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Kundenrezensionen

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4,4 von 5 Sternen
Größe: Router|Stil: geeignet für Deutschland|Ändern
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Ich schreibe hier aus der Sicht eines professionellen IT Dienstleisters und habe in meinen 20 Jahren Berufserfahrung vielleicht schon ca. 300-350 Router und Modems installiert. Oft sind dabei auch verschiedenste Modelle von AVM dabei gewesen. Grundsätzlich waren die AVM Geräte bis auf kleinere Schwächen im Bereich der Software Preis-/Leistungstechnisch weit vorne dabei.
Da es hier speziell um die 7490 von AVM geht und ein Vergleich mit 10 anderen Routern sicherlich wenig sinnvoll ist, werde ich den Bericht so gestalten, das zum einen die Unterschiede zum Vorgängermodell 7390 deutlich werden, zum anderen die Performance der aktuellen Konfiguration bei mir beschrieben wird, und zudem die Möglichkeiten der Nutzung an sich erläutert werden.

Da ich die 7490 auch privat im Gebrauch habe, werde ich über diese Konstellation berichten. Ich denke dass diese Konstellation stellvertretend für viele existierende Haushalte steht, da bei mir neben der Fritz Box selbst auch noch ein AVM Fritz Repeater zur Erhöhung der WLAN Reichweite in das Konzept integriert wurde um eine zweite Etagen gut mit WLAN Signal zu versorgen. Dieser Bericht wird sich stark mit den Grundlagen und dem optimalen Aufbau des WLANs der 7490 beschäftigen, da bei den meisten Nutzern das WLAN zur Nutzung von Internet und anderen Netzwerk Anwendungen meist mit Priorität im Vordergrund steht.

Wer sich nicht für den optimalen Aufbau eines 2,4 und 5,0 GHz WLANs und Erweiterung selbiger mit Hilfe eines AVM Repeaters und dessen Details interessiert, der liest bitte einfach weiter unten unter "FAZIT" weiter.

Ich habe in meinen vielen Serviceeinsätzen oft festgestellt das WLANs aus Mangel an Grundverständnis (gerade die Kombination von 2,4 und 5,0 GHz Standards) falsch oder suboptimal konfiguriert wurden. Dabei sind auch die automatisierten 'Wizards' von Routern, die viele Parameter automatisiert abfragen und generieren nicht viel hilfreicher. Hier ist auch die Fritzbox leider keine rühmliche Ausnahme. Hier möchte ich gerne Hilfestellung leisten, damit auch euer WLAN mit optimaler Performance betrieben werden kann.

Kommen wir mal zu der Konfiguration wie die 7490 Bei mir momentan betrieben wird:

AVM Fritzbox 7490 mit Fritz OS 6.30 an einem VDSL Anschluss (1&1 / 50 Mbit)
AVM Fritz WLAN Repeater 1750E
3 x Mobilteile Fritz!Fon C4 (direkt über die FRITZ DECT Funktion angebunden)

Geräte die am WLAN betrieben werden:
1 x Lenovo Laptop
1 x mein MAC Book PRO Retina (early 2015er)
1 x SAMSUNG EDGE S6
1 x Apple IPHONE 5
1 x VTECH Storio 3S (Kindercomputer mit WLAN Anbindung)
2 x LG Smart TV mit WLAN Anbindung (Erdgeschoss und 1.Etage)
1 x Google Chromecast Stick für älteres Fernsehgerät (Erdgeschoss)
1 x Multimedia PC (direkt mit der Fritzbox und einem TV verbunden, Erdgeschoss)
1 x Arbeits-PC (mit dem LAN Anschluss des WLAN Repeaters verbunden, 1.Etage)
1 x Synology NAS (direkt am LAN Port der Fritzbox angeschlossen)
1 x Brother Tintenstrahldrucker 4410DW mit WLAN Anbindung

Wohnungsdaten:
Wohnungstopographie besteht dabei aus zwei Etagen a ca. 80 qm, DSL Anschluss und Fritzbox befinden sich im Erdgeschoss. Die Zwischendecke ist eine ca. 30 cm Betondecke. In der ersten Etage setze ich den FRITZ Repeater 1750E zur 'Verlängerung' des WLANs ein.

Die Aufgaben die die Fritzbox 7490 in meiner Wohnung zu bewältigen hat:

1. Aufgabe der Fritzbox :
Internet via WLAN an alle o.g. Geräte zu verteilen.

Da mein 'Fuhrpark' wirklich aufgrund der Verschiedenheit der Geräte und der jeweils integrierten WLAN Standards große Ansprüche stellt, kann ich nur sagen dass die Fritzbox diese perfekt bewältigt. Ich habe sowohl ein 2,4 als auch ein 5 GHz WLAN Netzwerk aufgesetzt, um jedes Gerät mit der optimalen Performance zu versorgen. Jedes Gerät ist stabil mit WLAN versorgt. Auch auf den Fernsehern funktioniert das Streaming von AMAZON Inhalten mit FULL-HD Material wunderbar. Zwei Fernseher befinden sich direkt auf derselben Etage (untere) wie die Fritzbox, ein Fernseher dabei eine Etage höher im Schlafzimmer.

TIP hierbei von mir für die Kombination von 2,4 GHz und 5GHz WLANs :
Es macht schon Sinn die WLANs für beide Frequenzen aufzusetzen, da moderne Geräte die den N Standard nutzen deutliche Geschwindigkeitsvorteile nutzen können. Benennt die SSIDs der beiden 2,4 und 5 GHz Netze bitte VERSCHIEDEN. Ebenso habt ihr die Möglichkeit den beiden Netzen die der Repeater in der oberen Etage 'verlängern' soll eigene Namen zu geben.

D.h. im Endeffekt habt ihr 4 sichtbare WLAN Netzwerke in eurer Wohnung :
Beispielsweise habt ihr dann folgende SSIDs:
'Erdgeschoss-2-4'
'Ergeschoss-5-0'
'Obergeschoss-2-4'
'Obergeschoss-5-0'

Dabei steht 2-4 jeweils für das 2,4 GHz Netz und 5-0 für das 5,0 GHz Netz

Wenn jetzt Jemand denkt das wäre sehr verwirrend 4 WLAN Netzwerke zu haben, so mag das auf den ersten Blick so sein. Aber die Vorteile überwiegen. Und zwar aus den folgenden Gründen:
Ich habe bei vielen Geräten (gerade Smartphones) die Erfahrung gemacht das die Analyse ihrer WLAN Umgebung, und somit die Auswahl des 'passenden' WLANs oft versagt. Gerade wenn die 2,4 und die 5,0 GHz Version eines WLANs die gleiche SSID (Netzwerkkennung) haben, geraten viele Geräte oft durcheinander und fangen an wahllos die Netze zu switchen, was häufig unerklärliche Verbindungsabbrüche zur Folge hat. Ebenfalls zu beobachten bei mobilen Geräten wie Laptops und Smartphones ist das wenn sich Geräte einmal mit der 2,4 oder 5,0 GHz Version des WLANs in der unteren Etage verbunden hat (bspw. beim Betreten der Wohnung) diese sich nicht mehr mit dem stärkeren Signal in der oberen Etage verbinden obwohl man sich in der 1.Etage aufhält, sondern partout an dem schwächeren Signal der unteren Etage 'kleben'.

Und hier kommen die klaren Vorteil der verschiedenen Benennung der unteren und oberen Etagen Netzwerke zutage:
1. Man weiß immer ganz genau ob sich das jeweilige Gerät mit dem Repeater oder direkt mit der Fritzbox verbunden hat.
2. Man weiß immer ganz genau mit welchem Netzwerkverbindungsstandard sich das jeweilige Gerät verbunden hat. (2,4 oder 5,0 GHz) Bzw. welche Fähigkeiten es hat. Ein Gerät was nicht auf 5.0 GHz funken kann, sieht diese Netzwerke natürlich auch nicht.
3. Dadurch hat man die Möglichkeit ein Gerät 'gezielt' mit einem bestimmten Typ von WLAN in einer bestimmten Etage zu verbinden.

Man sieh also das man um einigermaßen zu wissen was WLAN mäßig gerade bei seinen Geräten passiert ist die 4 WLAN Methode ein guter Weg. Einziger Nachteil ist das man alle Geräte jeweils einmal mit allen 4 WLANs (falls aufgrund der unterstützten Standards möglich) verbinden muss, damit es diese später selbstständig wieder erkennt).

Übrigens muss man erst einmal um in der Fritzbox 7490 die zwei WLAN Netzwerke für 2,4 und 5,0 GHz verschieden benennen zu können, die Ansicht in der Weboberfläche von der 'Ansicht:Standard' auf die 'Ansicht:Erweitert' umschalten. Dadurch bekommt man Zugriff auf viele verschiedene Funktionen und Einstellmöglichkeiten. Die Umstellung wird durchgeführt auf der Seite 'Übersicht', und dort am unteren Bildschirmrand.

Um die 2 erweiterten Netzwerke in oder oberen Etage auch individuell benennen zu können (also jeweils das 'Obergeschoss' mit in die SSID einbauen zu können, muss auch der WLAN Repeater 1750E per 'Hand' konfiguriert werden. Arbeitet man ausschließlich mit der WPS Push Button Technologie (Also die Plug and Play Erweiterung der Fritzbox Netzwerke durch das Drücken der WPS Taste an beiden Geräten) so erweitert es zwar die beiden 2,5 und 5,0 GHz Netze der Fritzbox, vergibt denen aber für die obere Etage keine neuen SSIDs, sondern schleift dieselben SSIDs wie die original Netzwerke durch. Es spricht nichts dagegen allen vier WLAN Netzen dasselbe Kennwort zu verpassen. Solange es ein sicheres ist.

WLAN Performance Vergleich 7390 und 7490:

Da ich die 7390 vorher in derselben Konstellation betrieben habe kann ich folgende Vergleiche ziehen:
- Die 'Ausleuchtung' in der unteren Etage ist gleichmäßiger. D.h. waren bei der 7390 teilwiese in Ecken von Räumen noch kleinere 'Einbrüche' bei der WLAN Performance zu beobachten, so existieren diese kaum noch.
- Die Ausleuchtung der oberen Etage ist ebenfalls deutlich besser geworden. Teilweise habe ich überlegt ob es überhaupt noch notwendig ist, den 1750E Repeater zu verwenden. Tests ohne diesen zeigten zwar deutlich bessere Ergebnisse in der oberen Etage als mit der 7390, jedoch gerade für Geräte deren integriertes WLAN Modul recht schwachbrüstig erscheint (wie im WLAN Drucker Brother 4410DW) gibt der 1750E eine gewisse Stabilität, die sich in der Zuverlässigkeit der Nutzung bemerkbar macht. Das ist etwas was man nie aus dem Auge verlieren sollte, das die verschiedenen Geräte nahezu alle eine unterschiedliche Reichweite haben. Es muss ja schließlich nicht nur die Fritzbox oder Repeater das Endgerät, sondern das Endgerät auch umgekehrt die Fritzbox oder den Repeater gut erreichen können. Nicht alle Geräte funken gleich stark. Gerade Geräte mit integrierter Antenne (wie bspw. der besagte Brotehr Drucker) haben nur ein vergleichbar geringe Empfangs-/Sendestärke aufzuweisen.

