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Kundenrezensionen

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am 28. Januar 2007
Ich bin weder Indi-Film-Schauer noch würde ich mich als Intellektueller bezeichnen, aber von mancher hier geäußerter Kritik am Film bin ich aufrichtig entsetzt. Da heißt es ein paar Zeilen weiter unten, der Film sei in seiner Aussage verfehlt, die Atmosphäre sei falsch, und überhaupt fehlen Teile der Handlung. Verzeihung, aber das finde ich GRUSELIG, und ich möchte kurz darlegen warum.

Es gibt drei Arten von Zuschauern. Der erste sieht einen Film, den er nicht versteht/der ihm nicht gefällt und gibt sich damit zufrieden, dass man auch gute Filme nicht unbedingt verstehen oder mögen muss.

Der zweite sieht einen Film, den er nicht versteht und wird neugierig, was vielleicht dazu führt, dass er ihn nochmal anschaut und dann entweder mag oder nicht. Zugegeben, dieser Menschenschlag ist selten.

Der dritte aber, den ich persönlich am tragischsten finde, sieht einen Film, versteht ihn nicht, hält sich aber für wichtig genug, ihn kritisieren und gönnerhaft korrigieren zu dürfen. Rezensionen solcher Menschen häufen sich leider gerade bei eher ungewöhnlichen Filmen. Das Problem besteht nur leider darin, dass derartige Destruktivität weder dem Film noch diesen Leuten etwas bringt, weil der Film an Sternen und der Mensch an möglicher Einsicht verliert. Diesen Menschen möchte ich nahelegen, bei den bewährten Hollywoodproduktionen zu bleiben und das Vordenken Leuten zu überlassen, die das nötige Geschick haben.

Dennoch werde ich hier versuchen, diesen Film "Pi" möglichst objektiv darzulegen, die Entschiedung, ob es gelungen ist, überlasse ich dem Leser.

"Pi" stellt ein Experiment dar. Die schwarz-weiß-Ästhetik verbunden mit den eigenwilligen Schnitten erinnerte mich an "Metropolis", auch die Intention des Films scheint mir hier angelehnt. Die Story mutet an wie die Mutter von "Beautiful Mind", allerdings düsterer und pessimistischer. Auch authentischer wie ich finde. Die Darsteller sind in ihren Rollen sehr intensiv und überzeugend.

Warum 5 Sterne? Weil Aronofsky an eine Grenze und darüber hinaus geht, und ohne derartige Grenzüberschreitungen bliebe das Filmgenre in seiner Entwicklung stecken. Ich prämiere hier also, dass Arkonofsky ein Thema in einer unglaublich originellen und gleichzeitig ausgereiften Weise präsentiert, mehr kann man von einem Film nicht erwarten wie ich finde.
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am 16. Juli 2013
Zu erst sei erwähnt dass der Film nur etwas für Leute ist, die sich auch Abseits von Hollywood unterhalten fühlen. Leichtgängig ist er jedenfalls nicht. Der Inhalt ist recht schnell erzählt, gibt aber ein paar interessante Hinweise auf mathematische Zusammenhänge, die an sich bemerkenswert sind, jedoch im Film etwas waghalsig und oberflächlich vermischt werden. Desweiteren gefiel mir die Anspielung auf die Wichtigkeit der Vereinbarkeit von Wissenschaft mit dem "normalen", sozialen Leben.Trotz des kleinen Budgets ist die Atmosphäre des Films sehr gelungen.

