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Kundenrezensionen

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am 17. Dezember 2002
Da sind sie wieder... etwas euphorischeres scheint niemand zur neuesten, mittlerweile neunten Pearl Jam Platte hervorgebracht zu haben. Nicht sehnsüchtig wie in alten Tagen schien sie erwartet zu werden, nicht erfolgreich genug war "binaural" dafür gewesen, meiner Meinung nach ein weit unterschätztes Album, aber was hilft das, wenn es den Fans nicht gefällt. Was auch immer, da sind sie jedenfalls wieder, das einzige lebende Relikt der Anfangstage Seattles... naja, wie bereits gesagt.
Und ein wenig freut man sich dann doch, wenn die Namensliste sich seit so vielen Jahren nicht geändert hat und Eddie Vedder zwar reichlich gealtert und resigniert klingt (liegt's an der neuen Frisur?), trotzdem aber die alte Pearl Jamsche Leidenschaft und Energie noch erkennbar ist. Was an "Binaural" immer etwas lustlos und müde klang ist auf "Riot Act" wieder zum Leben erwacht, die Stimmung ist ähnlich düster und trist, jedoch auch voller Wärme und Geborgenheit; so in sich gekehrt wie "no code" und so gefühlvoll wie die schönsten Momente auf "binaural" und "ten", so könnte man es sagen.
Viel ist passiert seit dem letzten Album, unter anderem der Roskilde GAU, dessen Opfern die Band das Stück "Love Boat Captain" gewidmet hat, ein mit der Zeit immer größer werdendes Stück, je öfter es gehört wird umso höher türmt sich der Schmerz der Band auf, es wird deutlich, dass das Trauma noch nicht vergessen ist, es ist sogar überall auf "riot act" zu hören, neben etwas anderem, "love" nämlich, denn, wie Herr Vedder so treffend bemerkt: "It's already been sung, but it can't be said enough, all you need is love".
Die Single "i am mine" intoniert Eddie Vedder in nie gehörter stimmlicher Tiefe und mit überraschend gelungener Intensität, die Band begleitet im 3/4tel Takt, und das klingt wie die "elderly woman...", nur viel schöner und resignierter. "me, i figure as each breath goes by, i only own my mind... i am mine" heisst es hier, später wird es klassisch rockig, aber nie überzogen oder mit großen emotionalen Ausbrüchen verbunden, subtil schwingt die Trauer im Hintergrund mit, oder auch das andere große Gefühl. In "you are" zum Beispiel, in denen die Herren McCready und Gossard ihre Gitarren so perkussiv und catchy spielen wie noch nie und Eddie Vedder sich im Refrain in unbekannte Tonhöhen begibt, zu fliegen scheint er, umherdriftend, ein wenig fast wie sein Kollege Bono klingt das. "love is a tower, you are the key leading me higher... let me in"
"Thumbing my way" ist dann ist das Stück, das zu Tränen rührt, Eddie Vedder scheint so resigniert wie selten zuvor, ehrlicher denn je, völlig ungeschminkt und ohne Maske... nur er und seine Gitarre... und (es fällt immer schwierig, so etwas bei einem der neueren Lieder zu sagen) vielleicht ist der Band hier neben "black" und "present tense" ihr traurigstes, mitreißendestes und gefühlvollstes Stück gelungen. "i can't be free with what's locked inside of me, if there's a key you took it away" und dann "there's no right or wrong, but i'm sure there's good and bad". Zum Weinen schön.
Und wer wirklich noch etwas Energie loswerden will kann das bei Stücken wie "save you" oder "green disease" tun, punkig-rotzig ist's Gott sei Dank nicht mehr, muss es ja auch nicht. "bu§hleaguer" kommt übrigens mit groovy Sprechgesang daher und ist das obligatorische politische Statement, eher unterschwellige Wut, die hier fast zynisch mitschwingt.
Ja, da sind sie wieder, und es sind immer noch Pearl Jam. Schon wieder klingen sie anders, und immer noch kann man sie wieder erkennen, so wie man es auf jedem Album konnte, obwohl auch diese alle ausnahmslos anders klangen als der jeweilige Vorgänger. Das Altern in Würde, dieser Band ist es gelungen wie wenigen anderen, und es wäre riskant zu sagen, dass diese Band den Höhepunkt ihres Schaffens überschritten hat. So gesehen hat dieser noch gar nicht eingesetzt, die Kurve ist konstant hoch angesetzt. Eine der essenziellen CDs dieses Jahres.
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am 12. November 2002