Ich habe oft beobachtet dass viele Leute mit den WLAN Standards und deren teils verwirrenden Bezeichnungen und dann auch noch den verschiedenen Frequenzbändern nichts anfangen können. Ich versuche hier mal mit einer kurzen Zusammenfassung etwas Licht ins Dunkel zu bringen:

' "WLAN 802.11" ist der erste verabschiedete WLAN Standard aus dem Jahre 1997. Er funkt im Frequenzbereich von 2,4 GHz und kann gerade einmal mit 1 MBit in der Sekunde maximal übertragen. Diesen Standard verwendet man heute in modernen Geräten gar nicht mehr. Die ersten Weiterentwicklungen heißen "802.11a" (bzw. "802.11h/j") und "802.11b". Letzterer arbeitet ebenfalls im 2,4-Ghz-Band, kann aber Übertragungsraten bis 11 MBit in der Sekunde erreichen.

' "802.11a" hingegen verwendet den 5-Ghz-Frequenzbereich und kann bis zu max. 54 MBit in der Sekunde übertragen. Wenn Sie Geräte besitzen, die einen Standard im 5-Ghz-Bereich unterstützen, sollten diese den möglichst auch verwenden. Damit treten nämlich deutlich weniger Verbindungsprobleme als bei 2,4 Ghz Netzen auf. Das liegt nicht zuletzt daran das es (noch) deutlich weniger 5,0 als 2,4 GHz Netze gibt und somit weniger Störnetzwerke in der Nachbarschaft existieren.

' "802.11g" funkt wieder im 2,4-GHz-Band und kann max. Datenraten bis zu 54 MBit in der Sekunde erreichen.

' "802.11n" ist aktuell der meist gebräuchlichste Standard. Er unterstützt Breiten von 2,4 und 5 GHz und Datenraten bis zu 600 MBit (theoretisch bis zu 75 Mbyte/s) in der Sekunde. Mit Reichweiten bis max. 70 Metern im Haus (abhängig von Wandstärken und einigen anderen Faktoren) reicht er für den alltäglichen Gebrauch zumeist klar aus.

' "802.11ac" gibt es erst seit Dezember 2013. Mit diesem Standard sind in der Theorie max. Datenraten bis zu 1.300 MBit (theoretisch bis zu 162,5 Mbyte/s in der Sekunde möglich. Erreicht werden diese Werte aber bis dato nie. Nicht mal wenn Sie direkt neben der Fritzbox 7490 mit einem AC fähigen Gerät stehen.. Zudem gibt es derzeit nur wenige Geräte, die diesen neuen Standard nutzen. Die 7490 kann es jedenfalls.

Die meisten, aktuellen Endgeräte wie MACBOOKs, PC-Laptops und Smartphones die man aktuell kaufen kann unterstützen den 802.11n Standard. Dieser ist auf jeden Fall prima in der 7490 integriert. Die Verbindungen sind durch die Bank weg als stabil anzusehen. Zu bemerken ist aber auch das die max. Übertragungsgeschwindigkeit bei diesen Verbindungen sehr proportional zur Entfernung zur Fritzbox sinkt. In den jeweiligen Wohnungsecken auf den beiden Etagen ist zwischen dem .11g und dem .11n Standard in der finalen Datenübertragungsrate kein großer Unterschied mehr zu bemerken. (Ca. um die 3-4 Mbyte/s). Befindet man sich jedoch in der unmittelbaren Reichweite der Fritzbox, so sind Datenübertragungsraten über den .11n Standard von bis zu 25 Mbyte/s problemlos möglich.

UPDATE VOM 16.11.2015
Kleines Update hier, da ich immer wieder nach dem Unterschied zwischen den Funkfrequenzen (2,4 GHz oder 5,0 GHz) und den darauf übermittelnden WLAN Übermittlungsstandards (a,b,g,n,ac) gefragt werde:
Kleine Erläuterung zum Unterschied zwischen dem 2,4 GHz und dem 5 GHz Funk Standard bei WLAN Routern:

Da die beiden Funkstandards mittlerweile von vielen neuen WLAN Routern (unter anderem auch von der 7490) unterstützt werden, ist teilweise bei den Leuten die Verwirrung darum und die Frage was es denn bringt umso größer.

Grundsätzlicher Unterschied:
Wenn ein WLAN Gerät Daten auf dem 2,4 GHz Kanal übermittelt, ist die Frequenzbandbreite etwas eingeschränkter als beim 5 GHz Funknetz. D.h. das ein 5 GHz funkendes Gerät aufgrund seiner theoretisch breiter aufgestellten genutzten Bandbreite auch mehr Daten gleichzeitig senden/empfangen kann, also der Datendurchsatz höher ist.
Soweit erst einmal die Theorie. Im freien Feld ohne viele Störfaktoren kann man tatsächlich diese einfache Grundregel aufstellen: 2,4 funkt langsamer, dafür aber mit höherer Reichweite . 5,0 Funkt schneller, hat aber nicht die Reichweite des 2,4 GHz Funks. Klingt doch einfach, oder ? Ja bis hierher ja, aber jetzt geht’s mal vom platten Land ohne Störfaktoren in die Großstadt. ;-)

Gerade in stark besiedelten Gebieten mit vielen WLANs ist die gerade noch so hoch gelobte Reichweite des 2,4 GHz Funks leider oft ein Opfer von anderen 2,4 GHz WLANs die direkt nebeneinander liegen, von Mikrowellen, Bluetooth Geräten, DECT schnurlos Telefonen etc. Jaaa, denn genau alle diese Geräte lieben es auf 2,4 GHz zu funken. Das ist daher fatal, als das sowohl die Reichweite, als auch die Datenübertragungsrate dadurch im 2,4 GHz Bereich immens stark eingeschränkt werden kann. Muss nicht, aber kann. Kommt halt ein wenig auf ihre Nachbarschaft an. Bei vereinzelten Kunden habe ich schon teils über 45 WLAN Netzwerke im 2,4 GHz Bereich GLEICHZEITIG empfangen. Je mehr vorhandene Funknetze sich interferieren, um so mehr Datenpakete gehen während dem Daten „verschütt“ und müssen aufgrund von CRC Errors neu versendet werden. Das senkt dann natürlich die effektive Netto Datenrate. 2,4 GHz ist der Standard seit vielen vielen Jahren, und so ist es nicht verwunderlich das quasi mehr als 95% aller Funknetze im Bereich 2,4 GHz liegen.

Aufgrund dieser Problematik (und aus 1-2 anderen Gründen die ich gleich noch erklären möchte) wurde der 5 GHz Standard geboren. Dieser verspricht losgelöst vom „verseuchten“ 2,4 GHz Funk Freiheit für den hauseigenen Datenfunk. Und tatsächlich, wenn ich mal in meiner Nachbarschaft die WLANs scanne, stellt sich heraus das im 5GHz Bereich nicht viel los ist. Prima !!! Der Nachteil von 5GHz ist aber auch ganz klar das die Reichweite nicht ganz so hoch ist. Einfache physikalische Weisheit: Je höher die Frequenz, umso mehr Daten kann ich parallel übertrage, aber umso höher auch die Dämpfung, also umso kürzer die Reichweite. Das gilt auch für WLAN.

Die meisten WLAN Router inklusive der 7490 haben aber mittlerweile so viel Dampf, das ein Netzwerk mit 5 GHz auch bequem auf 1-2 Etagenverteilt werden kann. Meist kommt bei 5GHz jedoch schneller ein zusätzlicher Repeater zum Einsatz als bei 2,4 GHZ, da die die Feldstärke und somit die Datenrate bei 5,0 GHz doch ab einem bestimmten Bereich recht rapide abfällt.

Wer das bis jetzt auch noch verstanden hat, der wird wenigstens jetzt vielleicht völlig verwirrt: Zusätzlich hat man sich nämlich überlegt für das 5 GHz Netz auch noch zwei neue Übermittlungsstandards für WLAN Daten zu implementieren um die mögliche höhere Bandbreite auch nutzen zu können: Die Übertragungsstandards A (schon älter) und AC . Grundsätzlich kann man bildlich vereinfacht die genutzte Funkfrequenz als einen Schlauch mit einem fest definierten Durchmesser (2,4 oder 5,0 GHz) darstellen, wo die Informationen durch müssen. Die Art und Weise wie ich meine Daten durch den Schlauch drücke, ist dann als der Übermittlungstandard (A,N,B,G,AC) zu sehen.

Im 2,4 GHz Netz gab es bis dato die Standards B,G,N . Welche Geschwindigkeiten mit welchem Übermittlungsstandard möglich sind, könnt ihr meinem Text weiter oben entnehmen.

Aber welchen Übermittlungsstandard kann ich jetzt mit welchem Funkstandard nutzen ?

Mit dem 2,4 GHz Funknetz können übermittelt werden : B,G,N
Mit dem 5,0 GHz Funknetz können übermittelt werden : A,N,AC

Man sieht also, das der mittlerweile weit verbreitet N Standard in beide Frequenzstandards implementiert wurde. Das ist auch gut so, da wirklich viele Geräte den N Standard nutzen (können).

N ist schnell, ca. bis zu 450 Mbit (bei 3 integrierten Antennen wie bei der 7490). Der nur auf 5 GHz verfügbare AC Standard erlaubt es, durch andere Modulation ca. 433Mbit/s pro Antenne, also maximal 1300 Mbit/s zu übermitteln. Zudem unterstützt der AC Standard noch das so genannte Beam Forming. Das ist eine Technik die eigentlich beim N Standard schon implementiert wurde, aufgrund von Herstellerproblematiken jedoch beim N Standard nie richtig flächendeckend zum Einsatz kam. Beim Beamforming berechnet der Router laienhaft ausgedrückt mit welcher seiner Antennen (und mit welcher jeweiligen Sendestärke) er sein Client Gerät am besten erreicht. Dazu werden entsprechende Entfernungen, Reflektionen der Signale der einzelnen Antennen ausgewertet, und dann zu einem optimierten „Beam“ zusammengeschaltet. Diese Technik ist schön, optimiert aber weniger die Reichweite, als vielmehr die Datendurchsatzrate, was ja auch eine feine Sache ist ;-)
Im Übrigen müssen die Client Geräte übrigens auch den AC Standard unterstützen, um diese Art der Kommunikation fahren zu können. Im Moment sind das nicht viele (Mein Macbook Pro Retina z.B oder halt der der AVM Repeater 1750E). Wie gut das aber funktioniert kann man zwischen dem 1750E Repeater und der 7490 gut beobachten, wenn diese nicht zu weit voneinander entfernt stehen. Reale Netto Datenraten von ca. 700 Mbit/s sind hier durchaus realistisch. Zur Anmerkung : Als reale Nettodatenrate bezeichne ich die Menge an Nutzdaten die tatsächlich pro Sekunde transferiert werden kann. Diese liegt meist bei ca. nur 50-60% der tatsächlichen Verbindungsrate, da einiges an Daten zusätzlich für den Protokollverkehr (Overhead) also die „Verkehrsreglung“ abgetreten werden muss. Ich hoffe dieser kleine Exkurs konnte etwas Klärung in die Verwirrung aus Frequenz und Übermittlungsstandard bringen.
UPDATE-ENDE

Generell kann man also sagen dass die Kombination aus Fritzbox 7490 und dem Fritz Repeater 1750E eine sehr stabile WLAN Umgebung ermöglicht, diese aber doch einiges an manueller Konfiguration (und damit auch etwas an Wissen) erfordert wenn man die Möglichkeiten auch ausreizen möchte.

