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5.0 von 5 Sternen Sehenswert
Sehr gute Verfilmung eines Buches von McCarthy. Kein schneller Actionfilm, eher ein Gefühl permanenter Bedrohung.Für manche wird die Handlung zu langsam, ich habe aber nichts anderes erwartet, weil ich das Buch kenne. Um Geschwindigkeit, geht es hier nicht... manche wird auch das offene Ende stören, doch nauch das ist typisch für McCarthy.
(Wer...
Vor 9 Monaten von Martin veröffentlicht

versus
26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Über den Verlust der Menschlichkeit
Die Coen Brüder schufen 2007 eine ultimativ reduzierte Parabel über den Verfall der Gesellschaft. Das Geschäft der drei Akteure ist die Gewalt - Llewelyn Moss (Josh Brolin) war Vietnam-Kämpfer, Anton Chigurh (Javier Bardem) ist Auftragskiller und Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) vertritt die traurigen Reste staatlicher Ordnung.

Aber...
Veröffentlicht am 12. Mai 2011 von jury


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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Über den Verlust der Menschlichkeit, 12. Mai 2011
Von 
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(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Die Coen Brüder schufen 2007 eine ultimativ reduzierte Parabel über den Verfall der Gesellschaft. Das Geschäft der drei Akteure ist die Gewalt - Llewelyn Moss (Josh Brolin) war Vietnam-Kämpfer, Anton Chigurh (Javier Bardem) ist Auftragskiller und Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) vertritt die traurigen Reste staatlicher Ordnung.

Aber Moss ist auch der naive Normalbürger, der sich eine Chance gegen die herrschende Gewalt ausrechnet, wenn er nur smart genug vorgeht. Der Sheriff versucht, ihn zurückzuhalten, ihn vor seinem sicheren Untergang zu retten. Gleichzeitig unternimmt er alles, um den Killer noch rechtzeitig zu ergreifen. Doch in den Kampf der Drogenmafia um die von Moss "gefundenen" Millionen kann Bell letztlich nicht ernsthaft eingreifen. Längst ist die Straße fest in der Hand von Gewaltbereiten aller Couleur, die Illusion einer staatlichen Ordnung gehört der Vergangenheit an.

Der Sheriff hat eindeutig zu viel gesehen in seinem Leben, und er weiß zuviel über die anderen Zeiten vor seiner. Er musste einsehen, dass ein menschliches Miteinander, wie man es einst am Rio Grande und anderswo noch in gewissem Umfang gekannt hatte, verloren gegangen ist und keine erkennbare Chance besteht, es zurück zu gewinnen.

Die gleichgültige Rohheit des Killers steht dem Schmerz des Sheriffs gegenüber, der wie die Zuschauer hilflos Zeuge des Unvermeidlichen werden muss.

Die Erkenntnis ist schmerzlich: Längst werden wir nicht mehr von einer Politik regiert geschweige denn beschützt - schon gar nicht von einer, die unsere Interessen vertritt. Der Sheriff hat seine Munition verschossen. Die Drogengang des Films steht stellvertretend für den militärisch-industriellen Komplex, der längst alle wesentlichen Wirtschaftszweige beherrscht und ebenso kalt und gnadenlos seine Interessen durchsetzt wie Chigurh. Und all die mehr oder weniger raffinierten, hoffnungsfroh-naiven Kämpfer "um ihr eigenes Glück" haben - bis hin zu mittelständischen Konzernen - kein besseres Schicksal zu erwarten als Moss.

Eine fantastische Parabel. Großes Theater. Kongeniale Schauspieler. Bilder einer Ausstellung - aber ohne Musik. Und dennoch sehr geteilte Ansichten?

Wenn manche Zuschauer einem hoch dekorierten Film - "No Coutry For Old Men" gewann immerhin vier Oscars - verständnislos gegenüberstehen, liegt das oft an zu komplexen Handlungsabläufen oder zu tiefgründigen Dialogen. Beides kann man hier aber ausschließen.

Ein verständlicher Grund, den Film nicht zu mögen, liegt in der Frustration, die wohl jeder erleidet, weil der Schluss anders läuft als man es hofft. Ein anderes - vielleicht das wichtigste Motiv - zur Ablehnung dürfte aber die Desillusionierung über das darstellen, wofür die drei Männer stellvertretend stehen. Wenige werden die Kraft haben, der Erkenntnis ins Auge zu sehen, dass alle Hoffnungen, auf die man sich so stützt, Selbsttäuschung sind, dass letztlich jeder, der sein Leben nicht in die Abhängigkeit der "Gangs" gibt, am Ende ohne Chance bleibt. Ob bewusst oder unterschwellig - "No Country For Old Men" transportiert genau das, und solche Erkenntnisse müssen die Meisten verdrängen, um mit ihrem Leben zurecht zu kommen.

