Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren calendarGirl Prime Photos Sony Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen61
4,0 von 5 Sternen
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:10,29 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 30. August 2013
So, da ist es nun: Das erste Fulltime Studio Album nach dem letzten, für mich sehr "unausgegorenen" THE SLIP Album ... das erste Lebenszeichen nach dem Oscar für den besten Soundtrack zu THE SOCIAL NETWORK, das erste Album nach dem phänomenalen THE GIRL WITH THE DRAGON TATTOO (das in Wirklichkeit eher eine Oscar Auszeichnung verdient hätte als der lahme TSN Soundtrack!), das erste Werk nach Hochzeit und Kind in die Welt setzen: HESITATION MARKS ist das langerwartete neue Album von NIN und um gleich mal auf die 2 Sterne Kritik eines Vorredners hier zu kommen: Für Gelegenheitshörer oder Menschen die eh nur die Standard Songs von NIN kennen, wird auch dieses neue Album von NIN wieder ein Tritt in den Hintern sein! Denn wer NIN über all die Jahre verfolgt und jedes Album (auch die Remix Alben!) in seiner Einzigartigkeit schätzt und liebt, der wird nicht überrascht sein von HESITATION MARKS! Aber nun im Einzelnen:

Es dürfte allen klar sein das Trent Reznor mittlerweile 48 Jahre alt ist und die Zeiten der düsteren THE DOWNWARD SPIRAL Ära ist schon lange vorbei (ja fast 20 Jahre) ... somit muss der einst androgyne, selbstzerstörerische und wütende Reznor heute nicht mehr wütend sein und daher schon mal den vollen Respekt dafür, das er sich seinem Alter entsprechend gibt und mittlerweile Musik vor Image stellt! Wer das nicht wahrhaben möchte, ja für den gibt es immer noch hunderte von NIN Klon Bands und gruselig gekleidete Möchtegern Provokateure mit einer Menge an schlechten Songs und billiger Message. NIN sind immer weiter gegangen, nie stehen geblieben und haben Musikgeschichte geschrieben ... stets innovativ und stets eine Ausnahmeband die irrtümlicherweise von einigen "Post Grunge Nachkömmlingen" als Alternative Band gesehen werden! Nun, was nun Alternativ ist und was nicht soll nun nicht diskutiert werden, aber NIN sind und waren immer Industrial Rock ... man denke nur an die Persönlichkeiten die Reznor einst geprägt haben (aber auch darauf wollen wir nun nicht eingehen) ...

Aber was kann HESITATION MARKS denn nun wirklich? Gleich vorweg: Hier wird keine Musikgeschichte mit geschrieben und mit diesem mittlerweile 8. regulären Studio Album erfindet Reznor seine NINE INCH NAILS auch nicht wirklich neu! (Entgegen mancher Aussagen in der Presse durch das Label) ... Hier erinnert auch wenig an besagte Depri Zeit von THE DOWNWARD SPIRAL und THE FRAGILE ... noch weniger an die Brachiale BROKEN Zeit ... es werden auch nicht wirklich Brücken geschlagen zu dem rockig ausgerichteten WITH TEETH Album oder dem eben sehr unentschlossenen, mit seiner "Leckt mich am Arsch" Attitüde ausgeschmückten letzten THE SLIP Album. Nein, wenn Brücken geschlagen werden zu vorherigen NIN Alben dann wohl eher zum letzten grandiosen Meisterwerk YEAR ZERO und (ja, so dreist bin ich jetzt mal!) ... zum legendären ersten NIN Album PRETTY HATE MACHINE! HESITATION MARKS ist Pop! Aber im Kosmos von NIN ist Pop nicht gleich Pop Musik im herkömmlichen Sinne und auch wenn alles hier deutlich eingängiger ist als früher und auf den ersten Hören hin glatter wirkt: Es ist immer noch 100% NIN, Basta!

