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am 11. Dezember 2013
Wo fängt man an, wenn man etwas derart Perfektes wie die Serie „Breaking Bad“ besprechen möchte? Vielleicht bei der Ausgangssituation, die dann zu all den aberwitzigen Handlungsverläufen führt, die sich später ergeben. Hier fühlte ich mich an Filme der Cohen-Brothers erinnert - insbesondere „Fargo“- denn die Hauptfigur Walter White (Bryan Cranston) erweckt zu Beginn beim Betrachter vorwiegend Mitleid, wie es William H. Macey in seiner Rolle des glücklosen Autoverkäufers zu erregen vermochte. Von seinen Mitmenschen kaum ernst genommen, teilweise ausgenützt und erniedrigt, führt der Chemielehrer White ein unscheinbares Schattendasein als Familienvater und erinnert sich in Verbitterung daran, dass er in jungen Jahren eine vielversprechende Karriere als hochbegabter Wissenschaftler in Aussicht hatte, die er schließlich in den Sand gesetzt hat. Eine Krebsdiagnose gibt ihm den auslösenden Impuls, sich aus dieser tristen und aussichtslosen Lebenssituation zu befreien und seinem Leben eine neue Richtung zu geben, als er hinter dem Rücken seiner Familie beginnt die synthetische Droge Crystal Meth herzustellen.

Diese radikale Entscheidung präsentiert sich dem Betrachter durchaus schlüssig, da Sorge um die finanzielle Lage seiner Familie nach seinem drohenden Ableben und mangelndes Geld zur Finanzierung der medizinischen Therapie sein Handeln zu rechtfertigen scheinen. Er nötigt einen seiner ehemaligen Schüler (Jesse Pinkman) dazu ihn bei diesen illegalen Aktivitäten zu unterstützen und die Beiden stolpern anfangs von einer desaströsen Situation in die nächste , während Walter sich immer mehr in einem heillosen Lügengeflecht verfängt. So betrachtet man die beiden kleinkriminellen Protagonisten vorerst bei ihren hemdsärmeligen Versuchen, sich mit den Regeln dieses illegalen Gewerbes vertraut zu machen und nur gelegentlich blitzt in der Anfangsphase bei dem Chemielehrer das Genie auf, das ich gerne als den „bösen MacGyver“ bezeichne.

Aus dieser Präposition vollziehen die beiden Figuren Walter und Jesse ungeahnte persönliche Wandlungen und erleben extreme Höhen und Tiefen. Während Walter das Lügen, Taktieren und letztlich auch Morden nach und nach immer leichter fällt, entwickelt Jesse zusehends ein Gewissen, hadert mit den eigenen Taten und wird erwachsener. Die beiden Figuren entwickeln sich also schrittweise diametral zueinander in unterschiedliche Richtungen. Walter erlebt ein zweites Erwachen durch seine kriminellen Handlungen und verfällt in Verhaltensmuster die man als extreme Form der Midlifecrises bezeichnen könnte. Mitgerissen von Walters kriminellem Ehrgeiz zeigt sich für Jesse, der zu Beginn der Handlung als ungebildeter, notorischer Versager, als zwischen Selbstüberschätzung und Selbsthass pendelndes Paradebeispiel des so genannten White-Trash präsentiert wird, dass er nicht so hart und abgebrüht ist, wie er vorgibt zu sein.

Besonders aus der Beziehungskonstellation dieser beiden Hauptcharaktere, aber auch aus deren Verflechtungen mit dem reichen Ensemble von Nebencharakteren (großartig etwa Giancarlo Esposito, Bob Odenkirk, Jonathan Banks) bezieht „Breaking Bad“ seine hohen Qualitäten. Diese Serie beweist, dass es auch heute noch großartige Autoren gibt, die es bis zur hohen Kunst verstehen eine mitreißende Geschichte als unverzichtbares Fundament einer Film- oder Fernsehproduktion zu konstruieren. Ihnen gelingt es mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit die Gratwanderung zwischen emotionalem Tiefgang, schwarzem Humor, Spannung, Sozialkritik und Drama zu bewerkstelligen und zudem im Storytelling noch über weite Strecken glaubwürdig zu bleiben. Der konsequenten Entscheidung die Geschichte nach der fünften Staffel enden zu lassen, ist es letztlich auch zu danken, dass „Breaking Bad“ nicht bis zur Bedeutungslosigkeit ausgelutscht wurde - wie das mit so vielen anderen erfolgreichen Serien geschehen ist. Am Ende – so viel sei verraten – findet diese Serie schlüssig und rund zu einem Abschluss ohne, dass dabei offene Handlungsstränge oder unbefriedigende Notlösungen in Kauf genommen werden mussten. Nichts wirkt künstlich gestreckt. Alles ergibt Sinn.

