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VINE-PRODUKTTESTERam 11. September 2010
Bei diesem Film, in dem der Oscargewinner Philip Seymour Hoffman die Hauptrolle spielt, wird der Zuschauer enorm gefordert. Der Film lässt Grenzen zerfliessen, Realität wechselt sich mit Fantasie ab, driftet zeitweise sogar ins Groteske doch bleibt im Kern immer an der Wahrheit. So muss es sich etwa anfühlen durch ein Gemälde von Salvatore Dali zu taumeln.

Zur Handlung:
Caden Cotard ist ein Theaterregisseur, mit der Künstlerin Adele verheiratet mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Man gewinnt schnell den Eindruck das der sensible Familienvater von der Außenwelt zunehmend überfordert wird. Früh beginnen die Grenzen zwischen seiner Realität und Fiktion zu verschwimmen. Aus einem harmlosen Arztbesuch bezieht er die Erkenntnis, das mit seinem Nervensystem etwas nicht stimme und flüchtet sich bald in eine Welt der Krankheiten und Todesängste. Seine zaghaften Versuche sich seiner Umgebung mitzuteilen und seine Ängste auszusprechen scheitern an der kalten Fassade der Gesellschaft.
Als seine Frau sich entschliesst, für ihn völlig überraschend, allein mit der Tochter in Berlin ein neues Leben anzufangen, geriet sein eigenes vollends aus den Fugen. Mit dem Geld aus einem Förderpreis für eines seiner Theaterstücke baut er sich in einem riesigen Kaufhaus seine eigene Welt auf.....

Fazit:
Wie schon erwähnt, der Film fordert viel Aufmerksamkeit und die Bereitschaft sich völlig hineintreiben zu lassen. Oftmals bleibt nicht mehr als ein großes Fragezeichen am Ende eines Dialoges. Ich scheue mich deswegen davor hier von einem Meisterwerk zu sprechen, damit sind viele zu schnell bei der Hand wenn ein Film komplex und andersartig daherkommt.
Ohne Frage ist das Drehbuch und dessen Umsetzung beeindruckend, ja geradezu revolutionär, die Geschichte ist sensibel und tiefgründig gestrickt und gerade der Schluss bringt einen wieder zum Grübeln. Und natürlich Hoffman, der wie immer in seiner Rolle aufgeht, sie lebt und mit einer an sich schon sehenswerten Leistung den Kauf dieser Blu-ray/ DVD rechtfertigt.

Es ist kein Film für die breite Masse, an den Kinokassen spielte er nur etwa 4 Millionen Dollar ein, während die Produktionskosten 20 Millionen Dollar betrugen.

Zur Blu-Ray sei noch schnell gesagt das ich die DVD völlig ausreichend finde, da der Film über wenig opulente Bilder verfügt die eine Blu-Ray zwingend erforderlich machen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
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am 15. November 2011
Charlie Kaufmann ist momentan warscheinlich der kreativste Kopf in Hollywood. Seine Werke "Being John Malkovich" und "Adaption" begeisterten die Kritiker weltweit und für "Vergiss mein nicht !" wurde er sogar mit dem Oscar ausgezeichnet. All diese Filme zeichneten sich durch ihre hohe Kreativität ,ihre Skurrilität ,ihre Menschlichkeit und ihren schrägen Humor aus. In seinem Regie Debüt treibt Kaufmann all diese Elemente konsequent auf die Spitze.
Das Ergebnis dürfte nicht jeden begeistern ,aber wer sich auf Kaufmanns Werk einlässt wird mit einem monumentalem Meisterwerk belohnt.
Der Film handelt von dem hypochondrischem Theater Regisseur Caden Cotard (brilliant dargestellt von Phillip Seymour Hoffman),der eines Tages von seiner Frau ,der Malerin Adelle , verlassen wird ,welche mit der gemeinsamen Tochter Olive nach Berlin abhaut ,um nie wieder zurück zu kehren.
Urplötzlich wird Caden von mehreren gesundheitlichen Anfällen heimgesucht ,verbunden mit einer krankhaften Angst vor dem Tod. Resultierend aus dieser Angst ,kauft Caden ein gigantisches Warenhaus , in welchem er eine exakte Nachbildung von New York erbaut. Hier plant er ein Theaterstück über das Leben zu insezenieren. Doch wovon handelt das Leben ?
Caden beschließt ,das Stück von sich selbst und seinem Versuch ,ein Theaterstück über das Leben zu erschaffen, handeln zu lassen.
"Synecdoche ,New York" polarisiert weltweit stark. So könnten viele Kaufmanns Regiestil als langweilig empfinden. Tatsächlich verschachtelt Kaufmann die Geschichte ziemlich. So lässt er Realität ,mit den Visionen seines Protagonisten Caden Cotard verschwimmen oder lässt ganze Jahrzehnte innerhalb von Sekunden vorüberziehen. Was für die einen verkopft und verworren ist ,ist für die anderen Kreativ und Unkonventionell.
Dazu kommt eine Anzahl höchst depremierender Szenen sowie eine hohe Anzahl Weltschmerz. Solche Szenen sind es ,die den Film so menschlich und herzergreifend machen.
Zudem sollte man sich "Synecdoche ,New York" unbedingt zweimal ansehe, um völlig zu dem Film durchzudringen. So entdeckt man noch nach der zehnten Sichtung neue Details und versteckte Informationen ,wie die ständige Änderung der Zeit.
Sicherlich kann der Film nicht jedem gefallen ,daher kann ich nicht viel weiterhelfen.
Ich persönlich halte "Synecdoche ,New York" für den besten Film ,der vergangenen Dekade. Ein hoch kreatives Werk voller Menschlichkeit und Philosphie. Ein Wunder von einem Film ! Sehen sie ihn zweimal !
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am 29. März 2010
Charlie Kaufman verlangt seinen Zuschauern so einiges ab, ist 'Synecdoche New York' zwar ein grandioses Monster von einem Film, aber auch ein sperriges, vertracktes Kunstwerk, dass sich einer eindeutigen Interpretation teilweise entzieht. So könnte Kaufmans Film durchaus von Franz Kafka oder Thomas Pynchon erdacht worden sein, auch Terry Gilliam oder David Lynch hätten sicherlich ihre Freude an diesem anspruchsvoll bizarren Werk. Bizarr deshalb weil 'Synecdoche New York' keinem gängigen Muster folgt, keine Stereotype verarbeitet, den Zuschauer verwirrt und dabei eine absurde Intensität entfacht, die so wohl einzigartig ist.

Nach der erfolgreichen Premiere seiner Version von Arthur Millers 'Tod eines Handlungsreisenden' gerät der angesehene Theaterregisseur Caden Cotard in eine Sinn- und Schaffenskrise. Seine Beziehung steht unmittelbar vor dem Ende und Cadens Körper zeigt immer mehr Symptome einer ernst zu nehmenden Nervenerkrankung. Als dann auch noch seine Frau und die gemeinsame Tochter ohne ihn nach Berlin aufbrechen und sich herauskristallisiert, dass sie nie mehr zurückkommen werden, bricht für Caden eine Welt zusammen. Gesundheitlich geht es ihm immer schlechter und er scheint kaum noch zwischen Realität und Fantasie unterscheiden zu können. Doch er rafft sich auf, um sein Lebenswerk zu vollenden, die Inszenierung seines eigenen Lebens in einem nachgebauten New York. Ähnlich Willy Loman in Arthur Millers Drama scheint Caden den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Im Flugzeug sagt Caden zu seiner Therapeutin "Ich verstehe Ihr Buch nicht", wobei dem Zuschauer diese Gefühl nicht fremd sein dürfte, da weite Strecken dieses symbolreichen Streifens eine enorme Herausforderung an die Abstraktionsfähigkeit und Fantasie des Betrachters darstellen, der man mitunter nicht gerecht werden kann. Dennoch weiß die kryptische Metaphorik Kaufmanns zu faszinieren. In der Poetik stellt die Synekdoche ein rhetorisches Stilmittel dar, wobei ein Wort durch einen Ober- oder Unterbegriff ersetzt wird. Dies erklärt den Titel des Films, denn Caden baut für seine letzte große Inszenierung einen Teil New Yorks in einer leer stehenden Fabrikhalle nach, um sich dort selbst verwirklichen zu können.

Tragisch ist der Plot allemal. Cadens Mammutprojekt droht nie zur Vollendung zu gelangen. Nach 17 Jahren Bauzeit werden die Fragen nach der Uraufführung immer lauter, doch Caden hat sich noch nicht einmal auf einen Titel für das Stück festlegen können. Kaufmann porträtiert in diesem zähen und widerspenstigen Film einen Getriebenen, der sowohl in der Realität als auch in seiner selbst erschaffenen Scheinwelt zu scheitern droht. Cadens Suche nach sich selbst gestaltet sich als hoffnungslose Reise in die Abgründe eines wirren Geistes in einem durchgeknallten, wahnsinnig gewordenen New York. Dabei scheint Philip Seymour Hoffman diese tragische Rolle auf den Leib geschrieben zu sein, geht er doch voll in ihr auf und macht deshalb 'Synecdoche New York' alleine schon sehenswert. Der breiten Masse wird Kaufmans Glanzleistung zwar entgehen, wer sich aber der Herausforderung stellt, wird in den Genuss eines ungewöhnlichen Kunstwerks kommen.
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am 8. Juli 2011
Der Film >Synecdoche New York< zeigt Phasen im Leben des Theater-Regisseurs Caden Cotard etwa von seinem vierzigsten Lebensjahr an bis zu seinem Tod. Diese Szenen verschmelzen Cotard's wirkliches Leben und die Aufarbeitung seines Lebens in einem gigantischen Theaterstück, das von ihm immer wieder überarbeitet wird, zu einem traumhaften Geschehen, das dem Zuschauer ermöglicht, sich seine eigenen Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen. Viele Szenen sind von einem herrlich schrillen und absurden Witz gekennzeichnet, der beim ersten Ansehen selten Langeweile aufkommen lässt (außer man ist erst zwölf Jahre alt - der Film ist nämlich ab diesem Kindesalter zum Ansehen freigegeben). Nur ein paar Beispiele der absurden Komik (spoil spoil): Cotard's Freundin Hazel kauft ein Haus, in dem es immer brennt. Sie bringt Zwillinge zur Welt - Budd, Daniel und Allen. Cotard wird vom Krankenhaus angerufen und ihm wird in einem einzigen Satz gesagt, dass sein Vater gestorben ist. Er legt den Hörer auf und erzählt seiner Freundin drei Minuten lang in dramatischen Worten, was sein Vater im Krankenhaus vor seinem gräßlichen Tod gesagt und getan hat. Der Vater wird in einem Kindersarg beerdigt, weil er so abgemagert war, dass man den Sarg mit Watte ausstopfen musste, damit die Leiche nicht hin- und herrutscht. Manche Szenen, deren Witz mich an den frühen Woody Allen erinnerten, waren wirklich so gut, dass ich laut lachen musste. Dann wieder die Tragik des Lebens und menschlicher Beziehungen, realistisch dargestellt. Was dieser Film letztendlich aussagen will, habe ich nicht verstanden, obwohl ich mir sogar noch das Zusatzmaterial auf der DVD reingezogen habe, was ich sonst fast nie tue. Verzweifelt hoffte ich, eine vorgefertige Erklärung zu erhalten, die mir das eigene Denken ersparen würde (LOL). Ich hatte aber den Eindruck, dass sogar Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman den Sinn des Films nicht verstanden hat, denn seine Aussagen zum Film (Bonusmaterial auf der DVD) blieben jedenfalls völlig nichtssagend. Schon den Begriff "Synecdoche" musste ich im Lexikon nachschlagen - es ist der Ersatz eines Begriffs durch einen Oberbegriff, z.B. Katze für Tiger. Pars pro toto, so wie hier die theatrale Welt, die Cotard konstruiert für New York steht. Trotz Verständnisschwierigkeiten meinerseits: ein sehr außergewöhnlicher Film mit einer experimentellen Struktur und vielen Anregungen für Theaterschaffende.
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am 3. Mai 2010
Meine Bewertung bezieht sich nicht auf den Film, den ich für eines der wenigen monumentalen Meisterwerke (genaugenommen neben "There Will Be Blood" das einzige) halte, das in den letzten zehn Jahren aus Hollywood gekommen ist, sondern ausschließlich auf die DVD.

Bedauerlicherweise handelt es sich um eine weitere, typisch deutsche Spar-Veröffentlichung - zwar sind sämtliche Extras der amerikanischen DVD auch hier enthalten, allerdings trotz deutscher Betitelung im Menü ("Interview mit Charlie Kaufman") NICHT mit deutschen Untertiteln versehen. Ein Hohn & angesichts der Tatsache, daß die DVD als Geschenk für jemanden, der der englischen Sprache nicht mächtig ist erworben wurde, sehr ärgerlich. Über die armselige Synchronisation und anscheinend ebenfalls nicht vollständig korrekte Untertitelung des Films selbst läßt sich dankenswerterweise bereits "Tyler Durden" in seiner ausführlichen Rezension (http://www.amazon.de/review/R2RUU8CXG4I54O/ref=cm_cr_rdp_perm) aus.
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am 18. Mai 2011
Ich mag dieses Film sehr, und war erstmal erfreut wie billig die Blu-Ray hier angeboten wird! Der Film ist auf jeden Fall ein muss für jeden Filmfanatiker!

ABER!
Bei näherer Betrachtung habe ich dann festgestellt, dass der Film auf der Disk im Pal Format gespeichert ist. Damit kann man genau so gut die DVD kaufen. Die zusätzlich hat eine DVD auch kein nerviges HDCP und kann überall problemlos abgespielt werden kann. Bei gleicher Qualität wie bei dieser Blu-Ray! HD-Qualität und bester Sound ist auf dieser Disk Fehlanzeige! An sich eine Freichheit so ein Produkt zu produzieren!
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am 22. Mai 2016
Cadens Therapeutin ist ratlos. Die Psychoschnalle findet einfach keinen Beweis für ihre Theorie. Von Frau + Kind verlassen, ist der bekannte Theaterregisseur (Philip Seymour Hoffman) noch immer vom anderen Geschlecht umgarnt, wenngleich es den Fräulein- Figuren (Samantha Morton und Michelle Williams als Hazel + Claire) nicht nachhaltig genug gelingtl, den Mister zu trösten. Von Depressionen gequält, grauselt es den wütenden Dramaturgen in einem Anfall psychotischer Angst um seine verloren geglaubte Tochter. Da ist die Aussicht betörend, eine atemberaubende Kulisse für sein neues Bühnenstück zu finden. Unter dem Dach eines abgewirtschafteten Kaufhauses entsteht Cadens Heimatstadt neu. Aber die Synecdoche entpuppt sich als eine Welt, in der sich Caden nur umhergetrieben fühlt. Es ist eine offene Frage, was den Sieg davon tragen wird, Cadens Künstlernatur oder seine schwachen Nerven!... Nach Chuck Barris und Being John Malkovich Charlie Kaufmans Regie- Debüt! Hier wird das Innerste nach außen gestülpt und deutlich gemacht! Super eigentlich! Leider trudelt der Film ab der 60. Spielminute ab und wird immer grauer!
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am 19. Dezember 2011
Familienkrisen, die Suche nach sich selbst, private Schicksalsschläge, unerfüllte Liebe - wieder und wieder nähert sich Oscar-Gewinner Charlie Kaufman diesen großen menschlichen Themen. Und er findet weiterhin neue Zugänge, wie sein Regiedebüt Synecdoche New York" bedeutungsschwer zu illustrieren weiß. Seine Synekdoche ist das Theater, das als Ersatz für eine komplexe, ungreifbare Realität steht, in der sich sein Protagonist Caden Cotard - grandios gespielt von Philip Seymour Hoffman - nicht mehr zurechtfinden kann. Doch die Inszenierung erweist sich als beinahe ebenso schwer zu durchschauen, sodass für Caden die Grenzen zwischen Realität und Traum, zwischen Außenwelt und Simulation, zwischen Abziehbild und wahrem Leben zusehends verschwimmen. Unerwartete Zeitsprünge und Handlungsinkonsistenzen stehen bei Maestro Kaufman zusätzlich auf dem Speiseplan, sodass sein erster Film nach eigenem Drehbuch in seiner ganzen Fülle bisweilen allzu schwer im Magen des Zuschauers landet. Nicht falsch verstehen: Kaufman ist ein großer Architekt des Kinos, seine Geschichten sind bis in den letzten Winkel räumlich, zeitlich und symbolisch durchdacht wie bei kaum einem anderen Drehbuchautoren unserer Zeit. Dennoch muss er sich für Synecdoche New York" den Vorwurf der Überfrachtung gefallen lassen. Die Vision, die er hier in zwei Stunden Film zu packen versucht, droht die Leinwand oder den Fernsehbildschirm zu sprengen und dehnt die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer bis an die Grenze der Belastbarkeit. Letztlich ist Kaufmans Regie-Erstling ein tiefgründiger Anheizer für Freunde diskussionswürdiger Kost, und zugleich ein depressiver Abtörner für Unterhaltungsjunkies, die samstagabendliche Berieselung suchen. Cineasten zwischen beiden Stühlen werden sich nur bedingt dafür erwärmen können, an die Exzellenz von Vergiss mein nicht" kommt dieser neue Film in keinem Fall heran.

Fazit: Anspruch hoch Kaufman - nachdenklich und tiefsinnig, aber irrsinnig schwer zugänglich.
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am 28. März 2016
„Synechdoche, New York“, ein Titel, den ich erstmal drei mal lesen musste, bevor ich ihn drei mal falsch aussprach. Auf dieses Werk bin ich nur zufällig gestoßen, als ich ein Video in „youtube“ gesehen habe und zwar auf dem tollen Channel „Yourmoviesucksdotorg“, hier empfehle ich auch unbedingt das Analysevideo (4 Parts) vom gleichen Channel, natürlich erst wenn man diesen Film gesehen hat.
Charlie Kaufmans Debüt als Regisseur. Wer ist Kaufman? Nun, jetzt nach dem Sehen des Films würde ich sagen, dass er einer der talentiertesten und besten Drehbuchautoren und auch Regisseur ist. Er arbeitete öfter als Produzent mit Spike Jonze zusammen, der 2013 einen meiner Lieblingsfilme überhaupt rausbrachte: „Her“.
„Synechdoche, New York“ ist ein ganz besonderes Filmereignis, wie ich es nur selten gesehen habe. Nicht nur, dass der Film zum mehrmaligen Gucken zwingt, er ist auch eine bildgewaltige und wunderschöne Metapher für das Leben. Das Genre wird hier als Tragikomödie betitelt, dabei ist der Film so viel mehr! Er ist wie ein Gemälde: Je länger man drauf sieht, desto mehr sieht man wirklich!

Theaterregisseur Caden Cotard merkt mit der Zeit immer mehr Krankheiten, die ihn scheinbar befallen. Er geht zum Arzt, lässt sich untersuchen, doch es kann nichts festgestellt werden. Dann verlässt ihn seine Frau, er verliert seine Tochter und auch sonst scheint nichts in seinem Leben zu funktionieren. Doch die Lösung scheint in einem neuen Theaterprojekt zu kommen, das alles bisher Gesehene auf den Kopf stellen soll…

„Synechdoche, New York“ ist ein schwer zu beschreibender Film. Er ist ein Kunstfilm, der keinen Wert auf Realismus, sondern auch Bildsprache legt. Wer hier eine Komödie aus Hollywood erwartet, wird sicherlich überrascht oder vielleicht auch enttäuscht. Auch ich wusste anfangs nicht, was auf mich wartet und nach der Hälfte war es schon schwer mitzukommen. Einfach zu verstehen oder zu begreifen ist dieses Werk nicht. Man muss konzentriert dabei sein, erst dann kann man vielleicht verstehen, was hier gezeigt wird. Und vor allem entfaltet sich das Genie hinter diesem Werk erst mit mehrmaligem Sehen. Da wird nämlich klar, was für ein tiefgründiges und durchdachtes Werk Kaufman hier kreiert hat. Wen ich kurz sagen müsste, worum es in dem Film geht, würde ich sagen: Das Leben und die Zeit, die man zu leben hat. Doch das wird dem Film in keinster Weise gerecht! Auch die Trailer sind nicht sehr aussagend, deswegen einfach für wenig Geld kaufen und Ansehen.
Ja, Ansehen! Das schreibe ich normalerweise ins Fazit, jetzt schreibe ich es hier schon, denn ich möchte so wenig wie möglich über Kaufmans Werk verraten.

Die Darsteller sind alle toll, im Zentrum steht Philip Seymour Hoffman, der hier eine seiner besten Leistungen zeigt! Mit dabei sind Michelle Williams, Jennifer Jason Leigh und Hope Davis und alle liefern tolle Arbeit. Besonders beeindruckend sind aber der Soundtrack und vor allem die stellenweise genialen Bilder, die Kaufman kreiert. Nahezu jede Einstellung ist eine ausgeklügelte Komposition, die sich stundenlang analysieren lässt (ich empfehle hier nochmal das Analyse-Video von „YMS“ auf „youtube“!).

Doch der Star des Films, ist der Regisseur! „Synechdoche, New York“ hat trotzdem einige Dinge, die manchen Leuten bestimmt sauer aufstoßen, auch wenn sie gewollt sind. Etwa die schnellen Schnitte an manchen Stellen, die Länge des Films und einige Figuren werden nicht so klar charakterisiert, wie andere, doch das sind in meinen Augen Kleinigkeiten!

Fazit: Dieser Film ist was Besonderes und sollte nicht ungesehen bleiben. Im Kino konnte er finanziell kaum überzeugen, doch sowas macht ja keinen guten Film aus. „Synechdoche, New York“ sollte man sich auf jeden Fall ansehen, auch wenn er nicht jedem zusagen wird. Hier haben wir etwas Einzigartiges, ein Werk, das jedem Zuschauer Raum für eigene Interpretationen lässt und trotzdem ein riesiges Universum zeigt. Ein geniales Werk, der meine Sicht auf die Filmwelt ganz schön aufgerüttelt hat!
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am 21. Februar 2016
Ehrlich gesagt bin ich ziemlich enttäuscht von diesem Film. Philip Seymour Hoffmann spielt super wie eigentlich immer, aber der Film an sich ist eine große Enttäuschung.
An dem Punkt wo den Protagonisten seine Frau verlässt, gerät die Handlung des Filmes völlig ins Strudeln. Es ist ab diesem Zeitpunkt kein Vergnügen mehr, diesen Film zu sehen, da sowohl Handlungsstränge als auch zeitliche Abläufe so sehr durcheinander gebracht werden, dass der Zuschauer nicht nur Mühe hat, zu folgen, sondern bisweilen gar nicht mehr folgen kann.
Außerdem wird mit Stilmitteln gearbeitet, die aus dem Fantasy-Bereich zu stammen scheinen. (Die Tochter, die in Berlin in einem Krankenzimmer im Sterben liegt, stirbt an einer Art Hautkrebs verursacht durch Blumen, die auf ihrer Haut gewachsen sind und die sich auch noch merkwürdig bewegen.) Spätestens an der Stelle dachte ich mir: was für ein Quatsch. Der Regisseur muss wohl irgendwas genommen haben.
Ich kann mich dem nur anschließen, was ein anderer Bewerter hier geschrieben hat: man hat das Gefühl als stecke man in einem Gemälde von Dali oder in einem Roman von Kafka fest. Da ich noch nie ein Freund des Surrealismus war und auch Kafkas Romanen nichts abgewinnen kann, muss ich sagen, dass dieser Film für mich ein Fehlkauf war. Denn ich mag es gern wenigstens etwas geordnet.
Sehr verwirrend ist auch, dass es die Charaktere auf einmal mehrfach gibt, weil immer wieder neue Schauspieler engagiert werden, die eine bestimmte Person aus dem Stück verkörpern sollen. Was dabei rauskommt ist eine Art hirnspinstiges Klon-Programm was zumindest auf den ersten Blick nicht nur verwirrend sondern auch völlig sinnfrei erscheint.
Es ist nicht so, dass ich keine anstrengenden, schwierigen Themen in Filmen mag - ganz im Gegenteil, ich liebe so genannte Indie-Movies, aber hier ist es einfach so, dass nicht nur das Thema (die Frage nach Leben und Tod und somit nach dem Sinn des Lebens) anstrengend ist, sondern der ganze Film an sich, weil einfach gegen alle Spielregeln der klassischen Dramaturgie verstoßen wird. Wenn ich diesen Film hier etwa mit "Love Liza" vergleiche, wo Philip Seymour Hoffman einen Witwer spielt, der seine Frau durch Selbstmord verloren hat und damit nicht klar kommt, später selbst drogensüchtig wird, so dreht es sich bei diesem Film um in etwa das gleiche Thema, nur war hier ein Meisterregisseur am Werk, der sich auch an die Grundsätze der Erzählkunst gehalten hat und nicht so ein Spinner, der alle zeitlichen und sonstigen Abläufe des Filmes durcheinanderwirbelt und vom Zuschauer erwartet, dass er sich das alles selbst wieder zusammenklaubert.
Wie gesagt: Hoffman war ein absoluter Meister - er spielte nahezu immer grandios, so auch hier. Aber was nützt das schon: bei diesem verkorksten Drehbuch, kann er mit seiner Schauspielleistung den Film auch nicht retten.
Ich werde den Film nicht behalten, werde ihn unserer örtlichen Bibliothek zur Verfügung stellen.
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