Den Anfang macht ein etwas arg merkwürdiges Intro "The Eater of Dreams" welches anfangs so klingt als seien die Musikboxen defekt und schon dort knarzt und knackt es (ja, das tut es eigentlich die ganze Zeit!)um dann im Anschluss mit "Copy of A" dem guten alten Synthie Pop zu huldigen! Iiiieeeh, Synthie Pop ... Pfui ... aber so minimalistisch wie auf besagtem Song waren NIN schon lange nicht mehr und auch wenn ich anfangs skeptisch gewesen bin über diesen Song: Er begeistert! Dann gehts weiter mit der ersten Single "Came Back Haunted" und auch wenn ich den Anfang des Songs ziemlich durchwachsen finde: Im Mittelteil entwickelt sich der Song zu einem grandiosen Ohrwurm der sich regelrecht hineinfrisst in den Gehörgängen. Weiter gehts mit "Find my Way", eine Midtempo Nummer die auch gut meiner Meinung nach auf THE FRAGILE Verwendung hätte finden können (aber nur hätte, denn wo THE FRAGILE einst episch daherkam zirpt und blubbert es bei diesem Song in aktueller NIN Manier) ... auch "All Time Low" der nachfolgende Track bleibt dem knarzigen und groovigen NIN Style treu. Bis hierhin stimmt alles soweit aber dann kommen mit dem langweiligen "Dissapointed" und dem echt banalen "Everything" die ersten krassen Dämpfer! Vor allen besagtes "Everything" ist echt mal Grütze: Eigentlich Schade, denn eben dieser Song ist der wohl einzige "wilde" Song auf diesem Album und eine Sparnummer der Extra Klasse geworden: Ein fieser Rock Song mit klebrigen Pop Refrain ... Nein, das schmälert bis dahin den Eindruck dieses doch bisher stimmigen Album. Aber der Reznor wäre nicht der Reznor den wir kennen, wenn er es nicht verstehen würde, aus einem Songtief wieder raus zu klettern: "Satellite" heißt die Rettung in diesem Fall und NIN kehren zurück zum Groove ... einem echt basshaltigem Groove Knaller mit einer Prise Prince! Großartige Nummer! auch der nachfolgende Track "Various Methods of Escape" begeistert: Zwar nicht auf Anhieb aber nach mehrmaligen Hören entfaltet der Song seine Wirkung. Aber dann folgt "Running" und das ist Dämpfer Nummer Drei auf diesem Album: Eine Skurril anmutende Vorstellung die man sich echt getrost sparen kann. Aber dann kommt wieder ein Hoch mit den restlichen Songs "I Would for you, In Two" (der mir nach ebenfalls mehrmaligen Hören immer besser gefällt!) und "While i'm still here" und schon bringt Trent Reznor ein weiteres Album gekonnt zu Ende und lässt dieses im nahtlos folgendem Outro "Black Noise" adäquat ausklingen!

Gut, die Zeiten von 1989 sind ebenfalls lange vorbei aber HESITATION MARKS ist meiner Meinung in seiner Art und seinen Pop Zitaten mehr an PHM angelehnt als alles andere von NIN (mal abgesehen von der Groovigkeit des YEAR ZERO Album) ... Industrial Rock ist dies sicherlich nicht mehr und es gibt keinen einzigen Song hier, wo Trent Reznor seine Stimme laut erhebt und irgendwelche Hasstiraden ins Mikro schreit wie etwa bei "March of the Pigs" oder "Get Down make Love" ... Wie gesagt: Mit 48 Jahren muss man das auch nicht mehr unbedingt aber so wie es Mr. Reznor jetzt macht hat alles genau noch so eine Wucht wie damals, als er noch in Lack Sachen über die Bühne gesprungen ist und seinen Mittelfinger erhoben hat und sein Gift versprüht hat! Nur mit dem Unterschied, das heute alles gemäßigter klingt. Aber was solls: Immerhin geht es um gute Musik und HESITATION MARKS ist ein gutes Teil geworden - nicht das beste und auch nicht das innovativste aber verdammt gut ist es geworden: Fett Produziert und in seiner Gesamtheit stimmig ... und das besondere hier: Anstatt sich laut zurück zu melden spendiert uns Trent Reznor ein spektakuläres, höchst minimalistisches und fast schon altmodisch daher kommendes NIN Album! Das soll ihm mal einer nachmachen! Vier Sterne zu Recht für das neue Album! Hail to the King!
44 Kommentare|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. September 2013
Ich habe seit letzter Woche öfters angesetzt zu einer Rezension, mittlerweile viele gelesen und daher ein wenig die Lust verloren.

