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85 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Champions League des Erzählens
„Im Grunde kennt die Literatur nur zwei große Themen: Die Liebe und den Tod. Der Rest ist Mumpitz.“ Ich hätte nicht gedacht, dass ich in einer Rezension einmal Marcel Reich-Ranicki zitiere. Aber hier passt es. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob der Rest wirklich „Mumpitz“ ist (für mich ist er es nicht), aber so...
Vor 13 Monaten von Markus Solty (Horror & Co.) veröffentlicht

versus
25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schlechte Übersetzung und verschenktes Potential...
Natürlich war ich wie jeder King-Fan unheimlich gespannt auf die angekündigte Fortsetzung von Shining. Würde es ihm gelingen, die Qualität dieses Klassikers zu halten oder sogar noch besser zu werden?
King ist oft gebeten worden, die Geschichte von Danny, dem kleinen hellsichtigen Jungen aus „Shining“ weiter zu erzählen und das...
Vor 13 Monaten von Cholina veröffentlicht


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85 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Champions League des Erzählens, 14. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
„Im Grunde kennt die Literatur nur zwei große Themen: Die Liebe und den Tod. Der Rest ist Mumpitz.“ Ich hätte nicht gedacht, dass ich in einer Rezension einmal Marcel Reich-Ranicki zitiere. Aber hier passt es. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob der Rest wirklich „Mumpitz“ ist (für mich ist er es nicht), aber so ganz falsch lag er mit dieser Sichtweise nicht, weil sich doch vieles in der Literatur um Liebe oder Tod dreht. Aber warum dieses Zitat zu Beginn der Besprechung von DOCTOR SLEEP)? Weil dieser Roman ein Hauptthema hat. In seinem letzten großen Roman DER ANSCHLAG hat sich King mehr mit dem anderen „großen Thema“, der Liebe, beschäftigt. Doch hier ist es, wie so oft in seinen Romanen (und wie so oft in der Horrorliteratur) der Tod.

DOCTOR SLEEP ist die Fortschreibung von Kings Roman SHINING aus dem Jahr 1977. SHINING ist wahrscheinlich nicht nur für mich einer der besten King-Romane, was ihn gleichzeitig auch zu einem der besten Horror-Romane überhaupt macht. King war sich natürlich bewusst, dass er ein Wagnis eingeht, wenn er die Geschichte des kleinen Jungen Danny Torrance weiter erzählt. Im Nachwort zum Buch schreibt er ganz richtig: „Ich denke gern, dass ich immer noch ganz gut schreiben kann, aber nichts kann der Erinnerung an etwas gerecht werden, bei dem wir uns ordentlich gegruselt haben, wirklich nichts, besonders wenn diese Erinnerung aus einer Zeit stammt, in der man jung und leicht zu beeindrucken war.“ Im ersten Teil des Satzes untertreibt er ein wenig, aber sonst trifft der Satz den Nagel auf dem Kopf. Das war auch der Grund, warum ich SHINING nicht noch einmal gelesen habe, um mich auf die Lektüre von DOCTOR SLEEP einzustimmen. Den Zauber, den Grusel und die Angst, die dieser Roman bei meinem 15- oder 16jährigem Ich erzeugt hat, kann er unmöglich heute auch noch entfalten. Also habe ich meine spärlichen Erinnerungen angezapft, die aber während der Lektüre dieses Buches immer wieder aufgefrischt wurden.

Das Buch hat drei Handlungsstränge, die langsam aber sicher zusammengeführt werden. Der Roman beginnt nicht lange nach den Geschehnissen im Overlook-Hotel. Danny Torrance hat immer noch die Gabe, Dinge zu sehen und zu können, die andere nicht sehen oder können – das Shining. Im Schnelldurchgang wird seine Kindheit und Jugend erzählt, bevor er als junger Erwachsener gezeigt wird, der genau so ein versoffenes Arschloch wie sein Vater geworden ist. Durch ein Schlüsselerlebnis, seinem Tiefpunkt, versucht er von der Flasche loszukommen, wandert ziellos durch die USA umher und landet schließlich (um die Jahrtausendwende) in dem Örtchen Frazier, New Hampshire, wo er einen Job und Freunde findet, die ihn dazu bringen sich den AA (Anonyme Alkoholiker) anzuschließen. Im zweiten Strang wird von einer Gruppe in Wohnmobilen umherziehender Leute erzählt, die sich selbst den „Wahren Knoten“ nennen. Diese Personen sind nicht wirklich menschlich. Sie sehen zwar aus wie Menschen, haben aber übernatürliche Gaben und eine erheblich größere Lebensspanne, die sie hauptsächlich ihrer „Nahrung“, dem sogenannten Steam“ verdanken. Dieser Steam ist nichts anderes, was der Leser auch als Shining kennt. Und auf welch brutale Weise die Mitglieder des Wahren Knotens an ihren Steam herankommen, zeigt schon früh im Roman auf, wer die Bösen sind.

