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Kundenrezensionen

31
3,6 von 5 Sternen
Mediator Between Head and Hands Must Be the Heart
Format: Audio CDÄndern
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2014
Vorneweg: Ich habe die "Mediator..." vom ersten Hördurchgang an geliebt!

Nach dem SEHR mässigen Vorgängeralbum "Kairos" war ich schon sehr gespannt auf die neue Sepultura.
Und siehe da, Sepultura in Höchstform!(Auch dem Produzenten Ross Robinson sei Dank.)

Hatte sofort ein Lächeln im Gesicht, als ich die ersten Sekunden hörte.
Wild, brutal und erfrischend gehts von Anfang an los.
Und es bleibt so!

Der neue Schlagzeuger Eloy Casagrande, der gemeinsam mit Andreas Kisser auch die meisten Songs geschrieben hat, hebt Sepultura nocheinmal auf eine neue Stufe.
Er spielt wie ein junger Gott, bringt eine gewisse jugendliche Kraft und Verspieltheit in die Band, die Sepultura anno 2013 sehr gut zu Gesicht stehen.
Die neue CD hat es wieder geschafft, dieses eigene "brasilianischen Sepultura Feeling" bei mir aufkommen zu lassen, wie es auch viele der älteren Alben schaffen.
Spieltechnisch ist alles auf gewohnt hohem Niveau. Die Texte sind sehr kritisch und interessant.

Die Produktion und der Sound sind Ross Robinson typisch sehr gut, roh und kraftvoll ausgefallen.
Ansatzweise vergleichbar mit "Roots", was aber nicht sehr verwunderlich ist, nachdem er auch diese CD Produziert hat.
Und ja, es wurde (wie üblich!) auch mit allen möglichen schrägen Sounds, Verzerrern und was weis ich gearbeitet. Führt natürlich auch zu einem gewissen "Noise" Anteil, was manche Hörer an der CD anscheinend bekritteln.
Aber hey! Wir haben es hier nicht mit Pop und Mainstream sondern mit harter, dreckiger Musik zu tun.
Das ist höchstens Teil des Gesamtbildes und trägt zu dieser rohen, wilden und düsteren Atmosphäre bei, die "Mediator..." unter anderem ausmachen.
Die neue Platte ist eben alles andere als steril und klinisch.
Und das ist gut so.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Oktober 2013
Ich glaub ich bin im falschen Film, irgendwie kann ich die ganze negative Kritik überhaupt nicht nachvollziehen.
Das Album strotzt nur so vor unbändiger Energie, die Songs sind verdammt vielschichtig, brutal und kompromisslos.

Ich bin garantiert keiner, der sich ein Album schön-hört, nur weil es von einer wichtigen Band stammt. Aber in diesem Fall war mir schon bei den ersten Hördurchläufen klar, dass "The Mediator..." einiges an Aufmerksamkeit braucht, um sich voll zu entfalten.

Keine Ahnung was einige Leute hier vom neuen Sepultura erwartet haben, aber eigentlich sollte ja den Meisten klar sein, dass sich die Band (fast) nie wiederholt.
Düstere, heftig durchs Gebälk krachende Nackenbrecher wie 'The Age Of Atheist', 'Manipulation Of Tragedy' oder 'Tsunami' sind enorm sperrig und bleiben erst nach mehrmaligen Hören hängen, haben aber durchaus auch sehr geile stampfende Grooves, nur wollen diese entdeckt werden.
Mich erinnert die Scheibe von der Machart und den Songstrukturen her, sehr an die "Necroticism" von Carcass, auch wenn man musikalisch natürlich nicht so viel gemeinsam hat.

Der gerade mal 22 Jahre junge, neue Drummer Eloy Casagrande ist wohl, nebenbei bemerkt, der technisch beste Drummer, den die Band bis jetzt hatte. Mir ist natürlich bewusst, dass das aufgrund eines Igor Cavalera eine gewagte Aussage ist, aber was der Junge hier leistet ist einfach unglaublich.

Ich weiß, der permanente Vergleich nervt, aber im Gegensatz zu Soulfly habe ich bei Sepultura nie das Interesse verloren.
Während erstere einfach nicht von ihren stumpf-ist-Trumpf Songs bzw. banalem Songwriting loszukommen scheinen, haben Sepultura nie den Anspruch verloren auch neue Sachen auszuprobieren.
Klar "A-lex" war nicht gerade der Brüller, aber die Mehrheit der Green-Alben sind durch die Bank großartig.

