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4.0 von 5 Sternen Interessant, Spannend für viele sicher Unverständlich
Dieser Film ist nicht für jeden Geschmack geeignet. Es handelt sich um eine beeindruckende Mischung aus Space 2001 und ... ja und was? Tatsächlich würde ich sagen etwas Neuem. Klar das soetwas nicht aus Hollywood kommen kann. Allein die Bildsprache, die geführten Unschärfen, die leeren Momente in dennen nur Bilder sprechen. Soetwas kommte heute...
Veröffentlicht am 21. September 2008 von Boa Thor

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kunst liegt immer in der Ansicht des Betrachters
WARNUNG : Spoiler inside!

Ich schließe mich der Meinung meiner positiv gestimmten Vorredner an, der französische Film kommt immer wieder mit wahren Schätzen auf den Markt und daraus treten wirklich ausgesprochen tolle Schauspieler hervor.
Daher möchte man meinen, das erste Werk von Marc Caro, der zu vor mit dem bekannten Franzosen...
Veröffentlicht am 4. September 2008 von Ookami


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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kunst liegt immer in der Ansicht des Betrachters, 4. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (DVD)
WARNUNG : Spoiler inside!

Ich schließe mich der Meinung meiner positiv gestimmten Vorredner an, der französische Film kommt immer wieder mit wahren Schätzen auf den Markt und daraus treten wirklich ausgesprochen tolle Schauspieler hervor.
Daher möchte man meinen, das erste Werk von Marc Caro, der zu vor mit dem bekannten Franzosen Jean-Pierre Jeunet (Delikatessen, Stadt der Verlorenen Kinder, Alien: Resurrection, Amelie) zusammen gearbeitet hat, würde sich in diese Liste von Schätzen einreihen.
Zweifelsfrei beinhaltet Dante 01 eine Menge Symbole und biblische Anspielungen, allerdings teile ich nicht die hochgegriffen Euphorie, dass hier ein Meisterwerk der Tiefenpsychologie vorliegt oder sogar eine der ersten offenen Thematisierungen der widersprüchlichen, christlichen Kirche.
Allen voran mangelt es dem Film an annehmbarem Informationsfluss. Würde man nicht die Informationstexte auf der DVD Hülle haben oder Produktbeschreibungen von diversen Händlern, würde man eine entscheidende Sache allein durch den Film überhaupt nicht erfahren. Nämlich, dass St. Georg als einziger einen Kontakt mit einer außerirdischen Lebensform überstanden hat.
Der Charakter wird eingeführt als einziger Überlebender eines Raumschiffes, in dem man ihn blutüberströmt aufgefunden hat und eine Exekutive hat daraufhin die Annahme gesetzt, dass er der Mörder der gesamten Crew sein muss. Als solcher Massenmörder, der mehr lethargisch und desorientiert dargestellt wird, gehört er hingerichtet oder in das Forschungslabor. Mir ist es vollkommen entgangen, dass IM Film dieser Außerirdischenkontakt stattgefunden hat und wenn ich es nicht durch den Klappentext vorher gewusst hätte, wäre der Film noch mal so wirr gewesen.
Durchaus stimmt es, dass besonders die Namen der Figuren viel über deren Rolle preisgeben. Aber ohne ein Lexikon, überdurchschnittlicher Allgemeinbildung oder Wicki kann man das alles kaum fassen. Es ist ja schön und gut, anspruchsvollen Film zu machen und mit Symbolen zu arbeiten. Ich schätze solche Filme auch sehr und behaupte, relativ gut solche Filme fassen und verstehen zu können. Daher räume ich auch ein, dass Dante 01 meine Grenzen vielleicht überschreitet.
