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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...französisches Kino - love it or leave it!
...über die DVD kann man natürlich noch nichts sagen, da sie auch noch nicht erschienen ist. Aber zu dem Film schon.

Es ist ein typischer französischer Film, eher still, es werden Moment & Stimmungen in Bildern eingefangen, ohne das viel passiert.

Beschrieben wird die Affäre von Franck, der sich an einem Cruising-Weiher im...
Vor 14 Monaten von ramon veröffentlicht

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ähnelt einer ruhigen Wildnis-Tierdoku...bloss mit cruisenden Schwulen statt Pinguinen, oder Erdmännchen.
Man könnte sagen, dies ist ein (teilweise leicht grenzüberschreitender) Erotikfilm mit Thriller-Elementen.

Man könnte sagen, dies ist ein Thriller (ohne nennenswerte Spannungsmomente) mit Erotik-Elementen.

Man könnte sagen, dies ist ein Kunstfilm (ohne wirklichen künsterischen Anspruch) auf Arte-Doku Niveau.

...und...
Vor 10 Monaten von Robin veröffentlicht


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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...französisches Kino - love it or leave it!, 1. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
...über die DVD kann man natürlich noch nichts sagen, da sie auch noch nicht erschienen ist. Aber zu dem Film schon.

Es ist ein typischer französischer Film, eher still, es werden Moment & Stimmungen in Bildern eingefangen, ohne das viel passiert.

Beschrieben wird die Affäre von Franck, der sich an einem Cruising-Weiher im Süden Frankreichs in einen Fremden verliebt. Er verfällt ihm regelrecht - obwohl er weiß, wie gefährlich dieser Mann ist, zieht dieser Franck immer mehr in seinen Bann. Das Verlangen/die Liebe sind Stärker als die Vernunft und die warnenden Worte von Bekannten.

Es ist kein Film, der mit Special-Effekts aufwartet oder action-reich ist - vielmehr lebt der Film von den Momenten, die er einfängt und der dargestellten Monotonie, in der die Protagonisten agieren. Der sich immer wiederholende Tagesablauf und das sich Zuspitzen der Situation sind das zentrale Moment des Films.

Ein Film für Liebhaber des französischen Kinos - schöne Bilder und sehr gut eingefangene Stimmungen. Ich fand den Film gut und würde ihn mir wieder anschauen - jedoch muss ich gestehen, dass er nicht jeders Geschmack ist. Meine bessere Hälfte verließ das Kino mit den Worten: Der Film hätte ihn kostbare, nicht wiederkehrende Lebenzeit gekostet! ;)
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bilder des Begehrens und der Furcht, 4. Dezember 2013
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
Die helle Sommersonne läßt die Oberfläche des Sees in flirrendem Licht spiegeln. Wer vom staubigen Parkplatz durch die kleinen Pfade im Wald an den steinigen Strand des Sees kommt, trägt meistens nur shorts und t-shirt. Am See sind ausschließlich Männer, alle sind nackt beim Sonnen und Baden und mustern jeden Neuankömmling mit prüfenden Blicken. Frank, ein junger Mann, der zuletzt - wie er nur einmal kurz erzählt - auf dem Markt Gemüse und Obst verkauft hat, jetzt aber nach etwas Neuem sucht, will unbeschwert den Sommer genießen, er kommt fast täglich hierher: Er stellt sein Auto an immer der gleichen Stelle des (wilden) Parkplatzes ab (so wie alle Autos immer an der gleichen Stelle parken), begrüßt die Männer, die er kennt, und gesellt sich dazu. Alle Männer sind aber nicht nur an Sonnenbad oder Schwimmen interessiert, sondern sie kennen den Platz als Cruising-Ort: im umgebenden Waldgebiet oberhalb des Sees streift man(n) umher, um Sex miteinander zu haben, sucht sich abgelegene Winkel im Gras oder unter Bäumen. Frank trifft dort auf Henri, der immer etwas abseits sitzt und niemals seine Hose auszieht. Die beiden sehr unterschiedlichen Männer kommen ins Gespräch und genießen es, wenige Erfahrungen des eigenen Lebens miteinander zu teilen. Henri ist mehr an Frauen interessiert und beteiligt sich nicht am Cruising. Ein weiterer Mann wird noch namentlich bekannt: Michel ist dunkelhaarig und braungebrannt, er erinnert mit seinem Schnäuzer ein wenig an Tom Selleck (Magnum). Er wird das Objekt der Begierde für Frank, zugleich warnt Henri, dieser Michel sei "schräg". Als ein Ertrunkener gefunden wird und täglich ein Inspektor umherstreift und alle befragt, wird die Situation auch für Frank zwiespältig: Das Begehren bleibt, aber die Furcht wächst.