WICHTIG: Sowohl Box als auch Repeater sollten über die neueste Fritz OS Versionen verfügen. Seit dem Fritz OS 6.30 sind so einige Bugs gerade in Bezug auf die Stabilität Box->Repeater verbessert worden.

2. Aufgabe der Fritzbox
Sie stellt das 'Bindeglied' zwischen meinem Synology NAS und meinen verschiedenen Endgeräten her die darauf zugreifen.

Ein NAS ist ein Gerät welches zentral Daten in einem Netzwerk für verschiedenste Geräte vorhält. Dabei handelt es sich im privaten Umfeld oft um Daten wie Fotos, Videos etc. die man gerne mal auf einem TV, mal auf seinem Tablet oder auf dem Smart TV anschauen möchte. Das NAS ist direkt am Netzwerkanschluss der Fritzbox angeschlossen, was ich auch jedem empfehlen würde. Die gefühlte Zugriffsgeschwindigkeit auf die gespeicherten Daten (Latenz) lässt sich deutlich verringern, wenn man nicht 2 WLAN Strecken den Daten in den Weg stellt. Also bitte wenn möglich das NAS selber NICHT per WLAN an die Fritz Box anbinden, auch wenn einige schlaue NAS Geräte heute so was an Board haben und es ja auch recht bequem per WPS Anbindung funktioniert.

TIP: Die Fritzbox selber kann mithilfe eines über ihren USB Anschluss angesteckten Massenspeichers wie ein Stick oder einer Festplatte auch als NAS funktionieren. Entsprechende Funktionalitäten sind dazu bereits vollständig in der Fritzbox integriert. Zur reinen, zentralisierten Ablage von Dokumenten o.ä. mag dies eine Alternative sein. Möchte man jedoch von zentraler Stelle aus gerade Videodateien streamen oder man hat des öfteren größere Dateimengen auf/vom NAS zu lesen oder zu schreiben, so kann man die FRITZBOX NAS Lösung nicht empfehlen. Schlicht aus dem Grunde das die Schreib-/Leseperformance einfach viel zu gering ist. Bei meinen Test kam ich nicht über Leseraten von 2Mbyte/s raus, was für das Streamen von HD und Full HD Material auf Smart TVs einfach viel zu wenig ist. Es endet imemr darin das die Filme beginnen während dem Abspielen zu stocken. Und das macht ja schließlich keinen Spaß. Dabei kann ich nicht 100%ig sagen warum die Fritzbox hier eine so schlechte Performance hat. Der wahrscheinlichste Grund ist aber die im Vergleich zu richtigen NAS Systemen schwachbrüstige CPU, welche die Daten einfach nicht schneller liefern kann. Also ein richtiges NAS wie eine Synology drangeklemmt und Datenraten von mindestens 10 Mbyte/s zu den Smart TVs sind absolut kein Problem. Das reicht für das Streamen von FULL HD Material zu den TVs ohne irgendwelche Abbrüche.

TIP: Als Medienserver auf dem Synology NAS nutze ich übrigens den kostenlos erhältlichen 'PLEX' Server. Meiner Meinung nach die beste und stabilste NAS Media Server Software zurzeit. Jeder Smart TV und jedes andere Endgerät kann entweder via integriertem, nativem Client (bei allen LG Smart TVs seit 2011 integriert) oder per Plex APP darauf zugreifen. Für andere Geräte bleibt noch die niedere, aber extrem weit verbreitete Zugriffsmöglichkeit per DLNA Protokoll des Plex Servers)

3. Aufgabe der Fritzbox:
Heimtelefonanlage mit der integrierten DECT Unterstützung.

Hier gibt es nicht viel zu sagen. Es funktioniert, das Setup ist easy. Es werden alle gängigen DECT Funktionalitäten unterstützt. Telefonieren ist auch hausintern direkt über die Fritzbox möglich. Es können bis zu 6 DECT schnurlos Telefone angebunden werden. Man muss dazu nicht die teureren Fritz DECT Telefone benutzen, die meisten anderen DECT schnurlos Telefone gehen auch. Allerdings ist die Konfiguration mit den AVM Geräten deutlich einfacher. Nur mit denen funktioniert auch die qualitativ sehr gute HD Telefonie. Die integrierte FAX Funktion der Fritzbox ist prima, es können faxen zur Sicherung automatisch per Mail versendet werden, und sogar zusätzlich auf einem angesteckten USB Stick gesichert werden. Der Anrufbeantworter funktioniert ähnlich und ebenfalls sehr gut. Basiskonfigurationsfunktionalitäten einer Telefonlage stehen zur Verfügung und reichen für jeden Heimbedarf und meist sogar für den kleinen Firmenbedarf aus.

FAZIT:
Abschließend lässt sich zur Fritzbox 7490 Folgendes sagen:
Es ist preislich nicht der billigste Router, gemessen am Leistungsumfang jedoch mit weitem Abstand der Beste. Die Software ist mittlerweile ausgereift und bietet eine Fülle an Funktionen und Möglichkeiten die vielleicht anfangs nicht alle gebraucht werden. Hat man aber ein Heimnetzwerk das durchaus aus mehreren Geräten besteht und man möchte sein Heim WLAN best möglichst konfigurieren und optimieren, so hat man hier ein leistungsfähiges Gerät das 'mitwächst'. Ein Umschaltbarer 'Expertengrad' für die Oberfläche und regelmäßige Softwareupdates ermöglichen es die Funktionalitäten von Zeit zu Zeit an die eigenen Bedürfnisse und Geräte anzupassen ohne den Zwang zu haben, kurzfristig auf ein neues Gerät wechseln zu müssen. Die Bedienoberfläche ist dabei klar gegliedert und verständlich aufgebaut. Hier wurde viel Arbeit und Mühe darin investiert Funktionen nicht mit kryptischen Bezeichnungen in Untermenüs von Untermenüs zu verstecken. Viele integrierte 'Wizards' und geführte Funktionen ermöglichen es auch ohne tiefgreifende Kenntnisse von WLAN und Telefonie zur Grundfunktionalität zu gelangen. Gerade jedoch im Bereich der WLAN Situation 'mehrere Etagen in Verbindung mit einem FRITZ Repeater' rate ich mein obiges Tutorial zu lesen, da hier die integrierten Wizard und WPS Funktionen keine Bestarbeit leistet.
Für den Preispunkt also ein gutes und stabiles Gerät. Negativ aufgefallen ist mir bis jetzt in meinem JOB als IT-Dienstleister nur generell bei Fritzboxen das diese gerne den 'Überspannungstod' bei Gewittern sterben. Hier scheint man auf der elektrischen Seite bei AVM noch etwas Luft nach oben zu haben. Nach Blitzeinschlägen war die Quote der defekten AVM Boxen in dem Gebiet deutlich höher als die anderer Router. Ich empfehle daher diese mit geeignetem Überspannungsschutz zu versehen. Und das bitte sowohl auf der 230V Stecker Seite, als auch auf der DSL/Telefon Eingangsseite. Die Überspannung kann nämlich von beiden Seiten kommen.

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TOP 50 REZENSENTam 18. März 2016
Nachdem ich vor einigen Tagen nach erfolgtem Breitbandausbau endlich von meinem langsamen DSL 16000 Anschluss auf VDSL 100 wechseln konnte, musste ich meine in die Jahre gekommene Fritzbox 7270 in Rente schicken, da diese kein VDSL unterstützt. Da man heutzutage ja auch als Rentner einen Minijob haben muss, entwickelte sich aus den beiden Boxen noch eine interessante, berufliche Beziehung. Wie es der Zufall wollte, konnte ich die Fritzbox7490 zudem in der Oster-Angebot-Woche für 169 EUR ergattern. Aber der Reihe nach...

Seit Jahren wartete ich schon auf den Breitbandausbau in unserem Wohngebiet. Dieser wurde vor einigen Tagen erfolgreich abgeschlossen. Deswegen musste eine neue Fritzbox her. Die erste Frage war natürlich, welche es sein sollte. Daher möchte ich zunächst meine Konstellation kurz beschreiben und was eine neue Box dementsprechend alles leisten muss. Wer eine ähnliche Installation plant, sollte hoffentlich davon profitieren können.

■ Welche Fritzbox ist die richtige?

Hier finden sich endlose Ratgeber und Beiträge in Foren im gesamten Netz. Auch ich stand vor der Entscheidung, die schon betagtere 7390 zu kaufen, da diese mir eigentlich auch gereicht hätte. Die Unterschiede auf dem Papier sind minimal: Die Fritzbox 7490 besitzt zusätzlich das noch kaum genutzte AC-WLAN mit bis 1300 Mbit, 4 Gigabit-LAN Anschlüsse (Die 7390 hat davon nur 2) und USB 3.0 (Die 7390 beherrscht nur USB 2.0). Das war es auch schon. Tatsächlich ist die 7490 technisch sicher mit besserer Hardware ausgestattet: Sie besitzt einen 600 Mhz-Dualcore Prozessor mit 256 MB Ram, eine MIPS-CPU mit ebenfalls 600 Mhz, die beim Streamen unterstützt und 128 MB Speicher besitzt. Als Datenspeicher sind nur 512 MB vorhanden. Der Prozessor der Fritzbox 7390 ist nur mit 500 Mhz getaktet und dürfte insgesamt weniger performant sein. Das macht sich beispielsweise beim Aufbau der Menüs innerhalb der Fritzbox-Administrationsseite bemerkbar. Der war bei meiner 7270 extrem langsam. Zudem ist auch ein besseres WLAN-Modul verbaut, dass auch im N-Band, welches beide Boxen beherrschen, eine höhere Reichweite schaffen sollte.

Alternativ gibt es die abgespeckte Fritzbox 7430. Diese besitzt keinen S0-Bus, kein Gigabit-LAN, kein USB 3.0 und funkt nur im 2,4 Ghz-Netz.

Da ich eine zukunftssichere Box mit AC-Standard haben wollte, mit der besten Performance innerhalb der Fritzbox-Serie, fiel die Entscheidung auf die 7490.

■ Technische Daten – Was kann die Fritzbox 7490 ?

Die Fritzbox 7490 unterstützt ADSL und VDSL und ist somit für alle Internetanschlüsse bis hin zu 100 Mbit VDSL mit Vectoring-Technologie gerüstet. Sie besitzt 4 LAN-Ports mit bis zu 1 Gbit und beherrscht alle gängigen WLAN-Standards im 2,4 Ghz und 5 Ghz-Band bis hin zu AC mit 1300 Mbit. Durch den internen S0-Bus ist sie auch als ISDN-Telefonanlage geeignet. Für Analogtelefone sind ebenfalls Anschlüsse vorhanden. Aufgrund der DECT-Funktionalität können nicht nur die von AVM angebotenen Mobilteile, sondern auch alle DECT-Mobilteile anderer Hersteller angeschlossen werden (Dazu später noch mehr). Das Feature Eco-DECT reduziert die Sendeleistung, um die Strahlungsbelastung zu reduzieren. Ein USB 3.0 Anschluss verspricht Multimedia-Fähigkeiten beim Einsatz als NAS.

