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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen FRANTASTIC !
Es gibt Filme, bei denen stimmt irgendwie alles und jedes Detail fügt sich in ein harmonisches Ganzes. Frantic ist so ein Film. SchauspielerInnen, Sets, Dialoge, Spannungsbogen, Regie, Story und manches mehr tragen das ihrige bei, einen athmosphärisch dichten, spannenden und zeitlosen Film über eine Entführung, eine amouröse Zweckgemeinschaft und...
Veröffentlicht am 29. November 2006 von Sub_Rosa

versus
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannender Thriller in nur durchschnittlicher Blu-ray Umsetzung
Film:
Der hier vorliegende 120 min. Film von Roman Polanski aus dem Jahre 1987 ist die identische dt. & US Kinofassung.
Harrison Ford spielt einen amerikanischen Arzt, dessen Frau (Betty Buckley) in Paris plötzlich spurlos verschwindet. Auf der Suche nach ihr schlägt er sich mit einer ungewohnten Sprache in einer unbekannten Stadt herum, mit...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2010 von Holger


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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen FRANTASTIC !, 29. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Frantic (DVD)
Es gibt Filme, bei denen stimmt irgendwie alles und jedes Detail fügt sich in ein harmonisches Ganzes. Frantic ist so ein Film. SchauspielerInnen, Sets, Dialoge, Spannungsbogen, Regie, Story und manches mehr tragen das ihrige bei, einen athmosphärisch dichten, spannenden und zeitlosen Film über eine Entführung, eine amouröse Zweckgemeinschaft und den Machtkampf konkurrierender Geheimdienste zu schaffen. Ohne Polanskis Zutun wäre Frantic vermutlich zur Mainstream-Dutzendware geworden - mit ihm jedoch liegt über diesem Movie eine Aura des Besonderen, die man in jeder Szene spürt. Man atmet ganz beiläufig noch viel Pariser Lokalkolorit der 80er Jahre, z.B. mit der tollen Musik von Grace Jones (I've seen this face before), den damals starken Outfits, der übertriebenen Schminke etc. Aber alles ganz dezent eingebaut und nicht übertrieben dominant. Harrison Ford spielt wie immer engagiert, überzeugend und ein wenig abgeklärt - die eigentliche Hauptrolle aber ist der herausragend gespielte weibliche Part seiner Filmpartnerin Emmanuelle Seigner. Warum die junge Frau nach dieser Top-Glanzleistung nicht zum internationalen Star avancierte ist mir ein echtes Rätsel! Nicht nur das sie toll aussieht - das tun viele und ist keine Kunst - Seigner hat echte Stärke im Charakterfach, Ausdruck und Charisma. Eben das, was das Busenwunder vom Star unterscheidet wie die Bravo vom Stern.