Wer "Der Fremde am See" ausschließlich als (schwulen) Erotikfilm wahrnimmt, wird ebenso enttäuscht wie diejenigen, die sich für eine Krimihandlung begeistern. Beides spielt zwar eine Rolle und es gibt eine ganze Reihe sehr expliziter (auch pornografischer) schwuler Sexszenen, aber dem Regisseur Alain Guiraudie geht es um atmosphärische und metaphorische Aussagen. In einem Interview, das als Extra auf der DVD zu finden ist, sagt er, dass er sich dafür interessiere, wie man Begehren (Blicke, Gefühle, Stimmungen) ins Bild setzen könne und dabei gleichzeitig das Erfüllende und das Abgründige thematisieren könne. Sein Film erzählt von körperlicher Nähe, Lusterfüllung, aber auch von der Sehnsucht nach Zweisamkeit, die zugleich - im Zeitalter von HIV und Aids - belastet ist durch Gefährdung und dem Risiko auch emotional verletzt zu werden. Die Krimihandlung ist also mehr eine Metapher für den Abgrund, der hinter der schönen Oberfläche des sommerlichen Idylls lauert. Ein weiteres (nur sprachliches) Bild ist die Rede vom übergroßen Wels, der im See schwimmen soll. Frank und Henri finden in ihrer Einsamkeit und Suche nach Zuneigung ein Stück Seelenverwandtschaft. Michel hingegen symbolisiert die körperliche Begierde, die zugleich auch (z.B. durch den unbefangenen Umgang mit nicht safem Sex) einen Abgrund darstellt, der Glück zugleich in Unglück umschlagen lassen kann. Die Konzentration auf diesen einen Ort (außer Parkplatz, Wald und See ist nichts zu sehen und die Zeit zwischen den Aufenthalten am See wird vollständig ausgespart), einen immergleichen Ablauf (Parken, Ankommen, Entkleiden und Genießen) und den Verzicht auf Musik wird ein fast meditativer Rhythmus erzeugt, der in den letzten Szenen des Films jäh durchbrochen wird, sich aber letztlich im Dunkeln verliert. (Anmerkung: Dies ist kein Spoiler, da es dem Film ohnehin nicht um Auflösung am Schluss geht!)

"Der Fremde am See" ist ein überaus stimmungsvoller, erotisch-emotionaler aber zugleich auch meditativ-metaphorischer Film über das Begehren, über Körperlichkeit und tiefere Sehnsüchte und über Gefährdung und Furcht, die mit der Begierde einhergehen. Für aufgeschlossene, geduldige Zuschauer, die Sympathie für den französischen Film á la Francois Ozon mitbringen, sehr sehenswert!