So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass diese Serie – obwohl mit Preisen überschüttet - im deutschsprachigen Fernsehen ein Nischendasein führen musste. Lediglich auf Arte und im Pay-TV wurde „Breaking Bad“ ausgestrahlt, was wohl auch daran liegt, dass diese Serie sehr viel Mut zur Innovation aufbrachte und heikle Themen behandelte. Hierzulande geht man aber lieber auf Nummer sicher und zeigt den Menschen lieber die zehnte Wiederholung einer beliebigen CSI-Folge, anstatt sie mit Themen wie Drogenmissbrauch, moralischen Grauzonen oder sozialen Realitäten vor den Kopf zu stoßen. Trotzdem scheint sich „Breaking Bad“ nach und nach über Mundpropaganda, Internet und DVD-Vermarktung auch im deutschsprachigen Raum durchgesetzt zu haben.

Vom perfekten Drehbuch, der cineastischen Umsetzung, der Auswahl der Musik, über die Liebe zum Detail und die Balance zwischen Ruhe und Spannung, bis hin zur großartigen Besetzungsriege – hier bleibt kaum ein Wunsch offen. Möchte man dennoch das sprichwörtliche Haar in der Suppe finden, so könnte man eventuell bemerken, dass die Serie bis zur Mitte der zweiten Staffel realistischer und anspruchsvoller wirkte, während im späteren Verlauf erstgenannte Faktoren zu Gunsten einer deutlich zunehmenden Spannung eher zurückgenommen wurden. Zudem erschien mir Jesse’s plötzliche Eingebung am Ende der Folge „Geständnisse/Confessions“ in der zweiten Hälfte der fünften Staffel ein wenig konstruiert. Letztlich sei auch noch Walt’s gewissenlose Handlung am Ende der vierten Staffel – Ebenjene auf die in „Confessions“ zurückgegriffen wird – erwähnt, welche ich ebenso als unstimmig empfunden habe. Aber all das ist freilich meine subjektive Kritik von vernachlässigbaren Kleinigkeiten, an einer Produktion die letztlich nahezu makellos ist.

„Breaking Bad“ bezieht seine Spannung aus den emotionalen Verflechtungen, Entscheidungen und Positionen der einzelnen Figuren, welche fast ausnahmslos plastisch, glaubwürdig und emotional vielschichtig angelegt wurden. Obwohl bisweilen Eruptionen von Gewalt für Schockmomente sorgen, geschieht dies nicht aus plumpem Kalkül und um die voyeuristischen Bedürfnisse der Zuseher zu aktivieren. Vielmehr werden derlei Spitzen maßvoll und der Handlung dienlich eingestreut. Selbst mit den Werken namhafter Regisseure wie Tarantino, den oben erwähnten Cohen-Brothers oder sogar Martin Scorsese kann sich „Breaking Bad“ locker messen, wie ich meine. Schade nur, dass das Kino der Gegenwart heute kaum noch so hohe Qualität aufzuweisen vermag, wie diese Fernsehserie bieten konnte.

Schließlich noch die unvermeidliche Produktbewertung:
Die robuste Box genügt mit ihrem Magnetverschluss meinen Ansprüchen zur Genüge. Die sechs eingelegten Kartonhüllen könnten zwar besser verarbeitet sein, was die Schonung der BluRay-Disc’s betrifft, benötigen aber auch im Gesamtumfang weniger Platz im Regal. An Bildqualität und Ton kann ich nichts bemängeln. Die Beilage eines Booklets, zur Übersicht über die Folgen und deren Verteilung auf den Datenträgern hätte das Produkt noch ein wenig aufgewertet, ist aber letztlich verzichtbar. Unter den Extras finden sich massenhaft geschnittene Szenen und ein besonders erheiterndes alternatives Ende. Letztlich ist die Serie meiner Meinung nach so gelungen, dass an einer Höchstbewertung kein Weg vorbeiführt. Jede kommende amerikanische TV-Serie wird sich an „Breaking Bad“ messen müssen.
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am 17. März 2016
Zur Serie:

Ich finde diese Serie einfach unglaublich gut.
Egal ob es um das Setting, die schauspielerischen Leistungen, die deutsche Synchronisation oder die Story geht.
Es wurde einfach alles so gut umgesetzt, dass ich diese Serie als meine momentane Lieblingsserie zähle.