Zu guter Letzt lernen wir noch das Mädchen Abra kennen. Sie wohnt in der Nähe des Ortes Frazier. Es scheint also kein Zufall zu sein, dass es Danny Torrance dorthin verschlagen hat. Schon Abras Geburt war nicht unbedingt normal. Als kleines Mädchen stellt sich dann heraus, dass sie ähnliche übersinnliche Begabungen hat, wie wir sie von Dan kennen, nur dass sie noch viel stärker ausgeprägt sind. Sie schafft es auf mentaler Ebene eine Verbindung zu Dan aufzunehmen. Aber auch der Wahre Knoten wird auf sie aufmerksam, durch die starke Ausprägung ihres „Shinings“ ist sie für sie die größte Nahrungsquelle, die sie je entdeckt haben. Nach ca. einem Drittel des Buches sind wir im Jahr 2013 angekommen und die bis dahin getrennt voneinander handelnden Personen, treffen aufeinander.

Wie schon zu Beginn erwähnt, handelt der Roman hauptsächlich vom Tod und vom Sterben. DOCTOR SLEEP ist der Name den Dan Torrance erhält, weil er bei seiner Tätigkeit in einem Hospiz, derjenige ist der gerufen wird, wenn ein Patient dabei ist, sein Leben auszuhauchen. Durch seine Fähigkeit und sein wissen, dass es mehr gibt, als das, was man sehen kann, nimmt er den Sterbenden die Angst. Aber auch die Mitglieder des Wahren Knotens werden mit dem Tod konfrontiert. Für sie kommt es umso überraschender, da sie sich fast für unsterblich halten. Aber auch in anderen Haupt und Nebenhandlungsschauplätzen wird immer wieder der Tod thematisiert. Der Roman gibt aber keine Antworten, wie man sich dazu positionieren soll, sondern regt eher dazu an, dieses gerne verdrängte Thema wieder näher an sein eigenes Bewusstsein heranzulassen.

Aber unabhängig von dieser Ebene ist der Roman auch eines: gute, spannende Unterhaltung auf erzählerisch höchstem Niveau. Schon nach wenigen Kapiteln hat es Stephen King geschafft mich in einen Sog hereinzuziehen, wie nur wenige Autoren es können. Man vergisst die Welt um sich herum und lebt für den Augenblick nur in dieser Geschichte. Dieses Erlebnis, das ich in der Jugend oft hatte, herbeizuführen, ist eigentlich nur noch King in der Lage. Er schafft es nicht mehr mit jedem seiner Bücher. Aber mit diesem hier ist es ihm wieder gelungen. Seine Romane sind zwar nicht mehr so unheimlich, wie es seine frühen Werke waren (und ich denke, dass liegt nicht nur an meinem fortgeschrittenen Alter, dass ich so empfinde), aber wie die Spannung aufgebaut wird, um am Ende in einem packenden Finale zu kulminieren. Das ist die Champions League des Erzählens. Wie nebenbei baut er persönliche Erfahrungen ein (AA), bringt kleine Schreckmomente und lässt es in geringen Dosen auch ordentlich splattern.

Und wie seine Figuren bis in die kleinste Randfigur hinein lebendig wirken, versetzt mich bei jedem neuen Buch immer wieder in ehrfurchtvolles Staunen. Dieser Roman hat es geschafft mich zu beeindrucken, obwohl ich nicht mehr „jung und leicht zu beeindrucken“ bin. DOCTOR SLEEP ist mehr als ein guter Horror-Thriller, es ist in meinen Augen große Literatur und ich wage die (für uns wohl nicht verifizierbare) These aufzustellen, dass dieses Buch, wie viele andere von Stephen Kings Büchern, noch in 200 Jahren gelesen werden.

Fazit: Stephen King zeigt bei DOCTOR SLEEP seine einzigartige Fähigkeit einen spannenden Thriller zu schreiben und dabei nebenbei existentielle Fragen anzugehen. Das alles geschieht auch noch in einer erzählerischen Qualität, dass ich von der ersten bis zur letzten Seite des Romans gefesselt war und am Ende absichtlich langsamer gelesen habe, weil ich nicht wollte, dass dieser Roman aufhört.

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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schlechte Übersetzung und verschenktes Potential..., 30. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Natürlich war ich wie jeder King-Fan unheimlich gespannt auf die angekündigte Fortsetzung von Shining. Würde es ihm gelingen, die Qualität dieses Klassikers zu halten oder sogar noch besser zu werden?
King ist oft gebeten worden, die Geschichte von Danny, dem kleinen hellsichtigen Jungen aus „Shining“ weiter zu erzählen und das hat er nun in reiferen Jahren getan. Fast spürt man, dass seine Motivation die Höflichkeit gegenüber den vielen Leserwünschen ist, denn er bringt lange nicht das, was er zu bringen imstande ist. Der Stil ist wie immer bei King – schon nach den ersten Seiten hat einen die Handlung eingefangen, doch was ist das? Der Genitiv wird vom Übersetzer konsequent ignoriert:

„Inzwischen war er acht Jahre alt und trotz diesem Horror zumindest einiger rationaler Gedanken fähig.“
Das hat mir einen ganz großen Teil der Lesefreude genommen, denn das geht das ganze Buch so weiter. Gibt es bei Heyne kein Lektorat mehr? Ist das eine persönliche Note des Übersetzers? Es kann doch nicht sein, dass solch ein Top-Titel in so schlechtes Deutsch übersetzt wird!