■ Aktuelle Situation

Ich wohne in einem Reihenhaus mit Keller und 3 Etagen (EG, OG, DG). Da das Haus schon neuer ist, liegen zwischen allen Etagen 30 cm dicke Stahlbetondecken. Vier Räume sind mit verdrilltem, 4-paarigen Telefonkabel angebunden (vermutlich Cat 3), welche in jeweils einer Doppel-Netzwerkdose enden. D.h. ich führe jeweils ISDN und LAN in einem Kabel zu der Doppeldose, da ich ein Siemens Gigaset CX610A mit ISDN betreibe, welche am internen S0-Bus meiner Fritzbox angeschlossen ist. Alle Kabel laufen über ein Patchfeld im Keller, wo sich auch die Box, direkt neben dem Hausanschluss, befindet. Aufgrund der festen Verkabelung mit Telefonkabeln bekomme ich maximal nur eine Verbindung mit 100 Mbit zustande. Da das WLAN der 7270 nicht durch alle Decken funken kann, nutze ich im EG einen Switch, an dem ein einfacher Access Point angeschlossen ist. Dieser stellt also ein eigenes WLAN-Netz im EG bereit. Im OG besitze ich auch einen separaten Access Point mit entsprechender SSID. Dieser ist an einer Netzwerkdose angeschlossen.

Hier noch ein kleiner Ausschnitt aus meinem "Fuhrpark":

Amazon Fire TV und Amazon Fire TV Stick
Unzählige Notebooks, Tablets und Smartphones
Netzwerkdrucker
NAS-Laufwerk von Buffalo
IP Outdoor-Kamera
Gigaset CX610A mit 2 Mobilteilen
Gigaset S810 Mobilteil

Die Fritzbox 7270 übernimmt bei mir folgende Aufgaben bzw. ich verwende folgende Features:

ISDN-Telefonanlage, jedoch aktuell schon über einen IP-Anschluss
Dynamischer DNS (über meine eigene Domäne) zum Zugriff auf meine IP Kamera
Portregeln
Kindersicherung mit Blacklist (Sperren von Filesharing-Hostern) und Onlinezeit-Steuerung
Anbietervorwahlen (Für Mobilfunk)
Rufsperren (0900 etc.)
Faxkonfiguration mit Fax zu eMail
Anrufbeantworter
MyFRITZ! zur Fernwartung

DECT nutze ich nicht, da die Fritzbox 7270 kein Eco-Dect besitzt. Sonst aber, wie man sieht, fast alles. USB ist für mich ebenfalls kein Thema, da ich ein NAS nutze und mit Netzwerkdruckern arbeite.

■ Sollkonfiguration

Die neue Fritzbox 7490 soll natürlich alle Aufgaben der alten Fritzbox übernehmen. Zusätzlich wünschte ich mir auch die Verbindung mit meinen DECT-Mobilteilen, da ja nun auch Eco-Dect unterstützt wird. Die alte Fritzbox 7270 wollte ich schon in einem Auktionshaus einstellen, da kam mir die Idee, sie als Access Point im OG einzusetzen. Wie das funktioniert, werde ich im Rahmen meiner Rezension beschreiben.

■ Inbetriebnahme und Erstkonfiguration

Wer schon eine Fritzbox hat und sich eine neue zulegen möchte, hat gleich mehrere Möglichkeiten, die Konfiguration durchzuführen. So kann man die Einstellungen der alten Box sichern und diese in die neue Box zurückspielen. Handelt es sich um Boxen gleichen Typs, stellt das kein Problem dar. Sollen die Daten in einer neueren Box eingespielt werden, ist auch das kein Problem. Sind bestimmte Einstellungen in der neuen Box nicht mehr vorhanden, gehen diese natürlich verloren.

Ich hatte als Vorbereitung zunächst eine Datensicherung der Einstellungen meiner 7270 vorgenommen. Daneben machte ich noch von allen Einstellungen Screenshots, falls es mit der Neueinrichtung Probleme geben sollte. Es gibt 2 Methoden, eine Sicherung wieder herszustellen:

Wiederherstellung für dasselbe Modell (Alle Einstellungen werden übernommen)
Wiederherstellung für ein anderes Modell (Übernahme ausgewählter Einstellungen)

Ich traute mich, einfach die Einstellungen meiner alten 7270 zurück zu sichern. Was soll ich sagen, es funktionierte auf Anhieb. Nach Auswahl der Sicherungsdatei, wurden alle Einstellungen in einem Auswahlfenster angezeigt. Hier konnte ich markieren, welche Einstellungen ich übernehmen möchte. So kann man bestimmte Punkte abwählen, die man vielleicht nicht nutzen will.

Ich wählte alles und es wurde auch alles wieder hergestellt. Egal ob Zugangsdaten mit Kennwort, Portfreigaben, mein MyFritz!-Account, ALLE Rechner mit zugehörigen Profilen, Faxeinstellungen,Telefonbuch bis hin zu den Anruflisten. Es fehlte nicht eine einzige Einstellung!

Bei der 7270 störte mich der sehr langsame Aufbau im Menü. Hier vergingen oft Sekunden, bis eine Seite aufgebaut wurde. Das war hier nur etwas besser und optisch sah das Menü zunächst nicht viel anders aus. Der Grund fand sich schnell: Es war noch das OS 6.30 installiert. Ein Update auf die Version 6.53 war also der nächste Schritt. Danach veränderte sich die Oberfläche optisch deutlich und auch die Bedienung ging viel flotter von der Hand. Ein Wechsel im Menü dauert jetzt gerade mal nur den Bruchteil einer Sekunde und die Präsentation ist wesentlich moderner geworden. Auch die Bedienung hat sich vereinfacht, besonders was die zuvor umständliche Konfiguration der Kindersicherung angeht.

P.S. Die Fritzbox 7270 habe ich als Access Point an einem meiner LAN-Anschlüsse eingerichtet und ersetzt dort einen billigen Medion-Repeater. Die Leistung ist wesentlich besser. Dazu schließt man die alte Box über den LAN-Anschluss 1 an einen LAN-Port der neuen Box an. In den Zugangsdaten wählt man „Anderer Anbieter“ und konfiguriert weiter unten die Box als „IP-Client“. Hier muss man etwas aufpassen, da man anstatt „Anderer Anbieter“ auch den Punkt „Vorhandener Anschluss über LAN“ auswählen kann. Das klingt zwar richtig, führt aber dazu, dass die alte Box als Router fungiert und selbst IP-Adressen vergibt. Den DHCP-Server sollte man aber deaktivieren. Ansonsten gibt es Probleme, da man auf keine Geräte des IP-Bereichs der neuen Box zugreifen kann.

■ Performance am Hausanschluss – Vergleich zur Fritzbox 7270 – ADSL und VDSL

Da mein Anschluss noch nicht geschaltet war, habe ich zunächst getestet, wie sich die Fritzbox 7490 an meinem ADSL-Anschluss verhält. Hier kam zunächst Ernüchterung auf: Die Performance ist schlechter. In der Fritz-Box Konsole der 7270 hatte ich eine Download-Geschwindigkeit von 14,8 MBit und einen Upload von 2,5 MBit. Jetzt waren es nur noch 12,5 Mbit und 2 Mbit. Da hätte ich mehr erwartet. Ein DSL Speedtest bestätigte das auch. Wer in Zukunft nicht auf VDSL umsteigen möchte, sollte sich den Kauf vor diesem Hintergrund überlegen!

Nun kam der Tag der Umschaltung. Von 16 Mbit im Download/2,4 Mbit im Upload wurde auf VDSL 100 geschaltet und damit 100 Mbit im Upload und 40 Mbit im Download. Die Fritzbox 7490 zeigte mir danach 109,3 Mbit im Download und 42 Mbit im Upload an, also noch mehr, als mir vertraglich zusteht. Da ich viele mit einem solchen Anschluss kenne, die weitaus geringere Datenraten erhielten, schließe ich daraus, dass ich sehr nahe an der Vermittlungsstelle wohne. Es folgte noch ein Speedtest: Hier ergaben sich 104 Mbit/35 Mbit. Die Pingzeit ist mit 7,83 ms auch extrem schnell. Das alles über ein profanes Kupferkabel! Fast schon unglaublich.

Nun wurde noch meine interne Hausverkabelung getestet. Da es sich ja um Telefonkabel handelt, erwartete ich nicht viel. Aber auch hier ergaben sich ähnliche Werte.

■ Wozu braucht man eine solch hohe Geschwindigkeit ?

Nun, ehrlich gesagt, mir fällt das beim Surfen im Netz nicht auf. Ich merke keinen Unterschied. Aber wenn ich YouTube-Videos hochlade, Bilder oder Videos zu meinen Rezensionen oder per ftp Daten auf meine Webseite lade oder herunter lade, ist der Geschwindigkeitsvorteil enorm. Auch beim Datenaustausch mit der Cloud – bei mir Dropbox – glüht die Leitung förmlich. Beim Video-Streamen mit meinem Fire TV und Fire TV Stick, kann nun gleichzeitig in HD geschaut werden, während noch ein Rechner im Netz unterwegs ist. Alles kein Problem. Und hier leistet sich die Fritzbox 7490 keine Schwäche. Sie schaufelt die Daten zuverlässig von A nach B.

■ WLAN Performance

Mit der Fritzbox 7490 bekommt man ja ein 2,4 GHz und 5 Ghz WLAN. Die 2,4 Ghz-Variante schafft mit dem N-Standard bis hin zu 450 Mbit Bruttodatenrate. Hier ist es aber wie mit dem Gehalt. Brutto ist nicht gleich Netto. Man kann froh sein, wenn man unter optimalen Bedingungen etwas mehr als die Hälfte erreicht. Die Reichweite über eine 30 cm Betondecke vom Keller ins Erdgeschoss ist akzeptabel, wenngleich in den Ecken im EG das Signal teils auf unter 20 % zurückfällt. Im 1. OG kommt dann gar nichts mehr an. Aber deswegen nutze ich ja die 7270 als Access Point, wodurch das 1. OG und Dachgeschoß gut abgedeckt werden. Da das 2,4 Ghz Band schon sehr voll ist und ich in einer Reihenhaussiedlung wohne, tummeln sich sehr viele Netzwerke in meiner Nachbarschaft. Hier musste ich mühselig nach freien oder wenig benutzten Kanälen suchen, da es sonst immer wieder zu Problemen kam beim Streamen mit meinem Amazon Fire TV Stick. Hier zeigt die Fritzbox nun auch eine Übersicht, wo man ziemlich gut erkennen kann, wie stark das Band ausgelastet ist.

Das neue 5 Ghz-Band soll mit dem AC-Standard sogar bis zu 1,3 Gbit Übertragungsraten (Brutto) erlauben. Da ich jedem WLAN einen eigene SSID gebe, weiß ich so auch immer, in welchem WLAN sich mein Gerät befindet. Deswegen rate ich auch dazu, die erweiterte Ansicht zu nutzen und in der Fritzbox die beiden Bänder separaten SSIDs zuzuweisen, also beispielsweise "Fritzbox-2.4" und "Fritzbox-5.0". Hier war ich gespannt, denn bisher nutzte keiner meiner Nachbarn das 5 Ghz-Band. Die Ernüchterung kam dann aber bei der Reichweite. Hier war der Empfang im Keller noch gut, im Erdgeschoß nur noch direkt über dem Standort der Fritzbox akzeptabel.

■ Was ist die Ursache ?

