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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der spannendsten Verbrecherserien
Boardwalk Empire ist eine der spannendsten Serien über das organisierte Verbrechen in Amerika.
Sie spielt in den 20-iger Jahren des 20. Jahrhunderts in Atlantic City, New Jersey. Atlantic City ist quasi das Las Vegas der Ostküste von Amerika.
Unweit von New York gelegen wird hier durch den Bezirkskämmerer Nucky Thomson mit Einsetzen der...
Veröffentlicht am 18. März 2013 von dietmar

versus
3.0 von 5 Sternen zu langatmig
da ich nun doch langsam zum "Serienjunkie" werde, bin ich nun bei Boardwalk Empire gelandet. Allerdings fällt meine Bewertung für diese Serie nicht so euphorisch aus wie angenommen.
Grundsätzlich ist mir schon die 1. Staffel etwas zu zäh und monoton. Das dekadente Partyleben der 20 iger Jahre wird überschwänglich zelebriert...
Vor 7 Monaten von FilmAnschauer veröffentlicht


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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der spannendsten Verbrecherserien, 18. März 2013
Von 
dietmar (Kassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Boardwalk Empire ist eine der spannendsten Serien über das organisierte Verbrechen in Amerika.
Sie spielt in den 20-iger Jahren des 20. Jahrhunderts in Atlantic City, New Jersey. Atlantic City ist quasi das Las Vegas der Ostküste von Amerika.
Unweit von New York gelegen wird hier durch den Bezirkskämmerer Nucky Thomson mit Einsetzen der Prohibitionsgesetzgebung in Amerika der Alkoholschmuggel und der illegale Vertrieb und Verkauf des Alkohols organisiert. Die HBO-Serie zeigt dabei schonungslos die Brutalität der Gangster, die intime Verflechtung mit korrupten Politikern und einer käuflichen Politik sowie die Abgründe der amerikanischen Gesellschaft. Das Alkoholverbot erweist sich dabei als Beschleuniger der organisierten Kriminalität. Die bundesstaatlichen Versuche das Alkoholverbot zu kontrollieren und durchzusetzen, sind angesichts einer Gesellschaft, die bis in die politisch für das Alkoholverbot verantwortlichen Kreise nach Alkohol verlangt, zum Scheitern verurteilt. Die Serie ist packend, die Story sehr gut und die Schauspielerleistungen sind großartig. Allen voran die von Steve Buscemi als Nucky Thomson. Dessen Charakter auf einem realen Vorbild, dem von Enoch "Nucky" Johnson, beruht, der Atlantic City von 1911-1941 beherrschte.Ich kann Boardwalk Empire nur empfehlen, eine großartige Serie bei der es einem nie langweilig wird.
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54 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Sündenpfuhl Atlantic City, 4. Dezember 2011
Boardwalk Empire zeigt den Sündenpfuhl Atlantic City zu Zeiten der Prohibition. Die zentrale Figur in diesem Treiben ist der Kämmerer Nucky Thompson. Er verknüpft die Politik mit dem Verbrechen und sorgt so für reibungslose Abläufe im illegalen Alkoholgeschäft, der Prostitution und dem Glücksspiel. Steve Buscemi, der auch schon bei den Sopranos mitgewirkt hat, spielt den Charakter perfekt. Obwohl Nucky schwer korrupt ist, wirkt er in dieser Serie fast sympathisch. Schließlich hat er erkannt, dass sich die Prohibition sowieso nicht durchhalten lässt. So sorgt er wenigstens für saubere Verhältnisse und dafür, dass jeder seinen Teil von dem Kuchen abbekommt.

In der Nebenhandlung wird der Aufstieg diverser Verbrecherlegenden wie Lucky Luciano und Al Capone gezeigt. Obwohl es riskant ist historische Personen einfließen zu lassen, wurde dies perfekt umgesetzt. Das Ganze wirkt zu keinem Zeitpunkt albern oder peinlich.

In der ersten Folge dieser Staffel hat kein geringerer als Großmeister Matin Scorsese Regie geführt. Dies ist nicht nur ein Stempel für die hohe Qualität dieser Serie, sondern liefert auch einen perfekten Einstieg in die Staffel.

