wintersale15_70off Hier klicken Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen538
3,7 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 14. September 2013
Es scheint bei einigen Möchtegern-Filmkritikern in letzter Zeit immer mehr in die Mode zu kommen, sich einen klar und deutlich als "Actionfilm" angekündigten Streifen anzusehen und direkt nach dem Verlassen des Kinosaals akribisch jedes Logikloch auf die Größe des Bodensees auszuweiten. Dazu will ich im allgemeinen etwas sagen: White House Down will, wie jeder andere Actionfilm auch, primär nur unterhalten. Sinnfragen sollen nicht gerade beim Zuschauer geweckt werden, wer auf politische Leckerbissen abfährt, ist in Filmen wie "Zero Dark Thirty" besser aufgehoben. Klar wird niemand auf diese Art das Weiße Haus tatsächlich übernehmen können, aber wenn die bösen Jungs nach 5 Minuten geschnappt werden, was machen wir dann mit dem Rest des Films?

Wie dem auch sei, ich komme gerade aus dem Kino und zerbreche mir nicht den Kopf darüber, wie man mit Javelins im Auto durch Washington düsen kann, wieso die Storyline nach 20 Minuten bereits komplett vorhersehbar war und warum genau (LEICHTER SPOILER) eine Uhr in der Tasche (wieder mal) einen Tod verhindert hat. Stattdessen fand ich ein gewisse Verfolgungsjagd über den schönen Rasen vorm Weißen Haus äußerst unterhaltsam. Wie so viele anderes Szenen auch. White House Down hat einige dieser Actionszenen, die nicht so over the Top gestylt sind wie bei anderen bekannten Streifen. Keine Wurfmesser, keine Zeitlupenfahrten, nur solide Action. Die Spezialeffekte sind meist gelungen, und die Dummheit der sensationsheischenden Presse sind auch recht gut aufgenommen. Im Sinne von: "Hey, das Mädchen, das die Terroristen gefilmt hat, ist zwar noch drin, aber wir zeigen trotzdem ein Foto von ihr im Fernsehen!"

Den einen Stern Abzug gibt es übrigens für eben jenes Mädchen. Mal ernsthaft, muss es immer eine Tochter geben, die sich entführen lässt, um der Story mehr "Dramatik" zu verleihen? Dieser abgenutzte Trick geht mir langsam auf den Zeiger.
Ansonsten bin ich nun sehr gesättigt. Als Actionfan kann ich wohl sagen, dass White House Down bisher der beste Actionstreifen des Jahres für mich ist. Jamie Foxx ist übrigens eine ausgezeichnete Besetzung, und Channing Tatum, der bisher wohl eher unbekannt im Actiongenre ist, macht auch eine recht gute Figur. Und ja, wir bekommen sehr viele amerikanische Flaggen zu sehen. Und auch eine große Schüssel voll gutem amerikanischen Patriotismus. Aber ernsthaft Leute, einen Film namens "White House Down" als Vorlage für Ami-Bashing zu benutzen, kratzt an der Grenze des guten Geschmacks. Das mein ich ernst. Fazit: Actionfans dürfen sehr gern reinschauen. Die Menschen, die alle anderen Probleme hinter sich gelassen haben und sich nun über NSA, Steinbrücks Mittelfinger und Logik in Actionfilmen aufregen: Bitte draußen bleiben! Obwohl ich über eure 1Stern-Rezensionen immer gut lachen kann.
33 Kommentare125 von 152 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2014
Mit "White House Down" lieferte R. Emmerich US-Popcorn-Kino in seiner Reinstform ab:
Laut, schnell, viel Krawumm, irrwitzige Situationen, null Logik, flotte Sprüche - und es macht riesen Spaß!

Die Effekte sind gewohnt erstklassig, die Action ein Augenschmaus, der Sound bläst die Gehörgänge frei, sämtliche Schauspieler (insbesondere Jamie Foxx & James Woods) sind gut aufgelegt und die Situationskomik kann ebenfalls überzeugen.