Leider ist es physikalisch normal, dass, trotz doppelter Sendeleistung, die Reichweite im 5 Ghz-Band geringer ist, als im 2,4 Ghz-Band. Das liegt daran, dass mit steigender Frequenz die Wellenlänge geringer wird, jedoch die Dämpfung durch die Luft zunimmt. Es gibt deswegen zwar deutlich mehr Kanäle und die Störanfälligkeit ist ebenfalls geringer, aber man muss mit niedriger Reichweite leben. Um mein Haus komplett im 5 Ghz-Bereich zu versorgen müsste ich auf jeder Etage einen Access Point einsetzen. Das geht richtig ins Geld und steht für mich erst mal nicht zur Disposition, zumal ich derzeit ohnehin keine Geräte besitze, die den AC-Standard unterstützen. Ich nutze das 5 Ghz-Band also nur im Keller mit meinem Smartphone und Tablet, da ich dort auch ein Büro habe. Mein Notebook ist aber mit CAT5-Kabel fest mit der Fritzbox verbunden.

■ Telefonie

Hier wird es richtig spannend. Ich hatte ja eingangs erwähnt, dass ich schon einige Gigaset-Mobilteile besitze, nämlich das S810 und zwei C6X10. Bisher nutze ich diese wegen der fehlenden Eco-DECT-Unterstützung nur mit meiner Gigaset-Basistation. Vor einigen Tagen entdeckte ich allerdings einen interessanten Artikel im Netz, ein Interview mit dem Pressesprecher von Gigaset, der sich zur Kompatibilität von AVM Produkten mit den Gigaset-Telefonen äußerte. Gigaset hatte demnach einen Test mit allen Mobilteilen in Verbindung mit der Fritzbox 7490 durchgeführt. Als Firmware kam die Version 6.20 zum Einsatz. Als Ergebnis kam heraus, dass die Gigaset-Geräte eine sehr umfassende Kompatibilität mit der Fritzbox 7490 besitzen. Da viele auch Gigaset-Geräte benutzen, hier die Übersicht der von Gigaset als kompatibel eingestuften Geräte:
Gigaset

Gigaset S850H
SL400H
Gigaset S810H
Gigaset E630H
Gigaset Sculpture (CL750H)
Gigaset Dune (CL540H)
Gigaset C620H
Gigaset C610H
Gigaset C530H
Gigaset C430H
Im Detail bedeutet dass Unterstützung für folgendes:

Man kann mit den Gigaset-Mobilteilen auch die Telefonbücher der Fritzbox verwenden (Über die INT- oder Nachrichtentaste gibt es nun einen eigenen Menüpunkt "Liste holen")!
Übertragung des Telefonbuchs des Gigaset-Mobilteils auf die Fritzbox.
Makeln / Konferenz / aktives Gespräch beenden / gehaltenes Gespräch beenden und vermitteln werden unterstützt
Eco-Mode+
Kompatibel mit Gigaset-Repeatern
Mute-Funktion bei SL400H, S810H oder C610H

Nachdem ich meine Mobilteile an der 7490 angemeldet hatte, erschienen teils neue Menüstrukturen, einige waren grau hinterlegt. Das S810 funktioniert tatsächlich tadellos. Ich konnte sofort mein umfangreiches Telefonbuch auf die Fritzbox kopieren. Umgekehrt funktioniert es natürlich auch. Dabei wird nichts überschrieben, sondern die Einträge kumuliert. Mit dem C610H-Mobilteil konnte ich ebenfalls mein Telefonbuch zur Fritzbox senden, allerdings keine Listen von der Fritzbox importieren.

Die DECT Reichweite empfinde ich als sehr gut und mindestens genauso wie bei meiner Gigaset-Basistation. Die Box steht im Keller und im 1. OG war durch 2 Betondecken hindurch der Empfang immer noch gut. Wohlgemerkt, bei aktiviertem Eco-Dect!

Die Anrufbeantworterfunktion ist ebenfalls optimal umgesetzt. Ich nutze 10 MSNs, die ich verschieden zuordne. So ist eine MSN dienstlich, andere gehören meinen Kindern und jeder hat seinen eigenen Anrufbeantworter. Ruft jemand auf einer bestimmten MSN an, wird auch nur der dazu gehörige Anrufbeantworter aktiv. Ich hatte den Anrufbeantworter bei der 7270 nicht genutzt und habe keinen Vergleich. Möglich, dass es da auch schon so gut funktionierte. Die Abfrage an den Mobilteilen funktioniert bei Gigaset nach wie vor über die Nachrichtentaste. Es wird nur der zum Mobilteil zugehörige Anrufbeantworter abgefragt, wenn man den Menüpunkt "Nachrichten" auswählt. Die lästige Kurzwahl "**60n" entfällt dabei, sondern wird automatisch angewählt, sobald man den Punkt "Nachrichten" auswählt.

In Summe bin ich mit der Telefonie absolut zufrieden. Deswegen nutze ich nun auch nicht mehr die Gigaset-Basistation, sondern die Fritzbox 7490. Ich habe aktuell die OS Version 6.53 installiert und man kann davon ausgehen, dass die Kompatibilität noch weiter verbessert wird.

■ NAS-Funktionalität

Ich hatte das kurz mit einer externen Festplatte angetestet. Die Datenrate ist allerdings so gering, dass es bei mir beispielsweise bei sehr hoch auflösenden Videos zu Rucklern kam. Die Audioübertragung funktionierte ohne Probleme. Da ich ein sehr gut ausgestattetes NAS-Laufwerk besitze, habe ich mich mit dem NAS der Fritzbox nicht weiter beschäftigt. Zum Drucken nutze ich einen Netzwerkdrucker. Daher kann ich auf die USB Buchsen verzichten. Wer kein NAS besitzt, kann mit dieser Funktion sicher glücklich werden, aber ein echtes, dediziertes NAS, kann die Fritzbox 7490 nicht ersetzen.

■ Fazit

Ich bin von der neuen Fritzbox 7490 überzeugt, sicher auch deswegen, da ich die Version 7390 übersprungen hatte. Anfangs habe ich sie nur gekauft, weil ich die 7270 nicht mit VDSL nutzen konnte. Mittlerweile überzeugen mich aber auch die anderen Features wie beispielsweise die verbesserte DECT Funktion und Kompatibilität zu Gigaset-Mobilteilen. Die Bedienung ist wesentlich flüssiger und die Reaktionszeit viel kürzer als mit meiner alten Box. Das Menü wurde nur etwas aufgehübscht und etwas vereinfacht, entspricht sonst im wesentlichen dem schon bekannten. Mit VDSL 100 und Vectoring kommt die Fritzbox 7490 prima zurecht und holt alles was möglich ist, aus meinem Anschluss heraus. Deswegen kann ich die Fritzbox 7490 fast uneingeschränkt weiter empfehlen. Fast deswegen, da ich denke, dass die 7270 an einem ADSL Anschluss etwas performanter ist, zumindest mit der aktuellen Firmware. Wer nur einen ADSL-Anschluss besitzt und auf die neuen Features nicht angewiesen ist, sollte bei seiner bisherigen Box bleiben.
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33 Kommentare|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 17. November 2014
In diesem Rezension möchte ich insbesondere auf den Wechsel von der Fritzbox 7270 auf die 7490 eingehen.

Vielleicht auch noch einmal vorab: Nach etlichen Reviews die ich so gelesen habe, kommt immer wieder die Aussage, dass insbesondere die 7390 keine signifikanten Nachteile gegenüber die 7490 bietet, sodass man schon genau auf DIE neuen Features abfahren sollte, die die 7490 bietet, damit ein Wechsel wirklich lohnt.

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Lieferumfang / Äußeres:

- genauso wie man es von AVM kennt; es ist alles an Bord, was man für die erste Inbetriebnahme benötigt
- Fritzbox, Kurzanleitung, Fritzbox-CD, 1xTelefonadapter, 1xDSL Adapter, Netzteil, DSL/Telefonkabel(Y-Kabel), Cat-Kabel
- Im direkten Vergleich zur 7270 fällt auf, dass die Fritzbox 7490 in ihren Abmessungen durchgängig zugelegt hat, zudem sind die Antennen nun gänzlich im Gehäuse verbaut (dazu später mehr)
- Die Box kommt ohne aktive Kühlung aus und besitzt jetzt zusätzliche Lüftungsschlitze
- Die Abmessungen habe mich mit 245 x 174 x 55 mm gemessen

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Inbetriebnahme:

- auch hier muss ich AVM ganz großes Lob aussprechen, es ist wie Einsteigen in einen Golf. Alles ist an seinem Platz, man findet sich als AVM Besitzer sofort zurecht und selbst Neueinsteigern dürfte die Inbetriebnahme nicht schwer fallen
- Hilfe gibt es im Router selbst, im Handbuch oder Online
- Es ist nicht notwendig sich ein dickes Handbuch durchzulesen, sondern man bekommt eine aufklappbare, große und farblich beschriftete Installationsanleitung in die Hand gegeben, die (auf deutsch) genaustens beschreibt was bei welchem Anschluss zu benutzen/beachten ist.
- Die in den Skizzen beschriebenen Kabel und Adapter können so sofort zugeordnet und verwendet werden. Fragezeichen dürften sich somit für Wenige auftun, es hat etwas von einer Lego-Bauanleitung.
- Ist die "Hardware-Verkabelung" abgeschlossen kann die Box auch sogleich in Betrieb genommen werden, Strom geben und wenig später kann man über einen Assistenten die Router-Konfiguration durchführen
- Die Oberfläche wird im Browser über Fitz.box aufgerufen, es empfiehlt sich den PC auf DHCP zu stellen bzw. eine IP aus dem 192.168.178er Netzbereich zu wählen
- Der Assistent geht ähnlich logisch vor wie die Kurzanleitung, die Rahmenparameter des Anschlusses, des Providers sowie gewünschte Features (Telefonie/WLAN etc.) werden Schritt für Schritt abgefragt.
- In meinem Fall (Stand November 2014) ist auch bereits die aktuellste Firmware mit Fritz!OS 06.20 installiert. Perfekt!

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Router-Menü:

Ich muss gestehen, selbst bei der alten 7270 Fritzbox habe ich nicht ansatzweise alle Features abgegriffen, die mir die Box schon damals bot, deswegen möge man es mir verzeihen, wenn manche Features nicht 7490 exklusiv sind, sondern schon vorab da waren.

- Für mich ist das Menü der Fritzbox an Perfektion kaum zu überbieten, es beinhaltet eine Menge Funktionen, diese sind aber logisch und gut unterteilt und schnell zu finden. Im Wesentlichen sind das: Internet, Telefonie, WLAN, DECT und System
- Die Grundlegenden Funktionen sind dabei stets zuerst zu finden, eben für "normale" Anwender. Wer etwas mehr ins Detail gehen möchte, findet aber auch viele tiefergehende Stellschrauben.

An der Übersichtsseite hat sich im Vergleich zur 7270 wenig verändert:
- Aufgefallen ist mir hier im Bereich Netzwerk, dass den einzelnen LAN1-4 Anschlüssen unterschiedliche Geschwindigkeiten zugewiesen werden können. LAN1 beispielsweise 1Gbit, LAN2 z.B. 100Mbit.
- Im USB Geräte Menü gibt es jetzt zwei konfigurierbare Anschlüsse (USB 3.0)
- Der interne Speicher, welcher als NAS genutzt werden kann, zeigt mir nach Inbetriebnahme 400MB Platz an
- Die Fritzbox verfügt nun über den 2.4 / 5GHZ WLAN Parallel-Betrieb und erzeugt QR-Codes zur einfacheren Einrichtung von Clients sowie Gästen die man in ein Gast-WLAN lassen will
- Die Funk-Kanäle lassen sich separat konfigurieren
- Der Energiemonitor zeigt mir nun auch die CPU Temperatur an, im Gegensatz zur 7270 ist nun der RAM lediglich zu 50% ausgelastet

Unter der Software-Haube, hat sich funktionell und optisch also wenig geändert, insgesamt muss ich allerdings festhalten, dass alles deutlich flüssiger läuft. Der Menüaufbau einer bereits seit Wochen/Monaten laufenden 7270, insbesondere bei aktivem Daten-Verkehr war zeitweilen sehr träge, nun läuft er sehr geschmeidig.