HBO ist damit nach den Sopranos der nächste große Wurf gelungen. Dieses neue Werk beweist, dass Serien nicht nur lahme Vorabendunterhaltung sind, sondern langsam dem Fernsehfilm den Rang ablaufen. Schließlich ist es sonst nicht möglich Charaktere so detailliert aufzubauen. In Filmen hat man dazu vielleicht fünfzehn Minuten, in einer Serie dagegen locker drei bis fünf Folgen.
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41 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse gemacht ..., 19. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sie können es einfach, die Damen und Herren von HBO, dem Publisher von Boardwalk Empire. Aufwändig produziert ist diese Serie ein Stern im sonstigen Einerlei des Serienalltags. 12 Folgen auf 5 DVDs und keine einzige Minute wird es einem langweilig. Die Kulisse ist grandios, die Schauspieler sind ausgezeichnet, und die gesamte Geschichte ist absolut glaubhaft. Sie macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Die Extras sind mir stets unwichtig, weshalb ich auch nicht darauf eingehe. Die technische Umsetzung (Bild und Ton) ist für mich ohne Fehl und Tadel.

Was mir aber mit am wichtigsten ist: So ein Werk muss man ohne Werbeunterbrechungen und besonders auch ohne Kürzungen gesehen haben, wie auch Game of Thrones, das mich ebenfalls sehr beeindruckt hat.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neuerliches Serien-Highlight aus der HBO-Schmiede, 13. Februar 2012
Von 
Und es viel mir selten so leicht 5 Sterne zu vergeben wie bei "Boardwalk Empire", denn diese faszinierende Aufarbeitung amerikanischer Geschichte setzt absolut Maßstäbe im Bereich der TV-Produktionen, dabei vorallem in Sachen Ausstattung. Nie zuvor sah ich in einer TV-Serie, und selbst in den wenigsten Kinofilmen, ein überwältigerendes authentischeres Panorama des Amerika der 1920er Jahre gezeichnet wie hier. Hier stößt HBO in Sachen TV-Serie absolut in neue Dimensionen und läßt selbst das Set der ebebfalls genialen "Sopranos" richtig alt aussehen. Viel aufwendiger wie hier gehts wirklich nicht mehr.
Aber auch alles andere an "Boardwalk Empire" überzeugt auf ganzer Linie. Man nehme nur diese geniale, 18-Millionen teuere Pilotfolge, die von Regie-Legende Martin Scorsese, einfach nur perfekt insziniert wurde und den perfekten Einstieg in diese meisterliche Serie gibt.
Ganz stark auch, das sie auf der einen Seite ein mitreißendes, raues Zeitdokument ist, und zum anderen eine vielschichtige Charakterstudie mit präzise ausgearbeiteten Figuren, die in den 12 Episoden immer mehr Facetten von sich preisgeben.
Und der, der dabei besonders heraussticht von den Hauptfiguren ist dann eben Steve Buscemi in der Rolle des durchtriebenen Stadtkämmerers Enoch "Nucky" Thompson. Es ist einfach nur wunderbar im zuzuschauen, wie er offiziel den Alkoholgegener mimt, aber sich hinter den Kulissen mit illegalem Schnapshandel eine goldene Nase verdient. Das er für diese Rolle dann den Golden Globe bekommen hat, ist absolut mehr als verdient. Er ist das i-Tüpfelchen auf das ansonsten ebenfalls großartige aufspielende Cast.
Für die Bluray-Veröffentlichung gilt dann genau das gleiche wie für die Serie. Die ist wirklich absolut perfekt ausgefallen, in Sachen Bild und Ton nahe an der Referenz, das Bonusmaterial ein absolutes Glanzstück. Alles in allem eine absolut empfehlenswerte Veröffentlichung.
"Boardwalk Empire" kann ich jetzt wirklich nur jedem Serien-Fan ans Herz legen, der sich gern mal wieder in die Zeit der Prohibition im Atlantic City der 20er zurückversetzten lassen und dabei noch gewaltige, epische und dramatische Serienkunst aus dem Hause HBO geniesen will.
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich, 28. Februar 2012
Was macht diese, wahrlich großartige, Serie aus?