Auf mich wirkte das wie ein Eintopf von bekannter Bedeutungen. Der Weltraum und die Hölle, respektive eigene Sünde tragen haben Solaris, Event Horizon oder Dark Side of the Moon beispielsweise schon mal thematisiert. Die Suche nach Erleuchtung, fassbares Höhere in Sunshine. Matrix z.B. spielte mit biblischen Symbolen und bedient sich auch anderer Mythologie. So taucht in Dante 01 auch eine Persephone auf, die sich an die Hölle verkauft fühlt. Die Interpretation von Moloch ist auch recht simpel gehalten, ein Adipöser mit zwanghafter Essstörung, oder Lazarus, der sich leider auch nur mager an den wiederauferstandenen Lazarus anlehnt und eher als negatives Abbild herhält.
St. Georg, der heiliggesprochene Drachentöter ist vielleicht noch am leichtesten zu fassen. Auch ohne die Information, dass Aliens an ihm herumgepfuscht haben oder nicht, sieht man deutlich, dass St. Georg an irgendwas leidet. Die Schauspielerische Leistung von Lambert Wilson bekannt aus Matrix als Merowinger ist top. Stellenweise erinnert sein Spiel an das Martyrium, dass Christian Bale in Maschinist über sich ergehen hat lassen, um die Rolle zu verkörpern. Dieses Leiden wird leider mit einem Effekthagel torpediert, bei denen maximal 2 ' 3 Tellergroße Tentakelwesen erkennbar werden. Diese wirren Visionen lassen kaum Spielraum für Interpretation zu und entziehen sich auch einer fassbaren Symboldeutung. Auch die Effekte, als er beginnt, 'in' die Menschen zu sehen, sind zweifelsfrei schöner anzusehen als der hektische Brei ' doch fehlt auch da der wichtige Teil, der dem Zuschauer erlaubt zu begreifen 'was' er denn da sieht. Die Koordinatenpunkte wären ein toller Ansatz gewesen auf die mögliche 'Sünde' hinzuweisen oder ähnliches. Erst als der erste Inhaftierte, Bouddha - der seine Opfer unfreiwillig von deren Leid befreien wollte (auch eine pervertieret Version zum Namensgeber) mit der ominösen neuen Heilmethode behandelt wird, wird ein Sinn in die Reizüberflutung eingeflochten. Das Heilmittel wird einmal als Miniaturraumstation dargestellt, welche die roten Bultkörperchen beschießt und für St. Georg sieht es so aus, als wohne eines dieser Tentakelwesen in der Brust von Bouddha. In einer verzerrten Realität heilt St. Georg den Inhaftierten von der 'Heilung' seiner Krankheit, in dem er das Wesen herausnimmt und verspeist. Kaum das Bouddha erwacht, ist dieser wie ausgewechselt und verhält sich wie geläuterter vom Saulus zum Paulus.
Jetzt könnte der Film richtig gut Fahrt aufnehmen....tut er aber nicht. Das undefinierbare schwächt St. Georg und er kann endlich mal 2 Worte stammeln ' das Licht. Auf Grund der extrem wirren und diffusen Erzählweise könnte es vielleicht das erlösende Licht des Heilands sein ' oder aber das schliche OP Licht der Aliens, als sie seinen Körper verändern.
Das Finale raubt den Film den letzten fassbaren Boden, als die sich zerstrittenen Wissenschaftler und die Inhaftierten zusammenarbeiten müssen, weil eine Randfigur plötzlich die omnipotente Macht an den Tag legen kann und die gesamte Raumstation ins Fegefeuer von Dante manövrieren will. Aber hier schlägt sich die Kunst mit Klischeeszenen selbst ins Gesicht. Peinlich vorhersehbar sinnlos ernennt sich der Inhaftiertenanführer Cesar (gespielt von Dominique Pinon, der in fast jedem Jeunet eine Rolle inne hat) zum Märtyrer um alle zu retten und...scheitert. Belanglos eingeflochten ohne einen Hauch von Spannungsmoment. Von jetzt auf gleich verlässt St. Georg die Raumstation und beginnt, interpretierfreudig oder nicht, den Kampf mit seinem Drachen / seinen Dämonen. Hier kommt noch einmal deutlich die Symbolik der Raumstation zur Geltung, denn je nach Kameraperspektive wirkt St. Georg wie ein gekreuzigter. Kurz bevor die Effekte einem nach japanischem Standart Epilepsieanfall auslösen, endet der Film mit einer Einstellung aus der Raumstationperspektive. St. Georg ist verschwunden und die Hölle ist nicht mehr das, was sie mal war.

