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33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Schlag in die Magengrube !
Es gibt Filme zu denen schreibt man eine Rezension und alles sprudelt nur so aus einem heraus und dann gibt es Filme wie diesen und man sucht verzweifelt die richtigen Worte zu finden. Dead Man Walking ist großes Kino mit exzellenten Darstellern die unter der Regie von Tim Robbins Höchstleistungen abliefern.

Zusammen mit einem Freund hat Matthew...
Veröffentlicht am 11. April 2008 von Exciter30

versus
2.0 von 5 Sternen der gang zum tod
ein hartes drama, für das man starke nerven braucht.
es kommen auch teils traurige stellen vor.
mich hat der film nicht besonders begeistern können da es u.a. an spannung fehlte.
Vor 24 Tagen von sir hilary veröffentlicht


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33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Schlag in die Magengrube !, 11. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Dead Man Walking (Oscar-Edition) (DVD)
Es gibt Filme zu denen schreibt man eine Rezension und alles sprudelt nur so aus einem heraus und dann gibt es Filme wie diesen und man sucht verzweifelt die richtigen Worte zu finden. Dead Man Walking ist großes Kino mit exzellenten Darstellern die unter der Regie von Tim Robbins Höchstleistungen abliefern.

Zusammen mit einem Freund hat Matthew Poncelet ein junges Paar ermordet und nun wartet er seit sechs Jahren auf seine Hinrichtung. Kurz vor dem baldigen Termin wendet er sich an die Nonne Helen Prejean um dadurch eine nochmalige Untersuchung seines Falles zu erreichen. Diese kontaktiert den Todeskandidaten und zusammen mit dem Anwalt Hilton Barber versuchen sie zu erreichen das die Todesstrafe in eine lebenslange Haft umgewandelt wird.
Nachdem dieses Vorhaben scheitert entscheidet sich Prejean dazu, den letzten Tag von Poncelet gemeinsam mit Ihm zu verbringen und Ihn beizustehen auf seinem letzten Weg.

Der Film überlässt es dem Zuschauer sich selbst eine Meinung zur Thematik Todesstrafe zu bilden und bezieht keine Stellung was wohl auch eine der großen Stärken von Dead Man Walking ist. Es ist wohl auch sinnlos darüber zu diskutieren da man trotzdem zu keiner Entscheidung kommt, den wer zieht wo die Grenze ? Wer hat es verdient" hingerichtet zu werden ? Nein die Gratwanderung diesbezüglich ist einfach zu extrem und lässt keinen endgültigen Schluss zu.

Basierend auf dem Buch Dead Man Walking der wahren Ordensschwester Helen Prejean entstand unter der Regie von Tim Robbins einer der besten Filme der neunziger Jahre. Mit Ehefrau Susan Sarandon fand Robbins die Idealbesetzung für die Hauptrolle welche auch mit einem Oscar belohnt wurde. Sean Penns Darstellung als zuerst noch arroganter und rassistischer und später reumütigerTäter steht dem aber in nichts nach.
Wie er Poncelets Wahrheitsfindung schauspielerisch umsetzt hätte auch eine der begehrten Trophäen gerechtfertigt.

Der Film ist wie Schlag in die Magengrube und obwohl man mit Poncelet leidet so bringt man trotzdem auch Verständnis für die Angehörigen auf. Die wahre Helen Prejean ist im Film übrigens auch in einer Minirolle zu sehen.