"Stirb Langsam" als...naja...hohles Mainstream-Family-Entertainment in der Softice-Version - Hirn aus und rein ins Vergnügen.
Das es sich hierbei um einen PG-13-Film handelt (und entsprechende Härten nicht erwartet werden dürfen), ist locker zu verkraften.
Wer auf gut getimte Zerstörungsorgien mit Endlosgeballer - vollgestopft mit prima CGI-Effekten steht, der wird hier bestens bedient!

Columbia's Blu-ray bietet qualitativ Referenzklasse:
Messerscharfes, lupenreines Bild, fetziger Sound das sich die Balken biegen und Bonusmaterial bis zum Abwinken.

Film: 4/5
Blu-ray: 5/5
11 Kommentar20 von 25 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. März 2014
Ich will nicht lang rumquatschen. In Konkurrenz stehen Olympus Has Fallen von Antoine Fuqua (Tränden der Sonne, Shooter, Training Day) und White House Down vom Altvater des Weltuntergnags Roland Emmerich (2012, The day after Tommorow, Godzilla).

Emmerich ist in meinen Augen unschlagbar hinsichtlich epischer und von CGI Effekten aufgedröhnter Weltuntergangsszenarien. Ich gehöre auch zu der Minderheit, die 10.000 B.C. total geil finden. Allerdings ist dieser Stoff hier eher was für Produzenten / Regisseure a al Steven E. de Souza (Stirb Langsam 1+2) oder John McTiernan (Jagd auf roter Oktober) oder eben einen Antoine Fuqua, der mit Tränden der Sonne und Training Day gezeigt hat, das er es in punkto Action und Dramatik drauf hat.

Emmerichs weißes Haus wird von überzeichneten Möchtegernsöldnern mit Maschinengewehren in einem eher unrealistisch leichten Handstreich eingenommen, die mit einem verbitterten Chef des Secret Service zusammenarbeiten. Typischer Stoff, Klischee hoch zehn, der Mann ist sauer, weil sein Sohn in einem unnötigen Krieg gestorben ist, den Obamazwilling Jamie Foxx angezettelt hat - oder so ähnlich. Der Held ist Weichbirne Channg Tatum - in meinen Augen der talentfreiste Darsteller zur Zeit - dem ich spätestens seit GI Joe gar nichts mehr abkaufe. Seine Tochter, Mega Fan des weißen Hauses und allem was mit amerikanischem Hurra- Pathos zu tun hat (nein sie steht nicht auf Monster High), wird mit Opfer der Intrigen und zur Geisel. Der Bösewicht ist James Woods, dem ich das durchaus abkaufe, aber er spielt nicht bei weitem die Härte eines zu allem entschlossenen Gegenparts, die man sich von jemandem erhofft, der gerade das weiße Haus eingenommen hat. Ziel ist natürlich wie so oft, die Abschusscodes der ameriaknischen Atomwaffen in die Pfoten zu bekommen.
Der Präsident ist der obercoole Jamie Foxx, der zu allem einen passenden Spruch auf Lager hat und ... ohne Witz ... Zeit hat, seine schwarzen Botten gegen Sportschuhe einzutauschen - jetzt hätten es noch Air Jordan sein müssen, dann wäre ich umgefallen vor Lachen. Channing ist Bewerber für den Secret Service aber irgendwie ne Nummer zu klein dafür und wurde von seiner ehemaligen Schulfreundin als nicht gut genug befunden. naja das Ende will ich nicht verraten ... jedes Klischee wird bedient und ohne viel Blut in all der augesetzten Dramatik und Brutalität zu sehen, kommt alles zu einem .... Ende.