Zum Inhalt mag ich noch sagen, dass die Handlung wirklich lesenswert ist. Danny, der aufgrund der Ereignisse seiner Kindheit Alkoholiker geworden ist, kommt erst nach und nach bei sich selber an. Als er die Treffen der Anonymen Alkoholiker besucht, bekommt er seine Sucht in den Griff. Mit seiner Gabe hilft er in einem Hospiz den Sterbenden auf ihrem letzten Weg. Seine Gabe ist es aber auch, durch die er das Mädchen Abra kennenlernt, die ebenso wie er hellsichtig ist. „Steam“ nennen das die Mitglieder einer Sekte, die davon leben, diesen Steam den Menschen zu rauben. Abra ist in großer Gefahr und nur Danny kann ihr helfen…

Das ist ganz kurz umrissen der Inhalt des Buches und eigentlich ist es schade, dass King hier unglaublich viel Potential verschenkt. Denn man könnte so viel mehr schreiben. Die Geschichten drängen sich förmlich auf. Allein schon über die Sekte, die seit Jahrhunderten durch das Land reist, gäbe es sicher einiges zu schreiben, doch King konzentriert sich nur auf die „kurze“ Episode mit Danny und Abra und das ist wirklich bedauerlich, denn er kann so viel mehr.

Trotz der Kritik ist es kein schlechtes Buch, aber es ist eben auch kein richtig gutes King-Buch und so vergebe ich nur 3 Sterne. Wer kann, sollte aufgrund der schlechten Übersetzung zur Originalausgabe greifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig, 21. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wenn nach mehr als 30 Jahren eine Fortsetzung zu einem großen Erfolg angekündigt wird, bin ich meistens sehr skeptisch. Im Allgemeinen entpuppen sich diese Fortsetzungen als wenig gelungen. Dennoch war meine Vorfreude auf Dr. Sleep groß - Shining ist schließlich zu Recht einer der Klassiker von Stephen King.

Bekanntlich hat King einen sehr großen Output, und nicht jedes Buch überzeugt mich; für mich ist King immer dann gut, wenn er einfach eine interessente Geschichte erzählt, sich dabei auch Zeit lässt, und die Charaktere sorgfältig entwirft; ob das dann "Horror" ist oder nicht, spielt für mich keine Rolle.

Leider gehört Dr. Sleep zu jener Kategorie der mißratenen King-Bücher; zum einen weil die Geschichte an sich einfach nicht fesselt und auch die Charaktere bleiben merkwürdig blass.

King wird häufig vorgeworfen, extram "langamtig" zu schreiben - es stört mich nicht, wenn dies seinen Sinn hat - Charaktere entwickelt werden (gerade auch an dem Zeigen von Kleinigkeiten, wie King dies gerne macht), oder eine zweite "Ebene" angelegt wird (Alkoholsucht bei Shining, Zeitporträts wie in "Der Anschlag", etc).

Zeit lässt sich King auch hier - doch diese Zeit wird nicht genützt. Das Buch bleibt merkwürdig leer, an der Oberfläche, nimmt nie wirklich fahrt auf, bleibt blass und unentschlossen.

Schade, aber für mich eines der Schwächsten Bücher von King - neben Tommyknockers, Insomnia, Das Mädchen (auch ganz übel).

Kein Vergleich mit "Shining", "Der Anschlag", "ES", "The Stand" etc.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Manchmal etwas zu langweilig!, 8. Juli 2014
Von 
k. und k. privilegierter Bücherwurm (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ja, alt bin ich geworden. Er war mein Held meiner Kinderzeit. In den 8oer Jahren hat er mich Nacht für Nacht das Gruseln gelehrt: Carrie, Frühling, Sommer, Herbst und Tod, Der Friedhof der Kuscheltiere, In einer kleinen Stadt Needful Things (mein Lieblingsbuch) und natürlich - Shining.

Was habe ich ich Jack Nicholson in diesem Film verehrt. Kubrick's Idee mit dem Fahrstuhl; unauslöschlich ins Hirn gebrannt. Durch Stephen King bin ich Thriller-Fan geworden, irgenwann in den frühen 20er Jahren änderte ich allerdings wegen Mo Hayder meinen Lesezettel.