Genau das macht aber einen bedeutenden Film aus: Eine große Symbolik, die alle betrifft. Die Brüder Coen müssen und können wohl damit leben, dass eine pessimistische Aussage - auch wenn sie vielleicht als Warnung gedacht war - nicht beliebt macht. Man braucht aber ein Kunstwerk nicht unbedingt leichtverdaulich zu finden, um es zu lieben.

film-jury 3* A0603 12.5.2011 Genre: Krimi | Drama | Thriller

Ethan Jesse (* 21. September 1957) und Joel David Coen (* 29. November 1954 in Minneapolis, Minnesota, USA)
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1998 5* R0000 The Big Lebowski
....... R: Joel & Ethan Coen D: Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi
2007 5* A0604 No Country For Old Men [Blu-ray]
....... R: Joel & Ethan Coen D: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswert, 10. November 2013
Rezension bezieht sich auf: No Country for Old Men (DVD)
Sehr gute Verfilmung eines Buches von McCarthy. Kein schneller Actionfilm, eher ein Gefühl permanenter Bedrohung.Für manche wird die Handlung zu langsam, ich habe aber nichts anderes erwartet, weil ich das Buch kenne. Um Geschwindigkeit, geht es hier nicht... manche wird auch das offene Ende stören, doch nauch das ist typisch für McCarthy.
(Wer diese Art von Filmen und Büchern mag, der sollte auch zu "The road" greifen.)
Bardem, Brolin und Lee Jones sind hier unschlagbar.
Ein ungewöhnlicher Film: er wird entweder ganz gefallen oder überhaupt nicht.
Mir hat es auf jeden Fall gefallen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Dieses Land ist hart zu den Menschen“, 14. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: No Country for Old Men (DVD)
Anton Chigurh (Javier Bardem) hat Freude an der Arbeit. Ja, man könnte es Lust nennen, das wird sofort klar. Er nimmt sie sehr sehr ernst und legt allergrößten Wert auf ihre sorgfältige und pflichtbewusste Erledigung. Aber er ist kein sympathischer Kerl. Er liebt es die Angst in Deinen Augen zu sehen. Und die hast Du wenn er Dich mit seinem starren, durchdringenden Blick fixiert. Wenn sich seine Gesichtszüge jedoch entspannen bist Du tot. Mit einem Bolzenschussgerät, wie man es zur Tötung von Vieh verwendet, reist er durch das Land und bringt für Geld Menschen um, im Auftrag anderer Menschen. Und dieses Mal sind es amerikanische Drogenhändler die ihn bezahlen...

Llewelyn Moss (Josh Brolin) ist Schweißer von Beruf, aber eigentlich ein echter texanischer Cowboy. Allein lauert er in der Wüste von Terrell County, mit von Sonne und Sand gegerbter Haut und zusammen gekniffenen Augen, auf Gabelböcke, um sie zu schießen und entdeckt dabei mehrere in der Landschaft herum stehende Pickups mit vielen Leichen drum herum. In einem der Pickups findet er einen angeschossenen Mexikaner, der um Wasser fleht. Aber Llewelyn hat keins. Als er einen Koffer mit zwei Millionen Dollar bei einem der Toten findet nimmt er diesen mit nach Hause. In der Nacht jedoch plagt ihn sein Gewissen wegen des Mexikaners und er fährt mit seinem Pickup zurück in die Wüste, mit einem Kanister Wasser im Gepäck. Ein Fehler. Denn der Mexikaner ist tot, die Scheibe des Pickups auf seiner Seite zerplatzt und mit seinem Blut verklebt. Und plötzlich fliegen Llewelyn die Kugeln um die Ohren. Er kann leicht verletzt fliehen, aber nun ist Anton Chigurh hinter ihm her...

Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) ist Sheriff von Terrell County. Ein alter Mann vom alten Schlag und die perversen Auswüchse der Gewalt müde. Er und sein Deputy finden die Pickups und die Leichen einen Tag später als Llewelyn. Bell findet und erkennt auch Llewelyns Pickup und ahnt sofort, dass der in Schwierigkeiten steckt. Er macht sich auf die Suche nach ihm, doch das ist schwierig, denn der Vietnam-Veteran Llewelyn ist ein Meister des Versteckens und Chigurh ist ihm wesentlich dichter auf den Fersen...