Fuquas weißes Haus wird von nordkoreanischen Terroristen mit Hilfe von Gunships (Frachflugzeuge die schwer bewaffent sind) und einer stark bewaffneten Bodentruppen (Müllwagen umfunktioniert zu Panzerfahrzeugen mit eingebauten schweren Maschinengewehren) in einem alles vernichtenden Feuergefecht eingenommen. Der Bösewicht ist ein bekannter aus The Fast and the Furios, Jams Bond Day stirb an einem anderen Tag, und wirklich hervorragend besetzt und als Bad Guy absolut glaubwürdig. Aaron Eckhart als Präsident der mit seinem Sohn verdauen muss, dass seine Frau über die Wupper ging kommt deutlich kerniger und smarter rüber als Jamie Foxx, verzichtet auch auf Sportbotten und ist der beste Kumpel von Action Gigant Gerard Butler - der hier als Held auch als solcher wahrgenommen wird. Butler ist ohnehin die Reinkarnation eines 80er/90er Jahr Bruce Willis und spätestens seit Gamer und Gesetz der Rache (auch mit Jamie Foxx) einer der besten Action- Darsteller derzeit.
Hier gibt es auch Blut und Action ohne Ende. Hier wird tatsächlich mächtig ausgeteilt und nicht nur so getan. Hier schmeckt man förmlich, das die Kacke am Dampfen ist. In Emmerichs Film glaubt man nicht einen Augenblick, dass es wirklich ernst ist, was da abläuft. Etwas nervig ist die mit eingeschlossene Verteidigungsministerin die sich ordentlich vermöbeln lässt und trotzdem noch patriotisches Phrasen von sich gibt *kotz*. Cole Hauser ist ebenfalls einer der unterschätztesten Darsteller Hollywoods. Er darf das dramatische "Olympus has fallen" von sich geben. Ich fand ihn schon in Pitch Black gute und insbesondere in Tränen der Sonne, als einer der wenigen die ziemlich unbeschadet aus dem Dilemma rauskommen.

Fazit:
Emmerichs Weißes Haus Desaster ist eine große Portion Weichspüler- Action mit Hurrapatriotismus und FSK 12. was will man da erwarten. Klar Stalingrad war auch ab 12 und hat abgetrennte Gliedmaßen gezeigt - nicht das ich das als Benchmark für einen guten Actioner voraussetze - aber sind wir doch mal ehrlich. So ein Thema kann und darf nicht ohne Blutvergießen auf die Leinwand. Wie käme es uns denn vor, wenn man die mächtigste Bude der Welt ohne Opfer einnehmen könnte ;-)

Fuquas Weißes Haus Desaster bringt kernige, blutige, ernsthafte Action auf den Plan. Wer Stirb Langsam gut findet, findet wahrscheinlich auch OHF gut. Gerard Butler und Aaron Eckhardt harmoniseren hervorragend. Bei Foxx und Tatum hat man oft den Eindruck, dass Foxx dem Tatum gern mal einfach so ... so einfach nur ein bissl ... mit den Turnschuhen in die Fresse treten will, weil der so ekelhaft schmierig ist :-)

Das Ende vom Lied, Whie House down kann man durchaus abends auf dem Sofa gucken, Olympus has fallen hingegen ist ein Film, den man sich kauft und immer wieder gucken kann.
88 Kommentare57 von 75 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 15. Januar 2016
Warum werden amerikanische Filme immer so unterschätzt? Roland Emmerich, der Regisseur aus Deutschland, und der Autor James Vanderbilt haben doch aus dem Stoff das beste gemacht. Zuallererst muß jeder schon einmal zugeben, daß Action, Verfolgungsjagden und Feuergefechte im Weißen Haus mit seinen politisch-medialen Bezügen, wie etwa dem Tunnel, durch den JFK Marilyn Monroe schleuste, doch viel interessanter anzusehen sind, als solche in einem austauschbaren Parkhaus oder einem anderem sterbenslangweiligen Ort.