-1* für die geringe Stichhaltigkeit der Theorien
-1* für die quitschenden "Psycho-Effekte" zur verdeutlichung seiner Anfälle
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am 1. Juni 2005
„Pi" trifft sicher nicht den Geschmack des Durchschnitts-Hobby-Filmeguckers, denn „Pi" ist schon ein sehr außergewöhnliches Werk. Das erste für viele abschreckende Merkmal mag wohl sein, dass der Film komplett in Schwarz-weiß abgedreht ist. Dann mag die musikalische Untermalung wohl einigen auf die Nerven gehen, weil sie doch sehr markant und stellenweise auch sehr ungewöhnlich und laut ist. Dann die Handlung an sich...keine 08/15-Handlung, sondern mal etwas ganz außergewöhnliches und faszinierendes. Zudem sind einige Szenen doch recht widerlich und rasant. Aber: man sollte den Film dennoch gesehen haben und vielen wird er sicherlich auch außerordentlich gut gefallen. Dieser Film ist mal etwas ganz anderes. Es geht um den Mathematiker Max, der sein Leben damit verbringt, mathematische Muster zu entdecken. Sein Hauptziel ist es dabei, ein Muster in der Welt der Börse zu entdecken und entschlüsseln. Max ist genial. Aber Max ist auch krank. Immer häufiger hat er Anfälle, die ihn mit heftigen Kopfschmerzen und Wahnvorstellungen quälen. Dazu noch ist Max ein sehr ängstlicher und menschenscheuer Mensch. Zu seinem Pech wird er dann auch noch von einem sehr gläubigen Juden in einem Café angesprochen und von diesem in das Geheimnis der Tora eingeführt, in der es seiner Meinung nach auch einen Code gibt, der aus genau 216 Zahlen besteht. Diese Zahl soll Max von nun an nicht mehr aus dem Kopf gehen. Von einem Freund, der vor seinem Schlaganfall an dem gleichen Projekt gearbeitet hat wie Max, hat er kurz zuvor die gleiche Zahl gehört und ebenfalls unmittelbar zuvor hat sein Computer eine ziemlich lange Zahl ausgespuckt, die er kurzerhand in den Müll geworfen hat, aber die im nachhinein wohl ziemlich wahrscheinlich aus genau 216 Nummern bestand. Zudem passten die ersten Zahlen, an die er sich erinnerte auch zu den neuesten Börsen-Ereignissen. Hatte er da etwa die Zahl erfunden, die alles auf der Welt erklärt? Das Problem war nur: wo ist diese Zahl? Im Müll war sie nicht mehr. Ehe sich Max versieht wird er von zwei Parteien verfolgt: Börsenleute, die diese Zahl wollen, um die Börse für sich arbeiten zu lassen und jüdische Gläubige, die meinen, dass diese Zahl von Gott persönlich auf der Welt hinterlassen wurde. Max erinnert sich nach und nach an die komplette Zahl, wodurch seine Anfälle aber immer schlimmer werden. Die Zahl scheint ihn allmählich umzubringen. Schließlich und letztendlich läßt er ab davon und läßt alle Mathematik hinter sich, um ein Leben zu entdecken, dass jenseits von Mustern, Codes und Zahlen liegt.
Wenn man die Handlung so kurz zusammenfasst, klingt es fast so, als wäre der Film ein ganz normaler Film. Aber das ist er keineswegs. Dominierend an diesem Film ist die Erzählperspektive von Max, die immer wieder anhand von persönlichen Notizen in einzelne Szenen eingespielt werden. Dabei wiederholen sich einige Sätze hin und wieder. Manche Szenen bestehen auch nur aus rasanten Kamerafahrten und stechender Musik. Realität mischt sich mit den Visionen in Max' Anfällen. Alles wird zum Ende hin immer rasanter und immer verworrener, so dass man sich letztendlich wie Max selbst fühlt, auf den nummerische Erleuchtung so plötzlich einströmte.
Am Anfang habe ich erwähnt, dass einige Szenen recht widerlich sind. Das kann schwache Nerven im ersten Moment schon etwas aufschrecken und wegsehen lassen. Der Film ist in dieser Hinsicht sehr direkt, aber keineswegs abartig oder blutig. Der Film ist ein einziger Strudel, der den Zuschauer immer weiter und immer schneller einsaugt. Da der Film nicht nur durch seine brilliant ausgetüftelte Handlung interessant ist, macht auch ein erneutes Sehen genausoviel Spaß wie das erste Mal. Auch wenn sich dieser Film vorwiegend um Mathematik dreht, ist er dennoch nicht nur etwas für Mathe-Freaks, sondern vor allem für Leute, mit einem guten Filme-Geschmack, die mal etwas anderes sehen wollen als das übliche Hollywood-Kino.