In den Extras sind neben verschiedenen Trailern vor allem Interviews mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller zu sehen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nah am See, Nah am Feuer..., 12. Januar 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
Alan Guriaudis Film "L'inconnu du lac" (Der Fremde am See) war in Frankreich im letzten Jahr ein Skandalfilm, die Städte Saint-Cloud und Versailles liessen aus moralischen Gründen die Kiinoplakate entfernen, da das gemalte Cover zwei sich küssende Männer an einem Strand zeigt. Immerhin fanden dann die Kritiker von "Cathiers du Cinema" den Nudistenkrimi so gut, dass sie ihn noch vor "Spring Break", La vie D'Adele" und "Gravity" zum Film des Jahres kürte. Das ist vielleicht doch etwas zu hoch gegriffen, aber der Film hat was und überzeugt mit einer sehr gelungenen Atmosphäre. Viel trägt dazu bei, dass der Regisseur die Natur als eigentlichen Hauptdarsteller ausgewählt hat. Dieser See, der von Hügeln und Wäldern umgeben ist, ist im Sommer ein beliebter Ort für Nudisten. Und dort gibt es auch einen Bereich, in dem sich vor allem schwule Männer treffen und am Ufer in der Sonne liegen. Immer sehr aufmerksam, sobald ein neuer Besucher in dieser Cruising-Area auftaucht, immer mit einem Blick in das Wäldchen, wer dort gerade rumläuft. Nach dem Schwimmen ein Spaziergang im Dickicht, wo man im Gebüsch und im Gras nackte Körper wahrnimmt. Ein Paradies für schnellen Sex unter der sommerlichen Sonne, ein Klima von Promiskuität. Jeden Tag legt dort Franck (Pierre Deladonchamps) sein Handtuch auf die weißen Kieselsteine, viele der anderen Männer, die da sind, kennt er ganz gut. Es kommen aber immer wieder neue Besucher dazu. Beispielsweise Henri (Patrick D`Assumcao), der immer etwas abseits liegt und so gar kein richtiges Interesse für die hinter ihm abgehende Sexaffären zu haben scheint. Langsam freundet sich Franck mit dem etwas sonderbaren Eigenbrötler an. Doch sein größtes Interesse gilt dem attraktiven Michel (Christophe Paou), den er mit einem anderen Mann im Gebüsch beim Sex beobachtet. Es scheint als hätte Michel auch Interesse, aber dessen heutige Eroberung quittiert die Blicke mit Eifersucht. Franck bleibt an diesem Tag bis in die Nacht am Strand. Dort beobachtet er Michel mit dem anderen im See. Er wird dabei Augenzeuge des Geschehens und erkennt die Gefahr, die Michel mit sich bringt. Doch andererseits will er auch die Leidenschaft mit dem Fremden ausleben und spielt damit erheblich mit dem Feuer...
Sehr cool wirkt die Beiläufigkeit mit der der ruhige pornographisch angehauchte Krimi inszeniert wurde. Er spielt sich ausschliesslich an diesem sommerlichen Fleck ab, die Szenen werden immer wieder unterbrochen mit dem Bild des Parkplatzes vor dem See, der Zuschauer sieht wie ein Auto kommt oder wenn einer nach dem schnellen Vergnügen wieder dort wegfährt. Dabei ist es Guiraudie sehr gut gelungen das Geschehen dort lebhaft zu machen, man fühlt sich manchmal mittendrin in diesem Kosmos des sommerlichen Cruisings. Der Schluß wirkt zuerst sehr irritierend, aber immer mehr plausibel und man erkennt das Thema "Lust am Masochismus". "Der Fremde am See" ist trotz der ruhigen, stillen Art von einer eigentümlichen Spannung. er ist trotz expliziter Szenen von einer poetischen Grundstimmung
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ähnelt einer ruhigen Wildnis-Tierdoku...bloss mit cruisenden Schwulen statt Pinguinen, oder Erdmännchen., 6. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
Man könnte sagen, dies ist ein (teilweise leicht grenzüberschreitender) Erotikfilm mit Thriller-Elementen.

Man könnte sagen, dies ist ein Thriller (ohne nennenswerte Spannungsmomente) mit Erotik-Elementen.

Man könnte sagen, dies ist ein Kunstfilm (ohne wirklichen künsterischen Anspruch) auf Arte-Doku Niveau.

...und sicherlich ist alles davon richtig. Wirklich gut macht den Film aber nichts davon - wirklich schlecht aber auch nicht.

Über weite Strecken zieht sich der Film mit Landschafts- oder Nacktaufnahmen dahin. Der Film hat kein Tempo, keine musikalische Untermalung und kaum Spannung, will aber anscheinend dennoch ein Thriller sein. Die einzigen Kulissen sind der Strand, der See, das Waldstück und der dazugehörige Parkplatz.
Eigentlich hätte man einfach eine Kamera an einer X-Beliebigen Cruising-Area aufstellen können - hinzugefügt wurde lediglich das "Mörder"-Element (wobei man hier nicht zuviel erwarten sollte).

Die Handlungen der Protagonisten sind nicht immer (oder nur schwer) nachvollziehbar, vor allem die Tatsache, daß der Hauptdarsteller, sich wissentlich auf eine (Sex-)Beziehung mit dem Mörder einlässt, am Tag nachdem er beobachtet hat, wie dieser seinen "Freund" ertränkt hat.
Der schlauste Satz im Film ist da noch (sinngemäß) "Wirst du ihn auch ersäufen, wenn du die Nase voll von ihm hast?" - Auf die Gefahr hätte der Hauptdarsteller von Anfang an auch mal selbst kommen können...aber na ja, die "Begierde" muss wohl alle Vernunft überschattet haben.
Das war dann auch schon fast der ganze Inhalt des Films.