Mein Fazit: Frantic ist vielleicht nicht der Beste Film aller Zeiten - aber zu allen Zeiten der beste Film für einen schönen, spannenden Kino-Abend.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film mit Ambience und spannend von A-Z. Einfach perfekt!, 25. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Frantic (DVD)
An diesem Film stimmt nun einfach wirklich alles. Die Geschichte ist absolut perfekt konstruiert und ist spannend von der ersten Minute bis zum Schluss. Die Akteure sind bis in die Nebenrollen erstklassig besetzt und dieser Film hat, was ganz wenige Filme haben: Ambience!
Beispiele gefällig?
Nur schon die Eröffnungsszene, wo Ford und seine Frau im Taxi vom Flughafen nach Paris gefahren werden: Der Taxi hat einen Plattfuss, und Ford kann kein Französisch. Der Afrikanische Taxifahrer flucht in bestem Französisch und Ford steht recht dumm und aufgeschmissen daneben.
Oder dann die Szene, wo der Hoteldirektor (gewohnt, von seinen Angestellten stets als kleiner König behandelt zu werden) dem Concierge nach Hause anruft, und dessen Sohn hängt das Telefon auf, weil sein Vater ihm verboten hat, ihn zu wecken: Nur schon das Gesicht des Direktors spricht Bände!
Oder die Szene im Blumenladen. Oder diejenige rund um die Freiheitsstatue. Ach, die Liste könte noch so lange werden...
Der Schauplatz Paris ist sehr stimmig inszeniert: mit all seinem Dreck, seiner winterlichen Kälte, seinen Bistros und seinem Leben und den muffigen Hinterhöfen. Wer einmal in Paris gewesen ist, weiss:
Genau so fühlt es sich an.
Fazit:
Dieser Film ist für die Ewigkeit. Man kann ihn sich auch nach Jahren immer wieder anschauen und damit eine Reise nach Frankreich tun.
Polanski hat ja einige grosse Filme gedreht, aber meiner Meinung nach ist dieser sein Meisterwerk.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Doktor und das Mädchen., 24. Juni 2014
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frantic [Blu-ray] (Blu-ray)
Der US-Bürger Dr. Richard Walker und seine Frau Sondra sind nach Paris eingeladen. Er soll dort eine Vorlesung halten.
Nach der Ankunft im Grand Hotel bemerken sie das Sondra's Koffer vertauscht wurde...
Keine große Sache an sich aber das ganze hat fatale Folgen.
Als Richard unter der Dusche ist verschwindet Sondra spurlos und bleibt dies auch nach mehreren Stunden.
In Panik meldet er das Verschwinden dem Sicherheitschef des Hotels und der Polizei aber niemand kann helfen.
Völlig verzweifelt begibt er sich selber auf die Suche nach seiner Frau und entdeckt auch einige Spuren die ihn Stück für Stück näher an die Wahrheit bringen...
Eine dunkle Odyssee durch Paris nimmt ihren Anfang.

Frantic aus dem Jahr 1988, inszeniert von Roman Polanski ist ein Meisterwerk des Genres.
Atemlose Spannung die sich langsam aufbaut, brillante Dialoge, eine grandiose Atmosphäre und ein großartiger Soundtrack von Ennio Morricone sorgen für perfekte Unterhaltung.
Die ganze Zeit fühlt man sich an einen Hitchcock-Film erinnert was noch durch den Cameo-Auftritt von Polanski verstärkt wird.
Wer allerdings Action erwartet wird bitterlich enttäuscht werden.
Frantic ist ein "altmodischer" Thriller der Wert auf Story-Entwicklung und Tiefe legt....nicht auf Effekthascherei oder rasante Schießereien.
Darsteller sind u.a.: Harrison Ford, Emmanuelle Seigner, Betty Buckley, David Huddleston, Dominique Pinon und John Mahoney.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stress in Paris., 7. Januar 2007
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Frantic (DVD)
Ein amerikanischer Herzchirurg reist mit seiner Frau nach Paris um an einem Kongreß teilzunehmen. Im Hotel angekommen, nimmt der Mann eine Dusche und die Frau telefoniert. Als er ins Zimmer zurückkehrt ist seine Frau zunächst nicht da. Er schläft ein. Stunden später ist er immer noch allein im Zimmer. Er fragt an der Rezeption nach.

Seine Frau bleibt verschwunden. Er geht zur Polizei und zum Konsulat. Muss sich beleidigende Anspielungen gefallen lassen und versucht auf eigene Faust zu ermitteln. Es gibt einen fragwürdigen Mann, der die gewaltsame Entführung einer Frau gesehen haben soll. Eine weitere Spur ist der getauschte Koffer seiner Frau. Er bricht ihn gewaltsam auf und durchsucht ihn. Nichts bemerkenswertes, nur Streichhölzer mit einer Telefonnummer darauf. Als der Arzt den Mann findet, ist er bereits seit Tagen tot. Auf seinem Anrufbeantworter befindet sich der Arzt und eine weitere Frauenstimme.