Interessant ist vielleicht, dass ich NIN seit 1994 höre. Ich alter Sack war damals 15 und "The Downward Spiral" war neben der Band Sonic Youth der derbste Hammer, was die Beeinflussung meiner zukünftigen Musikinteressen anging. (im selben Jahrzehnt später noch Renzors Lieblingsband "My bloody valentine")

Noch interessanter ist: Ich habe "Hesitation Marks" vor dem Erscheinen bereits zweimal gehört und bin dabei verschiedene Stadien durchlaufen. Im Allgemeinen kann ich sagen, dass ich recht schnell sehr sehr zufrieden war mit dem Album. Denn es klang eben gar nicht nach einem Revival, dem Versuch eines noch älteren Sackes, Kapital aus der Vergangenheit zu schlagen.
Ich muss außerdem zugeben, dass ich die erste Single "Came back haunted" großartig fand. Der Synthie wieder. Dieses Instrument war auch der Grund, der mich mit der Single "The hand that feeds" vom Comeback-Album "With teeth" versöhnt hatte. Der Track an sich war nämlich eher schlecht. "Came back haunted" hingegen war die beste Single seit des "The fragile"-Albums ("Into the void" wurde als letztes ausgekoppelt). Und das Gleiche gilt auch für das Album:

Ich finde man hat allen NIN-Alben nach "The fragile" eine Angestrengtheit und Desorientierung angehört (bei "With Teeth" wurde überflüssig ne behäbige Rocksau durchs Dorf getrieben, bei "Year Zero" versuchte man sich an einem verschwörungstheoretischen Konzeptalbum mit Popmusik-Fusel, "The Slip" war wiederum gut im Sinne eines spontanen Gratisalbums, eher roh).
Die Angestrengtheit ist bei "Hesitation marks" ziemlich verflogen.
Die supergute Produktion war bereits bei "Came back haunted" angedeutet. Natürlich ist das ganze Album supergut produziert und es klingt merkwürdig schlüssig.

Interessant ist die Entstehungsgeschichte: Eigentlich musste Reznor zwecks Vertragserfüllung ein "Greatest Hits"-Album für seine ehemalige Plattenfirma zusammenstellen. Dafür schreiben wollte er 1-2 neue Songs. Somit waren "Everything" und "Satelite" erstmal arg abgekoppelt von allem. "Satelite" ist meiner Meinung nach auch das schwächste Glied des gesamten Albums. Wie eine "Year Zero"-B-Seite. Dümmlich leider.
"Everything" ist in seiner provokativen Happiness ebenfalls ein arger Fremdkörper. Als Endstatement eines "Greatest Hits"-Auftrags aber brilliant, ist es doch ein Abgesang auf all die Selbstzerstörung und eine Feier des Überlebens nach vielen Jahren Depri-Papst.