Ein wenig verwunderlich finde ich die 16er Freigabe, trotz kurzer Abspritz- Ständer- und Blaseszene in "Nahaufnahme". Aber na ja, in sogenannten Kunstfilmen, die von vorn herein nicht auf Massenpublikum zugeschnitten sind, darf man das wohl. Stört mich auch nicht, wundert mich bloss.

So...was ist nun mein Fazit? Ich befürchte, ich habe gar keines, vielleicht fehlt mir auch das nötige Kunstverständnis.

Gut finde ich die Unverklemmtheit des Films, das ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung (Nackte Frauen sieht man ja schliesslich auch fast in jeder dritten TV-Sendung, wird also langsam mal Zeit zu zeigen, daß nackte Männer auch nichts Schlimmes sind).
Schlecht finde ich, die sehr aufgesetzt wirkenden letzten 10 Minuten und das offene Ende.

...und wirklich sehr bedenklich finde ich die Einstellung der Hauptprotagonisten gegenüber Safer-Sex.

Rezension-Ende.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares (schwules) Kino, 21. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
Der Film, den ich im Kino gesehen habe, hat mich über seine volle Länge in den Bann gezogen und damit auch hervorragend unterhalten! Ich habe mir auch gleich die DVD bestellt. Wer allerdings lieber das meist platte und immer wieder auf dieselbe Art gestrickte Hollywoodkino erwartet, wird hier sicher enttäuscht. Das Ganze hat schon einen gewissen filmisch-künstlerischen Anspruch mit Stilmitteln, auf die man sich auch einlassen muss. Die scheinbar monotonen, immer wiederkehrenden Einstellungen, die Geräusche des Windes.... man kann die schwule Sommerhitze richtig erahnen. Das alles schafft eine tolle, dichte Atmosphäre, in der sich die Spannung dann ganz langsam und zunächst fast unmerklich steigern kann bis es zum Schluss zum großen Knall kommt... Ein kleiner Film, aber großes Kino!

Und ja, ich fands auch OK, dass man Sex mal so zeigt wie er ist. Warum auch nicht? Ich finde es einfach nur lächerlich, dass sich die Leute, egal ob schwul oder hetero, in vielen Filmen immer erst mal unter riesigen Decken verstecken müssen bevor es los geht. Oder ist hier einer, der so Sex hat??? Dabei mutiert DER FREMDE AM SEE aber niemals zum Porno sondern bleibt immer das, was er ist, ein Spielfilm, der mit ungewönlichen Mitteln eine Geschichte erzählt.

Was mich gewundert hat, ist, dass fast gleichzeitig LOSE YOUR HEAD ins Kino kam, allerdings in einer etwas anders (und schlechter) geschnittenen Version als auf der Berlinale. Beide Filme haben praktisch dieselbe Story, wenn sie auch an anderen Orten spielen. Zufall? Oder hat da einer vom anderen die Idee "geliehen" und zeitgleich seinen eigenen Film draus gemacht?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ende offen, 18. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
Was hat dieser Film an sich und was ist die Kernaussage?

Kernaussage: Um seine homoerotischen Neigungen nicht ausserhalb der Beach-Cruising-Community ans Tageslicht kommen zu lassen, aus welchen Gründen auch immer, würde jemand sogar einen Mord begehen? oder 2? oder noch weitere?
In "Der Fremde am See" wird diese Problematik tatsächlich einmal dargestellt.
In realitätsnahen Aufnahmen wird der geneigte Cineast natürlich seine voyeuristischen heimlichen Begehren erfüllt bekommen, der Film wirkt dadurch noch wahrer.
Über den weiteren Verlauf haben andere Rezensenten bereits ausführlich berichtet.
Was das überraschende Ende betrifft:
1. Der ermittelnde Kommíssar wird auf der Dienststelle hoffentlich einen vorläufigen Bericht angefertigt haben, in dem alle am Beachparkplatz abgestellten KFZ mit pol Kennzeichen erfasst waren. Da liesse sich der Mörder auch nach der Erdolchung des Kommissars noch feststellen.
2. Der Hauptprotagonist als Sympathieträger des Films...ja wird er nun noch vom Mörder entdeckt und ebenfalls umgebracht oder nicht....soll vielleicht für eine Fortsetzung am Leben bleiben. Egal .Denn:
3. Die Kernaussage des Films wurde behandelt, das war's.
Mir hat der Film eindeutig gefallen!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trügerische Ruhe, 16. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
Franck (Pierre de Ladonchamps) sitzt versteckt im Busch. Er sieht es in der Dämmerung ganz genau. Ein Mann ertränkt im See einen anderen Mann. Dann geht er seelenruhig an den Strand, zieht sich an und geht weg.
Franck ist schockiert. Und fasziniert. Der Mann, der gerade einen Mord gegangen hat, ist Michel (Christophe Paou), und Franck steht auf ihn. Und tatsächlich: Spätestens zwei Tage später läuft was. Franck will mehr, aber Michel will nur Sex. Aber die Polizei ist auch schon vor Ort, die Ermittlungen laufen.