- Zum einen absolut aufwändige, detailgetreue Kostüme und v.a. Kulissen.

- Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, die zudem auch wirklich passend besetzt sind. Ich konnte schauspielerisch keinen Ausfall erkennen. Die Beweggründe der einelnen Charaktere waren allesamt nachvollziehbar und glaubhaft gespielt.

- Eine wirklich gute Geschichte (...wir befinden uns im Jahr 1920, Einführung der Prohibition und Beginn des Alkoholschmuggels und damit den Aufstieg einiger der größten Gangster Amerikas...).

- Zum Schluss noch einen absolut genial durch Steve Buscemi gespielten Hauptcharakter: Nucky Thompsen - es ist wahrlich ein Fest Buscemi hier spielen zu sehen, der, ohne mit der Wimper zu zucken, mal einen Mord beauftragt, hier und da einen Politiker schmiert, im Hauptgeschäft den Alkoholschmuggel betreibt, zwischendurch mit den anderen Gangstergrößen ein bißchen Krieg spielt und nach außen hin immer die Fassade des gutbürgerlichen (für die Abstinenz eintretenden) Stadtkämmerers aufrecht erhält. Dabei das Minenspiel von Buscemi zu betrachten ist eine wahre Wonne.

Aber auch einen aufstrebenden, hier noch als Handlanger tätigen, Al Capone oder die Anfänge der späteren Gangstergrößen Lucky Luciano oder Arnold Rothstein (alle drei gut verkörpert) zu sehen, macht Spass.

Da die Serie u.a. von Martin Scorcese produziert wurde, der auch in der 1. Folge Regie führte, hat das Ganze tatsächlich Kinoniveau, ohne dabei aber den typischen, HBO-Serien eigenen, Witz zu verlieren.

Gern wird hier ab und an ein Vergleich mit den Sopranos gezogen, da ein Macher der Sopranos auch dieses Kleinod produziert und das Umfeld beider Serien (bis auf die Zeit in der die Serien spielen) recht ähnlich ist. Sicher, die Sopranos sind witziger, böser, gemeiner im Wortwitz, ein wenig abseits vom üblichen Hollywood-Einerlei, doch schlechter ist vorliegende Serie nicht.

Das Bild ist klar, der Ton bedient alle Boxen, ist gut abgemischt und kraftvoll. Als Extras gibts u.a. ein Making of und einen Bericht über die Enstehung der Kulissen (wirklich interessant).

Mir fällt es leicht, diesem Kleinod volle 5 Sterne zu geben und eine klare Kaufempfehlung auszusprechen.
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HBO hat's einfach drauf - Unterhaltung der Extraklasse, 13. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Serienperle der Extraklasse: Top Darsteller bis hin zur kleinsten Nebenrolle, packende Story inkl. der dazugehörigen Atmosphäre, authentische sowie prunkvolle Ausstattung, Kulissen und Kostüme.
Bis ins kleinste Detail wurde hier sorgfältig und mit großem Aufwand inszeniert.

Macht, Gier, Korruption, Verrat, Mafia, Alkoholschmuggel, Gewalt, Mord, Intrigen, Sex, dunkle Machenschaften...Der Zuschauer wird von der ersten Minute an gepackt und man möchte am liebsten nicht mehr aufhören, in das Atlantic City der 1920er Jahre einzutauchen.

Egal ob Steve Buscemi, Kelly Mcdonald, Michael Pitt, Michael Shannon, Steven Graham, Gretchen Mol oder Michael Stuhlbarg - die Schauspieler geben ihr Bestes und sind 100% glaubwürdig!

Zur Blu-ray: Qualitativ einwandfrei und für eine TV-Serie auf sehr hohem Niveau.
Das Bonusmaterial (verteilt auf alle Discs) mit einer Gesamtlänge von ca. 85 Minuten ist ebenfalls sehenswert und interessant gestaltet.