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am 5. Februar 2006
Der Film Pi (1998, Regie: Darren Aronofsky) ist ein amerikanischer Thriller, dessen Produktion lediglich 60.000 US-Dollar kostete. Er handelt von dem genialen Mathematiker Max (gespielt von Sean Gullette), der kurz vor einer wissenschaftlichen Entdeckung steht. Max ist ein Paradebeispiel für das gemeinsame Auftreten von Genie und Wahnsinn: Er leidet an Paranoia, sozialen Ängsten und Migräneattacken. Diese innere Zerissenheit wird durch die Filmtechnik (durchgänig grobkörniges Schwarz-Weiß, wackelige Kameraführung, düstere Atmosphäre und hektische elektronische Klänge) im Besonderen zum Ausdruck gebracht. Zudem ist die schauspielerische Leistung von Sean Gullette absolut überzeugend. Für mich als Mathematiker ist natürlich die Thematik des Films speziell interessant, aber die wissenschaftlichen Problematiken spielen nur eine Nebenrolle, so dass auch der Film für Fachfremde sehenswert ist. In Gesprächen mit Freunden und Bekannten habe ich gemerkt, dass dieser Film aufgrund seiner sehr dunklen und hektischen Stimmung nicht jedermanns Sache ist. Wenn man sich jedoch auf ein nicht-alltägliches Filmerlebnis einlassen möchte, dann wird man die investierte Zeit von knapp 90 Minuten nicht bereuen.
Der Mathematiker Max glaubt fest daran, dass alles in der Welt durch Zahlen verstanden werden kann, die sich in Form von Mustern äußern. Unter Zuhilfenahme seines Computerprogramms Euclid analysiert Max Aktienkurse und versucht unter Zuhilfenahme der Kreiszahl Pi ein System zu finden (das wirkt jedoch mathematisch extrem weit hergeholt). Durch seine Forschungen gerät in das Blickfeld von zwei Gruppierungen: einer skrupellosen Börsengesellschaft, die sein System finanziell nutzen möchten, und eine Gruppierung fanatischer Juden, die eine Art Bibelcode in der Thora vermuten. Je intensiver sich Max der Zahl Pi widmet, desto mehr leidet er unter seinen Migräneanfällen und seiner Verfolgungsangst. Ruhe findet Max bei seinem Go-Partner und Mentor Sol, der versucht, Max wieder in das normale Leben einzugliedern. Das Ende des Films möchte ich natürlich nicht verraten, aber ich bin überzeugt, dass nach dem Film der ein oder andere Zuschauer ein wenig über sein Verhältnis zur Mathematik nachdenkt (das ja leider bei vielen Menschen durch negative Erfahrungen in der Schule gestört ist).
Auf dem Sundance Film Festival gewann Aronofsky die Auszeichnung für die beste Regiearbeit.
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am 21. Juli 2006
Obwohl ich den Film wirklich interessant und in einer Art und Weise auch neuartig fand, kann ich den Pi-Propagandisten nicht ganz zustimmen. Diejenigen, die bahaupten "Pi" sei der beste Konspirationsstreifen seit "Three Days of the Condor", gehen meiner Meinung nach zu fanatisch mit solchen Werken um. Natürlich wurden alle Klischees wie klaustrophobische Stimmungserzeugung, Black and White Nutzung, suspekte Chemikalien und selbstverständlich die unergründliche Mathematik des Lebens (und eben Börse) bedient. Aber es gab auch neue Twists in diesem Film; nicht erklärte Charaktere als Bürden des Protagonisten und tatsächliche nebelige Erklärungsversuche. Mit der Zeit verbündet man sich mit dem Antihelden, man meint sogar seiner Logik folgen und in der seiner (und unserer) Umgebung neue versteckte Hinweise, Muster und subjektive Tatsachen erkennen zu können. Der Zuschauer entwickelt sich also im Verlauf mit, wird von Paranoia und verrückten eigenen Ideen gefangen gehalten. So sehr man also dem verstörenden Ende entgegenfiebert, umso mehr wird man von der unberfriedigenden Verschwommenheit enttäuscht. Ich nehme an, das ist es, was Verschwörungsfanatiker auch als gutes Ende handeln, doch muss die "Warnung" in den DVD-Extras wahrgenommen werden - die schier unendliche Zahlenfolge nach der drei hat KEINE Bedeutung und das haben richtige Mathematiker schon vor uns herausgefunden. Steigert euch also bitte nicht in sowas hinein.

Auf jeden Fall ist dieses Werk packend und mitreissend. Ausser dem explizit für MICH (also keine Drohbriefe bitte) zu dünnem Ende also auch sehr zu empfehlen - ein bestimmtes, undefiniertes Publikum wird sich daran durchaus erquicken können.
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am 22. Oktober 2014
Ein fast perfekter Film!

Der Film zeigt eine Perspektive auf das Leben,
das höhere Sein und Verstehen, den Zwang – letztlich das Streben Gott zu werden,
und gleichfalls, dass jedes menschliche Dogma – und damit auch das Bild von "Gott" fehlbar ist.

Diese Perspektive darf man als "unschön" empfinden.
Ich täte dies gleichwohl, wüsste ich nicht,
dass ich bin aus selber Kraft, die stets das Gute will
und doch das Böse schafft.

Und deshalb schweige ich lieber.
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am 10. April 2003
Der Film besticht durch eine unglaublich dichte Atmosphäre und eine brilliante Darstellung der paranoiden Gedankenwelt der Hauptfigur. Die Tatsache dass dieser Film schwarz-weiss ist und stellenweise einiges an Unschärfe aufweist, an sich wird das im Zeitalter von DVD und DolbyDigital als eher negativ bewertet, hat einen ganz entscheidenden Anteil an dieser Wirkung auf den Zuschauer. Mit den beiden um die Fähigkeiten Cohens kontrahierenden Parteien von Kabbalisten und Börsenanalysten und deren Interaktion mit Cohen nimmt dieser Film auch implizit gesellschaftskritische Züge an. Der Bezug zur Zahl Pi besteht nicht in dem Ausmaß, wie es der Titel eigentlich andeutet. Vielmehr geht es in diesem Film um die Suche nach mathematisch fundierten Mustern in der Realität. Deshalb hätte dieser Film vielleicht auch etwas treffender als "Patterns" o.ä. benannt werden können. Aber trotz des etwas unpassenden Namens: Für den Betrachter der von einem Film mehr als nur triviale Unterhaltung bis zum Abspann erwartet ist dieser Film ideal. Jedoch ist es andererseits auch der Fall, dass der signifikanten Masse der Mainstream-Zuschauer dieser Film wohl nicht gefallen wird ...
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am 15. Februar 2001
Als sich der paranoide Hauptdarsteller, dem Wahnsinn nahe, eine Lobotomie mit dem Schlagbohrer setzt, zeichnet sich die pure Verzweiflung und das Ensetzten in meinem Gesicht ab. Aronfonsky schafft es klaustrophobische Urängste in einem wachzurütteln, die Kamerafahrten unruhig, die Schnitte hart und dazu moderne DnB-Sounds. Es ist fast gerade so, als wäre ein urbaner Alptraum, Realität geworden, die Realität ein Alptraum, selbst dem Zuschauer, fällt es schwer sich dieser, kontrastreichen, 200 Km/h schnellen Achterbahnfahrt, aus abendländisch-religiösem Mysterium und rational-naturwissenschaftlichen Gedanken, zu befreien. Bis zum Schluß, bleibt es ungeklärt, was es mit dieser Zahl auf sich hat, ist sie nun die Welt-Formel? Der Name Gottes? Dieser Film beflügelt die Fantasie, und wühlt in einer essentiellen Frage des menschlichen Seins! Der Film schlägt meiner Meinung nach, die Brücke zwischen Religion, Wissenschaft, der skrupelosen Gesellschaft und den Bedürfnissen des Einzelnen, des Hauptdarstellers nämlich Absolut grandios (******!)
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DER ANSATZ:
1. Mathematik ist die Sprache der Natur.
2. Alles um uns herum lässt sich durch Zahlen wiedergeben und verstehen.
3. Stellt man die Zahlen eines beliebigen Systems grafisch dar, entstehen Muster.
4. Folgerung: Überall in der Natur existieren Muster.

INHALT: "Pi" erzählt von dem menschenscheuen Mathematik-Genie Max Cohen (Sean Gullette), der überall in der Natur und an den Börsen Muster entdeckt und diejenige eine Zahl auf der Basis Pi sucht, die hinter allem stehen soll. Er wird fast wahnsinnig, und als er einen Börsencrash richtig vorhersagt, eskaliert die Situation.