Ich kaufte King's-Bücher weiter, las sie aber nicht mehr. Mein letztes Buch von ihm war "Das Bild" und "Sturm des Jahrhunderts"; beide gefielen mir überhaupt nicht. Viele zu viele stehen noch immer ungelesen in meinem Regal. Ihn zu lesen war nicht mehr meine Priorität, ihn zu kaufen und im Regal zu haben, musste mit jedem seiner Bücher sein.

Und dann kam er nach München. Natürlich pilgerte ich hin; unvorhergesehen bekam ich ein Exemplar geschenkt. Und natürlich wollte ich wissen: Kann er es noch?

Ja und Nein. Ich glaube, auch wenn ich das Gespräch mit Denis Scheck Revue basieren lasse, dass es King's persönlichstes Buch ist. Er gibt viel von sich Preis - ob bewusst oder unbewusst; aber seine Art und Weise, wie er seine Alkoholzeit, seinen Entzug und die AA-Interventionen beschreibt, sind schon sehr persönlich. Was auch immer sein Punkt war, den er überwinden musste, um den Entzug zu machen, bleibt - absolut - seine Privatsache; ich bin sicher, dass es mindestens so hart war, wie Dan Torrance schwärzester Tag.

Ich muss sagen, dass mich diese Szene sehr berührt hat; ja sogar weinen ließ. Auf ewig, werde ich "Zucka" nicht mehr unbewusst zur Hand nehmen können (wohlgemerkt den "echten" Zucker nicht die Metapher), um nicht an Tommy zu denken.

Ansonsten muss ich aber sagen, dass King viele lange, endlos lange Passagen, eingebaut hat, wo man als Leser wirklich durchhängt. Ich bin es ja von jeher von seinen Büchern gewöhnt, denn alle haben diese Passagen; aber ewig lange AA-Programme zu lesen oder diese "Wahre Knoten"-Geschichte, wer wer ist und was und welchen Trailer sie fahren; oje, das hat mich fast dazu bewogen, ihn wegzulegen. Und doch trieb es mich weiter, um dann plötzlich (ab ca. Seite 560) zu explodieren. King bekommt einen Sog, den nur er hinbekommt. Mein Kopfkino explodierte förmlich, ich sah alles geistig vor meinem Auge abziehen. Er heißt Meister, er ist der Meister. Ich kenne keinen, der das auch nur annähernd zustandebringt, sich alles so bunt, so explosiv, so nahe vorzustellen. Er kann es noch.

Begeistern wird es natürlich auch viele Kollegen; er zollt ihnen ihren Tribut, in dem er ihre Werke benennt, zitiert, Namen von Protagonisten einwirft oder auch nur einen Titel erwähnt: Joanne K. Rowling, Thomas Harris, Jodi Picoult, Dean Koontz, Lisa Gardner, Suzanne Collins, Regisseur Peter Bogdanovic und sogar Margaret Mitchell finden ihre Erwähnung.

Ärgerlich war, dass der Heyne Verlag, es nicht verstand, die Geschichte ordentlich übersetzen zu lassen: Das Korrektorat hat extrem geschlampt. Der Verlag kann das hohe Niveau des Preises nicht halten. Auch ein Lesebändchen hätte dem HC gut getan. Schade!

