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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lang ist's her, 8. Oktober 2013
Ich muss zunächst gestehen, dass ich Fates Warning nicht so häufig in den Kopfhörern habe wie andere Bands. Ich habe deshalb nach mehrfachem Hören des neuen Albums "Perfect Symmetry" von 1989 wieder heraus gekramt und einfach mal verglichen, immerhin ist die Besetzung mit Alder, Matheos und Aresti doch ähnlich. In "Perfect Symmetry" höre ich schrecklichen Gesang, hohe Komplexität, harte Riffs, viele Breaks, jugendliche Spielfreude und einen blechernen Sound. Im neuen Album höre ich sehr guten Gesang, mehr straighten Rock, harte Riffs, homogenere aber auch einförmigere Songstrukturen, routinierte Virtuosität und eine sehr gute Produktion. Wenn man von den älteren Herren nach 10 Jahren Albumpause also keine experimentellen Wunderdinge erwartet hat, kann man dieses Album mit viel Spaß und Freude hören.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lebenszeichen, 3. Oktober 2013
Das letzte Redemption Album mit Ray Alder hat - obwohl es mir sehr gut gefällt - meine Erwartungen hinsichtlich der Gesangsperformance von Ray etwas heruntergeschraubt. Es ist ein Jammer wie sich seine Stimme "entwickelt", dabei trauere ich weniger den hohen Tönen nach sondern vielmehr der Klarheit und Ausdrucksstärke. Ein direkter Vergleich zu Höhepunkten der Bandhistorie wie etwa "Perfect Symmetry" sollte also nicht gezogen werden. Schlecht ist das was der Herr auf Darkness in a Different Light bietet nämlich nicht, der Mann hat einfach Charisma.

Aufgrund der postiven Kritiken hier und aufgrund der Tatsache, daß das Arch/Matheos Album bei mir einen Platz bei den absoluten Spitzenalben hat, habe ich mich gefragt, ob das offizielle Fates Warning Album ebenfalls so ein Geniestreich sein könnte. Leider ist es das nicht. Den Schaffenshöhepunkt der Band verorte ich in die Phase "Awaken the Guardian", "No Exit", "Perfect Symmetry". Diese Alben waren für mich auch deswegen so herausragend, da jeder Song völlig unverwechselbar eigenständig ist. Man erkennt nach wenigen Sekunden schon welchen Titel man hört. Es folgten gutklassige Alben (Parallels, Inside Out), die aber wenig Neues boten, bis man mit "A Pleasant Shade of Gray" etwas Neues wagte und einen späten Meilenstein schuf. Mit Disconnected erfolgte dann ein weiteres (mutiges) Experiment, das zwar durchaus interessant ist, aber für mich abgesehen von "Still Remains" klar das schwächste FW Album. FWX konnte mich nur teilweise versöhnlich stimmen und so bedauerte ich nicht, daß es ruhig um FW wurde.

Spieltechnisch kann man FW nicht vorhalten etwas verlernt zu haben. Alle Arrangements sind auf hohem Niveau und auf den Punkt. An manchen Soli hätte man vllt. noch etwas feilen sollen. Warum überzeugt mich das Gebotene aber nicht? Auf dem Arch/Matheos Album hat der Kontrast zwischen der sehr warmen Klangfarbe von John Arch und den "unterkühlten, nahezu sterilen" Riffs (wie ich finde) sehr gut funktioniert. Bei Darkness in a Different Light kommt nun aber teilweise ein "unterkühlter" Ray Alder dazu (insbesondere wenn er in tieferen Lagen singt). Mir fehlt in den Songs über weite Strecken die angenehme Wärme, die ich an FW früher schätzte (ist natürlich Geschmackssache). Man hätte diese auch durch mehr schöne Gitarrenmelodien einbringen können. Es scheint, daß die besten Ideen schon auf dem Arch/Matheos Album verbraten wurden. Manche Riffs stehen 1:1 nun auch auf DIADL. Irgendwie ist das nach 9 Jahren Pause etwas wenig. DIADL wirkt fast wie eine Kompilation dessen was auf A/M nicht mehr draufgepaßt hat wobei beim ersten (A/M) Album etwas mehr Liebe zum Detail einfloss und die neuen Ideen auch noch neu waren sowie auch der Songaufbau interessanter war (angenehme Ausnahme "And Yet It Moves").

