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3.0 von 5 Sternen Tom Sawyer als junger Sherlock Holmes, 29. Oktober 2012
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Seit den Abenteuer Huckleberry Finns ist ein Jahr vergangen. Es ist wieder Frühling, als die beiden Jungen eine Einladung von Onkel Silas aus Arkansaw erhalten. Es gibt Ärger mit einem reichen, mächtigen Nachbarn. Brace Dunlap wollte Silas älteste Tochter Benny heiraten, diese jedoch weigerte sich. Um Brace ein wenig zu beschwichtigen, nahm Silas dessen nichtsnutzigen Bruder Jubiter in Dienst, obwohl er sich das eigentlich nicht leisten kann. Nun ist Jubiter verschwunden und man gibt Silas die Schuld. Tom und Huck reisen mit dem Schaufelraddampfer zu Onkel Silas und lernen an Bord Jubiters Zwillingsbruder Jake kennen, der wegen Diamantenraubes auf der Flucht vor seinen Komplizen ist, die er um diese Steine erleichtert hat, er will bei seinen Brüdern Zuflucht suchen. Schon bald taucht die Leiche von Jubiterm vergraben auf dem Grundstück von Onkel Silas auf und dieser wird verhaftet und wegen Mordes verurteilt. Nur Tom und Huck können ihn retten, indem sie den wahren Mörder entlarven.

Dieser dritte Band der Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn ist zu recht eher unbekannt, denn er hat mit den ersten beiden Bänden, außer den handelnden Personen und dass Huck erneut in Umgangssprache das Abenteuer erzählt, nicht viel gemeinsam. Auch fehlt es ihm an Twains üblicher Genialität und Bissigkeit. Die Geschichte an sich ist ein Kinderkrimi nach angeblich wahren Begebenheiten. Twain schreibt dazu, dass er dafür einen Schwedischen Kriminalfall als Vorlage verwendet hat, den Fall in die USA verlegte und einfach die Personen austauschte. Tom Sawyer gebärdet sich in diesem Fall wie der große Sherlock Holmes, er löst den Fall anhand von Indizien und Beobachtungen, die er selber gemacht hat und verhält sich dabei auch genauso exzentrisch, wie der große Holmes. Es ist nicht auszuschließen, dass Twain die Sherlock Holmes Fälle kannte und seinen Tom zu einer Art jungem Sherlock Holmes machte.
Die Witze in diesem Buch sind platt, peinlich und werden teils arg überstrapaziert. Huck verwechselt prosecution mit prostitution und das gleich dreimal, damit es auch jeder merkt, das wirkt irgendwann einfach nur noch bemüht. Des Weiteren bleibt die Frage, warum man ein Kind als Anwalt einsetzt, ging das damals einfach so? Toms Intelligenz wird überstillisiert, von einem cleveren Kerlchen wird er zu einem genialen Weisen, einer wahren Intelligenzbestie, die die Landbevölkerung dumm aussehen lässt. Er wird damit von einem witzigen kleinen Lausbuben zu einem arroganten Kotzbrocken, der von sich und seiner Intelligenz dermaßen überzeugt ist, dass man ihn am liebsten Ohrfeigen möchte.
Ja, Markt Twain schrieb vermutlich den allerersten Kinderkrimi. Es wurde auch bereits in den 50er Jahren ins Deutsche Übersetzt, ist aber nie wirklich sonderlich bekannt gewesen und das zu Recht. Auf Englisch ist das Buch bereits public domain.

Fazit: Muss man nicht gelesen haben. Netter Kinderkrimi mit Tom Sawyer als Detektiv und Huckleberry Finn als seinem dümmlichen Sidekick. Klischeehaft wird Tom zu einem jungen Sherlock Holmes, der dem Leser ob seiner Arroganz auf die Nerven geht.
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