Auch das es so realistisch wirkt ist fenomenal. In der einen Szene ist Walter White einfach der Boss himself
und in einer anderen merkt man doch wieder, dass er eigentlich nur ein normaler Lehrer ist/war.
Immer dieses hin und her und auch die Entwicklung seiner Beziehung zur Familie wurde sehr gut in Szene gesetzt.
Er möchte eigentlich nur seiner Familie helfen und versinkt doch immer weiter im Drogengeschäft.

Zur Komplettbox: (Ich bewerte hier die Standard Blu-ray Box)

Die Box mit dem Cover gefällt mir richtig gut und auch der Inhalt konnte mich positiv überraschen.
Bei der Blu-ray Version befinden sich nicht einfach die einzelnen Volumes in der Box sondern ein "Kunststoff-Buch"
in dem sich auf jeder Seite 2 Blu-rays befinden. Dieses kann man auch wie bei einem normalen Buch
von Seite zu Seite durchblättern.

Der FSK-Aufkleber war natürlich leider direkt auf der Box angebracht, aber konnte ohne Probleme rückstandslos entfernt werden.
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am 20. Dezember 2014
Ich hatte bereits die ersten beiden Staffeln von Breaking Bad gekauft, sodass ich lange überlegt habe, ob ich mir die Gesamtausgabe kaufe oder nicht. Letztendlich hat sich der Kauf aus meiner Sicht gelohnt:

Mir gefällt die Idee eines einheitlichen Designs. So steht bei mir im Regal eine Box statt mehrere unterschiedlich dicker DVD-Hüllen. Dann suche ich mir die entsprechende Staffel heraus und kann die CD aus dem Papphalter nehmen. Persönlich finde ich das angenehmer als die typischen Plaste-Halterungen. Meine DVDs sind auch noch alle kratzerfrei. Die Bildqualität und der Sound sind auch entsprechend gut. Daher von mir keine Kritik, sondern eindeutig 5 Sterne.
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am 27. November 2013
Ich werde hier nur das Produkt selbst bewerten und nicht auf die Serie und den Serieninhalt eingehen. Darüber wurde wohl schon genug gesagt und bedarf keiner weiteren Bewertung mehr. Vielleicht folgt nach dem nächsten Breaking Bad Marathon noch eine Beurteilung zu den BluRays und der Qualität der letzten Staffel.

Heute klingelte einer der freundlichen Mitarbeiter der Deutschen Post an meiner Tür um mir ein nicht all zu kleines Paket zu überreichen, in dem sich das heiss ersehnte Breaking Bad-Geldfass befand. Amazon typisch war dieses gut (sogar doppelt und mit viel Packpapier zur Stoßdämpfung) verpackt, sodass dem Fass selbst durch den Transport nichts geschehen ist und eigentlich auch nichts geschehen kann. Das Fass selbst fühlt sich sehr hochwertig und schwer an (ca. 3 Pfund). Es lässt sich hochkant aufklappen um an die insgesamt 15 BluRays zu kommen. Die sind nach Staffeln in runden, sehr stabilen und dicken Hartplastikscheiben gefasst, die sich gegenseitig mit 3 kleinen Magneten zusammenhalten. Habe ich so auch noch nie gesehen und stößt bei manchem wohl sicherlich auf negative Kritik, mir selbst gefällt es aber sehr gut, da man die Discs ohne Berührung der Finger in der Discinnenseite heraus- und wieder hineinlegen kann.
Der Deckel das Fasses lässt sich leicht anheben und herausnehmen, um an die sehr hochwertige Gedenkmünze (entworfen von Vince Gilligan) und die als runder Geldhaufen verpackte Los-Pollos-Hermanos-Kochschürze zu kommen. Letztere habe ich noch nicht ausgepackt, desalb kann ich nichts zu deren Qualität sagen. Ein wenig versteckt auf der Deckelinnenseite findet man zudem eine weitere BluRay auf der die restlichen Extras & Bonusmaterial sind, die es auf eine Gesamtlänge von über 55! Stunden schaffen (darunter ist auch eine brandneue, zweistündige Dokumentation).

Fazit: ich muss schon sagen dass einen das Geldfass mit Stolz erfüllt. Die meiner Meinung nach beste Serie aller Zeiten in einem so hochwertigen, limitierten Fass neben seinen Fernseher oder zu seiner Sammlung zu stellen lohnt sich auf jeden Fall und gibt optisch schon was her! Auch stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis im Bezug auf das normale BluRay bzw. DVD-Digipack der kompletten Serie, da beides nur 40€ günstiger ist. Ich gebe beste Kaufempfehlungen, würde es selbst nämlich jederzeit wieder ordern!

Ich hoffe diese Meinung konnte ein paar helfen und stößt nicht auf zu viel Missgefallen. Das ist meine erste, ausführliche Kritik zu einem Produkt, dass ich über Amazon erworben habe ;)
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am 7. Juli 2014
Am 15.10.2013, wenige Wochen nach Ausstrahlung der letzten Episode von Breaking Bad, erhielt der Hauptdarsteller Bryan Cranston einen Fanbrief. Ein paar vielsagende Sätze aus diesem Brief möchte ich am Anfang dieser Kritik zitieren: „Brillant! Ihre Darbietung als Walter White ist die beste schauspielerische Leistung, die ich jemals gesehen habe. (...). Was Sie da geleistet haben, ist spektakulär, absolut überwältigend. (...) Es war wie eine großartige Tragödie im Stil der Jakobiner, Shakespears oder der alten Griechen. (...) Jeder Beteiligte hat Meisterliches geleistet. Ich danke Ihnen. Diese Art von Leistung ist selten. Und wenn es sie dann einmal gibt, wie bei diesem epischen Werk, baut das die Zuversicht in unseren Beruf wieder auf.“ Der Autor dieses Briefes war kein durchschnittlicher Verehrer, sondern niemand geringeres als Schauspiellegende Sir Anthony Hopkins. Von ebendiesem als der größte Schauspieler aller Zeiten bezeichnet zu werden, spricht für sich.

Hauptfigur von Breaking Bad ist der Chemielehrer Walter White. Als junger Mann war er ein brillanter Chemiker und hatte eine vielversprechende Karriere vor sich, aber wie bei vielen anderen ist sein Leben nicht so verlaufen wie er es sich vorgestellt hat. Mit fünfzig Jahren muss er neben seinem Lehrerberuf noch einen demütigenden Nebenjob ausüben, um seine Familie zu ernähren und die Hypothek auf sein Haus zu bedienen. Er ist ein absoluter Durchschnittsbürger, eher introvertiert, ziemlich spießig und sehr frustriert. Sein Leben erfährt allerdings eine überraschende Wendung, als er eines Tages die Diagnose Lungenkrebs erhält. Er steht vor dem finanziellen Ruin, da seine Krankenversicherung die Behandlungskosten nicht übernimmt, und die Existenz seiner Familie ist aufgrund seiner Krankheit und seines bevorstehenden Todes gefährdet. Als sein Schwager, der bei der Drogenfahndung arbeitet, ihn eines Tages spaßenshalber zu einem Meth-Labor mitnimmt, kommt Walter auf eine wahnwitzige Idee. Zusammen mit seinem ehemaligen Schüler Jesse Pinkman, der mittlerweile in die Drogenszene abgerutscht ist, beginnt er seine Chemiekenntnisse einzusetzen, um die Droge Crystal Meth zu kochen um so die finanzielle Existenz seiner Familie auch über seinen Tod hinaus zu sichern. Als genialer Chemiker erzeugt er ein herausragendes Produkt, das in kürzester Zeit großes Aufsehen in der Drogenszene New Mexikos erregt. Nach und nach verstrickt sich Walter White aber immer stärker in den Sumpf der Drogenkriminalität, bis er irgendwann entdeckt, dass er seine Intelligenz und seine Talente nicht nur für die Herstellung von Crystal Meth nutzen kann, sondern weit darüber hinaus. Mit der Zeit verändert sich seine Persönlichkeit grundlegend, so dass man ihn als Zuschauer nicht mehr wiedererkennt...

Breaking Bad ist nicht nur eine spektakuläre und grandios inszenierte Charakterstudie, die es in dieser Tiefe weder im Fernsehen noch in der Literatur jemals zuvor gegeben hat. Diese Serie setzt nicht nur in jeder Hinsicht Maßstäbe, wie z.B. hinsichtlich der schauspielerischen Leistungen, der Szenografie, Kameraführung, der Wirksamkeit und Prägnanz von Bildern, Musik und Dialogen. Dieses Meisterwerk ist nicht nur durchgehend realistisch, spannend, unvorhersehbar, und durch den exzellenten schwarzen Humor derb unterhaltsam.
Breaking Bad berührt vielmehr Urfragen der Menschheit. Wie kommt das, was man gemeinhin als das Böse bezeichnet, in unsere Welt? Unter welchen Voraussetzungen können „normale“ Menschen, wie wir alle es sind, auf die schiefe Bahn geraten? In welchen Situationen kann man noch moralische Entscheidungen treffen, und ab wann wird der gewählte Weg zum selbsterhaltenden Strudel, aus dem man nicht mehr entkommen kann? Die Tiefe, mit der Breaking Bad diese Fragen erörtert, ist einmalig.
Konsequent wurde die Serie im deutschen Fernsehen nur auf Arte ausgestrahlt, den anderen Sendern war das Format wohl zu anspruchsvoll und damit zu riskant. Wie schon Oliver Kalkofe gesagt hat, jedes Land bekommt das Fernsehprogramm, das es verdient.

Ich wäre nicht überrascht wenn Breaking Bad in hundert Jahren einen ähnlichen Status genießt wie Faust oder Hamlet – den Status von zeitlosen Meisterwerken der Menschheitsgeschichte, die jedes Schulkind kennt und kennen sollte.
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am 21. Mai 2015
Als mich ein Freund begeistert auf Breaking Bad aufmerksam machte war ich zunächst skeptisch, da Serien bislang nicht mein Fall waren. Es hat jedoch nur zwei Folgen gebraucht um mich zu überzeugen, und einige Tage später stand die komplette Serie in meinem Schrank. Und ich muss sagen:sie ist jeden Cent wert!
Die Leistung der Schauspieler ist grandios, selbst kleinste Nebenrollen wurden perfekt besetzt. Die Kameraführung sucht ihresgleichen und die Bilder sind in ihrer Ausdruckskraft einmalig und schon fast Kunst. Die Story ist an Genialität kaum zu überbieten, es gibt ständig unvorhergesehene Wendungen. Die Spannung flacht zudem nie ab sondern bleibt über die 62 Folgen konstant hoch. Man merkt, mit welcher Detailverliebtheit die Produzenten hier ans Werk gegangen sind. Es wurde absolut nichts dem Zufall überlassen.

Selten hat mich ein Filmereignis so mitgerissen wie BB. Die Serie bot haufenweise epische Szenen, die mir für immer in Erinnerung bleiben werden. Es ist das mit Abstand genialste, was ich in meinen 40 Jahren sehen durfte. Schon deshalb ist Breaking Bad für mich die Serie des Jahrhunderts und es erscheint mir kaum möglich, dieses Meisterwerk noch zu toppen.

Das Bild in den ersten zwei Staffeln wirkt recht grobkörnig und dürfte am schlechten Ausgangsmaterial liegen. Dies hat mein Filmvergnügen aber kaum beeinträchtigt. Ab der 3. Staffel wird das Bild dann richtig scharf.
Die Box selbst ist angesichts des hohen Preises etwas dürftig ausgefallen. Die Oberfläche der Box ist sehr empfindlich für Macken, die Pappschuber im inneren sind ebenfalls recht billig verarbeitet. Zudem sind die einzelnen Discs sehr umständlich zu entnehmen, will man die Unterseite nicht mit den Fingern berühren.
Auf der anderen Seite ist die Box aufgrund ihrer kompakten Größe sehr platzsparend aufzubewahren.

Schon alleine wegen dem Unterhaltungswert der Serie gibt es von mir volle 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!
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am 29. Mai 2014
Kann ein Drama im Serienformat in der heutigen Zeit überhaupt noch erfolgreich sein. Nun die Antwort lautet Eindeutig JA.