Mein Sony-Player hat die Disc's sofort und problemlos angenommen bzw. abgespielt.

Okay, dass Warner die Bonus-DVD (1. Folge der kommenden Serie "Games of Thrones") sowie das Fotobuch (hochglanz) auf dem Backcover verklebt hat, ist vielleicht nicht die sinnvollste Idee gewesen. Da die Beilagen allerdings mit je 2 kleinen Klebepunkten befestigt wurden, lassen diese sich mit etwas Vorsicht rückstandslos entfernen / abziehen. Zumindest war es bei mir so der Fall.

Wer Serien wie "The Sopranos" oder "Deadwood" mochte, dem wird "Boardwalk Empire" sicherlich auch zusagen.

Danke, HBO!
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3.0 von 5 Sternen zu langatmig, 1. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
da ich nun doch langsam zum "Serienjunkie" werde, bin ich nun bei Boardwalk Empire gelandet. Allerdings fällt meine Bewertung für diese Serie nicht so euphorisch aus wie angenommen.
Grundsätzlich ist mir schon die 1. Staffel etwas zu zäh und monoton. Das dekadente Partyleben der 20 iger Jahre wird überschwänglich zelebriert. Dabei sind die Darsteller durchweg gut besetzt und spielen Ihren jeweiligen Part überzeugend. Sie besitzen Tiefe und Ihre Rollen im privaten wie im geschäftlichen Bereich sind gut ausgearbeitet. Sie wirken nicht "fremd" sondern hintergründig und vielschichtig. Aber gerade hier kann Steve Buscemi als "Nucky" Thompsen (der Bezirkskämmerer und heimliche Chef über Atlantik City) keine Extrapunkte gewinnen.Trotz seiner Hauptrolle empfinde ich Ihn nicht als besonders ausgefallen oder charismatisch. Daher kann ich die Einstufung als "schauspielerische Meisterleistung" so nicht nachvollziehen. Ich finde er ist einer von vielen in einem guten Cast. Hervorheben würde ich dagegen Micheal Shannon ("The Iceman") als Prohibitionsagent Nelson von Alden. Er spielt sehr eindringlich und "leicht gestört". Ein wirklich gruseliger Charakter der in den weiteren Staffeln hoffentlich an Spielraum gewinnt.
Die Szenerie der 1.Staffel ist in Brauntöne gefiltert,die durchaus passend sind.Jedoch beschränkt sich die gesamte Umgebung von Atlantik City eigentlich nur auf die Promenade und den dazugehörigen Straßenzug.(sieht irgendwie hölzern und künstlich aus) Zum Glück bekommen wir interessante Abschweifungen zur Mafia New Yorks (Arnold Ruthstein) und Chicago (Al Capone - großartig gespielt von Stephen Graham) geboten. Ohne diese Nebenhandlungen würde die Serie in meinen Augen noch trister und langweiliger wirken.

Fazit: Passend zu einem Politiker (Nucky Thompson) wird die gesamte Handlung zu 90% von Dialogen und Gesprächen geprägt. Auf Action, Dynamik und Schnelligkeit wird weitgehend verzichtet. Daher entsteht in meinen Augen auch noch keine richtige Spannung oder Nervenkitzel. Das gesamte Erzähltempo ist mir zu ruhig und träge. (Irgendwie bekomme ich das Gefühl GZSZ im Jahr 1920 zu sehen).Das interessanteste für mich ist der gleichzeitige, langsame Aufstieg von "Al Capone" zum Mafiaboss in Chicago. Der Konflikt zwischen diesen beiden Größen ist bereits jetzt vorhersehbar. Gerade dieser Punkt könnte der Handlung deutlich mehr Schwung verleihen und die gesamte Dramaturgie aufwerten. Daher werde ich der 2. Staffel auch eine Chance einräumen, obwohl mir dieses "Suchtgefahr, ich will noch eine Episode sehen" bisher fehlt. Potential ist zwar vorhanden, aber an der Umsetzung mangelt es doch in einigen Punkten. (Für mich ist die BBC Serie "The Shadow Line", die mit noch weniger Action auskommt um ein vielfaches spannender und fesselnder)
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pietismus, Prohibition, Politik und Prostitution, 7. März 2012
Von 
Gerhard Mersmann "GM" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich hat sie uns in Germanistan erreicht, die erste Staffel der lang erwarteten HBO-Reihe Boardwalk Empire. Und wie immer, wenn sich Martin Scorsese die Ehre gibt, bekommt man eine komplexe Welt kredenzt, die von der Profanität des Alltags bis in das weite Feld der Politik und des organisierten Verbrechens reicht. Diesmal ist es, im Gegensatz zu der zeitgenössischen und hoch aktuellen Welt der Sopranos eine historische Betrachtung. Schauplatz ist Atlantic City, seinerseits nicht weit von Philadelphia und New York gelegen und selbst nur eine Tagesreise von Chicago entfernt, um einen infrastrukturellen Reiz auszuüben angesichts einer Zeit, in der sich der Pietismus durchgesetzt und die Prohibition zur Folge hatte.