Fazit: Wer Stephen King liebt und ihn seit Jahren liest, wird sich freuen, dass er in seine alte Form zurückgefunden hat. Für Neueinsteiger ist das Buch allerdings nicht geeignet, da es ohne Shining-Vorkenntnisse nicht ankommen wird. Wer weder den Film, noch das Buch je gesehen bzw. gelesen hat, wird sich mit der Geschichte schwer tun. Persönlich fand ich, dass es einige Leerläufe gab und gerade der "Wahre Knoten" mich fast schon zum Gähnen gebracht hat; diese Geschichte ich nicht neu, hat es in ähnlicher Form schon gegeben, hier war der Punkt wo ich sage: "Bitte tu was, aber tu es bald". Auch die AA-Sprüche und ständige Mantra-Wiederholung war für mich, etwas zu viel und hätte an manchen Stellen nicht sein müssen. Ich habe lange Zeit gedacht, er würde für dieses Buch nur eine 3 kassieren; alles in allem, aber ist es eine Story, die ab einer gewissen Seite einen Sog entwickelt, den man sich nicht mehr entziehen kann - deshalb verdient: 4 Sterne!
Viel Spaß!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phänomenal!!!!!!, 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der kleine Danny Torrance aus dem Buch Shining ist erwachsen geworden. Die vielen schlechten Erfahrungen im Overlook Hotel liegen hinter ihm, die düsteren Geschichten, Erinnerungen und Gefahren liegen tief verborgen in seinem Inneren. Doch ein Teufel lässt sich nicht so leicht wegschliessen - Dans Alkoholsucht. Er tritt was dies anbelangt, in die Fußstapfen seines Vaters.
Doch dann nimmt das kleine Mädchen Abra eines Tages telepatischen Kontakt zu ihm auf, über die Jahre hinweg entsteht so etwas wie eine Brieffreunddschaft, allerdings nicht auf Papier sondern im Kopf der beiden. Dan scheint zwischenzeitlich im wahren Leben angekommen zu sein, er ist trocken, geht seiner Arbeit nach und Abra beginnt zu einem Mädchen heranzureifen. Doch dann kreuzen sich Abras Wege mit denen des Wahren Knotens. Der Wahre Knoten ist eine Art Sekte deren Mitglieder unsterblich sind, wenn Sie sich vom Lebensatem, genannt Steam, übersinnlich begabter Menschen ernähren. Und Abra hat nicht nur viel davon, sondern unendlich viel. Gemeinsam mit Abra öffnet Dan nun sein Innerstes, kehrt in die Vergangenheit des Overlook Hotels zurück um gegen den Wahren Knoten und seiner Führerin Rose anzutreten.
Ich würde dem Buch gerne noch mehr Sterne geben. Es hat mich umgehauen! Ich liebe Shining und ich liebe Doctor Sleep! Wer ein echter King Fan ist wird dieses Buch lieben. Unverkennbarer King-Stil, leise anschleichend, dann direkt, brutal. Die Charaktrere undvergleichbar tief und liebevoll ausgearbeitet, bis zum knallermässigen Finale.
Ihr merkt, ich bin von den Socken.
Sir King ich sage dir meinen Dank und hoffe auf viel mehr von solch vollkommenen Büchern!!!!!
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2.0 von 5 Sternen Leider kein Vergleich zu Shining, 22. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich bin hauptsächlich auf "Doctor Sleep" aufmerksam geworden, weil es als die Fortsetzung von "Shining" beworben wurde. Da "Shining" mein Lieblings-Buch von Stephen King ist, habe ich "Doctor Sleep" gekauft und wurde leider ziemlich enttäuscht.

Das Buch hat mir nicht besonders gefallen und ich finde, dass es mit "Shining" überhaupt nicht mithalten kann. "Shining" ist athmosphärisch dicht, es ist beklemmend, düster und furchteinflößend. Diese Komponenten fehlen für mich in "Doctor Sleep" fast gänzlich.

Zunächst einmal konnte ich mich mit den Hauptfiguren der Geschichte nicht identifizieren und auch nicht mit ihnen mitfiebern. Bei Dan Torrance ging es gerade noch so, aber eher wohl deshalb, weil ich wusste, dass er der damals noch kleine Junge aus dem Overlook Hotel ist. Mit dem Mädchen Abra Stone konnte ich dagegen absolut nichts anfangen. Mir ist beim Lesen mehrere Male aufgefallen, dass es mir zu jeglicher Zeit einfach schlichtweg egal war, ob sie nun aus der Sache mit dem "Wahren Knoten" heil heraus kommt oder ob ihr etwas passiert. Und das ist mir eigentlich beim Lesen eines Buches noch nie passiert, dass ich mich so gar nicht auf die Protagonisten einlassen konnte. Auch die Darstellung der Mitglieder des "Wahren Knotens" hat mir nicht gefallen. Obwohl schnell klar wird, dass der "Wahre Knoten" eine sektenartige Gemeinschaft ist, die wirklich gefählich und bösartig ist, und zum Beispiel auch nicht davor zurückschreckt Kinder, die viel "Steam" besitzen, auf grausame Weise zu töten um ihnen bei den Qualen ihres Sterbens möglichst viel von diesem "Steam" abzuzapfen und ihn in sich aufzusaugen, weil sie praktisch vom "Steam" leben, konnte ich mich vor ihnen nicht gruseln und sie nicht wirklich richtig ernst nehmen. Eine Art Sekte, die als spießige Rentner getarnt in Luxus-Wohnmobilen durchs Land fährt und eine Anführerin, die öfter, quasi als Markenzeichen, einen Zylinder-Hut trägt und deshalb auch von den Mitgliedern "Rose the hat" genannt wird, und diese Mitglieder auch alle solchen bescheuerten Spitznamen haben wie z. B. "Billy the Chink" oder "Snakebite-Andie" - ich fand das alles eher albern und deshalb jagte mir der "Wahre Knoten" auch keine Angst ein.