Mein Serienalltag beteht eher mehr aus SciFi Serien im Typ von Star Trek, Stargate oder Battlestar Galatica aber da bis jetzt jeder neue Versuch in dieser Richtung zum scheitern verurteilt ist weil unsere Fernsehlandschaft immer mehr verblödet und wirklich gut gemachte anspruchsvolle Serien mit anspruchsvollen Inhalt und einer Botschaft nach 1-2 Staffeln abgesetzt werden muss man schon frustiert einiges ausprobieren. Ich habe von dieser Serie gehört und auch bei IMDB wird sie hoch gelobt und wollte es daher ganz gerne mal versuchen.
Da ich Sammler von Collectors Editionen von Filmen wie auch Spielen bin ist der Kauf von einer Collectors Edition von 150€ einer Serie die man nicht kennt durchaus ein Wagnis aber in diesen Fall habe ich es nicht bereut.

Die Collectors Edition ist was das Preis Leistungsverhältnis betrifft mehr als gelungen das kann ich sehr wohl beurteilen weil ich wie gesagt schon Sammler von solchen bin (Nichts im Vergleich zu den jüngst erschienen Hobbit Guards of Erebor Edition oder der Game of Thrones Staffel 3 Drachenbox die angesichts des Preises schon an abzocke erinnern. Ich besitze übrigens beide dieser Editionen).
Das Fass wirkt sehr Stabil und wertig. Die Gedenkmünze und die Schürze sind eine coole Dreingabe. Die Aufbewahrung der Disks finde ich sehr schön in diesen durchsichtigen Plexiglasscheiben die mit Magneten zusammengehalten werden. Allerdings verkratzen diese sehr schnell und leicht und Fingerabdrücke sind vorprogrammiert.
Für die Bonus Disk hatte ich noch keine Zeit aber 3 Staffeln konnte ich schon bis jetzt zu Ende gucken und bin sehr zufrieden.
Die Beurteilung fußt auf der Tatsache wie viel Unterhaltung (Filmminuten) man für das Geld bekommt und wie cool die Goodies und Aufmachung der Collectors Edition ist. Die Serie hat sich darüber hinaus aber auch schon alleine 5 Sterne verdient von daher passt alles.
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am 7. Februar 2014
...die beste Serie aller Zeiten.
Wie ich normalerweise solche Plattitüden verabscheue. Und ja, klar ist diese Aussage subjektiv.
Objektiv ist jedoch ganz eindeutig, dass der gesamte Plot über alle 5 Staffeln hinweg einzigartig und abartig originell ist.

Grundsätzlich wurde ja bereits alles zu diesem Geniestreich gesagt. Dennoch geb ich jetzt unbedingt auch noch meinen Senf dazu:
5 Sterne gibt es von mir für:
a) Vince Gilligan: als kreatives Mastermind der Serie schafft er einen mit unzähligen Details gespickten und in sich schlüssigen Handlungsbogen, der süchtig macht, und extrem lange nachwirkt... Filmisches Meth für die cineastische Seele.
b) das Casting: bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt!
c) Regie und Kamera: Durchaus innovativ, und dennoch nicht artifiziell unterkühlt. Ganz im Gegenteil, das Bild wirkt trotz seiner faszinierenden Kompositionen unglaublich organisch, es lebt - mitten in unseren Wohnzimmern, bravo!
d) Sound und Soundtrack: Genial!

Zu empfehlen ist Breaking Bad all jenen, die auf eine außergewöhnliche Story, auf pointierte Dialoge mit Kultcharakter, auf unzählige aberwitzige Szenen - gerade dann, wenn kein Mensch damit rechnen würde, auf eine irre Spannung, auf eine nahezu unerträglich intensive und emotionale Inszenierung und auf maximales Entertainment mit Köpfchen stehen. Für Menschen, die auf "Fight Club", Tarantino, die Coen Brüder, oder auch auf die skandinavische Perle "Headhunter" stehen, ist BB ein "must see event".

Filmfans hingegen, die auf reine Action mit hektischen Schnitten, oder doch eher auf romantische Liebeskomödien mit Happy End stehen, sollten vielleicht die Finger davon lassen.

Die beste Beschreibung dieses TV-Tsunamis lieferte bereits im Dezember Sir Philip Anthony Hopkins, britischer Ausnahmeschauspieler und Oscar-Preisträger, mit seiner öffentlichen Ode an "The one who knocks":
"A total of two weeks (addictive) viewing," schreibt er da. "I have never watched anything like it. Brilliant! Your performance as Walter White was the best acting I have seen -- ever. What is extraordinary, is the sheer power of everyone in the entire production. Everyone gave master classes of performance.
From what started as a black comedy, descended into a labyrinth of blood, destruction and hell," formuliert er absolut treffend: "It was like a great Jacobean, Shakespearian or Greek Tragedy."

Yo Mr. Hopkins, you're godamn right!
Vorsicht ist bei aller Begeisterung dennoch geboten: nach dem Finale besteht die reale Möglichkeit heftiger Entzugserscheinungen ;)
Aber, wie Sie bereits sagten, Mr. Heisenberg: You are done, when you say you're done.

Zur Box: Ich benutze weder die Box zum Frisbee werfen, noch nehme ich die Discs täglich mehrfach aus dem Schuber. Für mich wirkt die Box in meinem Regal absolut würdig!
Zum Bild: Keine Referenzwerte ala "Lost", dennoch gehobener Standard. Aufgrund dessen und wegen der außergewöhnlichen Bildersprache unbedingt zur BR-Version greifen!
Zum Ton: Fett, ausgewogener Mix von Sprache und Soundtrack, so muss eine BR klingen!
In diesem Zusammenhang (ich weiß, das gehört nicht wirklich hierher) möchte ich noch die deutsche Synchronisation loben: Gerade bei solchen Serien (viel Slang, viele Jokes, die nur in der Muttersprache funzen) kannst Du nur verlieren - hier wurde überglücklicherweise perfekt "gekocht": Die deutschen Sprecher klingen fast 1:1 wie die Originalstimmen, Deutschland untermauert hier erneut seine herausragende Stellung in Puncto Synchronsprecher.
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am 13. Mai 2014
... und das ist keineswegs übertrieben. Schon nach den ersten Folgen fühlt man sich von dieser Serie in den Bann gezogen. Allein die Thematik eines Krebskranken Chemielehrers der um seine Behandlung zu bezahlen und um seine Familie nach dem Tod zu versorgen alle Skrupel fallen lässt um Chrystalmeth zu kochen. Aber der Reihe nach, ohne zu Spoilern lebt diese Serie von der grandiosen Leistung der Schauspieler wie etwa Bryan Cranston, Aaron Paul oder Giancarlo Esposito. Über die ganze Distanz der Serie gibt es kaum Zeit für Vernschaufpausen denn immer gibt es eine Wendung oder es passiert was. Für den krebskranken Walter White ist es ein ständiger Drahtseilakt weder vor seiner Frau noch vor seinem Schwager der Agent bei der DEA ist aufzufallen, sein ehemaliger Schüler Jesse Pinkman wird im Laufe der Serie zum Komparsen ist aber Drogenabhängig und psychisch labil und somit immer ein Unsicherheitsfaktor. Dann hat Walter sich das ganze auch zu leicht vorgestellt und bekommt es immer mehr mit skrupellosen Drogenkartellen und Banden zu tun. Man erlebt in der Serie ein Feuerwerk der Gefühlsschwankungen und einen Menschen sich von einem leicht trotteligem Chemielehrer zu einem bösartigem Drogendealer verwandelt. Für mich stand schon Dr. House oben auf dem Treppchen aber Breaking Bad toppt diese Serie um längen. Könnte ich 6 Sterne vergeben hätte die Serie auch den 6 Stern verdient.
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am 22. Mai 2016
Nachdem die Serie nun bei Amazon Prime nicht mehr im kostenlosen Portfolio ist und ich nochmal Walter White beim Kochen zuschauen wollte kam mir eine Preisaktion ganz gelegen.

Diese Box ist eher durchschnittlich verarbeitet und zwei Discs liegen auf einem Tray, das finde ich für das Handling eher bescheiden. Tut aber dem Inhalt keinen Schaden (hoffentlich),

Wer hier jetzt Infos zur Serie sucht findet diese sicher in den unzähligen anderen Rezensionen oder auf diversen Webseiten.

Ich kann nur empfehlen die erste Staffel auch wenn man nicht direkt begeistert ist zu schauen und dann in die zweite Staffel zu gehen - die Serie wird ab da, spätestens aber in der dritten Staffel mit jeder Episode besser und besser.
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