Kundenrezensionen


45 Rezensionen
5 Sterne:
 (14)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (13)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stark und ergreifend
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: Ascot Elite Home Entertainment. ASIN: B0058BUHRC.
Deutscher Titel: Sturm auf Festung Brest. Originaltitel: Brestskaja krepost
Produktionsland: Russische Föderation / Weissrussland. Premiere: 2010
Mit: Aleksej Kopaschow (der Bub Sascha Akimow), Veronika Nikonova (das Mädchen Anya), Pawel Derewjanko...
Veröffentlicht am 12. Juni 2012 von Mladen Kosar

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kriegsfilm mit viel Propaganda und wenig historischer Genauigkeit
Pluspunkte: Technisch auf Hollywoodniveau umgesetzte Kriegsaction; An der Oberfläche korrekte Darstellung von Uniformen, Waffen, Panzern und eingesetzten Flugzeugen (in 1 kurzen Szene z.B. ein russ. Jagdflugzeug I-16 Rata).
Minuspunkte: Die prorussische Propaganda steht eindeutig im Fokus, viel zu kurz kommt dagegen die historisch genaue Darstellung der...
Vor 19 Monaten von Armin Eirich veröffentlicht


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stark und ergreifend, 12. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest (DVD)
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: Ascot Elite Home Entertainment. ASIN: B0058BUHRC.
Deutscher Titel: Sturm auf Festung Brest. Originaltitel: Brestskaja krepost
Produktionsland: Russische Föderation / Weissrussland. Premiere: 2010
Mit: Aleksej Kopaschow (der Bub Sascha Akimow), Veronika Nikonova (das Mädchen Anya), Pawel Derewjanko (Kommisar Jefim Fomin), Andrej Merslikin, (Leutnant Andrej Kischewatow), Aleksandr Korschunow (Major Pjotr Gawrilow), Maksim Kostromykin (Filmvorführer), Sergej Tsepow (Zubachew), Benik Arakeljan (Metevosyan), Mikhail Pavlik (Weinstein), Aleksandr Sirin (Arzt), Jevgenij Tsiganow (Pochernikow) u. A.
Regie: Alexander Kott. Literarische Vorlage: nach dem Buch von Sergej Smirnow. Musik: Juri Krassawin
Bild: gut / Farbe / Breitbildformat. Sprache: russisch. Synchronisation: nur deutsch. Untertitel: nur deutsch
Filmlänge: 132 Minuten und 44 Sekunden
Genre: Kriegsfilm > Historienfilm
Specials: 55 Minuten sehr informative Doku über die Filmproduktion mit historischen Aufnahmen, Interviews, Szenen in russischer Sprache mit deutschen UT und Trailer

