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Kundenrezensionen

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am 27. Oktober 2014
Ich hatte das Vergnügen (?), alle 8 Bände hintereinander weglesen zu können. Was mir sehr gut gefallen hat, ist der Aufbau der Figuren rund um Erica, die sich im Laufe der Bücher entwickeln. Was total nervt sind die ewig gleichen Themen und der Fokus auf Kinder, Kinderkriegen, schwanger werden oder auch nicht, schwanger sein, Eltern und deren Probleme mit und ohne Kinder... Außerdem sind immer irgendwie Handlungsstränge aus der nahen bis sehr fernen Geschichte eingebaut, was den Aufbau der Bücher immer wieder gleich erscheinen lässt. Insbesondere wenn man alle hintereinander wegliest, fällt das extrem auf. Im diesem bislang letzten Buch hat mich am meisten angestrengt, dass ein Handlungsstrang dabei war, der eigentlich überhaupt nichts mit dem Rest zu tun hatte und man sich immer gefragt hat, was der denn da soll. Ich war froh, als ich fertig war und möchte vorerst auch keines mehr aus der Reihe lesen - so sehr mir die Bücher auch am Anfang gefallen haben.
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"Die Engelmacherin" ist der aktuellste ins Deutsche übersetzte Fjällbacka-Roman von Camilla Läckberg und zeigt nach "Der Leuchtturmwärter" erneut, dass die Krimiautorin scheinbar mühelos einen Roman nach dem nächsten schreiben kann, ohne dass die Qualität nachlässt. Auch "Die Engelmacherin" ist wieder ein ausgezeichneter und sehr unterhaltsamer Krimi, der, wie so oft in der Buchreihe, eine tragische Geschichte aus der Vergangenheit mit aktuellen Ereignissen in Fjällbacka verknüpft. In zahlreichen Rückblenden arbeitet Läckberg lange vergangene Ereignisse auf und bringt sie nach und nach mit den unheimlichen Ereignissen auf Valö und mit dem Verschwinden von Ebba Starks Familie zusammen, bis am Ende alles einen Sinn ergibt. Die titelgebende "Engelmacherin" ist hier durchaus doppeldeutig gemeint, wie dem Leser bald klar wird. Doch bis es soweit ist, fiebert man erneut atemlos mit, durchlebt an der Seite der Figuren eine Geschichte von Lieblosigkeit, Schuld - und Mord. Vor allem das mysteriöse Verschwinden von Ebbas Eltern und Geschwistern ist mehr als unheimlich und stellt nicht nur die Polizei von Fjällbacka vor ein Rätsel. Natürlich lässt die Autorin es sich auch nicht nehmen, die persönlichen Seiten der inzwischen lieb gewonnenen Romanfiguren wieder ein gutes Stück voranzubringen. Diesmal erfährt der Leser Überraschendes aus der Vergangenheit von Gösta, leidet erneut mit Erikas Schwester Anna mit und muss gemeinsam mit Martin Molin einer schrecklichen Nachricht ins Auge blicken.

"Die Engelmacherin" ist ein guter Krimi, der Fans der Fjällbacka-Reihe vollends zufriedenstellen wird. Anders als im vorherigen Band "Der Leuchtturmwärter", wo die Auflösung für aufmerksame Leser schon sehr früh offensichtlich war, ist dieser Roman weniger durchschaubar. Die historischen Ereignisse, die Camilla Läckberg hier geschickt zu einer spannenden, betroffen machenden und oft überraschenden Geschichte verknüpft hat, beruhen zumindest teilweise auf wahren Begebenheiten, wie die Autorin auch im Nachwort erläutert. Spannende Unterhaltung für Fans von "Schweden-Krimis"! Wer die Krimis rund um Patrik Hedström und seine abenteuerlustige Frau Erika Falck noch nicht kennt, sollte allerdings nicht mit diesem Band einsteigen, sondern die Reihe ganz von Anfang genießen.
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am 20. Januar 2014
Valö ist eine kleine beschauliche Insel vor Fjällbacka. Es gibt nur ein Haus, aber dieses hat eine geheimnisvolle Geschichte. In den 70er Jahren verschwand von heute auf morgen eine ganze Familie von dort, nur die 1 jährige Tochter Ebba blieb allein zurück. Ebba möchte nun nach dem Tod ihres Kindes mit ihrem Mann einen neuen Anfang wagen und ihr Haus auf Valö renovieren. Dabei machen sie eine schreckliche Entdeckung. Nach einem Brandanschlag auf sie, schaltet sich die Polizei ein. Kommissar Patrik Hedström und seine Kollegen werden bei ihren Ermittlungen den Verdacht nicht los, dass die Lösung für die jetzigen Ereignisse in der Vergangenheit zu suchen ist. Patriks Frau Erica, die schon immer an dem Geheimnis von Valö interessiert war, kann sich wieder einmal nicht zurück halten und mischt sich in die Ermittlungen ein.

