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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heimatfilm, aber ganz anders. Als Skandal!
Ein Heimatfilm? Aber sicher doch! Auch das ist "Jagdszenen aus Niederbayern". Aber einer, der nicht die heile Welt abbildet, sondern die harte Realität einer rückständigen Gesellschaft. Und der beweist, das der Mensch des Menschen Wolf sein kann.

Ganz ohne Gelder vom Fernsehen und ohne Verleihgarantie verfilmten Regisseur Peter Fleischmann und...
Veröffentlicht am 24. April 2012 von T. Sunderdiek

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schade dass der originalfilm nicht kopiert wurde
Ich war bei den Dreharbeiten an vielen Drehtagen und einigen Szenen dabei und habe das Ergebnis bei der Uraufführung und 10 Jahre später im Fernsehen gesehen. Ich finde es schade dass der Film in mehreren Bereichen neu geschnitten wurde und etliche Szenen nicht mehr vorhanden sind. Das Material auf der DVD ergibt aus meiner Perspektive einen anderen Film, was...
Vor 3 Monaten von Paracelsus veröffentlicht


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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heimatfilm, aber ganz anders. Als Skandal!, 24. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Heimatfilm? Aber sicher doch! Auch das ist "Jagdszenen aus Niederbayern". Aber einer, der nicht die heile Welt abbildet, sondern die harte Realität einer rückständigen Gesellschaft. Und der beweist, das der Mensch des Menschen Wolf sein kann.

Ganz ohne Gelder vom Fernsehen und ohne Verleihgarantie verfilmten Regisseur Peter Fleischmann und Produzent Rob Houwer das gleichnamige Theaterstück von Martin Speer, der hier auf die Hauptrolle des Mechanikers Abram spielt. Zuerst nur ein Gerücht, dann immer mehr zur Gewissheit werdend, wird den Bewohnern seines bayerischen Heimatdorfes klar, dass Abram wegen "Unzucht mit Männern" im Knast saß (schließlich galt der unselige § 175 noch bis 1969, den Produktionsjahr des Films).

Wie sich die Dorfgemeinschaft langsam gegen den sonst so beliebten jungen Mann wendet, wie amoralisch sich die angeblich so moralischen Bürger des Dorfes gegen einen Außenseiter wenden, das schildert der Film in beängstigenden Bildern. Bilder, die auch deswegen so echt wirken, weil sie an Ort und Stelle mit Laiendarstellern entstanden, die neben professionellen Schauspielern auftreten (darunter die noch zu Beginn ihrer Karriere stehenden Hanna Schygulla und Angela Winkler).

Der Film führte zu heftigsten Reaktionen, wurde zum Skandal. All das dokumentiert die hervorragend editierte DVD von "Kino Kontrovers" anhand sehr spannender, erhellender Extras, wie verschiedenen Interviews, einer zeitgenössischen Dokumentation über die Kinopremiere in Landshut 1969 sowie einigen wiedergegebenen Leserbriefen in einer Landshuter Zeitung, die zeigen, dass der Ungeist, den der Film angreift, durchaus lebendig war.

Eine grandiose DVD-Veröffentlichung und eine der spannendsten Wiederentdeckungen seit langem.

Ein erschütternder Film, den wohl auch heute noch einigen hassen, andere aber lieben werden. "Kino Kontrovers" eben.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Realistisches Frühwerk von Peter Fleischmann, 25. November 2012
Wer in einem kleinen Dorf groß geworden ist, wird diesen Film auch verstehen. Vieles ist, bwz. war leider Realität (in einer Szene z.B. sagt der Dorfpfarrer zum Bürgermeister das er sich keine Sorgen um die nächste Wahl zu machen brauche, er würde der Bevölkerung schon "PREDIGEN" wen sie zu wählen haben). In solchen Gemeinden war, bzw. ist es vielen Bewohnern heute immer noch wichtig "Was die Leute denken". Das dieser Film mit geringen Budget, bzw Fleischmanns erster richtiger Spielfilm war lässt sich unschwer erkennen. Aber es stört irgendwie auch nicht wenn mal ein Aufnahmemikrophon von den Dreharbeiten am Bildrand erscheint. Durch die vielen Laiendarsteller kommt der Film auch sehr realistisch rüber. Schade das sich heute kaum noch Filmemacher an solchen Stoff wagen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schade dass der originalfilm nicht kopiert wurde, 21. September 2014
Ich war bei den Dreharbeiten an vielen Drehtagen und einigen Szenen dabei und habe das Ergebnis bei der Uraufführung und 10 Jahre später im Fernsehen gesehen. Ich finde es schade dass der Film in mehreren Bereichen neu geschnitten wurde und etliche Szenen nicht mehr vorhanden sind. Das Material auf der DVD ergibt aus meiner Perspektive einen anderen Film, was ich schade finde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Niederbayern ist überall..., 17. Juli 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Jagdszenen aus Niederbayern" ist ein deutscher Kinofilm in Schwarz-weiß aus dem Jahr 1969 und eine heftige und schockierende Variante des Heimatfilms. Inszeniert wurde der damalige Skandalfilm von Peter Fleischmann, er basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück des Hauptdarstellers Martin Sperr, der den schulen Mechaniker Abram spielt. Die Geschichte befasst sich aber nicht mit der persönlichen Tragödie eines Homosexuellen in den 60er Jahren, der damals noch kriminalisiert war, sondern die zentrale Figur des Films ist das Dorf selbst, in das Abram nach einem Gefängnisaufenthalt zurückkehrt. Die Dorfbewohner wissen nicht so genau warum der junge Mann im Knast war, aber es machen sich Gerüchte breit, dass der Abram ein "warmer Bruder" wäre. Der Aussenseiter versetzt das Dorf irgendwie in Unruhe. Doch Abram ist nicht der einzige Aussenseiter in der Dorfgemeinschaft. Die Witwe Maria (Gunja Seiser), deren Mann kürzlich starb, hat jetzt in der Trauerzeit ein Verhältnis mit dem Knecht (Ernst Wagner). Dazu hat sie noch den geistig zurückgebliebenen Sohn Ernstl (Johann Lang), der nicht in die Gemeinschaft passt. Auch die Dorfhure Hannelore (Angela Winkler) wird nur geduldet. Als im Laufe der Handlung Hannelore, die in Abram verknallt ist, behauptet sie bekäme von ihm ein Kind und der Aussenseiter auch noch mit Ernstl "erwischt" wird, konzentriert sich der ganze Dorfhass auf den, der anders als die anderen ist. "Jagdszenen aus Niederbayern" ist einer der ersten Filme aus Deutschland, die sich offen gegen die Diskriminierung von Schwulen wendet. Dabei ist aber die Homosexualität eher zweitrangig - Mittelpunkt des Films ist die pogromartige Stimmung, die sich im Dorf langsam aber sicher aufbaut. Vorerst ist nur eine unterschwellige Aggression im Dorf bemerkbar. Diese latente Gewalt ist sichtbar in der Nähe der Menschen zueinander. Eine gesunde Distanz scheint nicht möglich und wird ständig verletzt. Aus dieser Konstellation des nahen Miteinanders ergibt sich ein Bild von Jägern und Gejagten, dass sich am Ende in einer Art Hatz gegen Abram äussert. Der junge Mann versteckt sich im Wald. Polizei und Dorfbevölkerung sind engagiert dabei in der Ergreifung des Schuldigen. Die Mutter Barbara (Else Quecke), ebenfalls eine Zugezogene, die in der Dorfgemeinschaft eingebettet sein will, gibt einmal den Satz "Ich hab ihn halb tot geschlagen, ich schwörs, was kann ich dafür, dass eine Drecksau draus geworden ist" zum besten. Fleischmann präsentiert die Brutstätte des Bösen im ländlichen Idyll - dort kristallisiert sich eine grausame, kollektive Bestie heraus. Eklig fand ich aber die Szene, in der das Schwein geschlachtet wird und da frage ich mich wirklich, ob es sein muss, dass man aus dramaturgischen Gründen ein Tier für den Film opfern muss. Dieser Schlacht-Szene beginnt mit einem Schuß, der das Tier tötet und dann zeigt Fleischmann explizit wie das Tier geschchlachtet und verarbeitet wird. Während dieses Vorgangs wird dann die arme Hannelore von drei Männern bedrängt, die ihr das Schweinehirn in den Mund stopfen und ihr gewaltsam den Slip ausziehen. Allerdings verfehtl diese schreckliche Sequenz ihre Wirkung nicht. Was Fleischmann gut gelungen ist die Tatsache, dass er das Dorf nicht in Gute und Böse zerfallen lässt. Es wirkt als würden die Dorfbewohner durch eigenen Ängste motiviert sein, denn jeder könnte nur zu leicht durch eine einzige Verfehlung vom Kollektiv in die untere Reihe der Hackordung landen. Insgesamt ein grausames Szenario, dass Fleischman hier zeigt und mit dem mulmigen Gefühl hinterlässt er den Zuschauer, dass "Niederbayern" womöglich überall sein könnte. Und aktuell ist der Film sicherlich noch immer - denn Herden, die zur Meute werden, gibt es weiterhin.
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5.0 von 5 Sternen Jagdszenen aus Niederbayern, 27. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wunderbar schräger Film aus den wilden 60er Jahren. In ländlicher Idylle führen Vorurteile und Hass auf alles Ungewohnte zu verheerenden Verhaltensweisen. Nach wie vor sehenswert
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mutiger Versuch mit Schwächen, 27. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Thema des Films war für die Entstehungszeit ein großes Wagnis, aber auch heute hat es seine Aktualität noch nicht verloren.
Unterhaltung im eigentlichen Sinne darf man hier natürlich nicht erwarten, und wer keine schwere Kost mag, sollte es gleich lassen. Auch als Freund von solcher darf ich aber die Schwächen des Werks einfach nicht unerwähnt lassen. Zunächst einmal ist schlicht unheimlich schwer, den Gesprächen der Darsteller zu folgen. Auch wenn man sich etwas ins Bayrische eingehört hat, ist es doch eine Herausforderung, das Genuschel eines zahnlosen alten Mannes bei gleichzeitigem Hintergrundlärm eines Traktors zu verstehen. Zudem werden für die Handlung wichtige Informationen nicht vermittelt. Warum zum Beispiel spricht die Mutter des Hauptdarstellers Hochdeutsch, während alle anderen tiefstes Niederbayrisch sprechen ? Wer den Film hier bei Amazon gekauft hat, weiß aus der Produktbeschreibung, warum; alle anderen werden jedoch im Unklaren darüber gelassen, obwohl die Tatsache, dass Abrams Mutter ein Flüchtling ist, ihren Opportunismus überhaupt erst erklärt. Dass zudem bei aller Gesellschaftskritik Stereotypen ganz unkritisch bedient werden ( der Dorfdepp, die Gastarbeiter etc...), ist eine Schwäche, die gerade dem heutigen Zuschauer bitter aufstößt.