Im Russischen bedeutet das Wort Krepost sowohl Festung, als auch Festigkeit. Ein außerordentlich starker, erschütternder Kriegsfilm. Schonungslos in der kalten Darstellung eines Bombenangriffs mit allen Zerstörungen von Gebäuden, in denen Menschen leben, vegetierten, sterben - bzw. Stellung halten und sich verteidigen. Die Darstellung apathischer Menschen, die zwischen den Trümmern herumirren, vermittelt eine gespenstische Atmosphäre, die bis dato in wenigen Filmen dokumentiert wurde. Man muß sich vorstellen, dass Hitler-Deutschland Russland ohne Vorwarnung nach militärisch solider, geheimer Vorbereitung in einem Frontalschlag angriff. Dieser Angriff begann am 22.6.1941. Die Deutschen überrannten die russischen Stellungen und drangen schnell in das Innenland vor. Einzig die Grenzstadt Brest hielt sich länger. Aus diesem Grund ist in der erbitterten Verteidigung dieses Bollwerks symbolisiert der allgemeine Widerstandsgeist des gesamten russischen Volkes. Insofern ist die Bearbeitung dieses Themas subtil und würdig eines Innehaltens mithilfe des Mediums Film. Man muß zunächst wissen, dass die deutsche Armee unbedingt jüdische Russen und russische Kommunisten in vorhinein zu ermorden vorhatte. Diese Doktrin diente der Ausbreitung der NS-Ideologie und Ausmerzung der jüdischen Rasse und kommunistischen Lebensanschauung. Wir sind im Kern der Filmhandlung. Die deutsche Armee führte den Angriffskrieg auch im Hinblick der Ermordung russischer, kommunistischer Kommisare, welche russische Armeeeinheiten befehligten. Man muß sich also vorstellen, dass die deutschen Soldaten aufgeputscht wurden mit ultimativen Tötungsdoktrinen, die sich ergossen über alle Russen, die den Deutschen in die Hände fielen. Von daher versteht man, dass die deutschen Soldaten zu reinen Tötungsmaschinen eingeschworen waren. Wer aus ideologischen Gründen die Angehörigen einer anderen Ethnie oder Weltanschauung zu ermorden trachtet, der steht jenseits jeglicher Ehre, Tapferkeit und militärischer Tüchtigkeit. Jemand, der aus ideologischen Gründen Zivilisten ermordet, der ist kein Soldat, sondern ein seelensloser Schlächter. Von daher ist der Film authentisch, wenn er die deutschen Aggressoren als kaltblütige Killer an Allem darstellt. Anders war es nicht. Hitler gab den Befehl zur Ermordung der Untermenschen, damit der Übermensch triumphiert. Damit leitete er den Anfang vom eigenen Ende ein. Denn die Menschen, die von den Nationalsozialisten als Untermenschen degradiert wurden, erhoben sich zu einem undurchdringlichen und später unaufhaltsamen Wall. Die Festung Brest leitet diesen Geist der Unnachgiebigkeit ein. Im Tod der Helden gebiert sich der Sieg der Unbeugsamen. Es geht gar nicht darum, dass Stalin ein Diktator war, wenig grausamer, als Hitler. Es geht um die Männer vom Volk, die an ihre Ideen glaubten und mit Blut verbürgten. Diese zeigt der Film außerordentlich ergreifend. Stalin hat vor und nach dem Zweiten Weltkrieg willkürliche Säuberungen durchgeführt, die den rassistischen Hitlers um nichts nachstanden. Doch Stalin hat Russland nicht verteidigt, nicht gerettet. Er war ein Totengräber Russlands, wie es Hitler Deutschlands war. Im Film geht es um die Männer, die in einem Augenblick absoluter Hilflosigkeit Überirdisches leisteten. Den verzweifelten Widerstand schlecht ausgerüsteter und unvorbereiteter Patrioten gegen eine Walze kaltblütiger Schergen. Der Mut der Verzweiflung personifiziert sich beispielsweise in der Szene, als eine sowjetische Einheit auf den Vorstoß der Deutschen lauert und mit Spaten, Sesseln und Schreien die vorwärtsrückenden Deutschen niederringt. Ein Russe hebt einem Deutschen ganz unkonventionell die Beine aus. Das ist die Philosophie: die Russen kämpfen um ihr nacktes Leben. Die Deutschen sind das nicht gewohnt. Sie marschieren vor, gewohnt zu schießen und im Nahkampf höchstens mit dem Bajonett geübt. Aber gegen den nackten Angriff eines wilden Haufens ums Leben rennender Männer vermögen sie nicht aufzukommen. Die Deutschen kämpfen nicht um das nackte Leben - sie erobern. Sie sind es nicht gewohnt, ums nackte Leben zu kämpfen - infolgedessen sind sie a priori die schwächeren Einzel- und Nahkämpfer. Der Film zeigt auf eine authentisch-unverblümte Weise, wie verzweifelt, kompromisslos und folgerichtig einige Offiziere der Roten Armee emporwachsen zu Hühnen der Verteidigung und schlicht aus Gründen des Prinzips, den Deutschen erbitterndsten Widerstand entgegensetzen. Das Verblüffende daran ist, das es so tatsächlich war. Der Film begleitet einige Heldenprofile in ihrer