Wer die Coen-Brüder kennt, die diesen Film 2007 in die Kinos brachten, wird überrascht sein. Nicht dass ihr ganz spezieller, ebenso furztrockener, wie liebenswerter und schräger Humor hier keine Rolle spielte. Aber er tritt doch wesentlich in den Hintergrund und kommt hier nur tief schwarz an die Oberfläche, wie das Öl aus den verdorrten texanischen Böden. Stattdessen ist den Brüdern eine Melange aus lakonischem Western, bedrückendem Film Noir, respekt- und liebevollem Heimat- und finsterem Horrorfilm gelungen, wie man sie noch nicht gesehen hat. Es ist ein Film über eine Welt die aus dem Ruder läuft, in der Gleichgültigkeit, die Beliebigkeit von Wertvorstellungen und Gewalt den Alltag zunehmend bestimmen. Und wer sich darauf einlässt den Spuren der Protagonisten zu folgen braucht ebenso viel Geduld, Ausdauer und Scharfblick wie der Fährtensucher in der texanischen Wüste, um nichts zu übersehen und die Spur nicht zu verlieren. Und für jene die das noch nicht verstanden haben: das ist eine Qualität.

Weit abseits der gängigen Handlungsklischees woben die Coens diesen Film nach dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy („Kein Land für alte Männer“ von Cormac McCarthy), kenntnisreich und mit überragendem Feingefühl. Der Film weist gewisse Parallelen zu „Fargo“ auf, jedoch weit abseits dessen muckeliger, betulicher Humorigkeit. Und in „No Country...“ ist der Schnee fein säuberlich in Päckchen verpackt. Vergesst aufrechte, siegreiche Helden, deren moralische Unantastbarkeit in der Schnelligkeit und Durchschlagskraft ihrer Colts liegt, vergesst die Verlässlichkeit des Siegs der Gerechtigkeit. Das hier ist nüchtern und wahr. Und deshalb so unvergesslich.

Anton Chigurhs Blick ist tödlicher als seine Frisur. Und das ist Javier Bardems exzellenter Darstellung zu verdanken, der hier eine Figur schuf, die in ihrer existenziellen Bedrohlichkeit einem Hannibal Lecter in nichts nach steht. Josh Brolin wirkt als Llewelyn Moss als sei er aus dem Wüstenboden gewachsen und habe dort vom Anbeginn der Zeiten an gelebt, mindestens aber so lange wie die einheimischen Indianer. Und Tommy Lee Jones, als ebenso netter wie bodenständiger Sheriff Ed Tom Bell, trägt die Last der ganzen Welt auf seinen müden Schultern und droht unter ihr zusammen zu brechen. Auch all die anderen Schauspieler, von den Coens mit viel Liebe für menschliche Authentizität ausgesucht, haben großen Anteil an der überwältigenden Wirkung des Gesamtbildes. Allen voran seien hier die Schottin Kelly McDonald, als Llewelins Frau Carla Jean und Woody Harrelson als doppelbödiger Mafia-Agent Carson Wells erwähnt.

Carter Burwells karger Soundtrack, der erst im Nachspann deutlich merkbar wird, ist scheinbar nicht auf Tonträger erhältlich.

Bild und Ton (Deutsch, Englisch, Türkisch Dolby 5.1) geben keinerlei Anlass zur Beanstandung. Untertitel gibt’s in den genannten Sprachen. Als Extras winken drei der für die Coen-DVDs üblichen, sehr informativen Featurettes: Die Arbeit mit den Coens, Making-of und Tagebuch eines Sheriffs.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzrollen, 1. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: No Country For Old Men [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Killer als personifizierter Senzenmann, Repräsentant einer gewaltbereiten menschlichen Rasse, durch niemanden zu stoppen, selbst die Polizei zieht den ungeliebten Ruhestand einer aussichtslosen Jagd vor? Ziemlich viel Blut und ziemlich schade um viele, denen das Münzglück nicht zuteil wurde. Ein Film der kurzen Rollen quasi, ein außergewöhnlicher aber in jedem Fall.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen No Country..., 7. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Country for Old Men (DVD)
Der Film ist richtig hart, also kein Hollywood Actionfilm mit ein bisserl Liebesgeschichte dabei sondern da geht's echt zur Sache!
Javier Barden spielt den schnörkellosen und anscheinend nicht aufzuhaltenden Killer, dem auch Josh Brolin nicht entwischen kann, eigentlich schade...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wow!!, 17. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Country for Old Men (DVD)
der film gehört ab sofort zu meinen lieblingsfilmen!!
super schauspieler, top story und echt spannend!
ich hab mir den film in 3 tagen 2 mal angeschaut, weil ich ihn
so gut fand. das ende des films ist offen bzw. etwas für denker.
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4.0 von 5 Sternen No Country for old men!, 12. September 2013
Rezension bezieht sich auf: No Country for Old Men (DVD)
Im wahrsten Sinne des Titels stellen die Coen-Brüder den Zuschauer in eine Handlung, in welcher keiner alt werden möchte. Neben der texanischen Landschaft, welche bereits Unbehagen bei mir auslöste, lebt der Film vor allem durch und mit seiner unzensierten Brutalität entlang der texanisch-mexikanischen Grenze.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ruhig und still, 21. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Country for Old Men (DVD)
Der Zuschauer wird mit einem sehr ruhigen Film konfrontiert, was damit zusammenhängt, das nur wenig Hintergrundmusik verwendet wird. Das passt sehr, überhaupt ist vieles sehr passend und bedacht gewählt, Schauspieler wie Bardem oder Lee Jones verleihen der Handlung eine ungeheuerlich große Spannung. Man wartet auf die Konfrontation, den vielleicht kommenden Knall und wird mit einem ungewöhnlichen Ende (daher nur 4 Sterne), sowie einigen Wendungen überrascht.
Dieser Film ist leise, brutal und anders.