Diese Frau war der Kurier des Toten und hat den Koffer verwechselt. Die vorübergehende Zweckgemeinschaft scheint nützlich. Schnell gelingt es Übergabeverhandlungen aufzunehmen. Doch diese scheitert. Eine weitere Partei scheint involviert zu sein. Bei der finalen Übergabe kommt es dann zum Showdown.

Das Spannungsniveau ist von Anfang an sehr hoch. Pittoreske Bilder wichtiger Szenen, markanter Details oder einfach nur die Ohnmacht eines Ausländers gegenüber der einheimischen Sprache vermitteln Authentizität und Mitgefühl. Ein gewaltiger Polansik-Film der manchmal an den Altmeister Hitchcock erinnert.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannender Thriller in nur durchschnittlicher Blu-ray Umsetzung, 20. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frantic [Blu-ray] (Blu-ray)
Film:
Der hier vorliegende 120 min. Film von Roman Polanski aus dem Jahre 1987 ist die identische dt. & US Kinofassung.
Harrison Ford spielt einen amerikanischen Arzt, dessen Frau (Betty Buckley) in Paris plötzlich spurlos verschwindet. Auf der Suche nach ihr schlägt er sich mit einer ungewohnten Sprache in einer unbekannten Stadt herum, mit trägen Polizisten, Bürokraten, die stets auf drei Durchschlägen bestehen, und auch mit einer aufmüpfigen, geheimnisvollen Obdachlosen (Emmanuelle Seigner), die mehr weiß, als sie zugibt. Der Streifen fängt harmlos an und wird zunehmend spannender und bedrohlicher. Ganz zu schweigen von Polanskis und Fords Präzision, die in jeder Filmeinstellung spürbar ist.

Bild: HD-Widescreen (16:9, 1.85:1) 1920x1080p. Der Bildtransfer in Farbe u. Detailtiefe ist nur akzeptabel und liegt leider nur auf DVD-Niveau. In einigen Szenen ist auch starkes Rauschen oder Filmkorn erkennbar. Das liegt auch am vorliegenden Ausgangsmaterial, bei dem auf ein aufwendiges Bildmastering leider verzichtet wurde. Halber Punktabzug!

Ton: Auch hier nur ein Minimum an Ton. Englisch in DTS 2.0 und Deutsch in Dolby Digital 2.0 und weitere 6 europäische Fremdsprachen (siehe Amazonbeschreibung).
Die Englische Tonspur ist noch mit gut zu bewerten, doch die deutsche Synchro hängt hier leider stark nach. Befriedigende Tonspur, die Sprachausgabe wechselt zwischen zu hoch und dumpf. Eine Abmischung mindestens in DD 5.1 hätte hier viel gebracht und wäre ein Qualitätssprung gewesen. Daher halber Punktabzug!

Die Untertitel sind in Englisch, Deutsch, Französisch, Portugiesisch, Tschechisch, Rumänisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Bulgarisch, Polnisch, Italienisch, und Thailändisch vorhanden. Offensichtlich war hier noch viel Platz auf der Scheibe.

Extras: Fehlanzeige! (Leider kein Making-of, Interviews mit Schauspielern, Deleted Scenes, Bilder vom Set, Trailershow, Darstellerinfos, Bildergalerie u.s.w.) Daher Punktabzug.

Ausstattung: Cover mit FSK-Logo ohne Wendemöglichkeit. Ein Booklet gibt es auch nicht.