"Der Fremde am See" ist ein sehr leiser Thriller, aber die Ruhe macht ihn so stark. Regisseur und Drehbuchautor Alain Guiraudie konzentriert seinen Film auf einen einzigen Ort: Ein glasklarer See mit einem Kieselsteinstrand und einem Wäldchen dahinter. Ein Cruisinggebiet, es sind nur Männer dort. Männer, die auf den schnellen Sex und auf mehr hoffen. Eine Tatsache, mit der im Film mitunter sehr offen und explizit umgangen wird.
Franck scheint blind vor Verliebtheit zu sein, er blendet die Gewalttat völlig aus, und das droht ihm zum Verhängnis zu werden. Da völlig unklar ist, wie diese Geschichte sich entwickelt, ist sie stellenweise sehr spannend, auch wenn man sich manchmal an den Kopf fasst, weil Franck so naiv zu sein scheint. Er verliert völlig das Wesentliche aus dem Blick, er lügt den Ermittler an, nur um den Typen zu schützen, der zwar ein Monster ist, auf den er aber nun mal steht.
Der Film kommt völlig ohne Musik aus, stattdessen hört man oft die Windgeräusche der Bäume und Sträucher übermäßig laut. Nur das blöde Ende hätte nicht sein müssen.
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5.0 von 5 Sternen Französischer Film, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
Die Macher des Films haben sie alle französischen Filme der letzten drei Dekaden angeschaut, diese als Blaupause genommen und das ganze ins schwule Milieu übertragen, mit Thrillerelementen ergänzt und gut in Szene gesetzt. Herausgekommen ist ein wunderschöner Film, der das Zeug zum Klassiker hat. Kritik an den Sexszenen: Schwuler Sex ist nun mal so.

Pluspunkte:
+ Darsteller
+ Handlung
+ Regie
+ Drehbuch
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5.0 von 5 Sternen Spannung vor Erotik, 29. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (Amazon Instant Video)
Filme im Schwulenmilieu haben in der Regel nur Erotik im Sinn, die meisten haben ohnehin nur Pornoqualität. Dieset Film ist teilweise auch hocherotisch und spart nichts aus, aber wie in einem Thriller überdeckt zunehmend die Spannung das erotische Beiwerk. Spannung bis zur letzten Minute. Also kein Tatort!
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2.0 von 5 Sternen Homophiler Serienmörder, 28. April 2014
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde am See (DVD)
Der alleinlebende Henri verbringt seinen Sommerurlaub an einem französischen Badesee, der vorzugsweise von Männern besucht wird. Henri ist heterosexuell und hält sich bewusst fern von den Gemeinschaftsplätzen. Der deutlich jüngere Franck ist anders veranlagt und mischt sich gerne unters Volk. Besonders, der gutaussehende Michel hat es ihm angetan. Michel scheint aber gebunden zu sein. Franck kommt mit Henri ins Gespräch und die beiden freunden auf platonischer Ebene sich.

Dann geschieht eines Abends ein Todesfall am See und die Polizei beginnt zu ermitteln. Alle Besucher werden befragt.

Die ereignisschwache Geschichte gewinnt im zweiten Teil langsam an Fahrt ohne auf volle Touren zu kommen. Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten, geben letztendlich aber wenig von den Figuren preis. Überraschende Ereignisse sorgen für Aufmerksamkeit. Das asketische Szenerio belässt den Fokus bei den Handelnden. Regie und Schauspielern liefern eine dahinplätschernde Mordgeschichte ab.
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Der Fremde am See
Der Fremde am See von Pierre de Ladonchamps (DVD - 2013)
EUR 7,99
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