KRITIK: Bei diesem Film wusste ich nicht gleich, was ich schreiben soll, und das ist automatisch gut :-) Der Film ist skurril, bizarr - er lebt von seinen Bildern durchgehend in kontrastreichem Schwarz-Weiß, einer ausgeprägten Symbolik, der Obsession am Rande des Wahnsinns. Er hat nur wenig Handlung, sondern ist eher ein Zustand, was vielleicht sein größter Kritikpunkt sein mag. Auf der anderen Seite hebt sich der Film gerade dadurch ab (ähnlich übrigens wie "Barton Fink"). Es ist sicher nicht der Film des Jahrhunderts, aber ich fand es interessant, was ein junges Independent-Team mit dem Minibudget von $60.000 aus dem 'trockenen' Stoff Mathematik gemacht hat.
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am 29. Oktober 2010
9:13 Privatnotiz

Als ich noch sehr klein war, sagte meine Mutter mir, dass ich nicht in die Sonne starren soll. Doch als ich 6 Jahre alt war, tat ich es.

Das Mathematikgenie Max beschäftigt sich mit der Entschlüsselung eines Musters bei Aktienkursen. Dabei wird er von heftigen Schmerzattacken geplagt, die einen außerordentlichen Konsum von Schmerztabletten nach sich ziehen.
Obwohl er seine Versuche als gescheitert erklärt, spuckt der Computer eine Zahl aus, bevor er den Geist aufgibt. Nachfolgend wird er von irgendwelchen Börsenhaien verfolgt und auch eine Gruppe von Juden ist ihm auf den Fersen, da er ihnen helfen soll die Tora mathematisch zu entschlüsseln. Alles dreht sich um eine 216 stellige Zahl, die ihn langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt.

2:50 Ich drücke Return

Menschen stehen blutend in der U-Bahn Station, andere verschwinden aus einem fahrenden Zug und was machen all die Ameisen in seiner Wohnung? Wieso liegt da ein Gehirn am Fuße der Treppe?

17:55 Privatnotiz

Der zweite Anfall innerhalb von 24 Stunden

Regisseur Darren Aronofsky hat hier mit seinem Erstling ein unglaubliches Meisterwerk abgeliefert. Die Kameraführung ist fantastisch und bringt mit wenigen Kniffen eine mörderische Spannung ins Geschehen. Genie oder Wahnsinn? Das gilt für den Hauptprotagonisten genauso, wie für den Mann hinter der Kamera. Der Film besteht aus einem unglaublich hohen schwarz/weiß Kontrast. Das Weiß wirkt überbelichtet und Graustufen sind nur selten zu vernehmen. Die Paranoia im Film wird durch diese fulminante Optik total verstärkt. Wenn die Kamera dann nur noch sein Gesicht zeigt, während er durch die Straßen hetzt, ist durch den hohen Kontrast ein äußerst ungewohntes, aber fantastisches Filmerlebnis gegeben.

10:18 Ich drücke Return

Unterstützt wird das Alles durch einen unglaublich starken Soundtrack. Neben Cint Mansell, der den Hauptrack geschrieben hat, geben sich Orbital, Autechre und Massive Attack die Klinke in die Hand und bieten einen Electroscore vom Allerfeinsten.

Mathematik ist die Sprache der Natur

Darren Aronofsky, der uns bereits mit "Requiem for a dream", "The Fountain" und "The Wrestler" mehrfach in Staunen und Entzücken versetzt hat, macht Filme wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Die einzige Parallele liegt in der Visualisierung des Tablettenkonsums zu "Requiem for a dream". Ansonsten stellt jeder Film etwas völlig Eigenes dar. Dies rechne ich ihm hoch an und sehe ihn als den besten und auch innovativsten Regisseur der Neuzeit, da Kollege Nolan sich ja derzeit lieber mit Comics beschäftigt.

17:22 Privatnotiz

Als ich noch sehr klein war, sagte meine Mutter mir, dass ich nicht in die Sonne starren soll. Doch als ich 6 Jahre alt war, tat ich es.

TOP-Empfehlung für aufgeschlossene Geister!
22 Kommentare|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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