Jetzt saß ich da und fragte mich...was wollte mir dieser Film nun erzählen? Dass man das Leid der Menschheit auf sich nehmen muss, um die Menschen zum Guten zu verändern? Muss man sich für die Hölle aufopfern, um das Paradies zu erschaffen? Verkommt eine Gesellschaft zur Anonymisierung und der Mensch irgendwann nur noch ein Ding ist, dass es zu sezieren gilt, damit es versteht und es die Seele gibt, die unantastbar bleiben soll ' Themen die eher durch Persephones Kritik an das ganze Anstaltssystem angesprochen werden? Was ist mal wieder Hölle? Was ist Erlösung?! Mehr Fragen als Antworten.

Fazit
Genau aus dem Grund 3 Punkte.
Technisch ist der Film wirklich gut, keine Frage. Schauspieler sind überzeugend, wenn auch stellenweise viel zu reduziert und durch knappe Dialoge kaum Spielraum zur Charakterzeichnung gegeben. Kamera ist wie bei Jeunet experimentierfreudig und daher auch abwechslungsreich und auch mal exzentrisch. Die Story hatte viel potential, der nur angekratzt genutzt wird und verbaut sich selbst durch den Anspruch der sich im Abstrakten verliert. Hinzu waren die Klischeekarten unnötig ausgespielt. Der Film hat eine Spielzeit von 1h 30min..wenig soll ja oft mehr sein. Ich denke ein paar Minuten mehr hätten den Film wirklich gut getan, besonders wenn sie mit Informationen und Charakterzeichnung gefüllt gewesen wären.
Wie wunderbar ist dagegen doch das 93 minütige Meisterwerk 'The Fountain
'
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schönes cover, 4. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (Amazon Instant Video)
Das war es dann auch schon. Eventuell fehlt mir die notwendige Vorstellungsgabe, vielleicht sogar der erforderliche historische Hintergrund, jedoch sollte ein Film doch vordergründig eines...Gefallen. Das ist diesem Film in keiner Hinsicht gelungen. Die zwar schönen, jedoch keinesfalls bahnbrechenden Computeranimationen, konnten kaum über den etwas dünn gespannten Plot hinwegtrösten. Die vielfach beschriebene " Unschärfe" ist ebenfalls kein adäquates Mittel meine Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Dieser Film wird bestenfalls Menschen mit einer "besonderen Wahrnehmung" etwas Unterhaltung bringen. Ich bin daher sehr traurig über die vergeudeten 81 min., jede einzelne in der Hoffnung, dass etwas passiert. Psychedelisch trifft es genau, jedoch nicht im positivsten Sinn. Das Ende sieht nach Budgetausreizung aus. Schade...
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34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant, Spannend für viele sicher Unverständlich, 21. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (DVD)
Dieser Film ist nicht für jeden Geschmack geeignet. Es handelt sich um eine beeindruckende Mischung aus Space 2001 und ... ja und was? Tatsächlich würde ich sagen etwas Neuem. Klar das soetwas nicht aus Hollywood kommen kann. Allein die Bildsprache, die geführten Unschärfen, die leeren Momente in dennen nur Bilder sprechen. Soetwas kommte heute nicht mehr aus der Traumfabrik. Sicher mag man sich über die sich wiederholenden um nicht zu sagen immer wieder gleichen Computeranimationen ärgern, gerade weil der Rest eigentlich so gut passt.

Intrigen, Verrat, Wahnsinn und Eifersucht mit dem touch Schöpfungsmythos der Space 2001/Space 2010 zu etwas besonderem gemacht hat.

Und "Ja" die Namen der Charaktäre bedeuten tatsächlich etwas. So finden wir den Fährmann in die Welt der Toten, ebenso wie unmenschliche Götter, und Herrscher über die Unterwelt sind aufzuzählen.

Schon der Name Dante 01 soll an Dante Alighieris allegorisches jahrhundertwerk Werk "Divina Commedia". Auch wird das Werk um Film zittiert.

Kamera und Schauspilerische Leistung verdienen höchste Anerkennung,
die Story ist durchaus interessant. Lediglich wegen der teilweise etwas störenden Computeranimationen, verweigere ich diesen Werk den 5 Stern.

Anschauen, insbesonder auf die geniale Kameraführung achten, und genießen. Dabei das grübeln nicht vergessen, es muss ja nicht immer alles bar jeder Denkleistung auf dem Silbertablett serviert werden.

