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5.0 von 5 Sternen Von Göttern und Menschen - und einem ALIEN-Prequel, das keines sein darf...
>>> ZUM FILM <<<
ALIEN-Fans in aller Welt horchten auf, als Ridley Scott vor einigen Jahren ankündigte, ein Prequel zu seinem eigenen SciFi-Meilenstein aus dem Jahre 1979 drehen zu wollen. Als dann im Laufe der PROMETHEUS-Vorproduktionsphase bekannt wurde, dass er doch kein ALIEN-Prequel, sondern stattdessen - vereinfacht gesagt - einen...
Vor 21 Monaten von H. Weisser veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts Halbes und nichts Ganzes. Gedanken über "Prometheus"
Ich habe mir den Film inzwischen viele Male auf DVD angesehen und kann nicht behaupten, dass er mir jetzt besser gefällt als seinerzeit im Kino. Die zu Recht gelobten optischen Schauwerte können einfach nicht über die eklatanten Mängel des Drehbuches hinwegtäuschen. Bei einem Projekt dieser Größenordnung und einem Regisseur dieses...
Vor 7 Tagen von Gusti Daimchen veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts Halbes und nichts Ganzes. Gedanken über "Prometheus", 24. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen (DVD)
Ich habe mir den Film inzwischen viele Male auf DVD angesehen und kann nicht behaupten, dass er mir jetzt besser gefällt als seinerzeit im Kino. Die zu Recht gelobten optischen Schauwerte können einfach nicht über die eklatanten Mängel des Drehbuches hinwegtäuschen. Bei einem Projekt dieser Größenordnung und einem Regisseur dieses Kalibers sollten solche Mängel eigentlich nicht auftreten! Bedenkt man, wieviele Millionen in den Film investiert wurden, dann ist es besonders ärgerlich, dass das Drehbuch so viele Mängel aufweist. Meiner Meinung nach rühren die Schwächen des Drehbuchs daher, dass die beiden Fassungen - die erste von Jon Spaihts und die zweite von Damon Lindelof - auf schlampige und nachlässige Weise miteinander kombiniert wurden (das Drehbuch von Spaihts ist im Internet verfügbar und kann mit dem Film verglichen werden). Aus der Kombination ist ein eigenartiger Zwitter entstanden. Der ganzen Geschichte von "Prometheus" haftet etwas Unausgereiftes und Halbfertiges an. Man gewinnt den Eindruck, dass viele Dinge nicht zu Ende gedacht wurden. Um wieviel besser wäre der Film, wenn am Drehbuch mit der gleichen Sorgfalt und Hingabe gearbeitet worden wäre wie an der opulenten Ausstattung! Es folgen einige Kritikpunkte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Ich werde nicht auf Punkte eingehen, die schon oft genug kritisiert wurden (z.B. das dilettantische, unprofessionelle und fahrlässige Verhalten der Wissenschaftler nach der Landung; Shaws erstaunliche körperliche Einsatzfähigkeit nach der Operation).

1. Zu wenig Hintergrundinformationen über wichtige Figuren und ihre Motive

Das Spannungsverhältnis zwischen Shaws Glauben einerseits und ihrer Geistes- und Arbeitseinstellung als Wissenschaftlerin andererseits wird nicht problematisiert. Lassen sich Glauben und Wissenschaft so leicht in Einklang bringen, wie es hier geschieht? Es ist nicht erkennbar, wie gläubig Shaw eigentlich ist, wie tief ihr Glaube ist. Die Glaubensproblematik wird zu keinem Zeitpunkt ernst genommen und vertieft; sie wird stattdessen vollkommen oberflächlich behandelt. Als Archäologin müßte Shaw doch eine gesunde Skepsis gegenüber der Auffassung besitzen, das Leben auf der Erde im Allgemeinen und der Mensch im Besonderen seien aus dem Schöpfungsakt einer über- bzw. außerirdischen Macht hervorgegangen. Eine Archäologin, die kreationistischen Ideen anhängt, ist für mich ein Widerspruch in sich. Was ist eigentlich Holloways Motivation? Er sucht ebenfalls nach den vermeintlichen Schöpfern der Menschheit, gibt sich aber an keiner Stelle als religiös bzw. gläubig zu erkennen. Er gleicht eher einem abenteuerlustigen Jungen als einem Wissenschaftler. Glaubt er an die Erschaffung der Menschen durch Außerirdische, ohne religiös zu sein?

2. Das rätselhafte und widersprüchliche Verhalten des Androiden David

Auch hier fehlen Informationen zum Background der Figur. Wie "alt" ist David eigentlich? Ist er relativ "neu" bzw. "jung", oder steht er schon viele Jahre in Weylands Diensten? Davids Alter ist nicht unerheblich in Hinblick auf die Frage, ob der Androide irgendwann begonnen hat, ein eigenes Bewußtsein zu entwickeln und eigene Pläne zu verfolgen (entgegen den Intentionen seiner Schöpfer, die diese Verselbständigung sicher nicht gewollt haben). Wie ist Davids widersprüchliches Verhalten zu erklären? Erst rettet er Shaw, als sie in den Sturm gerät, aber schon wenig später versetzt er Holloways Champagner mit der schwarzen Flüssigkeit, ohne zu wissen, was das eigentlich ist und welche Konsequenzen sein Handeln haben könnte. Er nimmt damit eine potentielle Gefährdung der ganzen Crew in Kauf! Handelt er dabei aus eigenem Antrieb oder auf Geheiß Weylands? Sollte ersteres der Fall sein, dann stellt sich die Frage, wie David unabhängig von seiner "Programmierung", nämlich den Menschen zu Diensten zu sein, eigene Ziele verfolgen kann, die zudem potentiell schädlich für seine Umgebung sind. Was hätte er als Androide überhaupt von seinem eigenmächtigen Handeln/Experimentieren, abgesehen von der Akkumulation von noch mehr Wissen? Fühlt sich David von Holloways Bemerkungen, er sei kein richtiger Mensch, gekränkt? Wenn ja, wie kann sich ein Androide, der doch keine menschlichen Emotionen hat, gekränkt fühlen? David weiß, dass er ein Androide ist; daher kann es doch keine Kränkung sein, wenn Holloway ihn auf diese unstrittige Tatsache anspricht.

3. Überflüssige Figuren

Auf den Geologen Fifield und den Biologen Milburn hätte man getrost verzichten können. Den Zuschauern wären dadurch einige sehr alberne Szenen erspart geblieben. Die Figur Holloway hätte vollkommen ausgereicht, um die mutierende Wirkung der schwarzen Flüssigkeit zu demonstrieren. Die Mutation Fifields fügt der Handlung nichts Wesentliches hinzu. Der Grund für Fifields Rückkehr ist denkbar banal - da der Film seinem Ende zustrebt, müssen rasch die bedeutungslosen Nebenfiguren "entsorgt", d.h. getötet werden. Fifield erledigt das sehr "effizient". Nach getaner Arbeit wird er selbst entsorgt. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Im Übrigen bleibt unklar, warum die schwarze Flüssigkeit Fifield in ein aggressives Monster verwandelt, Holloway jedoch nicht (eine Frage der Dosis?).

Auch Vickers halte ich für verzichtbar. Es ist nicht nachvollziehbar, warum sie an einer Expedition teilnimmt, an deren Sinn sie offensichtlich zweifelt. Genauso gut hätte sie ihren Vater allein ins All fliegen lassen, auf seinen Tod spekulieren und sich die Kontrolle über das Unternehmen sichern können. In der Langfassung des letzten Gesprächs zwischen Vater und Tochter wird ja deutlich, dass Vickers den Tod des Vaters geradezu herbeisehnt ("Ich bin es leid, auf den letzten Atemzug aus deinem Mund zu warten"). Vickers ist letztlich nur deshalb an Bord, weil irgendjemand die Mission leiten muß, bevor Weyland geweckt wird, nicht aber, weil sie selbst ein Interesse an der Mission hat. In Spaihts' Drehbuchfassung ist Vickers nicht Weylands Tochter, sondern lediglich seine "rechte Hand". Sie wird von ihrem Chef mehr oder weniger zwangsverpflichtet, an der Mission teilzunehmen. Es war unnötig, aus Vickers Weylands Tochter zu machen, zumal im Film nicht klar wird, woher eigentlich die Spannungen zwischen Vater und Tochter rühren (soll etwa die Langlebigkeit des Vaters der Grund dafür sein?) und warum Weyland David seiner leiblichen Tochter vorzieht. Der Verzicht darauf, eine Erklärung für die angespannte Dreiecksbeziehung zwischen Weyland, Vickers und David zu geben, steht stellvertretend für so viele Elemente der Story, die nur oberflächlich und halbherzig abgehandelt werden.

4. Überflüssige Handlungselemente

Das Techtelmechtel zwischen Vickers und Janek ist einfach nur albern. Gab es keine bessere Lösung, Janek von der Brücke verschwinden zu lassen, so dass niemand bemerkte, was im Laufe der Nacht mit Fifield und Milburn passierte?

5. Offenkundige Handlungslücken; Handlungen, die ohne Konsequenzen bleiben

Nach Holloways Tod gibt David Shaw ein Beruhigungsmittel, sie schläft ein. Später erscheinen zwei Crew-Mitglieder, um sie in einen Antikontaminationsanzug zu stecken und aufs Cryo-Deck zu bringen. Shaw überwältigt beide und flieht. Niemand stellt ihr nach, niemand sucht sie, obgleich der Verdacht besteht, dass sie ähnlich wie Holloway infiziert sein könnte. Ohne von irgendjemandem gestört zu werden, unterzieht sich Shaw in Vickers' Quartier einer Operation. Wo ist Vickers zu diesem Zeitpunkt? Blutverschmiert taucht Shaw nach dem Eingriff in Weylands Kabine auf. Niemanden interessiert es, was mit ihr geschehen ist, selbst David nicht, der als einziger weiß, warum Shaw die Operation durchgeführt hat. Ford, die von Shaw brutal niedergeschlagen wurde, hilft wenig später Weyland, als dieser sich für die Fahrt in die Pyramide vorbereitet - als wäre zuvor nichts Dramatisches passiert. Shaws Attacke ist längst vergessen (und verziehen?).

6. Unlogisches; Unverständliches; Unglaubwürdiges

Warum handelt es sich bei der Sternenkonstellation, die Shaw und Holloway bei ihren Forschungen entdecken, nicht um das System, in dem sich der Heimatplanet der Konstrukteure befindet? Warum haben die Konstrukteure den Menschen Hinweise auf ein Sternensystem gegeben, das nur eine Art Militärbasis beherbergt, wo Massenvernichtungswaffen hergestellt bzw. aufbewahrt werden? Was könnten sie mit diesem Hinweis bezweckt haben? Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Im Film gibt es kein Indiz, dass der Mond LV 223 in der Vergangenheit jemals etwas anderes war als eine Art Militärbasis. Warum glaubt Shaw, der Hinweis auf die Sternenkonstellation sei eine "Einladung"? Damit unterstellt sie ja, dass die Konstrukteure glaubten/hofften/vorhersahen, die Menschheit würde eines Tages technisch so weit fortgeschritten sein, dass sie ins Weltall vorstoßen und der "Einladung" folgen würde. Abgesehen von Shaws irriger Vermutung gibt es im Film jedoch keine schlüssige Erklärung für den Hinweis der Konstrukteure auf diese spezielle Sternenkonstellation. Und der Hinweis kann ja nur von den Konstrukteuren stammen. Von allein - und unabhängig voneinander - wären die alten Kulturen (Sumerer, Maya usw.) nicht auf dieselbe Konstellation gekommen. Für mich ist dieser Punkt das anschaulichste Beispiel dafür, wie bestimmte Elemente der Geschichte einfach nicht gründlich durchdacht wurden.

Ein weiteres Beispiel: Als David nach Holloways Tod Shaw untersucht, nimmt er ihre Kette mit dem Kreuz an sich. Später stellt sich heraus, dass er das Kreuz in seinen Werkzeuggürtel gesteckt und mitgenommen hat, als er mit Weyland in die Pyramide ging. Doch warum und wozu nimmt David das Kreuz mit? Warum fragt Shaw am Ende des Filmes David, wo ihr Kreuz ist? Naheliegend wäre es doch zu vermuten, dass David das Kreuz an Bord der "Prometheus" gelassen hat, es also verlorengegangen ist. Wie kommt Shaw darauf, David könnte das Kreuz bei sich haben? Auch dafür gibt es keine plausible Erklärung. Die Szene soll offensichtlich noch einmal Shaws Religiosität illustrieren (oder einfach ihre Anhänglichkeit an des Kreuz ihres Vaters), aber logisch ist sie nicht.

Noch ein Beispiel: Die Katastrophe in der Militärbasis der Konstrukteure liegt ungefähr 2.000 Jahre zurück. Doch als David den noch lebenden Konstrukteur weckt, erhebt sich dieser, als hätte er nur ein kurzes Nickerchen gemacht. Er ist sofort voll "einsatzfähig". Das Gleiche gilt auch für sein Raumschiff. Das ist ja tolle Technik, die nach zweitausendjähriger Ruhephase wie am Schnürchen funktioniert!

Ein letztes Beispiel: Als sich Shaw in Vickers' Modul gerettet hat, wird sie von David gewarnt, der Konstrukteur sei hinter ihr her. Aber woher weiß David, was der Konstrukteur tut, nachdem der sein abgestürztes Raumschiff verlassen hat? David kann doch gar nicht wissen, was sich außerhalb des Schiffes abspielt und wohin sich der Konstrukteur begibt.

7. Kleinere handwerkliche Schnitzer, z.B. unklarer Verbleib einiger Crew-Mitglieder

Laut Abspann gehören zur Crew vier Mechaniker und vier "Söldner". Als Shaw nach der Operation auf Weyland stößt, sind neben David drei Söldner im Raum (einer betätigt sich dabei als eine Art Krankenpfleger). Fifield tötet im Hangar mehrere Männer, ohne dass klar wird, wieviele Tote es insgesamt gibt. Fifield wird von einem Truck überrollt. Es ist klar erkennbar (an den Gesichtern), dass es einige der Söldner sind, die auf Fifield schießen, ehe er überrollt wird. Drei Söldner halten Wache, als Vickers ihren Vater aufsucht (zwei an der Tür, einer im Raum). Nur einer der Söldner begleitet Weyland in die Pyramide. Wo sind die beiden anderen, die zuvor in Weylands Quartier Wache standen? Was wird aus ihnen? Sind sie noch an Bord der "Prometheus", als Janek das Schiff des Konstrukteurs rammt? Sie können nicht Fifields Attacke zum Opfer gefallen sein, da Fifield getötet wird, bevor Vickers zu ihrem Vater geht, der noch immer mindestens drei der vier Söldner zu seiner Verfügung hat.

Wie man an diesen Beispielen sieht, wurde bei der Erstellung der letztendlich verwendeten Drehbuchfassung vieles nicht konsequent zu Ende gedacht sowie auf innere Kohärenz und Logik hin abgeklopft (Motive und Handlungen einzelner Figuren; verschiedene Elemente des Plots usw.). Der Mangel an Sorgfalt und Umsicht ist überall zu spüren. Unter einem "wasserdichten" Drehbuch stelle ich mir etwas anderes vor. Ein Roman-Manuskript mit ähnlichen Mängeln würde von jedem Verlag entweder abgelehnt oder zu einer gründlichen Überarbeitung zurückgegeben.

Bleibt zuletzt die Frage, ob man sich wünschen soll, dass "Prometheus" fortgesetzt wird. Es ist zweifelhaft, ob Hollywood genug Kreativität aufbieten kann, um eine Geschichte zu entwickeln, die "Prometheus" sinnvoll fortführt, offene Fragen beantwortet und zu guter letzt einen Bogen zur "Alien"-Saga schlägt. Diese Aufgabe ist kaum zu stemmen. Für eine Fortsetzung kommt eigentlich nur Shaws Reise zur Heimatwelt der Konstrukteure in Frage. Zumindest müßte diese Geschichte im Mittelpunkt des Films stehen. Alle anderen Story-Elemente (etwa Forschungen nach dem Verbleib der "Prometheus") müßten demgegenüber eine untergeordnete Rolle spielen. Verzichtet man darauf, Shaws weiteres Schicksal zu erzählen, würde das wie feiges Zurückweichen vor einer immens schwierigen Aufgabe wirken. Ich möchte nicht in der Haut des Autors stecken, der das Drehbuch für die Fortsetzung schreibt. Mit dem Ende von "Prometheus" (Shaws Aufbruch zur Heimatwelt der Konstrukteure) wurde eine hohe Hürde errichtet, die erfolgreich zu überspringen ein ungewöhnliches Maß an Kreativität erfordert.

Davon abgesehen müßte eine Fortsetzung - egal ob in einem Teil oder mehreren Teilen - folgende konkrete Fragen beantworten:

1. Was genau hat es mit der schwarzen Flüssigkeit auf sich? Woher stammt diese Substanz, ist sie natürlichen Ursprungs? Folgt man "Prometheus", dann hat sie mindestens zwei Wirkungen - zum einen Auflösung eines Organismus bis auf die zelluläre Ebene mit nachfolgender Neukombination der DNA (der sich opfernde Konstrukteur am Anfang des Films), zum anderen Auslösung von Mutationen, die nicht zum Zerfall des Organismus führen (Holloway, Fifield).

2. Haben die Konstrukteure alles Leben auf der Erde erschaffen oder nur die Menschen? Trifft ersteres zu, so stellt sich die Frage, wie dieser Schöpfungsakt mit der uns bekannten Erdgeschichte und der Geschichte des Lebens auf der Erde in Einklang zu bringen ist. Die Konstrukteure müßten dann eine Spezies sein, die selbst Milliarden Jahre alt ist. Um ehrlich zu sein: Am meisten hat mich an "Prometheus" diese Anlehnung an pseudowissenschaftliche Theorien von der Schöpfung des Lebens/des Menschen durch Außerirdische gestört. Das ist doch alles hanebüchen! Da für "Prometheus" aber nun mal dieser Ausgangspunkt gewählt wurde (aus meiner Sicht eine gravierende Fehlentscheidung), muß der Faden in der Fortsetzung aufgenommen und fortgesponnen werden.

3. Warum wollten die Konstrukteure die Menschheit vernichten?

4. Ist das Xenomorph eine natürlich vorkommende Spezies (also nach menschlichem Verständnis ein Tier) oder eine von den Konstrukteuren geschaffene Biowaffe? Darüber wird ja seit langem diskutiert (ich neige der ersten Variante zu, denn als Biowaffe finde ich das Xenomorph unnötig kompliziert). Beide Varianten bieten faszinierende Möglichkeiten für weitere Geschichten und Filme. Im ersten Fall könnte man versuchen, das Geheimnis der Heimatwelt des Xenomorphs zu lüften (Sigourney Weaver hat das mehrfach als Grundidee für einen potentiellen Film "Alien 5" vorgeschlagen). Ist das Xenomorph hingegen eine Biowaffe, dann stellt sich die Frage, gegen welche Feinde die Konstrukteure eine so furchtbare Waffe eingesetzt haben - sicher nicht gegen irgendwelche primitiven Einzeller. Gibt es im Universum also noch andere intelligente Spezies, und gerieten diese in Konflikt mit den Konstrukteuren?

5. Wie erfuhr Weyland Yutani von der Existenz des außerirdischen Raumschiffs auf LV 426 und seiner Fracht? Das Unternehmen scheint ja eine ungefähre Vorstellung von der Natur der Fracht zu haben, wie der Geheimauftrag an den Androiden Ash impliziert. Ich habe mich immer gefragt, warum die "Nostromo" das erste Schiff war, das das Signal von LV 426 empfangen hat. Das ist doch recht merkwürdig. Wenn man annimmt, dass die "Nostromo" und andere Schiffe auf bestimmten Standardrouten fliegen, dann hätte das Signal von LV 426 schon früher von einem anderen Schiff empfangen werden können.

So, damit soll's genug sein.
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1.148 von 1.408 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Visuell unglaublich beeindruckend - vom Drehbuch her totaler Käse, 13. Dezember 2012
The Prometheus Scientist's Survival Pop Quiz 2.0
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by Arthur J Bullock Jr - Übersetzung von Techflaws

Sind deine Überlebensinstikte so geschärft wie die der Wissen-
schaftler an Bord der Prometheus? Lass es uns herausfinden.

Du, ein Wissenschaftler, bist mit einem Team Kollegen auf einem
fremden Planeten auf der Suche nach außerirdischem Leben gelandet.
Was würdest du in folgenden Situationen tun?

1. Bei Ankunft und dem ersten Betreten von etwas, das wie eine
erbaute Höhle aussieht, setzt du High-Tech-Scanner- und
-Kartographie-Sonden aus. Wirst du:

A) Auch den Androiden deiner Crew losschicken um nach möglichen
Gefahren zu suchen und warten, bis die Sonden fertig mit dem
Scannen und Kartographieren sind, bevor du mit dem Erforschen
beginnst?
B) Dich frech ins Unbekannte stürzen und die Entdeckungen deiner
Ausrüstung später konsultieren, wobei du jegliche Echosignale
außerirdischen Lebens als Fehlfunktion abtust?

2. Während du dich durch die Höhlenstruktur dieses Planeten bewegst,
entdeckst du das Vorhandensein von Sauerstoff in der Luft.
Wirst du:

A) Deinen Helm fest geschlossen lassen, weil sich allerlei unbekannte
Elememente, Bakterien, Pathogene, Überträger und andere schädliche
Substanzen, die von deiner Ausrüstung nicht zu erkennen sind, in
der Atmosphäre befinden könnten?
B) Schnell deinen Helm abziehen, NACHDEM du gesagt hast, was für eine
idiotische Idee das sei, weil der Teenager-Wissenschaftler, der
die Luft ausreichend durch ein paar kurze Atemzüge getestet hat,
Gruppenzwang auf dich ausübt?

3. Der Androide deiner Crew scheint schnell die Sprache der
Inschriften in der Höhle erlernt zu haben. Wirst du:

A) Ihn bitten, alles zu übersetzen und diesen Wissensschatz ab sofort
mit allen zu teilen?
B) Ihn wie ein rothaariges Stiefkind behandeln und ihn für den Rest
der Mission ignorieren?

4. Als Wissenschaftler auf der Suche nach außerirdischem Leben stößt
du in der Höhlenstruktur zufällig auf eine verstorbene außer-
irdische Lebensform. Wirst du:

A) Die Begeisterung über deine Entdeckung zügeln und dich auf
Untersuchung, Probenentnahme und weitere Tests vorbereiten?
B) Dir vor Angst in die Hose machen und beim Versuch zum Schiff
zurückzukehren wild drauflos rennen, bis du dich völlig in der
Höhle verlaufen hast, und dich weigern, die Kartographierwerkzeuge
zu nutzen, obwohl du zufällig DER Experte für deren Nutzung bist?

5. Nachdem du dich in der Höhle verlaufen hast, erfährst du, dass
dich ein Sturm draußen daran hindern wird, vor dem nächsten Morgen
zum Schiff zurückzukehren. Wirst du:

A) Deine Kartographierwerkzeuge rausholen um deine Position und
Ausstiegsstrategie zu bestimmen? Oder, wenn du dieser Logik schon
nicht folgst, wenigstens die Crew des Schiffs bitten, dich mit
ihrer 3D-Karte, die deine Position anzeigt, durch die Höhle zu
führen?
B) Entscheiden, dass eine Erforschung der Tiefen der Höhle, um dich
durch die Entdeckung weiterer verstorbener Außerirdischer noch mehr
zu ängstigen, der logischte Zeitvertreib ist?

6. Nachdem dem du durch die komplette spukhausähnliche Höhlenstruktur
gewandert bist, entscheidest du dich, den Eingangsraum aufzusuchen,
der dich überhaupt erst in Angst versetzt hat. Unglücklicherweise
triffst du dort auf ein lebendiges Alien, das an eine große
Schlange erinnert, die anfängt, wie eine Königskobra zu drohen und
zu zischen. Wirst du:

A) Ihr ins Gesicht schießen und um dein erbärmliches Leben rennen?
B) Entscheiden, dass du nur vor toten Aliens Angst hast statt vor
lebendigen und dann versuchen, das aggressive Schlangen-Alien
mit deiner Hand zu streicheln?

7. Nach der Entdeckung eines auf wundersame Weise konservierten 2000
Jahre alten, abgetrennten Alien-Kopfes, tütest du ihn in deinen
zuverlässigen Schnellverschlussbeutel ein und kehrst mit der
Trophäe zum Testen aufs Schiff zurück. Wirst du:

A) Eine Probe nehmen und dir zuerst die DNS ansehen?
B) Deiner wohligen Erinnerungen an Frankenstein gedenken, Stammzellen
zur Reanimation in den locus coeruleus injizieren und die Ampere
so weit aufdrehen, dass der Alien-Kopf explodiert und dann deine
Tests machen?

8. In der Höhle gelingt dir die Entnahme einer geringen Menge
schwarzen Klebezeugs, das lebendig zu sein scheint. Wirst du:

A) Einen Tropfen auf einen Objektträger geben und ihn unter dem
Mikroskop betrachten?
B) Entscheiden, dass die wissenschaftliche Methode von Kleinkindern
am erfolgversprechendsten und schnellsten ist und daher heimlich
einen Tropfen in einen Drink geben, den du dann einem Wissen-
schaftler anbietest, um zu sehen was passiert?

9. Von einer unbekannten Krankheit wird dir unheimlich schlecht und
du siehst eine wurmartige Alien-Larve aus deinem Auge krabbeln.
Wirst du:

A) Dich selbst unter Quarantäne stellen und die anderen Crew-
Mitglieder bitten, dich zu behandeln?
B) So tun, als sei nichts gewesen und als ginge es dir gut und wie
gewöhnlich mit dem Rest der Crew losziehen bis du halbtot
zusammenbrichst?

10. Nach dem Ausbruch einer Infektion und dem Tod-durch-Schlange eines
anderen Wissenschaftlers kehrt der in der Höhle dem Tod über-
lassene vermisste Wissenschaftler als Zombie-Klammeraffe zum
Schiff zurück. Wirst du:

A) Die Tür fest verschlossen lassen, bis du den Zustand des nicht
reagierenden Crewmitglieds durch die überall am Schiff ange-
brachten Kameras feststellen kannst?
B) Die Tür öffnen und allein rausgehen um nachzusehen, dann die
Kreatur treten und ihr dabei den Rücken zukehren, bis sie dir
mit Hilfe ihrer Zombiekräfte das Gesicht zertrümmert?

11. Du stehst, nachdem du ihn aus dem Hyperschlaf geweckt hast, einem
Konstrukteur gegenüber. Wirst du:

A) Versuchen, seine Sprache zu sprechen und dich, deine Crew und
deine Mission vorzustellen?
B) Ihn mit "Deine Mudda ist so fett"-Jokes bombardieren, bis er zum
wütenden Neandertaler wird und dir mit bloßen Händen den Kopf
abreißt?

12. Ein scheibenförmiges Raumschiff rollt ihm letzten Moment seines
Absturzes auf dich zu. Wirst du:

A) Rechtwinklig zum Pfad des Schiffs 10 Meter nach links oder rechts
laufen und es vorbeirollen lassen?
B) In der Hitze des Gefechts die Dampfwalzenszene aus Austin Powers
vergessen und daher eine ganze Minute lang versuchen, dem herab-
stürzenden, kleinstadtgroßen Raumschiff auf seiner Bahn davonzu-
laufen, während es langsam auf dich zurollt?

Wie hast du abgeschnitten? Addiere deine Punktzahl.
Alle As = 1 Punkt.
Alle Bs = 0 Punkte.

Hoffentlich hast du besser als die 0 Punkte der Schauspieler
abgeschnitten, die man direkt aus einem Teenie-Slasher-Film weg
engagiert hat, um sich im Film Prometheus als Wissenschaftler
auszugeben!

"Im Namen aller Wissenschaftler schäme ich mich, Sie zu uns
zählen zu müssen." -Milburn
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beeindruckende Optik, grenzdebiler Inhalt, 20. Januar 2014
Von 
Eldur Verlag GbR (Beutelsend) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Bild: hervorragend.
Ton: hervorragend.
Extras: Vorhanden, aber nichts Weltbewegendes.
Zum Inhalt:
Es ist ein sehr ästhetischer Film mit einigen fast episch zu nennenden Szenen (zu nennen sei u.a. der Kaiserschnitt-Roboter; dagegen kann die klassische Chestbreaker-Szene aus Alien schon fast einpacken).
Ein Forschungsteam landet auf einem Planeten, wo der Ursprung der Menschheit vermutet wird. Oder doch zumindest ein Hinweis darauf, denn auf der Erde haben Urzeit-Höhlenmalereien auf allen Erdteilen den Standort dieses Planeten codiert.
Die Wissenschaftler finden eine Reihe gruseliger Objekte und Lebensformen, u.a. "Übermenschen", die Konstrukteure, welche genau die Rasse mit den hufeisenförmigen Raumschiffen sind, die wir in Alien 1 schon mal gesehen haben.
Bedauerlicherweise verhalten sich die Hauptdarsteller wie Teenager aus einem Billig-Horrorfilm und tun das genaue Gegenteil von dem, was jeder normale Mensch tun würde, mit den aus Horrorfilmen bekannten tödlichen Konsequenzen.
Nur zwei Beispiele, die meine Stirn Bekanntschaft mit der Tischplatte machen ließen:
- Man findet eine Art "Alien-Kobra", die recht bedrohlich aussieht. Anstatt so viele Meter wie möglich zwischen sich und das Vieh zu bringen, versucht einer der Wissenschaftler es mit bloßer Hand anzufassen. Was dann passiert, muss ich nicht verraten, es ist irgendwie extrem vorhersehbar.
- Ein Crewmitglied fühlt sich krank und sieht im Spiegel, wie ein Wurm in seinem Auge rumkriecht. Er tut, was jeder anständige Arbeitnehmer tut: Er geht zur Tagesordnung über.
Nun ja, es wurde an vielen Stellen geschrieben, dass man von Filmen keine Logik verlangen dürfe - von Scifi und Horror schon gar nicht. Da wären dann übernatürliche Erscheinungen und die sich daraus ergebende Dramaturgie gar nicht mehr möglich. Dieser Ansicht erteile ich eine harsche Absage. Eine Geschichte funktioniert erst dann wirklich, wenn er die handelnden Personen glaubhaft darstellt und den Zuschauer kurz vergessen lässt, dass es eine Geschichte ist! Und das kriegen auch Scifi und Horrorfilme hin. In den letzten Jahren habe ich allerdings das Gefühl, es wird immer weniger wichtig für die Produzenten. Alle Energie wird in Special Effects gelegt. Gut, Special Effects sind ja auch was Feines, und seit Krieg der Sterne (1979) wissen wir auch, dass sie mehr als die halbe Miete ausmachen können.
Ich trage diesem Umstand Rechnung, dass ich für den Gesamteindruck 3 Sterne vergebe - der Durchschnitt von den 5 für die Optik und der 1 fürs Drehbuch.
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219 von 284 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Göttern und Menschen - und einem ALIEN-Prequel, das keines sein darf..., 8. Dezember 2012
Von 
H. Weisser "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
>>> ZUM FILM <<<
ALIEN-Fans in aller Welt horchten auf, als Ridley Scott vor einigen Jahren ankündigte, ein Prequel zu seinem eigenen SciFi-Meilenstein aus dem Jahre 1979 drehen zu wollen. Als dann im Laufe der PROMETHEUS-Vorproduktionsphase bekannt wurde, dass er doch kein ALIEN-Prequel, sondern stattdessen - vereinfacht gesagt - einen eigenständigen Film "mit ein wenig Alien-DNA" (Zitat Ridley Scott) drehen wollte, war die Fangemeinde gespalten. Alien ja oder nein? Viel oder wenig Alien? Oder etwas ganz anderes? Ich persönlich vergewisserte mich im Kino vom Ergebnis und verließ die Vorstellung seinerzeit mit gemischten Gefühlen. Nun habe ich dem Film auf Blu-Ray eine zweite Chance gegeben.

PROMETHEUS punktet in erster Linie mit einer sehr dichten und faszinierenden SciFi-Atmosphäre, die von atemberaubenden Bildern getragen wird. Der Zuschauer ist beinahe geneigt, sich in dieser umwerfenden Optik zu verlieren. Außerdem fällt positiv auf, dass sich Ridley Scott bemüht, tatsächlich eine Geschichte zu erzählen, die - was gut ist - nur langsam Fahrt aufnimmt: Die Figuren werden eingeführt und im ersten Akt wird die Rahmenhandlung präsentiert. Erst dann nehmen die Geschehnisse ihren Lauf: Die Spannungssschraube wird angezogen, das Team dezimiert und zahlreiche interessante Fragen werden in den Raum gestellt. Bis dahin ist PROMETHEUS ein Film, der rundherum begeistert.

Allerdings macht das Drehbuch aus der Feder von Damon Lindelof der Qualität des restlichen Films einen großen Strich durch die Rechnung. Zur Erinnerung: Damon Lindelof bewies schon mit LOST, dass er in erster Linie gut darin ist, Fragen aufzuwerfen, statt sie zu beantworten. Mit den letzten Staffeln ist es ihm dann leider "geglückt", die einstmals faszinierende Serie inhaltlich gegen die Wand zu fahren. Fragen über Fragen, die allesamt nur unbefriedigend oder gar nicht beantwortet wurden. Und was macht der Gute mit dem PROMETHEUS-Drehbuch? Siehe LOST... ;-)
Soll heißen: Über zwei Drittel der Spieldauer funktioniert PROMETHEUS hervorragend. Im letzten Drittel enttäuscht er jedoch weitgehend - als eigenständiger SciFi-Film wie auch als einer, der deutliche Bezüge zur ALIEN-Reihe herstellt. Viele Fragen werden aufgeworfen, nur wenige werden beantwortet. Wäre der Film gefloppt, hätte ich nicht die enttäuschten Gesichter derer sehen wollen, die nun damit argumentieren, dass die Fragen sicher alle in der Fortsetzung beantwortet werden. Diese Fortsetzung wurde erst in Auftrag gegeben, als PROMETHEUS zu einem Kassenerfolg wurde...

Auch interessant sind die Stimmen jener, die behaupten, PROMETHEUS sei kein ALIEN-Prequel. Was soll er - der zeitlich vor den ALIEN-Filmen angesiedelt ist - mit seinen zahlreichen Bezügen zu den ALIEN-Filmen, denn sonst sein? Vorspann, Musik aus ALIEN 1, Weyland, LV-223 (statt -426) inkl. dem außerirdischen Raumschifftyp, den wir alle aus ALIEN & ALIENS kennen, Space Jockeys,... bis hin zum Ende des Films!
Da PROMETHEUS kein ALIEN-Prequel sein darf und trotzdem viele unübersehbare Bezugspunkte bietet, wirkt er für mich im Ergebnis sehr unentschlossen und unfertig - weder Fisch noch Fleisch. Und dass Ridley Scott beinahe gebetsmühlenartig wiederholt hat, dass PROMETHEUS kein ALIEN-Prequel sei, so ist dies für mich darauf zurückzuführen, dass er die "Fisch und Fleisch"-Problematik selbst sehr früh erkannt hat...

Aber wie auch immer: PROMETHEUS ist ein Film, den ich trotz aller Schwächen empfehlen kann. Die erhoffte Granate ist er allerdings nicht. Ich muss jedoch sagen, dass er mir nun, da ich ihn ein zweites Mal auf Blu-Ray sehen konnte, besser gefiel als seinerzeit im Kino.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
WOW! Das 2D-Bild begeistert auf ganzer Länge. Knackscharf und ohne erkennbare Artefakte / ohne erkennbares Rauschen wird ein glasklares Bild geboten, das ich in der Form bei bisher nur wenigen Blu-Ray-Transfers gesehen habe. Außerdem stimmen die wichtigen Werte wie Kontrast und Schwarzwert, so dass auch die 2D-Fassung schon beinahe plastisch wirkt. Insgesamt ein Referenzbild, das viel Freude bereitet.

TON (gehört mit 7.1-Set)
Der Ton wird nur in der englischen Sprachfassung im hochauflösenden 7.1 DTS HD MA-Format dargeboten. FDie deutsche Sprachfassung liegt hingegen nur im herkömmlichen DTS 5.1-Format vor. Aber auch, wenn deutliche Unterschiede zu hören sind - entsprechendes Equipment vorausgesetzt - so dürfte die überwiegende Mehrheit der Zuschauer mit der deutschen Tonspur mehr als zufrieden sein: Bassgewaltig, dynamisch und mit permanenten Surroundeffekten präsentiert sich der deutsche Ton. So macht Surround-Sound großen Spaß!

EXTRAS
- Audiokommentar von Ridley Scott: Wie immer sehr interessant, wenn der Meister selbst plaudert!
- Audiokommentar der Drehbuchautoren
- Entfallene und alternative Szenen: Sie sind interessant und zeigen in Summe, wie der Film vermutlich ausgesehen hätte, wenn die einstmals angekündigte verlängerte Fassung auf Blu-Ray erschienen wäre.
- die Peter Weyland-Akten
- BD-Live-Zugang
- Wendecover

>>> FAZIT <<<
PROMETHEUS ist ein Film, bei dem sich ein mehrmaliges Anschauen zweifelsfrei lohnt. Ich persönlich sehe ihn heute in einem positiveren Licht als nach meinem Kinobesuch. Er ist mehr als nur ein durchschnittlicher Film, wenn auch inhaltliche Schwächen verhindern, dass er von mir die uneingeschränkte Zustimmung erhält. Ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung, bei der, wie ich am 23.12.12 gelesen habe, tasächlich nicht mehr Damon Lindelof als Drehbuchautor engagiert werden soll. Grund ist scheinbar u.a. auch die massive Kritik am PROMETHEUS-Skript. Für Teil 2 gibt es also Grund zur Hoffnung... ;-)
Die Blu-Ray selbst begeistert sowohl beim Bild als auch beim Ton -> Film: knappe 4 Sterne / Technik: dicke 5 Sterne
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Alien? Nein danke, 3. Februar 2014
zugegeben, ich hatte mich im Voraus nicht wirklich informiert und war etwas überrascht, wie eklig es manchmal in dem Film zu ging...aber es war mir irgendwie klar (ohne Vorwissen), dass es was mit Alien zu tun hatte. Hielt dies allerdings irgendwie eher für Zufall.

Wie in vielen Rezensionen (die ich leider erst jetzt gelesen habe) schon beschrieben sind da so unglaublich viele Logikfehler drin, dass es echt schon weh tut.
Abgesehen davon, was will mir dieser Film sagen?
Interessante Fragen aufgeworfen? JA!
irgendetwas beantwortet? NEIN!
Warum handelt David so wie ers tut? Warum rennen die Frauen (und auch Männer) in Filmen immer in die Richtung, in die es unmöglich ist zu entkommen?
Und vor allem: Aus welchem Material (billigspoiler) bitte ist der Felsbrocken, der dem Gewicht des tonnenschweren Raumschiffs standhält und das komplette Moment des Raumschiffs aufhält, obwohl er nur ca. 40cm hoch ist ?!?!?!?
War auch etwas verwirrt von dem Tintenfisch, den sie im Bauch hatte und dem Billigteil von Medipod, das nur "männliche" Operationen möglich sind? Da würd ich beim Hersteller aber sofort reklamieren! Und die Methode die Wunde per Tacker zu klammern...naja, vielleicht irgendwie realistisch, aber in 80 Jahren? Ein super-hochmodernes Teil?!? Naja von mir aus.
Warum ist der Ingenieur so angepisst? Hat der einfach nur schlecht geträumt? Oder hat der David ihn beleidigt? Und warum nochmal wollten die komische Tintenfisch-Aliens zur Erde schicken?
Warum geht ein hochbezahlter Biologe zu einer, einer Kobra seeeehr ähnlich sehenden Schlange, die eindeutig Drohgebärden macht, hin und will sie streicheln, nachdem er vorher vor einem toten Alien abgehauen ist? Warum kann ein Geologe, der die coolen Kartographiesonden mitgebracht hat, keine Karte lesen und verirrt sich? Warum gehen sie in genau den Raum, der ausschlaggebend war für ihre Panik?!?

Ich wollte doch aufhören...naja, kurzum, die Effekte und Bilder waren gut, die Story schlichtweg nicht vorhanden, Logiklöcher so groß, dass ganze Sonnensysteme durchpassen, Schauspieler teilweise gut, konnten den Fil aber deswegen nicht retten.

Fazit: Wenn man nur tolle Effekte sehen will: Kann man anschauen. Wer sich irgendwie erhofft, dass es ein interessanter Film sein könnte: Finger weg!
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Missglücktes Meisterwerk, 30. Dezember 2012
Es ist nicht leicht einem Film eine Wertung zu geben, wenn sich in dem eine solche Meisterschaft mit derart gravierenden, geradezu anfängerhaften Fehlern vereint. Dem Grundsatz gefolgt, dass das Gute immer zuerst zu nennen ist, zunächst die beeindruckenden Erinnerungen an einen phantastischen SiFi-Film.

Die Bilder (gestochen scharf auf Bluray) sind vom ersten Moment an faszinierend und ziehen sofort in ihren Bann. Die Digitalanimationen sind ebenfalls ganz großes Kino. Die Musik, der Sound, alles stimmt bis aufs letzte Detail. Da zeigt sich die Meisterschaft eines großen Regisseurs und aller Mitwirkenden bereits in der ersten Minute. Später kommen die animierten Alienkonstruktionen des Designers Giger hinzu, tausendmal detaillierter, größer, düsterer und mystischer als man es seit ALIEN I je gesehen hat. Insgesamt vermittelt sich auch im Nachhinein der glaubwürdige Eindruck, dass Ridley Scott da nicht etwa einen Film hinschlusen und mal schnell ein paar Dollars verdienen wollte, sondern sich mit seinem ALIEN-Prequel PROMETHEUS alle Mühe gegeben und viel Herzblut darauf verwendet hat. Diese Intention ist auf jeden Fall zu würdigen, zumal sie im überwiegenden Teil des Films auch glücklich umgesetzt wurde.

Zu den schauspielerischen Leistungen ist zu sagen, dass sich da nicht viel geschenkt wurde. Manchmal kam die eine oder andere Bemerkung typisch hollywoodmäßig rüber, was wahrscheinlich am Drehbuch lag, und das Entsetzen angesichts der horroriblen und mörderischen Alien-Fauna hätte mancherseits auch etwas authentischer rüberkommen können. Trotzdem wurde die feine Grenze zur Indignation des Zuschauers nicht wesentlich berührt oder gar überschritten, also alles in allem wurde solide Schauspielkunst abgeliefert.

Die deutsche Synchronisation war nach meiner Beobachtung nicht gut. Oft kam die Stimme einen Tick zu spät nach den Lippenbewegungen. Das hat mich gestört. Wem das auch so gegangen ist, der kann das ja bestätigen.

Vom ersten Moment an war ich in der gespannten Erwartung einer gediegenen Sciencefiction-Story alter Schule, worin ich zum Glück nicht enttäuscht wurde, wenngleich ich hier bereits einschränken muss, dass sich mir die genauen Zusammenhänge der Geschichte erst nach Ansehen des Zusatzmaterials erschlossen haben. Die Story an sich ist gut. Sie ist ein kongeniales Prequel zu den drei ersten Alien-Filmen.

Womit ich leider zu den Dingen kommen muss, die mir an dem Film überhaupt nicht gefallen haben. An diesem Punkt bitte ich vorab um Verzeihung, denn ohne einige Details des Films zu erinnern, kann ich das nicht vermitteln.
Ich weiß nicht ob Ridley Scott - oder wer auch immer - diesen Cut verbrochen hat, aber so funktioniert das keinesfalls. Nach mancher Szene hielt ich mit erstaunt ungläubigem Gesicht den Film an und grübelte: „WtF war denn das eben?!" Warum reißt der dem plötzlich den Kopf ab? Wer war die Frau, die da gerade durchs Bild gepfeffert wurde, oder was will der alte Mann dort überhaupt??? Warum spielt da ein erwachsener und ausgebildeter Mann (Biologe!) in einer düsteren fremden Umgebung sorglos mit gefährlichen Alienwürmern herum, obwohl alle Anzeichen auf Gefahr stehen? Nicht falsch verstehen, nicht nur ich als Zuschauer weiß schon, was das für Dinger sind, sondern die Logholos des Alienraumschiffs waren doch unmissverständlich oder? War das auf einen unterentwickelten Gefahreninstinkt infolge einer Entwicklungsstörung zurückzuführen? Das hatte ja schon fast das Niveau eines Teenie-Horrorfilms. Und die Nummer mit dem Drink ging mir auch erst mal zu weit, denn da musste ich mir hinterher noch selbst Gedanken machen, wie ich mir daraus eine schlüssige Geschichte zusammenreime. Sicher, es gibt ein Stilmittel der Leerstelle, was sehr reizvoll sein kann, wenn der Autor etwas sagen will, was in Worte gefasst banal oder überzogen würde, oder schwer oder gar nicht zu sagen ist. Aber hier ist meiner Meinung nach gepfuscht worden und zwar besonders beim Cut. Bestätigt hat sich diese Vermutung, als ich das Zusatzmaterial angesehen habe. Da wurden dann schließlich viele der Fragen beantwortet, die sich mir bereits während der Betrachtung gestellt haben.

Wenn es nun allein diese und noch die paar anderen kleinen Dinge wären, dann könnte ein Directors-Cut die meisten Missempfindungen heilen und alles wäre gut. Aber da gab es noch eine Sache, die war so unplausibel, dass sie mich fast wild gemacht hat. Nur so viel [Spoiler]: An dem Tag, an dem ich glaube, dass eine Frau mit quer übern Bauch frisch genähtem (eigentlich getackertem) Kaiserschnitt stundenlang durch die Botanik rennen, hüpfen und springen kann, und zum Schluss auch noch krass mit der Axt fightet, ohne innerlich zu verbluten, hab ich wahrscheinlich den Verstand verloren. Und dieses Fragezeichen kriegt kein Cut je aus dem Film wieder raus.

Was also für eine Wertung? Mit Tränen über ein missglücktes Meisterwerk im Sinne von "ungewöhnlich" drei Sterne. Auch für Gigers geniales Design.
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353 von 466 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder SciFi!, 16. August 2012
Leider sind in den letzten Jahren (bzw. Jahrzehnten) SciFi-Filme aus irgendeinem Grund aus der Mode gekommen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, gab es für den Genre-Fan auch nur sehr wenige wirklich nennenswerte Titel (wie z.B. Sunshine). Derart ausgehungert stand für mich eigentlich schon vor dem Start von Prometheus fest, dass ich mir diesen Film 2mal im Kino anschauen werde (das mache ich sonst nicht). ;)

Hier wurde bereits viel über Begeisterung und Enttäuschung geschrieben und gerade beim lesen der negativen Rezensionen fällt immer wieder auf, dass diese aufgrund zu hoher Erwartungshaltungen (frei nach dem Motto: Scott+Alien=Monumentalwerk) und/oder Logikfehler, die oft eigentlich gar keine sind, entstanden sind.

Übersteigerte Erwartungshaltungen kann man bei diesem Film wohl niemandem übel nehmen. Die Namen sprechen schon eine deutliche Sprache und da lässt es nicht vermeiden, dass der ein oder andere enttäuscht ist weil er z.B. keinen beklemmenden SciFi wie z.B. Alien 1 zu sehen bekommt. Denn Prometheus ist vieles, aber auf keinen Fall beklemmend und somit recht weit weg von Alien 1.

Auch sind die hier in manchen Rezensionen aufgeführten (vermeintlichen!) Logikfehler zum Teil so haarsträubende Beispiele, dass man dem Verfasser schlichtweg Unaufmerksamkeit unterstellen muss. Ein "Klassiker" ist da z.B. der nur für Männer kalibrierte Operationstisch. ACHTUNG SPOILER: Wenn man dem Film etwas konzentrierter anschaut, dann weiß man, dass sich dieser Tisch im abgeschotteten Privatteil des Raumschiffes befindet (was zeitgleich auch der erste Hinweis darauf ist, dass Meredith Vickers Weylands Tochter ist bzw. in einem sehr engen Verhältnis zu ihm steht) und davon nur 13 Stück auf der ganzen Erde existieren. Ergo passt dies vorzüglich in das Charakterbild des Weyland dieses seltene Stück Wunderwerk der Technik nur für sich zu beanspruchen. Kurzum...der Tisch gehört Weyland selbst und daher ist dieser nur für Männer kalibriert. Ist das denn so schwer zu erkennen?? SPOILER ENDE

Nichtsdestotrotz hat dieser Film auch seine Logikfehler, aber dennoch halten die sich meiner Meinung nach absolut in Grenzen. Da wird einem aus Hollywood normalerweise WESENTLICH mehr Nonsens aufgetischt. Sieht man dies im Verhältnis kommt der Film meiner Meinung nach eigentlich recht gut weg. Auch will ich es Scott zu Gute halten, dass sich eine frisch operierte Frau am laufenden Band mit Spritzen und Tabletten vollpumpt, um (mit dauerndem Geächze und Gejammer) weiter am bunten Alien-Treiben mitzumischen. Logisch...ein frisch operierter Mensch ist erstmal eine Zeit lang außer Betrieb. Dennoch schickt Scott sie nicht (wie in den meisten anderen Filmen) einfach so wieder auf die Zuschauer los. Immerhin sehe ich hier eine Besserung zum üblichen Hollywood-Brei. Von daher Daumen hoch.

Lange Rede, kurzer Sinn. Jeder Alien Film war anders und für sich betrachtet ein toller Streifen (Ok, Alien Ressurrection fällt schon extrem ab). Daher ordnet sich Prometheus meiner Meinung nach hervorragend in diese Reihe ein. Der Film hat keine Längen, die Logikfehler halten sich in Grenzen, die Charaktere finde ich bis auf Weyland selbst durchweg gut gewählt (im Falle von Fassbender, Theron und vielleicht Rapace sogar hervorragend) und auch der Spannungsbogen passt gut.

Als absolutes Highlight empfinde ich ja die Eröffnungszene, welche die Darwinsche Evolutionstheorie auf den Kopf stellt. Die Szene ist nicht nur sehr gut umgesetzt, sondern auch gleichzeitig der Kern des Films auf welchem viele weitere Entscheidungen und Handlungen aufbauen.

Ich habe mich im Kino als SciFi-Fan 2mal prächtig unterhalten gefühlt und ich freue mich jetzt schon auf den 20 Minuten längeren Director's Cut. Beim 2ten mal anschauen fallen übrigens Kleinigkeiten auf, die man beim ersten Mal übersehen hat...so werden z.B. auch nachträglich Verständnisprobleme oder vermeintliche Logiklücken geschlossen. Dies ist aber wohl ehr ein Problem der dann doch etwas komprimiert wirkenden Story....ich persönlich hätte daher nichts dagegen, wenn der Film 2,5 oder 3 Stunden gegangen wäre, nur damit in der ein oder anderen Szene etwas mehr ausgeholt werden kann. Ich glaube das hätte dem Gesamtwerk sehr gut getan. Allerdings lockt ein so langer Film wohl auch weniger Zuschauer in's Kino. Aber ok, wie schon gesagt...der Directors Cut wird kommen.

Kurzum...Prometheus ist ein hervorragender Genrevertreter und zweifelsohne der beste SciFi der letzten Jahre. Und wenn der Director's Cut dann noch die etwas komprimiert wirkende Story entzerrt, dann könnte es wirklich eine kleine Perle werden.
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4.0 von 5 Sternen Gelungene Vorgeschichte zu Aliens, 16. August 2014
Die Erwartungen waren sehr groß, und sie wurden nicht enttäuscht, soviel vorweg.
Viele haben schon eine Rezension verfasst, deswegen gehe ich nicht auf alle Details der Bluray- Version ein, sondern widme mich eher der Filmkritik:

Visuell ist Prometheus unglaublich gut gelungen. Das komplette Design ist stimmig und atemberaubend gut gelungen, dazu sei auch im Bonusteil der entsprechende Film mit Kommentaren der Crew empfohlen.
Schauspieler: Sehr gut besetzt. Noomi Rapace als Vorentwurf zur starken Frauenrolle von Ripley(S.Weaver)in Alien ist klasse gelungen. Ihr nimmt man die Strapazen und die Wut ab. Idris Elba ist immer gut, Charlize Theron ebenfalls. Michael Fassbender überzeugt als allglatter undurchschaubarer Android und Guy Pearce ist der perfekte Industriebaron, der sich für unverzichtbar. ja schon den Konstrukteuren ebenbürtig hält.
Musik/Schnitt/Effekte: Passt alles perfekt zusammen, man wird förmlich in den Film reingezogen und zwischendrin mal kurz rausgehen ist nicht drin, mich hat der Film bis zur letzten Minute vor den Bildschirm gefesselt.
Story: Einige Kritiker haben zu recht geschrieben, dass die Geschichte eigentlich durch die Alienreihe schon ziemlich eingeengt ist, denn es soll ja die Vorgeschichte zeigen. Wie kam es das auf NH 46 das Schiff mit dem riesenhaften Alien(Konstrukteur) und der tödlichen Ladung Alienkreaturen(Monster) abstürzte, dass Ripley und die Crew der Nostromo im ersten Aliens Film fanden.
Was Ridley Scott aus dieser Vorgabe machte, ist aber allen Ehren wert, eine sehr episch angelegte Geschichte, die das taug zu mehreren Teilen hat. Echte Menschheitsgeschichte wird geschickt mit der Aliens-Story verwoben.
Zu den einzelnen Figuren des Filmes:
Viel Kritik wurde an der Unlogik der Handlungen der einzelnen Figuren geübt, diese Kritik ist, wenn man das Gesamtpaket betrachtet(Prometheus und die Alienreihe) auch durchaus richtig!
Mit dem Vorwissen eines geübten Alien Zuschauers gibt es bei Registrierung einer ausserirdischen Lebensform nur eines, WEGRENNEN. Nur was viele vergessen, der Film ist VOR der Alienreihe angelegt, quasi der erste interstellare Flug der Menschheit zu einem anderen Planeten an dem Leben vermutet wird. Nach Prometheus und der Alienreihe hatte die Menschheit zuvor nie einen anderen Kontakt zu einer höheren Lebensform!!
Nun geht man da schon mal ganz anders mit um, ich als Zuschauer weiss was dabei herauskommt, die Filmfigur ist völlig unbelastet und geht entsprechend sträflich locker an die Sache ran.
Die Motivation der Filmfiguren hätte für die Filmkritiker vielleicht auch besser dargestellt werden können, für den ersten Teil einer Trilogie hätte man da mehr Zeit investieren können, aber wer den Bonus durchsieht(wärmstens empfohlen) wird Scott finden wie er gerade diesen Punkt aus seiner Sicht erklärt. Er begründet das damit, nicht die Dynamik verlieren zu wollen, die er in dem Film sah, und wie ich oben schon erwähnte muß man sich anschnallen bei dem Spannungslevel, also hat das Argument durchaus was für sich. Diese Dynamik soll wohl auch so einige Schwachstellen überdecken, wie ich finde ist das gelungen. Einige Rezensenten nennen die Fimfiguren einen Haufen dämlicher Teenager, eines Wissenschaftler unwürdig.
Ich finde aber auch dieses Verhalten logisch, so wie die Geschichte angelegt ist: Die Menschen sind Teenager im Vergleich zu den Konstrukteuren, werden von diesen entsprechend nicht ernstgenommen.
Zu den Hauptakteuren: Android David kennt keine Benimmregeln ala Gesetze der Robotik von Asimov, die sind auch nicht von Mr. Weyland programmiert. Für Weyland ist David ein verlängerter Arm, der seine eigenen gesundheitlich/altersgemäß bedingten körperlichen Einschränkungen ausgleichen soll. So behandelt er ihn auch, deswegen ist das Verhalten des Androiden völlig logisch. Skrupellos im Erreichen seines indoktrinierten Zieles, der Rettung Weylands; aber auch fasziniert wie ein Kind bei der Begutachtung der Funde und ebenso völlig ohne Moral was seine Handlungen angeht. Quasi ein Hund für Weyland, aber halt mit Megaintelligenz und null Gefühl ausgestattet. Mr. Weyland lässt grüßen.
Mr Weyland verhält sich ebenfalls gemäß seines angelegten Charakters, dazu sei wieder auf den Bonusteil verwiesen in dem ein Film über den "jungen" Weyland gezeigt wird, der seinen Charakter und die dadurch sich entwickelnden Stränge im Spielfim ergänzt und erklärt. ZU allen Figuren generell gesagt: Viele Aktionen scheinen unüberlegt und hirnlos für soviel Intelligenz. Aber wenn man sich die Geschichte mal wirklich ansieht, ist auch das nicht wirklich unlogisch. Viele moderne Archäologen haben sich bei Betreten von Grüften wider besseren Wissens an den Schimmelsporen vergiftet, viele Biologen würden ihr Leben dafür geben eine ausserirdische Lebensform zu entdecken. Stürme haben nunmal die lästige Angewohnheit Kommunikation zu stören, wodurch kein Kontakt zu Basisschiff möglich ist und auch keine Hilfe kommen kann, etc..
Vergesst einfach die Alienfilme, und nehmt Prometheus als eigenständigen Film, dann ist es meiner Ansicht ein gelungener Mix aus Thriller und Science Fiction mit echten Gruselmomenten. Der Film hat aber mehr Tiefe als ein normaler Actionfilm, was durch die Storyline mit den Konstrukteuren, der Vorstufe der Aliens und der Enstehung der Menschheit zusammenhängt.
Insofern eine klare Kaufempfehlung für ein echt spannenden Film, der besser ist als Alien 3 und 4 und von der Spannungsdichte klar an Teil 1 und 2 rankommt/gleichzieht.
Einen Punkt Abzug gibt es dafür, das es Scott nicht gelungen ist, die Figuren besser an den Zuschauer zu vermitteln, was dem Film offensichtlich viel Kritik eingebracht hat, wenn man sich die vielen sehr schlechten Rezensionen ansieht. Meiner Ansicht liegt das aber daran, dass diese Kritiker sich nicht auf den Film einlassen konnten, zu stark ist bei Ihnen anzumerken, dass sie Prometheus nicht als Prequel zu den Alienfilmen sehen, sondern als weiteren Ableger quasi, Alien 5. Scott ist es nicht gelungen den Film davon genug abzugrenzen, da er der Dynamik willen sich nicht die Zeit genommen hat, die einzelnen Figuren und ihre Motivation mehr als nur anzureissen. Aber, achtung Spoiler, wozu auch, sie gehen ja letzten Endes auch fast alle drauf!
Ich freue mich schon auf die beiden nächsten Teile!
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Bilder -verbesserungswürdiges Drehbuch!, 8. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zuerst einmal ist man als großer Alien-Fan ja sehr verwöhnt, der Name Ridley Scott hebt die Erwartungshaltung dann noch weiter an.
Visuell kann ich dem Film keine Vorwürfe machen, Scott baut eine beeindruckende visuelle Stimmung auf.
Spoiler:
Inhaltlich bietet der Stoff (Woher kommen wir? Die Architekten..usw) großes Spannungspotential.
Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass sich Scott und seine Drehbuchautoren etwas mehr Zeit gelassen hätten.
Da landet man auf dem Ziel-Planeten fast zufällig neben dem weit-und breit einzigen Artefakt. Die besten Wissenschaftler der Menschheit werfen sich sofort ihre Raumanzüge über, rennen zum Artefakt rüber, merken, dass dort wohl atembare Luft ist und entledigen sich umgehend ihrer Helme.
(Hätte man die nicht auf dem Kopf behalten können, im Schiff die Atmosphäre auf Keime usw. prüfen können, um dann später ohne Maske weiter zu forschen? Das wäre wissenschaftliches Vorgehen gewesen.)
Dann operiert sich die Haupdarstellerin ihr "Embryo" in der hochmodernen Selbstoperationsröhre heraus, die etwa 30 cm breite Bauchwunde wird zugetackert und schwups gehts kämpfend weiter? (Hätte man sie nicht eine Weile ohnmächtig dort liegen, sich langsam glaubhaft erholen lassen?)
Das "Alien" legt ein "Embryo" in einen Architekten ab und kurze Zeit später ist dieser praktisch ausgewachsen und füllt seinen Wirt nahezu komplett aus.(Das Wachstum ging mir viel zu schnell!)

Das sind ein paar Dinge, die mir die Freude auf diesen lange von mir erwarteten Film getrübt haben.
Viel. kann eine Langversion das noch beheben...
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66 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Demontage einer Filmlegende, 16. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen (DVD)
Liebe Amazon-Nutzer und -besteller!

Es war einmal ein (zumindest in den Anfangstagen seiner Karriere!) genialer Filmemacher, der sich eines Tages entschloß, einen Meilenstein nicht nur im Sci-Fi-Genre, sondern in der gesamten Filmgeschichte zu erschaffen: Und so setzte er sich mit einem Kumpel und Sci-Fi-Profi, nennen wir ihn mal Dan O'Bannon, zusammen und erfand den Alien! Nein Nein Nein....nicht "irgend einen" Alien....DEN (!!!) Alien! Das säureblutende Vieh in Schwarz mit langem Schwanz und geschmeidigen Doppelkiefern! Ich rede nicht von Will Smith in M.I.B.,sondern von Ellen (Manns-und Flintenweib)Ripleys liebstem Spielkameraden!

Jahrzehnte und drei geniale direkte Sequels (sowie zwei weit weniger geniale Cross-Over-Murkse mit Arnold "Governator" Schwarzeneggers liebstem Spielkameraden) später zwang entweder akuter Geldmangel, oder der Wunsch, mal "irgend etwas" mit dem Klassiker, oder weiß-die-Alien-Queen-was-auch-immer den Schöpfer des Aliens dazu, doch mal ein Prequel zu machen!

Gesagt, getan....oder viel mehr: gedacht und verbrochen! Publikumsmagneten mussten her, also mal kurz Lisbeth Salander enteist und in den Weltraum geschossen, Michael Fassbender kurzerhand vom Super-Magneten zum Roboter umfunktioniert (sehr passend bei dem Metall-Fetischismus, HaHaHa!!) und Charlize Theron stand auch zufällig so in Hollywood rum! Eyecandy kann's eh nie genug geben, egal, wie unsympathisch und/oder kotzbrockig ihre Rolle auch ausfallen mag! Die restliche Schauspieler-Riege mit Knallchargen aufgefüllt, die in bester Captain-Kirk-Außenteam-Manier genau richtig zum wegmetzeln ist! Das ganze dann noch trendy und stylisch in 3D gegossen und schon kann der Kino-Boom losgehen....oder aber auch nicht!!!

Denn was bei diesem Machwerk rausgekommen ist, das hat:
a) Logiklöcher, die so groß sind, dass die "Prometheus", "Nostromo", "Sulaco" und "Auriga" nebeneinander durchfliegen könnten
b) verworrene Handlungsstränge, die so unzusammenhängend und absolut unnachvollziehbar sind, dass man vermuten könnte,die Aliens hätten sich nicht in der Brust, sondern im Kopf des Drehbuchautors eingenistet
c) so eine flache Spannungskurve wie das EKG eines Wirts nach einer Alien-Zwillings-Geburt

**************Spoiler********************

Es wäre müßig, alle idiotischen Handlungsfehler oder auch nur simple Skript/Continuity-Schnitzer aufzuzählen - sei es das "professionelle" Verhalten der Forscher (Unbekannte Atmosphäre? Erst mal Helm runter und laut rumjubeln!), das "logische" Verhalten der Schöpfer (Mühsam eine neue Spezies erschaffen, und dann direkt mal mit Tentakel-Monstern wieder platt machen!), die "Reaktion" der Haupt-Lisbeth (Mein Alien-Ur-Opa, von dem ich meine DNA zu Weihnachten geschenkt gekriegt hab, will mich umnieten? Klar, ich flüchte nicht zur Erde oder warne meinen Planeten, sondern düse zu ihrer Heimatwelt und versuche mit denen zu reden! Ich kann zwar die Sprache nicht und reden wollten die auch nicht so richtig mit mir, sondern mir eigentlich eher den Kopp abreißen, aber das klingt doch trotzdem nach nem guten Plan...äh...nicht wahr?!) die Motivation von Robo-Fassbender (Ich verseuche den Lebensgefährten der Haupt-Tussi aus welchem Grund auch immer mit nem Alien-Parasiten, finds cool, dass ein Baby-Alien sie von Innen her auffrisst und dann helfe ich ihr anschließend ohne Widerworte bei ihren Plänen!)

Und die Liste solcher High-Lights zieht sich vom Vorspann bis zu den End-Credits - es ist absolut erstaunlich, was sich Scott dabei ganz ehrlich nur gedacht haben mag!

Fazit: Das kommt dabei heraus, wenn man (aus Langeweile?) anfängt, an einem perfekten Werk herumzupfuschen! Verschlimmbesserung in außerirdischem Maßstab - Schande über dich, Ridley! Zur Strafe musst du dich jetzt in einen "Black Hawk" Hubschrauber setzen und dann von "Robin Hood" abschießen lassen!!! Hoffen wir mal, dass 2013 mit deinen Filmen "ein gutes Jahr" wird, denn sonst wird dich auch der "Gladiator" nicht mehr retten können!
Klappe zu - Alien tot!
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