Nachtrag vom 20.2.2014:
Da mich der Film auf die Vorlage, das gleichnamige Bühnenstück von Martin Sperr, aufmerksam gemacht hat und ich diese nunmehr auch gelesen habe, denke ich, dass es noch ein paar Worte zu sagen gibt. Wie bei so vielen Verfilmungen muss man hier sagen, dass der Film eher nach Motiven aus dem Drama verfasst ist. Freilich nicht ohne die Zustimmung des Autors, der schließlich selbst die Hauptrolle spielt, aber so ganz gleichen sich beide eben nicht. Tatsächlich ist in der Vorlage nicht nur der Handlungszeitraum anders (nämlich in der unmittelbaren Nachkriegszeit angesiedelt), weswegen zwar keine türkischen Gastarbeiter, dafür aber amerikanische Soldaten am Rande vorkommen, auch der im Film als Dorfdepp dargestellte Junge ist im Stück ein weitaus differenzierterer und wortgewandterer Charakter, die Dialoge der Figuren (insbesondere der Mutter Barbara) sind zudem in der Wortwahl zwar hochdeutsch, aber teils weitaus drastischer, als im Film. Zudem ist die Handlung schlicht besser durchschaubar, weil mehr über den Hintergrund der Figuren erklärt wird. Dass der Film immer noch auf eine solch aggressive Ablehung stieß, spricht Bände darüber, was für ein heißes Eisen mit ihm angefasst wurde. Ich würde jedenfalls begleitend und vergleichend zum Film die Lektüre des übrigens gar nicht sehr langen Stücks empfehlen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es zeigte das ländlische Leben, 15. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hat mir gut gefallen.
Es ist auch die Altersangabe richtig.
Es wird das bäuerliche Leben in Bayern in allen Facetten der Zeit um 1970 gezeigt, incl. das Schlachten eines Schweines, mit dem Stich in des Hals, damit das Blut abfließen kann.
Die Milieudarstellung der Zeit war sehr gut gemacht.
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4.0 von 5 Sternen geht gut rein..., 2. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ich bin positiv überrascht von diesem film.
zwar ist er, wie auch der großteil der bisher neu erschienen KK-Reihe, nicht ansatzweise mit einem Noe oder Mortier der "echten KK-reihe" zu vergleichen, doch hat er mir spaß bereitet.

es könnten ruhig mehr bonusmaterialien vorhanden sein zu dem preis.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jagdszenen aus Niederbayern(DVD), 30. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Film ist sehr gut. Ich bin aber sehr enttaucht, weil es nur den ersten Teil von dem Film gab.
Ich finde es unverschämmt vom Zulieferer.
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auf diese Jagdszenen können wir verzichten, 22. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Film ist reine Geschmacksache. Bis zum Schlachtfest war ja alles OK.
Bestimmt gibt es Liebhaber des Films. Wir können den z.Teil schlecht verständliche Bayrische Dialekt nicht noch
einmal anschauen.
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Jagdszenen aus Niederbayern
Jagdszenen aus Niederbayern von Peter Fleischmann
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