Nachdem der Film jahrelange vergriffen war gibt es Ihn nun endlich wieder in dieser Oscar Edition, welche zwar außer dem Film nichts zu bieten hat, aber besser ist als nichts. Für mich ein Film den man unbedingt gesehen haben muss !
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 8. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Dead Man Walking (DVD)
Schwester Helen Prejean (Susan Sarandon) die sich eigentlich den Armen von New Orleans widmet, erhält eines Tages einen Brief von einem Gefangenen, der auf die Todesstrafe wartet. Matthew Poncelet (Sean Penn), der wegen Mordes und Vergewaltigung vor sechs Jahren zum Tode verurteilt worden war und seine Unschuld beteuert, bittet Schwester Helen, für ihn ein Berufungsverfahren einzuleiten. Bald stellt Helen fest, dass sie in einer Zwickmühle sitzt: einerseits möchte sie Matt, dessen geistlicher Beistand sie wird, mit aller Kraft vor der unbarmherzigen Todesstrafe retten, aber andererseits kann sie auch die Eltern von Poncelet's Opfern verstehen, die auf Rache sinnen. Letztlich steht sie Matthew aller Anfeindungen zum Trotz bis zum Tag seiner Hinrichtung bei.
Ein heißes Eisen hat Regisseur Tim Robbins mit der Verfilmung von Schwester Helen Prejean's Tatsachenbericht angefasst. Besser und einfühlsamer hätte man das heikle Thema Todesstrafe nicht aufarbeiten können. Der Film zeigt - ohne Partei zu ergreifen und eine Meinung für oder gegen die Todesstrafe abzugeben - beide Seiten: den Todeskandidaten (der nicht als Monster, sondern als menschliches Wesen mit Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen gezeigt wird) und die Hinterbliebenen des Opfers, Befürworter und strikte Gegner der Hinrichtung, Politiker und Geistliche.
Nachdem man "Dead Man Walking" gesehen hat, wird man sicher keine eindeutige Meinung haben, ob man für oder gegen die Todesstrafe sein soll. Genau das will Robbins aber erreichen. Er will den Zuschauer dazu ermahnen, solch brisante Themen nicht nur einseitig zu sehen, sondern von allen Seiten her zu betrachten und erst dann ein Urteil zu fällen.
Besonders beeindruckend sind die Leistungen der Hauptdarsteller: Susan Sarandon (die den Oscar für ihre Rolle gewann) spielt Schwester Helen Prejan absolut überzeugend und Sean Penn glänzt als Todeskandidat zwischen blindem Hass und schierer Verzweiflung. Filmfans aufgepasst: Komiker Jack Black hat hier eine - ernste - Nebenrolle als einer von Poncelet's jüngeren Brüdern.
"Dead Man Walking" ist ein nicht ganz einfacher, aber sehr sehenswerter, fesselnder und berührender Film, über den man lange nachdenken wird.
Großartig!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Toter Mann kommt...!", 5. August 2011
Von 
H. W. "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
ZUM FILM:
Wie gerecht ist die Todesstrafe? Ist sie angemessen für jemanden, der vergewaltigt und gemordet hat? Was, wenn der vermeintliche Täter tatsächlich, wie er hartnäckig behauptet, unschuldig ist? Ist es zudem für eine Nonne moralisch vertretbar, diesem Todeskandidaten einen seiner letzten Wünsche zu erfüllen und ihm in den letzten Tagen seines Lebens sein christlicher Beistand zu sein? Und darf die Nonne vor allem eine nicht zu leugnende Sympathie für den zum Tode verurteilten Morder empfinden?

Dies sind die zentralen Fragen, um die sich Tim Robbins' meisterhaft erzählter Film "Dead Man Walking" dreht. Über diese Fragen wird sich so mancher Zuschauer dabei ertappen, wie er seine Meinung zur Todesstrafe selbst während des Films oftmals fragt. Dies gelingt Tim Robbins vor allem dadurch, dass er die beiden zentralen Charaktere durch und durch authentisch darstellt. Sowohl Schwester Helen Prejean (Susan Sarandon) als auch Matthew Poncelet (Sean Penn) bieten dadurch den Zuschauern viele Gelegenheiten, grundsätzliche Fragen zu stellen
- Wie würden sich wohl die Zuschauer verhalten, müssten Sie dem ungeöwhnlichen Wunsch eines Todeskandidaten entsprechen?
- Kann man für einen zum Tode verurteilten Mörder tatsächlich Sympathie, ja sogar so etwas wie Liebe empfinden?
- Was geht wohl in einem Menschen vor, der genau weiß, wann sein Leben beendet werden wird?
- Hat dieser Mensch überhaupt ein Recht auf Fürsorge oder Zusprache?