Die Handlung erfolgt nun in zwei Zeitebenen einmal die aktuellen Ereignisse um Valö und die zweit in der Vergangenheit beginnend ca. um 1908, wo das Mädchen Dagmar aus ihrer Familie gerissen wird, da ihre Eltern wegen Kindsmord verurteilt und gehängt werden. Wie Dagmar und ihr Leben mit Valö zusammenhängen wird erst sehr spät klar. Was bis dahin der Spannung keinen Abbruch tut. Besonders zu Beginn fand ich die Abschnitte über Dagmar sogar interessanter. Denn mit Ebba und ihrem Mann wurde ich lange nicht warm. Die beiden sind nach dem Tod ihres Kindes völlig in ihrer eigenen Welt und können Gefühle kaum zulassen. Sie verbreiteten eine düstere Stimmung, die für mich zum Teil schwierig zu ertragen war. Aber nach und nach, als auch Erica und ihre Familie wieder mehr in den Blickpunkt rückte, wurde auch diese Zeitebene abwechslungsreicher und spannender.

Das ist wieder ein typischer Läckbergkrimi, der zeigt wie die Geschehnisse aus der Vergangenheit das heute beeinflussen. Dabei werden verschiedene Frauenporträts vorgestellt, die alle sehr mit ihrem Leben hadern und damit auch das Leben ihrer Nachfahren negativ beeinflussen. Es werden auch wieder Einblicke in Patrik und Ericas Familienleben gewährt, die für die Leser, die alle Teile gelesen haben, einfacher nachzuvollziehen sind. Aber da die „Krimihandlung“ abgeschlossen ist, kann man den Krimi auch unabhängig von den anderen Teilen lesen. Die Spannung steigt am Ende des Roman rapide an und endet doch etwas anders als ich dachte und das macht für mich auch einen guten Krimi aus.

Läckberg beschert wieder ein Krimilesevergnügen mit ihrer typischen Verstrickung von Geheimnissen in der Vergangenheit, Verbrechen in der Gegenwart und einer ungeduldigen Erica, die wieder die ganze Ermittlerarbeit macht.
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am 18. Januar 2014
Nachdem ihr Sohn Vincent auf tragische Weise ums Leben kam, sind Ebba und ihr Mann Märten auf die kleine Insel Valö geflohen. Hier wollen sie das Elternhaus Ebbas, das früher als Internat von Ebbas Vater geleitet wurde, von Grund auf neu renovieren. Doch plötzlich kommt es zu einem Mordanschlag auf Ebba. Wer will der jungen Frau etwas antun? Die Polizei steht vor einem Rätsel. Oder hat das Ganze etwas mit dem spurlosen Verschwinden von Ebbas Familie vor 30 Jahren zu tun? Wie vom Erdboden verschluckt verschwand damals die gesamte Familie, lediglich die einjährige Ebba blieb zurück.