Fazit: Ein wirklich spannender Thriller von Roman Polanski. Die Blu-ray Umsetzung von den Warner Filmstudios ist lieblos. Ich hätte mir ein besseres Bild- u. Tonmastering, umfangreiche Extras und ein weiterführendes Booklet gewünscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frantic - Ein spannender Film mit viel Atmosphäre, 19. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frantic (DVD)
Tolles Drehbuch und Superbesetzung zeichnen diesen schon etwas älteren Film aus.
Handlung und Atmosphäre halten den Zuschauer gefangen.
Wer den Film noch nicht gesehen hat,sollte dies tun-vorausgesetzt er nimmt sich Zeit und Ruhe dafür.
Allerdings sollte keiner glauben soviel Atmoshäre sei langweilig.Es fällt einem nicht schwer sich mit
den Caracteren des Filmes zu identifizieren.
Sehr Empfehlenswert!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit der coolen Musik von Grace Jones, 27. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Frantic (DVD)
Richard Walker und seine Gattin Sondra kommen nach Paris, und kurz darauf wird Sondra entführt. So beginnt der außerordentlich gute Thriller von Roman Polanski aus dem Jahre 1988. Richard, gespielt von Harrison Ford, lernt die mysteriöse Französin Michelle kennen und das Abenteuer mitten in Paris beginnt. Coole Szene-Bars, schräges Outfit, der ganze Moloch der Metropole Paris dienen als Hintergrund für diesen sehenswerten Film. Harrison Ford spielt den distinguierten und etwas steifen Mediziner Walker sehr gut. Er und die flippige Michelle sind ein herrlich grober Kontrast.

Etliche Szenen dieses Films haben sich unvergesslich in mein Hirn eingebrannt: wie Michelle in der Bar zum DJ geht, er das Lied "I've seen that face before" auflegt und sie daraufhin einen atemberaubenden, lasziven Tanz hinlegt ... oder wie sie mit Richard Walker in ihrem VW-Käfer durch Paris fährt und dabei "Pull up to the bumper, baby" hören. (Hier nachzuhören: Island Life)

Richard fragt: "Kenn' ich nicht die Musik. Ist die neu?" - Michelle antwortet: "Nee, is'n Oldie, schon zwei Jahre alt."

Der Film ist nicht nur spannend, sondern achtet auch auf die Untertöne. Er spiegelt das Ende der 80-er Jahre in einer europäischen Großstadt hervorragend wieder. Emmanuelle Seigner (Michelle) ist beinahe von der Bildfläche verschwunden. Sie hat zwar in Die neun Pforten mit Johnny Depp mitgespielt, sieht dort aber sehr verändert aus. Frantic ist ein guter Tipp für einen coolen Filmeabend. Für 80-er Fans ein absolutes Muss!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterbewertetes Juwel von Polanski, 14. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Frantic (DVD)
Auf den ersten Blick ist "Frantic" einfach ein hervorragender Thriller. Die Story ist dicht und mitreißend erzählt. Harrison Ford und Emmanuelle Seigner brillieren in ihren Rollen. Cinematografisch wird die Hetzjagd hervorragend inszeniert. Auf den zweiten Blick aber steckt noch viel mehr hinter dem Film. Große Anleihen macht Polanski etwa bei den Suspense-Techniken von Alfred Hitchcock, der Film ist fast so etwas wie eine Hommage. Ebenso webt Polanski nahezu anarchistische Momente in den Film ein. Er stichelt in Richtung Obrigkeit, wo es nur geht, vor allem in die der Geheimdienste, der Polizei und ganz besonders der USA. Der Film ist herrlich unpatriotisch und bissig, manchmal auch nicht ganz ernst und burlesk -- etwa wenn es um die amerikanischen Botschaftsmitarbeiter geht. Eine besonders schöne Rolle in "Frantic" spielt auch Paris. Die Stadt gibt dem Film eine eigene, dichte Atmosphäre. Dabei stört auch die etwas strenge Euro-Achtziger-Ästhetik nicht, in der sie erstrahlt. Insgesamt ist "Frantic" ein überaus empfehlenswerter Film, der viel Spaß macht, aber auch cineastische Tiefe bietet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultfilm der 80er, 22. Februar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frantic (DVD)
Diesen Film habe ich mindestens 5 Mal im Fernsehen gesehen und nun läuft er leider nicht mehr so oft, so habe ich mich dazu entschieden, ihn zu kaufen, denn er hat einen ganz speziellen Rhythmus, eine ganz spezielle Story und ist einfach super gemacht und super gespielt! Ein Genuß!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Amerikaner in Paris..., 19. Februar 2014
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Frantic (DVD)
...aber so wie weiland Gene Kelly mit quietschbunten Farben, Künstlerromantik, einem giggelnden Mädel und oh là là ergeht es Chirurg Paul Walker (Harrison Ford) nicht. Angeblich hat er einmal eine klassische Paris- Romantik genossen, 1968, ausgerechnet. Nun, 1987, hat er ganz andere Gründe, auf die Barrikaden zu gehen: Beim Revival anlässlich eines Ärztekongresses läuft so einiges schief, erst sind es die kleinen Missgeschicke und Missverständnisse des Alltages, dann ist auf einmal Pauls Frau Sondra verschwunden. Entführt, wie Paul annahmen muss. Was ihm niemand glaubt. Und französisch kann er auch nicht. Ausgangspunkt für eine abenteuerliche Odyssee...

