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5.0 von 5 Sternen Eine alternative Realität. Warum auch nicht ?!
Wir schreiben das Jahr 2009. Ein weltbekanntes Sci-Fi-Franchise, das fast fünf volle Dekaden sein Dasein feiert, wagt einen Neustart. Angesichts seines hohen Alters ein nicht wirklich unlogisches Unterfangen. Denn was gab es bisher seit dem Anfang von allem, anno 1966 ? Drei Nachfolgeserien, die weit in der Zukunft NACH der Classic-Serie angesiedelt waren, und eine...
Veröffentlicht am 4. November 2011 von S. K.

versus
123 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mal eben ein ganzes Universum ausgelöscht...
Der zehnte Star Trek - Kinofilm, bei dem es um einen besessenen Romulaner ging, der eine Superwaffe besitzt, mit der er die Föderation auslöschen will, floppte. Nun wollte man einen Neuanfang, für den man J.J. Abrams als Produzenten und Regisseur holte. In diesem hoffnungsvollen Neuanfang geht es um einen besessenen Romulaner mit einer Superwaffe, mit der...
Veröffentlicht am 24. März 2010 von Frankie Eyes


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124 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine alternative Realität. Warum auch nicht ?!, 4. November 2011
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Wir schreiben das Jahr 2009. Ein weltbekanntes Sci-Fi-Franchise, das fast fünf volle Dekaden sein Dasein feiert, wagt einen Neustart. Angesichts seines hohen Alters ein nicht wirklich unlogisches Unterfangen. Denn was gab es bisher seit dem Anfang von allem, anno 1966 ? Drei Nachfolgeserien, die weit in der Zukunft NACH der Classic-Serie angesiedelt waren, und eine Serie, die von der Zeit VOR der TOS-Crew handelte.
Viele dieser Serien haben massenhaft Anhänger, aber auch viele Gegner. Die Meinungen gehen da ziemlich auseinander; für die eine Gruppe ist TOS das Maß aller Dinge, für Andere stellt TNG einen Meilenstein des gesamten STAR TREK-Universums da, und bei den anderen Serien gibt es bestimmt ähnliche Ansichten und Meinungen. Doch alles in allem hat jede dieser Serien seine Daseins-Berechtigung. Das gleiche gilt auch für die Kinofilme.
Der Nachteil an so einer Langlebigkeit ist die kaum noch vorhandene Möglichkeit, das Fandom noch so zu begeistert wie zu früheren Zeiten. "ENTERPRISE" und "STAR TREK X - Nemesis" sind Beispiele / Opfer dieses Abwärtstrends der letzten Jahre.

Nun setzt Paramount wieder auf den Anfang von allem, und da noch ein kleines Stück weiter zurück: Zu den jungen Jahren der TOS-Crew. Auf den ersten Blick ein begrüßenswertes Ziel, wurde doch dieser Zeitraum der geliebten Crew-Mitglieder auf filmischer Ebene wenig ausgeleuchtet.

Doch so einfach wollte man es sich doch nicht machen. Der neue STAR TREK 2009 sollte mehr als nur eine schlichte Kopie sein. Moderner, temporeicher, aktueller, anders. Letzteres mit großem Ausrufezeichen. Gleichzeitig aber auch Vieles von dem beinhalten, was STAR TREK, insbesondere TOS ausgemacht hat.

Die wohl wichtigste Frage vorab: Ist "STAR TREK" ein typisches STAR TREK-Abenteuer ?
Die Antwort lautet: JEIN !

Schon der Look, die Action und das Tempo, das der Film an den Tag legt, beweist, dass eine richtige Neu-Umstrukturierung am Franchise vorgenommen wurde. Auch mit dem Stil der Inszenierung geht man neue Wege: intensive und neuartige Kamera-Perspektiven, die in Kombination mit Lenseflairs ein stimmiges und packendes "Mittendrin"-Gefühl vermitteln, wuchtige, aber wohl dosierte Sci-Fi-Action-Einlagen, eine ungewohnt leichtfüßige Erzählweise und eine musikalische Untermalung, die eine komplett neue Richtung geht (fern vom bekannten Werken eines Jerry Goldsmith oder James Horner), eine junge frische Schar an Darstellern, die ihre Aufgabe wunderbar meistert. Alles Merkmale, die ganz dick unterstreichen, dass dieser "STAR TREK" auf den ersten Blick anders ist als alles bisher Dagewesene.

Doch betrachtet man den Film im Detail, stellt man fest, dass oben Genanntes nur die glänzende Oberfläche darstellt. Im Kern steckt viel mehr ursprüngliches STAR TREK drin, als viele es zugeben oder wahrhaben wollen:
Die Charaktere und ihre Gefühlswelt, der Humor und unzählige Zitate und Anspielungen auf das ursprüngliche TOS, bilden die Quintessenz des Films. Genauer:
Die Macher hinter "STAR TREK" haben viel an bekanntem Charme aus der Serienzeit übernommen, sich aber auch getraut, den bekannten Figuren teilweise ungeahnte Charakterzüge zu verpassen, oder diese auch völlig neu darzustellen (trifft insbesondere auf Chekov und Scotty zu). Eine lobenswerte Entscheidung, meiner Meinung nach, wird dem Zuschauer doch die Möglichkeit geboten, seine Lieblinge von Grund auf neu kennenzulernen. Dennoch ist ein hoher Wiedererkennungswert gegeben, wenn man mit der TOS-Materie vertraut ist. Viele Eigenheiten und Macken der Protagonisten sind geblieben. Großes Lob verdient auch die Jung-Schauspieler-Riege. Alle spielen keine billige 1:1-Kopie des jeweiligen Charakters, sondern hauchen ihrer Figur auf ihre eigene Art und Weise Leben ein. Ist auch besser so, ein Chris Pine kann und soll keinen "Overacting"-William Shatner nachahmen. Dann doch lieber einen "neuen", jungen, eigenständigen Kirk, mit leicht rebellischem Touch.

Eine besondere Rolle wurde dem Humor zugesprochen. Ich kann hier nur für mich sprechen:
Es hat mir seit einer halben Ewigkeit kein STAR TREK-Film mehr so viel Spaß bereitet wie dieser jüngste Film. In diesem Punkt kommt Teil 11 dem Original näher als das Meiste, das zuletzt den Namen "STAR TREK" tragen durfte. Endlich kann die trockene, mit der Zeit etwas öde, permanente "Ernsthaftigkeit" eine kleine Pause einlegen, um dem Spaßfaktor genug Raum zu lassen. Ich finde das ist ein Punkt, der immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Das alte Buddy-Gefühl, das bekannte Stück "Menschlichkeit" ist wieder da.

J.J. Abrams' Neu-Inpretation zeugt aber auch vom Mut, Tabus zu brechen:
Durch Neros Eingriff in die Zeitgeschichte verändert sich das zukünftige Leben unserer Helden, die "eigentlichen" Freunde Kirk und Spock sind sich anfangs eher spinnefeind, was viel Reibungsfläche bietet; diese Beiden verlieren einen geliebten Menschen, ihre Lebensläufe können unterschiedlicher nicht sein, Spocks Heimatplanet Vulkan wird vernichtet, und noch vieles mehr, was eher das Prädikat "STAR TREK-untypisch" verdient... Andererseits überhaupt nicht untypisch, hat doch das STAR TREK-Universums zur Genüge gezeigt, dass alles im Bereich des Vorstellbaren und Möglichen ist.

"Vulkan wird vernichtet"... Hey, da klingelt es bei den Kennern bestimmt gewaltig. Ist eigentlich unmöglich, da dieser in der Classic-Serie und auch danach doch weiterhin existiert.
Die Lösung dieses Widerspruchs (und einiger Anderer) ist so einfach wie genial:
Die Filmhandlung spielt sich in einer alternativen Realität / Zeitlinie innerhalb des "STAR TREK"-Universums ab. Das bedeutet: Es muss nicht auf die zukünftigen Ereignisse, die man aus TOS, TNG, DS9 und VOY kennt, Rücksicht genommen werden. Dieser Kniff ebnet somit den Weg, völlig neue Abenteuer zu gestalten, losgelöst vom "alten" STAR TREK.
Viele Anhänger sehen diese Lösung als Verrat am Franchise. Dieser Behauptung kann ich nicht zustimmen. Wenn in allen Serien die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft behandelt wurden, Zeitreisen zur genüge aufkamen und auch alternative Zukunftsereignisse in den Raum gestellt wurden, warum soll man nicht auch eine alternative Vergangenheit der TOS-Crew aufgreifen ? Warum sollten unsere Lieblinge denn keine ungestüme Jugend haben (für mich eine erfrischende Änderung, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Kirk und Co. zeitlebens reine Musterschüler und Vorbild-Menschen waren) ?
Meine Damen und Herren, wir sprechen hier schließlich über Science-Fiction ! Und Science-Fiction bietet unendlich viele Möglichkeiten und Ideen, in der Zukunft angesiedelte Geschichten zu erzählen. Und die Idee hinter "STAR TREK" ist nur eine von Unzähligen.

Gegner solcher Veränderungen - welche auch hier in diversen Rezensionen und Kommentaren reichlich ihren Unmut darüber auslassen - werfen dem Film in gleichem Zuge Logiklöcher in ungeahnten Dimensionen vor. Mal berechtig, mal nicht.
Man muss sich mal eines vor Augen halten:
Das gesamte STAR TREK-Franchise ist ein einziges Sammelsurium von inhaltlichen und logischen Fehlern, egal welcher Art oder Form (Interessierte finden genug Nachschlagewerke dazu. Viel Spaß beim Schmunzeln !). Die Tendenz, sich mehr und mehr in Fehlern zu verstricken, ist bei so einem stark gewachsenen Franchise im Grunde genommen unvermeidlich. Gegebenheiten, wo sich die Serien und Filme gegenseitig widersprechen, gibt es mehr als genug. Darum macht "STAR TREK" anno 2009 nicht mehr falsch als vorangegangene Filme / Serien. In über 40 Jahren haben sich soviele Paradoxien im STAR TREK-Universum ergeben, man glaubt es kaum. Wer sich damals nicht daran gestört hat, sollte auch jetzt nicht damit anfangen.
Und beim Schwerpunkt "Zeitreisen" haben nach nüchterner Betrachtung diverse Serien-Episoden und Filme, die dieses Thema aufgegriffen haben, in Punkto Logikfehler mehr Haken geschlagen als ein Hase auf der Flucht.

Außerdem: Wer richtig anspruchsvolle Sci-Fi sucht, der schaut sich kein "STAR TREK" an (zumindest was die Kino-Filme betrifft). Da gibt es andere Filme wie "Contact" oder sogar den Klassiker "Blade Runner", die mehr Aufmerksamkeit und Zeit des Nachdenkens erfordern und eher das Prädikat "philosophische Vollwertkost" verdienen.

Aber darum geht es auch gar nicht, bzw. darum ging es nie ausschließlich.

STAR TREK hat neben seinen moralischen und ideologischen Inhalten auch (oder ganz besonders !) durch seinen Humor, seine Kurzweiligkeit und - was am wichtigsten ist - seine Figuren stets zu unterhalten gewusst. Abrams' Film konzentriert sich hier auf die letzten drei Punkte. Und überzeugt damit auf jeden Fall.
Manche Fans mögen den Forschungsaspekt vernachlässigt sehen; da es sich hierbei aber um einen Neustart handelt und die Formierung der Crew im Fokus liegt, ist dies noch zu verschmerzen. Zukünftige Fortsetzungen - und die wird es lt. Paramount defintiv geben - werden bestimmt auch diesen Aspekt beinhalten, fängt die Forschungsreise der Enterprise am Ende des Films doch gerade erst an.

Die Story des Films ist überschaubar und nicht gerade die Originellste, aber sie funktioniert, ist alles andere als stupide und wird dank toller, imposanter Effekt- und Actionszenen (die dem Stoff durchaus stehen, aber nie wie z.B. in "STAR WARS" zur totalen Reizüberflutung verkommen), einer treibenden Musik, toller Darstellerleistungen und einer deftigen Portion Fun stark aufgewertet.
Die Uniformen, die den TOS-"Pullovern" stark ähnlich sehen (aber doch moderner gestaltet wurden), die leicht abgewandelte, mit mehr Rundungen versehene Enterprise, diverse Soundeffekte und andere Kleinigkeiten versprechen zudem Retro-Feeling pur. Das begeistert !
Eine perfekte Symbiose aus Nostalgie und modernem Facelift.

Die Neuausrichtung wird viele Neu-Fans finden, aber auch den einen oder anderen Alt-Fan abschrecken. Andere, so wie ich, die Ur-Version und Neu-Interpretation mit gutem Gewissen vereinbarungen können und aufgeschlossen sind, werden viel Spaß haben.
Puristen unter den Trekkies, die sich am alten Glanz der Vergangenheit klammern, sollten daher einen Bogen um diesen Film machen und beim "alten" STAR TREK bleiben, wenn es sie glücklich macht, und anderen (Alt-)Trekkies ihren Spaß an diesem Pre-Boot lassen. So tritt man sich nicht gegenseitig auf die Füße. Jedem das Seine.

Ob STAR TREK-Erfinder Gene Roddenberry an diesem Film Gefallen gefunden hätte oder nicht (geschweige an allen Filmen und Serien, die nach seinem Tod, also nach 1991 entstanden sind), wird unbeantwortet bleiben, denn der gute Mann ist nunmal seit 20 Jahren tot. Wer meint darüber urteilen zu können, sollte mit seinen Aussagen vorsichtig sein... Es sei denn diese Person kann mit Toten sprechen ;-)

Jedenfalls ist "STAR TREK" (2009) der wohl gelungenste Neustart einer Filmreihe des neuen Jahrtausends, vor allem aber wegen seiner Fokussierung auf die Charaktere ein Sci-Fi-Film mit viel Herz und Seele. Die Crew harmoniert perfekt, die Darsteller sind hervorragend getroffen und die Inszenierung zeitgemäß. Mission erfüllt, J.J. ! Wir bitten um Nachschub !
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50 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Star Trek - Resurrection (Blu-ray), 14. November 2010
Resurrection wäre wirklich ein passender Titel gewesen, denn eine Wiedergeburt, der seit den 60ern existierenden "Serie", ist es allemal.
Ich muss schon sagen - sehr gewagt, was hier Regisseur J. J. Abrams und sein Team, auf die Beine gestellt haben.
Man kann sich lebhaft vorstellen, wie gespannt man auf die Zuschauerreaktionen nach der Premiere und danach gewartet hat. Im Prinzip war alles möglich, der totale Verriss duch die Fans, bis hin zum auf die Schulter klopfendem Lob und Gratulationen von allen Seiten.
Man wollte offenbar nicht dem üblichen Star Trek-Weg folgen und eine X-te Auflage einer Geschichte mit Klingonen, der Föderation und Co. abliefern. Vielmehr erfand man das Star Trek-Universum komplett neu - im wahrsten Sinne des Wortes.
Dies ist natürlich ein gewagter Schuss vor den Bug und eine regelrechte Kampfansage an viele Hardcore Fans. Auch ich, als Star Trek Fan der ersten Stunde, muss zugeben, dass ich sehr irritiert war. Was??? Vulkan wird zerstört? Alles plötzlich anders? Eine neue alternative Zeitlinie? (man könnte dies noch endlos fortsetzen)
Persönlich war ich schon gespannt auf eine Geschichte, die den "wahren" Beginn von Kirk und Spock und ihre jungen Jahre zeigen würde und ich bin sicher, auch diese wäre ein Erfolg geworden. Aber wie gesagt, man entschied sich (leider oder Gott sei Dank?) anders.
Ohne viel verraten zu wollen, die meisten wissen ohnehin bereits, um was es geht - Romulus wird durch Spocks Scheitern, dies zu verhindern, zerstört. Ein dadurch entstehendes schwarzes Loch bringt ein Schiff mit Romulanischen Überlebenden, sowie Spock selbst in die Vergangenheit. Die Romulaner (angeführt von Eric Bana, den ich im Kino gar nicht erkannt hatte), versuchen nun ihrerseits Vulkan in der Vergangenheit zu zerstören, um dass Unglück rund um Romulus in der Zukunft zu verhindern. Fälschlicherweise schieben sie nämlich alles Spock in die Schuhe.
In der neuen alternativen Zeitlinie ist aber Gott sei Dank nicht alles anders. Man trifft natürlich auf praktisch alle wichtigen Charaktere, erlebt wie Kirk (Chris Pine), Spock (Zachary Quinto aus der Serie Heroes), Pille/Bones McCoy (Karl Urban aus Herr der Ringe, RED, etc. - habt ihr eigentlich gewusst, dass er Karl-Heinz heisst :) ) Scotty (Simon Pegg/Shaun of the Dead), Uhura (Zoe Saldana) und Chekov und Sulu auf der Akademie zusammentreffen.
Die Schauspieler wurden allesamt hervorragend ausgewählt und passen sehr gut in die übergrossen Fussstapfen, die ihre "Vorgänger" hinterlassen haben.
Auch Bruce Ringwood als erfahrener Captain Pike macht seine Sache sehr gut! Als ich ihn am Ende im Rollstuhl sah, konnte ich mir ein Lachen im Kino nicht vergleichen - war natürlich auch wieder eine tolle "Hommage" an die alte Serie (obwohl, ich Pike und Kirk als eher gleichaltrig in Erinnerung habe).
Überhaupt, trotz alternativer Zeitline, gab man sich sehr viel Mühe zum Detail, was vermutlich viele Trekkies wieder besänftigte. Angefangen vom Kobayashi-Maru-Test, den ja Jim Kirk mit Bravour gemeinstert hat :), bis hin zu Kirks Jugend in Iowa.
Kurz zur Technik - das Bild der Blu-ray ist wirklich erste Sahne! Angemessen für einem Film dieses Kalibers. Der deutsche Ton ist ok, nicht weltbewegend, habe gelesen, dass sogar der Ton auf DVD etwas besser sein soll.
Auf der Bonus-Blu-ray gibts viel zu entdecken und man erfährt in unzähligen mehr oder weniger langen Featurettes viel Hintergrundinformationen.

Fazit:
Was mir besonders gefallen hat:
- Bild der Blu-ray
- Liebe zum Detail
- die Schauspieler bringen die alten Charaktere wirklich gut rüber, ganz besonders Spock und Pille. die beiden waren wirklich hervorragend.
- man bekommt Leonard Nimoy als alten Spock wieder zu sehen!
- der Mut zur Veränderung, obwohl man sich natürlich mit der Idee der geänderten, seit den 60ern bekannten Star Trek Geschichte, erst mal anfreunden muss. Dies gibt aber andererseits massig Möglichkeiten für weitere Ideen für Filme, Serien etc.
- für Paramount-Verhältnisse umfangreiche Bonus-Blu-ray (meist erhält man sowas erst nach der xten Special Edition)
- viele "Realeffekte" durch Bauten und Modelle, statt übertriebenem Computereinsatz
- Der schnelle Ablauf, die gute "Pace", es gibt kaum/keine langweilige Szenen. (J.J. Abrams sagt im Making Of, dass er die schnelle Star Wars "Pace" in das eher langsame Star Trek Universum bringen wollte - was ja beinahe ein bisschen frech ist ;) )

nicht ganz so toll:
- Ton eher durchschnittlich
- Chekov ist war nett und lustig, nervt aber ein bisschen :)
- dass Spock Kirk auf dem Schneeplaneten aussetzt, kann vermutlich kein Star Trek Fan nachvollziehen, so anders kann die geänderte "Realität" gar nicht sein.
- die Monsterverfolgung auf dem Eisplaneten war eher peinlich, offenbar wollte man einfach ein paar Effekte zeigen. Erinnerte ein bisschen an die noch viel ärgere und sinnlosere Reise durch den Planetenkern in Star Wars Episode 1.
- trotz der über 2 Stunden, hätte man sich natürlich noch mehr Szenen mit Pille, Scotty, Sulu und Co. gewünscht. Hauptsächlich sah man halt Kirk und Spock.
- die Romulaner bleiben blass, es hätte auch jede andere neue oder alte Rasse sein können, es hätte keinen Unterschied gemacht, sie waren eher "Nebensache".

Star Trek - trotz oder vielleicht sogar wegen der alternativen Zeitline, macht Lust auf mehr. Die daraus resultierende interessante Story tut ihr übriges, die Schauspieler passen und vermitteln glaubwürdig Kirk, Spock und Co. zu sein.
Und an alle Hardcore Fans, die unzufrieden waren - gebt dem Film vielleicht nochmal eine Chance, und seht ihn euch noch ein 2tes Mal an.
Kann 2012 gar nicht erwarten, da soll der nächste Star Trek Film ins Kino kommen. Angeblich diesmal mit dem alten Captain Kirk (William Shatner).
Vielleicht wird ja dort die Zeitlinie wieder "gerade" gerückt :)
Möglich ist ja alles...
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123 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mal eben ein ganzes Universum ausgelöscht..., 24. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Star Trek (DVD)
Der zehnte Star Trek - Kinofilm, bei dem es um einen besessenen Romulaner ging, der eine Superwaffe besitzt, mit der er die Föderation auslöschen will, floppte. Nun wollte man einen Neuanfang, für den man J.J. Abrams als Produzenten und Regisseur holte. In diesem hoffnungsvollen Neuanfang geht es um einen besessenen Romulaner mit einer Superwaffe, mit der er die Föderation auslöschen will.

Aah so ja!

Im Vorfeld wurde gesagt, daß sich der neue Film an den offiziellen Kanon (=Star-Trek-Historie) hält. Nichts davon! Im Gegenteil: Fast die gesamte bisherige Historie (alles in allem 605 Fernsehfolgen und 10 Filme, also alles mit Ausnahme der Serie "Enterprise", die vor diesen Ereignissen spielt) wurde mit einem Wisch ausgelöscht, indem durch eine Zeitreise eine neue Zeitlinie erschaffen wurde. Vulkan existiert nicht mehr, Spocks Mutter ist tot, Spock selbst existiert in zwei Versionen in der selben Zeit. Dies sind nur die gröbsten "neuen Tatsachen", mit denen sich der allgemeine Trek-Fan abfinden muß. Es gibt noch viele weitere Ungereimtheiten...

Wie schlagen sich nun die neuen Darsteller der alten Haudegen? Mehr schlecht als recht, würde ich sagen. Am Besten kommt noch Zachary Quinto als junger Spock daher, der seine Emotionen noch nicht so unter Kontrolle hat, während sein alter ego in Gestalt von Leonard Nimoy - souverän wie immer - für die wenigen starken Charaktermomente sorgt. Auch Karl Urbans Pille kann überzeugen. Weniger gelungen ist dagegen Scotty (Simon Pegg), der so gar nichts von seinem bisherigen Charakter vorweisen kann. Ziemlich aufgesetzt und unglaubwürdig erscheint die Romanze zwischen Spock und Uhura (Zoe Saldana), zumal sie für die Handlung auch völlig unwesentlich ist. Am schwierigsten ist wohl Chris Pine zu beurteilen. Daß Kirk noch ein unreifer Schnösel ist, der mehr Ärger als alles andere macht, ist ja noch plausibel. Allerdings wird dieser Aspekt doch so stark übertrieben, daß man ihm den Reifeprozeß, den er im Laufe des Films durchmacht, nicht richtig abnimmt. Enttäuscht dürften wohl die meisten vom Kobayashi-Maru-Test sein, wo der Rotzlöffel apfelessend mit einer Mir-doch-eh-egal-Attitüde durchs Set stapft. Haben wir uns nicht viel eher vorgestellt, wie Kirk ernsthaft durch die Simulation führt, um anschließend mit einem shatner'schen Grinsen in all die verblüfften Gesichter zu schauen?

Kommen wir zum Bösewicht: Nero sieht cool aus, wird von Eric Bana noch cooler gespielt, hat aber mit einem Romulaner, wie wir sie kennen, ungefähr soviel gemeinsam wie Admiral Archers Beagle mit einem Klingonen. Und seine Beweggründe sind noch fadenscheiniger als die von Shinzon im vorigen Film. Na gut, dafür sorgt er mit seiner Vendetta für ordentlich Action und einen unterhaltsamen SciFi-Film.

Denn das ist er, von einem neutralen Standpunkt aus (sprich: als Nicht-Trekkie) betrachtet. Die Special Effects sind state-of-the-art, Bild und Ton ebenso, und unterhalten wird man wirklich gut. Nur Trek-Feeling will sich nicht einstellen, mit den Ausnahmen, wenn Leonard Nimoy auf der Bildfläche erscheint. Deswegen eine getrennte Wertung: Für Star Trek Fans 2 Sterne, für alle anderen 4 Sterne.

Wie inzwischen (leider) üblich, hat die DVD nur wenig Extras zu bieten - einen Audiokommentar, ein knapp 20minütiges Making Of und eine Gagreel - wohingegen die Blu-Ray mit Extras nicht geizt. Eine 2-DVD-Edition (im Steelbook) kann da schon mehr überzeugen. Die enthält u.a. noch (kommentierte) geschnittene Szenen und einige weitere Featurettes.

Wie es mit Star Trek weitergeht, muß man abwarten. Die Schauspieler sollen jedenfalls Verträge für mehrere Filme unterschrieben haben. Nur schade, daß mit einem billigen Trick (der an eine 80er-Jahre-Soap-Serie erinnert, wo plötzlich eine ganze Staffel oder so sich als Traum eines Protagonisten herausstellte) alles, was wir kennen, auf den Kopf gestellt werden kann.

(Der alte) Spock: Ich bin es, und werde es immer sein - Ihr Freund.
Kirk: In die Vergangenheit zu reisen um die Geschichte zu verändern - das ist mogeln.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Verpackung aber kaum Extras ..., 14. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bisher gab es unzählige DVD und Blu-Ray Disc Auflagen des letzten Star Trek Kinofilms. Diese Edition wird nun als "limitiert" angeboten und ist in einem Steelbook verpackt. Amazon lieferte diesen Artikel zu mir sehr gut verpackt, zur Sicherheit des Steelbooks war es nochmals mit einer Blasenfolie umwickelt. Somit war der Artikel optimal vor Dellen und Kratzern geschützt, ja da lacht das Sammlerherz.

Zur "Limitierung" dieser Blu-Ray Disc kann ich nicht viel sagen außer das sie offensichtlich auch außerhalb von Amazon bei einem hiesigen Elektronikmarkt-Kette käuflich zu erwerben ist. Die Extras der Blu-Ray sind leider ebenfalls "limitiert". Außer dem bisher bei allen Veröffentlichungen vorhandenen Audiokommentar gibt es nur noch den Zugang zu den NASA News (nur in englischer Sprache verfügbar), hierfür ist natürlich vorausgesetzt das euer Blu-Ray Abspielgerät einen Zugriff auf das Internet besitzt.

Schade das man hier auf einer Blu-Ray Disc die doch eigentlich genug Speicherkapazität bieten müßte, auf Extras wie die Deleted Scenes, die Trailer, das Casting, den Sternenflotten-Raumschiff-Simulator oder das Gag-Reel verzichten muß. Was unter dem Strich bleibt ist ein toller Star Trek Film in der bestmöglichen erhältlichen Bild- und Tonqualität zu einem günstigen Preis und das obendrein in der schönsten bisher veröffentlichten Steelbook-Version, zumindest nach meinem persönlichen Geschmack ;-)
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70 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten auf der neuen Enterprise, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Star Trek (DVD)
Es ist eigentlich immer dasselbe, wenn ein Film herauskommt, der auf einer Vorlage basiert (Buch/Serie/Comic etc.). Das Publikum lässt sich dann grob in zwei Lager aufteilen: Die eine Gruppe - nennen wir sie mal "Normalos" - kennen die Vorlage wenig bis gar nicht. Die andere Gruppe - nennen wir sie mal die "Fans" - kennen und lieben die Vorlage dafür sehr genau. Passenderweise sah ich den Film damals mit Vertretern beider Gruppen im Kino. Da waren ich und meine Brüder in der Rolle der "Fans" welche sämtliche "Star Trek" Serien seit Jahren kennen, lieben und auf DVD ihr eigen nennen. Die andere Gruppe bestand aus meinem Schwiegervater in spe (hatte als Kind auch mal gerne "Raumschiff Enterprise" gesehen) und meine Freundin, die zwangsläufig durch meinen Spleen auf das ST Universum aufmerksam wurde, aber für sie nur ein paar unter vielen Fernsehserien darstellt.

Schon im Vorfeld war bekannt, dass dieser Film quasi gleichermaßen ein Remake ebenso wie ein Prequel sein sollte. Beide Gruppen haben unterschiedliche Erwartungen an den Film. Die Normalos wollen einfach einen gut gemachten, unterhaltsamen SciFi-Film sehen. Die Fans erwarten dagegen eine gelungene Vorgeschichten, welche sich gut in das bisher bestehende Franchise einfügt. Um es kurz zu machen: Beide Gruppen werden mit diesem Film nicht ganz glücklich, auch wenn er beileibe nicht schlecht ist.

HANDLUNG (weitgehend spoilerfrei und ohne Ende)
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Das Raumschiff Kelvin stößt bei einem Flug auf ein riesiges, romulanisches Raumschiff. Der Captain des Schiffes, Nero, sucht Botschafter Spock. Er kommt aus der Zukunft und macht Spock für die Zerstörung von Romulus verantwortlich. Da er ihn nicht findet, tötet er in blinder Wut, den Captain der Kelvin. George Kirk übernimmt das Kommando und sieht nur einen Ausweg, um die Besatzung (sowie seine gerade gebärende Frau) zu retten: Er opfert sich selbst und rammt mit der Kelvin das romulanische Raumschiff...

Die Jahre vergehen: Auf Vulkan sehen wir den Vulkanier/Mensch-Mischling Spock heranwachsen; auf der Erde den jungen Jim Kirk. Beide wird der Weg auf die Sternenflottenakademie führen, wo sie sich zunächst alles andere als grün sind. Dann findet jedoch ein Angriff auf den Planeten Vulkan statt. Es handelt sich um Neros Raumschiff. Spock und Kirk sind an Bord der Enterprise, während der Captain des Schiffes, Christopher Pike, letztendlich von Nero gefangen genommen wird. Die Mannschaft der Enterprise kann nicht verhindern, dass Vulkan zerstört wird. In einer Ausseinandersetzung zwischen Spock und Kirk wird Letzterer von Bord geworfen. Dort trifft er jedoch auf den alten Spock aus der Zukunft, welcher ihm die Hintergründe erklärt?

KRITIK
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Es hätte schlimmer sein können. "Star Trek" hätte auch ein Film a'la "Mission Impossible" werden können, bei dem man die ursprüngliche Serie eigentlich komplett ignoriert. "Star Trek" wollte dagegen einen Mittelweg gehen: Zurück zum Anfang und noch vor die ursprüngliche Serie, um neue Zuschauer zu gewinnen. Auf der anderen Seite gibt es einen Brückenschlag: Mit Leonard Nimoy besetzte man den Original-Schauspieler von Spock und sorgt durch ihn für die Schaffung einer alternativen Zeitlinie, wodurch eine Verbindung zu dem bisherigen "Star Trek" aufgebaut wird.

Das die Autoren Fans von "Star Trek" sind merkt man an vielen Kleinigkeiten: Der Kobayashi Maru Test, die Anspielung auf Admiral Archers Beagle ;), die Einbindung von Pike, die Referenz an das vulkanische Lernsystem (vergl. ST 4) etc. Auch die Kindheit von Spock und Kirk passt gut zu dem, was wir über die Charaktere wissen, gleichwohl ich mir gewünscht hätte, Spock und Sarek hätten wie in der Originalserie ein paar Differenzen. Hier wirken sie mir zu harmonisch. Die Neubesetzungen sind eigentlich durchweg gelungen. Chris Pine verkörpert gut den rebellischen Kirk, der wohl erst später zu dem Mann wurde, den wir aus der Serie kennen. Karl Urban als Pille ist einfach genial. Mimik, Gestik, Verhalten - als hätte der Mann den guten DeForest Kelley sehr genau studiert. Auch Spock gefällt mir sehr gut, auch wenn es mir bei ihm ein bisschen zu sehr unter der Oberfläche brodelt (was wohl auch daran liegen könnte, das Leonard Nimoy - den man ja auch im Film sieht - von jeher sehr ruhig und würdevoll agierte. Quinto ist da als Schauspieler... sagen wir, etwas agiler - was jetzt nicht unbedingt besser oder schlechter heißt). Wer mir auch sehr gut gefällt, ist Bruce Greenwood als Pike, zumal er unter den "Jungspunden" allein durch sein Alter etwas herausragt. Als Mentor für Kirk und Spock ist Pike durchaus gelungen und so hoffe ich mir, dass Greenwood uns auch in den Fortsetzungen erhalten bleibt. Zumal er einfach cool ist ("Passen sie auf das Schiff auf, Spock. Es ist brandneu." ;).

Woran es jedoch massiv an diesem Film krankt ist seine Geschichte... sofern man überhaupt von einer Geschichte reden kann. Nach dem stimmungsvollen Anfang (also bis zum Anfang auf Vulkan) ist gut gelungen, danach verliert sich der Film in einem belanglosen Action Feuerwerk. Klar ist das Ganze gut inszeniert, aber gelungen ist die Geschichte trotzdem nicht. Nero, obwohl von Eric Bana dargestellt, fehlt es klar an einer ausreichenden Motivation (seine Erklärung für den Genozid an sämtlichen Förderationswelten ist etwas sehr dünn!).
Auch die unzähligen Logiklöcher in der Handlung sind nicht besser. Sämtliche Kadetten werden in Kommandopositionen gehievt? Die Mannschaft vertraut dem Kadetten (!) Kirk bedingungslos? Nero ist auf Rachefeldzug, anstatt vielleicht auf die Idee zu kommen, sein Volk darüber zu informieren, was in der Zukunft passieren wird? Auch die Rache-Nummer an Nimoy-Spock passt überhaupt nicht, wollte dieser doch helfen und ist eben leider gescheitert.
Last but not least ist das Treffen zwischen Kirk und Old-Spock sehr konstruiert. Statt einer Arrestzelle schießt Spock Kirk von Bord? Ausgerechnet auf den Planeten von Nimoy-Spock ist? Alles klar.

Technisch gesehen ist der Film ordentlich inszeniert. Man merkt deutlich, dass in diesem Film mehr Budget vorhanden war, als die gesamte Serie "Enterprise" verbraten hat. Es gibt mehr von allem: Größere und detailliertere Sets, rasant inszenierte Action, sehr gute CGI etc. Für Fans mag das Interieur (Kulissen etc.) zunächst befremdlich wirken, aber nach mehrmaligen Sehen muss man zugestehen, dass der technische/maschinelle Look weit realistischer wirkt als die vergleichsweise dezenten Kulissen der Vorgänger Filme/Serien. Der Soundtrack stammt von Michael Giacchino, der mir bislang eigentlich nur durch den Score der Serie "Lost" aufgefallen ist. Im Gegensatz zu "Lost" kann Giacchino aber weit mehr Akzente setzen. Gerade die majestätischen Passagen sind richtig gut und müssen einen Vergleich mit Jerry Goldsmith (schrieb die Eröffnungsmusik für "Voyager" und "The next Generation" sowie der Filme 1,5,8,9,10) nicht scheuen.

Was mir hingegen gar nicht gefällt ist der bemühte Versuch, das Ganze möglichst realistisch einzufangen. Damit meine ich die Stilmittel, die ich mangels besserer Worte, mit "Wackelkamera" und "Lichtreflektionen" umschreibe. Ich persönlich bevorzuge eher epische Kameraaufnahmen der Marke "Herr der Ringe" und "Star Wars" bzw. auch gerne mal betont ruhige Aufnahmen. In Sachen "Wackelkamera" hält sich der Film im Gegensatz zu den meisten Blockbustern etwas zurück und auch die Schnitte sind weit weniger drastisch als etwa in den Bourne-Filmen. Die "Lichtreflektionen" sind dagegen nervig. Jeder Laserstrahl, jeder Blitz, jede Lichtquelle (und davon gibt es verdammt viel auf der neuen Enterprise) bricht sich in der Kamera (und damit auf unseren Fernsehern). Und das permanent. Nein, da übertreibe ich nicht. Macht mal in eurem Wohnzimmer das Licht aus, legt den Film ein und betrachtet mal die eurem Fernseher gegenüber liegende Wand: Das sieht aus wie bei einem Gewitter! Lieber Mr. Abrams, wenn ich einen Sehtest möchte, gehe ich zum Optiker und nicht ins Kino.

DIE DVD
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Wie eigentlich nicht anders zu erwarten ist Bild- und Tonqualität für einen derart jungen Film über alle Zweifel erhaben. Gerade in den Action-Szenen (derer es ja nicht gerade wenig gibt), kommen sämtliche Lautsprecher voll zur Geltung. Es knallt von allen Seiten sozusagen.

Am Bonusmaterial wurde dagegen gespart. Neben einer 7minütigen Gag-Reel (Verpatzte Szenen, Albereien am Set) gibt es noch einen Audiokommentar von Regisseur J.J. Abrams und seinem Autoren/Produzententeam Roberto Orci, Alex Kurtzman und Damon Lindelof. Weiterhin eine ca. 10minütige Featurette namens "Eine neue Vision". Richtiges Bonusmaterial - Making-of, geschnittene Szenen, Interviews mit Cast & Crew - sucht man dagegen vergebens.

Auf Blu-Ray-Disc ist dann dieses Bonusmaterial zu finden. Wer also mit einer Anschaffung des Filmes spielt hat folgende Möglichkeit:

- Günstige DVD mit guten Bild/Ton-Verhältnissen
- Schön ausgestattete Blu-Ray mit viel Bonusmaterial (zzgl. Bild/Ton)

DAS FAZIT
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"Star Trek" ist ein gut inszenierter, unterhaltsamer SciFi-Blockbuster. Für einen kurzweiligen Abend ist der Film durchaus geeignet. Der Film hat auch für die Fanbasis viele Bonmonts, das Äußere wurde geschickt aufgepeppt, Leonard Nimoys Gastspiel lässt applaudieren und so ziemlich jede Neubesetzung ist gelungen. Leider ist die Geschichte relativ flach und hat Logiklöcher, die groß genug sind, dass selbst Neros Monstrum von Raumschiff locker durchpasst. Schaltet man sein Hirn aus, macht der Film viel Spaß. Aber gerade das 'alte' "Star Trek" war dann am besten, wenn das Gehirn ein bisschen angeregt wurde.

Für einen Anfang bin ich gewillt diesen Film zu akzeptieren. Bei der Fortsetzung, die definitiv 2013 in die Lichtspielhäuser kommt, musst aber jetzt wieder mehr kommen. Eine Steigerung wie etwa von "Batman begins" zu "The dark knight" (um mal im Blockbuster Genre zu bleiben) sollte da durchaus drin sein.
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gene Roddenberrys schweres Erbe, 27. August 2011
Von 
Bernd Hild "FritzX" (Ludwigshafen, Rheinland Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Obwohl kein Fan der Ersten Stunde so bin ich doch seit meiner frühen Jugend der Zukunftsvision des großen Gene Roddenberry verbunden und habe so ziemlich alles gesehen was in dieser Hinsicht produziert wurde. Das meiste davon gefällt mir sehr gut, wenn auch nicht alles. Nach dem Tod des Meisters 1991 ging die Reise immer weiter in neue Richtungen und Star Trek entfernte sich zunehmend von seinen Ursprüngen. Manch einer denkt das dies der Grund dafür ist das die großen Erfolge der beiden ersten Serien nicht mehr wiederholbar waren, andere glaubten aber das einfach eine Frischzellenkur nötig war. Dieser Film sollte eben diese Kur werden und die Genregröße Star Trek zu neuem Glanz und vor allem zu kommerziellem Erfolg verhelfen; zumindest letzteres ist gelungen.

Zunächst ein par Worte zu dieser wunderschönen Sammleredition; genau das ist es was ich mir für alle Start Trek Filme wünsche, eine geniale Aufmachung, die fantasievoll und hochwertig gestalltet ist und dem zahlenden Fan genau so viel Freude bereiten soll wie der Film selbst. Dazu eine Fülle von Bonusmaterial zur Entstehung des Projektes. Das Modell, dessen Untertassensektion zur Aufbewahrung der beiden Scheiben dient, wirkt in keiner Weise billig oder fragil, ganz im Gegenteil ist es voller liebevoll gestallteter Details und lässt einem das Herz wahrlich höher schlagen; hier wurde, bis hin zum absolut annehmbaren Ausgabepreis, alles richtig gemacht;

Nun zum eigentlich wichtigsten, dem Film: Alle klassischen Charaktäre sind vorhanden und mit jungen, mehr oder weniger bekannten Gesichtern besetzt. Die meisten schaffen es durchaus zu überzeugen (Urban und Quinto im besonderen) und rufen beim Zuschauer Erinnerungen an die Originale wach. Allerdings sind ein par der Charaktäre auch gnadenlos überspitzt und passen nicht zu ihren Vorbildern. Der größte Mißgriff ist Simon Pegg als Montgomery Scott! Er hat rein gar nichts mit dem liebenswerten, kauzigen Schotten der original Besetzung gemein und wirkt wie ein Fremdkörper. Natürlich wäre es sinnlos gewesen die Persönlichkeiten der Alten eins zu eins zu übernehmen, doch gibt es hier einfach zu viele Szenen in denen die beteiligten Personen durch ihr albernes Benehmen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Gleichwohl hat man blödsinnige Beziehungskisten und Animositäten unter einigen Besatzungsmitgliedern eingefügt, die bei so manchem alten Trekker befremdendes Kopfschütteln hervorrufen dürften.

Überaus gelungen sind natürlich die Spezialeffekte und in weiten Teilen auch die Austattung. Was mir in den alten Star Trek Filmen immer gefehlt hat, eine etwas realistischere und weniger sterile Darstellung der Schauplätze (Flottenakademie, der Planet Vulkan, Raumdocks usw.) wird hier im Überfluss geboten. Allerdings sind die Kulissen, welche den Innenraum der Föderationsraumschiffe darstellen zum Teil wirklich schlecht; dabei beziehe ich mich vor allem auf den Maschinenraum der Enterprise, der teilweise den Eindruck eines Kesselhauses eines Dampfschiffes vermittelt und wo tatsächlich vernietete Stahlträger Verwendung finden, wie auf der Titanic Anno 1912.

Die Weltraumkampfsequenzen haben mich gleichfalls nicht besonders beeindruckt da sie nach Schema 0815 verlaufen und die Geräusche wenn die Enterprise ihre Waffen abfeuert erinnern an ein Videospiel aus den 80ern.

Der Film ist schnell und laut, wie die meisten seiner Zeit - und Genregenossen, doch obwohl er den Zuschauer kaum zur Ruhe kommen lässt ist er nur leidlich spannend und langweilt immer wieder mit zwar optisch ansprechenden Szenen, die aber leider nur unnötige Effekthascherei sind und keinen roten Faden zulassen.

Der Film ist zeitlich vor der ersten Serie angesiedelt und soll die Anfangsjahre der Originalcrew erzählen. Ich ging mit sehr viel Vorfreude ins Kino und natürlich auch mit bestimmten Erwartungen. Auf die Handlung an sich will ich nicht näher eingehen, denn leider ist sie banal, unlogisch und was das schlimmste ist, eine Mogelpackung. Das Drehbuch ist eine Katastrophe und offenbart sehr viele Wissensdefizite der Macher. Der Hammer ist allerdings das hier, gleich zu Anfang des Films durch eine Zeitreise, der bekannte Handlungsstrang völlig verändert wird und wirklich massive Ereignisse die Folge sind, welche alles was Gene Rodenberry sich einst ausdachte in tosendem Krachen und Bersten hinwegfegen. So wird der Vulkan zerstört, wobei 99,9% der vulkanischen Rasse ausgelöscht werden. als ich das im Kino sah hat es mich noch nicht besonders geschockt, da man sowas ja gewohnt ist und zum Ende hin alles durch einen weiteren Eingriff in die Zeitlinie wieder repariert wird. Erst als der Abspann lief wurde mir klar das es hier keine Wiederherstellung der bekannten Zeitlinie geben würde. Dieses Debakel wurde mit voller Absicht angerichtet um den Murksern, die das unterirdische Drehbuch verzapft hatten bei ihren weiteren Ergüssen freie Hand zu lassen.

Für einige Fans ist dieser Film ein Schlag ins Gesicht, einige weigern sich sogar das als Star Trek anzuerkennen, für mich war er einfach nur ernüchternd. Gene Roddenberry hat einst, geprägt durch seine Kriegserlebnisse, eine lebenswerte Zukunft erdacht in der fast alle sozialen und politischen Probleme gelöst sind. Dabei hatte Roddenberry seine ganz eigene Sicht der Dinge und versuchte immer etwas Gesellschaftskritik sowie ethische, moralische und philosophische Untertöne mit einzubringen, Star Trek sollte niemals fade Mainsteamkost sein! Diese Vielschichtigkeit war es was Star Trek ausmachte und von substanzloser Knallbonbon Sci-Fi abhob. Oft sprach Roddenberry davon wie schwer ihm die Studiobosse seine Arbeit machten und wie oft er lächerliche, stupide Episoden drehen mußte weil die sich davon mehr Quote versprachen. Genau das haben die Verantwortlichen mit diesem Film wieder getan, die Substanz dem Effekt geopfert um schnelles Geld zu machen. Das ist eine Bankrotterklärung und eine Mißachtung von Gene Roddenberrys Vermächtnis. Ich kann nur hoffen das sich die Nachfolgenden Filme, die werden kommen solange man Geld damit verdienen kann, wieder mehr im Sinne des Erfinders präsentieren, denn sonst wird das dann wohl wirklich das Ende von Star Trek sein. Um das zu verdeutlichen muß man sich nur vorstellen Roddenberry hätte sich in den 60ern alles von den Geldgebern vorschreiben lassen und eine anspruchlose Serie für die breite Masse produziert. Star Trek wäre wahrscheinlich gleich zu Beginn ein kommerzieller Erfolg gewesen und nicht abgesetzt worden, doch das die Serie nach fast fünf Jahrzehnten immer noch eine riesige Fangemeinde auf der ganzen Welt hätte scheint mir unwahrscheinlich; vielmehr hätte sie sich wohl eingereiht in die Riege der vergessenen Sci-Fi Serien a'la Lost in Space und Ableger, geschweige denn Kinofilme wären niemals Produziert worden.

Abschliessend kann ich nur hoffen das man sich, jetzt da man wieder etwas Geld verdient hat, beim nächsten Projekt näher an Gene Roddenberrys Erbe orientiert auch wenn es schwer ist der Vision eines großen Mannes gerecht zu werden!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Reboot der Filmreihe, 26. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Star Trek (DVD)
JJ Abrams nimmt sich Star Trek vor und zeigt den Anfang der Crew um Kirk, Spock und Co. im modernen Gewand. Wie andere schon erwähnt haben, handelt es sich hierbei um eine alternative Zeitlinie, was meiner Meinung nach nicht weiter schlimm ist, schliesslich existieren die ganzen alten Filme und Serien ja noch. Lieber eine neue Kontinuität, als das man an der alten rumdoktort.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Sowohl die Besetzung als auch die Handlung haben mir gut gefallen und es ist schön die Enterprise wieder in Action zu sehen.
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Steelbook für Sammler, 11. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Bluray unterscheidet sich nicht von der normalen Bluray. Hier gibt es keine zusätzlichen Extras, hier wird nur etwas fürs Auge geboten, wer Wert darauf legt, dass Blurays auch schön im Regal aussehen. Generell kann ich sagen, dass das Steelbook optisch schon was hermacht. Was man auf den Bildern hier nicht sieht, ist auch die Rückseite sehr schön anzusehen. Normalerweise erhält man dort den üblichen Standard-Text, dieser ist diemal auf einem Extra-Blatt. Auf der Rückseite befindet sich ein Abbild von Zachary Quinto im selben Stil wie Chris Pine auf der Vorderseite.
Zum Film kann man woanders genug Kritiken einholen, deswegen bezieht sich meine Bewertung lediglich auf das Steelbook.
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53 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein bisschen von allem, nur nicht Star Trek, 31. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Star Trek (DVD)
Man wünschte sich, J.J. Adams und das Autorenteam hätten mehr Zeit mit der ursprünglichen Star-Trek-Serie verbracht. Dann hätten viele Fehler und Unstimmigkeiten vermieden werden können, z.B. ein viel zu alter Captain Pike oder ein emotional instabiler Spock, der sofort aus der Fassung gerät, sobald man irgendetwas gegen seine Mutter sagt und der - wie ein Teenager - auf der Brücke mit Uhura knutscht. Überhaupt sind alle Figuren nur ein Abklatsch ihrer selbst. Weder Spock noch sein Vater schaffen es, die den Vulkaniern eigene Distanziertheit und Arroganz stimmig zu vermitteln. Scotty wird zu einem versponnenen Technikfreak und Chekov spricht, als hätte er gerade einen Kurs English für Anfänger absolviert. Besonders befremdlich die Beziehung zwischen Uhura und Spock. Nicht, dass ich einem jungen Spock keine Leidenschaft zutrauen würde, allerdings wird auch diese Beziehung nicht durch die Serie unterstützt. Und Kirk wird zu einem prügelnden, prolligen Halbstarken, der es nie in die Akademie, geschweige denn auf den Captains-Sessel geschafft hätte. Natürlich werden diese Brüche durch die Änderung der Vergangenheit erklärt, aber angesichts der hanebüchenen Unlogik erscheint das wie einst Bobby Ewing, der aus der Dusche wieder ins Leben, Pardon, in die Serie zurückfand. Hier hätte man beliebige andere Namen für die Figuren verwenden können, denn mit Star Trek oder dem Star-Treck-Universum hat dieser Film am wenigsten zu tun.

Insgesamt gelingt es weder, zwischen den Figuren eine stimmige Chemie aufzubauen - etwas, das der ursprünglichen Serie mit spartanischen Mitteln, aber umsomehr Schauspielerei und guten Storys gelang - noch eine stimmige Geschichte zu erzählen. Das liegt auch am völlig überfrachteten Setting, das alles ist, aber eben nicht glaubwürdig. Wo die ursprüngliche Serie durch physikalische Korrektheit punktete, ist dieser Film nur hübsch bunte Action. Nett anzuschauen, aber eigentlich austauschbar. Dieser Star Trek erinnert mehr an Star Wars oder den Wüstenplanet.

J.J. Abrams hat sicherlich Recht, dass dieser Film schneller ist als andere Star-Trek-Filme, leider hat er bei aller Geschwindigkeit vergessen, eine Geschichte zu erzählen. Er hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, etwas eigenes zu schaffen. Die Geschichte besteht im Wesentlichen aus einer Kurzfassung von Star Trek 10 (Nemesis) und der Rest der Story ließe sich in zwei Sätzen zusammenfassen. Selbst Emmerich gönnt seinen Filmen mehr Substanz und Originalität. Mich erinnert dieser Film an eine Fahrt mit dem Intercity. Man düst mit hoher Geschwindigkeit an der Landschaft vorbei, aber man verpasst nichts, wenn man mal nicht aus dem Fenster schaut. Mit einem Rausch der Geschwindigkeit hat das nichts zu tun.

Was bleibt, ist ein schwacher Film ohne Spannung und Höhepunkte.
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89 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unfassbar unlogische Story, 24. Februar 2010
Von 
Luzifer Hörfreund (Schwabingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Star Trek (DVD)
Unfassbar, wie schlecht das Drehbuch dieses Film ist. Es gibt wirklich kaum eine Szene, die nicht vollkommen unlogisch und widersprüchlich und übertrieben ist. Wirklich nicht!
ACHTUNG SPOILER:
- Schwarze Löcher verschlingen Romulus, Vulkan und fast die Erde - nur das Schurken-Raumschiff und Spock nicht, denn die reisen zufällig durch ebenso ein Loch mal eben in die Vergangenheit... Aha?!
- Kirk wird als Kadett suspendiert und steht vor dem Ausschluss aus der Akademie, aber gefühlte drei Minuten später ernennt man ihn kurzhand zum Captain, weil ja sonst niemand zur Hand ist... Aha?!
- die Romulaner-Gang sieht aus wie eine Handvoll Vin-Diesel-Tattoo-Klone, die absolut NICHTS mit der romulanischen Kultur und Ideologie verbindet. Warum also dann überhaupt Romulaner nehmen?
- Vulkan wird vernichtet und bleibt vernichtet und am Ende des Films stört es keine Sau. Ist halt so. Pech gehabt... Aha?!
- Kirk wird von Spock gemaßregelt und mal eben auf einen Eisplaneten geschossen. Statt ihn in eine stinknormale Arrestzelle an Bord zu sperren.
- Auf diesem Eisplaneten jagen die grausigsten Monster durch den Schnee, was im Grunde einem Todesurteil für Kirk gleichkommt (netter Spock)!
- Dann trifft Kirk dort zufällig (!) auf den uralten Spock, der ihm mal eben den gesamten Background des Films offenbart.
- Und dann treffen beide da zufällig (!) auf Scotty, der dort zwischen Gerümpel und einer Muppets-Figur den Warpantrieb neu erfindet und sich als verkappter Einstein des Universums offenbart... und somit die einzige Möglichkeit erfindet und besitzt, sie überhaupt jemals wieder aus eigener Kraft von diesem Planeten wegzubringen... Aha?!
- und wer Warpkerne in ein Schwarzes Loch wirft, der bekommt erzeugt keine Expolsion und keinen Gegenschub, auf dass man in Freie geschossen wird und das Schwarze Loch kollabiert, sondern der verstärkt nur die Anziehung und Größe des Schwarzens Lochs. Im Grunde hätte es also die Enterprise und die Erde etc stumpf verschlingen müssen. Stattdessen verschluckt es nur die Bösen und dieses Mal richtig (statt sie in die Zeit reisen zu lassen, wie zuvor) Aha?!
- und was machen eigentlich die Vin-Diesel-Schurken geschlagene 25 Jahre (!) die sie angeblich auf Spock warten? Mit irgendjemandem Kontakt aufnehmen? Ihr superhypermodernespower-Schiff vielleicht nach Romulus bringen und dort ihre Flotte stärken und aufpowern? Ihren Heimatplaneten zumindest warnen? Verbündete suchen? Nöööööö, sie bohren sich anscheinend wirklich 25 Jahre einfach nur in der Nase, tätowieren sich komische Sachen in die Glatzen und wissen dabei ja überhaupt nicht, ob Spock wirklich eines Tages erscheinen wird... Und dass nur aus dem Grund, ihn dabei zusehen zu lassen, wie sie jetzt (nach 25 Jahren elender Warterei und Nasebohrens) plötzlich Vulkan zerstören wollen. Total logisch... Aha?!

- die Liste ließe sich ewig weiterführen, aber den Vogel schießt dann das Ende ab: denn die neu veränderte Zeitlinie wird nicht korrigiert, sondern läuft nun einfach so weiter. Ohne Vulkan in dieser Zeitlinie und ohne Romulus in der anderen Zeitlinie (was wiederum der gesamten Star Trek Chronologie aller anderen ST-Serien widerspricht). Somit sind neuen Abenteuer von Kirk2 und Spock2 und der Enterprise2 Tür und Tor geöffnet.
Das Star Trek Universum erhält einfach eine zweite Zeitlinie, und da kann man sich nun nach Belieben austoben. Dass die Charaktere Kirk, Spock, Uhura, Scotty, McCoy etc dabei nun völlig andere Charakterzüge und Geschichten haben und somit im Grunde beliebig austauschbar geworden sind, interessiert scheinbar niemanden mehr...

Ich gebe es auf. Dieser Film ist eine einzige Katastrophe! Aber hey, die Bilder und Effekte sind gut. Na denn...
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Star Trek
Star Trek von J.J. Abrams
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