Das neue Album von Pearl Jam ist sehr gut, vorallem nicht so experimentell wie die letzten Alben. Schon beim ersten Hören hat es mir unheimlich gut gefallen und das Beste: je mehr man es hört umso besser wird es noch :-). Eddie Vedder's Stimme ist tiefer und eindringlicher denn je. Das 'Song-Repertoire' reicht von rockigen, gitarrenlastigen Songs bis hin zu ruhigen Balladen, wo besonders die Stimme von Eddie Vedder noch eindringlicher und schöner wirkt. Für Pearl Jam-Fans ist diese Platte ein absolutes Muss, aber auch Leute, die gerne 'handgemachte' Musik hören, sollten sich Riot Act nicht entgehen lassen. Auch ich finde, dass man dieses Album mit dem ersten Album 'Ten' durchaus vergleichen kann. Jetzt kann ich nur noch hoffen, die Jungs nächstes Jahr mal wieder 'live' zu sehen.
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am 23. Oktober 2002
Für die normalen Durchschnittsnickelcreedmuddparkhörer ist das Album nichts....erst recht wenn man es sich nicht mehrmals anhört. 15 Songs, die in der dichten zusammenstellung das meiner meinung beste PJ Album bilden. Mehr Rocker als auf den letzten Alben..mehr gute Balladen, einfach mehr von allem. "Riot act" präsentiert die kreativsten und - im positivsten Sinne - kommerziellsten Pearl Jam seit dem legendären Erstling.
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am 10. November 2002
Gut, Grunge machen sie seit "No Code" schon nicht mehr, aber Pearl Jam waren für mich schon immer etwas anders als die anderen Seattle-Grunge-Bands Nirvana, Soundgarden und Alice In Chains. Was sie machen ist gewöhnlicher Rock auf höchstem Niveau. Ich gehöre zu den Leuten, die auch "Binaural" als sehr gut betrachten. Es war allerdings ziemliche Geschmackssache. Mit diesem Album dürften Pearl Jam aber auch diegenigen wieder zufrieden stimmen, denen ihr letztes Album nicht so gefallen hat. Es sind wieder rockigere Stücke dabei, wobei hier besonders "Save You" auffällt. Dabei kommen aber die wunderschönen Balladen à la "All Or None" nicht zu kurz. Etwas experimentelle Stücke wie die äußerst gelungenen "Bushleaguer" und "You Are" sind auch wieder mit von der Partie. Einzig und allein "Arc" gefällt mir nicht so. Da es aber auch nur ziemlich kurz ist, kann man darüber hinweg sehen.
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am 22. Oktober 2002
Pearl Jam enttäuschten mich zuletzt mit Binaural, von der ich mir mehr Groove und Ausdruckskraft erwartet hätte. Ich hatte wenig Hoffnung. Doch ich muss sagen, dass mit Riot Act meine Befürchtungen weitgehend ausgeräumt wurden.
Der Einstieg erweckt bereits Erwartungen:
Bereits Save You zeigt, dass auch schnelle Stücke noch motiviert gespielt werden können. Mit Love Boat Captain kommt dann das erste ruhige Stück - so meint man. Doch es spult sich langsam auf Touren und macht dabei richtig Spaß. Das erste Highlight! Zufrieden nicke ich lächelnd im Groove. So etwas geniales habe ich zuletzt auf No Code genossen, mittlerweile ist das fünf Jahre her.
Weiter geht's, das Nicken bleibt und die Versöhnung mit meiner langjährigen Lieblingsband scheint tatsächlich zustande zu kommen. Dann der nächste absolute Knaller: I am Mine, die erste Single des Albums, fasziniert durch eingängige Melodie und ist doch keine typische Single. Dafür ist sie dann doch nicht anschmiegsam genug, aber bewahrt eben auch Charakter. Besonders durch das Solo am Schluss (wann gab es zuletzt Soli bei dieser Band?), das kurz und prägnant das Stück beendet, hat es mir angetan.
Abwechslung regiert weiterhin das Album. Das ruhige, melancholische Thumbing my Way und das fast experimentelle You Are (gewöhnungsbedürftig, aber doch gelungen!) beschließen die erste -und letztlich bessere- Hälfte.
Das ist auch der größte Kritikpunkt: Nach der fulminanten ersten Hälfte folgt nichts atemberaubendes mehr. Zum größten Teil durchaus hörbare Stücke, die aber den letzten Schliff vermissen lassen. Außerdem misslungene Experimente mit Sprechgesang (Bushleaguer) und eine Imitation von Nusrath Fateh Ali Khan (mystische Gesänge bei Arc). Deswegen schrammt das Album dann doch an der Maximalwertung vorbei.
Allerdings: die positiven Eindrücke überwiegen bei weitem. Was da teilweise an Songwriting-qualitäten aufblitzt, hatte ich schon verloren geglaubt.