Das Album macht streckenweise schon Laune und es tut auf jeden Fall gut etwas neues aus dem Hause FW zu hören. Die Platte wird sicher noch einige Male im Player rotieren, kann sich aber keinesfalls mit den oben genannten Perlen messen, gefällt mir dennoch deutlich besser als Disconnected. Wenigstens macht man trotz einiger Selbstzitate nicht den Fehler so wie Dream Theater auf Krampf seine früheren Glanztaten kopieren zu wollen um Kasse zu machen. (Knappe) 4 Sterne.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fates Warning in a Different Light, 30. September 2013
Nun man musste nicht ganz neun Jahre warten, so veröffentlichte die Besetzung von Fates Warning
jenseits ihres offiziellen Namens und Sängers Ray Alder 2011 in Kombination mit Gründungsvokalist John Arch
das Album "Sympathetic Resonance" unter dem Namen "Arch & Matheos".
Diese Scheibe ist auch nicht unwichtig um den musikalischen Werdegang zwischen Fates Warnings letztem
Studioalbum "FWX" (2004) und dem nun aktuellen elften Silberling "Darkness in a Different Light" nachzuvollziehen.

Die musikalische Härte, welche schon auf "Arch & Matheos" deutlich zu Tage kam, wurde beim Opener
"One Thousand Fires" gleich mal mitübernommen, dennoch gehört dieser, neben darauffolgendem,
an "Inside Out" Zeiten erinnernde Song "Firefly" noch zu den eingängisten Songs auf der Platte.
"Firefly" wurde nicht umsonst als Single vorab veröffentlicht, da dieser wohl am zugänglichsten ist.
Auf "O Chloroform" gibt sich kein geringerer als Kevin Moore (ehemals Dream Theater) die Ehre,
welcher sehr an die musikalische Richtung auf "Disconnected" (2000) erinnert.
Während auf dem letzten Album "FWX" noch einige Songs alleinstehend und kompakt arangiert wurden,
sind die Nummern, ähnlich wie auf "Sympathetic Resonance" komplexer strukturiert.
Dies deutet "Lighthouse" und "into the Black" schon an, bis das musikalische Feuerwerk, welches
sich auf dem Album verbirgt, beim 14-Minuten-Epos "And Yet It Moves" abbrennt.
Welches musikalisch und atmosphärisch einen würdigen Abschluss des Albums darstellt.

Wer in den Genuss der special edition kommen möchte, der erhält auf einer zusätzlichen Disk
neben einer extended Version von "Firefly" auch den eigentlich kurzen balladesken
Albumtrack "Falling" als ausgewachsene Rock Nummer der Marke "Inside Out",
welcher meines Erachtens durchaus aufs reguläre Album hätte gepackt werden können.
Die beiden live Songs sind allerdings gesanglich weniger eindrucksvoll.