Desweiteren finde ich, dass die ganze Geschichte in "Doctor Sleep" sehr langatmig geschrieben ist. Es kommt kaum Spannung auf. Und wenn dann doch mal ein Moment der Spannung auftritt, ist er aber auch schon wieder vorbei. Nun ist es ja bei vielen Büchern von Stephen King so, dass dort ziemlich zähe und langatmige Passagen vorkommen, allerdings andere Passagen doch so gut sind, dass mich die zähen Momente nicht besonders stören. Bei "Doctor Sleep" finde ich allerdings, dass diese langweiligen Stellen überwiegen und ich mich deshalb öfter zwingen musste, weiter zu lesen. Dan Torrance ist Alkoholiker. Später geht er dann zu den Anonymen Alkoholikern und wird trocken. In "Doctor Sleep" geht es demenstprechend sehr viel, also wirklich seitenweise, um die Meetings der Anonymen Alkoholiker und um deren Grundsätze und Gebote. Hier hat Stephen King wohl, wie schon in mehreren seiner anderen Romane, ein Thema aus seinem persönlichen Leben mit eingeflochten, denn auch er war ja mal Alkoholiker und drogensüchtig. (Vielleicht war er auch selbst mal bei den AA, das weiß ich natürlich nicht). Grundsätzlich habe ich auch nichts dagegen, wenn ein Autor Problematiken, die ihn selbst betreffen, in seine Geschichten aufnimmt. Nur ist es im Fall von "Doctor Sleep" m. E. einfach zu viel des Guten. Weniger wäre da mehr gewesen, denn die AA-Passagen gingen mir mit der Zeit wirklich auf die Nerven und trugen für mich zur Zähigkeit des Buches bei. Auch der Showdown am Ende von "Doctor Sleep" ist dann nur mäßig spannend.

Es ist mir bei Stephen King schon oft aufgefallen, dass er stark polarisiert. Seine Fans lieben ihn, die meisten Kritiker hassen ihn wohl eher und er wird ja schon immer in die Ecke der "Schund-Literatur" geschoben. Das tut mir immer ein bisschen Leid für King, denn obwohl seine Romane als eher unanspruchsvoll gelten, finde ich, dass er ein wirklich guter Schriftsteller ist in dem Sinne, dass der es einfach drauf hat,beim Leser auf die richtigen Knöpfe zu drücken und sie mit Geschichten zu fesseln, die ihnen teilweise schlaflose Nächte bereiten können. Darum habe ich auch schon viele Romane von King gelesen, denn er versteht es einfach, bei mir wohligen Schauer bis hin zu richtigen Ängsten auszulösen, und das mag ich einfach an ihm. Leider hat das mit "Doctor Sleep" diesmal nicht funktioniert. Ich denke, dass "Doctor Sleep" eines von Stephen Kings Büchern ist, das mir bis jetzt (außer "Duddits") am schlechtesten gefallen hat.

Von dem her müsste ich dem Buch einen Stern geben, ich bewerte es aber mit 2 Sternen, da ich es schön von King finde, dass er die Geschichte von Danny Torrance noch einmal aufgegriffen hat. Auch wenn Stephen King aus dem Stoff meiner Meinung nach mehr hätte machen können, finde ich es trotzdem gut zu erfahren, was aus Danny später geworden ist und wie er sein Shining als Erwachsener einsetzt.
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2.0 von 5 Sternen Was war da passiert?, 10. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich habe ich für Doctor Sleep viel zu lange gebraucht. Das mag bestimmt einmal an der mangelnden Zeit gelegen haben, aber auch an dem Buch selbst. Was ist bei Doctor Sleep passiert, das ich es als das schlechteste Buch von King betitel, welches ich je gelesen habe?

Es ist fad, oberflächlich, langweilig, Charakter die eigentlich im Mittelpunkt stehen sollten, rutschen nach hinten weg, es treten Themen in den Vordergrund, die auch noch elend lang, im gesamten Buch platz finden, über die es schon genug Fachbücher gibt. Von Selbsthilfegruppen mal abgesehen. Nachdem ich ca 450 Seiten durch gekämpft habe und schon so gelangweilt von Alkohol, Teenager Anfällen und der immer wieder kehrenden Diskussion über das Überleben der Bösewichte war, das Buch schon aufgeben wollte, machte es den Eindruck, endlich an Höhe zu gewinnen. Diese Höhe bricht aber immer wieder ein. Die Chancen, den Leser jetzt zu ergreifen, werden immer wieder vertan. Wo ich mich wirklich für dumm verkauft vorgekommen bin, war der letzte Kampf. Stephen King zieht in über 500 Seiten eine solche Langeweile hinter sich her und fasst diesen entscheidenden Kampf so kurz, so dahin geklatscht, ohne Sinn und Verstand dahin, das man wirklich nur noch wütend das Buch zuschlagen will. Doch das wird tatsächlich noch mit der letzten Szene von Jack getoppt, obwohl ich persönlich zumindest gehofft hätte, WENN er dahin zurück kehrt, dann lieber King, gib Jack doch bitte noch mal eine würdige Szene. Es war frustrierend dieses Buch zu lesen.

Ich habe mich das gesamte Buch über gefragt, warum ein kleines Mädchen mehr Mut besitzt, wie Dan, der doch schon älter ist und eine ähnliche Erfahrung bereits durch hat. Dan folgt nur. Er spielt in dem Buch für mich eine Nebenrolle mit bitterem nachgeschmack.