Mutation zum eigenverantwortlichen Anführer und Kämpfer. Sie werden geboren im unvorbereiteten Moment, in dem sie sich auf das grauenhafte Geschehen nicht einstellen können. Auf den verheerenden Luftangriff folgt die Invasion der Boden- und Panzertruppen in tödlicher Wirkung. Auch für hunderte Zivilisten, darunter Kranke, Frauen und Kinder. Und diese Kommandeure machen aus der Sache das Beste. Sie verhindern Panik und Desorganisation, sie erschaffen eine wirksame Verteidigungsstruktur, die den Deutschen schwer zusetzt. Eine zarte Liebe zweier Kinder symbolisiert den blanken Irrsinn im Angesicht keuscher Zuneigung zwischen Mensch und Mensch. Ein Kind überlebt, ein Kind lächelt sich in den Tod - das Lächeln triumphiert. Der Bub, der inmitten der Kugeln herumirrt und zu einem unsterblichen Halbgott heranwächst, weil er nicht stirbt, sondern rettet, Wasser holt, Botschaften überbringt, Mörder erschießt, Leben schützt, Liebe verströmt. Starke Gestik, echte Mimik, glaubwürdiges Russentum. Der Sieg besteht nicht im militärischen Attribut, sondern im glaubensmäßigen. Der Glaube an den Widerstand trägt den Sieg davon. Nicht die gefühllose Schleifung der Bastionen. Technisch gesehen ist der Film bahnbrechend. Die Kriegs-, Schlacht- und Kampfszenen sind beispiellos authentisch dargestellt. Ein Film der unter die Haut geht, wenn man die verdreckten Gesichter der Russen verfolgt, die sich immer von Neuem aus den Ruinen erheben und mit dem Mut der Verzweiflung gegen den Feind anstürmen. Einer der besten Kriegsfilme der Filmgeschichte.
Mladen Kosar
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kriegsfilm mit viel Propaganda und wenig historischer Genauigkeit, 13. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest (DVD)
Pluspunkte: Technisch auf Hollywoodniveau umgesetzte Kriegsaction; An der Oberfläche korrekte Darstellung von Uniformen, Waffen, Panzern und eingesetzten Flugzeugen (in 1 kurzen Szene z.B. ein russ. Jagdflugzeug I-16 Rata).
Minuspunkte: Die prorussische Propaganda steht eindeutig im Fokus, viel zu kurz kommt dagegen die historisch genaue Darstellung der Ereignisse.
Wer nur gut gemachte Kriegsaction sucht, kommt auf seine Kosten. Von einem Film der nur einen kleinen, fest umgrenzten Aspekt des 2. WK behandelt, erwarte ich aber das diese Episode wenigstens in ihrem realen Ablauf korrekt und nachvollziehbar dargestellt wird. Statt dessen findet man hier eine teilweise stark verzerrte Darstellung der Geschehnisse. Und das auch noch völlig unnötigerweise, denn die Macher hätten ihre Absicht, den Kampf der Festungsgbesatzung so heroisch wie möglich darzustellen, bei einer historisch korrekten Darstellung ebenso verwirklichen können. Hier einige Beispiele zur Gegenüberstellung der Realität und der Darstellung im Film:
1. In mehreren Szenen wird so getan, als ob durch Artilleriebeschuss und Stukabomben die Festungsmauern und ganze Häuser quasi mit Leichtigkeit zerbröselt wurden. Tatsächlich hatte der schwere Beschuß durch die Deutschen dem mächtigen Mauerwerk der Zitadelle nur wenig anhaben können. Der Feuerschlag hatte lediglich die Besatzung geweckt und sie alarmbereit gemacht.
2. Es wird so dargestellt, als ob die Deutschen mit Infanterie und Panzern auf nur mit Gewehren ausgerüstete Verteidiger trafen und diese mühelos zusammenschossen. Tatsächlich verfügten die Verteidiger über Artillerie, Flak und MG in Panzerkuppeln. Beim Vorstoß erlitten die Deutschen dadurch hohe Verluste und kamen im Kasernenkomplex der Zentralinsel sowie im Offiziersklub keinen Schritt voran. Selbst der Einsatz von Sturmgeschützen gegen die Bunker konnte nichts ausrichten.
3. Der Offiziersklub verteidigte sich bis zuletzt. Das Gebäude mußte Stück für Stück gesprengt werden. Kein Mann ergab sich. Im Film ist dies als Einzelereignis überhaupt nicht nachvollziehbar.
4. Nach 8 Tagen hartnäckigster Verteidingung kapitulierte die Festung und 7000 Russen gerieten in Gefangenschaft.
5. Am Ende des Films wird beiläufig erwähnt, dass (20 Jahre nach Kriegsende!) einige der Überlebenden rehabilitiert wurden. Kein Wort darüber, wie schändlich diese nach dem Krieg vom Stalinschen Unrechtssystem behandelt worden waren. Dieses ging nämlich davon aus, das alle die sich im Krieg ergeben hatten, staatsschädliche Feiglinge gewesen seien!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Propagandafilm, 15. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest (DVD)
Der Film ist auf technisch sehr hohem Niveau, anspruchsvolle Bauten und zahlreiche Actionszenen lassen recht wenig Langeweile aufkommen.