Diese beiden ersten Tracks ausgeklammert nähert man sich dem Inhalt des Albums, der erst später entstand. Und da ist es trotz gewohnt dürftiger Lyrics doch sehr interessant, dass Reznor es geschafft hat, einen Weg einzuschlagen, der in der nun mehr vergangegen Festivaltour erstmal nur dezent angedeutet werden konnte. Live gespielt wurde auch u.a. "Sanctified", ein Song vom Debüt "Pretty hate machine" (1989). Allerdings in einer vollkommen anderen Version. Und der Wechsel in der Darbietung dieses fast 15 Jahre alten Songs spiegelt auch in etwa wieder, was im Rest des Albums passiert: Reznor schreit nicht rum, Basis sind tanzbare Beats, die nicht nur irgendwie elektronisch sind, sondern sich eher an wirklich guter non-mainstreamish elektronischer Musik orientieren. Also bewährtes Transportmittel sind und eben nicht Hitparadenproducertum. Unter dem ästhetischen (Artwork vom selben Künstler wie bei "The Downward Spiral" und auch ziemlich ähnlich) und inhaltlichen (Bezugnahme auf die TDS-Theme unter anderem am Ende von "Came back haunted") Vorwand, an ein früheres Konzeptalbum anknüpfen zu wollen, gelingt Reznor das schier unglaubliche Kunststück, als drogenabstinenter Familienvater und Oscarpreisträger den Ursprung von NIN in die Gegenwart zu übersetzen, ohne sich selber zu verbiegen oder nur noch happy Songs wie "Everything" zu schreiben. Er ergeht sich in aus dem Rückblick geschriebenen Texten und lässt es bedrohlich aber vollkommen unplakativ instrumentieren. Es geht ganz offensichtlich auch um Sucht, jedenfalls um Selbstbetrug und Rezidiv.
Es ist immer noch echt, aber es klingt durch den realen Abstand wie es klingen sollte um ehrlich zu sein: Distanziert und in der Inszenierung nicht zu melodramatisch. Es wird eher mit Versatzstücken gespielt. Und es wirkt eben wie eine ehrliche persönliche Rückschau, in der die Veränderung bereits vollzogen ist. Im Gegenteil zu "The Fragile", einem Epos unter extremen Anstrengungen, das eben noch nicht die Lösung gewesen war, sondern mitten drin noch in der Spirale.

Pathos ausgeblendet: Reznor spielt rum, aber eben mit mehr Inhalt als bei "How to destroy angels". Viele Songs könnten bei der nächstes Jahr anstehenden Hallentour durch Europa live großartig sein.
Das Album ist "zeitgemäß" aber gar nicht anbiedernd. Es gibt kein "March of the pigs" oder "Terrible lie" und das ist supergut so.
Einzig "Various methods of escape" versucht ein bisschen zu verzweifelt, ein Instant-Klassiker zu werden und scheitert an seiner Bemühtheit.

Die meiner Meinung nach neben "Came back haunted" besonders außergewöhnlichen Tracks sind "All time low" und "I would for you". Ebenfalls sehr sehr gut sind "Disappointed" und "While I'm still here", wobei dann doch etwas klassischer in NIN-terms.

(Für mehr Informationen über NIN und HTDA lohnt sich die deutschsprachige Fansite, die Du mittels des Namens von Reznors Sideproject ergooglen kannst)
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juli 2014
Nach einer kreativen Auszeit kommt das neue NIN Album mit einer dunklen Wucht entgegen. Wie bereits viele Rezendenten schrieben, ist die Grundstimmung des Albums weniger aggressiv wie früher, allerdings genauso dunkel und bedrohlich, Trent Reznor liegt spätestens seit dem 2007er Album Year Zero eben sehr viel an einer Atmosphäre und diese weiß er wie wenige andere zu kreieren. Daher auch die Soundtrackarbeiten. Dieses Album ist abwechselungsreich, tanzbar, manchmal melancholisch (find my Way) mal mit funk (all time low), gitarrenpoppig (everything), insgesamt viele neue Klänge im NIN Universum, ein paar Ähnlichkeiten zu "how to destroy angels" (der Band mit seiner Frau) sind erkennbar. Wer also auf vordergründige industrialrock Songs verzichten kann und sich dafür für dunkle Elektrosongs mit gelegentlichem Gitarreneinsatz begeistern kann, ist mit diesem Album sehr gut beraten!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. September 2013
also Leute,ich höre NIN schon von Anfang an.
Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Diese CD trifft mich direkt ins Gehirn.Ich hatte noch selten eine NIN CD die mich durchwegs so fasziniert hat.
Ich bin halt ein alter Electrofan.
Die z.T. harten gitarrenlastigen Alben der letzten Jahre habe ich mir nur sporadisch angehört.
wer es richtig krachen lassen will,wird hiermit nicht froh.Aber Trent ist und bleibt ein Perfektionist in allem was er macht.
Und er entwickelt sich weiter.Man kann nicht immer das Gleiche machen.Ich bin mir sicher-der Spieß dreht sich weiter...
11 Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. September 2013
Beim ersten Hören kann diese Platte einem alt-eingesessenen NIN-Fan missfallen. Je öfter man sich die Stücke jedoch anhört und mal auf sich wirken lässt, umso mehr zündet jeder einzelne Track beim Zuhören. Eine sehr unerwartete NIN-Platte, die aber vorallem mit ihrer reznor-klassischen, teils progressiven Strukturierung der Farbklänge zu überzeugen weiß.