Letzten Endes versöhnt das Album alle, die wie ich Pearl Jam schon lange begleiten und zuletzt enttäuscht wurden. Es ist einfach abwechslungsreiches, gelungenes Gesamtwerk. Auch neue Fans werden sich hier schnell zuhause fühlen.
Es ist ein wiederkehrender Prozess: Wieder hat sich die Band verändert, wirkt das Album anders als seine Vorgänger. Es ist ein neuer Sound, die Band hat sich weiterentwickelt, klingt neu. Zum ersten Mal seit langer Zeit gefällt mir das; Pearl Jam haben ihre Größe wieder.
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am 15. November 2002
Nach knapp 2 1/2 Jahren meldet sich Pearl Jam nun endlich mit dem Album "Riot act" zurück. Die Cover- und Booklet Gestaltung ist sehr liebevoll und beispielhaft gemacht und bietet eine gute Grundlage für die Hauptsache, die Musik:
Can't keep: kraftvoller Song, der einen kleinen Vorgeschmack auf die nachfolgenden knapp 50 min. bietet. Der Drang nach Freiheit wird durch Eddie's Stimme perfekt vertont.
Save you: Harte Bassline, starke Riffs. Die Aufruhr kann beginnen.
Love Boat Captain: Die Vedder/Gaspar-Komposition ist den Opfern von Roskilde gewidmet, der Text verarbeitet und schafft Hoffnung "it's an art to live with pain".
Cropduster: Der erste Cameron-Song für PJ. Nich so eingängig und schlüssig wie die meisten anderen Titel, dennoch anhörbar.
Ghost: Der erste wirkliche Kracher; McCready's Solos heben den Song auf eine höhere Ebene. Die gesamte Band spielt auf hohem Niveau und ergänzt sich perfekt.
I am mine: Auf der Vorab-Single zeigt Eddie Vedder erneut, welches Songwriter-Potential er besitzt. Die Melodie des Refrains trägt den Song - das McCready-Solo rundet ihn perfekt ab.
Thumbing my way: Vielleicht der beste Song den Eddie je geschrieben hat. Besser und vor allem klischeefreier kann man Einsamkeit und Verlust nicht verarbeiten. Sensationell, Verständnis und Wärme strömt geradezu aus den Boxen.
You are: Zweiter Cameron-Song, kling für PJ-Verhältnisse sehr experiementell, wird zum Ende hin immer eindringlicher und verschlungener.
Wanted to get right: Wirkt ein bisschen flach und uninspiriert.
Green disease: Musikalisch und vor allem textlich ein sehr guter und ausgereifter Titel.
Help, help: beginnt sehr öde und langweilig, entwickelt sich jedoch noch zu einem akzeptablen Song- der in einem ziemlichen Chaos endet und dort auch seinen Höhepunkt findet.
Bushleaguer:Abgestumpfte Homage an den amerikanischen Präsidenten. Wozu eine Melodie für einen Menschen ohne Seele verschwenden?
1/2 full: Erinnert ein wenig an "Red Mosquito". Perfekte Harmonie zwischen der Musik und dem Gesang. Die Ursache der Probleme (Gier) wird angeklagt von Mike und Stonie und von Eddie abgeurteilt "Won't someone save the world?"
Arc: Zeigt wie kraftvoll und facettenreich Eddie's Stimme ist und welche Gefühle er allein mit seinem Gesang auslösen kann.
All or none: Musikalisch über- und Raum erzeugend. Wunderschöne Melodie, melancholisches Ende (ähnlich indiefference auf Vs.), McCready in Höchstform- Gitarrensolo im Wechsel mit Piano. Schade dass das Album hier enden muss, denn man bekommt nach diesem letzten Song wahrlich Lust auf mehr.
Fazit: Einige Füller, einige Perlen. PJ zeigen ihre wahre Klasse bekanntermaßen nur live, wo aus jedem Song das beste herausgeholt wird und völlig neue Facetten entstehen. Am Ende überwiegt der positive Eindruck bei weitem, schade nur das der McCready-Titel "Down" nur als B-Side von "I am mine" veröffentlicht wird. PJ hat es geschafft unterschiedliche Gefühle zwischen Freude, Melancholie, Glückseligkeit und Hoffnungslosigkeit auf weniger als 60 min. in reinster und ehrlichster Form auszudrücken. Nach dem furchtbaren Gemetzel auf "Binaural" nun endlich wieder Melodien und Riffs, Gitarrensolos und Arrangements + excellente Lyrics von nahezu allen PJ-Mitgliedern, die das erzeugen wofür man diese Band liebt und was sie auf ihre Art und auf die Niveau einmalig ist: Energie.
Das Album lebt, das Herz von "Riot act" hat die Kopfgeburten von "Binaural" besiegt: T h e y 'r e s t i l l a l i v e
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am 14. November 2002
Lange haben wir gewartet, dass Pearl Jam wieder was von sich hoeren lassen, nun ist Riot Act endlich da.
Der Opener 'can't keep' komm im Stile von binaural daher und hat die Klasse, die man sich von einem Pearl Jam Song wuenscht.