***** SPOILERWARNUNG *****

Das eigentliche Kunststück des Films ist es jedoch, scheinbar zielsicher alle moralischen Hürden zu umschiffen, die mit dem Thema "Todesstrafe" verbunden sind. Er bezieht letztlich keine Pro- oder Contra-Position, sondern gibt jedem Zuschauer die Gelegenheit, sich vollkommen neutral ein eigenes Bild zu machen. Meine persönliche Meinung zur Todesstrafe ist daher auch nicht wichtig. Ich muss jedoch sagen, dass mir die letzte halbe Stunde des Films bei jeder Sichtung aufs Neue ziemlich mitnimmt.
Zu erschütternd wird die Wahrheit über die Tatnacht des Matthew Poncelet dargestellt, zu erbarmungslos verrinnen die letzten Stunden im Leben des zum Tode verurteilten Mörders und zu eindringlich sind die Bilder der finalen Hinrichtung mit der Todesspritze: Mechanisch, kalt und unaufhaltsam wird das Urteil vollstreckt. Man kann aufgrund dieser Bilder schhockiert sein. Man kann jedoch so etwas wie Gerechtigkeit empfinden, da Poncelet gegenüber Schwester Prejean kurz davor seine Schuld eingestanden hat.

***** SPOILERWARNUNG ENDE *****

Neben der erzählten Geschichte sind es die beiden begnadeten Darsteller, Susan Sarandon und Sean Penn, die den Film zu einem Meisterwerk machen. Bis heute zeigt Sean Penn in "Dead Man Walking" eine seiner besten Leistungen überhaupt. Seine Wandlungsfähigkeit im Vergleich zu anderen Rollen und seine große schauspielerische Bandbreite kommen auch "Dead Man Walking" zu Gute. Man nimmt ihm den kalten Mörder ebenso ab wie den zweifelnden, unsicheren, ja beinahe flehenden und sehr am Leben hängenden Todeskandidaten. Penns Leistung ist schlechtweg beeindruckend! Und Susan Sarandon: Sie lässt den Zuschauer mit jeder Geste und mit vielen Sätzen förmlich spüren, wie sehr sie hin- und hergerissen ist zwischen der Aufgabe, die sie zu erfüllen hat, der Sympathie, die sie für Matthew Poncelet empfindet, und der gleichzeitigen Abneigung, mit der sie Gewalt und Mord gegenübersteht. Ein wirklich eindrucksvoller Auftritt!

ZUR BLU-RAY:
Leider wirkt das Bild gerade in Totalaufnahmen wenig detailreich. Ich möchte sagen, dass die wichtigsten Bildwerte, wie Kontrast, Schärfe, Schwarzwert keine Begeisterungsstürme in mir ausgelöst haben. In den zahlreichen Nahaufnahmen von Sarandons oder Penns Gesichtern werden allerdings viele Details sichtbar und plötzlich wirkt das Bild sehr scharf. Insgesamt also ein sehr durchwachsenes (allenfalls phasenweise überdurchschnittliches) Ergebnis.
"Dead Man Walking" ist ein reiner Dialogfilm! Ob der Ton nun ausgesprochen gut oder schlecht ist, ist folglich beinahe nebensächlich und wird von mir hier nicht bewertet.

Die Extras enttäuschen leider. Bis auf einen Audiokommentar von Tim Robbins und einen Original Kinotrailer herrscht bei den Boni Fehlanzeige! Gerade bei einem solch heiklen Thema wie der Todesstrafe hätten mich z.B. thematisch passende Dokus interessiert.

FAZIT:
Ein einzigartiger Film auf einer leider nur durchschnittlichen Blu-Ray! Wer die DVD des Films bereits besitzen sollte, muss die Blu-Ray nicht haben. Wer den Film jedoch noch nicht kennt oder ihn bisher nicht auf DVD besitzt, der darf sich dieses meisterhaft erzählte Drama nicht entgehen lassen.
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über Mörder und Menschen, 13. März 2007
Von 
M. Mersch (Bielefeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dead Man Walking (Oscar-Edition) (DVD)
Es gibt viele Filme über die Todesstrafe. Aber dieser ist anders. Hier geht es nicht um gut oder böse, schuldig oder unschuldig. "Dead Man Walking" zeigt einen Delinquenten, der gewalttätig, brutal und rücksichtslos ist - und: Er ist wirklich schuldig. Schuldig an der sinnlosen Ermordung zweier junger Menschen. Er ist also ein Vorzeigekandidat für alle Befürworter der Todesstrafe.