Ich denke, das "The Mediator..." braucht Zeit zum Reifen. Auch wenn vielleicht einige Alt-Fans noch etwas überfordert mit der Scheibe sind, sollte man dem Album eine Chance geben. "Chaos A.D." oder "Roots" wurden ja am Anfang auch nicht nur geliebt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Juli 2014
Mir haben die Sepultura Alben mit Max auch gut gefallen, aber mit Derrick sind sie halt etwas anders.
Das Album find ich gar nicht mal so sperrig, weil es auch beim ersten mal hören schon ziemlich abgeht. Der neue Schlagzeuger macht seinen Job wie ich finde sehr gut und trommelt sehr innovativ und wild.
Das Album kann ich eigentlich jedem empfehlen, der es etwas härter mag.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. November 2013
Das Sepultura-Album "The Mediator Between Head And Hands Must Be The Heart" klingt anfangs nach Chaos und Gewalt. Es fühlt sich düster, aggressiv und rauh an. Dieses Album lässt sich nicht mit einem mal Hören erfassen. Man braucht viel Geduld. Kann man diese aufbringen, entfaltet sich nach und nach ein Soundtrack, der weit über das erste Empfinden, einem alles entreisenden Sturm, hinausgeht. Dann ist vielleicht der erste Eindruck nicht mehr nur verstörend, sondern man erfasst auch die Ideen hinter dem Album, Tempowechsel, Detailreichtum und einem wahrlich entfesselnden Drumming von Neuling Eloy Casagrande.
Produziert von Ross Robinson ("Roots"), schaffen die Bandmitglieder in einem Kalifornischen Studio das beste, verstörenste und interessanteste Material seit langem zu schreiben und umzusetzen. Paulo Xisto Pinto Jr. druckvolles Bassing und die teils schwer eingängigen Riffs von Gitarrist Andreas Kisser. Einzig das mit Halleffekten angereicherte Geschreihe von Sänger Derrick Leon Green bleibt lange Zeit gewöhnungsbedürftig.
Inspiration für das Material lieferte der Filmklassiker 'Metropolis' des Österreichers Fritz Lang von 1927. In diesem Science Fiction Frühwerk, das bis heute seine Bedeutung für unsere Gesellschaftsformen bei weitem nicht verloren hat, zeichnet dieser eine extreme Lebensform nach. Eine humanoide Zweiklassengesellschaft, zwischen Mensch und erschaffener Technologie und deren Auswirkungen untereinander.
Sepultura verstehen es auf ihre Art, die erdumspannenden Sozial- und Technologisierungsphilosophien zu thematisieren, in Wut und Unverständnis zu betten, und die daraus entsehenden Probleme, Abhängigkeiten und Krisen musikalisch umzusetzen. Einen Gastauftritt hat der Ex-Slayer Drummer Dave Lombardo, der in einem gemeinsamen Schlagzeug-Percussion-Set mit Casagrande die aufkeimende Wut und die auszuufernd drohende menschliche Ungerechtigkeit in der Unterschicht Metropolis möglicherweise soundtechnisch untermalen soll?
Der neue und erst 22-jährige Schlagzeuger Eloy Casagrande, seit 2011 Mitglied der Band, war maßgeblich am Songschreiben und am Soundkreirungsprozess beteiligt. Seine Kreativität und Ideen sind es auch, die diesen neuen Sepultura-Sound beeinflussten. Mitreisend.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2013
Ich hatte Angst um SEPULTURA, wirklich!
Nach der letzten, absolut langweiligen und innovationslosen CD "Kairos" befürchtete ich, dass sie sich in Innovationslosigkeit und Sinnlosriffs verlieren.
Vergleiche mit "Beneath The Remains", "Arise" oder "Chaos AD" attestierten eigentlich nur das Unwissen der Rezensenten.

Das "Mediator"- Album hingegen verwirrt zu Beginn:
"Trauma Of War" könnte tatsächlich auf "Beneath The Remains" oder "Arise" stehen. "The Vatican" packt sogar mal wieder eine schöne Groove-Keule der alten Schule aus.
Danach entfernen sich SEPULTURA wieder von ihren alten Roots und zeigen, dass sie immer noch außerordentlich viel Wut im Bauch haben. Dazu gesellt sich ein guter Schuss an Experimentierfreude. Grief schleciht sich sogar regelrecht mit einer Dampfwalze durch das Hirn und lässt positiv aufhorchen. Ein wenig SEPULTURA der Neuzeit wird auch mit "The Age Of The Atheist" oder "Tsunami" heraufbeschworen, dabei mit der Sperrigkeit eines "A-Lex" versehen.

Negativ fällt eben auf, dass manche sperrige Songs einfach gnadenlos das Album ausbremsen, dass Derrick konsequent auf einen hall setzt und sich ein wenig im Hintergrund positioniert und als Hauptkritikpunkt, dass die Gitarren einfach furchtbar kratzig klingen.

Positiv fällt natürlich die Auswahl an deutlich gelungeneren Riffs, die überdurchschnittlich hohe Zahl an echt guten Songs und dem Wahnsinnsgetrommel vom Neuzugang Eloy auf (Iggor Cavalera ist sowieso nur ein 08/15 Thrash Drummer, auch Jean war deutlich versierter und auf einer Stufe mit dem neuen Jungen).

Insgesamt ein echt hörenswertes Album, das man gerne als Rohdiamand und Fundament für die Bandzukunft ansehen darf.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2014
Sehr geiles Album. War auch auf Konzert von Sepultura da haben sie glaube ich alle Lieder davon gespielt. Ich kann die Negaitive Kritik besonders von der Fachpresse nicht verstehen (Metal Hammer). Hammer Riffs Super Texte Alles vorhanden was ein geiles Album braucht. (bin Hardcore Mättler)
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am 22. Januar 2015
Wie gut sind Sepultura 2014? ICH MEINE s e h r GUT!!! Okay, der NEUE, meine Derrick Green wird immer ein schlechter Sänger bleiben, und Kisser mit Paolo mach das best Mögliche, sie radieren seinen Gesang bis zur Unkenntlichkeit aus. Das macht die Sache zwar nicht besser, aber ich fühlte mich mehr auf die SOngs konzentriert; denn hier liegt die wahre Pracht der alten Herren. Waren alle Scheiben seit dem Mainsplit mit Max Cavalera einfach nur doof, haben wir hier wieder schwere Kost für den der sich das zumuten will. Zwar kann man dies Album kaum mit den Schlagern "roots" oder "Chaos A.D." vergleichen (die ich im übrigen sehr schätze), alldiemal sich auf TMBHAHMBTH kaum gefällige Songs befinden. Schwere Kost ist dies Album und müsste ich 2 Songs hervorheben wären dies Impending Doom und The Vatican aber der Reiz ist das Gesamtwerk. Die riffs der Sound, einfach Weltklasse und in einer Liga von progressivem Alternativ Metal wies kaum ein zweiten gibt mit dem bandgeschichtlichen Background.

Habe Sepultura seit Green gehört und für doof befunden, aber diese Scheibe hab ich mir nach reichlichem tubenutzen gekauft, wie sichs gehört (Das Regal muss voller werden)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2013
Und das war irgendwo auch zu erwarten.

Sepultura haben sich ja nicht erst gestern vom "Standard"-Thrash der 80er gelöst, der sie einst so groß gemacht hat. Seit Maxens Ausstieg war jedes Album für den Arise-Fan eine Herausforderung, manches sicher auch eine kleine Zumutung, denn das, was sich mancher Alt-Fan von ihnen wünscht, werden sie wohl mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr liefern. Das sollte doch langsam klar sein.

Grundsätzlich finde ich den Mut, sich ständig neu zu erfinden, Risiken einzugehen, sehr löblich. Stagnation kann eben auch sehr langweilig sein. Für die Gruppe Fans, die zufrieden sind, wenn ihre "Helden" NIE von ihrer Erfolgsformel abweichen, gibt es zudem genügend Alternativen.

Dafür gibt's auf alle Fälle einen Bonus-Stern!