Aber schon im zweiten Stueck hoert man, dass Pearl Jam mit dem Alter nicht weniger Rocken. Wer Vitalogy mochte wird save you moegen. Love Boat Captain ist wieder eines von Eds genialen Stuecken, die ich gegen nichts eintauschen wollen wuerde. Genialer Aufbau und mit der Orgel eine wunderbare Ergaenzung gefunden. Die Weiterentwicklung blitzt zum ersten Mal bei Cropduster auf, ungewöhnliche Harmonien.
Ghost rockt.
Wer mehr zu I Am Mine wissen moechte kann meine Rezension direkt beim Artikel lesen.
Thumbing My Way ist wieder eine dieser genialen Balladen von denen man nicht genug bekommen kann. Der Track hat was vom Intro zu 'Einer flog uebers Kuckucksnest' mit Jack Nicholson.
Ein neuer Stil (Cameron-style) offenbart sich bei You Are und wird bei Get Right fortgesetzt. Auf jedenfall höhrenswert.
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am 23. Oktober 2002
Riot Act ist das erste Pearl Jam Album, das mich nicht vollkommen begeistert hat.
Dafür umfasst diese Platte einfach zu viele mittelmässige Nummern wie etwa Green Disease, I Am Mine, Get Right oder Help Help.
Auf der anderen Seite befinden sich mit Can't Keep, Ghost, You Are und All Or None richtig gute Songs auf dem Album.
Alles in allem ein gutes Rock-Album, aber die bis dahin schwächste Pearl Jam LP.
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HALL OF FAMEam 13. November 2002
Das Album wird die Lager spalten. Nicht nur, dass Pearl Jam, die sich bislang jeglicher Vermarktung ihrer Musik konsequent entsagten, nun sogar ein Video gedreht haben, fängt die Gruppe in ihrem mittlerweile siebten Album damit an, aus ihrem vergleichsweise engen musikalischen Korsett auszubrechen und neue Strömungen auszuloten. Ständig auf der Suche nach Inspiration finden sich auf Riot Act Elemente aus Funk, Blues, Techno, ja sogar aus Rap! Diese Vielfalt ist ungewohnt und wird, wie gesagt, nicht jedem eingeschworenen Fan gefallen, für den etwa "Ten" oder "Vs." die musikalische Erfüllung darstellen. Was sicher nicht heißen soll, dass sich Pearl Jam von ihren Seattle-Wurzeln entfernen würden: Natürlich findet sich auf Riot Act Grunge-Rock von echtem Schrot und Korn.
Die Themen, und Pearl Jam hat sich immer als eine Gruppe verstanden, die Wert legt auf Inhalte, sind wie gehabt: Liebe, Tod, Politik. Häufiger als sonst steht jedoch die Endlichkeit im Vordergrund. Bereits im Opener des Albums, "Can't Keep", erklärt uns Eddie, er "won't live forever and that he can't be kept here". In "Love Boat Captain", das den Roskilde-Opfern gewidmet ist, singt Vedder davon, dass "erst die Liebe kommt, dann der Schmerz". Der Grundtenor des Albums ist so melancholisch, dass, würde sich Vedder heute umbringen, einmal mehr besserwisserisch behauptet werden würde, dieser habe seinen Schritt doch in seinen Liedern angekündigt, schließlich ist "der Ozean so voll, weil jeder weint und es keinen Platz gibt sich zu verstecken".
"Bushleaguer" muss man erklären. Der Begriff steht für einen mittelmäßigen Baseballspieler, ein faszinierendes Wortspiel über den amerikanischen Präsidenten, einem bekennenden Fan der Texas Rangers, die auch nach 100 Jahren die World Series nie gewinnen konnten - und vermutlich auch nie gewinnen werden: "Born on third, thinks he got a triple", singt Vedder monoton wie ein echter Staatsmann, der ein phrasenreiches Interview gibt, um dann auf Bushs Beziehungen zu den amerikanischen Öl-Dynastien anzuspielen, indem er den Begriff "Drilling for fear" verwendet.
Last but not least, "Thumbing my Way", meiner unmaßgeblichen Meinung nach die schönste Ballade, die Pearl Jam je geschrieben hat. Eine unwiderstehliche Melodie, die man stundenlang vor sich hinsummen kann: Vorsicht, kann süchtig machen! Noch ein Wort zum Titel: Der "Riot Act" bezeichnet ein englisches Gesetz aus dem Jahre 1715, wonach, wenn sich 12 oder mehr Menschen versammeln und den öffentlichen Frieden stören, sie sich auf Zuruf zu verstreuen haben oder wegen Landstreicherei angeklagt werden.
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Hab mir die Platte heute zum ersten Mal angehört. Ich bin nämlich grad am Nachkaufen aller PJ-Alben, wodurch ich mir sozusagen gezwungener Maßen die Scheiben entgegen der Alben-Chronologie zulege (was irgendwie aber auch einen recht interessanten "Touch" hat, wie ich finde...).