Dieser Film schafft nicht zuletzt durch eine überwältigende schauspielerische Leistung von Sean Penn und Susan Sarandon ein unglaublich intensives Bild eines Mörders, der selbst zum Todeskandidaten wird, zu zeigen. Er zeigt wie leichtfertig und unausgewogen der Rechtsapparat über Leben und Tod entscheidet, und er lässt in die Doppelmoral einer Gesellschaft schauen, die diese Strafe nach wie vor befürwortet. Spätestens seit der Hinrichtung Sadddam Husseins wieder ein hochaktueller Film. Denn er wirft die wohl wichtigste Frage zu diesem Thema auf: Welchem Zweck dient die Todesstrafe (in Wirklichkeit)?
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toter Mann kommt: Klug, differenziert und unheimlich intensiv, 2. Juli 2009
Von 
Ophelia (Helsingör) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Dead Man Walking (DVD)
"Dead Man Walking!" wird vom Wächter in den Gefängnisflur gebrüllt, wenn ein zum Tode Verurteilter aus seiner Zelle tritt, um zur Hinrichtung geführt zu werden. Der gleichnamige Film basiert auf authentischen Begebenheiten, welche Ordensschwester Helen Prejean in ihrem Buch Dead Man Walking. Sein letzter Gang aufschrieb.
Er beleuchtet eingehend, anhand des zum Tode verurteilten Mörders Poncelet, die Umstände, die mit der Todesstrafe in den USA zusammenhängen. Die ganze Bandbreite einer Auseinandersetzung mit diesem Thema wird gezeigt: Pro und Kontra, Opfer- und Tätersicht. Und alles noch mal gefiltert durch die Perspektive einer Frau, die sich trotz innerlicher Abwehr, dem unangenehmen Täter zuwendet und sogar echte Liebe und tiefes Mitgefühl für ihn entwickeln kann.
Darüber hinaus zeigt er kleine Ausschnitte aus der sozialen Realität in den Staaten, Kriminalität, die Rolle der Schwarzen, der sozial Schwachen und entlarvt verschiedene gängige Vorurteile.

Der Todeskandidat Matthew Poncelet sitzt seit 6 Jahren im Todestrakt. Poncelet ist angeklagt wegen Vergewaltigung und bestialischen Mordes an einem jugendlichen Paar. Ihm wird vorgeworfen er hätte diese grausame Tat zusammen mit einem Freund in einem Waldstück begangen. Der Freund konnte sich gute Anwälte leisten, auf Poncelet wartet die Giftspritze. Die katholische Schwester Helen Prejean ist der kirchliche Beistand, den sich Poncelet gewählt hat und sie begleitet ihn auf diesem letzten Weg. Mit offenen Herzen.

"Dead Man Walking" nimmt zwar eine eindeutig katholische Perspektive ein, schon allein weil alles aus dem Blickwinkel einer Nonne gezeigt wird, es werden auch sonst eher die konservativen und alttestamentarischen Argumente beleuchtet. Der Film wird aber glücklicherweise zu keiner Zeit tendenziös oder einseitig! Er lässt jedem Raum. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein klares Plädoyer gegen die Todesstrafe, wenn man genauer hinsieht, wird man aber merken dass er keine eindeutige Haltung vertritt... Es wird dem Zuschauer nicht einfach fallen sich damit auseinander zusetzen, dass auch für einen brutalen Mörder die Todesstrafe einen unmenschlichen und brutalen Mord darstellt - und doch auch... eine Form der Sühne darstellen kann.
Ein scheinbarer Widerspruch, den wir aushalten müssen.
Interessant war, dass ich, mittlerweile sah ich den Film zum Dritten Mal, jedes Mal mit anderen Augen gesehen habe.

Kamera:
Was hier für eine ausgefeilte Kameraarbeit dahinter steckt! Sie wirkt zwar eher unspektakulär und kommt ohne jede Effekthascherei, oder rasante Schnitte aus, aber es gibt einfache, jedoch wirkungsvolle und sehr "sprechende" Einstellungen. Als Helen anfangs Poncelet im Gefängnis besucht steht die Kamera seitlich neben der gläserne Besuchswand, welche die beiden trennt, und betont so die Distanz. In der Mitte des Filmes steht die Kamera dann frontal und es wird mit Spiegelbildern gearbeitet, so dass die gläserne Besuchswand, nicht mehr länger trennt, sondern die beiden Gesichter ineinander gespiegelt werden. Genial. Es gibt im ganzen Film keine zufällige Fokussierung, selbst wenn die Kamera für einen Moment das Zifferblatt einer Uhr in den Blick streift, geschieht dies nicht zufällig.

Die Schauspieler:
Das Ensemble überzeugt bis in sämtliche Nebenrollen: Die überfordertet Mutter des Täters und seine geschockten Brüder (Jack Black spielet übrigens den Bruder Craig), die Ami-Cop-Wächter im Knast, der dogmenfromme Gefängnispfarrer, die zerstörten Eltern der Opfer, bei denen alles nur noch aus schmerzenden Erinnerungen besteht, das Exekutionspersonal, das jegliche Verantwortung und Beteiligung an der Hinrichtung leugnet, alle gehen in ihren Rollen auf und zeigen ein authentisches Bild. (Der Staaten).
+ Susan Sarandon ist die perfekte Wahl. Gerade die Körpersprache, die Sarandon Schw. Helen verpasst hat, beeindruckte mich total: Man erkennt an ihrer leicht verklemmten Körperhaltung, den verschränkten Armen oder anderen kleinen Gesten, die Abwehr und das Abgestoßen sein von diesem unangenehmen Mann, der wohl unvorstellbar grausame Taten begangen hat. Das Gesicht und die Augen von Helen spiegeln aber die echte Offenheit des Herzens, sich in Nächstenliebe jedem Menschen zu öffnen, zuzuhören und Hilfe und echte Liebe anzubieten. Darüber hinaus kann man ganz nebenbei auch verfolgen, dass sich die Nonne mit ihren eigene Themen Zölibat, Verzicht auf Familie und "immer für andere Dasein" auseinandersetzt.
+ Der Todeskandidat ist keiner, den man irgendwie doch noch sympathisch, oder irgendwie liebenswert finden könnte. Er ist einer, der wohl wirklich grauenhafte Morde beging, der sexuell anbiedernd schleimt und obendrein noch ein verdammter Nazi ist. Penn verkörpert ihn herrlich abstoßend, mit seinem höhnisch-überheblichen Geschwätz, das aber doch, in der Auseinandersetzung mit Schwester Helen, auch Angst und Verletzung preisgibt! Penn zeigt da auch kleinste Nuancen. Er ist halt einer der Großen...

- VORSICHT SPOILER!!!-
Der Kernpunkt der Geschichte besteht für mich aber nicht im Pro/Kontra Todesstrafe sondern im Kern geht es eigentlich um menschliche Schuld und fehlendes Schuldbewusstsein. Er zeigt die Zerrissenheit, die aus der Verdrängung von Schuld resultiert und wie schwer es ist sich ihr zu stellen und wie schmerzlich. Matthew Poncelet, der es gewohnt war, dass Menschen auf seine Arroganz und Aggression mit Angewidertsein reagieren und nicht mit Liebe, legt an der Schwelle seiner Hinrichtung plötzlich sein arrogantes Faschogehabe ab und entwindet sich gegenüber Schwester Helen endlich das erlösende Geständnis. Plötzlich entlädt sich sein ganzer Schmerz und er kann bereuen. Er, der sich nur als "Hurensohn" kannte, hat sich "versöhnen lassen". Der Film lässt auch hier bewusst offen, ob er auch soweit gekommen wäre, wenn er nicht unmittelbar dem Hinrichtungsdruck ausgesetzt gewesen wäre. Eine Frage, die mich diesmal am meisten beschäftigt hat.
- SPOILERENDE -

Fazit: Ein Film den jeder mal gesehen haben sollte.

Dead Man Walking
Großbritannien/USA 1995
122 Min
Regie: Tim Robbins
* Matthew Poncelet - Sean Penn
* Schwester Helen Prejean - Susan Sarandon
Sprachen und Untertitel: DEUTSCH + ENGLISCH. Keinerlei Bonusmaterial.

HEY! Wann ist denn endlich wieder die DVD vorrätig, oder sogar in einer neuen Edition erhältlich, damit dieser Film nicht rar bleibt und zu völlig überteuerten Preisen verkauft wird? Neuauflage her!