Es ist bereits der achte Fall um die Schriftstellerin Erica Falck und ihren Ehemann, den Polizisten Patrik Hedström. Auch in diesem Buch erzählt die Autorin auf zwei Zeitebenen. Zum einen die Geschehnisse um die Engelmacherin in Fjällbacka beginnend im Jahr 1908, zum anderen in der Gegenwart. Ganz langsam laufen die Erzählstränge aufeinander zu und treffen sich bei jenem schicksalshaften Ereignis im Jahr 1974.

Schon der Beginn ist sehr spannend und die Spannung kann bis zum Ende gehalten werden. Der Erzählstil der Autorin ist wirklich brillant, die Sprache flüssig. Sehr bildhaft werden die Atmosphäre und das Umfeld eingefangen. Wie immer kommt auch das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz. Da eine Vielzahl von Figuren eingeführt wird, gibt es dieses Mal zu Beginn ein kleines Personenregister, das allerdings nur die Figuren enthält, die immer wieder in der Reihe um das Ermittlerpaar vorkommen. Für Nichtkenner der vorangegangenen Bücher mag dies etwas schwierig sein, für den Kenner ist es eher ein Wiedersehen mit der Familie, so vertraut sind einem die Protagonisten mittlerweile geworden.

Es ist eines der besten Bücher der Autorin. Ein wenig politisch, doch hauptsächlich geht es um Schuld und die Frage, ob ein bestimmtes Schicksal über Generationen vorbestimmt ist.

Insgesamt ein sehr guter Schwedenkrimi, den ich gerne weiter empfehle. Camilla Läckberg bleibt ein Garant für Spannung.
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am 4. Januar 2014
Ebba Stark und ihr Mann Mårten führten ein normales Leben in Göteborg, bis ihr Sohn Vincent plötzlich verstarb. Von diesem Moment an lebten die beiden in Scham, Schweigen und gegenseitiger Schuldsuche und beschlossen nach einigen Monaten, einen Neuanfang in Ebbas Elternhaus auf Valö zu versuchen. Das alte Haus, in dem Ebbas Vater früher ein Ferienheim geführt hatte, ist sichtlich verfallen, denn niemand hat sich groß darum gekümmert, seit ihre gesamte Familie vor 35 Jahren unter mysteriösen Umständen verschwand. Zwei Erwachsene und drei Kinder wurden wie vom Erdboden verschluckt und nur die damals einjährige Ebba blieb zurück.
Als mitten in der Nacht die neue Bleibe der Starks in Brand gesetzt wird, kann sich niemand so recht vorstellen, wer dem armen Paar so etwas kurz nach dem schweren Verlust antun würde. Die Ermittlungen von Kommissar Patrik Hedström und seinen Kollegen führen zu nichts, bis Ebba und Mårten bei Renovierungsarbeiten eine gruselige Entdeckung machen, die ein neues Licht auf die Geschehnisse wirft. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Vorfällen? Wer könnte dafür verantwortlich sein? Und was will diese Person bezwecken?

Die Geschichte verläuft auf zwei verschiedenen Zeitebenen. In sich abwechselnden Kapiteln geht es mal um die aktuellen Ereignisse rund um die Familie Stark und mal um die im Jahre 1908 lebende Dagmar, deren Mutter als "die Engelmacherin von Fjällbacka" bekannt wurde. Inhaltlich möchte ich hierauf nicht weiter eingehen, um nichts vorweg zu nehmen.
Vor allem in der ersten Hälfte des Buches sind diese Einschübe aus der Vergangenheit eine gern gesehene Abwechslung, denn die Ereignisse in der Gegenwart brauchen eine Weile, bis sie in Fahrt kommen. Bis zur Buchmitte ist der Inhalt zwar interessant zu verfolgen, doch lange Zeit kaum spannend oder gar fesselnd.