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Was kann die 7490 denn nun wirklich mehr im Gegensatz zur 7270:

- VDSL Fähigkeit, direkt ab der ersten Firmware
- 1300Mbit AC+N WLAN gegenüber 300Mbit Wireless N
- Parallelbetrieb des 2.4 und 5GHz WLAN-Bandes
- ein intern zur Verfügung gestellter Speicher
- Gigabit LAN statt 100Mbit
- 2x USB 3.0 Anschlüsse statt 1x USB"2" (sehr langsam)
- Dual-Core mit 600Mhz und 256MB RAM

Zu den NAS/DECT/AB-Features kann ich leider wenig sagen, da ich sie weder jetzt noch in der Vergangenheit genutzt habe. Das über den Analog-FON1 Port angeschlossene Siemens Gigaset Telefon jedenfalls läuft absolut problemlos.

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Technisches Sonstiges:
- Die 4 Ethernet Ports sind gelb gekennzeichnet
- die USB Ports lassen sich als Storage-Schnittstelle für das Fritz!NAS Speicher oder Drucker nutzen
- Es gibt 2xRJ11 Anschlüsse sowie einen ISDN S0 Bus
- Die Gigabit Ports erreichten in meinen Tests annähernd die max. mögliche Geschwindigkeit, allerdings sollte man daran denken alle Ports auf Gigabit zu schalten, sofern man das benötigt (Standard: Nur LAN1 Gigabit)
- Ich nutze die Fritzbox mit aktivem WLAN sowie als Router mit 2 aktiven LAN Ports. Der Verbrauch pendelt sich im Schnitt bei 7,5-8,8Watt ein. Eine Messung im Nachtmodus, also ohne aktive Funkverbindungen führe ich noch durch und hänge es als Bild an
- Sehr, sehr erfreulich ist, dass die 7490 die ADSL2+ Leitung nochmals mehr ausschöpft. Hatte ich mit der 7270 bisweilen nur noch Sync-Raten von 15,3-15,5Mbit, zieht die 7490 alles aus dem Draht was bei mir verfügbar ist. Und das ist kein leerer Wert, sondern dies ist auch messbar. Die 7270(Verkaufsgrund) pendelte sich bei mir nach 1-2Tagen manchmal auf 900Kb/s Downloadrate ein, syncte nach Reboot aber wieder stets auf 15,x Mbit. Die 7490 synct nun mit 17,3Mbit und erreicht an meinem 16.000er Telekom-Anschluss 1,7xMB/s und das über Tage/Wochen hinweg

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WLAN:

Sehr kritisch habe ich auf Mess-Ergebnisse des WLANs gewartet, Zahlenwerte liefere ich noch, aber Einiges kann ich bislang festhalten. Die Fritzbox liefert hier einen zwiespältigen Eindruck:

- 5-Ghz: War immer Hoffnung bzw. heiliger Gral des störungsfreien WLANs. In meiner Nachbarschaft funken derzeit knapp 8 WLANs auf 2,4Ghz, die Kanäle sind also quasi voll belegt. Insbesondere in meinem Repeater-Betrieb hatte ich mich auf
eine signifikante Steigerung der Datenrate gefreut, wenn die Fritzbox "exklusiv" auf 5Ghz mit dem Fritz WLAN Repeater N/G kommuniziert. Das ist mitnichten der Fall.
- Eines steht fest, für Bastler oder Spezial-User ist das WLAN der 7490 nur eingeschränkt zu gebrauchen. Gab es bei der 7270 die Möglichkeit die Antennen durch Andere zu ersetzen, begrüßt einen nun eine silberne Kunststoff-Nase an der Box. Man muss also mit dem leben, was man hat. Und das ist nicht schlecht!
- Im 2,4Ghz Band erreiche ich eine deutliche Verbesserung. Durch eine Stahlbeton-Decke hindurch erreiche ich im Wohnzimmer immer noch fast annäherungsweise Vollausschlag im 54G / Wireless N Betrieb. Schnellere Clients habe ich leider nicht. Das Signal ist stabil und für Surfen absolut ausreichend.
- Auch im 5 Ghz Band erreicht der Repeater im gleichen Stockwerk volle 300Mbit statt bislang 100-120Mbit. Dies ändert sich aber schlagartig, wenn ich den Repeater an seinen gewohnten Platz aufbaue. Hier schwankt die Datenrate zwischen !6! und 80Mbit. Mit ziemlich konstanten 75Mbit im 2,4Ghz Band ist die Funkverbindung mit zwei Stockwerken dazwischen wesentlich sicherer, und das, obwohl es viele störende WLANs gibt. Sehr schade, so bleibt das 5Ghz WLAN, welches scheinbar wirklich nur auf Sichtverbindung sehr schnell ist, ein nahezu ungenutztes Feature bei mir und wäre eher für kleinere Appartments denn mehrstöckige Einfamilienhäuser geeignet.

_____
Fazit:

Tja, was bleibt abschließend zu sagen....AVM bleibt für sich selbst der größte Konkurrent. Die 7490 ist eine Evolution, keine Revolution. Alles ist irgendwie selbst aus der Vor-Vorgänger-Generation bekannt, Alles wurde schneller, etwas umfangreicher implementiert und durch den schnelleren Hardware-Unterbau geschmeidiger und praxistauglicher gemacht. Die Frage die man aber stets stellen muss ist: Nutzt jemand, der wirklich technik-affin ist und immer das Beste und Stärkste haben will eine Fritzbox als NAS oder erwirbt er es separat? In vielen Häusern ist der Anschluss im Keller. Das DECT der Fritzbox ist damit leider nur bedingt nutzbar, sodass oftmals die ehemalige Telefonverteilerdose über FON1 genutzt wird und in den Zimmern doch wieder eigenen DECT Basisstationen stehen.

Die Fritzbox kann alles sehr gut, aber insbesondere für die vielbeworbenen Spezial-Features gibt es bessere Hardware. Für Viele bleibt daher das schnellere WLAN im Vergleich zur 7270 das augenscheinlichste Merkmal oder einfach der Bedarf ein Stück Hardware zu haben was für VDSL genutzt werden kann. Angesichts des Preises sollte man daher genau abwägen ob die 7490 wirklich benötigt wird. Hat man nur 4-6 Jahre alte Notebooks mit langsamen WLAN Karten und einen DSL1000-16.000 Anschluss ohne den Bedarf eines Mediaservers darf die Sinnhaftigkeit des Wechsels durchaus in Frage gestellt werden.

In meinem Fall waren es die zunehmende Instabilität der 7270 (möglicherweise durch zu featurereiche Firmwares verursacht) sowie die Einstellung des Supports die mich zur 7490 geführt haben. Sobald VDSL verfügbar ist, wird es auch von mir genutzt.

Der kaum messbare Mehrverbrauch (7-8Watt Gesamtverbrauch bei mir) und die schnellerer Hardware sowie das Leistunganagebot machen die 7490 für mich immer noch zum besten Allrounder in Sachen Router den man derzeit kaufen kann. Im Gegensatz zur 7270 und 7390 scheint AVM auch diesmal schnell eine Firmware herausgebracht zu haben, die stabil läuft. Der Wechsel einer bislang genutzten 7390 zur 7490 lohnt aber meines Erachtens nicht. Der Preis und die nicht wechselbaren Antennen in Kombination mit dem doch eher bescheidenen Benefit in Sachen WLAN Geschwindigkeit in einem Einfamilienhaus über mehrere Stockwerke führen bei mir letzen Endes zu einem Stern Abzug sowie die Tatsache, dass der Abstand zur 7390 zu klein ist.

Ich hänge noch ein paar Screenshots zum Vergleich an und hoffe, dass man diese nach Verkleinerung auch noch erkennen kann.
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1313 Kommentare|387 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2013
Als alter AVM-Fan musste ich die neue Fritz!Box 7490 haben auch wenn die 7390 gut funktioniert.
Aufgrund der teilweisen schlechten Bewertungen habe ich ein paar Tage mit mir gerungen, aber ich konnte es doch nicht sein lassen.

Angeschlossene Geräte an der 7490

1 x KabelBW Modem an LAN1 (150MBit/5MBit)
3 x Mobilteile Fritz!Fon MT-F
4 x Fritz!DECT 200 Smarthome Steckdosen
1 x Fritz!Powerline 546E (OG)
1 x Fritz!WLAN Repeater 310 (Keller)
2 x Fritz!Powerline 520E
1 x UMTS-Stick Huawei K3765 mit externer Antenne

..:: Positiv ::..

Die Installation wenn man von der 7390 kommt und die Daten übernimmt ist incl. der Anmeldung aller Geräte in 10 Min. erledigt. Das ist fast schon langweilig ;)

Das Web-Interface ist genau gleich wie bei anderen Fritz!Boxen und man findet sich sofort zurecht.

Die Anschlüsse sind bis auf den USB 3.0 gleich wie bei der 7390, also auch hier nichts das Verwirrung schafft.
Was ich auch als positiv bemerken kann ist das der UMTS-Stick an USB 3.0 nicht mehr abstürzt und ich perfekt über den Stick mit einem Fritz!Fon telefonieren kann. Bei der 7390 ist es hier doch häufig zu abstürzen des UMTS-Stick (USB-Port) gekommen und man musste den Stick abziehen und wieder anstecken das es wieder geht.

WLAN funkt ist im 2,4GHz weiter als die 7390, bin am überlegen ob ich den Repeater 310 überhaupt noch weiter verwenden soll. Bei der 7390war er zwingend notwendig, die 7490 kommt hier gut zurecht. 5GHz konnte ich leider noch nicht testen.

Powerline-Adapter funktionieren perfekt mit der Box zusammen.

Der Stromverbrauch liegt zwischen 8 und 8,5 Watt, das ist wenn ich andere Router mit AC-WLAN vergleich ein sehr guter Wert. Vor allem wenn man bedenkt das hier noch eine Modem, DECT bzw. eine vollwertige Telefonanlage integriert ist. Hier liegen andere Router bei bis zu 10-11Watt

..:: Negativ ::..

WLAN-Verbindungsabbrüche kommen immer wieder vor, besonders bei einem Test mit einem TP-Link DD-WRT Router den ich als WLAN-Brücke einsetze sind nach wenigen Minuten immer wieder Abbrüche zu verzeichnen. (Bei 7390 hat das ohne Probleme funktioniert)
Beim Notebook (Atheros-Chipsatz) meiner Frau konnte kaum ein YouTube Video fehlerfrei wiedergegeben werden. Erst nach dem ich die Fritz!Powerline 546E (Powerline zu WLAN) angeschlossen habe ging es. Da das Notebook nun das WLAN über den 546E holt.
iPad, iPhone usw. funktionieren aber, was nur bedeuten kann das die Kompatibilität noch nicht sonderlich gut ist. Die Software wird es im Laufe der Zeit sicher richten

Das WebInterface ist trotz einer schnelleren CPU langsamer als auf der 7390. Da man hier aber nicht ständig drin ist spielt das für mich keine so große Rolle. Aber da habe ich schon mehr erwartet.