Einer der besten Sci-Fi-Filme aus F.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kopfarbeit, 31. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (Amazon Instant Video)
Wenn ich den Film in möglichst wenigen Worten beschreiben müsste, würden mir auf anhieb zwei Wörter einfallen: symbolträchtig und düster. Es ist hilfreich, wenn der Betrachter sich mit einigen mythologisch-religiösen Figuren auskennt, denn so lassen sich einige der Charaktere besser verstehen.

Es ist kein Film bei dem man sich mit einer Schale Chips vor den Fernseher setzt und sich berieseln lässt. Man muss von Anfang bis Ende mitarbeiten um das Kunstwerk zu verstehen und sicher werden dabei auch unterschiedliche Zuschauer auch zu verschiedenen Ergebnissen kommen. Aber trotz einiger offener Fragen und manch einer Verwechselung der Charaktere (in dieser Zukunft scheint der Fiseurberuf ein tragisches Ende gefunden zu haben ;) ) ist der Film, besonders durch die düstere Atmosphäre, einen Blick Wert.

Die Leistung der Schauspieler ist besonders hervorzuheben und eine willkommene Abwechselung.
Da mich einige der Effekte (besonders am Ende) gestört haben, schaft dieser Steifen keine 5 Sterne.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Potential verspielt..., 2. August 2008
Von 
D.K. (Bayreuth) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (DVD)
Zunächst mal eine Bemerkung vorweg: dem "typischen" Science-Fiction-Klientel kann ich von vornherein von diesem Film abraten. Das hier will eher Kunstkino als Sci-Fi sein. Das muss man wissen. Aber gerne, für mich persönlich: immer her damit.

Der Film beginnt vielversprechend. Die Optik erinnerte mich irgendwie an Alien 4, ich führe das mal auf die starke Überzeichnung zurück. Alles wirkt sehr Comic-artig, und die Holzhammer-Symbolik (ja, gelb und violett sind künstlerisch gesehen Komplementärfarben... wir haben's kapiert) tut ihr übriges dazu. Die Charaktere sind ebenso überzeichnet, was alles sehr "freakig" wirken lässt. Aber ist ja auch eine Psychopaten-Station... passt also irgendwie. Zumindest kein Hollywood-Hochglanz.

Wenn man sich darauf einlässt, kommt sogar richtig Stimmung auf. Die Story hängt zwar hin und wieder, aber lässt zumindest Freiraum für die Fantasie des Zuschauers (Ich finde es zum Beispiel gut, dass man die erfährt was mit St. George passiert ist) und ich persönlich hatte mich schon sehr auf die Auflösung gefreut - Die Andeutung einer Verschwörung, Aliens, oder vielleicht doch göttlicher Einfluss - auch ohne viel zu erklären hätte der Film spannend zu Ende gebracht werden können. Sogar mit Interpretationsfreiraum. Hätte. War leider nicht so.

***Achtung: Spoiler***

Spätestens ab dem Zeitpunkt, als die Station Richtung Dante fliegt, schwant einem schon Böses. Danach wird's herrlich unlogisch, und das gipfelt dann in einem (wie so oft) unglaublich sinnfreiem Heldentod. Da ist mir sogar beim schauen ein "Na toll, großes Kino, das hat es jetzt gebracht!" herausgerutscht. Und dann das Finale: Da wollte man bei 2001 klauen, aber das ging schief. Psychedelisch, gerne - langweilig: nö. Und das "Planeten-Wunder" war dann einfach der Abschuss. Ob Alien oder Engel, das war zu viel. Ganz davon abgesehen dass die Überlebenschancen der Crew dadurch auch nicht wirklich besser werden.

*** Spoiler Ende ***

Die DVD passt aus technischer Sicht, und Ausleihen kann man sich den Film sicher - Man sollte dann halt kurz vor Ende abschalten und sich lieber selbst was ausdenken. Aufgrund dieser herben Enttäuschung auf's Ende zu: nur 2 Sterne (Film 4, Ende 0).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Weltraum, 3. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (Amazon Instant Video)
Eine Raumstation voller Niederträchtigkeit die ihre Wurzeln im Wirken einiger selbsternannten 'Eliten' findet. Wer Parallelen zum Raumschiff Erde findet, liegt richtig.