Der Hauptgrund hierfür sind Ebba und Mårten, die insgesamt eher fremd scheinen und recht uninteressant zu verfolgen sind, da lange Zeit, abgesehen von immer ähnlichen Gesprächen, nichts geschieht. Die triste Stimmung von und zwischen den beiden ist geradezu greifbar und sehr authentisch, wird aber schnell eintönig. Andere Personen sind dafür von Beginn an umso spannender und vielschichtiger. Neben Dagmar und ihren Verwandten wären da zum Beispiel die beinahe chronisch lügende Schriftstellerin Erica, ein skurriler Transsexueller und ein fremdenfeindlicher Politiker. Die Figuren wirken in der Art wie sie reden und sich verhalten natürlich. Auffällig sind zahlreiche unglückliche Menschen und daraus folgende berührende Situationen, durch die beim Lesen insgesamt eine recht negative Stimmung entsteht.
Die Charaktere sind nicht nur abwechslungs- sondern vor allem auch zahlreich. Wer Probleme hat, sich Personen einzuprägen, wird hier sicherlich das ein oder andere Mal durcheinanderkommen, denn bereits auf den ersten 50 Seiten tauchen 30 Personen auf (+ einige Kinder). Zwar gibt es ein Personenverzeichnis, doch dort fehlen viele Charaktere - darunter auch einige, die wichtig für die Geschichte sind.

Schön ist, dass man zwar immer wieder kleinere Hinweise bekommt, diese aber in einem perfekten Gleichgewicht zu neuen Rätseln und Geheimnissen auftauchen, sodass man permanent und bis zum Schluss Vermutungen aufstellt oder wieder verwirft. Die wahren Gründe bleiben lange unklar und sind auch eher nur in Ansätzen und nicht in ihrem vollen Umfang vorhersehbar.
Zu Camilla Läckbergs Schreibstil lässt sich nur Positives sagen: gelungene Dialoge, eine atmosphärische Beschreibung der Umgebung und sehr gute Satzlängen lassen die Seiten nur so dahinfliegen.

Weniger gelungen ist die Arbeit der Polizei an einer der wichtigsten Stellen - trotz drohender Gefahr und klarer Verdächtigung wird in Ruhe weiter beraten. Außerdem wird Ericas Lügen im Laufe des Buches zu stark und lässt sie nicht nur sehr naiv, sondern auch unsympathisch dastehen.

Insgesamt trotz kleinerer Schwächen eine Leseempfehlung für alle, die trotz einer negativen Grundstimmung und ohne "Spannung von der ersten Seite" Freude an Krimis haben.
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am 6. Januar 2015
Ich hatte mich sehr auf den Krimi gefreut, weil er hier so gut bewertet war. Und war entsetzt, was hier "gut bewertet" wurde. Bis zum Ende habe ich ihn gelesen. Doch er wurde immer schlechter und ging mit auf die Nerven. Eine haarsträubende Geschichte mit noch unsäglicheren Details und ständigen billigen Tricks. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Dabei ist die Autorin peinlich bemüht, sich eine Gemeinde an Fans aufzubauen.
Beschreibung von nebensächlichem Zeugs, billige Tricks zur Erzeugung von Spannung (die keine ist), platte und überflüssige Schilderungen, völlig unglaubliches "Seelenleben" der handelnden Figuren, inkonsistenter Polizeichef (so etwas gibt es nicht). BILDzeitungsniveau - vielleicht.
Es ist ganz ganz schrecklich!
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Februar 2014
Dieses Buch ist sicherlich gute, routiniert geschriebene Kriminalunterhaltung. Immerhin ist es der 8. Band rund um den Ermittler Patrik Hedström und seine Ehefrau Erica Falck, die Schriftstellerin. Hier liegt auch die große Stärke der Autorin: sie begleitet ihre Figuren wieder mit viel Herz, und langjährige Fans der Reihe werden eine wahre Freude an so mancher Weiterentwicklung haben. Aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Frau Läckberg hier inhaltlich ein klein wenig "zu viel" gewollt hat. Von der Handlung her bin ich nicht restlos überzeugt.