Roman Polanskis Paris-Thriller ist vieles in einem. Zuvörderst meines Erachtens eine Hitchcock-Hommage, eine der besten, die nicht einfach nur zitiert, sondern Hitchs Elemente zu etwas eigenständigem verarbeitet. Viele kleine Zeichen: Aus den Vögeln ist eine schwarze Katze als Unheilsbotin geworden. Paul, der auf eigene Faust in der Fremde agieren muss, wirkt wie einer von Hitchs vielen unschuldig Verdächtigten, oder wie jemand, der fremde Rollen annehmen muss, ohne eigentlich je genau zu verstehen, was da eigentlich gespielt wird. Cary Grant ist so einer in "Der unsichtbare Dritte"; wie auch Paul Walker spielt er einen Nicht-Fachmann, der zur Detektiv- und Agententätigkeit kommt wie die Jungfrau zum Kinde. Und der sich in der Fremde zurechtfinden muss, die im Falle des Polanski-Filmes noch zusätzlich eine äußere Fremde ist. Auch die Identitätswechsel haben wir: So wird Paul auf die schöne junge Französin Michelle treffen und muss sich ein ums andere Mal als fremdgehender verheirateter Mann ausgeben. Wir wissen nie ganz genau, ob es ihm nicht auch ein bisschen gefällt. Kleine Blicke und Zeichen in der Anfangs- und Schlussphase, die hektischen Planungen des Alltags und was dabei schief geht suggerieren, dass diese Ehe vielleicht nicht schlecht, aber vielleicht auch nicht gerade aus dem Bilderbuch ist. Hitchcocks spöttische Seite, sie ist auch hier.

Die Spionagegeschichte kommt wie eine abenteuerliche Schnitzeljagd vom Hundertsten ins Tausendste, allzu wahrscheinlich ist das alles nicht. Und wer da nun genau was mit einem zigarettenschachtelgroßen Bauteil anfangen will, mit dem man angeblich Atombomben zünden kann, bleibt ebenfalls im Dunkeln. Dafür wird das Teil schon mal im Pulver einer Kaffeedose versteckt. Oder taumelt haarscharf am Abgrund über den Dächern von Nizza, äh, Paris.

Man kann das alles undurchsichtig und hanebüchen finden, man kann sich aber auch an diesem herrlich McGuffinesken roten Faden ergötzen. Nur zur Erinnerung: Der McGuffin, ein Fantasiewort von Hitchs Gnaden, ist etwas, das für die Handlung total unwichtig ist, aber für die Motivation der Protagonisten total wichtig. Zum Beispiel Hitchs "Eine Dame verschwindet": Was ist die Botschaft, die eine alte Dame verschlüsselt in einer Melodie überbringt, warum ist sie für die Britische Landesverteidigung so wichtig? Wir erfahren es nie, aber es ist das Öl, das die Thrillermaschine am Laufen hält. Nun also dieses Atombombenzündteil. Wir spüren, dass Polanski sich durchaus etwas dabei gedacht hat, dass es nicht nur Mittel zum Zweck der Spannung ist, dass darin auch ein bissiges Misstrauen gegenüber jeglichen Bemühungen um terroristische Macht oder nationale Sicherheit zu sehen ist. Polanski zeigt, darin wiederum "Der unsichtbare Dritte" ähnlich, dass Geheimdienstler wie Terroristen für ein undefinierbares Nichts buchstäblich über Leichen zu gehen bereit sind. Und dass die klassische Gut-Böse-Unterscheidung wegfällt. Nicht nur die im Genre üblichen Schnarchnasen von Polizei und Botschaft, sondern auch zwei üble Gewalttäter, die wie Verbrecher auftreten, sind "wahrscheinlich unsere Leute", wie ein US-Botschaftsangehöriger einmal sagt. Irre, boshaft, scharfsinnig. Undurchsichtig, weil auch die Moral die Übersicht verliert.