Prädikat: Sehenswert
Daher nur fünf Sterne möglich.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierend - würde Mr. Spock sagen, 6. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (DVD)
Der Film ist - was die Szenen betrifft - für mich eine Mischung aus dem Buch "Camp Concentration", der intellektuel herausfordernden Geschichten der Tarkowskij Filme "Solaris" und "Der Stalker" und auch ein bisschen von dem Film "Stadt der Kinder".

Düster? Auf alle Fälle: Verbrecher der Serien-Killer- und Psychopathen-Klasse werden auf einer Raumstation "gehalten", um an ihnen neue Methoden der Therapie auszuprobieren: Therapien auf Psychologischer Ebene, Therapien mit physiologischen Ansätzen ("Medikamente" im weitesten Sinne) - und: Nano-Technologie, die u.a. das Erbgut verändert. Das einkalkulierte und akzeptierte Verlust-Risiko: 100%

Wenn man sich das derzeitige Umgehen mit der Bio-Technologie ansieht (EIN EINZELNER FEHLTRITT ist Zielführend), ein gar nicht so unrealistischer Ansatz - man sehe sich zum Vergleich nur die Folgen von "Resident Evil" an!

Aber ich schweife ab: Saint Georges wird auf diese Raumstation verfrachtet, zusammen mit einer "Der-Zweck-heiligt-die-Mittel-und-den-Profit-Wissenschaftlerin").
Was aus dem Film weniger deutlich hervorgeht: Saint George ist KEIN VERBRECHER, wie die anderen, sondern er hatte nur das Pech oder Glück, Aliens zu begegnen und diese Begegnung als einziger zu überleben - so steht es jedenfalls auf dem Klappentext. Der Film bringt das - zumindest beim ersten Mal ansehen - leider absolut nicht rüber: Saint Georges ist kein Verbrecher, sondern ein reines Versuchskaninchen (auch dieser Begriff wird im Film mehrfach erwähnt, was die Motive der Profit-orientierten Pharma-Sponsoren der Station noch deutlicher als sehr fragwürdig entlarvt).

Saint Georges hat aufgrund seiner Begegnung mit den Aliens die Fähigkeit, die Nebenwirkungen der injizierten Nano-Bots in den Mit-Gefangenen zu kompensieren, aufzuheben, und sogar zu heilen (was die eigentliche Absicht der Nano-Tech sein sollte).

Bevor er jedoch alle Gefangenen, Wärter und Ärzte "heilen" kann, zündet ein computer-technisch begabter Sträfling Triebwerke der Station, so dass diese droht, auf dem Planeten abzustürzen.

Über weitere Details zu der Story will ich mich hier auch nicht mehr auslassen, nur noch über das etwas verworrene Ende: Es sieht (für mich, nach dem ersten Mal ansehen) so aus, als würde Saint George die Raumstation tatsächlich retten. Aber hier sind die Bildsequenzen etwas sehr hektisch, unklar und nicht nachvollziehbar, so dass ich das Ende (derzeit) nicht so recht verstehe.

Anyway - allein der restliche Plot regt zum Nachdenken an, zeigt realistische Menschen in realistischen Reiz-Reaktions-Mustern und hinterlässt einen leicht beklemmenden Eindruck (man stelle sich nur mal vor, George Bush hätte seine Folter-Spielplätze auch noch um den Aspekt Bio- oder Nano-Versuchskaninchen erweitert...)

Ein Stern Abzug wegen dem etwas verworrenen Ende. Ansehen werde ich mir den Film auf alle Fälle noch ein paarmal, vielleicht finde ich ja noch raus, was mich derzeit etwas verwirrt...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der nächste wird bestimmt besser..., 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (Amazon Instant Video)
Wer "Delicatessen" kennt, wird von der etwas eigenwilligen Machart nicht überrascht sein. Im Gegensatz zu diesem fehlt es Marc Caros erstem Solo-Projekt allerdings an so gut wie fast allem.

Caro begnügt sich mit ein bisschen "Alien"-Atmosphäre, einem Hauch von "2001", schlechter CGI und jeder Menge Holzhammer-Symbolik (Dante, Hölle, Feuer, Drache, St. Georg, Charon, Persephone - ja,ja, wir haben es jetzt verstanden -, an den Haaren herbeigezogene Namen historischer Figuren...).