Auf der DVD sind ebenso 3 Videos enthalten, die Kommentare zum Dreh- dem Filmset und den Schauspielern geben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewaltvoll und tiefgründig, 30. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: No Country for Old Men (DVD)
Mit "No Country for Old Men" haben die berühmten Coen-Brüder einen tiefgehenden und aufrüttelnden Film geschaffen. Die vordergründige Story: Der Jäger Llewelyn Moss findet mitten in Texas die traurigen Überreste eines gescheiterten Drogendeals. Er nimmt einen Geldkoffer mit mehreren Millionen Dollar an sich. Durch seine Rückkehr an den Tatort wird eine ganze Kette von Gewalt ausgelöst. Beim genaueren Betrachten des Films fällt auf, dass die tiefere Botschaft den Verfall der Gesellschaft allgemein betrifft: Die Menschen werden heute nicht mehr von der Politik geschützt, ein tragisches Ende ist unausweichlich. Diese Erkenntnis im Film, und das "Unhappy" End können den Zuschauer frustrieren; dennoch ist dieser Film ein Meisterwerk des Thriller-Genres.
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27 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wiederentdeckung der Langsamkeit, 1. März 2008
Rezension bezieht sich auf: No Country for old Men (DVD)
Es ist bekanntlich nicht allzuschwer einen Thriller zu drehen. Es braucht schnelle Schnitte, Action, Verfolgungsjagden, dramatische Musik, da übersieht der Zuschauer auch gerne mal handwerkliche Fehler. Die große Kunst ist es, einen Thriller zu drehen der unglaublich langsam ist. Dazu braucht es nicht nur ein sehr gutes Drehbuch, sondern auch einen hervorragenden Regisseur, einen hervorragenden Kameramann und natürlich gute Schauspieler. All das haben die Coen - Brüder für ihren neuen Film zusammengetragen. Sie haben das Drehbuch eigens verfasst (basierend auf einem Roman von Cormac McCarthy, sie haben die Inszenierung übernommen und mit Roger Deakins einen der wohl besten Kameramänner der Welt gewonnen.
Die Story handelt von einem Vietnamveteranen namens Llewelyn Moss der in der Wüste eine handvoll Leichen und einen Koffer mit zwei Millionen Dollar findet. Er nimmt ihn mit und hat schon bald einen psychopathischen Killer am Hals (genial verkörpert von Javier Bardem) der ihm das Geld abnehmen will. Hinzu kommt ein alternder Sheriff (Tommy Lee Jones) der sich ebenfalls an des Koffers Fersen heftet.
Das alles erzählen die Coens in sehr ruhigen und von Deakins perfekt komponierten Einstellungen die komplett ohne Musik auskommen (lediglich im Abspann ist ein vereinzeltes musikalisches Thema zu hören). Der Film erinnert in sener Langsamkeit an Filme wie "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "The Straight Story". Bei der diesjährigen Oscarverleihung konnte man in den Kategorien "Bester Film", "Beste Regie", "Bestes adaptiertes Drehbuch" und "Bester Nebendarsteller" (Bardem) siegen und war noch in vier weiteren Kategorien nominiert.
"No Country for old man" ist sicher der bis dato beste Film der Coen - Brüder- Er spart nicht an Gewalt, doch das wird wieder aufgefangen durch den herrlich schwarzen Humor der sich durch die Geschichte zieht. Vor allem Javier Bardem als Killer Anton Chigurh ist absolut herrausragend und in seiner Darstellung eines Psychopathen steht er Anthony Hopkins in nichts nach. Neben Paul Thomas Andersons "There will be Blood" ist "No Country for old man" einer der besten Filme die in den letzten jahren im Kino zusehen waren.
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