Mein Tipp: Einfach offen sein und sich darauf einlassen. Gehört für mich zur besten Veröffentlichung nach The Fragile.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. September 2013
Das ist meine erste Nine Inch Nails Platte, aus Neugier durch eine andere Rezension (und nicht ganz nüchtern ;) einfach gekauft. Ich bereue es nicht. Die Platte ist definitiv ein Kunstwerk mit Tiefgang, mit sehr viel Aufmerksamkeit aufs Detail, es zieht einen beim hören richtig rein in die Klangwelt. Ist zwar nicht meine erste Industrial-Erfahrung, aber die bisher beste. Kann ich nur empfehlen.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Oktober 2013
Bereits nach dem ersten hören war mir klar, daß dieses Album polarisieren würde. Abgesehen von With Teeth ist mir kein eingängigeres Album der NIN bekannt. Sehr viel Melodie, wenig experimentelles. Man darf sogar behaupten, daß man vieles schon mal irgendwie von den NIN gehört hat. Aber ich gestehe: Mir gefällt es Super! Ich würde diesem Album 4,5 Sterne geben, da 1-2 Stücke verzichtbar wären. Viel Spaß damit
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 2013
Ich fing damals mit M.Manson an. Durch ihn wurde ich dann auf Nine Inch Nails aufmerksam. Als ich mir mit 15 das erste Mal The Fragile anhörte, war ich schlicht überfordert und verbannte NIN erst mal aus meinem Gedächtnis. Jahre später hörte ich mir die Platte wieder an, und von da an hatte mich Trent gepackt und in sein Universum gezogen. Ich legte mir mit der Zeit alle Alben zu und verfolgte seinen Werdegang über die nächsten Jahre. Und während ich mit ansehen musste, wie Manson im neuen Jahrtausend immer mehr ins Straucheln geriet und seine Karriere mit 200km/h gegen die Wand fuhr, erlebte Reznor eine neue, drogenfreie Blütezeit. Für mich sind NIN eines der wenigen Formate, die in den 90ern Berühmtheit erlangten und sich auch im neuen Jahrtausend weitgehend bewähren konnten. Was man von anderen damaligen Favorites, wie z.B. Korn, Slipknot, Soulfly und eben Manson nicht behaupten konnte.

Von den ab 2005 veröffentlichten Alben kann ich momentan trotzdem nur Year Zero uneingeschränkt empfehlen. With Teeth ist ganz in Ordnung, The Slip ist noch eine ganze Ecke cooler, aber beide wirken recht konzeptlos/ verworren und sind mit einigen Lückenfüllern versetzt, die mir nicht gefallen. Das gleiche bei Ghosts I-IV: Ein ganzer Haufen richtig aufregender Songschnipsel, durchzogen von belanglosem Gedudel. Nach dem Stilllegen des NIN-Schlachtschiffes 2009, den sehr guten „Social Network“- und „The Girl with the Dragon Tattoo“ - OSTs und dem mittelschlechten Sidekick How to Destroy Angels sind NIN also wieder mit einem neuen Werk zurück. Die Erwartungen sind groß. Ich habe mir das Album seit gestern Morgen quasi ununterbrochen reingezogen und denke, ich habe mich jetzt genug hineingehört, um eine erste Bewertung abzugeben.

Das Artwork ist großartig. Ein fettes Cover, ein toller CD-Aufdruck, ein sehr hochwertiges, super designtes Booklet . Ein kleines Manko ist der Schuber für die CD, die Gefahr des Zerkratzens ist ziemlich hoch. Hierfür hätte man sicher eine bessere Lösung finden können. Trotzdem wird dem gemeinen Fan für ca. 20 Euro sehr viel geboten. Da können sich andere Musiker noch eine dicke Scheibe von abschneiden.