Schöne Weiterentwicklung des musikalischen Horizonts von Fates Warning - die Herren haben längst nicht alles gesagt.
Kaufempfehlung an jeden Fates Warning Fan der "Ray Alder-Era" und für jeden Anhänger progressiver-atmosphärischer Musik ein Pflichtkauf.
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4.0 von 5 Sternen ...teils hammer album, nur seltsamer drumsound..., 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Darkness in a Different Light (Audio CD)
...ich denke zu dem album ist, auf die eine oder andere weise, schon so ziemlich alles gesagt...
...ich freue mich über das album nach so langer zeit...
...nur die riffs wenn auch sehr gut und stimmig, könnten etwas "harmischer" sein, soll heißen nicht nur powerchords...
...diese sind aber aber durchaus stimmig und passend und beileibe nicht billig im gegenteil, das ist meckern auf sehr hohem niveau weswegen ich hauptsächlich schreibe ist der sehr klinische dünne drummsound, teilweise, ich kann mir nicht helfen, klingen die drums fast wie aus der konserve, man höre die geschlossene hi-hat am anfang vom solopart im eröffnungstrack...
...was schade ist, denn es ist ein sehr interessantes, mitreißendes album von hammer musikern und das muß man nicxht mehr extra sagen einem hammer sänger, daß ich trotzdem drumssound sehr gerne höre...
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5.0 von 5 Sternen :-), 29. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Na was haben wir denn da, ein neues Fates Warning Album, eine meiner Lieblingsbands seit weit über 20 Jahren.... :-) Okay, vorweg, die Scheibe kam zumindest für mich sehr unerwartet, aber sie ist rundum gelungen und für alle Fans der Band ein Muss :-) Was ist zwischenzeitlich geschehen, nach dem letzten Album FWX in 2004? Mastermind der Band ist ja Gitarrist Jim Matheos. Er hatte bereits ein Jahr vorher OSI Office of Strategic Influence u. a. mit Kevin Moore (Ex Dream Theater, Keyboards) wohl mehr als Side Project gegründet, und deren Mucke darf man / frau aus meiner bescheidenen und nicht unbedingt maßgeblichen Sicht getrost als nicht gerade leicht verdaulich bezeichnen. Sehr experimentell halt. Aber nicht ungeil ;-) Ray Alder hatte mit Redemption (Mastermind Nicholas van Dyk, ich habe sie live gesehen, klasse) einige fantastische Prog Alben veröffentlicht. Dann kam in 2011 eine Art von Fates Warning Reunion mit John Arch als Sänger, wohl aus rechtlichen Gründen nicht unter dem Namen Fates Warning - reine Vermutung meinerseits. Auch nicht gerade leicht verdauliche Kost, aber wie gewohnt hochwertig :-) Und nunmehr ist Ray Alder als Sänger wieder bei Fates Warning - hatte er vorher rechtliche Bindungen, dass John Arch "einspringen" "musste" "durfte" keine Ahnung, ist ja auch egal, Fans der Band und solcher des melodischen Progs der Stilrichtung heavy zugreifen, Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen :-) Das Album knüpft nahezu nahtlos an die letzten von Fates Warning, vor allem in den 1990ern wie beispielsweise Inside Out, an :-) Wie auch bei dem Arch / Matheos Album ist wieder Bobby Jarzombek (u. a. Riot) an den Drums am Start. Ich wage mal die Behauptung, er verleiht durch sein Drumming (welches alleine schon durch seinen Beitrag zu "Thundersteel" und "The Privilege Of Power" von Riot seinesgleichen sucht) meiner bescheidenen und nicht unbedingt maßgeblichen Meinung nach der Band neue Impulse :-) Erwartet aber nun kein Speed Drumming von ihm wie vor über 20 Jahren bei Riot mit Steve Loeb ;-)
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5.0 von 5 Sternen KÖNIGE !!!, 11. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer hätte das gedacht.
Besser habe ich Fates Warning seit Shades Zeiten nicht gehört, was jetzt nicht heißen soll, dass alles was danach kam schlecht war. Nein, nein.
Fates Warning sind mit jedem Album ein Pflichtprogramm für Progfans.
Mit Darkness schlagen sie die Genre "Könige" von Dream Theater um LÄNGEN !

Kaufen !
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5.0 von 5 Sternen Fates Warning entdecken die 3. Dimension..., 15. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Spätestens seit "Awaken the Guardian" war ich ein absoluter Fan dieser Band. Über die Zeit gab es einige Stilwechsel, doch etwas fehlte der Band immer zur Perfektion. Wer noch Bands wie Drifter oder Grinder kennt, weiß wovon ich spreche: Rechte und linke Rhytmusgitarre müssen nicht zwangsweise immer dasselbe spielen... Dieser Mangel ist nun beseitigt, und, neben anderen Stereo-Effekten gibt nun die eine Gitarre öfter mal der anderen die Klinke in die Hand: Fates Warning entdecken die dritte Dimension und klingen auch davon abgesehen besser denn je!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fates Warning haben Relevanz, 10. Oktober 2013
Die hier veröffentlichen Rezensionen sind doch recht unterschiedlich, jedoch siedeln alle das neue Produkt aus dem Hause Fates Warning im oberen Durchschnitt an.