Oder habe ich nur zu viel von ihr in zu kurzer Zeit hintereinander weg gelesen? Sie wendet jedenfalls ihr bewährtes Rezept an: Ein aktuelles, mysteriöses Geschehen in der Gegenwart, das offensichtlich Gründe weit in der Vergangenheit hat. Eine kriselnde Ehe, eine kaputte Familie. Tod und Verlust. Und ständige Rückblenden in so eine Art "Tagebuch", die sich mit den wiederum zahlreichen Perspektiven der Gegenwart abwechseln.

Es fängt schon damit an zu kriseln, dass man zu Beginn als Leser nicht genau weiß, um welches Verbrechen es eigentlich geht. Um den Brandanschlag auf das Ehepaar Marten und Ebba? Oder doch um das nie geklärte Verschwinden von Ebbas Familie vor 30 Jahren? Das Buch kommt relativ langsam in die Gänge, und es dauert sicherlich mehr als ein Drittel, bis dem Leser klar wird, dass doch eine Verbindung zwischen diesen Fällen bestehen könnte.

Zweiter Stolperstein: an jenem mysteriösen Ostersamstag vor 30 Jahren wurde auch eine "Bande" von 5 Jungen verhört, 5 Freunde, denen man nie nachweisen konnte, dass sie etwas mit dem Verschwinden der Familie zu tun hatten. Die Autorin verlegt tatsächlich für jeden Einzelnen von ihnen einen Erzählstrang in die Gegenwart! Das kann man sicherlich dramaturgisch begründen - mir hat es aber den Einstieg in das Buch zusätzlich erschwert, weil ich so viele Namen und Lebensgeschichten im Auge behalten musste. Ich persönlich hätte hier auf manches verzichten können.

Und drittens fühlte sich Frau Läckberg bemüßigt, neben dem Auslöschen einer ganzen Familie auch noch politische Themen in das Buch einzuflechten. Denn einer der fünf Jungs von damals ist rechtsextremer Politiker geworden. Ob das nun wirklich sein musste...? Sicher ergeben sich dadurch (teils ungewollte) Parallelen zu aktuellen Geschehnissen, und ich will auch nicht bestreiten, dass Rechtsextremismus nach wie vor existiert. Aber was Krimis betrifft, bin ich eigentlich Purist - weniger ist oft mehr. Mir hätte die Familiengeschichte gereicht!

Noch so ein Punkt - die Rückblenden in die Geschehnisse ab 1908. Hier wurde doch manches extrem dick aufgetragen. Ich fand vor allem die psychischen Spätfolgen eher unglaubwürdig. Sicher hatten auch in Schweden so manche einfachen Mädchen Verhältnisse mit deutschen Soldaten. Aber mit diesen Auswirkungen...? Ich weiß einfach nicht.

Dennoch verleihe ich letzten Endes vier sehr wohlwollende Sterne. Das liegt einfach daran, dass der Spannungsbogen im letzten Drittel noch einmal gehörig anzieht, und das Buch endlich seinem Status als "Krimi" gerecht wird. Außerdem bin ich der Meinung, dass es von Band zu Band immer mehr um Patrik, Erica und ihre Familie geht. Hier ist die Autorin einfach unübertroffen; sie schildert ein chaotisches Familienleben mit kleinen Kindern und zwei berufstätigen Eltern wirklich mit Herzblut, sehr authentisch und lebensnah.

Camilla Läckberg ist eben Camilla Läckberg! Ihren Fans kann man diesen Band getrost empfehlen. Neulingen auch, sofern sie sich auf eine verzwickte Erzählweise einstellen können.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Januar 2014
"Die Engelmacherin " ist der nunmehr 8. Fall, der sich im und um den Küstenort Fjällbacka abspielt. Kommissar Patrik Hedström hat es diesmal mit einem Fall zu tun, der seine Ursprünge in der Vergangenheit hat und so spielt dieser Kriminalroman auch auf verschiedenen Zeitebenen. Außerdem wird ein immer wieder aktueller politischer Strang in die Geschichte mit eingebaut, der zufällig Bezug auf stattgefundene Ereignisse in Schweden nimmt. Der Kriminalroman beinhaltet, wie so oft bei Frau Läckberg ,fiktive Elemente, aber auch wahre Begebenheiten, wie es die Schriftstellerin in ihrem Nachwort betont.