Ich muss tatsächlich sagen, das die Person, die mir am besten gefallen hat, die Mutter Lucy war. Die hatte Feuer und einen klaren, menschlichen Sinn für die Situation. Leider kann man das vom Rest nicht behaupten. Das ist dann halt so, das jemand ein Kind umbringen will und die Tochter mal sagt was Sache ist.

Ich könnte jetzt ewig so weiter machen. Es macht nur keinen Sinn. Für mich, ist die Fortsetzung von Shining komplett untergegangen. Ich sehe tatsächlich überhaupt keinen Sinn in dieser Fortsetzung. Zeitweise, aber über einen längeren Atem hinweg, hatte man wirklich den Eindruck, King würde Shining gar nicht fortsetzen wollen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bieder, moralisierend und langweilig, 1. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Stephen King konsumiere ich seit 1978 und bin oft sehr und selten weniger begeistert von seinen Büchern. Eine Legende, ein Genie und einer meiner Lieblingsautoren, von dem ich fast alles gelesen habe (mit "sword and sorcery" konntest Du mich immer schon jagen, deshalb kein Interesse an der Saga vom Dunklen Turm).

Bei Esoterik-Verdacht klappe ich auch sofort das Buch zu, weshalb ich wahrscheinlich der einzige Mensch auf der Welt bin, der "the stand" nach 100 Seiten zurück ins Regal gestellt hat und der "es" als Film besser findet. Ich gestehe (als ich damals das gleichnamige Buch las) laut gelacht und den Kopf geschüttelt zu haben, als ich vom Ritual von Dingens und dem lieben Gott als große Schildkröte las.

Außerdem hat mir "desperation" nicht gefallen, weil mir der der frömmelnde kleine Protagonist so unsymphatisch war. Ich habe deshalb dem Antagonisten Tak herzlich die Daumen gedrückt und ihm alles Gute für seine Pläne gewünscht (ein Phänomen, das bei mir seit Kindertagen auftritt, wenn die Hauptfiguren einen bestimmten Grad an biederer Redlichkeit überschreiten und das mir z.B. die Lektüre von Dean Koontz gänzlich unmöglich macht).

Leider ist es dann auch diese biedere Redlichkeit, die mir "doctor sleep" so vermiest hat, daß ich mit viel Mühe nur bis Seite 240 gekommen bin. Wie Mr. King über Zigaretten, Alkohol und Kinder denkt, hat er ja oft genug in seinen Geschichten klargestellt und deshalb hatte ich beim Studium des Klappentextes schon vermutet, daß mir sein aktuelles Werk nicht gefallen würde.

Nicht für jeden von uns ist eine in einem Horror-Roman (was "doctor sleep" ja dann doch irgendwie sein will, wie ich aus dem gelegentlich auftauchenden lustigen Haufen Bösewichter interpretieren kann) lang und breit (und vor allem befremdlich moralisierend) ausgewalzte Lebensbeschreibung eines im unteren Dienstleistungsbereich in einer Kleinstadt tätigen Abstinenzlers und jeden Tag betenden Familienpapis eine interessante Lektüre bzw. nachahmenswerte Lebenseinstellung. Dies setzt der Autor in seiner Geschichte aber als selbstverständlich voraus und salbadert (bitte vielmals um Entschuldigung für diese drastische Formulierung, Mr. King) ausführlich, wehleidig und im Sinne Hedwig Courts-Mahler' über Familienleben, Kindererziehung, Nüchternheit und Tugendhaftigkeit (gähn), während ich eigentlich viel lieber weiter über die spannenden Säuferabenteuer des noch nicht "geretteten" Dan Torrance gelesen hätte.

Schliessen möchte ich mit der Abwandlung von zwei Zitaten aus alten Plattenkritiken (das erste Zitat betrifft "The Holiday Inn Tapes" von Roky Erikson, das zweite "Never Let Me Down" von David Bowie) von Diedrich Diederichsen aus seinem im Hannibal-Verlag erschienenen Werk "2000 Schallplatten von 1979-1999.". Dies erscheint mir passend, weil Mr. King dieses Buch ja dem mit ihm befreundeten Musiker Warren Zevon (wegen Alloholismus, klar) widmet, obwohl der (wie ich angesichts seines mir ebenfalls nahezu vollständig bekannten und geliebten vitriolischen Gesamtwerkes vermute; man höre sich z. B. "Detox Mansion" dieses äußerst empfehlenswerten Künstlers zum Thema Sucht und Rehabilitation an) wahrscheinlich wenig Gefallen an Herrn Kings moralisch erbaulicher und bierernster (Wortspiel nicht beabsichtigt) Familienlektüre gefunden hätte :

"Ich will jetzt nicht sagen, daß man bei Konsum dieses Werkes den Alterssabber durch den grauen Vollbart des Künstlers tropfen sieht...", aber etwas altväterlich ist es schon. Mir ist das viel zu bieder. "Vielleicht sollte er es doch mal wieder mit Drogen oder Schnaps versuchen."
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4.0 von 5 Sternen Mein erster King Roman, 28. Oktober 2014
Von 
olli2308 (Halfing) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe meinen ersten King-Roman gelesen und bin insgesamt recht gut unterhalten worden, aber von den Socken gehauen hat er mich nicht. Zum Fan werde ich wohl nicht, auch wenn ich ihm mit dem Roman "Shining" eine zweite Chance geben werde.