Protagonist ist der von Steve Buscemi glänzend dargestellte Enoch Nucky Thompson, seinerseits Kämmerer der Stadt und Strippenzieher der illegalen Alkoholherstellung und ihres Vertriebs. Der Mann, der über exzellente Umgangsformen verfügt und dennoch über Leichen geht steht für die Verwebung von Politik, Doppelmoral und organisiertem Verbrechen. Ein Mensch, der durchaus Gewinnendes an sich hat und durch seine soziale Kälte nur noch Schaudern zurücklässt.

Sollte in dieser ersten Staffel eine Moral mit dabei sein, dann handelt es sich um die Botschaft, dass eine moralistisch motivierte Politik nur das Gegenteil bewirkt. In der Zeit der Prohibition wurde der Humus ausgelegt für die Organisation der Mafia und nie danach hatte die Prostitution einen derartig akzeptierten gesellschaftlichen Stellenwert wie dort. Die Welt des Nucky Thomson ist hoch aktuell, auch wenn sie sich im Historischen bewegt, sie besitzt nicht die aktuellen Bezüge, wie es die Sopranos vermochten, aber sie ist gut lesbar als der Vorspann zu deren Biotop im heutigen Amerika.

Illustriert ist Boardwalk Empire mit atemberaubenden Figuren. Neben Nucky Thompson tauchen Gestalten wie Lucky Luciano und Al Capone ebenso auf wie seine rechte Hand Jimmy sowie die laszive Lucy und die hoch gelildete, aber dennoch als Konkubine endende Mrs. Schroder. Iren, Italiener und Deutsche sind auf allen Schauplätzen maßgeblich beteiligt und eine Figur wie Chalky, einem Afroamerikaner aus der Schnapsbrennerszene bleibt es vorbehalten, ein berühmtes Filmzitat vorzubringen, das aus Mississippi Burning stammt und die Nachfahren der Sklaven zu Verhörern des Klu Klux Klan werden lässt. Nucky Thompson bringt diese Welt auf den Punkt, indem er fragt, sind wir nicht alle Immigranten?

Die einzelnen Folgen plätschern zunächst etwas dahin, bis das Gewebe deutlich und der Zusammenhang klar wird zwischen dem notwendigen politischen Einfluss als Vorbedingung zum Zugang zu den Geldquellen. Die Qualität Martin Scorseses besteht unter anderem darin, dass er sehr gut kontrastieren kann, ohne schlicht schwarz-weiß zu malen. Die Goodys sind zuweilen schlimmere Drecksäcke als die Badys und letztere wiederum haben teilweise edle Züge. So wird die Welt so, wie sie ist, die Mischzustände machen das Wesen aus und das sich darin notwendige Zurechtfinden wird zum eigentlichen Mysterium des Daseins. Politisch korrekt ist das alles gar nicht, aber es zeigt, wie wenig dieser Politikzugang Einfluss auf deren tatsächliche Qualität ausübt. Boardwalk Empire ist eine Geschichte, aus der wir vieles lernen können. Ein glänzender Auftakt!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Mobster-Epos, 22. Januar 2013
Von 
El Rezensento - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Es kommt nicht oft vor, dass ich mir ein Produkt quasi blind bestelle und es kommt noch seltener vor, dass ich dann davon begeistert bin. In diesem Fall stimmt es aber: Ich habe Boardwalk Empire so sehr genossen wie lange keine Serie mehr.

Die amerikanische Produktion des bekannten Seriensenders HBO spielt in Atlantic City in der Zeit der Prohibition. Der dort ansässige Stadtkämmerer Enoch Thompson kontrolliert die Küstenmetropole mit Hilfe korrupter Politiker, seinem Bruder dem Sherrif des Countys und allerlei sonstigem Gesindel. Als die die Alkoholprohibition beginnt wittert er das große Geschäft und steigt in den illegalen Alkoholhandel ein. Über die günstige Lage von Atlantic City schmuggelt Thompsons Clan Whiskey aus Kanada ein um es an Mafiosis aus New York oder Chicago zu schmuggeln. Dabei setzt er sich mit anderen Mobstern dieser Zeit auseinander, wie Lucky Luciano, Al Capone, Meyer Lansky und Arnold Rothstein.
Doch der durch Vetternwirtschaft und Korruption aufgestiegene Thompson muss erkennen, dass das Alkoholgeschäft blutiger ist, als die Kontrolle der Casinos Bordelle. Schon bald erschießt sein Ziehsohn Jimmy bei einem verpatzten Überfall Männer von Arnold Rothstein und es kommt zu einem Mafiakrieg, der immer blutiger wird. Derweil versucht Enoch Thompson den Schein eines aufrechten Politikers zu wahren, indem er konsequent für die Prohibition und das Frauenwahlrecht eintritt. Und obwohl ihm stets der tiefchristliche Prohibitionsagent Nelson van Alden auf den Fersen ist findet er sogar Zeit für eine Romanze mit der jungen Witwe Margeret Schröder.

Dabei gelingt es dem Team um Martin Scorese zu keinem Zeitpunkt in die Oberflächlichkeit abzudriften. Die Charaktäre sind stets glaubhaft gezeichnet und agieren verständlich, aber nicht vorhersehbar. Die Story gewinnt bereits früh an Fahrt und obwohl oft viele Handlungsstränge gezeigt werden, erscheint keiner davon langweilig. Hervorzuheben ist hier besonders die schauspielerrische Leistung von Kelly MacDonnald, die Margeret Schröder als widersprüchlichen Charakter hervorragend verkörpert.

Auf hohem Niveau sind auch Szenebild und Schnitt gehalten. Technisch ist die Serie in hoher Qualität gehalten. Die DVD enthält die üblichen Extras und m.E. ungekürzte Episoden.

Als Gesamtfazit:

Eine ausgezeichnete Serie mit guter Charakterdarstellung. Sehr empfehlenswert, nicht nur für Freunde von Mafiafilmen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr ordentlich..., 15. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin erst seit kurzem ein Freund von Serien. Angefangen hat meine Begeisterung mit game of Thrones und Breaking Bad, zwei DER Serien schlecht hin.

Per Zufall bin ich dann auf Boardwalk Empire gestoßen. Die Schauplätze, die Ausstattung, die Atmosphäre, alles spricht für sich und ist grandios. Der Einstieg in die Serie war durch die doch sehr, sehr vielen Charaktere etwas holprig und das Finale nicht ganz nach meinem Geschmack, aber sonst kann die Serie bis hierhin einiges und lässt vieles offen.

Steve Buscemi ist ein fantastischer Nucky Thompson, witzig und skrupellos gleichzeitig und auch der restliche Cast ist sehr überzeugend. Neben Steve Buscemi finde ich den korrupten Arnold Rothstein, gespielt von Michael Stuhlbarg und den religös-fanatischen Nelsen van Alden, gespielt von Michael Shannon am beeindruckensten.

Die Story rund um die Prohibition mit ihren vielen Nebenschauplätzen finde ich ebenfalls gut, allerdings kommt sie nicht an Game of Thrones und Breaking Bad heran, da manchmal etwas undurchsichtig und langweilig
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