Nun ja: "Ten", "Vs.", "Vitalogy" das Live-Mammut-Werk "Live at the Gorge" sowie "No Code" und "Pearl Jam" befinden sich nun eben gemeinsam mit "Riot Act" in meinem Besitz.
Da ich das anno 2006 erschienene "Pearl Jam" schon länger in meinem CD-Regal stehen habe, glaube ich einen unbestimmten aber nicht unverkennbaren Zusammenhang zwischen den beiden bis dato neuesten PJ-Werken zu erkennen. Nicht nur die Cover-Gestaltung (von der Textanordnung her usw.), sondern auch der Aufbau beider Alben lässt eine gewisse Ähnlichkeit erkennen, was ich derzeit als absolut positiv bewerte, weil ich mir beide Scheiben ungeheuer gern zu Gemüte führe. "Riot Act" hat sich zur Zeit überhaupt neben "No Code" (1996) zu meinem Lieblings-PJ-Album gemausert und das, obwohl die Platte eben einmal einen guten Tag lang in meinem Besitz ist.

Etwas seltsam und unpassend (allerdings nicht störend) empfinde ich die Aufmachung der Platte (von außen). Wenn man sich als PJ-Kenner "Riot Act" anhört, wird einem sofort klar, dass es sich hierbei um ein verhältnismäßig ruhig(er)es PJ-Album handelt (obwohl auf jeder Scheibe die eine oder andere ruhigere Nummer zu finden ist) - das CD-Cover sowie der Titel preisen prinzipiell aber genau das Gegenteil an... Nun ja. Wenn so etwas Großartiges dabei herauskommt, wie das hier, soll das nicht weiter ins Gewicht fallen...

Insgesamt kann ich die vielen positiven Rezensionen an dieser Stelle nur bekräftigen und befürworten. "Riot Act" ist durchaus auch für Menschen zu empfehlen, die erst ganz wenige bis gar keine Alben von Pearl Jam besitzen!
Hier kann man bedenkenlos zugreifen!! (Allerdings har PJ meiner Meinung nach überhaupt noch keinen Totalausfall produziert!!).

Entgegen einer eher weniger positiven Kritik, wo der Sound dieser Platte als "Einheitsbrei" und "PJunwürdig" abgetan wird, möchte ich eben dies als große Stärke von "Riot Act" hervorheben. Was gibt es schöneres, als ein kompaktes, rundum gelungenes Album einer Band, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen für dieses Album voll auf der Höhe zu sein scheint!!

Wem "Riot Act" gefällt, wird "Pearl Jam" und vor allem auch "No Code" lieben - jedenfalls mir geht es so!

Ich persönlich finde (zumindest gegenwärtig) auch mehr gefallen an den neueren PJ-Alben, denn an den zwar ebenfalls sehr guten, aber halt doch irgendwie etwas schwächeren Erstlingswerken ("Ten", "Vs." und "Vitalogy"). Einzige PJ-Platte, mit der ich momentan noch etwas Schwierigkeiten habe und mit der ich mich noch nicht so recht anfreunden kann, ist "Binnarual"...
Aber die Zeit wird das Ihre dazu beitragen, um auch hier mittel- oder längerfristig für Harmonie zu sorgen...

Bei diesem Produkt liegt mein Resümee klar auf der Hand: "Riot Act" = *****

Vielleicht die beste Pearl Jam - Scheibe aller Zeiten!!
(Oh, wie freu ich mich schon aufs neue Album:)...)
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