■ POLITISCHE BOTSCHAFT
Einen Action-Streifen vorzulegen, den sich Kinder schon ab 12 Jahren ansehen können und der ihnen einige kleine politische, aber sehr humanistische Botschaften nahebringt, zeugt von Raffinesse. Jamie Foxx als er bessere Wiedergänger von Präsident Barack Obama
a) ist wirklich am Frieden im Nahen Osten interessiert,
b) hat die amerikanischen Truppen abgezogen,
c) verfolgt eine diplomatische Lösung und
d) ist sich bewußt, daß ein Ende der Kriege auf die erbitterte Feindschaft der Waffenindustrie stoßen muß.
Im Film wird sogar der Begriff des militärisch-industriellen Komplexes verwendet. Das Motiv, einen friedliebenden US-Präsidenten auszuschalten und sich in den Besitz der nuklearen Startsequenzen zu bringen, ist realistischer als Lieschen Müller oder Jane Doe denken. Die versuchten Atomschläge auf Ziele im Nahen Osten sind vor dem Hintergrund der Diskussionen in amerikanischen Intellektuellenkreisen alles andere als abwegig. Wer das nicht glaubt, lese halt einmal LLL Sam Harris: Das Ende des Glaubens. Der hochgebildete, rechtsgerichtete Atheist Sam Harris unterbreitet darin neben der Folter von Gefangenen Gedankenspiele zu einem atomaren Erstschlag auf die islamische Welt.

■ BALANCE
Soviel Realismus wie möglich und soviel Humor und Selbstironie wie nötig, ist offenbar die Devise. Der angestrebte Realismus findet seinen Ausdruck z.B. in solchen Details wie der Größe der Schußnarben an den Wänden, die Emmerich mit dem Kaliber der Projektile variieren läßt. Der filmische Humor hilft den besonders kritischen, nach Logiklöchern lugenden Zuschauern darüber hinweg, daß die Plausibilität auch einmal der Unterhaltsamkeit geopfert wird. Die Mischung jedenfalls stimmt.

■ HUMOR und SELBSTIRONIE
Die Szene, in der Jamie Foxx für seine Präsidentenfüße neue Schuhe braucht, und statt zu guten Herrenschuhe, die zum Anzug passen, zu weißen Turnschuhen greift, gehört zu den besten. Man kann darüber noch mehr lachen, wenn man weiß, daß amerikanische Komiker und Kabarettisten, wie z.B. Sarah Silverman, im vor politischen Unkorrektheiten nicht zurückschreckenden, sehr freizügigen amerikanischen Fernsehen mit der Vorliebe der schwarzen US-Bürger für großformatige weiße Sneakers ihre Späßchen machen. Emmerich hat diese Chance zum Witz erfaßt und genutzt: Wenn ein schwarzer Präsident ausnahmsweise einmal Räuber und Gendarm spielend durchs Haus toben darf, dann fällt er ins Klischee vom Afroamerikaner :-).

■ BESETZUNG
Altkluge Kinder in Action-Filmen können die Nerven ziemlich strapazieren. Emmerich hat es mit seiner Besetzungswahl aber geschafft, die Schmerzen gering zu halten. Sehr zeitgemäß, daß das Töchterchen (Joey King als Emily Cale) einen YouTube-Kanal betreibt und psychologisch sensibel etwa der Dialog, in dem es dem Vater widerspricht, daß sie keine Bloggerin sei. Sehr überzeugend auch Maggie Gyllenhaal in der anderen weiblichen Hauptrolle.

■ PATRIOTISMUS-KRITIK
Sehr viele mokieren sich über zuviel Patriotismus im Film, auch der Rezensent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die dafür bekannt ist, russische Militärpolitik anzuprangern und US-amerikanische schönzureden. Dort hieß es: „Wenn die Armee stur wie die Panzer aufmarschiert, sieht man: Die nehmen die Sache tierisch ernst. Und das tut auch Emmerich. Patriotischer als der Wahlamerikaner aus Stuttgart kann man in Washington nicht sein.“ Das ist die ernsthafte Position führender Zeitungen, die glatt so tun, als ob ein bißchen In-Formation-aufmarschieren und Fahneschwenken schlimmer sei, als Angriffskriege und Drohnenkriege zu führen. Zusammen mit der dämlichen Pressereaktion, die Identität von Emily Cale aufzudecken, und einem Präsidenten, der als fiktive Figur wenigstens mit seiner Außenpolitik im Film versucht, den Friedensnobelpreis für Barack Obama als verdient verliehen erscheinen zu lassen, ließe sich der dümmliche Truppenaufmarsch auch als Realsatire oder Persiflage interpretieren.

Es gibt einen weiteren Gesichtspunkt, der die Patriotismus-Kritik als fadenscheinig erscheinen läßt. Es ist der sog. "liberal fascism". Der bekannte US-amerikanische Publizist Bill Maher (bis 2002 Moderator der Sendung "Politically Incorrect") versteht unter Faschismus (liberal fascism), die Kontrolle des Staates durch große Unternehmen. Der fiktive US-Präsident in "Washington Down" agiert in diesem Sinne antifaschistisch und, indem er mit seiner Friedenspolitik die heimische Waffenindustrie massiv schädigt, sogar ausgesprochen antipatriotisch.

FAZIT
Der Film ist spannend, läßt ein trojanisches Roß mit einer subversiven politischen Friedensbotschaft - und das bei allem Herumballere - quer durch die Handlung galoppieren und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Das ist beste Unterhaltung für alle: Visuell-rasant genug für die einen und witzig-intelligent genug für die anderen. Diejenigen, die meinen, daß der antifaschistische Gaul auf ihren politischen Überzeugungen herumtrampelt, werden den Film allerdings hassen.

5 Sterne - Originalität: Aktionsgeladene Besichtigungstour durch das Weiße Haus
5 Sterne - Politische Botschaft: eine friedliche US-Außenpolitik ist denkbar
5 Sterne - Balance: aus Spannung, Spezialeffekten, Humor und Selbstironie
5 Sterne insgesamt
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
John Cale (Channing Tatum) hat sich als Personenschützer für den US-Präsidenten beworben und kommt mit seiner Tochter zum Vorstellungsgespräch, dass nicht erfolgreich ist. Zum Trost nehmen beide wenigstens an einer Führung durch das Weiße Haus teil, bei der ihnen sogar Präsident Sawyer (Jamie Foxx) über den Weg läuft. Das Chaos bricht aus, als nach der zur Ablenkung inszenierten Sprengung der Kuppel des 3 km entfernten Kapitols eine als Kinotechniker eingeschleuste paramilitärische Einheit das Gebäude besetzt und Geiseln nimmt ...

WHITE HOUSE DOWN beginnt vergleichsweise ruhig mit einer Einführung der handelnden Personen und nimmt nach 30 Minuten (Sprengung der Kapitol-Kuppel) ein nahezu atemloses Tempo an. Erfolgsregisseur Roland Emmerich bietet erneut rasante Action und überzeugende CGI-Effekte. Über den gewaltigen US-Patriotismus kann ich mich nicht wirklich erregen - denn das war bei Emmerich und der Filmthematik wohl nicht anders zu erwarten. Besonders Cales altkluge Tochter steuert Phrasen bei, während Obama-Verschnitt Sawyer in Turnschuhen aus der gepanzerten Limousine mit der Panzerfaust feuert. Ernst nehmen sollte man das Ganze also nicht - wobei Emmerich das wohl doch tut.

Die Blu-ray von SONY bietet den Film in hervorragender Bild und Tonqualität (Deutsch/Englisch in 5.1 DTS-HD MA). Das 60-minütige Bonusmaterial (komplett deutsch untertitelbar) beinhaltet die üblichen Produktionsberichte und Interviews. In der Startauflage wird die Blu-ray in einem Schuber (O-Card, mit aufgedrucktem FSK-Logo) sowie beiliegender Ultraviolet-Copy-Lizenz (gültig in Deutschland/Österreich/Schweiz) ausgeliefert. Leider verzichtet SONY nunmehr selbst bei teuren Erstauflagen auf ein Wendecover innerhalb der Amaray-Hülle - für Sammler schon ein Ärgernis.