Zur Mediator:

Auch wenn der Vergleich musikalisch (!!!!!) nicht passt, fühl ich mich an Metallicas Happening "Lulu" erinnert. Sperrig, lärmig, zeitweise richtig nervig und egal wie oft man die Scheibe hört, findet man entweder einen Zugang oder eben nicht. Der wird einem sicherlich nicht durch schöne Melodien, Hooks oder Standardsongstrukturen einfach gemacht. Es ist harte, böse, fordernde, schwerverdauliche Kost, die den Hörer SICHER nicht zwingend packen muss bzw. wird. Deswegen verstehe ich die Jubelkritiken genauso gut wie die vernichtenden.

Ich bin selbst absolut zwiegespalten.

Ich hoffe Sepulturas Plan hinter der Mediator verstanden zu haben, kann aber definitiv nichts damit anfangen. Mag sein, dass ich nach 3 Monaten Dauerrotation einen Zugang finden würde, nur wüsste ich nach 5 Durchläufen keinen Grund, warum es einen sechsten geben sollte. Für meine Ohren ist dieses Werk, ich sage es offen, unhörbar. Vielleicht bin ich zu doof oder einfach zu mainstreamig, ich weiß es nicht.

Ne faire Bewertung kann es hier aus o.g. Gründen kaum geben. Mir gefällt's nicht, aber sowohl die technische/musikalische Klasse, der Mut, als auch ein paar durchaus geglückte Momente, heben das Album gerade so über die 2 Sterne.

5,5 von 10
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Oktober 2013
Das Album ist ausgesprochen sprerrig und spröde.
Ich empfinde das Hineinhören als Zumutung und als echte Arbeit...
Es heißt, Kunst soll nicht unterhalten, sondern wehtun. Nun ja, vielleicht ist das neue Machwerk von Sepultura ja Kunst, wer weiß... Der Sound ist dunkel, der Gesang ist nebulös und verzerrt, man vernimmt undefinierbar - hässliche Geräusche und die Gitarren sind gar keine Gitarren, sondern Maschinengewehre, die Trommelfeuer verbreiten... man fühlt sich wie in einem Schützengraben, duckt sich und fürchtet um sein Leben.
Wollen die Jungs ihre musikalische Inhaltslosigkeit hinter diffusen Klangnebeln verstecken? In der Hoffnung, daß sich hinter dem schwer zugänglichen Krach irgendwo Edellärm verbirgt, höre ich geduldig weiter... der Himmel möge meine Geduld belohnen, Amen !
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2013
Das sind die Prädikate Sepulturas gewesen, als ich zum ersten mal beneath the the remains vor rund 22 Jahren hörte...
Denn während die Brasilianer zunächst als "Slayer für Arme" verlacht wurden, entwickelte die Band einen zunehmend eigenständigen Sound, welcher mit Chaos AD den Höhepunkt fand...mit der Roots konnte ich abgesehen von zwei, drei Songs relativ wenig anfangen, man hatte sich für meinen Geschmack zu sehr von den Wurzeln entfernt. Gleichzeitig verlor ich das Interesse an der Band.

Die letzte Scheibe KAIROS hab ich erst vor einem halben Jahr zum ersten mal gehört und war derart begeistert, dass ich mir sämtliche Alben mit Green besorgte. Abgesehen davon, dass Sepultura musikalisch in den letzten 10 Jahren immer anspruchsvolle und abwechslungsreiche Kost darboten, habe ich immer die Einstellung der Jungs bewundert, ihre Kompromisslosigkeit der Versuchung des $$$ zu widerstehen und eine Reunion mit Max auszuschlagen und einfach Ihr Ding durchzuziehen, auch wenn viele "Fans" diese Reunion sehen wollen.
Ich bewundere Sie um Ihre Kameradschaft und ihren Zusammenhalt, trotz Gegenwind von der Presse.. DAS ist das, was Metal ausmacht: Die Kompromisslosigkeit, die Irrelevanz von Chart Platzierungen, den dreckigen und eben nicht polierten Sound und das Voranstellen der künstlerischen Freiheit und der Musik vor dem $$$.

Dieses "Mindset" von Sepultura wird 1:1 im neuen Album übertragen: Zu den Stärken Stärken "rauh, wild, schnell und anders", haben Sepultura nun wieder gefunden, das Album stellt für mich definitiv den kreativen Höhepunkt der letzten 20 Jahre der Band dar und unterstreicht einmal mehr, wie besonders die Brasilianer in der Metal Landschaft sind.
Freue mich auf die Tour im Februar und bin gespannt, wie (hoffentlich ein großer Teil des Albums) live umgesetzt wird.
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