Um es gleich vorab zu sagen, für mich ist Darkness in a Different Light ein absolut starkes, vielschichtiges Album geworden, welches zu Parallels aufschließt.

Was fällt auf:
Die CD bietet relativ harten Metal, ist aber an atmosphärischer Dichte herausragend. Die Musik wirkt nie kalt, dafür sorgt die Melodik und die gesangliche Leistung von Alder. Überhaupt ist die Komplexität mancher Gitarrenriffs für mich absolut genial, man höre sich nur mal das letzte Stück der CD "and yet it moves" an. Solche Musik hört man sich am besten auf dem heimischen Sofa unterm Kopfhörer an, nur dann wird man den Stücken auch gereicht. Mit Desire ist ein fast schon poppiges Stück vertreten, welches mit seiner Leichtigkeit eine gelungene Verschnaufpause bietet, ehe es wieder ziemlich komplex weiter geht. Genial sind natürlich Stücke wie der Opener "one thousand fires" und "o Chloroform".

Noch ein Wort zu Ray Alder: Seine Stimme hat sich schon verändert, sie ist rauchiger und vielleicht auch nicht mehr so klar wie früher. Jedoch ist seine Gesangsleistung auf der aktuellen Veröffentlichung schlicht weg überragend, er schafft es, den Songs eine klare gesangliche Melodielinie zu geben, an der entlang sich die komplexen Arrangements ansiedeln, von der emotionalen Tiefe ganz zu schweigen.

Was wünscht man nun der Band? Das sie für ihre hervorragende Arbeit belohnt wird und das Album viele Anhänger findet und vielleicht sogar in den Albumcharts erscheint. Dies ist jedoch ein frommer Wunsch, welcher nicht in Erfüllung gehen wird.

Jedem Fates-Warning-Fan sei die CD wärmstens empfohlen. Die Band hat im Jahr 2013 Relevanz und hat mit Darkness in a Different Light sicherlich eines der besten Metal-Alben des Jahres vorgelegt. Andere Prog-Gruppen werden an dieser Referenz sicherlich zu knabbern haben...
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Well done!, 2. Oktober 2013
Der Monat September hat es für Freunde anspruchsvolleren Rock und Metals in sich. Nach dem Traumtheater und Subsignal liefern auch noch Fates Warning ein neues Statement ihrer Künste ab.

Bei ersteren bin ich mir immer über die Qualität noch nicht wirklich sicher, aber seit Tagen kreist Darkness In A Different Light in meinem Player… Da ich als alter Sack nicht mehr soooo begeisterungsfähig bin und das letzte Werk „X“ den Test Of Time bei mir aufgrund musikalischer Belanglosigkeit nicht bestanden hat, hat das aber doch was zu bedeuten…

Und ja, die Scheibe wächst! Der Adorer Of Steel hat in seiner differenzierten Rezi der einzelnen Songs weitestgehend den Nagel auf den Kopf getroffen. Da ich bei Desire aber mittlerweile die Skiptaste drücke und der (obligatorische) Longtrack Yet It Moves – so geil er auch ist – einem Song wie Still Remains (den er in Richtung Höhepunkt gehend sogar zu kopieren versucht) nicht das Wasser reichen kann, will ich keine fünf Sterne vergeben.

Dennoch: Ich bin positiv überrascht und beeindruckt wie FW auch ohne Keyboards Atmosphäre zu kreieren wissen. Ich freue mich über mehr Heavyness und technische Finessen wofür auch Bobby Jarzombek mit seinem musikalischen Background mitverantwortlich ist. Ich bin dankbar für die Rückkehr Arestis und das Zusammenspiel mit Matheos. Ich bin erleichtert über die glasklare Produktion ohne Egotrips, Loudness-War und Soundmatsch – wie ich sie bei vielen anderen meiner alten Helden ertragen musste.