Als technisch perfekter Actionfilm empfehlenswert!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 14. Dezember 2015
Zur Handlung des Films: Ein einzelner Guter rettet den Präsidenten, das Weiße Haus, viele Geiseln, seine Tochter, Amerika und die ganze Welt vor einem Haufen Böser. Ende. Warum man dafür über 2 Stunden Filmzeit braucht ist mir unverständlich.

Natürlich habe ich keinen ernsthaften, sinnvoll aufgebauten, logischen und tiefsinnigen Film erwartet. Es war mir klar, dass White House Down reines Popcorn-Kino ist. Aber auch Popcorn-Kino kann gut gemacht sein - dieser Film ist es nicht. Er ist derart haarsträubend unrealistisch, von der ersten bis zur letzten Minute, dass nach dem Film die Zähne vom Knirschen schmerzen.

Es fängt schonmal damit an, dass der Protagonist John Cale zum Vorstellungsgespräch - er bewirbt sich für den Secret Service - seine Tochter mitschleift. Macht man halt heute so. Mit der Tochter schließt er sich dann einer Führung durchs Weiße Haus an. Der Präsident, der rein zufällig dieser Gruppe über den Weg läuft, lässt sich von der Tochter (die sowas von extrem nervig ist) filmen, sich pseudo-intellektuelle Fragen stellen - klar, das passiert im echten Leben bestimmt genau so. Die Tochter darf dann mutterseelenallein durchs Weiße Haus geistern auf der Suche nach einer Toilette, und genau dann schlagen die Terroristen zu. Die im Putzwagen versteckte Bombe explodiert, es werden Geiseln genommen, das nervige Gör dreht mit ihrem Handy davon Videos und schickt die an eine Nachrichtenagentur. Is klar!!!

Himmel nochmal, für wie doof hält uns Emmerich eigentlich? Freies WLan im Weißen Haus für alle Besucher? Unbeaufsichtigtes Umherstromern? An Führungen teilnehmen ohne Anmeldung? Mal schnell ein Putzteam austauschen und ne Super-Duper-Bombe reinschmuggeln? Nebenbei von einem Hacker sämtliche Safecodes knacken lassen und locker-flockig ein paar Atomwaffen in Stellung bringen? Ein Gör, das durch simples Fahneschwenken den Befehl des Präsidenten zum Luftangriff außer Kraft setzt? Klar, das machen wir doch jeden Tag so!

Der Gedanke, dass ein einzelner Guter einen Haufen Böser fix und alle macht ist ja nicht neu. Das konnte Bruce Willies in seinem weißen Unterhemd in "Stirb langsam, Teil 1 bis unendlich" wunderbar. Aber Bruce Willies hatte, bei aller Realitätsferne, irgendwie Klasse. An "Yippie Yah Yei Schweinebacke", "Jetzt habe ich eine Maschinenpistole, ho ho ho" und an "und wieder ist der selbe Mann zur falschen Zeit am falschen Ort" wird man sich noch in 30 Jahren erinnern. White House Down wird nur solange im Gedächtnis bleiben, bis die vom Knirschen vibrierenden Zähne wieder ruhig an ihrem Platz stehen.

Einziger Lichtblick: Maggie Gyllenhaal und Jamie Foxx. Zwei sehr gute Schauspieler, die trotz den miesen Drehbuchs soviel wie möglich aus ihren Rollen rausholen und diese einigermaßen überzeugend und nicht überdreht rüberbringen. Für die Darstellung dieser Beiden und für den einen oder anderen Lacher im Film gibts grade so noch zwei Sterne.

Ein richtig guter Film hätte es werden können, wenn man als Guten zum Beispiel Bruce Willies eingesetzt hätte. Und als Bösen vielleicht Alan Rickman. Und dann die Handlung vielleicht nicht gerade ins Weiße Haus, sondern zum Beispiel in ein Hochhaus verlegt hätte. Aber .. hey, das hatten wir ja schon.

