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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es steht außer Zweifel, dass der Schotte ein sturer Hund ist. Überall sonst auf der Welt gilt im Plattengeschäft die eiserne Regel, man solle nicht zu oft den selben Gaul reiten – meint hier: den immergleichen Stil pflegen – wer das nicht beherzigt, den strafe die Kritik mit Nichtachtung und die sonst so geduldige Anhängerschaft drohe von der Fahne zu gehen. Stimmt, wie gesagt, überall, nur eben nicht in Glasgow. Dort sitzen jede Menge Bands, die sich offenbar eine Mordsgaudi daraus machen, jahrein jahraus die immergleichen Lieder auf ihre Platten zu packen und dann auch noch meinen, damit durchzukommen. Die bekanntesten Beispiele in diesem Jahr: Camera Obscura, The Pastels, Belle And Sebastian und erst kürzlich Travis. So, und nun kommen also auch noch Franz Ferdinand, seit der Jahrtausendwende eine Art handpuppenkompatibles Lehrbeispiel schottischen Indierocks, daher und behaupten, mit ihrem neuen Album, das eigentlich ein ganz altes ist, wieder alles richtig gemacht zu haben.

Das Verflixte daran: Sie haben recht. Vier Jahre und ein paar Dub-Spielereien nach “Tonight: Franz Ferdinand” versuchen Alex Kapranos und seine Mitstreiter erst gar nicht den Eindruck zu erwecken, man habe sich mal so richtig innovativ reingehängt, um dem Zuhörer ein möglichst modernes Stück Musik zu präsentieren. Papperlapapp – schon der Titelsong schnalzt in gewohnter Marschrhythmik und spätestens bei “Love Illumination” hat man das Gefühl, die Zeit wäre nach “Take Me Out” ganz einfach stehen geblieben. Dass, was man den Strokes gewünscht hätte – Franz Ferdinand gelingt es mit müheloser Leichtigkeit: Sie sind frech genug, auch nach über zehn Jahren kaum einen Jota von ihrem Sound abzuweichen und haben trotzdem genügend Ideen im Zylinder, um keine der fünfunddreißig Minuten auch nur ansatzweise langweilig erscheinen zu lassen.

Als Prototyp einer Singles-Band bringen sie wie die Jahre zuvor das Kunststück fertig, jedes der zehn Stücke so zum klingen und swingen zu bringen, als wäre es die perfekte Auskopplung; das knallige “Bullet”, der böse Funk von “Evil Eyes”, ja selbst der ironische Abschiedsgruß “Goodbye Lovers And Friends” würde sich für eine Solopressung eignen. Neuerungen und Variationen wie erwähnt eher marginal, zur altbewährten Rhythmusgruppe McCarthy/ Thomson/Hardy gibt’s mal ein paar flotte Dancebeats (Stand On The Horizon), einen launigen Technorefrain (Treason! Animals.) oder ein paar Orgeltöne, gepaart mit grellen Gitarren (Brief Encounters), alles teuflisch gut gemacht und mit hohem Wiedererkennungswert. Und sollte an gleicher Stelle nächstens wieder über die eigensinnige Beharrlichkeit von Musikern geschimpft werden – zum Teufel damit! mapambulo:blog
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 23. August 2013
… werde ich Franz Ferdinand dankbar sein. Weniger weil sie einen ganz großen Klassiker abgeliefert haben, sondern vielmehr weil sie vor einem Jahrzehnt dem Alternativen Rock, den ich zu dieser Zeit etwas langweilig und humorlos fand, einen Ruck in die richtige Richtung gegeben haben. Mit dem damals omnipräsenten Franz Ferdinand Debut trauten sich auch andere Indie Acts, allen voran Bloc Party und Maximo Park, wieder tanzbar zu sein und schämten sich auch nicht vor poppigen Melodien.

Während das Vorgängeralum „Tonight: Franz Ferdinand“ noch dem gängigen Trend folgte und an jeder Ecke etwas zwanghaft in meinen Ohren Synthesizer flirren und fippsen lies, besinnt sich Franz Ferdinand jetzt wieder auf ihre Stärken und orientiert sich an den eigenen Wurzeln. Ein kleiner Schritt zurück, aber einer der Sinn macht. Und diese Wurzeln haben nun einmal ein Standbein im Indiepop, und das andere aber zuckend auf der Tanzfläche. Der Anteil Funk wird wieder priorisiert und hochgefahren, das es eine wahre Freude ist. EVIL EYE mit seinem wummernden Bass ist hier ein schönes Beispiel. Oder aber das geschmeidig zuckende und eingängige BULLET, mit dem Franz Ferdinand so nahe wie schon lange nicht mehr, an die Brillanz ihres Debuts herankommen. Auch an anderer Stelle wird das Tempo hochgehalten, ohne die Melodien aus den Augen zu verlieren (LOVE ILLUMINATION, STAND ON THE HORIZON). Einige musikalische Ausreißer sind auch enthalten, wie das folkige FRESH STRAWBERRIES aber im Großen und Ganzen bleiben Franz Ferdinand ihrer Linie treu.

Bleibt die Frage, ob es 2013 überhaupt noch eine Gitarrenband braucht, die sich ihrer Lust nach tanzbaren, aber immer auf Melodie bedachten Pop wieder gedankenlos hingibt. Die Frage stellen sich aber wahrscheinlich nur schreibende und rezensierende Gemüter, Franz Ferdinand fragen lieber: seid ihr schon auf der Tanzfläche?
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am 13. März 2014
Franz Ferdinand erfinden das Rad nicht neu. Stattdessen spielen sie das, was sie schon auf dem Debut vorzüglich unter Beweis stellen konnten: Anspruchsvollen, extrem coolen, tanzbaren Indie-Rock. Und das gelingt ihnen besser denn je. Sie treten dabei auch wieder vom Synthie-Sound des Vorgänger-Albums einen Schritt zurück. Ich hoffe, sie finden weiterhin genug Fans - aber sie sind ja nicht die einzigen Überlebenden der Nullerjahre.

Das Album beinhaltet einige hochklassige Songs:

Right Action (8/10) - Netter Opener, hier geht aber noch mehr.

Evil Eye (9/10) - Trockener Beat im Zombiegewand. Sehr cool.

Love Illumination (10/10) - Viel größer geht es nicht: Eine harte Rocknummer im 70er Gewand.

Stand on the Horizon (9/10) - Erinnert etwas an "Monarchy of Roses" von den Chili Peppers, aber auch an Pink Floyd. Cooler, Beat, große Melodie.

Fresh Strawberries (10/10) - Die Beatles lassen grüßen: Das ist klassisch schön.

Bullet (10/10) - Hier bebt die Indie-Disco, weil es einfach rockt.

Goodbye Lovers and Friends (9/10) - Sehr schönes Ende mit tollem Refrain.

Hier stimmt einfach alles. Hoffentlich bleiben sie uns noch lange erhalten und produzieren weiterhin derart große Alben. Franz Ferdinand bleiben auch weiterhin eine Single-Band. Nicht, dass man ihre Alben nicht am Stück hören könnte. Aber die Songs sind zumeist in sich große Kunstwerke, die allesamt als Single veröffentlicht werden können. Kaufen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. März 2014
2013 war das große Jahr der Indie-Comebacks. Babyshambles kamen mit einer neuen Platte, die jedoch so belanglos war, dass ich auch jetzt keine Worte darüber verlieren möchte. Kings of Leon waren nur unwesentlich besser. Arcade Fire brachten ein Album heraus, das zwar überall gefeiert wurde, aber nicht an die frühen Meisterwerke anknüpfen konnte. Die Strokes dagegen konnten nicht mal ihr bescheidenes "Angles"-Niveau halten. Nur die Arctic Monkeys überzeugten auf ganzer Linie.

Eine Band ging da fast unter: Franz Ferdinand. Beim ersten Hören von "Right Thoughts, Right Words, Right Action" hielt ich das Album noch für gutes Mittelmaß - und musste mich dann Hörgang für Hörgang nach oben korrigieren. Neun der zehn Stücke sind großartig, nur der letzte Track fällt etwas ab. Aber ob "Fresh Strawberrys", "Evil Eye", "Love Illumination", "Stand on the Horizon" oder das hypnotische "The Universe Expanded" - ein großartiger, facettenreicher Song folgt dem nächsten. Und wenn man glaubt, man kennt die Band, kommt ein Track wie "Brief Encounters".

Jedes Lied klingt auch nach Monaten noch frisch und gut. Eine völlig unterschätzte Platte einer - trotz des Erfolgs - immer noch unterschätzten Band. Denn was Franz Ferdinand auf ihren vier Alben geleistet haben, wird bleiben.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 3. September 2013
Clever, diese Glasgower - als der Erfolg den Sie mit ihren ersten beiden Alben bei ,Tonight: Franz Ferdinand` plötzlich ausblieb (man wollte sich musikalisch verändern), legten Sie erst mal eine längere Pause ein, um sich zu sammeln. Wohl dem, der sich das leisten kann und wohl dem, der diese Zeit dann auch nutzt.