Diese Scheibe hat was und will hoffentlich in ein paar Jahren noch gerne gehört werden.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neun Jahre mussten wir warten - es lohnt sich!, 28. September 2013
Es ist immer ein Gefühl, als würden die eigenen Kinder einem ein Messer in den Rücken stechen, wenn einstige Lieblingsbands, ehemalige Combos, die man vergöttert hat, nur noch Mist abliefern. Virgin Steeles DeFeis hat sein Songwriting-Rezept scheinbar seit Jahren verlegt, Queensryche bekommen mit dem nächsten LaTorre-Album noch eine einzige Chance bei mir, über Manowar brauchen wir uns hier wohl kaum mehr unterhalten und Dinge wie Cage, Death Dealer oder Aska, die ich früher kaum erwarten konnte, langweilen mich heute nur noch mit Billigheimerproduktionen.

Zum Glück trifft das alles auf die neben Mercyful Fate/King Diamond beste Metalband aller Zeiten nicht zu, denn neun Jahre nach dem eigentlich von mir prophezeiten Abgesang "X" sind FATES WARNING mit einem richtig starken Album zurück, welches meiner bescheidenen Meinung nach die beiden Vorgänger locker in die Tasche steckt. Nur ein Ausfall bei zehn Songs ist auf jeden Fall ein hervorragendes Ergebnis, das viele etablierte Bands nicht mehr erreichen.

Das Eröffnungdoppel "One Thousand Fires" und "Firefly" lassen einen direkt denken, dass der Arch/Matheos-Ausflug den beteiligten Musikern sehr gut getan hat. Das Riffing ist auf jeden Fall deutlich vom "Sympathetic Resonance"-Meisterwerk inspiriert. Man ist wieder melodischer als auf "Disconnected" und "X", das Drumming von Bobby Jarzombek ist akzentuiert und auf den Punkt präzise, wenngleich ich das Endergebnis gerne mal mit mit Mark Zonder hören würde. Jim Matheos und Frank Aresti als Traumpaar an der Gitarre verstehen sich blind und zeigen, dass man modern klingen kann, ohne die Melodien zu vernachlässigen. Dann wäre da noch Ray Alder, der natürlich nicht mehr so himmelhoch wie auf "Perfect Symmetry" oder "No Exit" singen kann (Tabak sei dank), aber man kann nicht anders als sich eine dicke Entenpelle zuzulegen, wenn das erste Mal der Refrain zu "Firefly" ertönt. Er gehört halt immer noch zu den überragenden Stimmen im Musikzirkus.

Umso ärgerlicher, dass all diese Zutaten im einzigen Komplettausfall des Albums, "Desire" nicht zu greifen scheinen, denn der Track klingt seltsam unfertig und der Chorus ist in punkto Eintönigkeit kaum zu übertreffen. Egal, denn die folgenden anderthalb Minuten von "Falling" entschädigen für alles - was für ein wundervoll-melancholisches, kleines Meisterwerk, bei dem wirklich nach 90 Sekunden alles gesagt ist und nach dem eigentlich eine Gedenkminute eingefügt gehört. "I Am" ist dann wieder eher typisch moderne FATES WARNING-Kost der letzten drei Alben, während das sehr ruhige "Lighthouse" auch auf "A Pleasant Shade Of Grey" eine hervorragende Figur gemacht hätte und zu den emotionalsten Songs des Albums gehört.
Der Track, der bei mir am meisten gewachsen ist (neben dem grandiosen Mammuttrack "And Yet It Moves", dessen letzten vier Minuten noch einmal alle Stärken FATES WARNINGs bündeln und wohl den Höhepunkt des Albums darstellen), ist mit "O Chloroform" zwar seltsam betitelt, aber nichtsdestotrotz ein absolutes Meisterwerk. Alder schafft es wie kaum ein Zweiter, die famosen Melodylines so klingen zu lassen, als würde er nicht einfach "nur" einen Song interpretieren, sondern diesen Song leben, ja gewissermaßen zu diesem Song werden.

Sind Fates Warning also endlich wieder alleinige Throninhaber der Musikwelt wie zwischen "The Spectre Within" und "Parallels"? Natürlich nicht! Ist "Darkness In A Different Light", das im übrigen von ein einem fantastischen Cover umhüllt wird, das beste FATES WARNING-Album dieses Jahrtausends geworden? JA!
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Darkness in a Different Light
Darkness in a Different Light von Fates Warning (Audio CD - 2013)
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