Neustart ohne jeglichen Grund hatte ich bis jetzt 2x, aber das gab es bei der 7390 nicht. Auch hier scheint eine nicht ganz stabile Software der Grund zu sein.
Jetzt läuft sie im Augenblick stabil.

..:: Fazit ::..

Wie bei den meisten anderen AVM-Produkten ist die Software am Anfang noch verbesserungswürdig, aber als langjähriger AVMler bin ich das gewohnt.
Was die Boxen aber nach ein paar Monaten alles drauf haben sucht Seines gleichen.
Deswegen freue ich mich auf jede weitere Labor-Firmware damit die Box irgendwann so perfekt wie die 7390 wird (allerdings hoffe ich schneller).

Jedem der eine 7390 hat braucht nicht zu wechseln, bzw. sollte warten bin die Software besser wird.

..:: NACHTRAG 26.10.13 :..
Aktuell habe ich die FRITZ!OS 05.60-26766 BETA installiert.
Die Abbrüche im WLAN sind weg, es funktioniert sowohl das Notebook als auch die DD-WRT-Router WLAN Brücke.
Den Verlust der Internetverbindung war nach der installation der FRITZ!OS 05.60-26705 BETA auch nicht mehr zu verzeichnen.
Wie erwartet arbeitet AVM sehr schnell an den kleinen Problemchen der Box.
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am 13. August 2014
Info: Ich spreche vom 200/100 Mbit FTTH Anschluss mit Modem der Telekom.
(VDSL macht die Kiste bestimmt auch toll)
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Nachdem ich seit über einem Jahr mich mit der Telekom Speedport Chinaware (921V) rumärgere (lt. Hotline wird mein Router "angegriffen" daher kein Austausch) habe ich nach einem passenden Ersatz gesucht.

Zumindest bei den Glasfaseranschlüssen fallen die meisten Router durch. Der Routingdurchsatz reicht nicht für die 100Mbit bzw. in meinem Fall 200Mbit. Der nächste Haken ist leider Gottes die Notwendigkeit von VLAN-tagging am WAN Port.

Die Fritzbox 7490 hat nicht nicht nur genügend Dampf, sondern kann mit dem Telekom Modem prima kommunizieren. Setup ist wie von AVM gewohnt einfach. (Zugangsdaten).

Wichtige Info: Um den Internetzugang via LAN1 zu aktivieren muss (ganz unten auf der Fritz Admin Seite) auf "Experten Modus" umgeschaltet werden.

die IP Telefonie und Entertain funktionieren prächtig.

Umstieg lohnt sich:
- die Fritzbox ist einen ticken schneller als die Speedport (Ping).
- WLAN im ac Standart ist ein Traum ( Endgerät vorausgesetzt )
- Integriertes DECT ( darüber läuft auch die Heimautomation )
- Gast WLAN
- SEHR stabiles WLAN
- Smartphone Apps für Administration, Anrufprotokolle
- Faxfunktion
- Komfortable IP Telefon Optionen.
- Jugendschutz Funktionaltiät. ( Filter )

und für den Hobby-Admin
- Sehr viele Optionen. (im Gegensatz zu der Handvoll die die Speedport anbietet)
- NAS + MyFritz sind schöne Ergänzungen.
- Priorität von IPs/Ports/Anwendungen kann eingestellt werden.
- WakeOnLan via Internet ( bei weitergeleiteten Ports )
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am 31. Dezember 2014
Bin von der AVM Fritz!Box 7390 auf die AVM Fritz!Box 7490 umgestiegen.

Ausgangssituation:
Stahlbeton-Haus, Fritz!Box 7390 im Keller, LAN Verbindung zu FRITZ!WLAN Repeater 300E im 2. Stock da dort kein WLAN mehr ankam und es auch im 1. Stock bereits sehr schwach war trotz ausgiebigem Experimentieren mit dem Aufstellungsort der Fritz!Box im Keller (Ausrichtung Antennen bzw. des Gerätegehäuse macht teils ziemlich was aus).

Der FRITZ!WLAN Repeater 300E fing letzte Woche plötzlich an zu pfeifen, ein unangenehmer hoher Ton, welcher auch nach einer Nacht in der er abgesteckt war und nach dem aktuellen Softwareupdate nicht aufhörte.

Da meine Eltern mit einer Fritz!Box 7390 das Problem hatten das Telefonate immer wieder nach unterschiedlicher Zeitspanne abbrachen (Trotz Softwareupdates/neuer Fritz!Fon Telefone), neuer Anschlussleitung, etc. und der Provider (M-Net) keinen Grund auf seiner Seite für die Abbrüche finden konnte habe ich mir die 7490 gekauft um meine 7390 mit welcher ich nie Probleme hatte bei meinen Eltern aufstellen zu können.

Auspacken/Aufstellung und Anschluss der 7490 sind wirklich einfach und wie bei der 7390.
Für alle mit besonderer Aufstell/Montagesituation:
Das Gehäuse der 7490 ist ein wenig größer (BxTxH: 245 x 175 x 55 mm) als bei der 7390 (BxTxH): 226 x 160 x 47 mm).

Die Übernahme der Konfiguration von der alten Fritz!Box7390 funktionierte einwandfrei:
- Konfiguration der alten Fritz!Box mit Passwortschutz auf den Computer gesichert
- Neue Fritz!Box 7490 angeschlossen, Konfiguration von PC Wiederhergestellt
- An den Fritz!Fon MT-F schnurlos-Telefonen im Menü "anmelden" gewählt und DECT Taste an der Fritz!Box lange gedrückt/gehalten.
, alle drei Fritz!Fon MT-F funktionierten nach Anmeldung an der neuen Fritz!Box 7490 perfekt.

Nach noch nicht mal ganz 10 Minuten war die Umstellung bewerkstelligt und Internet/WLAN und Telefonie über die MT-F funktionierten wie vorher - bzw besser:

Vorteile der Fritz!Box 7490 gegenüber der 7390:

Den Repeater benötigen wir nicht mehr, bei genau gleicher Aufstellung der neuen Fritz!Box funktioniert das WLAN im gesamten Haus, incl. 2. Stock, es scheint also wirklich besser zu sein.
In den Andern Stockwerken funktioniert es stabiler bzw. mit besserer Feldstärke.

USB 3.0 funktioniert besser (UMTS-Stick zum Telefonieren bzw. Datenübertragung mit der angeschlossenen USB-Festplatte).
Der über den USB Anschluss angeschlossene Officejet von HP funktioniert ebenfalls bestens mit allen Windows und Apple Computern.

Fazit:
Bisher keine Nachteile/Probleme gefunden, die Aussagen von AVM nach welchen angeblich WLAN und USB verbessert wurde scheinen wahr zu sein.
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am 29. August 2013
Da ist sie nun also, die neue 7490, was hatte man doch im Vorfeld darüber Spekuliert ob und wann sie denn nun wirklich Lieferbar sein wird. Nun sind zumindest vereinzeln Exemplare erhältlich.

Doch nun zum Gerät, vor allem auch im Vergleich zur 7390.

Die Synchronisierung und Leitungsqualität bei VDSL ist auf jeden Fall besser, was aber auch kein Wunder sein dürfte, enthält Sie doch den besseren Modem Chipsatz der auch in der 3390 oder auch der 7360 Verwendung findet.

Die WLAN Leistung ist sowohl im 2,4 GHz als auch im 5 GHz Band ein klein wenig besser würde ich sagen, ob es mit 802.11 ac nun deutlich besser wird kann ich mangels Hardware im Moment nicht sagen. Der Durchsatz bleibt bei 300 Mbit fähigen Geräten auf jeden Fall etwas länger auf höherem Niveau, was allerdings auch einfach an dem 3x3 MiMo liegen könnte.

Allerdings wird die gesamte Reichweite leider auch etwas schlechter, denn bis zum Garten reicht das WLAN nun nicht mehr.

Die Antennen allerdings sind nun auch direkt auf die Hauptplatine mit in das Layout geätzt worden, da wäre sicherlich noch Optimierungs-Potential gewesen zumal es jetzt auch keine Hirose U.FL Buchsen mehr auf der Platine gibt, um andere (Externe) Antennen benutzen zu können. Es gibt nur noch die für so etwas unbrauchbaren Messbuchsen.

Im DECT Bereich wird zwar nun eine höhere Empfangsstärke am MT-F angezeigt, aber es knackt auf jeden Fall an denselben Stellen wie vorher auch mit der 7390, auch hier wurde einfach Potential verschenkt, auch wenn in der Box die 2. DECT Antenne nun aus einem ca. 3cm langen Draht besteht der sich Senkrecht von der Platine in den Raum streckt.

Der Prozessor der Box ist nun ein Dual-Core der natürlich auch etwas mehr Leistung mit bringt und so scheint es, dass der Durchsatz via VDSL nun etwas Flotter ist, messbar ist das allerdings nicht. Es Fluppt einfach etwas mehr ;)

Der USB3.0 Durchsatz mit einem sehr guten USB Stick der an einem PC rund 90MB/s beim Lesen und 60 MB/s beim Schreiben schafft wird an der Box auf 11 MB/s lesend und etwa 8MB/s schreibend gebremst, eine HD mit USB3.0 lieferte hier identische werte, gut aber die Box ist ja nun mal auch kein NAS.

Die Firmware ist auf jeden Fall jetzt noch nicht fertig und hat hoffentlich auch noch einiges Potential, im Moment ist sie ist sehr träge und im Vergleich zur 7390 einfach langsam. Aber hier besteht noch Hoffnung, bei den anderen Boxen wurde es ja auch immer besser, auch wenn das bestimmt wieder 6-12 Monate dauert. Vielleicht kann man so ja auch noch etwas an der Leistung ändern.

Fazit: Im Moment lohnt der Kauf nicht, zumindest wenn man schon eine 7390 hat und keine Probleme beim Sync auftreten. Was die Zukunft noch bringt wird sich zeigen… und Bananen Produkte haben ja eine lange Tradition bei AVM :-)

Deswegen gibt es von mir im Moment auch nur 2 Sterne für die Box.
Ich werde aber weiter Beobachten.

[Nachtrag]
Zum einen steht oben in Orange "Von Amazon bestätigter Kauf" übrigens weil ich eben diese Box von Amazon gekauft habe und zum anderen ändere ich meine Bewertung auf 3 Sterne, weil wenn man nicht von einer 7390 kommt, ist sie ja an sich erst einmal in Ordnung.
Wenn man allerdings eine 7390 hat, sollte man erst einmal dabei bleiben, zumindest so lange man keine Probleme mit dem Sync hat, ansonsten lohnt es im Moment einfach (noch) nicht.
Hier hätte man für 289 Euro einfach mehr erwarten können.
Ich werde die Box auch behalten und das auch für diesen Preis, denn Bananen können reifen und ich finde, dass AVM ansonsten einen sehr guten Job macht, gerade auch was die Weiterentwicklung der Software angeht!

[Nachtrag2]
Der USB Stick war ebenso wie die HD mit NTFS Formatiert, ich habe jetzt noch einmal mit einem Fat32 Formatierten Stick getestet und komme auf 14,5 MB/s lesend und etwas über 12 MB/s beim schreiben.
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am 23. Mai 2015
Nach langem zögern hat die 7490 den Speedport W724V der Telekom abgelöst.

Ich ärgere mich sehr, das nicht früher getan zu haben.