Allerdings erfährt man nicht, wo er denn mit dem Holzhammer hin will: Science Fiction-Ethik à la "Don't play with the human genome"? Menschenversuche sind irgendwie nicht so toll? Selbst in der Hölle wird sich ein Mensch finden, der sein Leben für das Wohl aller opfert, worauf dann der Erlöser den nächstgelegenen Planeten begrünt? Alles davon? Nix davon? Und wenn ja, warum?

Einzig die Schauspieler (allen voran Dominique Pinon und Lambert Wilson) machen einen wirklich guten Job, daher die zwei Sterne.

Für ein Science Fiction-Märchen ist das alles zu surrealistisch, für einen surrealistischen Film zu kindisch.

Zum Ende:

Bevor ich mir das noch mal ansehe, lasse ich mich lieber 24 Stunden lang auf einem Platz in Tokio festbinden und schaue mir die Leuchtreklamen an.

Fazit:
Wer sich "Dante 01" zu Gemüte führen und ein bisschen darüber nachdenken möchte: Wohl bekomms! Wer dabei zu keinem Ergebnis kommt (außer, dass es sich nicht gelohnt hat, den Film zu sehen), kann nichts dafür.
Der Talentierte vom Ex-Duo Caro/Jeunet steht damit wohl eindeutig fest: The winner is Jean-Pierre Jeunet.

Irgendwie erinnert mich das gerade an Kult-Regisseur Ed Wood:

Produzent: "Das ist der schlechteste Film, den ich je gesehen habe."
Ed Wood: "Ja, aber der nächste wird bestimmt besser."
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4.0 von 5 Sternen Mythos und Sifi, 29. Juli 2014
Von 
D. Benna (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (DVD)
Dieser Film hat seinen ganz eigenen Charme. Sieht man über die hier und da auftretenden Logikfehler hinweg, entsteht ein durchaus seh barer Film. Teils erinnert er mich Ereignismäßig an The Green Mile. Warum? Weil ein Fremder man als der Messias und Heiler gefeiert aber auch gehasst wird. Mehr wird nicht verraten!

Wie meine Vorredner beschrieben, nicht einfach sinnloses Hollywood sondern ein Film, bei dem man den Kopf einschalten muss.

Am Ende entlässt dieser Film den Zuschauer mit gemischten Gefühlen. So auch mich.

Kleiner Tipp am Ende: die 1 Sterne bewerter sind sicherlich Spider-Man, Hercules und vor allem Riddick Fans, welche mit falschen Erwartungen in diesen Film hineingezogen wurden. ;)
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Französiches Kino in Bestform !, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Dante 01 (Amazon Instant Video)
Marco Caro liefert hier in seinem ureigenem, düstern Stil ein vielleicht auf den ersten Blick unlogisches, düsteres und symbolträchtiges Stück Film ab. Aber nur auf den ersten Blick.

Vieles im Film erinnert mich an das Buch House of Leaves von Mark Z. Danielewski. Nicht die Geschichte, sondern die erzählerische Kunst über die eigentliche Geschichte hinweg. Auf das meiste wird man nicht hingewiesen, sondern man muss es entdecken.

"Dies ist nicht für dich !"

Was so direkt am Anfang von House of Leaves geschrieben steht, gilt auch für diesen Film.
Ich denke nicht, das der Film der breiten Masse gefallen wird.

An jeder Ecke wimmelt es von Symbolik, Zitaten, Namen, die allesamt kleine Geschichten in der Geschichte erzählen können.
Sofern man das Vorwissen hat oder interessiert genug ist, sich mit den Figuren oder den Geschichten dahinter zu beschäftigen.

Ein einmaliges Sehen reicht nicht aus, all die kleinen Details zu entdecken und in seine Interpretation einzubauen.
Und genau das verlangt der Film vom Betrachter. Es wird nicht viel zur Vorgeschichte erzählt und auch das Ende ist so offen, das nur eine Interpretation den Film lösen kann.

Lese ich mir die Kritiken hier so durch, stelle ich fest, das sehr viele Menschen dies nicht wollen oder auch nicht können.

Schade !

Toller Film
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