Album Nummer 4 kehrt wieder zu den Kernkomptenzen der ,wir wollen dass die Mädchen zu unserer (Gitarren-) Musik tanzen`-Band zurück. Diese sind - ein leicht discolastiger beat, einprägsame Riffs und Ohrwurm-Refrains und Melodien - nicht zu vergessen Alex Kaprano's durchaus charismatisches, weil ultracooles timbre. Achja - und im übrigen sind auch die Texte nicht zu verachten.

Auf ,RT,RW,RA` gehen Sie schon bei den ersten beiden tracks sehr drängend, aber auch eingängig zu Werke, aber spätestens beim Riff-Refrain Genistreich ,Love Illumination` wird klar, dass diese Gruppe ihre Munition noch längst nicht verschossen hat. Vor ein paar Jahren - zu Zeiten von Mando Diao's ,Dance With Somebody` oder ,Human` von den Killers wäre das zwingend ein Hit geworden. Leider kippten die charts aber in den 5 Jahren die seither ins Land gezogen sind völlig in seichte Synthie/Elektropop Dance Re-Re-Revivals und Gitarrenmusik ist halt mittlerweile (zumindest was die Charts anlangt) sowas von out, dass es schon ein bisserl weh tut.

Egal - Franz Ferdinand gewinnen mit dieser Scheibe auf jeden Fall ihre - nicht unbeträchtlich -Basisfangemeinde zurück, die Sie mit ,Tonight` drauf und dran waren zu verlieren und gewinnen möglicherweise sogar einige neue dazu. Und wer so cool aussieht, wie die vier dzt. gestylt sind, dem muss selbst das am Allerwertesten vorbeigehen.

Wie immer zitieren Sie auch wieder ganz gekonnt - bei jedem song denkt man sich - diesen oder jenen Part kenn` ich doch, aber es fällt mir partout nicht ein woher...". Es war sicherlich eine kluge Entscheidung diese Platte zu weiten Teilen auf Gitarren Bass und Schlagzeug zu reduzieren (bzw. lassen sich alle songs mit dieser Bestezung gut reproduzieren. Die übrigen Nummern gehen zwar nicht sofort so ins Ohr wie ,Love Illumination`, sehr wohl aber in die Beine - Musik bei der man einfach nicht stillstehen will, immer leicht überdreht und nach vorne gehend (ganz herrlich diesbzgl.: ,Bullet`).

Zusammengefasst ist diese Platte: frisch, tanzbar, ohrwurmig, adrenalingeladen und cool. Dass Sie auf langsamere songs oder gar Balladen völlig verzichten entspricht auch dem Muster der ersten beiden Alben und irgendwie klingen Sie auf tracks wie ,Treason! Animals.` wohl nicht ganz zufällig wie die Strokes auf ihrem Debut, denn die haben in dieser Richtung ein Vakuum hinterlassen, das aufgefüllt werden muss.
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am 14. Februar 2014
Nach 'Franz Ferdinand' und 'You Could Have It So Much Better' die dritte CD, die ich mir von FF zugelegt habe. Die beiden Vorgänger waren schon gut bis sehr gut, aber 'Right Thoughts, ...' toppt sie noch. Die Bestnote ist hier absolut angebracht, für meinen Geschmack gibt es unter den zehn Titeln keinen Ausfall. Macht fast süchtig. Einziger Nachteil: Manche Melodie bekommt man fast nicht mehr raus aus dem Gehörgang.
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am 20. Februar 2014
Very energetic, very dynamic, very refreshing - a great album for all those who likes FF. May be a bit softer the previous albums, but it doesn't make it worse
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am 10. Februar 2014
Lange nix neues gehört - und doch wieder klasse geworden. Ganz im Stil der Band ist dieses Album für Liebhaber eine würdige Fortsetzung.
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Dieses Album ist nach dem Debüt-Album ihr bestes Album. Ganz Franz Ferdinand...
....das darf man sich nicht entgehen lassen. Also rein hören.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2013
Das Album ist so, wie ich es erwartet habe. Den Kauf ohne Probehören habe ich nicht bereut. Wer die anderen Alben mochte (v.a. die ersten beiden) wird dieses auch gerne hören. Vier Sterne, weil man als Fan bekommt, was man von der Band erwartet (gut), aber vielleicht ein klitzekleines bisschen mehr Innovation im Vergleich zu den Vorgängeralben schon noch drin gewesen wäre (kleiner Minuspunkt). Auch lohnt sich der Kauf der Doppel-Version, sind ein paar gute Sachen bei und der Aufpreis ist wirklich mehr als fair.
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