Polanski ist insoweit noch etwas besser, als er die Örtlichkeit, das fremde Land, besser nutzt als Hitch, der oft nicht frei von einem touristischen Klischeeblick ist (Schokoladenfabrik in der Schweiz in "Secret Agent", Windmühle in den Niederlanden in "Foreign Correspondent" usf., bis hin zu "Der Mann, der zuviel wusste", wo sich Jimmy Stewart für die Sitten und Kultur Marokkos einen Dreck interessiert). Das ist ein Paris-Film, und was für einer! Obwohl es zu kurz gegriffen wäre, zu sagen, hier räumt endlich einmal jemand mit den romantisierenden Hollywoodparisfilmen auf. Die berühmten Gebäude und Plätze, sie kommen in hoher Anzahl vor, Eiffelturm, Seineufer, was weiß ich. Auch Kraxeleien über die schiefen Dächer von Paris sind schon fast ein Klischee, bis zu Charlie Chaplin zurückreichend. Eine "Ente" ziert in einer wichtigen Szene die Straße, und seltsamerweise findet man immer einen Parkplatz genau dort, wo man ihn braucht. So ganz cinéma vérité ist das dann auch wieder nicht. Gleichwohl unterstreicht diese Gleichzeitigkeit von örtlichen Erwartungen und inhaltlich-emotionalen Enttäuschungen, dass Polanski sehr lustvoll mit den Klischees spielt und etwas ganz Neues daraus macht, statt sich in bloßen Zitaten und Präsentationen zu ergehen. Im Übrigen beschränkt der Film seinen galligen Spott ja nicht auf die französische Hauptstadt; auch die USA kommen, wie sie ihre Finger in schmutzigen Geschäften haben, schlecht weg, auch hier über die Pervertierung eines nationalen Ortssymbols: Das Atomwaffenteil ist ausgerechnet in einem Freiheitsstatuenmodell versteckt, eine zweite Freiheitsstatue mitten in Paris lässt den armen Walker noch stärker (wenn auch nur kurzzeitig) die Orientierung in jeglicher Hinsicht verlieren. Das Mini-Modell wird übrigens abstürzen, zerbrechen und sein hässliches Inneres freigeben. Wenn das nicht politische Symbolik ist, was dann?

Obschon keine reine Komödie, sondern ein Thriller, übernimmt Polanski von Hitch auch die kleinen humoristischen Spitzen am Rande, auch im Makaberen, wenn Paul nonchalant noch mal eben den Kopf eines Toten hebt, um die Autotüre schließen zu können, nur so als Beispiel. Und den Trick, dass der zur Verstellung genötigte Held gerade in einem Umfeld, das ihm Geborgenheit geben sollte, verloren ist. Die freundlich wirkenden Sicherheitsleute des Hotels sind ihm ebenso wenig Hilfe wie die gar nicht mal unfreundlichen Polizisten bei Hitch (z.B. "The Wrong Man"). Und mehr als einmal trifft Paul in den unpassendsten Situationen auf angestrengt joviale Ärztekollegen, die ihn angesichts seiner jungen schönen Begleitung für einen alten Bock halten, natürlich anerkennend.

