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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es komme mir keiner mit Tatsachen..., 20. Oktober 2011
Das Buch von Richard Bauckham ist nichts anderes als ein kompletter Gegenentwurf zur vorherrschenden Neutestamentlichen Wissenschaft. Seine Hauptthese: Die Evangelien gehen zu einem überwältigenden Teil auf Augenzeugenberichte zurück und sind nicht das Ergebnis einer langen Überlieferungsgeschichte, in der "echte" Jesus-Worte und Gemeindekerygma zusammengefasst worden sind.
Nun hat es sicher vieler solcher Versuche gegeben, sich gegen die Ergebnisse neutestamentlicher Forschung zu stellen. Diese Versuche sind allerdings in der Regel eher auf einer populären Ebene verfasst worden und hatten als Grundlage eher dogmatische und grundlegende Anfragen an das Unternehmen historisch-kritischer Forschung. Mit Richard Bauckham betritt aber ein angesehenes Mitglied der neutestamentlichen Zunft das Feld, der sich in seinen übrigen Publikationen als ein hervorragender Kenner der Welt und der Schriften des Neuen Testaments erwiesen hat. Ihm quasi Blauäugigkeit und Fundamentalopposition unterstellen zu wollen, fällt auf den Kritiker selbst zurück. Sicher, Bauckham baut wiederum auf Erkenntnissen anderer auf - so etwa auf die Vertreter der sogenannten Skandinavischen Schule um H. Riesenfeld und B. Gerhardsson oder auf die Forschungserkenntnisse z.B. von M. Hengel aus Deutschland. Insgesamt ist daraus aber ein Werk detektivischer Kleinarbeit geworden, das sehr überzeugend seinen eigenen Fall darstellt und verteidigt.
Bauckham setzt bei den sogenannten Papias-Zitaten an, die in der Kirchengeschichte des Eusebius erhalten geblieben sind. Im Laufe der Darstellung kommt Bauckham zu dem Ergebnis, dass diese Zitate zu Recht die Augenzeugenschaft des Apostels Petrus als Quelle für das Markus- Evangelium herleiten und den Verfasser des Johannes- Evangeliums als Augenzeuge sui generis. In der Breite der neutestamentlichen Forschung werden die Papias-Zitate als unglaubwürdig zurückgewiesen - aber warum eigentlich? Bauckham zeigt, dass sie in dem von ihm vorgeschlagenen Rahmen durchaus nachvollziehbar sind.
Doch nicht nur die klassische Überlieferungsgeschichte stellt der Autor in Frage. Mit vielen anderen vor ihm unterzieht er auch die Formkritik, ein Heiligtum insbesondere der deutschen Forschung seit Dibelius und Bultmann, einer vernichtenden Kritik. Alle ihre räsonieren getroffenen Voraussetzungen seien heute widerlegt, nur traue sich keiner dieser Erkenntnis zu folgen. Statt über Formen, Stabilität und Varianten zu räsonnieren, unterzieht Bauckham seine Thesen der Überprüfung aktueller Gedächtnisforschung, wie sie sich beim Einzelnen oder im Kollektiv unterzieht und wie sie für ihn ausreichend die Gestalt der überlieferten Einzelstücke in den Evangelien betreffen.
Immer wieder ist der Leser überrascht angesichts der Kühnheit der vorgetragenden Thesen und ihrer Begründung. Es zeichnet sich plötzlich ein ganz anderes Bild vom Neuen Testament und von den Evangelien insbesondere. Immer mehr entsteht eine Vorstellung davon, wie die Apostel selbst Ursprung und Quelle der neutestamentliche Zeugnisse sind und nicht eine anonyme spätere Gemeindetradition.
Sicher, nicht jeder einzelnen Aussage wird der Leser folgen wollen oder sogar können. Aber man muss sich schon ernsthaft mit dieser detektivischen und empirisch begründeten Arbeit auseinandersetzen, um sich nicht dem Verdacht auszusetzen, man lehne die Thesen aus ideologischen Gründen ab ("es komme mir keiner mit Tatsachen..."). So selbstgefällig wie manchmal neutestamentliche Einleitungen oder Methodenbücher ihre "gesicherten" Erkenntnisse vortragen, werden sie das in Zukunft sicher nicht tun. Allerdings muss dann dieses Buch auch in Deutschland insbesondere rezipiert und daran argumentiert werden. Das wäre sowohl dem Autor als auch der Forschung insgesamt zu wünschen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thorough and interesting review of the Gospels as eyewitness testimony, 26. August 2009
This is a chunky book with over 500 densely-packed pages, footnotes and exhaustive indices. Initially perhaps appearing rather formidable, I found myself drawn into the book very quickly Richard Bauckham discusses whether the gospels are based on eyewitness accounts and his thorough survey of documents from the time, the early church fathers, names in Palestine and more gives a coherent and persuasive argument that the gospels would have been recognised as coming from eyewitness accounts at the time.

Although a complex subject which is deeply explored, the book is never boring. Some facility with Greek might aid the reader (although the Greek is transliterated into the Roman alphabet) and a basic knowledge of critical methods and early church fathers would be helpful, but this is the sort of book that offers many interesting insights to the reader, whether or not they are New Testament scholars. Whether other scholars will agree with Bauckham's conclusions is not clear, but his book sets out his arguments in a convincing way for this reader.
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