EDIT März 2011: Nun kommt sie ja, die NEUAUFLAGE!
Bildformat: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: nur Englisch
Bonus/Extras: Spannend... der Audiokommentar von Regisseur Tim Robbins!
Sonst nix, nur der Original Kinotrailer.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Täter-Opfer, 12. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Dead Man Walking (Oscar-Edition) (DVD)
Ein Film aus der Perspektive von Täter und Opfer,dazwischen die Nonne Helen Prejean,die dem Täter nahekommt und sich die Sicht der Opfer nicht erspart. So sehr man dem Täter näherkommt,so sehr einem die kalte Tötungsmaschinerie unter die Haut geht, keinesfalls wird das Elend ausgeblendet, das hier verursacht worden ist.Der Film ergreift Partei für die Menschlichkeit, aber nicht für eine Seite in diesem Konflikt. Der Täter bekommt den Blick auf ihn als Mensch, der ihm zusteht, aber die Opfer und den Preis, den die Überlebenden zahlen müssen,zerstörte Beziehung und anhaltender Hass, wird auch gezeigt.Das macht diesen Film so aussergewöhnlich, weil er nichts von der realen Spannung unterschlägt und wenn die Nonne sich dem Täter ausserordentlich annähert, hat sie nicht die Opfer vergessen. Hinter der grausamen Tat, die einem immer wieder vor Augen geführt wird, sehen wir einen schwachen Menschen, der in eine Situation hineingerät, aus der er nicht mehr herauskommt. Er ist Täter und Opfer zugleich. Für die Täter-Seite muss er büssen und er nimmt es nach vielen Kämpfen an- das archaische Ritual von Auge um Auge. Der Überlebenden dürsten nach einem Blutopfer und sie bekommen es. Eine billige Parteinahme gegen die Todesstrafe kann man diesem Film nicht entnehmen. Er zeigt das grausame Ritual, kein Mensch wird dadurch wieder lebendig, aber es wird eben auch der Schrei nach Ausgleich gezeigt und nachvollziehbar.Menschen, deren Leben zerstört ist, wollen, dass das Leben zerstört von dem Menschen,der ihnen das angetan hat,auch zerstört wird.

Ein Film, der einem nicht aus dem Gedächtnis geht und viel zum Nachdenken gibt.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergesslicher Film, 15. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Dead Man Walking (Oscar-Edition) (DVD)
Wer diesen Film gesehen hat, wird ihn nie mehr vergessen! Die schauspielerischen Leistungen von Susan Sarandon und Sean Penn sind mit Worten nicht zu beschreiben, einfach überwältigend.

Der Regisseur Tim Robbins zeigt die Schrecklichkeit des Todes gerade in der Gegenüberstellung des brutalen Geschehens von Vergewaltigung und Mord an den beiden Teenagern auf der einen Seite (die durch nichts zu entschuldigen ist); auf der anderen Seite in der staatlich verordneten, eiskalt geplanten und durchgeführten Tötung des Mörders im Gefängnis mit Zeugen, die vorher schon mal noch ein Sandwich gereicht bekommen.

Welche Form von Tötung letzten Endes perverser ist, bleibt dem Zuschauer überlassen.

Der Film ist auf jeden Fall ein sehr berührendes Plädoyer gegen jede Form von Auslöschung des Lebens, für die Liebe und die Vergebung und gegen Hass und Rache.

Ein legendärer Film, der auf einer wahren Begebenheit basiert und zum Besten gehört, was uns Hollywood im 20. Jahrhundert geschenkt hat.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ergreifender Film!!, 6. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Dead Man Walking [UK Import] (DVD)
Dieser Film geht unter die Haut. Ich habe ihn vor einiger Zeit mal im Fernsehen gesehen und als Fan von Sean Penn wollte ich diesen unbedingt auf DVD haben. Ich habe ihn somit in der englischen Fassung auf DVD gesehen und bin zutiefst berührt von den schauspielerischen Leistungen und der Geschichte des Films. Ich habe lange keinen Film gesehen, der so berührt, so ergreifend und so erschütternd ist und zum Nachdenken anregt.

Er setzt sich kritisch mit dem Thema "Todesstrafe" auseinander und zeigt schonungslos die Realität, die sich in einer solchen Todeszelle bis hin zur Hinrichtung abspielen. Der Film beleuchtet alle Seiten, die des Täters, der hier als Mensch dargestellt wird und nicht als kaltblütiges Monster und die Seite der Opfer, mit ihren Ängsten oft alleein gelassen werden und wie für sie, sich das Leben danach dramatisch verändert hat. Die Gefühlswankungen, die Hoffnung und die Verzweiflung von allen Parteien werden so realistisch rübergebracht, dass ich mich regelrecht in den Film "hineingesogen" fühlte. Susan Sarandon und Sean Penn zeigen hier eine überragende schauspielerische Leistung. Man fiebert, hofft und bangt mit ihnen mit und immer ist da die Uhr im Nacken, wo man sieht wie die Zeit verrinnt. Ergreifend wie Susan Sarandon (Sister Helen Prejean) spielt und trotz Widerstände auch innerhalb ihrer Gemeinde bis zum Schluß Matthew Poncelet beisteht und versucht ihm mit geistlichen Beistand bis zum Schluß beizustehen. Schonungslos wird gezeigt, wie Armut und Profitdenken in den verantwortlichen Personen, die Haupttriebfedern sind, dass die Todesstrafe durchgeführt wird. Bezeichnend sind auch die letzten Worte Poncelet's (Sean Penn) "Mord ist falsch, egal wer es macht, ob er es macht, die Regierung oder wer auch immer!" Ein aufwühlender und grandioser Film, über dann man noch lange nachdenken muss.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für oder gegen die Todesstrafe - und wenn ja - warum???, 28. Januar 2004
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Ein bewegender Film! Haben Sie sich selbst schon einmal die Frage nach der Berechtigung der Todesstrafe gestellt? Ja? Welche Antwort haben Sie denn für sich gefunden?
Dieser Film stellt viele Fragen, viele bleiben offen - die Antworten auf die Fragen vermag sich der Betrachter nur selbst zu geben - eine Universalantwort, eine befreiende noch dazu, die gibt es nicht!
Sean Penn verkörpert den zum Tode verurteilten Gewaltverbrecher Matthew Poncelett, Susan Sarandon spielt die einfühlsame Ordensschwester Helen Prejan.
Der Film lebt von den beiden Charaktären Helen und Matthew - die eine versucht zu ergründen, der andere flüchtet vor sich selbst... - Abgründe öffnen sich, jedoch scheint keiner zu tief um nicht doch von Helen überwunden zu werden....
Der Leidensweg der Opferfamilien wird ebenso beleuchtet wie die Vorgeschichte des Täters, seiner Familie... - der Film regt wahrlich an über Todesstrafe nachzudenken - aber wie gesagt eine Antwort zu finden bleibt trotzdem schwierig!
Die Welt am Sonntag hat nicht ohne Grund geschrieben "....ein überzeugendes Meisterwerk!" - In der Tat das ist es!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zutiefst aufwühlend und erschütternd!, 6. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Dead Man Walking (DVD)
Ich habe selten einen Film gesehen, der mit einer solchen Wucht inszeniert und gespielt wurde!

Susan Sarandon und vor allem Sean Penn machen einen vergessen, dass man im Kino sitzt und einen Spielfilm schaut. Mich hat die Handlung des Films und das Spiel vor allem dieser zwei so "reingezogen", dass ich IM Film drin war, mitgelitten und mitgeweint habe - mit den Opfern und mit dem Mörder.

Tim Robbins ist ein Meisterwerk zum Thema Todesstrafe gelungen, das seinesgleichen sucht. "Dead Man Walking" bezieht nicht Stellung für oder gegen die Todesstrafe, zeigt "bloss" auf, was geschieht - und das reicht um einen tief zu berühren... Zugleich zerstört der Film auch das Zerrbild, das jeder Staat und jede Gesellschaft zur Legitimation der Todesstrafe braucht, nämlich daß es sich bei den Verurteilten nicht um Menschen, sondern um Monster handelt. Sean Penns Poncelet aber bleibt Mensch - auch und gerade in den Momenten, in denen er besonders hassenswert erscheinen will. Bis zu diesem Film war ich kein Fan von Sean Penn - nach diesem Film hat sich das geändert. Selten habe ich ein so intensives Spiel eines Schauspielers gesehen - das kann man kaum noch toppen.

"Dead Man Walking" ist ein Film von einer Klugheit, Schärfe und schauspielerischen Brillanz wie man sonst selten erlebt, ein Hochspannungsdrama, bei dem einen der Atem stockt und das mir, ich gestehe es, Tränen in die Augen trieb. Ich war noch selten von einem Film so erschüttert wie von diesem - Kino fürs Hirn und fürs Herz!
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