Unerträglich wird der Film jedoch durch seine permanente, allen historischen Fakten widersprechende, prosowjetische Propaganda und das Schauermärchen vom kaltblütig Zivilisten abschlachtenden deutschen Landser. Lächerlich die Szene, in der Wehrmachtssoldaten Zivilisten als menschliche Schutzschilde mißbrauchen; grotesk jene, in der ein Lazarett gestürmt wird, und unter Verwundeten ein Massaker angerichtet wird. Hier hat sich der Regisseur wohl eher von dem tatsächlichen Verhalten der Sowjetsoldaten bei der Erstürmung deutscher Lazarette in und um Stalingrad leiten lassen.

Unrealistisch auch die Szenen, in der die Sowjets nahezu unbewaffnet im Nahkampf mit Gewehren und Maschinenpistolen bewaffnete deutsche Soldaten ausschalten.

Am schlimmsten aber gerät die Darstellung der Politkommissare, die für zahllose Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung bzw. die eigenen Soldaten verantwortlich waren, und hunderttausende, wenn nicht Millionen Rotarmisten gnadenlos und ohne Rücksicht auf Verluste ins feindliche Feuer schickten. In diesem Film mutiert der Kommissar zum tapferen, fürsorglichen "Genossen", der in der Reihe seiner Männer heldenhaft sich der deutschen Invasion entgegenstellt. Diese derartige Verdrehung historisch unstrittiger Tatsachen ruiniert einen Film, der ansonsten das Zeug gehabt hätte, anspruchsvolle Unterhaltung zu bieten. Schade!

Aufgrund der technischen Niveaus des Filmes zwei Sterne, obwohl nur einer aufgrund des Drehbuches angemessen wäre.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kommt weder an westliche noch an sowjetische Vorbilder ran, 30. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin Osteuropahistoriker, mit Schwerpunkt auf die Sowjetunion. Ich interessiere mich für Militärgeschichte, obwohl es nicht mein Spezialgebiet ist. Ich schaue gerne Kriegsfilme. Ich habe auch kein Problem mit künstlerischen Freiheiten und Propaganda - im Gegenteil es ist interessant wenn eine Kultur einem Film ihren Stempel aufdrückt.
Umso mehr bin ich selbst überrascht, dass ich dem Film überhaupt nichts abgewinnen konnte. Null!

1. Die Ästhetik: Bei der Ästhetik konnten sich die Macher anscheinend nicht entscheiden, ob sie einen naturalistischen Film machen wollten oder ein Balett, entsprechend weiß der Zuschauer nicht, ob er bei den Einschlägen der Bomben Lust oder Schaudern empfinden soll - am ehesten gar nichts. Die Macher des Filmes haben auch darauf verzichtet Gewalt richtig hässlich darzustellen, weil es wohl nicht ins Konzept eines Propagandafilms passen würde. Immerhin sehen einige der Explosionen ziemlich realistisch aus.

2. Die Personen: Bei einem Film, in dem es nur darum geht, den Tod immer wieder um ein paar Augenblicke hinauszuzögern, ist Empathie für die verschiedenen Personen das A und O. Diese Leute sind aber so glatt, flach und langweilig, dass man nur darauf wartet, bis sie endlich ins Gras beißen. Da hätte ein bisschen mehr Vorgeschichte in der den Personen Tiefe verliehen würde, nicht geschadet. Das könnte von mir aus auch stereotyp sein: der Heißsporn, der Ängstliche, der Idealist usw.

3. Dramaturgie: Es wird (sehr patriotisch) gestorben, der Tod wird hinausgezögert, es werden Deutsche mitgenommen, aber es wird gestorben. Der Junge muss natürlich überleben, denn er erzählt ja die Geschichte. Spannung kann da nicht aufkommen. Selbst der Propagandacharakter des Films kann dem nichts hinzufügen

4. Das Militärische: Ich will mich hier nicht aufregen, von wegen unrealistisch und so. Ich war auch selbst nicht da und je mehr man über den Krieg liest, desto weniger hat man eine klare Vorstellung davon, was eigentlich bei so einer Schlacht stattfindet. Trotzdem: Ich habe da so eine Theorie, dass die Deutschen deshalb soviel Zeit brauchten, die Festung Brest einzunehmen, weil es sich um eine Festung handelte, die als solche eben dafür hergerichtet war, infanteristischen Angriffen standzuhalten. Wenn man sich den Film anguckt, hätten sich die Sowjets aber mit gleichem Ergebnis auf einem Fußballfeld verteidigen können.
Die Soldaten beider Seiten wirken völlig unprofessionell. Anstatt versetzt vorzugehen und einander Feuerschutz zu geben, marschieren sie einfach drauf los. Und wenn sie im Kampf nicht einmal in die Hocke gehen, dann denke ich, dass sie selbst Schuld sind, wenn sie abgeknallt werden.

5. Das Historische: Inwieweit der Film historisch authentisch ist, kann man unendlich viel streiten. Künstlerische Freiheit und verschiedene Blickpunkte sind zulässig. Aber: historischen Kontext gibt es sowieso nur in Minimaldosis, teilweise werden Dinge angedeutet.
Was mich persönlich aufregt, ist dass hier mit dem Motiv gespielt wird, dass es eine schöne friedlebende Gesellschaft gibt und auf einmal der Krieg ausbricht. Da wäre es aufrichtig zu erwähnen, dass die Sowjetunion dieses Gebiet gerade einmal zwei Jahre vorher "befreit" und mit Kollektivierung, Klassenkampf und Terror gesegnet hat. Die Gefängnisse waren voll mit politischen Gefangenen, die auf die Schnelle erschossen wurden, als sich die Rote Armee zurückzog. In der Ukraine und im Baltikum, empfanden zumindest Teile der Bevölkerung die Deutschen anfangs als Befreier, das dürfte im westlichen Weißrussland nicht viel anders gewesen sein.
(Habe bisher irgendwie noch keinen Film gesehen, bei dem gezeigt würde, wie die Wehrmacht mit Blumen begrüßt wird, oder wie sie politische Gefangene befreit und von den Kommunisten geschlossene Krichen wieder aufmacht. Sowas provokantes könnte aber nur Paul Verhoeven ("Black Book") machen, ohne als Nazi beschimpft zu werden.)

6. Symmetrie: Die Deutschen sind völlig persönlichkeitslos. Die Somalier in Black Hawk Down und die Orks in Herr der Ringe hatten mehr Charakter. Da ist es wieder fast schon egal, ob sie sterben oder die Zivilbevölkerung massakrieren.

Fazit: Es gibt viele bessere Filme. Wenn man unbedingt einen neueren russischen Action-Kriegsfilm mit Pathos haben will, da sind die Neunte Kompanie und Der Admiral besser. Wenn jemand russische Filme zum Zweiten Weltkrieg sehen will, dem seien sowjetische Filme der 50er bis 70er Jahre nahegelegt. Wer sich einen Film zu den Leiden der Zivilbevölkerung antun will, kann "Komm und sieh" von 1985 schauen. Psychologisch grausem und mit einer konsequenteren Ästhetik.
Zur Ostfront gibt es den vielleicht nicht so realistischen und ziemlich schlecht geredeten, aber dramaturgisch gelungenen "Duell - Enemy at the Gates".
Was realistische Kampfdarstellungen anbelangt, scheinen mir Filme wie "Black Hawk Down" und "Wir waren Helden" in einer völlig anderen Liga zu spielen. Die Liste guter Kriegsfilme ist lang, dieser Film kommt da nicht drauf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Kriegsfilm, 18. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest (DVD)
Der Film zeigt, soweit meine Geschichtskenntnisse reichen, den Kampf um die Festung aus Sicht der Soldaten und Zivilisten recht realistisch. Leider fehlt ein Aspekt, der aber aus der Sicht der Eingeschlossenen nicht erkennbar war. Die Festung wurde von den deutschen Angriffskräften so schnell umgangen, dass selbst der sowjetischen Militärführung der "Heldenkampf" bis weit nach dem Krieg verborgen blieb. Letztlich war der Kampf strategisch weitgehend sinnlos. Ob die Bindung von Feindkräften mit derartigen Verlusten sinnvoll war, ist Ansichtssache. Das gezeigte Panzerauto, war übrigens nicht zum Spaß gekommen. Es hat Archivmaterial der Festung gerettet, was aber etwas später doch in Feindeshand fiel. Wer nicht in der DDR aufgewachsen ist, für den ist der Fim sicher eine Bereicherung des Geschichtsbildes. Ich sammle alle derartigen Filme mit einigermaßen richtiger Darstellung, besonders wenn auch die Darstellung gelungen ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen anspruchsloser Propaganda-Streifen ....... grenzt an Geschichtsfälschung ..., 6. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest (DVD)
Zur Handlung des Films wurde denke ich schon genug geschrieben ........... eine kleine russische Kampfgruppe trotzt der deutschen Invasion in der alten Festung von Brest-Litowsk bis zur letzten Patrone.

An sich verspricht das schonmal gute Unterhaltung, nur leider geht die interessante Idee schnell im patriotischen Geblubber unter.

Polit-Komissare werden als gütige "Genossen" dargestellt, die Deutschen marschieren trottelig vor und geben sich jede Mühe niedergemäht zu werden ...... die schweren Waffen der Festung werden unterschlagen um den Kampf der Rotarmisten noch heroischer darzustellen.

Die Nazis werden auch meistens gar nicht erst erschossen sondern kriegen einfach einen Gewehrkolben auf's Maul ........ oh man oh man ........ Wirklich lächerlich ist, dass die disziplinierte 1. Linie der Deutschen (sofern noch nicht von Genosse Komissar erschlagen) Zivilisten, Kinder und Verwundete abschlachtet und sogar Frauen vergewaltigt ........, dass gab es so einfach nicht! Bei der später in Deutschland anrückenden Roten Armee ist soetwas allerdings tausendfach dokumentiert ......