Zur Musik: Erinnert mich sehr stark an Pretty Hate Machine. Stark elektronisch. Der Sound ist teilweise wirklich extrem poppig und leicht zugänglich. Zwar sind so einige Ohrwürmer dabei, auch die Texte wie immer erste Sahne, dennoch vermisse ich ein wenig mehr Tiefgang. Bei „everything“ hatte ich das dumpfe Gefühl, dass dieser songtechnisch auch von Leichtgewichten wie Timbaland stammen könnte. Die Produktion und Arrangements sind trotzdem größtenteils hochklassig. Trent ist und bleibt ein begnadeter Musiker. Was den Tiefgang und die Atmosphäre angeht, bin ich noch etwas gespalten. Ist vorhanden, aber hier wäre definitiv noch mehr drin gewesen. Die erste Hälfte des Albums kann stark mit „copy of a“, „came back haunted“, „find my way“ und „all time low“ punkten, danach sackt das Album leider ein Stück ab. Mir fehlt der Oberkracher, bei dem ich denke: Wow, alleine wegen dieser Songs hat sich der Albumkauf gelohnt, wie z.B. „Meet your master“, „Zero Sum“, „Capital G“ oder“ Survivalism“ auf der Zero. Dafür gibt es ab 2/3 des Albums Tiefpunkte, nämlich „everything“ und „dissapointed“, die ich musikalisch für völlig überflüssig halte. Dann ein durchschnittlicher wie „running“. Auf der anderen Spielfeldhälfte stehen gute wie „various methods“, „satellite“, „i would for you“ und „in two“, die aber meiner Meinung nach auch keine Meilensteine sind. Dafür sind sie zu gewöhnlich und haben wenig Wiedererkennungswert. Das Ende des gesanglich dreist von „find my way“ kopierten, aber trotzdem coolen, Songs „while i'm still here“ und das leider viel zu kurze Outro „black noise“ geben dem Album einen würdigen Abschluss. Die Bonus-CD bietet übrigens 3 Remixe, die auch größtenteils gelungen sind.

Ein sehr gutes, düsteres Album, kommt aber nicht an meine Favoriten heran. Das wären Broken, Downward Spiral, Fragile und Year Zero. Aber nach YZ definitiv das beste Album der 2000/10er von NIN. Trotzdem hätte ich mir persönlich mehr Abwechslung („find my way“ und „while i'm still here“ z.B. ähneln sich gesanglich wirklich extrem), mehr Power, mehr Biss, mehr Eigenständigkeit und Gitarrenriffs erhofft, aber man kann ja nicht alles haben. Für Fans elektronischer Musik zu empfehlen. Industrial- und Metalfans mit Scheuklappen würde ich nicht zum Kauf raten. HM wird - trotz einiger Einschränkungen - weiterhin in meinem Player rotieren. Danke für dieses Album. Bis zum Nächsten dann. Und dann bitte wieder mit mehr Komplexität und Innovationen.

PS Ich kann übrigens jedem ein NIN-Konzert empfehlen. 2009 auf dem Hurricane und neulich auf dem Rock'n'Heim haben Trent und seine Mitstreiter absolut erstklassige Shows abgeliefert. Hoffentlich werden demnächst Germany-Tourdaten für 2014 bekannt gegeben.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Oktober 2013
Ich bin dieses Jahr angenehm überrascht, und muss sagen,
dass ich verstehe warum Bands wie NIN oder Depeche Mode sich halten.
Sie machen das was sie wollen und bedienen sich an keiner Schublade um
zu überleben.
Denke, dass ich an dieser Stelle nicht mehr sagen muss,
auf einzelne Songs können andere eingehen.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. September 2013
Mutig, so gediegen. Aber im Vergleich zu früher einfach mehr Ordnung im Rhythmus und der Melodien - welche wunderschön sind. Wenig aggressiv. Erwachsen.
Man kann es sich zu allerlei Anlässen ununterbrochen durch hören, ohne einen Track weiter zu schalten.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,19 €
6,99 €