Angezogen worden bin ich von der Ankündigung "Die große Fortsetzung von Shining". Den Film habe ich natürlich in den 80er Jahren mit einer Mischung aus Ekel und Faszination geschaut und wollte gern wissen, was aus dem kleinen Danny geworden ist, der mit seinem Dreirad durch das einsame Overlook-Hotel geradelt ist und dabei Dank seiner Gabe allerlei untote Gestalten gesehen hat. Die Antwort: genau so ein versoffenes cholerisches Arschloch wie sein Vater.

Was mich ein wenig genervt hat, sind die langen, langweiligen Passagen in der Mitte des 700 Seiten Wälzers, wo King wohl seine eigene Vergangenheit als Alkoholiker verarbeitet und seitenlang Treffen der Anonymen Alkoholiker beschreibt. Auch die Beschreibung der Zombietruppe der "Wahre Knoten" (was für ein bescheuerter Name) hat nicht zur Spannungssteigerung beigetragen. Die letzten 150 Seiten wird es wieder richtig spannend, da erweist sich Stephan King wirklich als der "Meister des Horrors".

Da es immer wieder Rückblenden zu den Geschehnissen im Roman "Shining" gibt, braucht man den Vorgängerroman nicht unbedingt lesen, um die Geschichte zu verstehen. Für den langweiligen Mittelteil ziehe ich einen Punkt ab, ansonsten habe ich mich gut unterhalten gefühlt bei durchschnittlichem Gruselfaktor, der auf unnötig grausame Szenen verzichtet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das ist nicht der King, den ich kenne und liebe!, 18. Juni 2014
Von 
Catmaniac (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich bin nicht der große Freund von Fortsetzungen. Aber ich lasse mich gern überzeugen, dass sie sich lohnen. Allerdings ist hier so einiges schiefgelaufen. Obwohl King im Nachwort schreibt, er fand die Idee wirklich gut und er wollte das Buch schreiben, das Fans von ihm wollten, finde ich, es wirkt ganz und gar nicht so, als hätte King es wirklich schreiben wollen. Es fehlen seine kleinen "Runden mitten ins Herz", seine Art, wie er den Leser hinterrücks in die Falle laufen lässt, es fehlt seine komplette Finesse.

Das Übel fängt aber schon mit der Übersetzung an, die deutlich schwächelt und Mängel aufweist. Und der Lektor/Korrektor hat dann völlig versagt und die deutsche Sprache massiv vergewaltigt. Das kenne ich vom HEYNE-Verlag absolut nicht, da bin ich höchste Qualität gewöhnt und umso geschockter bin ich jetzt.

Die Story wäre wirklich klasse, hätte sie nicht so viele Löcher wie ein schweizer Käse. Nichts, aber auch gar nichts wird wirklich erklärt, es bleiben unzählige offene Enden (die aber kein weiteres Buch wert wären). Alles tröpfelt vor sich hin, bis zu einem Mini-Show-Down, der auch noch dermaßen vorhersehbar und viel zu glatt ist, dass ich das Buch beinahe an die Wand geworfen hätte.

Wo ist der King, den ich so gerne lese, den ich geradezu verschlinge und der mich bisher noch nie enttäuscht hatte? Wie er selbst im Nachwort schreibt: "Der Mensch, der Doctor Sleep geschrieben hat, ist ein ganz anderer als der wohlmeinende Alkoholiker, der Shining schrieb, aber beide haben dasselbe Ziel: eine tolle Geschichte zu erzählen." King hat seine Süchte schon länger bekämpft und überwunden, aber dieses Buch fühlt sich für mich nach Tiefpunkt an.

"Joyland" fand ich einfach genial, es hat mich auf eine Reise mitgenommen und den Freizeitpark erleben lassen. "Doctor Sleep" hat mich nur von weiter Ferne zusehen lassen und mich nicht in die Story hineingezogen. Das gab es bei King noch nie.

Schade! Ich hatte mich so sehr auf das Buch gefreut und es mir extra länger "aufgehoben", um es genießen zu können. Seit mehr als 20 Jahren lese ich die King-Bücher in ihrer chronologischen Reihenfolge und mache jede Entwicklung, jede Veränderung von King mit, aber hier stehe ich ratlos da und frage mich, was mir wohl "Mr. Mercedes" bringen wird.

Ich muss mich überraschen lassen. Aber für "Doctor Sleep" bleiben leider nur drei Sterne übrig. Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal machen werde und es tut mir körperlich weh.
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Doctor Sleep
Doctor Sleep von Stephen King
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