Unterm Strich ein Propaganda-Meisterwerk, dagegen sind die Anglo-Amerikanischen Produktionen fast nüchtern ..........
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut gemachter Antikriegsfilm, 20. September 2011
Von 
Joe D. Foster (www.myrevelations.de) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Festung von Brest war im Zweiten Weltkrieg ein mehr oder weniger bedeutsamer Ort (strategisch gesehen wohl weniger, für die russische Propaganda eher mehr), der 1939 von den Deutschen während des Polenfeldzuges eingenommen wurde. Später wurde die Festung russische Hand gegeben, um dann im Jahre 1941 wieder Mittelpunkt eines deutschen Angriffs zu sein. Hier setzt die Handlung des russischen Antikriegsfilmes "Sturm auf die Festung Brest" ein.
In der Festung lebten seinerzeit ca. 300 Offiziersfamilien und ungefähr 9.000 Soldaten. Plötzlich eines Morgens greifen die Deutschen überraschend an, und die Russen versuchen umgehend eine Verteidigung der Mauern zu organisieren. Die Angriffe werden jedoch heftiger, und nach und nach geht nicht nur die Munition dem Ende zu, sondern auch die Lebensmittelvorräte gehen zur Neige. Ein Plan muss her, die Belagerung zu Durchbrechen, und der Kampf ums nackte Überleben wird immer härter.
Bisher kam ja so einiges an Kriegsfilmen aus russischen Landen. Die meisten der Streifen waren jedoch nur leidlich unterhaltsam, oder stachen nie über das Mittelmaß hinaus. Dies soll sich mit dem Spielfilmdebüt von Regisseur Alexander Kott, aus dem Jahre 2010, jedoch ändern! Lässt man die historischen Ungereimtheiten und den (in dem Genre selbstverständlichen) Pathos mal außer Acht, stimmt hier einfach alles! Die Ausstattung ist sehr gut, die Inszenierung ebenfalls, die Darsteller beherrschen ihre Sachen obendrein. Selbst die Kampfhandlungen sind über jeden Zweifel erhaben, was die Effekte und Machart angeht. Einziges Manko für mich war, dass die Laufzeit ruhig etwas straffer sein dürfte. Für Fans solcher Filme definitiv uneingeschränkt sehenswert.
Die Blu-ray von Ascot Elite Home Entertainment bietet ein richtig gutes Bild was Schärfe und Kontrast angeht, und auch der Sound weiß zu überzeugen. An Extras finden sich auf der Scheibe neben dem Trailer noch eine Programmvorschau und ein Making-Of.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 0 Sterne wären angemessen!, 24. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest (DVD)
Dieser Film mag handwerklich und was Ausstattung und Action angeht mit modernen westlichen Produktionen sehr gut mithalten können, aber was bringt's? Das hat man doch alles schon mal gesehen. Das einzig Neue wäre der Schauplatz. Aber genau das, Wehrmacht vs. Rote Armee, wird einem ungenießbar gemacht durch eine unerträgliche Propaganda, die man eigentlich in unserer Zeit hinter sich gelassen haben müßte. Das übliche Bild von grausamen Deutschen, die morden und vergewaltigen (also alles das tun, was die Russen wenige Jahre selbst machen werden) und von einigen Dutzend Rotarmisten mit Stühlen und Messern niedergemacht werden. Na klar!
Dieser Film ist wirklich Mist!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bin garnicht begeistert !, 21. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film war ziemlich langweilig. Habe ihn einmal gesehen und würde ihn mir nicht wieder ansehen, habe den Film gleich aus meiner Sammlung aussortiert !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warum dreht wer einen solchen Film?, 12. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Sturm auf Festung Brest (DVD)
Voller Erwartung hatte ich mir diesen Film auf Blue Ray zugelegt. Die Verpackung versprach ein spannendes, wahrheitsgetreues Antikriegsdrama. Doch der Film entpuppte sich nach gutem, unterhaltsamen Start schon beim Angriff der Wehrmacht als schlechtes, sich nicht an historische Fakten des Kampfgeschehens haltendes Propagandamachwerk.

So wurden sich dicht durch ein Tor der Zitadelle drängende Zivilisten von grimmig dreinschauenden und hasserfüllte Kommentare von sich gebenden Wehrmachtssoldaten auf 20m mittels 2 Maschinengewehren niedergemäht. Handgranaten wurden zum Spaß auf Verwundete geworfen, ein Lazarett wild schießend erstürmt, Zivilisten bewusst mit Flammenwerfern ins Jenseits befördert.

All diese Dinge sind während des gutdokumentierten Angriffes der 45. Infanterie-Division auf diese Festung NICHT geschehen.

Wikipedia meint: "Beim Sturm auf die Zitadelle von Brest-Litowsk unter Generalmajor Schlieper vom 22.'26. Juni 1941 kamen 482 bis 491 Soldaten vornehmlich durch Scharfschützenbeschuss ums Leben."

Kein heroischer Massennahkampf, kein wahrloses Zivilistenschlachten, sondern Scharfschützenfeuer.

Warum nun muss man all diese nie begangenen Verbrechen in einen solchen Fim einbauen?

Was ist die Intention?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 25 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Sturm auf Festung Brest
Sturm auf Festung Brest von Alexander Kott
EUR 0,00
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen