklich oder nur teilweise lustig) den ich im Erstling so genossen habe, auch der zusammenhängende Plot wie er dort war, fehlt mir hier. Was hier über das 1.Drittel völlig aus dem Ruder läuft, findet dann doch noch den Weg aus dem Chaos in eine verstehbare Plotausrichting. Ausserdem finde ich dieses Buch grottenschlecht und äusserst zäh geschrieben. Für mich hat dieses Buch über die ersten Kapitel keine wirkliche Handlung, keinen Sympathieträger, auch Nombeko nicht, nichts was mich wirklich packen würde. Ein ärmlicher Nachahmungsversuch, eines unnachahmlichen Vorgängers, der umso plumper scheitert. Ich habe selten, einen so schwachen Nachfolge-Roman gelesen, von einem Autor der mich einmal richtig begeistern konnte. Über weite Strecken musste ich mich durch die zähe Lektüre anstrengen, ohne dabei auf einen wirklichen Lesegenuss zu kommen. Schade.

Jonasson ist nun nicht der erste Schriftsteller, der aus dem Journalismus kommt. Leider habe ich immer wieder den Eindruck, dass Journalisten zum einen keine richtigen Schriftsteller sind, und zum Anderen auch anders schreiben, was vielleicht erklären lässt, warum gerade dieser Autor, Satire, Humor, Irrwitz irgendwie mit dem Weltgeschehen, mit Politik, Monarchie, Nuklearwaffen, Rassismus, Apartheid zu verknüpfen versucht, Themen die eben dann doch gerade in diesem Roman versucht werden. Wie man das finden mag, und ob das wirklich zusammenpassen kann, kann nur der Leser entscheiden, ich finde, dass es weniger gut zusammenpasst und: Mir gefällt das auch nicht.

Zitat: "Reichte es nicht, das sie tagein, tagaus S****** schleppen mussten, sollten sie sich jetzt auch noch S******* anhören?" (24)

Sie wissen ja, welches schöne Wort mit S beginnt, mit e aufhört und 8 Buchstaben hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen wie eine Überdosis, die abstumpft, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman (Kindle Edition)
kein Vergleich zum Vorgänger! Das Buch wirkt auf mich wie ein Kinofilm, in dem man alle technischen Möglichkeiten einsetzt und den die Handlung immer auf Vollgas abläuft. Das ist langweilig, da zudem ein Spannungsbogen fehlt und die Charaktere oberflächlich bleiben. Ich lese selten ein Buch nicht zu Ende. Das hier erlebt bei mir keine letzte Seite. Schade!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade um Nombeko, 31. Dezember 2013
Der Hundertjährige war/ist ein außergewöhnliches Buch, was Story, Schreibstil und Humor angeht. Es noch besser oder gleich zu machen ist sehr schwer und kaum zu schaffen. Was sich aber schon beim Hundertjährigen andeutete hat der Autor hier mit Erfolg geschafft. Eine Geschichte über 443 Seiten so lang zu ziehen, dass sie nur einfach nervt. Schade das Verlag und Autor nicht den Mut gehabt haben die Geschichte auf 220 Seiten zu begrenzen. Ich bin mir sicher, Nombeko hätte es gefallen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


78 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Janosch für Erwachsene, 29. November 2013
Von 
Gestern bin ich ja kaum in die heimische Buchhandlung gekommen, so breit war der Bestsellerstapel: eine Palette mit lauter janoschgelben Jonasson-Büchern. Und das trifft auch auf den Inhalt zu. Sozusagen Janosch für Erwachsene. Statt Tiger und Bär – Klofrau und Ingenieur. Hinaus geht’s mit einem Lachen in die Welt.

Das Erfolgsrezept wird noch einmal durchgekocht: Putzig werden die Lebensläufe ebenso liebenswürdiger wie am Rand stehender, dabei jedoch ausgesprochen kluger und gewitzter Menschen mit der großen Welt der Politik zusammengeschlossen. So bekommen die Ereignisse des 20. Jahrhunderts plötzlich ein ganz anderes Ansehen.

An die Stelle des schwedischen Sprengstoffexperten Allan Karlsson tritt in diesem Roman eine junge Frau aus Südafrika, Nombeko Mayeki, 1961 in den Slums von Soweto geboren und früh verwaist. Sie arbeitet als Latrinentonnenträgerin, was dem Roman gleich auf den ersten Seiten herzerfrischende Späße über üble Gerüche einträgt (haha!). Mit 15 wird Nombeko von einem Weißen überfahren. Für die Apartheidjustiz ist sie logischerweise die Schuldige und muss als Putzfrau eines alkoholabhängigen und begriffsstutzigen Ingenieurs, der Atombomben bauen soll (haha!), ihre Strafe abgelten.

Nombeko führt im Lauf des Romans den israelischen Geheimdienst mehrfach an der Nase herum. Eine Atombombe wird mit getrocknetem Antilopenfleisch verwechselt und muss in Schweden versteckt werden (haha!). Nombeko findet schließlich Unterschlupf bei einem schlauen Schweden namens Holger 2, den es eigentlich gar nicht gibt, weil nur sein eineiiger Zwillingsbruder (Holger 1) amtlich registriert ist (haha!). Schließlich kann nur ein anständiges Besäufnis (haha!) mit dem König und dem Ministerpräsidenten bewirken, dass die Weltpolitik wieder ins Gleichgewicht kommt.

Jonasson hat Humor. Ein Humor ist das allerdings, der sich meist auf Hallervorden-Niveau bewegt. Schmunzelnd erinnert man sich daran, wie im „Hundertjährigen“ ein Blödmann von einem breiten Elefantenhintern zu Tode gequetscht oder ein Rocker-Fiesling im Kühlhaus eingesperrt und „vergessen“ wird (haha!). So erwischt es immer die Richtigen, während die Guten gut sind und die Welt aufmischen.

„Ist das aber herrlich skurril!“, scheint hier jede Seite lauthals herauszurufen. Und: „Fanatiker haben keinen Sinn für Humor.“ Also sind wir Millionen Jonasson-Leser, die wir unseren Sinn für ach so viel skurrilen Humor beweisen, doch ganz wunderbar unfanatische Menschen. So könnte man die Jonasson-Botschaft zusammenfassen. Leider wird das Ganze nach einer Weile so schematisch, dass es mich langweilt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 270 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman
EUR 15,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen