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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scheint ja die Rezensenten zu spalten
Ich finde es zwar sehr schade, aber irgendwo auch verständlich, dass dieser Film die Gemüter nicht nur sehr positiv sondern auch sehr negativ erhitzt. Verstehen kann ich es insofern als das es ja auch die Leute geben muss, auf die Poppy ja Einfluss nehmen will, also all diejenigen, die offenbar wie der Fahrschullehrer hinter allem das schlechte sehen und ihre...
Veröffentlicht am 2. Januar 2012 von Maik G.

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Taxi to happiness
Über die Rezensionen hinweg ergibt sich ein Mittelwert von 3 Sternen, dabei gibt es viele 1- und 5-Sterne Bewertungen. Das deckt sich mit meiner Bewertung des Films, der für mich ein Patchwork aus einzelnen Szenen ist, die entweder sehr gut oder lausig sind. Das einzige Element, das eine gewisse Konstanz und einen sich entwickelnden Handlungsfaden im Film hat,...
Veröffentlicht am 26. Februar 2012 von Ice


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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scheint ja die Rezensenten zu spalten, 2. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
Ich finde es zwar sehr schade, aber irgendwo auch verständlich, dass dieser Film die Gemüter nicht nur sehr positiv sondern auch sehr negativ erhitzt. Verstehen kann ich es insofern als das es ja auch die Leute geben muss, auf die Poppy ja Einfluss nehmen will, also all diejenigen, die offenbar wie der Fahrschullehrer hinter allem das schlechte sehen und ihre Wut in die Welt hinaus schreien müssen. Diejenigen, die denken, ein Film muss sie von der ersten Minute zum lachen bringen und eine hyperaktive Frau wäre einfach nur nervig. Ja klar kann Poppy einem auf die Nerven gehen, wenn man seine eigene Einstellung nicht hinterfragt und nur die ersten 20 Minuten des Films sieht wie die Vielleserin laut ihrer Rezension. Als Leserin müsste sie eigentlich wissen, dass man einen guten Roman auch nicht nach 30 Seiten beurteilen kann. Wie vielschichtig dieser Film ist, zeigte ja erst der weitere Verlauf.
Gerade in der heutigen Welt voller Negativsmus tut Poppy richtig wohl, durchaus auch in dieser überspitzten Darstellung des Films, den ich übrigens gar nicht vordergründig als Komödie sehe und daher auch nicht ständig lachend vorm Fernseher saß, allerdings irgendwie mit einem dauerhaft wärmenden Gefühl im Magen und nem leichten Grinsen im Gesicht.
Genau so eine Grundschulleherin, die sich mit den Kindern beschäftigt, sei es spielerisch oder im Gespräch, würde ich mir für meine Kinder wünschen. Und das Poppy auch mal runterkommt und nicht dauerhaft auf Droge Optimismus ist, kam im Film ja auch klar rüber. Insofern mir ein Rätsel wie man diesen Charakter auch nur ansatzweise unsympathisch finden kann. Ihre Freude am Leben steckt an, ihr Mut nicht das normale Spießerleben zu führen, aber trotzdem diese Spießer nicht zu verdammen (wie es im Konflikt zwischen ihren beiden Schwestern zum Ausdruck kam), macht sie so sympathisch. Ihr Motto heißt, - leben und leben lassen - . Nur schade, dass offensichtlich viele Rezensenten anderer Meinung sind, und Poppys Optimismus und Freude als aufgesetzt betrachten, nur weil der Negativismus in unserer Gesellschaft normal geworden ist. Viele auch alternative Menschen scheinen die Fähigkeit kritisch zu denken, was Poppy ja durchaus auch tut, damit zu verwechseln an allem und jedem herum zu mäkeln. Diese Dinge nimmt der Film aufs Korn. Und das ohne die Polarisiserung wie sie hier scheinbar unter den Rezensenten vorherrscht. Auch der durchaus latente rassistische und chauvinistische Fahrlehrer wird ja letztlich als vielschichtiger Mensch dargestellt, der auch durch seine Hingezogenhenheit zu Poppy ja etwas wichtiges für den Film ausdrückt. Jeder sehnt sich nach Liebe, egal ob der Optimist oder der Pessimist. Die Frage ist nur, wer kommt besser durchs leben, ohne dabei beliebig und oberflächlich zu sein? Poppy hat den richtigen Weg gewählt. Mit 30 Jahren jede Menge erlebt, sie weiß worauf es im Leben ankommt und hat sicherlich vielen Menschen auch etwas geschenkt. Mir hat sie jedenfalls die Hoffnung darauf geschenkt, dass nicht nur noch negatives Denken in unseren Breitengraden vorherrscht. Ein toller Film mit einer sehr guten Sally Hawkins, die nicht umsonst den Silbernen Bären und den Golden Globe für diese Ausnahmeleistung bekommen hat.
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Tiefgründig oder nicht tiefgründig", das ist hier die Frage ..., 5. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
... die ich für mich eindeutig mit "Ersteres!" beantworten kann. Eines jedoch vorweg: Bei "Happy-go-lucky" handelt es sich nicht um eine fluffige Komödie mit einer skurrilen Protagonistin, die man einfach mögen muss - diese Erwartung hatten der Trailer und diverse Vorberichte bei mir geweckt, und ich hatte mich auf eine Art "britische Amélie" eingestellt. Der Film erzählt auch keine abgeschlossene Geschichte mit einem klassischen Spannungsbogen, vielmehr folgen wir einfach der Protagonistin Poppy, die offenbar zwanghaft guter Laune ist, durch verschiedene Alltagssituationen. Sie nimmt Fahrstunden, arbeitet, trifft sich mit Freunden und Familienangehörigen. Und doch steuert der Film auf eine Art "emotionalen Show-down" zu.

Gerade zu Beginn des Films setzt Mike Leigh alles daran, dass man vor lauter Kopfschütteln über Poppy kurz vorm Schleudertrauma steht (Stichwort: Fahrradklau, Weiberabend). Poppy nervt. Sie ist peinlich. Sie scheint die Realität und die Reaktionen der Menschen in ihrer Umgebung zu ignorieren. Im späteren Verlauf fragt man sich dann auch, wie sie bisher heil durchs Leben kommen konnte (Stichwort: schizophrener Penner), und bei den ersten Fahrstunden empfindet man noch eine Mischung aus Verständnis und Mitleid für ihren Fahrlehrer. Irgendwann kommt man aber nicht mehr an der Tatsache vorbei, dass Poppy tatsächlich ihr Leben meistert, und das sogar recht erfolgreich. Sie hat Freunde, hält ihre Familie zusammen, ist zufrieden und fähig in ihrem Beruf, und auch in der Liebe tut sich schließlich was. Sie hat offensichtlich unbeirrt ihre "Nische" gefunden - ist das nicht eigentlich genau das, was wir uns alle wünschen? Parallel werden wir Zeugen, wie das Leben des Fahrlehrers langsam auseinander bricht - was anfangs noch wie nachvollziehbare Verbitterung wirkt, entpuppt sich als manifeste Störung, aus einem "Unsympath" wird nach und nach ein Psychopath. Und jetzt wird die Kernfrage des Films deutlich: "was ist eigentlich normal?".

Das intensive Zusammenspiel der Hauptdarsteller und die sich langsam herausbildenden Kontraste haben bei mir noch lange nachgewirkt. Ich vergebe dafür 4 Sterne - die Schauspieler, allen voran Eddie Marsan, hätten 5 verdient, den Abzug gibt's für einige Längen, die die subtilen Wendungen eher überdecken als hervorheben. Wer ein gewisses Interesse an skurrilen Charakteren, psychischen Untiefen und hässlichen Inneneinrichtungen hat sowie halbwegs immun gegen Fremdscham ist, wird Happy-go-lucky" durchaus unterhaltsam finden.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendig, fröhlich, hintergründig., 4. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
Anfangs kann sie schon nerven, die unverschämt gute Laune der sonnigen Poppy.
Minutenlang kichert sie sinnfrei mit ihren beschwipsten oder bekifften Freundinnen.

Das ist aber nur der Beginn eines wunderbaren und vielschichtigen Films über eine jungen Frau, die sich einfach nicht am allgemeinen Gejammer beteiligen will, sondern den kleinen und größeren Ungereimtheiten des Lebens bewußt eine fröhliche und frohe Seite abgewinnt.
Es macht viel Spaß ihr dabei zuzuschauen und lernen kann man auch etwas.
Denn diese Lebensart wird auch an Grenzen stossen - oder besser: muss auch Grenzen setzen. Das wird am Ende der Geschichte erzählt, als sich Poppy gegen den miesepetrig-tragischen Fahrlehrer und seine Missverständnisse behauptet. Kein honigsüßes Happy-End , sondern ein nachdenklicher, weiter und offener Ausblick.

Der Film zeigt feinsten Humor und hat mit "witzischer Kommedy" rein gar nichts zu tun.
Dass sich an ihm die Geister scheiden, ist - so glaube ich - beabsichtigt.

Hier passt ein Zitat von Kurt Tucholsky:
Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen, und es klingt hohl, muß das nicht unbedingt am Buch liegen. (Dürfte auch für Filme gelten)
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz schön verspielt..., 25. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
...geht Pauline(Sally Hawkins), von ihren Freunden nur Poppy genannt, mit ihrer Umwelt um. Die Londoner Grundschullehrerin ist aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt. Poppy ist albern, lustig, verbringt viel Zeit mit Zoe(Alexis Zegerman) und Dawn(Andrea Riseborough), macht Party bis zum Augenstillstand und bastelt mit den Kleinen in der Schule Hühnerkostüme. Nebenbei will Poppy ihren Führerschein machen und treibt dabei den psychopathischen Fahrlehrer Scott(Eddie Marsan) fast in den Wahnsinn. In diesem Highspeedleben ist kaum Platz für einen Mann. Bis plötzlich Tim(Samuel Roukin) auftaucht. Da könnte auch Poppy schwach werden.

Es ist jedoch nicht nur alles eitel Sonnenschein in Poppys alberner Welt. Als sie in der Schule erkennt, wie ein Schüler ständig gegen andere gewalttätig wird, will Poppy handeln. Auch Scott scheint dringend Hilfe zu benötigen. Von den Obdachlosen und sozial Schwachen in London gar nicht zu sprechen. Aber Poppy kann nicht die ganze Welt retten...

Mike Leigh hat mit Happy-Go-Lucky einen erfrischend selbständigen Film geschaffen. Keine Komödie a'la Hollywood oder ein tränenreiches Sozialdrama direkt am Abgrund. Leigh lässt am Anfang des Films, der für meinen Geschmack erst langsam in Fahrt kommt, seine Poppy nur albern herumblödeln und mit ihren Freundinnen feiern. Aber dann kommt Leigh in Fahrt und Happy-Go-Lucky wird richtig gut. Es gibt einen dramatischen Bruch, als Poppy den verwirrten Obdachlosen trifft und Leigh legt eine Menge Tiefgang und Niveau nach. Happy-Go-Lucky lebt vom Wortwitz, der auch in der Synchronisation gut rüberkommt.

Sally Hawkins spielt die Nervensäge Poppy, die tanzt und singt, Trampolin springt und das Leben liebt, wunderbar. Eddi Marsan brilliert in der Rolle des Fahrlehrers Scott. Überhaupt: Poppys erste Fahrstunde oder ihre Teilnahme an einem spanischen Tanzkurs sind wahre Sternstunden des Kinos. Poppy zeigt uns, wie hart es ist, erwachsen zu sein. Begleitet wird ihre Geschichte von beschwingter, klassischer Musik, das passt hervorragend. Happy-Go-Lucky wird nicht Jedem gefallen, aber ich bin mir relativ sicher, dass er für einen Großteil der Zuschauer einen Hauch von Kultstatus erlangen wird. Schauen sie sich Mike Leighs Film an und entscheiden sie selbst. Aber passen sie auf: Poppy kann wirklich eine verdammte Nervensäge sein.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie stehen Sie zu guter Laune als Dauerzustand?, 16. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
Wem es bei einem Film immer primär um das alte "What's next?" geht, sollte von diesem Werk lieber die Finger lassen und sich auf Hollywood-Mainstream focussieren. Auf Handlungsebene passiert hier nämlich kaum mehr, als dass eine junge Frau Fahrstunden nimmt. Es ist bewiesen - aus sowas kann man durchaus einen höchst unterhaltsamen und preiswürdigen Film machen.

"Happy-Go-Lucky" ist in erster Linie eine Charakterstudie; es geht um eine junge Frau namens Poppy, die den Titel vortrefflich rechtfertigt - allzeit gut gelaunt, immer offen gegenüber anderen, und wenn Ihr was Missliches passiert, nimmt sie es mit selbstverständlichem Humor. Damit stößt sie bei manchen Mitmenschen auf Unverständnis, u.a. bei ihrem Fahrlehrer, der nun ganz anders gestrickt ist als sie ...

Getragen wird der Film von der wunderbaren Sally Hawkins, die einen als Zuschauer vielleicht in Poppy-Laune versetzt und auf alle Fälle zum Denken bringt ... Ist so eine ein Vorbild? Oder sieht diese Person vielleicht alles zu rosig? Ist sie womöglich die einzig Vernünftige unter lauter Blöden, die sich ihr Leben vermiesen, statt es zu genießen? Sollte man sich vielleicht trotz schwieriger Zeiten von dieser konventionellen Miesepetrigkeit verabschieden? Wäre ich im wirklichen Leben von einer Person wie Poppy entzückt oder genervt?

"Happy-Go-Lucky" löst eine Menge aus beim Zuschauer; man nimmt viel für sich mit, nachdem man in hohem Maße amüsiert und inspiriert wurde - und ein Film, über den man das sagen kann, hebt sich schon mal sowieso vom Üblichen ab. Also: allen, die mal was ganz Besonderes auf sich wirken lassen wollen, sei dieser Film wärmstens empfohlen !!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Taxi to happiness, 26. Februar 2012
Von 
Ice - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky [Blu-ray] (Blu-ray)
Über die Rezensionen hinweg ergibt sich ein Mittelwert von 3 Sternen, dabei gibt es viele 1- und 5-Sterne Bewertungen. Das deckt sich mit meiner Bewertung des Films, der für mich ein Patchwork aus einzelnen Szenen ist, die entweder sehr gut oder lausig sind. Das einzige Element, das eine gewisse Konstanz und einen sich entwickelnden Handlungsfaden im Film hat, ist der Taxifahrer.

Für mich ist der Taxifahrer, der eigentliche Star des Films. Nicht zuletzt auch wegen der schauspielerischen Leistung von Eddie Marsan, der es schafft, den dünnhäutigen, Problem getriebenen Scott eine solche Intensität zu verleihen, dass man ständig zwischen Verachtung/Verurteilung und Mitleid/Verständnis schwankt.
Dies soll die Leistung von Sally Hawkins alias Poppy nicht schmälern. Sie macht das beste aus der Rolle, kann aber natürlich nicht verhindern, dass ihre Figur unglaubwürdig wirkt - woran aber rein das Drehbuch schuld ist.

Der Filmtitel und auch der Trailer erwecken den Eindruck, dass es um die Geschichte einer jungen Frau geht, die sich gegen den Trend der allgemeinen Düsterheit stemmt und den Herausforderungen des Lebens als Frohnatur begegnet. Was dies angeht, versagt der Film fast auf ganzer Länge. Wie bereits erwähnt ist die einzige Geschichte, die sich entwickelt, ihr Fahrunterricht. Der Rest sind einzelne, fast immer isolierte Szenen zweier Kategorien: ernst und lustig/skurril.
Letztere laufen meist so ab, dass Poppy fremden Leuten, die bedrückt wirken, mit einem Grinsen einfach so spassige, teilweise beleidigende und respektlose Sprüche an den Kopf wirft. Danach sind die Szenen zu Ende. Man erfährt nichts dazu, warum die Person bedrückt war und auch nicht, ob die "Behandlung" durch Poppy irgendwas ändert. Was man hier sieht ist keine lebensbejahende junge Frau, sondern eine, die mit schriller Kleidung und kindischem Getue ihre Farblosigkeit und Oberflächlichkeit überspielt.
Eine ganz andere Person sieht man dagegen in Szenen, wo sie mit dem Ernst des Lebens selbst konfrontiert wird. Dort ist es vorbei mit dem Lächeln und den Sprüchen. Sie sagt oft nichts, sitzt oft nur still dabei und wirkt, als wäre sie damit überfordert. Das Gute daran ist, dass es ihr bewußt zu sein scheint und sie die richtigen Leute um Hilfe bittet. Dies sind oft auch die Szenen, wo der Film sein Versprechen einlöst und eine ehrliche Frohnatur zeigt: sie verurteilt Leute nicht.

Zur technischen Seite lässt sich nicht viel sagen, spielt bei diesem Film auch keine große Rolle: das Bild ist sauber und detailreich, die Dialoge klar verständlich. Die einzige Szene, wo man sowas ähnliches wie ein Surrounderlebnis hat, ist bei einem plötzlichen Schnitt in eine Szene, die in einer Disko spielt.

Fazit: Ein sehr orientierungsloser Film, bei dem einzelne Szenen zeigen, was man daraus hätte machen können.
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1.0 von 5 Sternen Booh is dat anstrengend, 18. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
Ich habe zu diesem Film gelesen "Liebeserklärung an das Leben".
Und dann kam das Grauen.
Ein Meerschweinchen on acid ist nichts gegen dieses Weib.
Diese Frau ist einfach ein Alptraum.
In einer Bewertung hier habe ich gelesen "Diagnose ADSH" -
da musste ich mir richtiggehend auf die Schenkel klopfen - das triffts absolut.
Ja - und 2 x 3 Minuten-Sequenzen sind nett und tiefschürfend.
Diesen Film kann man auch gut am Wegesrand liegen lassen. Es sei denn man ist grad mitten in der Pubertät oder total breit
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen There is no way to happiness - happiness is the way !, 15. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
Zum Teil kann ich die Reaktion der Rezensenten, die nur 1 -2 Sterne vergaben, sogar verstehen, wenngleich hier besonders auffällt, dass der Film, was Paulines Lebensart betrifft, auch eine Art Lehrstück ist. Begibt man sich in Poppies Denkensart, fällt es nicht mehr schwer, den Teil ihres Charakters zu tolerieren, ja, zu mögen, der so extrovertiert ist. Poppy lebt ja nicht nur offensiv Lebensfreude, sie lebt Toleranz und Liebe, geht unbeschwert und unbefangen an schwierige Menschen heran (Obdachloser, Scott, Schüler) und nimmt diese in ihrer Art an, wo andere Menschen sich abwenden, wütend, ungeduldig werden würden. DAS ist es, was mich so fasziniert hat an dieser Figur.
Gelacht habe ich übrigens oft, die Dialoge sind meistens zum Kugeln witzig....besonders aber über Poppies Schlagfertigkeit, die ja nie etwas mit "Schlag-Fertigkeit " zu tun hatte. Sie nimmt die Menschen so an, wie sie sind und unterstellt nicht. Sie vermutet zu Recht hinter Aggressivität und Wut ihrer Mitmenschen die Gründe dafür und interessiert sich auch dafür. Dass sie so lange aushält, bis sie die Grenzen ihrer eigenen Möglichkeiten sieht, ist umwerfend - wer hätte bei dem offensichtlich psychisch kranken Fahrlehrer Scott nicht schon viel früher das Handtuch geschmissen? Die Glückseligkeit mag man als gespielt empfinden - es ist ja ein Spiel - Film.....aber ist sie es denn wirklich - oder können wir uns dieses entschlossene Postivsein ohne Zweifel, Resignation und depressiven Verstimmungen nur nicht vorstellen?
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Happy go lucky" macht glücklich, 29. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
Dieser Film ist anders als alle anderern Filme.
Es ist meiner Meinung nach kein klassicher Hollywood Film wo sich die Stories immer wiederholen.
Und darum auch schon sehr empfehlenswert!

Poppy ist anders, anders als ihre Mitmenschen. Sie ist stets gut gelaunt und nimmt kein Blatt vor den Mund, sie ist eine richtige Frohnatur.

Ich habe ihn meiner Freundin geschenkt und wir haben ihn uns zusammen angesehen...
mir hat er sehr gut gefallen und noch wichtiger- meiner Freundin auch. So etwas in der Art habe ich noch nicht gesehen (und ich schaue viel Filme).

Wer sich traut etwas anderes sehen zu wollen, sollte sich diesen Film unbedingt anschauen!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es gibt nichts Schlimmeres, als die unendliche Abfolge von wunderschönen Tagen, 30. Juni 2010
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Happy-Go-Lucky (DVD)
Poppy ist Single, lebt seit 10 Jahren mit einer Freundin zusammen, arbeitet als Grundschullehrerin und betrachtet das Leben grundsätzlich von der Sonnenseite her. Vielleicht gibt es ein psychologisches "Störungsbild", welches das Verhalten von Poppy beschreiben würde. Denn alles, ja gänzliches alles erscheint ihr beschwingt und einfach vorzukommen. Und reagiert ihr Umfeld einmal in eine andere Richtung, versucht sie es schwungvoll mit froher Laune zu bestreichen.

Ich habe mich gefragt, wie ich reagieren würde, wenn ich jemanden wie Poppy kennen würde. Wahrscheinlich würde ich mich permanent auf dem Arm genommen fühlen und irgendwann schreiend davonrennen. Ich bin sicherlich kein negativ ausgerichteter Mensch, ganz bestimmt auch nicht so miesepetrig wie der Fahrlehrer, aber so viel Euphorie haut den stärksten Mann um.

Weshalb gebe ich dem Film nun dennoch 4 Sterne? Weil ich ihn für eine wunderbare Auseinandersetzung mit einer mir fremden Lebenswelt halte. Sicherlich mag es solche Mensch wie Poppy auch in Natura geben. Ich denke aber nicht, dass der Film ihren Umgang mit den alltäglichen Höhen und Tiefen als idealtypisch und vorbildhaft verkaufen möchte. Poppy geht einen möglichen Weg, aber dass sehr konsequent und geradlinig. Vielleicht mag man sich situativ eine Scheibe abschneiden, aber so generell?? Poppy provoziert und irritiert ihre Umwelt. Ich halte das für authentisch.
Und auf filmischer Seite erinnert mich die Rolle der Poppy stark an die immer frohgelaunte, korpulente Mitschwester von Whoopi in "Sister act".

Ich muss es einfach auch zugeben, dass der Film mich zu Beginn doch ziemlich genervt hat, ich im weiteren Verlauf aber durchaus einen hintergründigen Tiefgang erkennen konnte. Er ist auf alle Fälle außergewöhnlich und nicht einfach nur eine Comedy.
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