Auf einer idyllischen kleinen Insel vor Fjällbacka, haben sich vor mehr als 30 Jahren mysteriöse Ereignisse abgespielt. Eine fünfköpfige Familie verschwand von einem Moment auf den anderen, sogar das Essen stand noch auf dem Tisch. Diese Personen werden noch immer vermisst und man weiß bis heute nicht, was damals geschah. Nur die einjährige Tochter der Familie, Ebba, wurde lebend aufgefunden. In dieses Haus, das früher als Internat für Kinder betuchter Eltern diente, zieht ein junges Paar ein, dass den Verlust ihres Sohnes verarbeiten muss. Die Frau ist die damals aufgefundene Ebba. Sie will das Haus zusammen mit ihrem Mann renovieren, um eine Ferienpension daraus zu machen. Bei den Renovierungsarbeiten machen sie aber eine grausame Entdeckung. Hat dieser Fund etwas mit dem Verschwinden der Familie vor 35 Jahren zu tun ? Der Gedanke kommt Patriks Frau Erika, nachdem zwei Mordversuche auf Ebba und ihren Mann verübt werden.

Wie schon oben erwähnt, erzählt Camilla Läckberg ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen. Eine Familiengeschichte, die in Kursivschrift gehalten ist, erzählt von Geschehnissen, die sich seit dem Jahre 1908 bis zum Verschwinden der Familie in Fjällbacka und auf Valö ereignet haben. Diese Geschichte ist Ebbas Familiengeschichte, die vieles erklärt, die ich teilweise aber etwas aufgesetzt fand. Die Gegenwartsgeschichte berichtet von den Versuchen der Polizei, diesen verworrenen Fall zu entwirren und einer politischen Gruppierung und deren Vorhaben, die es leider mittlerweile in vielen Länder gibt.

Wie fand ich dieses Buch ? Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Buch nicht so begeistern konnte wie der Vorgängerband. Die Idee als solches fand ich nicht schlecht, aber vieles kam mir etwas konstruiert vor. Auch die Geschichte um "die Freunde Schwedens" konnte mich nicht ganz überzeugen.
Ich glaube, das Buch wäre auch ohne diesen politischen Bezug ausgekommen. Auch die Spannung ließ in diesem Fall lange auf sich warten. Die Geschichte plätscherte zu Anfang langsam vor sich hin und auch die Aufklärung des Falles zog sich, durch viele Einschübe, die sich um die Personen des Ermittlerteams drehten. Diese Einschübe waren zwar nett zu lesen, etwas mehr Spannung hätte ich vorgezogen. Erzählen kann Frau Läckberg aber und so warte ich gespannt auf ihr neues Buch, dass hoffentlich etwas spannender ist als dieses.
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am 14. Februar 2015
Eigentlich gefallen mir Camilla Läckbergs Geschichten gut. Aber in letzter Zeit wird mir zuviel über Schwangerschaft, Kindererziehung etc. geschrieben. Dieses Buch ist ziemlich lang, obwohl die Geschichte um einiges kürzer zu erzählen gewesen wäre. Ich fand es teilweise langweilig. Es ist so langsam auch echt nervend, dass sich "Erica" in alles und jenes einmischt und sich mit Gewalt immer in brenzlige Situationen bringen muss. Vielleicht sollte Camilla Läckberg mal eine Schreibpause einlegen, um danach mal wieder ein echt gutes Buch auf den Markt zu bringen. Ich mach mit ihren Büchern auf jedenfall erst mal eine Pause.
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am 4. Mai 2016
Man sollte natürlich mit dem ersten Buch der Reihe anfangen aber bein mir und Kolleginen sorgt diese Buchreihe seit Jahren für regelrechte Suchtgefahr. Sehr gut und spannend geschrieben. Man weiß nie zu früh wer es war. Sehr empfehlenswerte Autorin.
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