Die Einrichtung war sehr leicht und gut verständlich.
Zur Not hat AVM einen guten Support.

ein Argument für die 7490 waren die Funktionen, die die Box mitbringt.
Zudem ist mir persönlich die GUI viel angenehmer als die vom Speedport.
Man bekommt mehr Informationen und hat mehr Möglichkeiten.

Was die Geschwindigkeit angeht, habe ich nicht viel gemerkt.
Wie beim Speedport kommen auch hier die vollen 50k an.

Der Wlan Gastzugang ist eine sehr tolle Sache! Ich habe im Heimnetz viele Geräte, wie auch einen AV-Reciver.
Diesen kann man via Netzwerk einschalten und so ordentlich Lärm in der Bude machen.
Duch den Gastzugang erpare ich mir lästige MAC-Filter, da das Gastnetz vom Heimnetz abgeschirmt ist.
Mein W-Lan ist unsichtbar, der Gastzugang sichtbar.

Das W-LAN an sich hat eine sehr gute Reichweite.
Der TV im Schlafzimmer ist via W-LAN verbunden und das Streamen (Amazon Prime) ist viel besser als mit dem Speedport.
Bei dem Speedport gab es öfter Unterbrechungen. Die sind jetzt FAST weg.

NAS: Mein NAS Laufwerk ist gerade ein günstiger 32GB USB-Stick.
Auf diesem habe ich viele Videos/Audios/Bilder, die ich super bequem aus dem Wohnzimmer, Schlafzimmer, PC oder vom Handy streamen kann. Per Fernzugriff kann man auch leicht von wo anders auf die Heimische Box zugreifen.
So hat man seine eigene kleine Cloud.

Momentan habe ich 2 Telefonnummern aktiv.
Eine auf meinem schönen alten Drehscheibentelefon, dass ohne Probleme funktioniert.
Die andere Nummer auf einem schnurlosen Telefon.
Das ging aber auch schon beim Speedport. Jedoch passt die Fritz!Box farblich viel besser zum Telefon.

Was ich zudem sehr begrüße, sind u.A. Funktionen wie den Onlinezähler.
Man sieht was man im Monat an Daten braucht. Das habe ich beim Speedport sehr vermisst.
Auch wenn es nicht kostenrelevant ist, ist es interessant zu wissen!
Das trifft auch auf andere Infos zu, die die 7490 im gegensatz zum Speedport liefert.

Die Smart-Home Funktionen habe ich bislang nicht getestet.

Für den 0815 Benutzer reicht sicher auch ein Speedport. Wobei es da auch eng werden KANN.
Wer mit seinem Router mehr machen möchte ist mit der 7490 besser dran.

Summa Summarum kann ich die 7490 eindeutig weiterempfehlen.
Zudem ist die Fritz!Box bei 5 gerechneten Laufjahren 100€ günstiger als der gemietete Speedport W724V.
(5 Jahre, weil AVM 5 Jahre Garantie gibt)

5/5 Sternen :-)
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Wir haben die Fritzbox jetzt schon eine ganze Weile und sind insgesamt zwar zufrieden, aber sehr gut ist sie leider nicht.

Es gibt dabei diverse Sachen die uns stören.
1. eingebaute Antennen
Antennen wurden nach innen verlegt, dies sieht zwar besser aus, aber dadurch kann ich die Antennen nicht mehr optimal ausreizen. Zum Vergleich unsere alte 7270 hatten nach Ausrichtung eine bessere Abstrahlung und ich hatte auch durch mehrere Wände noch eine gute Verbindung. Bei der 7490 leider nur noch eine ausreichende Verbindung. Nachhelfen kann man hier vor allem mit den Fritz Extendern, dafür muss man die Box allerdings aufschrauben, was mit Garantieverlust einhergeht.

2. Probleme mit 6.5x
Seit dem Update auf 6.5 und die Nachfolgeversion bricht häufig die Verbindung zwischen Smartphone/Tablets und der Box ab. Dies kann entweder bei normaler Nutzung passieren oder wenn sich das Smartphone im Standby befindet. Vor dem Update war dies nicht so. Wenn wir also z.B. das W-LAN anlassen, um per WhatsApp oder E-Mail erreichbar zu sein, aber das Smartphone ansonsten nicht nutzen und die Verbindung dann abbricht, bekommt man das nicht mit. Das ist sehr ärgerlich.

3. DECT Probleme:
Die DECT Reichweite ist wirklich miserabel. Wir haben die Box testweise auf den Tisch gestellt oder auch mal an der Wand befestigt, sodass jegliche Störeinflüsse ausgeschlossen werden konnten, jedoch hat man schon sobald man den Raum verlässt, also das DECT Signal nur durch eine Wand muss, Störgeräusche im Telefon. Diese hört man nicht selbst, jedoch beschwert sich der Telefonpartner über schlechte Verständlichkeit und Rauschen.

4. Langsame Übertragungsraten der Box:
Die USB 3.0 Geschwindigkeit ist aufgrund der verbauten CPU ziemlich schwach, das machen z.B. Modelle von Netgear besser.
Teilweise kam es durch die Verwendung des USB 3.0 Anschlusses auch zu weiteren Störungen im W-LAN Netz

5. AVM verbaut kaum Kühlkörper
Aufgrund dessen, das unsere alte 7270 angefangen hat zu fiepen, habe ich mich mal ein bisschen mehr mit der Materie befasst und selbst bei der 7490 hat AVM dort nicht wirklich etwas verbessert. Teilweise werden bestimmte Komponenten auf dem Board über 70°C oder gar 90°C heiß, sodass sie nicht mehr ihre optimale Leistung erbringen, bzw. schneller kaputt gehen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch die Box sich verabschiedet oder anfängt zu fiepen. Dabei wäre es bei vielen Komponenten einfach gewesen einen Kühlkörper aufzukleben, der die Temperatur auch ohne Lüfter deutlich senken würde.

Weshalb gebe ich der Box also trotzdem noch 4 Sterne, nun das habe ich mich während dieser Rezension auch gefragt. 3 Sterne würden dieser Box einfach nicht gerecht werden. Denn viele Sachen sind dennoch sehr gut.

1. Software (vor allem dafür zahlt man bei AVM, in allem anderen sind andere Hersteller teilweise besser):
Viele Einstellmöglichkeiten, einfach, übersichtlich und vor allem guter Support, bzw. Modellpflege. Sehr komfortabel ist es auch, dass man auch Geräte anderer Hersteller über das Firtz.box Menü steuern kann. Wem der Stromverbrauch wichtig ist, der wird sich vor allem um die vielfältigen Möglichkeiten der Abschaltung und Reduzierung der Leistung von W- LAN, DECT und der LAN Verbindung oder gar der LEDs freuen.
Sehr praktisch ist es, das man Einstellungen von alten Modellen in die neuen übertragen kann. Dabei muss jedoch die Sicherung ein Kennwort enthalten!

2. Funktionsvielfalt
Es gibt kaum etwas, dass die Box nicht kann. Die beherrscht so ziemlich alles, dafür ist sie allerdings in allem auch nicht perfekt und muss sich anderen Spezialisten geschlagen geben.

3. Leistung des W-LAN
Wenn man Empfang hat, dann sind die Übertragungsraten auch wirklich sehr gut. Vor allem durch das W-LAN ac. Dabei muss man jedoch wissen, dass dieses nur im 5 GHz Netz empfangen werden kann. Dies bringt den Vorteil, dass kaum andere W-LAN Geräte in diesem Bereich aktiv sind. Allerdings muss man auch hier mit Einschränkungen leben. Das 5 GHz Netz hat bei weitem nicht die Reichweite, die ein Netz im 2,4 GHz Bereich erreichen kann. Sprich W-LAN N im 2,4 GHz kann vielleicht durch 3 Wände noch empfangen werden, AC im 5 GHz Netz jedoch nicht mehr. Somit kann ich die volle Leistung nur in der Nähe der Router ausnutzen.
Außerdem sollte man sich gut überlegen, ob man über Kanal 48 im 5 GHz Netz hinausgeht. Denn ab dann ist die Radarerkennung der Fritzbox aktiv, denn diese Frequenzen werden auch vom Militär oder Wettersatelliten genutzt. Erkennt die Box ein solches Signal schaltet sie automatisch das 5 GHz Netz kurz aus und sucht eine neue Frequenz. Insgesamt sollte das aber eher selten ein Problem darstellen.

Fazit:
Wer einen guten Allrounder mit einfacher Bedienung sucht, ist mit dieser Box gut beraten. Wenn man gerade noch etwas warten kann, sollte man auf die 7580 warten, die im 2. Quartal starten soll. Diese unterstützt dann Multiuser-MIMO, hat 5 LAN-Ports, hat ein neues Design, vor allem auch der Antennen. Daher denke ich, dass sie besser sein wird, als die 7490.

Programmtipps und Testwebsites:
Wer seinen optimalen Standort für den Router herausfinden möchte, sollte sich mal das Programm Wireless Netview (zum Testen für die Verbindungsstärke und herausfinden, welches der stärkste Kanal ist, bzw. am wenigsten von anderen W-LANs gestört wird) und Ekahau HeatMapper ansehen. Letztes ist wirklich sehr mächtig, Erfordert aber auch viel Arbeit, da hier die Signalqualität über den kompletten Grundriss aufgezeichnet wird. Das macht ziemlich viel Arbeit und lohnt sich eigentlich nur, wenn man wirklich Probleme hat.

Wenn man allgemein den Down, bzw. Upstream testen will, würde ich empfehlen speedtest.net zu nehmen. Wenn man die Geschwindigkeit auch mal über das Handy bestimmen will, bietet sich speedof.me an. Denn dieser Test läuft nur über HTML 5, welches so gut wie alle neueren Browser beherrschen.

~~ Schlusswort ~~
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am 23. März 2016
Hab beim Osterangebot zugeschlagen und muss sagen, es hat sich gelohnt!

Bisher hatte ich den Vorgänger 7390 in Kombination mit einem Repeater (auch AVM) im Betrieb, um alle Räumlichkeiten mit WLAN versorgen zu können. Ich erhoffte mir den Repeater abstöpseln zu können und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Wechsel ging ziemlich einfach. Alte Einstellungen auf PC speichern. Neuen Router anschließen (Netzteil habe ich vom Neuen genommen, ansonsten jedoch auf die alte Verkabelung zurückgegriffen) und Einstellungen auf den neuen Router überspielen. Dann nochmal nachprüfen und ggf. selbst Hand anlegen bspw. der Anmeldung der DECT Telefone.
Ergebnis:
Wo mit dem altem Router (ohne Repeater) im Sekundentakt die Verbidnung weggebrochen ist, habe ich nun eine stabile und akzeptable Verbindung. Netter Nebeneffekt war außerdem, dass ich nun (vermutlich dank des neues FritzOS 6.51) keinerlei DSL-Verbindungsprobleme mit dem Vectoring der Telekom habe und auch die Leitungsgeschwindigkeit sich leicht verbessert hat (sowohl Latenz als auch Datenraten). Gemerkt habe ich einen Performance zuwachs dann auch beim spielen auf der PS4, welche nun deutlich schneller reagiert (Updatenanfragen oder Serverbeitritte, Downloadgeschwindigkeit) und das alles ohne, dass der ac-Standard zum tragen kommt (habe derzeit keine kompatiblen Geräte). Auch das Streamen vom NAS läuft jetzt stabiler und der Zugriff erfolgt schneller.

Kann die Box also jedem (Kleingeld vorausgesetzt) ans Herz legen.
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