Also hätte Emmerich sich diesen Film eigentlich sparen können.
0Kommentar3 von 4 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. April 2014
Zu Beginn des Filmes fand ich es etwas befremdlich, dass ein asozial anmutender Typ mit tätowierten Armen so ganz problemlos am Sicherheitsdienst vorbei in das am besten abgesicherte Haus der Welt kommt. Deshalb gibt es einen Punkt Abzug für diesen etwas sehr unrealistischen Moment. Im weiteren Verlauf der Dinge aber wird bald klar, wer hier dahinter steckt und damit bekommt auch die Szene am Anfang ihre Logik zurück.

Insgesamt ist der Film bildgewaltig, Action geladen und super spannend. Trotz des todernsten und aussichtslosen Szenarios kann man sich aber hin und wieder einen Lacher nicht verkneifen. Die des öfteren eingestreuten, zynisch witzigen Dialoge sind einfach köstlich.

Bei allem Hollywood-Spektakel hat der Film aber auch eine ernste und erschreckende Seite. Sehr deutlich wird gezeigt, wie gefährlich die Abhängigkeit amerikanischer Politiker von der übermächtigen Rüstungsindustrie ist und wie grotesk es ist, dass ausgerechnet die, die die Waffen unters Volk bringen die große Weltpolizei sein wollen.

Fazit: Einer der besten Actionfilme der letzten Jahre!
0Kommentar3 von 4 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juni 2015
Viele Rezessionen zerrreißen diesen Film regelrecht und normalerweise bin ich ebenfalls sehr anspruchsvoll was Story und Tiefe angeht. Aber mal ganz ehrlich, dieser Film nimmt sich selbst nicht ernst und deshalb sollte man es auch nicht tun. Er ist kein knallharter Thriller mit Tiefgang und verschwörerischer Story. Diese ist bekannt und allzu vorhersehbar, ja und eine ganze Menge ist wirklich schwachsinnig (alleine die Szene mit dem Auto..).
Dafür hat er Witz und die Schauspieler versprühen einen Charm, der diesen Film ideal macht für einen netten Popcorn-Abend vor dem Fernseher.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im Prinziep erinnert er stark an Stirb Langsam.

Möchte ich Anspruch, schaue ich was anderes. Möchte ich mich berieseln lassen, genau richtig! ;)
0Kommentar11 von 15 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Roland Emmerich ist bekannt für seine unvorhersehbaren Stories, ausgewogenen Dialoge und bescheidenen Helden. Was ist das? "Oh, ein Sarkasmus-Detektor, was für eine nützliche Erfindung. KABUMM." (Comicbuchguy aus Simpsons.

Dieser Film glänzt an Schauwerten und guter Action. Nicht mehr und nicht weniger. Das Bild ist gestochen klar und seit Independence Day habe ich das weiße Haus nie schöner in die Luft fliegen sehen.

Dem Film ist natürlich unbenommen, dass er keinen Einfallswettbewerb gewinnen wird, aber kann Emmerich nicht EINMAL andere Töne einschlagen? Action ist schön. Aber was er hier abliefert... Eins kann der Film gewährleisten: Dass die Charaktere nie an Verstopfung sterben. Denn die Dialoge gehören zu den dünnflüssigsten Mist, den man sich vorstellen kann. Kotzprobe gefällig? Geht jetzt los:

Präsident: "...Sondertour. Bittebitte. Bittebitte? Haben Sie den Führer der freien Welt sowas jemals sagen hören?"
Chef des Secret Service: "Was hält sie wach?" Frau: "Koffein und Patriotismus!"
Spätestens bei dem Satz hatte ich schon mit der Gegenseite mitgefiebert. Und dabei waren die Terroristen noch gar nicht im weißen Haus!!! Dieses ständige Ja, Sir, General, Sir! ging einem irgendwann auf die Eier. Sicher geht es ums weiße Haus, aber dem Zuschauer diesen pathetischen National-Patriotismus auf die Nase zu binden, sind - auch ohne weißes Haus - ein Markenzeichen Emmerichs. Der ist amerikanischer als der amerikanischte Amerikaner. Wir erinnern uns an gar lustge Szenen, wo ein - zig mal aufgeschlitzter - Patriot seinem Gegner mit der amerikanischen Fahne aufspießt. Was haben wir gelacht. Mir ist klar, dass man hier den bösen Jungs eine reinwürgen muss, aber geht es auch einen Tacken weniger klischeehaft und vorhersehbar? Ich habe eine Rezi gelesen wo man sich fragte, was man mit dem Rest des Film machen sollte? Jedenfalls ihn nicht SO vorhersehbar gestalten, dass man bereits nach fünf Minuten weiß, welche Wendungen der Film nimmt. Eine Uhr. Hu, die wird vermutlich aus nächster Nähe mit voll dämlichen Glück getroffen. Tochter war Fahnenschwingerin. Oh, ja, das klingt nach amerikansche Fahne vor dem Untergang wedeln. Tochter, Dein Papi ist ein Vollripploser, der keinen Job richtig kann, drei Mal in Afghanistan war, dort verwundet (WIE???) wurde, einen miesen Notendurchschnitt auf der Abendschule hatte und sich nen Orden verdiente, als er seinen Vorgesetzten aus dem brennenden Wagen zog. Ok. Also ein 08/15-Typ, von dem wir jetzt wissen, dass er im Alleingang als Ein-Mann-Armee 60 von 50 Terroristen nacheinander niedermetzelt.

Ah, wir haben die Bestesten der Besten Fiesewichter Chef des Secret Service (Leute, das weiß man schon in der Anfangseinstellung), im Stich gelassene Spezialisten, die - wohlgemerkt - die ALLERBESTESTEN sind, wovon dieser Vollpfosten noch träumen kann, fiese Russen, Nazis, Zombies und Kampfeichhörnchen. Alles unter einem Dach. Diese Besten der Besten verfehlen nie ein Ziel und mähen reihenweise Spezialisten aus 500 Kilometer Entfernung um. ABER: Wenn unser Held kommt, treffen die Kugeln vornehmlich daneben. Die würden dann nicht mal den Todesstern aus einem Meter Entfernung mit ner Panzerfaust treffen. Und oh ja, die Bösewichter sterben natürlich auf übelste Art und Weise. Und wir wissen ja, wenn Emmerich sich mal warm gedreht hat, setzt er immer noch einen drauf. Aber ich war dankbar, dass ich vorher nicht so viel gegessen habe. Es wäre mir wieder hochgekommen.

Ächz. Also abgesehen davon, dass die Handlung dünnflüssig sind, die Dialoge von starker geistiger Behinderung zeugen, der Hauptcharakter nebst Tochter so glaubhaft und sympathisch wirkten, dass man ihm 100 Terroristen mehr an den Hals gewünscht hätte, glänzt der Film mit einer tollen Optik. Schöne Totalen, Äktschn und Kabumms. Und bei dieser Edition gibt es nicht nur viele Extras, sondern das Steelbook ist optisch der Hingucker - trotz Feinripp. Yippiyeihe oder so...
0Kommentar2 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Dezember 2015
Emmerich hat es wieder krachen lassen. Wie gehabt tolle Effekte. Was hätte man aus diesem Film machen können?
Wohl noch deutlich mehr als Lethal Weapon. Doch man hat es leider nicht getan. Überdeutlich erkennbar, dass es ein
Kinderfilm (FSK 12) werden musste. Füllt sicher die Kinos zuverlässiger. So wurde jede erkennbare Gewaltdarstellung
akribisch vermieden. Jemand schießt und 20 Meter weiter fällt jemand um. Dies gepaart mit dem Gekreische der verzogenen Tochter.
Für Freunde von Spezial-Effekten gute Unterhaltung. Der Action-Fan kann sich nur kopfschüttelnd abwenden.
Stirb langsam für die Zahnspangenfraktion und Biber-Fans.
Schade, So eine Chance vertan!!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.

Haben sich auch diese Artikel angesehen