Was dann aber ganz und gar eigenständig ist, ist die Fotografie. Das ist lupenreiner Neo-Noir, mit einem zwischen Realismus und ganz eigenwilliger Künstlichkeit schwankenden Paris. Dunkle Straßen mit sich spiegelndem Kopfsteinpflaster, Fluchtperspektive, das Blau der Neonreklamen und das Gelb der Autoscheinwerfer, wie das in den 1980ern in Paris noch war. Die schummrigen Bars aller Art, die geheimnisvolle fremde femme fatale, von der wir nicht genau wissen, wie fatale sie ist. Auffällig, dass Paris fast zu jeder Tages- und Nachtzeit gefilmt wird, immer mit jeweils ganz eigenwilliger Beleuchtung und anderen ästhetischen Entscheidungen. Gelegentliche Tiefenschärfe und eine Linse, die alles im Vordergrund unnatürlich groß werden lässt, erinnern uns daran, dass man auch auf den Hintergrund achten sollte, in jeglicher Hinsicht. Oder das lässt erkennen, wie blank die Nerven Pauls bereits liegen, dessen übergroß fotografierten Händen das Zittern trotz ansonsten äußerlicher Ruhe deutlich anzumerken ist. Das Finale im wolkenverhangenen Morgengrauen mit viel Weichzeichner wirkt verwaschen und somnambul statt geschönt; man denkt fast an die archaische Atmosphäre eines Duells im Morgengrauen. Das feuerrote Kleid Michelles bringt ein Mal glühende Erotik in die Kälte. Auch wenn Polanski, der sich hier wohl in die Darstellerin Emanuelle Seigner (nunmehr seine Frau) verliebte, bei einem sexy Tanz der Dame ein wenig die Gäule durchgegangen sein mögen: Immer schwebt da eine Unsicherheit, ob sich Michelle nicht tatsächlich in Paul verliebt hat und sein Herz so feuerrot erglühen lassen möchte, statt alles nur aus kriminalistischen Gründen zu spielen. Umgekehrt kann man ebenfalls spekulieren... Die Schlussszene ist die letzte gemeine Spitze der Ästhetik, kehrt sie doch die Kamerafahrt des Anfangs um und suggeriert, dass man Paris nun so unspektakulär verlässt, wie man gekommen ist. Für manche mag es so wirken, dass "eigentlich gar nichts passiert ist" und das Leben schlicht weitergeht. Angesichts des Gesehenen der blanke Hohn, und ich vermute, dass das so beabsichtigt ist; es würde zu dem oben beschriebenen galligen Biss des übrigen Inhalts hervorragend passen.

Alles in allem ein grandioser Film, der - das mögen andere als Nachteil sehen, ich nicht - anscheinend ganz bewusst nicht DER ganz großartige neue Paris-Realfilm sein will, sondern ganz und gar Genrefilm, mit allen Augenzwinkereien, die es da so geben kann. Darin aber genauso herausragend wie irre. Dass Polanski die (Atom?-)Bombe nicht platzt, sondern man den Eindruck hat, der prall gefüllte Sack hat dennoch einen homogenen Inhalt, ist fast ein Wunder. Der Film möchte schier zerbersten, ist aber ein geschlossenes Ganzes. Passenderweise ist die Musik ebenso. Grace Jones mit Musette-Klängen, traditionell Französisches, ein Oldie, 80er-Pop, da kommt schon bei der score music ganz schön was zusammen. Und dann erst die Hintergrundmusik von Urgestein Ennio Morricone: seine elegischen Streicherklänge, diesmal kombiniert mit Schlagzeug, sodass es ein bisschen nach seinen Themen für frz. Actionfilme der 1980er klingt (z.B. "Der Profi"), ein bisschen nach blechernem 80er-Pop und ein bisschen auch nach ganz ureigenen Morricone-Schwelgereien. All das in einem Film. Und siehe da, es hält zusammen!
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Frantic
Frantic von Roman Polanski
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